„Die“ Jobcenter und „die“ Bürgergeldempfänger – eine Studie soll ergeben haben, dass die einen zu wenig Stellen anbieten und von den anderen die Hälfte gar keinen Job sucht

Wir werden das in den kommenden Monaten, wenn die „Abschaffung“ des Bürgergelds und die Einführung der (gar nicht so) „Neuen Grundsicherung“ seinen parlamentarischen Gang geht und dann wahrscheinlich zum Sommer 2026 vollends umgesetzt sein wird,1 immer öfter erleben: Die Jobcenter arbeiten nicht so, wie sie sollten und deshalb werden die großspurigen Versprechen der Bundesregierung, was angebliche Einsparungen im SGB II und ein sanktionierenden „Aussiebens“ der Leistungsempfänger angeht, auch leider nicht erreichbar sein. Wenn die doch nur besser arbeiten würden.

mehr

Eine Studie soll ergeben haben: Deutschland ist „Spitzenreiter bei den Sozialausgaben“. Wieder einmal muss man genauer hinschauen

Genau solche Schlagzeilen wollte man bekommen: Deutschland ist Spitzenreiter bei Sozialausgaben, so ist eine Meldung beim Deutschlandfunk überschrieben. Und die Überschrift wird ergänzt: »Deutschland gibt mehr Geld für die soziale Sicherung aus als andere europäische Staaten.« Als Quelle wird eine „Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft“ genannt. Und doppelt schlecht hält besser: »Für die Bildung gebe Deutschland im europäischen Vergleich am wenigsten Geld aus: dieser Bereich umfasse nur gut neun Prozent des Budgets.« Auch die Online-Ausgabe der Tagesschau sekundiert: Deutschland hat höchste Sozialausgaben in Europa. »Rund 41 Prozent der gesamten deutschen Staatsausgaben fließen in die soziale Sicherung. Das ist einer Studie zufolge mehr als überall sonst in Europa.« Aber immerhin kommt dann wenigstens dieser Hinweis: »Der DGB, die Linkspartei und der Paritätische kritisieren jedoch die Methodik.«

mehr

Nicht gut: Eine schlechte Bilanz für die betriebliche Berufsausbildung im Jahr 2025

Am 1. Dezember 2025 wurde hier in dem Beitrag Immer wenige neue Ausbildungsverträge und immer weniger bestandene Abschlussprüfungen. Der Nachwuchs aus der dualen Berufsausbildung auf dem Sinkflug auf eine besorgniserregende Entwicklung hingewiesen. Die Zahl der neuen Ausbildungsverträge ist vor allem in der längerfristigen Sicht weiter rückläufig, zugleich muss für 2024 festgestellt werden, dass die Zahl der bestandenen Abschlussprüfungen in der dualen Berufsausbildung auf den tiefsten bisher ermittelten Stand gesunken ist.

mehr

Es sind (immer noch) viele Millionen Menschen: Die eine große Zahl der ehrenamtlichen „Einbringer“ in Deutschland ist etwas gesunken, aber die geben mehr Zeit als vorher

Der Deutsche Freiwilligensurvey (FWS) ist seit 1999 die Grundlage für die Berichterstattung zur Entwicklung des freiwilligen Engagements.1 Der Bericht basiert auf der mit über 27.000 Befragten größten Datenerhebung zu dem Thema und liefert alle fünf Jahre ein umfassendes Bild der Entwicklung dieses zentralen Bereichs der „Zivilgesellschaft“. Nun wurde der 6. Freiwilligensurvey mit der Datengrundlage von 2024 veröffentlicht, zumindest erste Ergebnisse daraus.

mehr

Eine „Studie“ hat ergeben, dass wir „einen regelrechten Zusammenbruch des Vertrauens in die gesetzliche Rentenversicherung“ haben. Man sollte genauer hinschauen

Seit Jahren werden wir mit einem immer wiederkehrenden Muster konfrontiert: Man lässt eine „Studie“ erstellen (am besten für die Verkaufe ist es, wenn man mit einer „wissenschaftlichen Studie“ hausieren gehen kann, mindestens muss das aber „repräsentativ“ sein), haut dann einige wenige Ergebnisse gezielt raus und hofft auf den – oftmals auch beobachtbaren – Effekt, dass zahlreiche Medien in ihrer Zeitnot und unter Vernachlässigung eigentlich basaler journalistischer Regeln wie Prüfung der Quellen mit „copy and paste“ die Verbreitung der beabsichtigten Botschaft befördern.

mehr