Über den Sinn und vor allem Unsinn der jüngsten Teilzeit-Debatte wurde hier ausführlich berichtet in dem Beitrag Trigger-Alarm: Diesseits und jenseits der „Lifestyle-Teilzeit“- Debatte. Und warum am Ende sogar mehr Teilzeitarbeit und nicht weniger davon sinnvoll sein kann. Aber es lohnt sich, noch einmal genauer hinzuschauen, was da eigentlich genau (nicht) gefordert wurde. Wir bekommen frei Haus ein Beispiel geliefert, dass man zuweilen auf Schlachtfelder geschickt wird, auf denen aber kaum jemand unterwegs ist.
Stefan Sell
Trigger-Alarm: Diesseits und jenseits der „Lifestyle-Teilzeit“- Debatte. Und warum am Ende sogar mehr Teilzeitarbeit und nicht weniger davon sinnvoll sein kann
Am Ende des ersten Monats des Jahres 2026 bekommen wir zum einen frei Haus ein Lehrbuch-Beispiel geliefert für einen Begriff, der viele Menschen „triggert“:1 „Lifestyle-Teilzeit“. Allein diese Begrifflichkeit hat eine enorme Resonanzwelle ausgelöst und wird möglicherweise (in Kombination mit anderen Verunsicherungen bzw. Aufreger-Aussagen) seine Spuren hinterlassen bis hin zu den in diesem Jahr anstehenden Landtagswahlen.
Aber der Reihe nach.
Die Diskussion über Arbeitsunfähigkeit und telefonische Krankschreibungen reloaded
Zuweilen muss man zu dem Befund kommen, dass es so eine Art Wiedervorlagekalender gibt, der bereits durch das Dorf getriebene Themen nach einer gewissen Zeit wieder aufruft und für einen erneuten Moment in die öffentliche Berichterstattung verbunden mit einer eruptiven Debatte spült. Dabei ist es immer wieder faszinierend, wenn man dabei zur Kenntnis nehmen muss, das weite Teile der Medien und der politischen Akteure so tun, als ob da jetzt aber was wirklich ganz Neues gefunden und seziert wird.