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ZDF: Zwei Quadratkilometer Stress. Hilfe für einen Stadtteil (29.07.2020)
Sie gehen dort hin, wo andere lieber wegschauen: Der Film zeigt mutige Mannheimer, die versuchen, einen Stadtteil zu retten, den viele bereits abgeschrieben haben.

Panorama: Kliniken auf dem Land: Retten oder Schließen? (23.07.2020)
Viele Krankenhäuser sind unterfinanziert: Laut dem Krankenhaus-Rating-Report haben 13 Prozent hohe Insolvenzgefahr. Gerade kleinen Kliniken auf dem Land droht das Aus.

Panorama: Absurd: Höhere Mieten auch dank Mietpreisbremse (23.07.2020)
In vielen Städten funktioniert die Mietpreisbremse nicht: In Hamburg bspw. waren 41 Prozent der von Panorama untersuchten Angebotsmieten teurer als zulässig. Schuld ist ein entscheidender Konstruktionsfehler im Gesetz.

Exakt – Die Story: Junge Mütter auf der Schulbank (22.07.2020)
Jenny, Nancy und Cindy gehen auf eine Schule. Die jungen Frauen aus Leipzig ziehen Kinder groß, haben aber keine Ausbildung. Ihre Chancen auf Berufsabschluss und Job stehen schlecht. Was wird aus ihnen?

Exakt: Ausgebuchte Ostsee – Reinigungskräfte im Dauerstress (22.07.2020)
Hochsaison an der Ostsee. Die Reinigungskräfte, die die Ferienhäuser putzen, sind im Dauerstress. Verstärkung ist nicht in Sicht, denn es gibt hier kaum bezahlbarem Wohnraum für sie.

ARD: Markt macht Medizin (20.07.2020)
Es ist ein Weg zurück, den viele Ärzte und Politiker fordern: Weg vom knallharten Kalkül, hin zu mehr Zeit für weniger lukrative Eingriffe. Denn in bester Ordnung, wie es nach Corona überall heißt, ist im deutschen Klinikalltag gar nichts.

ARD: Digitalsteuer und soziale Gerechtigkeit (19.07.2020)
Tech-Giganten haben im Lockdown ihre Umsätze gigantisch gesteigert – und zahlen so gut wie keine Steuern. Eine Gefahr für den sozialen Zusammenhalt. Könnte die Digitalsteuer in der Corona-Krise helfen?

ZDFzoom: Tönnies und die Werkverträge. Ausbeutung mitten in Deutschland (15.07.2020)
»Nach massenhaften Corona-Infektionen bei Deutschlands größtem Schlachtbetrieb Tönnies diskutiert ganz Deutschland über die Arbeits- und Lebensbedingungen von Werkvertragmitarbeitern.«

Exakt: Obdachlosenheim: Raus aus dem Teufelskreis (08.07.2020)
Einige Menschen leben über Jahrzehnte in einem Obdachlosenheim – doch das muss nicht sein. Mit dem richtigen Konzept können Obdachlose schnell wieder in die eigenen vier Wände kommen, wie die Stadt Bernburg zeigt.

ZDF: Die Sauberfrauen (06.07.2020)
Sie schrubben Böden, wienern Fenster, putzen Toiletten. Es ist harte körperliche Arbeit, meist wird sie von Frauen verrichtet. Wie kommen sie damit klar, dass sie den Dreck anderer wegmachen?

Panorama: Gekauft: Sozialdemokrat Gabriel beriet Fleischmogul Tönnies (02.07.2020)
Der frühere Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel ist von Deutschlands größtem Fleischproduzenten Tönnies als Berater bezahlt worden. Dies belegen Dokumente, die Panorama vorliegen.

Plusminus: Corona: Tod im Pflegeheim – Was die Branche ändern muss (01.07.2020)
Trotz der Besuchsverbote für Angehörige sind Pflegeheime zu Hotspots in der Coronapandemie geworden. Experten bemängeln, dass noch immer zu wenig zum Schutz der Bewohner getan werde. Und hier sehen sie vor allem die Politik in der Pflicht.

Plusminus: Warum niedrige Ost-Löhne auch Folgen im Westen haben (01.07.2020)
Am 1. Juli 1990 wurde in der Noch-DDR die D-Mark eingeführt. Doch noch heute gibt es in vielen Branchen große Lohnunterschiede. Was vielen nicht klar ist: Die oft niedrigeren Gehälter im Osten haben auch Auswirkungen auf die im Westen!

Exakt: Hartz-IV nach Corona – die Krise nach der Krise (01.07.2020)
Hausaufgabenhilfe, Nachmittagstreff für Kinder, vergünstigtes Mittagessen – vor Corona gab es diese Hilfen für sozial schwache Familien. Und jetzt? Manche Einrichtungen haben immer noch geschlossen und das Geld fehlt.

Fakt: Das gute Geschäft mit Patentarzneimitteln (30.06.2020)
Gesetzliche Krankenkassen haben letztes Jahr 41 Milliarden Euro für Arzneimittel ausgegeben. Die Hälfte davon für sogenannte Patentarzneimittel. Dabei gäbe es häufig deutlich günstigere Alternativen.

ARD: Kampf gegen Schwarzarbeit – teuer und wirkungslos? (29.06.2020)
Durch Schwarzarbeit entgehen dem Staat jedes Jahr Sozialabgaben und Steuern in Milliardenhöhe. Die Organisierte Kriminalität hat sich hier längst breitgemacht. Experten sprechen von einem parallelen Arbeitsmarkt, auf dem kaum Regeln gelten.

Nano: Suchthilfe während Corona (26.06.2020)
Suchttherapie in Zeiten der Kontaktbeschränkungen – das hat Patienten, Therapeuten und Betreuer gefordert. In der Not mussten vor allem Telefongespräche helfen.

WDR: Was macht die Corona-Krise mit den Frauen? (25.06.2020)
Schon in normalen Zeiten leisten Frauen deutlich mehr unbezahlte Arbeit im Haushalt als Männer, das zeigen Studien. Und in den letzten Monaten fielen etliche Stunden zusätzlich an, weil Schule und Kita ausgefallen sind. Wer übernimmt die zusätzliche Sorgearbeit?

Plusminus: Mit Wumms in die Armut: Die Verlierer der Corona-Krise (24.06.2020)
Solo-Selbständige gehören zu den Hauptverlierern der Corona-Krise. Die wirtschaftlichen Folgen treffen sie viel härter als Angestellte. Laut einer Studie verfügt nur die Hälfte von ihnen über Liquiditätsreserven für mehr als drei Monate.

WDR: Abgehängt durch Corona? Schüler an der Brennpunktschule (24.06.2020): »Die Story begleitet Schüler und Lehrer der Gesamtschule Bockmühle in den letzten Wochen dieses Schuljahrs. Sie zeigt, wie Schüler um ihren Abschluss und ihre Zukunft kämpfen – und wie ihre Lehrer versuchen, die Kinder auch unter schwierigen Bedingungen nicht zu verlieren.«

defacto: Am Ende ihrer Kräfte – Wie pflegende Angehörige in der Krise allein gelassen wurden (22.06.2020)
In den vergangenen Monaten mit den Corona-bedingten Einschränkungen gab es viele Berichte über Pflegekräfte und über die Anerkennung, die sie für ihre wichtige Arbeit in der stationären Pflege verdienen. Es wurde über die besonderen Herausforderungen durch Covid 19 in Altenheimen und Krankenhäusern berichtet. Neben all diesen berechtigten Fragen wird aber selten berichtet, welche Folgen die Pandemie für die ambulante Betreuung hat, wie diese betroffenen Pflegebedürftigen und ihre Familien klarkommen. Ob Einrichtungen für Menschen mit geistiger Behinderung oder Tagespflegeeinrichtungen für Demenz-Erkrankte: Zahlreiche Pflegebedürftige wurden bis März tagsüber in den verschiedenen Einrichtungen für Tagespflege betreut. Aufgrund der Corona-Pandemie sind die meisten von ihnen zu Hause, ihre Angehörigen müssen die Pflege daheim organisieren. Von einem Tag auf den anderen mussten sie eine Rund-um-die-Uhr-Betreuung organisieren, 7 Tage die Woche. Nach 3 Monaten sind viele Angehörige mittlerweile am Ende ihrer Kräfte. Sie fordern, dass es auch für die Einrichtungen der Tagespflege dringend eine verlässliche Planung zur Wieder-Eröffnung geben muss. Vor allem aber fühlen sich viele vergessen: Ihre unermüdliche Pflegearbeit daheim mit ihren Angehörigen kommt in der öffentlichen Diskussion kaum vor. Dabei verdienen neben den professionellen Pflegerinnen und Pflegern auch die Angehörigen die Anerkennung durch die Gesellschaft.

defacto: Azubis und Uniabsolventen in der Krise – Düstere Aussichten auf einen Job (22.06.2020)
»Die Arbeitsmarktchancen für eine ganze Generation von Berufseinsteigern haben sich durch die Corona-Krise massiv verschlechtert. Die 20- bis 25-Jährigen werden jetzt mit ihrer Ausbildung fertig und sehr viele werden wegen der unklaren Lage nicht übernommen. Oder sie haben ihren Uni-Abschluss in der Tasche und bekommen keine Jobangebote, weil die wenigsten Firmen wissen, wie es weiter geht. Experten zufolge sind deutlich weniger Stellen ausgeschrieben als sonst und sie befürchten sogar langfristige Nachteile für die jetzige Generation von Berufseinsteigern. Untersuchungen zeigen, dass die Arbeitslosigkeitsrate bei Krisen-Generationen dauerhaft deutlich erhöht und das Gehaltsniveau oft deutlich schlechter ist.«

WISO: Billigfleisch – was es uns wirklich kostet (22.06.2020)
Fleischmarkt in Deutschland – Akteure und Lieferketten; System Schwein – Wer verdient an der Produktion? Werksverträge und Arbeitsbedingungen – Moderne Ausbeutung?

Westpol: Betrugsverdacht bei der Kurzarbeit (21.06.2020)
Es ist ein Erfolgsmodell, das weltweit kopiert wird und Deutschland schon durch so manche Krise gerettet hat: Die Kurzarbeit. In der Corona-Krise hat der Staat es den Unternehmen sogar noch leichter gemacht, solche Hilfen zu bekommen, um Arbeitsplätze zu retten. Doch die Kurzarbeit ist nicht ohne Risiko: Für Arbeitnehmer gibt es oftmals erhebliche finanzielle Einbußen. Und es droht auch Missbrauch – durch Firmen, die die Hilfen eigentlich gar nicht brauchen.

Plusminus: Corona und die Leistungsträger (17.06.2020)
In der Krise hat sich gezeigt, welche Berufe für das soziale Zusammenleben „systemrelevant“ sind. Diese Menschen verdienen im Vergleich zu anderen Branchen oft sehr wenig. Was lässt sich für die Zeit nach der Krise daraus lernen?

Report Mainz: Warum Menschen mit Demenz oder geistiger Behinderung unter Corona-bedingter Isolation leiden(16.06.2020)
Die meisten Pflegeheime und betreuten Wohnstätten lockern allmählich ihre Corona-bedingten Kontaktbeschränkungen. Doch für viele Demente oder geistig behinderte Menschen reichen sie nicht – oder kommen zu spät.

Panorama 3: Oldenburg: Geschäft mit Wohnungsnot der Verzweifelten (16.06.2020)
In Oldenburg hat sich offenbar ein lukrativer Markt mit Wohnungen für Bedürftige entwickelt. Vermieter vergeben heruntergekommene Zimmer und lassen sich teuer bezahlen – von der Stadt.

Westpol: Kitas zwischen Normalität und Verunsicherung (14.06.2020)
Eltern im Krisenmodus – zwischen Kinderbetreuung und Homeoffice. So ging das über Wochen. Seit ein paar Tagen sind die Kitas im Land offen. Doch noch ist völlig unklar, wie gefährlich die Lockerungen wirklich sind. Ein Forschungsprojekt soll zeigen, wie ansteckend Kinder sind. Eltern zwischen Bangen und Hoffen.

Westpol: Familienrichter ohne besondere Qualifikation (14.06.2020)
Schon wieder ein großer Missbrauchsfall. In Münster missbraucht ein Mann massenhaft Kinder. Darunter auch den Sohn seiner Freundin. Er war bereits mehrfach vorbestraft, wegen Besitz und Verbreitung von Kinderpornografie. Doch das Gericht sagte vor einigen Jahren: Für das Kind besteht keine Gefahr. Ein schwerer Irrtum. Und wieder kein Einzelfall. Diese Woche kommt Kritik von allen Seiten auf. Westpol über Familienrichter, die für ihr Fach anscheinend nicht richtig ausgebildet sind.

ZDF: Schulen im Corona-Stress – Lernen aus der Krise (11.06.2020)
Der Unterricht von zu Hause aus ist während der Corona-Pandemie in ganz Deutschland Alltag geworden. Schüler, Eltern und Lehrer wurden von der völlig neuen Lernsituation quasi überrumpelt.

3sat: „Kulturzeit extra“: Kinder ohne Schule – Was wird aus der Generation Corona? (10.06.2020)
Kinder haben keine Lobby! Während wir Airlines und Autokonzerne retten, wird die Bildung vergessen. „Kulturzeit extra“ fragt, wie Kinder, Eltern und Lehrer die Krise bewältigen. Welche Lehren können wir für die Bildung ziehen? Kann die Digitalisierung Lösungen bieten? Und welche Folgen hat die Krise für die Psyche unserer Kinder? Generation Corona nennt man sie jetzt schon. Die Sorgen der Kinder fanden bisher zu wenig Gehör. Zeit, die Bildung in den Blick zu nehmen. Die letzten Wochen waren geprägt von Homeschooling und Digitalunterricht. Und es könnte länger dauern, bis wirklich alle zusammen und jeden Tag in die Schule gehen können. „Kulturzeit extra“ hinterfragt das System Schule und versucht einen Blick nach vorne.

Panorama 3: Eltern am Limit – wie es an den Schulen weitergeht (09.06.2020)
Wie geht es nach den Sommerferien an den Schulen weiter? Panorama 3 hat sich die Unterrichtssituation angesehen und mit genervten Eltern und verantwortlichen Ministern gesprochen.

Panorama 3: Kurzarbeit am Flughafen: Ärger beim Bodenpersonal (09.06.2020)
Am Flughafen Hamburg sind nahezu alle Mitarbeiter aufgrund der Coronakrise in Kurzarbeit. Doch sind Beschäftigte der AHS schlechter gestellt, als die anderen Mitarbeiter des Flughafens.

Westpol: Wieso es für Mieter immer schwerer wird (07.06.2020)
Corona hat hunderttausende Menschen in NRW in Kurzarbeit gezwungen, auch die Arbeitslosenquote steigt. Das heißt auch: Viele Menschen können ihre Mieten kaum noch bezahlen. In manchen Kommunen hat sich die Zahl der Erstanträge auf Wohngeld mehr als verdoppelt. Die Landesregierung hält das aber nicht davon ab, den Mieterschutz in NRW weiter einzuschränken. In der neuen Mieterschutzverordnung, die ab 1. Juli gelten soll, sind nur noch 18 Kommunen vertreten. In Ruhrgebietsmetropolen wie Essen und Dortmund, können Vermieter die Preise wieder leichter in die Höhe treiben.

Kontraste: Belastung für Arbeitnehmer, Gewinn für Unternehmen (04.06.2020)
Mehr als 10 Millionen Menschen wurden für Kurzarbeit angemeldet – doch nicht alle arbeiten deshalb auch tatsächlich weniger. Kontraste-Reporter zeigen, wie Unternehmen ihren Mitarbeitern das gleiche Arbeitspensum bei viel weniger Stunden aufdrücken und die Arbeit von Betriebsräten erschweren.

Kontraste: Wie die Corona-Krise uns bei der Gleichberechtigung zurückwirft (04.06.2020) 
Homeoffice, Haushalt und Kinder hüten – Frauen tragen die ungleich größere Last in der Corona-Krise. Manche von ihnen reduzieren ihre Jobs oder steigen ganz aus dem Erwerbsleben aus – mit langfristigen Folgen für die Karriere und die Altersversorgung. Kontraste-Reporterinnen haben ganz unterschiedliche Frauen getroffen, die von der Krise hart getroffen wurden und teilweise aus guten Jobs zurück an den Herd mussten. Die Soziologin Jutta Allmendinger befürchtet, dass wir bei der Gleichberechtigung um bis zu drei Jahrzehnte zurückgeworfen werden.

Plusminus: LDL-Cholesterin: Mehr Menschen sollen Medikamente bekommen (03.06.2020)
Immer mehr gesunde Menschen werden auf dem Papier krank gemacht. Wenn Grenzwerte für Krankheiten immer weiter gesenkt werden, verspricht das ein Milliardengeschäft für die Pharmaindustrie.

Exakt: Gegen Bürokratie: Arbeit vermitteln in Corona-Zeiten (03.06.2020)
Ein Arbeitsvermittler hat eine Idee, wie in den Zeiten des Coronavirus mit Kontaktbeschränkungen, Arbeit weiter vermittelt werden kann. Viele finden diese Idee gut, doch dann kommt die Bürokratie ins Spiel.

Exakt – Die Story: Kokain des Ostens – Crystal Meth in Mitteldeutschland (03.06.2020)
Crystal Meth gilt als das „Kokain des Ostens“ – im wahrsten Sinne. Während in den westdeutschen Ländern vor allem der Konsum „herkömmlicher“ Drogen ein Problem ist, grassiert im Osten Crystal Meth. Doch die Welle schwappt weiter.

Report München: Wie die Gesundheitsämter Infektionsketten verfolgen (02.06.2020)
Der jahrelange Sparkurs hat seine Spuren im öffentlichen Gesundheitsdienst hinterlassen. Zwar bekamen die Gesundheitsämter seit Beginn der Corona-Krise massiv Unterstützung aus anderen Bereichen der Verwaltung. Dauerhaft neue Stellen aber gab es bislang nicht. Doch mit den Lockerungen der Kontaktbeschränkungen kommt den Ämtern eine Schlüsselrolle dabei zu, die Pandemie weiterhin in Schach zu halten.

Westpol: Homeoffice, Kurzarbeit, Kündigung: Wie wirkt sich die Corona-Krise auf die Arbeitswelt aus? (28.05.2020)

Panorama 3: Corona befördert sozialen Abstieg (26.05.2020)
Die Corona-Krise zeigt ihre Auswirkungen in allen Schichten. Im März und April wurden zehn Millionen Menschen in Kurzarbeit gemeldet, mehr und mehr bangen um ihre Existenz.

Westpol: Lohndumping mit Werkverträgen (24.05.2020)
Nach den Coronafällen in der Fleischbranche will die Bundesregierung dort jetzt Werkverträge über Subunternehmen verbieten. Sind nun auch Billiglöhne in anderen Branchen bald Geschichte? Auch beim Bau, in der Logistik oder der Gebäudereinigung kritisieren Gewerkschaften seit Jahren, dass der Tariflohn umgangen und Arbeitnehmer über Subunternehmen ausgebreitet werden. Trotzdem wollen Union und Wirtschaftsverbände kein grundsätzliches Verbot dieser Praxis. Und auch die Fleischwirtschaft will gegen die neuen Auflagen von Bundesarbeitsminister Heil jetzt vorgehen und klagen.

Westpol: Sexarbeiterinnen in Not (24.05.2020)
Bordelle, Saunaclubs und Straßenstriche sind seit Wochen geschlossen. Prostitution ist in der Corona-Krise verboten. Für Sexarbeiterinnen bedeutet das oft ein Abrutschen in die Armut oder in die Illegalität. Hilfsorganisationen beklagen, dass die Situation vieler Frauen dramatisch ist. Es gebe zu wenig Unterstützung vom Land. Lockerungen sind in der Branche nicht in Sicht. Im Gegenteil, Bundestagsabgeordnete von SPD und CDU fordert jetzt ein grundsätzliches Prostitutionsverbot.

Westpol: Coronagefahr im Flüchtlingsheim (24.05.2020)
Die Flüchtlingsheime sind ein neuer Corona-Hotspot geworden. Allein in einer Unterkunft in Sankt Augustin haben sich mehr als 160 Flüchtlinge infiziert. Hilfsorganisationen warnen schon länger vor den Gefahren. In Mehrbettzimmern, engen Gemeinschaftsräume und schlechten Sanitäranlagen sind die Flüchtlinge dem Virus fast hilflos ausgeliefert. Hat die Landesregierung die Warnungen ignoriert und zu spät reagiert?

Westpol: Das Virus, die Behörden und die Fleischindustrie (17.05.2020)
Die Infektionszahlen in einigen Fleischbetrieben durch das Coronavirus sind höher als in anderen Bereichen. Arbeiter und Arbeiterinnen gehen mit Symptomen nicht zum Arzt und benötigte Arbeitskräfte werden aus allen Teilen Deutschlands auf die Betrieben verteilt, samt Virus. Wer trägt eigentlich die Verantwortung für die Form von Arbeitnehmertourismus? Warum verhindern die Behörden das nicht? Wir haben uns einmal in der Fleischbranche umgesehen und mit den Strukturen beschäftigt.

Aktuelle Stunde (WDR-Fernsehen): Billig-Lohn-Land Deutschland (17.05.2020)

mehr/wert: Voll am Limit: Berufsporträt einer Notfallsanitäterin (14.05.2020)
Von der eigenen Arbeit sollte man grundsätzlich leben können und nicht nur beklatscht werden. Gerade jetzt in Corona-Zeiten ist die Diskussion über faire Bezahlung etwa von Pflegekräften neu entfacht. Ähnlich unverzichtbar sind Rettungssanitäter, die anrücken, wenn akute Lebensgefahr besteht. Doch lohnt sich das?

Exakt: Demenz oder Depressionen – ohne Betreuer läuft nichts mehr (13.05.2020)
Sie verstehen nicht, was gerade draußen vor sich geht. Ohne ihre Betreuer laufen manche Gefahr, zu verwahrlosen. Menschen mit Einschränkungen haben es doppelt schwer in der Krise. Wie können Betreuer das gerade abfangen?

Exakt: Corona-Hotspot Flüchtlingsunterkunft? (13.05.2020) 
Zu voll, zu schmutzig, zu wenig Putzmittel. Das beklagen Bewohner von Flüchtlingsunterkünften. Was ist los in den Gemeinschaftsunterkünften? Die Abstandsregeln können kaum eingehalten werden. Bewohner sind besorgt.

BR: Familien unter Hochdruck (13.05.2020)
Homeoffice, Homeschooling und Kinderbetreuung: Das Coronavirus belastet den Familienalltag. DokThema hat Familien in Bayern getroffen, die ganz unterschiedlich mit der Coronakrise konfrontiert sind.

Report Mainz: Ausbildungsplätze in Gefahr? Wie die Corona-Krise junge Menschen trifft (05.05.2020)
Arbeitsmarktexperten befürchten, dass die Corona-Krise zu einem deutlichen Rückgang der Ausbildungsplätze führen wird. Junge Menschen stehen vor einer ungewissen Zukunft.
➔ Report Mainz fragt Prof. Dr. Stefan Sell; Interview (06:12 min)

Report Mainz: Warum Patienten aus Angst vor Corona wichtige Behandlungen nicht machen (05.05.2020)
Ärzte schlagen Alarm: Aus Angst vor einer Corona-Infektion meiden viele Patienten derzeit die Arztpraxen und Krankenhäuser. Bei Herzinfarkten oder Schlaganfällen kann die Angst vor der Notaufnahme jedoch im schlimmsten Fall tödliche Folgen haben.

Report Mainz: Wie viele rumänische Erntehelfer ausgebeutet werden (05.05.02020)
Zunächst war das Geschrei der Landwirte groß, als die Erntehelfer aus Osteuropa ausblieben. Inzwischen sind mehr als 10.000 von ihnen gekommen, helfen bei der Spargelernte. Doch nach drei Wochen hagelt es Beschwerden, beklagen sich viele massiv über die Arbeitsbedingungen

Westpol: Pflege in der Coronakrise (03.05.2020)
Seit Wochen gelten Besuchsverbote im Pflegeheim, um die Bewohner als Risikogruppe vor einer Corona-Ansteckung zu schützen. Doch der seelische Preis ist hoch: bei vielen Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen machen sich Einsamkeit und Verzweiflung breit. Das Land arbeitet deshalb an Vorgaben, die Besuche wieder möglich machen können.

Westpol: Beklatscht und unterbezahlt: Was die Corona-HeldInnen verdienen (03.05.2020)
Kranken- und Altenpflegerinnen aber auch Verkäuferinnen werden in der Coronakrise gerade gefeiert und beklatscht. Sie bekommen Sonderboni von der Regierung und Arbeitgebern. Aber das sind nur Momentaufnahmen. Tatsächlich sind diese klassischen „Frauenberufe“ mit viel Verantwortung für Menschen im Vergleich zu klassischen Männerdomänen mit viel Verantwortung für Maschinen trotz vergleichbarer Qualifikation strukturell unterbezahlt.

Kontrovers: Erntehelfer beklagen Arbeitsbedingungen (29.04.2020)
Die deutschen Landwirte hatten gefordert, Erntehelfer aus Osteuropa einreisen zu lassen. Die Politik fand eine Lösung: Unter Auflagen dürfen Erntehelfer wieder kommen. Doch nicht jeder Betrieb scheint das zu schätzen. Mitarbeiter klagen, dass sie sich ausgebeutet und nicht ausreichend geschützt fühlen.

Exakt: Antragsflut: Arbeitsagenturen unter Druck (29.04.2020)
Hunderte Anträge auf Kurzarbeitergeld, Zuschüsse oder Hartz IV gehen täglich bei den Arbeitsagenturen ein. Eine extreme Arbeitsbelastung – vergleichbar nur mit der zum Ende der DDR-Großbetriebe. Wie reagieren die Ämter?

Exakt: Ohne Abschluss ins Leben (29.04.2020)
In keinem Flächenbundesland ist die Quote der Schulabbrecher so hoch wie in Sachsen-Anhalt. 10,4 Prozent der Schüler gehen ohne Abschluss ins Leben. Warum ist ausgerechnet hier die Quote am höchsten? Und was wird dagegen getan?

Exakt: Geschlossene Kitas: Eltern überfordert und alleingelassen (29.04.2020)
Kleine Kinder müssen umfassend betreut werden. Eltern sind überlastet und fühlen sich alleingelassen. Gelockerte Regelungen zur Notbetreuung sind überall anders und schaffen auch für die Kitas Planungschaos.

Fakt: Geschlossene Kitas: Kinder mit Mama und Papa allein zu Haus (28.04.2020)
Viele Eltern sind gezwungen zwischen Arbeit, Homeoffice und Kinderbetreuung zu leben. Nur wenige Kinder dürfen in die Notbetreuung. Besonders nervenaufreibend ist es für Alleinerziehende.

Frontal 21: Kinder in der Corona-Krise. Familien am Limit (28.04.2020)
Gewalt gegen Kinder – schon seit Jahren bewegen sich die Zahlen in Deutschland auf einem erschütternd hohen Niveau. Laut Polizeilicher Kriminalstatistik sterben durchschnittlich drei Kinder pro Woche an den Folgen von Gewalt. Zehn bis zwölf Kinder werden pro Tag misshandelt, 40 sind täglich sexuellem Missbrauch ausgesetzt. Da Schutz und Hilfe für gefährdete Kinder schon vor der Corona-Krise unzureichend waren, fordern 100 Wissenschaftler wegen des Shutdowns nun von der Politik einen nationalen Krisenstab für mehr Kinderschutz. Jugendamtsmitarbeiter sollten als systemrelevant eingestuft werden. Ihre Sorge: Die Schreie der Kinder könnten ungehört bleiben, weil viele Meldegruppen wie Erzieher, Ärzte und Lehrer wegfallen.

Fakt: „Netto“-Mitarbeiter beklagen unbezahlte Überstunden (28.04.2020)
Supermarktmitarbeiter gelten als Helden in der Coronakrise. Auch Bundeskanzlerin Merkel hat sich für deren Einsatz bedankt. Mitarbeiter von „Netto“ beklagen nun, Mehrarbeit werde von ihnen erwartet – aber nicht vergütet.

Panorama: Die Ernte ist sicher – nur die Erntehelfer nicht (23.04.2020)
Eigentlich gelten für Erntehelfer in der Coronakrise strenge Regeln: zum Beispiel möglichst kleine Gruppen und keine Mehrbettzimmer. Doch die Vorgaben werden offenbar nicht immer eingehalten.

Panorama: Homeschooling: Das Ende der Chancengleichheit (23.04.2020)
In der Coronakrise soll der Unterricht digital funktionieren. Doch nicht jede Familie kann sich einfach einen Laptop leisten. Chancengleichheit wird so nicht gewahrt.

Plusminus: Pflege: Chronische Arbeitsüberlastung im Krankenhaus (15.04.2020)
Pflegekräfte waren schon vor Corona am Limit, das Hetzen von Bett zu Bett ist Alltag. Recherchen von „Plusminus“ und Buzzfeed News Deutschland zeichnen ein deutliches Bild von der Überlastung, die Todesfälle nicht verhindern konnte.

Plusminus: Corona-Krise: Werden Narkosemittel knapp? (15.04.2020)
Beatmete Patienten auf Intensivstationen müssen über mehrere Tage narkotisiert werden. Doch in der Corona-Krise könnte das Standard-Narkosemittel Propofol knapp werden, das für beatmungspflichtige Covid-19-Patienten dringend benötigt wird.

Frontal 21: Pflege vor dem Kollaps: Wenn Hilfskräfte aus Polen wegbleiben (14.04.2020)
In Deutschland betreuen Schätzungen zufolge rund 300.000 Pflegehilfskräfte aus Ost- und Mitteleuropa bedürftige Menschen in der privaten Altenpflege. Doch die Corona-Krise erschwert die Ein- und Ausreise. Viele bleiben in ihrer Heimat – und hierzulande droht die Pflegeversorgung zu kollabieren. Jetzt rächt sich, dass in Deutschland die Pflegepolitik über viele Jahre vernachlässigt wurde, die Forderungen nach besseren Arbeitsbedingungen und Bezahlung für heimische Pflegekräfte zu lange unbeachtet blieben und sich stattdessen mit Arbeitskräften aus dem Ausland beholfen wurde.

Report Mainz: Corona-Krise: Sozialunternehmen vor dem Aus (14.04.2020)
Gemeinnützige Sozialunternehmen können bislang keine finanzielle Hilfe in Anspruch nehmen. Deshalb droht vielen von ihnen die Insolvenz. Aktuell sind Schullandheime, Naturfreundehäuser, Jugendherbergen oder Sozialprojekte wie zum Beispiel „Dialog im Dunkeln“ in ihrer Existenz bedroht. Die derzeitigen Maßnahmen, um die Ausbreitung des Corona-Virus einzudämmen, treffen viele dieser gemeinnützigen Sozialunternehmen hart. Ihnen brechen ihre Einnahmen komplett weg. Doch bislang sind sie von den Hilfspaketen der Bundesregierung ausgeschlossen. Dabei ist ihre Lage gegenwärtig besonders schwierig. Im Gegensatz zu gewerblichen Betrieben verfügen sie über keine Kapitalrücklagen. Deshalb drängt die Zeit, eine schnelle Lösung für diese Sozialunternehmen zu finden, da sie sonst nicht mehr lange durchhalten werden.

Report Mainz: Was Corona für die sozial Schwächsten bedeutet (14.04.2020)
Report Mainz ist unterwegs im sogenannten Kalkofen, dem Brennpunktviertel im pfälzischen Kaiserslautern. Wir wollen sehen, wie die Menschen dort während der Corona-Krise leben. n den Wohnblöcken im Kalkofen leben vor allem Menschen, die von der Stadt Kaiserslautern untergebracht sind, etwa nach einer Zwangsräumung. Die Wohnungen hier heißen offiziell Schlichtwohnungen, weil sie besonders einfach ausgestattet sind: viele ohne Dusche, ohne Heizung und ohne Warmwasser. Lebensumstände, die in Coronazeiten besondere Bedeutung bekommen, denn Hygiene ist unter diesen Umständen häufig nur schwer möglich. Viele Menschen im Kalkofen sind auf Hilfe angewiesen: Doch die Tafel Kaiserslautern hat seit Mitte März geschlossen. Auch die Sozialberatung im Kalkofen ist inzwischen wegen Corona auf kontaktlos umgestellt. Viele Bewohner müssen gerade jetzt, wo sie besondere Hilfe benötigen, weitgehend ohne Unterstützung auskommen. Das gilt auch für Familien mit Kindern: Jetzt soll der Schulstoff zu Hause bearbeitet werden. Doch das ist unter den Bedingungen kaum möglich. Die Wohnungen sind häufig beengt und viele Familien haben keine Computer für Fernunterricht.

Frontal 21: Prostitution in Zeiten von Corona. Die Not der Sexarbeiterinnen (14.04.2020)
Im Kampf gegen den Coronavirus hat es auch das älteste Gewerbe der Welt getroffen: Bordelle mussten schließen, ein ganzer Berufsstand wurde vorübergehend arbeitslos. Nun droht vielen Prostituierten Hartz IV, manchen sogar Obdachlosigkeit – oder ein Ausweichen dorthin, wo niemand sie schützen kann, auf den weitaus gefährlicheren Straßenstrich. Doch durch die Kontaktsperre während der Corona-Krise bleiben auch dort die Freier aus, sodass es zu einem regelrechten Preisdumping kommt.

Plusminus: Am Limit: Warum Pflegekräfte chronisch überlastet sind (08.04.2020)
Nicht erst seit der Corona-Krise sind Krankenschwestern und Krankenpfleger chronisch überlastet und unterbezahlt. Setzt nun im Gesundheitswesen und in der Politik ein Umdenken ein? Und können wir uns dabei an anderen Ländern orientieren?

Fakt: Corona-Virus: Die unsichtbare Gefahr in der Pflege (07.04.2020)
Abstand halten kann niemand, der in der Pflege arbeitet. Zehntausende Pfleger und Pflegerinnen sind schwer gefährdet. Wie kann das gehen, wenn nicht genügend Schutzmaterialien zu beschaffen sind?

Westpol: Corona: Kinder in Not (05.04.2020)
Seit drei Wochen sind wegen der Corona-Krise Kitas und Schulen dicht. Besonders hart trifft das Kinder aus schwierigen Familienverhältnissen. In kleinen Wohnungen ohne strukturierten Tagesablauf sind ihre Eltern oft mit der Erziehung überfordert. Lehrer fürchten, dass die Bildung der Kinder darunter leidet und Sozialpädagogen warnen vor mehr Gewalt und Misshandlungen von Kindern. Ein Kollateralschaden der Corona-Maßnahmen, den die Politik kaum begrenzen kann.

ZDF: Das Drama um die Sozialwohnungen (03.04.2020)
In Deutschland fehlen über eine Million Sozialwohnungen. Menschen mit kleinem Einkommen finden oft keine bezahlbare Bleibe mehr. Das Problem hat längst auch selbst kleinere Städte erreicht.

mehr/wert: Ambulante Pflege in Corona-Zeiten (02.04.2020)
Die Versorgung alter und kranker Menschen zu Hause hat sich durch die Corona-Pandemie enorm erschwert. Die ambulanten Pflegedienste in Bayern haben keine Schutzkleidung und Desinfektionsmittel mehr. Hilfen sind dringend notwendig.

Exakt: Corona Virus – Ansteckungsgefahr in der Physiotherapie (01.04.2020)
Als Bestandteil der Gesundheitsversorgung wird die Physiotherapie als ’systemrelevant‘ eingestuft. Doch nun fordern einige Therapeuten, die Praxen offiziell schließen zu lassen – zu hoch sei die Ansteckungsgefahr.

Report München: Die, ohne die alles zusammenbricht (31.03.2020)
Während sich gerade so viele Arbeitende wie möglich ins Home-Office zurückziehen sollen, gibt es Berufe, bei denen das nicht geht. Wir haben sie begleitet: Den LKW-Fahrer, der unter strengen Sicherheitsvorkehrungen Waren nach Deutschland transportiert, den Leiter des Altenheims, der fest damit rechnet, dass das Virus auch sein Haus treffen wird, und die ehrenamtlichen Mitarbeiter der Tafel, die alles dafür tun, um nicht schließen zu müssen.

Monitor: Am Rand der Gesellschaft: Wie die Corona-Krise Armut verschärft (02.04.2020)
Während die Politik in der Corona-Krise milliardenschwere Hilfspakete für Unternehmen und Selbständige auf den Weg bringt, ist kaum Hilfe in Sicht für Millionen Menschen, die besonders wenig Geld zum Leben haben: Hartz IV-Empfänger, Obdachlose, Alleinerziehende

SRF: Pflege – Zwischen Frust und Leidenschaft (01.04.2020)
In der Schweiz herrscht Notstand beim Pflegepersonal. Wird jetzt nicht gehandelt, droht bis ins Jahr 2030 ein massiver Personalmangel. Die Politik ist gefragt, denn die Arbeitsbedingungen im Pflegeberuf sind alles andere als rosig. 46 Prozent aller Pflegefachfrauen und -männer wollen ihren Beruf frühzeitig aufgeben. Diese Zahl zeigt die grosse Verunsicherung im Pflegeberuf. Agnès Chapalay, Luisa Corrêa-Pizer, Maryline Bovero und Jérôme Arellano arbeiten in der Westschweiz in der Pflege. In der Reportage von Cédric Louis berichten sie über ihren Arbeitsalltag in Spitälern, über die tägliche Angst, in diesem Umfeld zwischen Leben und Tod einen Fehler zu machen, über lange Arbeitstage ohne Pausen, aber auch über das Glücksgefühl, wenn man helfen und etwas bewirken kann. Carmen Catalioto Cuche ist Ko-Präsidentin der Waadtländer Sektion des Schweizer Berufsverbands der Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner SBK. Sie setzt sich für die sogenannte «Pflege-Initiative» ein, die die Stärkung des Pflegepersonals anstrebt. Die Initiative ist momentan im Parlament hängig. Carmen sagt: «Wenn es so weiter geht, weiss ich nicht, wer uns 2030 noch pflegen wird.» Louis‘ Reportage zeigt aber auch: Trotz der schwierigen Arbeitsbedingungen gibt es sie nach wie vor Pflegefachfrauen und -männer, die ihren Beruf mit grosser Leidenschaft ausüben.

Westpol: Massenhafte Ausbeutung in Schlachthöfen (29.03.2020)
Es sind dramatische Worte, die das Arbeitsministerium NRW wählt: es würde sogar „gegen die Würde des Menschen verstoßen“. Diese Worte stehen in einem Bericht über die Arbeitsbedingungen in den Schlachthöfen in NRW. Bei unangemeldeten Kontrollen haben die Prüfer festgestellt: in 85% der Schlachthöfe wurden teils gravierende Arbeitsrechtverstöße festgestellt.

ARD: Kontaktverbot in Behinderten-Einrichtung (27.03.2020)
Die Kontaktsperre stellt Betreuer in einer Behindertenwerkstatt in Mainz vor große Herausforderungen.

Frontal 21: Geschäfte mit der Angst. Wucherpreise für Schutzausrüstungen (24.03.2020)
Ärzte und Pfleger arbeiten sowohl in Kliniken als auch in Praxen am Limit. Zum Schutz ihrer eigenen Gesundheit und der ihrer Patienten sind sie dabei auf die notwendige Schutzausrüstung angewiesen.

Frontal 21: Unterbezahlt und unterbesetzt. Pflege in der Corona-Krise (24.03.2020)
Seit Jahren fordern Politiker aller Parteien immer wieder, die Pflege müsse gestärkt werden. Doch angekommen ist in den Krankenhäusern wenig, kritisieren Gesundheitsexperten.

Report Mainz: Wer schützt die Senioren und kümmert sich um pflegebedürftige Menschen zuhause? (24.03.2020)
Gerade für ältere Menschen ist das Corona-Virus gefährlich. Pflegeheime und häusliche Betreuung stehen daher vor großen Herausforderungen.

Frontal 21: Versäumte Pandemie-Vorsorge. Schlecht vorbereitet trotz Warnung (24.03.2020)
Über die Gefahren der weltweiten Ausbreitung einer Corona-Pandemie ist der Deutsche Bundestag bereits im Januar 2013 ausführlich informiert worden.

Exakt: Harte Arbeitsbedingungen für Fleischverarbeiter in Zerbst (11.03.2020)
Streit um Löhne, harte Arbeitsbedingungen, nicht eingehaltene Verträge – davon berichten osteuropäische Mitarbeiter, die bei einem Subunternehmer angestellt sind und in der Fleischfabrik von Tönnies in Zerbst arbeiten.

ExakT: Wunschberuf Erzieherin – Keine Förderung für Quereinsteiger (11.03.2020)
Erzieher werden dringend gesucht. Viele können diese Ausbildung nicht beginnen, weil sie dafür kein sogenanntes „Aufstiegs-Bafög“ bekommen. Nadine will trotzdem Erzieherin werden und arbeitet hart dafür.

NDR: Fehlende Medikamente – Patienten gefährdet? (09.03.2020)
Der Mangel an Medikamenten weitet sich aus. Inzwischen sind fast alle Produktgruppen von Lieferengpässen betroffen. Allein seit Jahresbeginn wurden mehr als 50 neue Lieferengpässe bei Medikamenten von Pharmaunternehmen an das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte gemeldet. Die Spurensuche in Norddeutschland zeigt: Der Mangel an Arzneimitteln ist für Apotheken und Krankenhäuser längst mehr als ein Ärgernis, sie fürchten um die Sicherheit vieler Patienten.

Westpol: Zeitarbeit in der Pflege (08.03.2020)
Der Pflegenotstand hat sich in den letzten zwei Jahren immer weiter zugespitzt. Nicht nur der deutsche Markt ist leergefegt, auch im europäischen Ausland gibt es kaum noch Pflegekräfte, die in Deutschland arbeiten könnten. Die Not der Kliniken ist für Zeitarbeiter eine gute Nachricht: Weil sie die Lücken füllen, können sie die Bedingungen fast nach Belieben diktieren: Mehr Gehalt als das Stammpersonal, freie Wahl der Arbeitszeiten und Schichten. Arbeitsbedingungen von denen das Stammpersonal nur träumen kann. Die Kliniken fürchten jetzt einen Dominoeffekt: Immer mehr Pflegekräfte könnten sich für die attraktivere Zeitarbeit entscheiden und die Lage weiter verschärfen.

Westpol: Marode Schulen (08.03.2020)
Durch die Decke tropft das Wasser, die Fenster schließen nicht mehr richtig und die Fassade bröckelt. So sieht es in NRW an vielen Schulen aus. Und das obwohl die Schulpauschale des Landes zuletzt erhöht wurde und es zusätzlichen seit 2016 das Programm „Gute Schule 2020“ gibt. Doch offenbar reicht das noch nicht annähernd aus.

Echtes Leben: Brauchen Feuerwehren den Pflichtdienst? Wenn freiwillig niemand mehr hilft (08.03.2020)
Wenn es brennt, rufen wir die 112 – und erwarten, dass die Feuerwehr kommt und uns hilft. Doch genau das wird immer schwieriger. In Deutschland gibt es nur rund 100 Berufsfeuerwehren, überall sonst hilft die Freiwillige Feuerwehr. Doch der gehen vielerorts die Mitglieder aus. Werden es zu wenige, droht per Gesetz der Pflichtdienst – und der kann theoretisch jeden treffen. Aber ist eine Pflichtfeuerwehr die Lösung?

Zur Sache Rheinland-Pfalz: Warum kaum noch jemand Busfahrer werden will (05.03.2020)
Busfahrer von privaten Unternehmen in Rheinland-Pfalz haben einen Streik angekündigt. Sie fordern vor allem mehr Lohn und bessere Arbeitsbedingungen. Wir zeigen, welche Probleme sie in ihrem Alltag haben.

Kontrovers: Erste Polizistin tritt Dienst an (04.03.2020)
Frauen bei der Polizei sind heute eine Selbstverständlichkeit. Dabei trat in Bayern erst 1990 die erste Frau ihren Dienst an. Bis es soweit war, mussten erhebliche politische Widerstände überwunden werden. „Kontrovers“ hat die erste bayerische Polizistin getroffen und blickt mit ihr auf diese Zeit zurück.

defacto: Zu wenig Geld vom Jobcenter – Warum Hartz IV-Empfänger in Fulda keine Wohnungen mehr finden (02.03.2020)
Den Beziehern von Hartz IV und ALG II muss das Jobcenter Wohnkosten in angemessener Höhe bezahlen. Das ist gesetzlich so vorgesehen. Allerdings ist vielerorts umstritten, wie hoch die Unterkunftskosten sein dürfen. Ein weiterer Knackpunkt: wie sind sie diese Kosten zu berechnen? Es gibt keine bundeseinheitlichen Standards. Jedes Jobcenter berechnet das eigenständig. Auch in Fulda machen sich so Probleme bemerkbar. Denn in der osthessischen Stadt sind die Mieten in den vergangenen Jahren rasant gestiegen. Betroffene finden zu den vom Jobcenter berechneten Wohnkosten auf dem Markt längst keine Angebote mehr. defacto hat sich vor Ort umgesehen und mit mehreren Betroffenen gesprochen. Unter anderem muss eine junge Familie mit mehreren Kindern in einer maroden Wohnung hausen. Ein Alleinstehender hat seit über einem Jahr keinen festen Wohnsitz, weil auch er in Fulda keine Wohnung findet.

ARD: Treuhand – Ein deutsches Drama (02.03.2020)
Treuhand – das Wort ist bis heute emotionsgeladen: im Osten mehr wegen vermeintlich durch sie erfahrener Ungerechtigkeiten, im Westen wegen vermeintlich verschleuderter Milliarden. Wann immer heute Ost-Westvergleiche in Wahlergebnissen, Wirtschaftskraft oder Lebensbedingungen angestellt werden – die Treuhandanstalt soll für diese Unterschiede verantwortlich sein. Und tatsächlich offenbart sich bei genauer Betrachtung ein durchaus erstaunlicher Einfluss der vor 30 Jahren entstandenen Institution auf das heutige Ost-West-Klima.

WISO: Rentensysteme in Europa – Was machen Norweger, Dänen und Niederländer besser? (02.03.2020)

makro: Knappe Medikamente (28.02.2020)
Der Medikamentenmarkt ist ein globaler Markt. Die großen Pharmaunternehmen beziehen die Wirkstoffe für die Medikamente überwiegend von nur wenigen Zulieferfirmen. Die meisten sitzen in Asien und hier vor allem in Indien. Zwei, drei Hersteller beliefern den weltweiten Markt – im Grunde genommen alle Medikamentenhersteller. Kommt es nun dort zu einem Problem, etwa einer Wirkstoffverunreinigung, wie beim Blutdrucksenker Valsartan, müssen ganze Chargen vom Markt genommen werden und das weltweit. 

MDR: Stütze für Gangster – Sozialbetrug mit System (26.02.2020)
In Mitteldeutschland gibt es offenbar einen organisierten Betrug bei Hartz-IV-Leistungen. Diesen Verdacht legen tausende Dokumente einer großen Arbeitsagentur nahe, die der MDR aus einem Datenleak erhalten hat.

ZDF: Zwischen Frust und Hoffnung – Die Helfer vom Amt und ihre Kunden (25.02.2020)
Sie arbeiten dort, wo keiner gern hingeht. Angestellte im Jobcenter oder im Sozialamt entscheiden über Sozialleistungen. Oftmals aber auch über die schwierigen Schicksale ihrer Kunden.

SRF: Kurier bei Uber Eats – Tiefer Lohn und hohes Risiko (24.02.2020)
Uber Eats will marktbeherrschender Foodkurier werden. Dafür pumpen zahlungskräftige Investoren aus aller Welt Millionen in die Tech-Plattform aus Kalifornien. Die Kurierfahrer spüren davon nichts. Auf der Strasse riskieren sie viel und verdienen wenig. Auch in der Schweiz. Die Plattform Uber weigert sich, die Fahrer anzustellen. Die Kuriere sind weder ordentlich unfall- noch sozialversichert, der Lohn ist willkürlich. Dafür preist Uber Eats sein äusserst flexibles Arbeitsmodell an: Arbeiten, wann man will, ohne Vorgesetzten

ZDF: Wutsache: Mindestlohn (19.02.2020)
Da geht man täglich zur Arbeit, aber am Monatsende bleibt vom Lohn kaum was übrig. Und schon rutscht man in die Miesen. Immer mehr Menschen fühlen sich trotz Vollzeitjob von Armut bedroht.

Frontal 21: Kampf gegen Pflegenotstand – Fachkräfte aus Mexiko (18.02.2020)
In Deutschland fehlen bereits 80.000 Pflegekräfte – und der Mangel werde laut Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) noch größer. Zur Verbesserung der Situation setzt er deshalb auch auf Fachkräfte aus Mexiko.

Westpol: Mangelware Sozialwohnungen – was tun? (16.02.2020)
Ein große Westpol-Datenabfrage zeigte vor wenigen Wochen: Viele Kommunen rufen die Fördermittel der Landesregierung zum Bau von neuen Sozialwohnungen nicht ab. Auch in Remscheid und Gelsenkirchen wurden 2019 keine Fördergelder verbaut. Viele Wohnungen fallen außerdem aus der Preisbindung. Bauministerin Ina Scharrenbach will nun mit einigen Kommunen „schimpfen“ – und ihre Förderpolitik anpassen. Ob das den vielen verzweifelten Wohnungssuchenden zeitnah hilft, steht aber auf einem ganz anderen Blatt.

Westpol: Flüchtlingskinder warten auf neue Lehrer (16.02.2020)
Die Vereinten Nationen schreiben klar und deutlich vor, dass Kinder ein Recht auf Bildung haben. Es ist ein universelles Menschrecht. Trotzdem werden viele Kinder und Jugendliche, die als Geflüchtete nach NRW kommen, monatelang nicht beschult. In den Landesunterkünften für Geflüchtete gibt es, wenn überhaupt, Deutschunterricht von Ehrenamtlern, aber keine echte Schulbildung. Dieses Problem hat auch die Landesregierung erkannt und will ab diesem Jahr 50 Lehrkräfte für den Unterricht in den Unterkünften anstellen. Aber wo sollen die bei dem akuten Lehrermangel herkommen?

Kontraste – Die Reporter: Kein Bett für kranke Kinder (13.02.2020)
Der Mangel von Pflegepersonal an Kinderkliniken hat immer dramatischere Konsequenzen. Am Beispiel der Kinderklinik der Berliner Charité zeigt die Reportage, welche Folgen der Pflegemangel hat. Am Beispiel einer Familie aus Mecklenburg Vorpommern zeigt der Film, wie zermürbend die Warterei auf eine Herz Operation für Eltern und Kind sein kann. Die „Kontraste“-Reporter konnten die Familie über Monate begleiten, bis die Operation schließlich an der Kinderherzchirurgie des Deutschen Herzzentrums stattfinden konnte. Allein dort fehlen der Kinderintensivmedizin aktuell 16 Pflegekräfte, ein kompletter Saal steht seit Monaten leer.

HR: Der AWO-Skandal – Wohlfahrt im Jaguar (12.02.2020)
Horrende Gehälter, PS-starke Dienstwagen und zwielichtige Geschäfte. Der Verdacht, dass bei hessischen Kreisverbänden der AWO im großen Stil betrogen wurde, erhärtet sich immer mehr. Inzwischen ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts der Untreue und des Betrugs. Statt Selbstlosigkeit zu leben, überwog wohl bei einigen Funktionären der AWO Frankfurt und Wiesbaden die Gier. Sogar der Frankfurter Oberbürgermeister Peter Feldmann geriet dabei in die Schlagzeilen. Fakt ist: Unser Steuergeld scheint statt an Bedürftige an nimmersatte Bosse geflossen zu sein. Doch wie konnte sich dieses System beim Sozialverband überhaupt etablieren? Welche Kontrollmechanismen haben hier versagt?
➔ Im Anschluss an die Sendung gab es dann diese Talk-Sendung: Wohlfahrt im Jaguar – Der Talk zum AWO-Skandal (12.02.2020)

ZDF: Sklaven der Straße – Lohndumping in der Logistikbranche (12.02.2020)
3,6 Millionen Menschen arbeiten europaweit als Fernfahrer. Vor allem Logistik-Unternehmer aus Osteuropa, viele mit fragwürdigen Beschäftigungsmodellen, drängen in den umkämpften Markt. Verlierer sind die Fahrer, auf deren Rücken der gnadenlose Preiskampf in der Speditionsbranche ausgetragen wird.

Kontrovers: Medikamentenmangel „Made in China“ (12.02.2020)
Der Coronavirus legt in China vielerorts die Medikamentenproduktion lahm. Die Folgen werden voraussichtlich auch in Bayern zu spüren sein. Bereits bestehende Lieferengpässe können sich verschärfen. Auf einem Sondertreffen beraten die EU-Gesundheitsminister diese Woche über Gegenmaßnahmen. Bayern setzt darauf, dass Pharmaunternehmen ihre Produktion zurück in die EU verlagern.

Panorama 3: Immer mehr Intensivstationen überlastet (11.02.2020)
Intensivstationen erreichen zunehmend ihre Belastungsgrenze und melden sich dauerhaft aus der Notfallversorgung ab. Besonders in Bremen und Niedersachsen verschärft sich die Lage.

Frontal 21: Einwanderung von Fachkräften – Neues Gesetz, aber hohe Hürden (11.02.2020)
Genug Arbeit, nur zu wenig Leute – der Mangel an Fachkräften bremst die deutsche Wirtschaft. Abhilfe soll das Fachkräfteeinwanderungsgesetz schaffen, das am 1. März 2020 in Kraft tritt. Ziel ist es, das Anwerben von qualifizierten Fachkräften aus Ländern außerhalb der EU nach Deutschland zu erleichtern. Doch Experten sind der Ansicht, der Missstand werde dadurch nicht behoben. Zudem ist schon jetzt absehbar, dass der Fachkräftemangel noch größer wird, wenn die sogenannte Babyboomer-Generation in Rente geht: Bis 2025 werden nach einer Studie des Basler Prognos-Instituts 2,9 Millionen Fachkräfte fehlen.

Panorama 3: Gedanken eines Ehrenamtlers (11.02.2020)
Rund 1.900 Obdachlose leben auf Hamburgs Straßen. Um diese Bedürftigen mit warmen Getränken und Decken zu versorgen, gibt es den Mitternachtsbus. Peter Flebbe fährt den Bus seit Jahren ehrenamtlich.

defacto: Keine Betreuung – kein Job – Hortplatzmangel in Hessen (10.02.2020)
Dieser Tage verschicken die Städte die Zu- und Absagen für die Hortplätze, und die Sorge der Eltern ist groß, ob das eigene Kind eine Betreuung findet. Ansonsten müssten sie bis zur Einschulung im Sommer eine private Betreuung suchen, Teilzeitarbeit beantragen oder schlimmstenfalls den Job aufgeben und das Kind nachmittags nach der Schule selbst betreuen. Insbesondere in Städten wie Frankfurt sind die Betreuungsplätze für Kinder über 6 Jahren knapp. Obwohl Eltern seit Jahren dagegen protestieren, kommen die Verantwortlichen mit dem Ausbau der Angebote nur langsam voran.

Westpol: Der Fall Lügde: Jugendhilfe ohne Standards (09.02.2020)
Lügde: Wie kann es sein, dass die Jugendhilfe die Kindeswohlgefährdung nicht erkannt hat – obwohl ein Sozialarbeiter den Haupttäter und sein Opfer neun Mal besucht hat? Im Untersuchungsausschuss Lügde haben Sozialarbeiter mit ihren Zeugenaussagen überrascht: weder wurden die Besuche beim Haupttäter protokolliert, noch gab es einen klaren Auftrag vom Jugendamt. Und eine vorliegende Warnung von Kollegen sei schlicht nicht bekannt gewesen.

Exakt – Die Story: Endstation Hartz IV? Eine Bilanz nach 15 Jahren (05.02.2020)
Für die einen gilt Hartz IV als Armutsfalle, für die anderen als Ursache für das deutsche Jobwunder. Aber ist es wirklich gelungen, die Langzeitarbeitslosigkeit zu bekämpfen? Und wie hat Hartz IV Deutschland geprägt?

Westpol: Streit um Minijobs (02.02.2020)
Seit Januar gilt ein höherer Mindestlohn in Deutschland – und damit ist auch die Diskussion um die Regeln für Minijobs neu entbrannt. Denn die rund 1,7 Millionen Minijobber in NRW profitieren nicht wirklich von dem höheren Stundenlohn. Der Grund: Nur bis zur Grenze von 450 Euro ist ihr Verdienst sozialversicherungsfrei. Wenn der Stundenlohn steigt, dürfen sie also nur noch weniger Stunden arbeitet. Die CDU fordert deshalb seit langem eine Anhebung der Verdienstgrenze. Die Grünen dagegen wollen die Sozialversicherungspflicht ab dem 1. Euro.

ZDF: Patientenwohl vor Profitstreben – Medizin im Sinne des Menschen (01.02.2020)
Wenn der Mensch krank wird, muss er Ärzten und Krankenhäusern vertrauen. Doch bietet auch jedes Krankenhaus die beste Versorgung? Mediziner und Häuser stehen unter hohem ökonomischen Druck.

ZDFinfo: Arm trotz Arbeit – Überleben mit Niedriglohn (21.01.2020)
Armut trotz Arbeit ist in Deutschland Realität. 9,1 Prozent aller Erwerbstätigen leben unterhalb der Armutsgrenze. Hauptgrund: Deutschland hat einen der größten Niedriglohnsektoren in der EU.

Fakt: Pflegeheim statt ambulanter Betreuung (21.01.2020)
Weil das Amt den Zuschuss für den polnischen Pfleger nicht mehr zahlt, mussten zwei Seniorinnen aus dem Vogtland aus dem vertrauten Zuhause notgedrungen ins Pflegeheim ziehen. Gibt es doch noch eine Lösung?

Respekt: Bedingungsloses Grundeinkommen – großer Wurf oder Riesenbluff? (19.01.2020)
Was verändern 1.000 Euro monatlich ohne jede Vorbedingung oder Gegenleistung? Wird die soziale Kluft geringer? Sterben Berufe aus, die keiner gern macht? Wird überhaupt niemand mehr arbeiten? Werden wir alle glücklicher?

Westpol: Ganztagsschule: Realitätsferner Rechtsanspruch (19.01.2020)
Die Bundesregierung plant, ab 2025 einen Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung in der Grundschule einzuführen und will dafür 2 Milliarden Euro zur Verfügung stellen. Das klingt gut, aber ist es auch realistisch? Kommunen und Land kritisieren die Bundesregierung und fordern mehr Geld und mehr Zeit. Denn in NRW gibt es bislang gerade mal für knapp die Hälfte der Grundschüler einen Ganztagsplatz in der OGS. Und für den weiteren Ausbau fehlen Geld, Räume und vor allem Personal.

ZDF: Wenn das Geld nicht reicht. Arbeiten zum Hungerlohn (15.01.2020)
Der Arbeitsmarkt in Deutschland boomt, doch vom wirtschaftlichen Aufschwung profitieren nicht alle. Immer mehr Menschen arbeiten zu Niedriglöhnen.

Report München: Vom chilligen Joint zur gefährlichen Partydroge (14.01.2020)
Joints rauchen gilt an vielen Orten als verzeihliches Laster, wird von der Polizei nicht weiter verfolgt. Allerdings ist das Cannabis von heute nicht mehr das der Hippie-Zeit. Die Rauschwirkung hat sich durch aggressive Züchtungen vervielfacht. Mit schlimmen Folgen. Die Anzahl der Klinikaufenthalte und schweren Erkrankungen durch Cannabiskonsum nimmt zu.

Report München: Der normale Wahnsinn an deutschen Schulen (14.01.2020)
Immer häufiger werden Lehrer und Schüler in Deutschland Opfer von Bedrohung und Körperverletzung. Allein in den letzten Jahren wurden 45.000 Fälle körperlicher Angriffe gegen Lehrkräfte bekannt, Tendenz steigend. Doch der Polizei macht längst ein weiterer Bereich Sorgen: psychische Gewalt, Mobbing, Kinderpornos und brutale Gewaltvideos, die in Schülerchats z.B. über Whatsapp verschickt werden. Polizeieinsätze sind an der Tagesordnung.

ARD: Organspende – Jetzt reden die Ärzte (13.01.2020)
Mitte Januar stimmt der Bundestag über die Widerspruchslösung ab. Doch wie sieht es in den Kliniken derzeit aus? Antje Büll hat Chirurgen und Transplantations-Koordinatoren begleitet und ihre herausfordernde, emotionale Arbeit dokumentiert.

ARD: Korruption und Wohnungsbau. Das Ende der Neuen Heimat (13.01.2020)
Es war einer der größten Skandale der Bundesrepublik. Ausgerechnet die Bosse der Neuen Heimat, eines Baukonzerns in Gewerkschaftshand, hatten in die eigene Tasche gewirtschaftet. Ein Schock für einfache Gewerkschaftsmitglieder.

Titel, Thesen, Temparamente: Von der Mitte an den Rand: Wohnungslosigkeit (12.01.2020)
In den USA leben Menschen in Zeltstädten, weil sie keine Wohnung haben. Dabei machen sie sich jeden Morgen für ihren Job fertig. Die Gefahr wächst, dass es in Deutschland auch bald solche Zelte geben wird.

Westpol: Werden Kinder zu früh aus Familien genommen? (12.01.2020)
Jugendämter greifen immer häufiger in Familien ein und bringen Kinder in Heimen oder Pflegefamilien unter. In den meisten Fällen ohne konkreten Verdacht auf Gewaltanwendung. Ist das eine Überreaktion der Jugendämter auf die dramatischen Fälle der letzten Jahre? Eine aktuelle Untersuchung zeigt: es gibt eine Reihe fragwürdiger Inobhutnahmen. Danach nahmen Jugendämter Alleinerziehenden die Kinder weg, wenn die Bindung angeblich zu eng war. Wir schildern einen Fall aus Bochum.

Monitor: Schlechte Perspektiven: Brennpunktschulen in Deutschland (09.01.2020)
Kinder aus sozial benachteiligten Familien haben es im deutschen Schulsystem schwer. Das zeigen Studien seit Jahren immer wieder, zuletzt die aktuelle PISA-Studie. An einer Brennpunktschule in Essen zeigen Lehrer, was man dagegen unternehmen kann – und wie schwer es ihnen die Bildungspolitik macht.

Monitor: Einkalkuliertes Elend: Armut durch Rente (09.01.2020)
Laut neuesten Erhebungen ist die Zahl der armutsgefährdeten Rentner in Deutschland zwischen 2016 und 2017 um gut 200.000 gestiegen. Monitor hat Menschen getroffen, denen monatlich rund 250 Euro für Lebensmittel, Kleidung oder Reparaturen zur Verfügung stehen – obwohl sie ihr Leben lang gearbeitet haben.

Monitor: Raus aus der Wohnung: Wenn sozialer Abstieg zum Existenzproblem wird (09.01.2020)
Wer seinen Job und seine Wohnung verliert, muss wieder ganz unten anfangen. Dies bekommen auch immer mehr Menschen zu spüren, denen es finanziell einmal ganz gut ging. Monitor hat eine Akademikerin besucht, die durch Krankheit arbeitslos wurde und nun um ihre Existenz fürchtet.

Monitor: Arm trotz Arbeit: Reinigungskräfte zum Niedrigstlohn (09.01.2020)
Tausende Büros, Schulen und Hotels werden fast unsichtbar gereinigt. Oft von schlecht bezahlten Reinigungskräften. Arbeitsverhältnisse am Existenzminimum: Unbezahlte Überstunden, Arbeitszeitverdichtung und befristete Verträge sind häufig Alltag für jene, die von ihrem Lohn kaum leben können.

ZDFinfo: Knochenjobs und Hungerlöhne – Lohnsklaven in Deutschland? (09.01.2020)
Die deutsche Politik ist stolz auf die anhaltend niedrigen Arbeitslosenzahlen. Die Kritik wird aber lauter, dass sich dahinter nur ein wachsender Niedriglohnsektor verbirgt.
Sie arbeiten in der Fleischerei, im Trockenbau, in der Reinigung oder liefern Essen aus – oft mehr als 40 Stunden die Woche. Trotzdem verdienen sie häufig zu wenig, um ihr Leben davon bestreiten zu können.In der Dokumentation „Knochenjobs und Hungerlöhne – Lohnsklaven in Deutschland?“ begleitet ZDFinfo Menschen, die jeden Monat bangen müssen, ob das Gehalt zum Leben reicht. Politik und Gesellschaft blicken jedoch mit unterschiedlichen Perspektiven auf den Niedriglohnsektor: Für die einen ist er ein Grundstein für den wirtschaftlichen Erfolg und eine gute Einstiegsmöglichkeit für Geringqualifizierte. Andere sprechen von moderner Lohnsklaverei. Eigentlich sollte der Mindestlohn dafür sorgen, dass sich Arbeit für Menschen lohnt, doch es gibt Schlupflöcher. Zum Beispiel in der Paketbranche. Hier gehört es laut Gewerkschaftern zum Geschäft, dass die Fahrer mehrere Stunden täglich umsonst arbeiten, aus Angst, den Job zu verlieren. Auch im Baugewerbe gibt es Lohndumping und Missbrauch. Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit, eine Einheit des deutschen Zolls, hat die Aufgabe, die schwarzen Schafe zu finden, die weniger als den gesetzlichen Mindestlohn bezahlen. Die Zollbeamten haben auch die sogenannten Arbeiterstriche im Visier – Treffpunkte, die man in nahezu allen deutschen Großstädten findet, an denen vorwiegend südosteuropäische Arbeitsmigranten auf Arbeitgeber warten, die ihnen Tagelöhner-Jobs anbieten. Die amtierende Bundesregierung hat erkannt, dass sie hier reagieren muss.

Panorama: Krebstherapie: Offenbar neues Betrugsmodell (19.12.2019)
Mindestens 26,8 Millionen Euro soll ZytoService durch eine neue Betrugsmethode vereinnahmt haben. Womöglich nutzte der Marktführer für Infusionen für Krebstherapien dabei eine Gesetzeslücke.

mehr/wert: Prekäres Wohnen – Betroffene geben Hoffnung nicht auf (19.12.2019)
Schön, wenn man sich etwas leisten kann an Weihnachten. Nicht jeder kann das. Viele müssen gar ihre Wohnung räumen – und haben es dann schwer, eine Alternative zu finden. Über Menschen, die die Hoffnung auf ein richtiges Zuhause nicht aufgeben.

Westpol: Arbeitslosenzentren vor dem Aus (15.12.2019)
Sie suchen seit Jahren Arbeit, fühlen sich alleingelassen. Langzeitarbeitslose in NRW können Hilfe und Beratung in sogenannten Arbeitslosenzentren finden. Doch die schwarz-gelbe Landesregierung will die Fördermittel künftig streichen.

Westpol: Pfleger aus dem Ausland gesucht (15.12.2019)
Krankenstationen werden geschlossen, Kliniken verhängen Patientenstopps. Der Grund: akuter Personalmangel bei den Pflegekräften. Dabei wollte Gesundheitsminister Spahn dieses Problem durch die Anwerbung ausländischer Fachkräfte beheben.

Kontraste: Profit geht vor Kindeswohl – Kindermedizin unter Druck (12.12.2019)
In Deutschland gibt es über 2 Millionen chronisch kranke Kinder. Immer öfter werden sie nicht mehr so versorgt, wie sie es eigentlich bräuchten – mit fatalen Folgen für die kleinen Patienten. Die Behandlung, die aufwändig und teuer is, lohnt sich für die Kliniken oftmals nicht. Das zeigt eine aktuelle Studie der Uni Köln. Defizitäre Abteilungen werden abgebaut oder gleich ganz dicht gemacht  – es kommt zu Unterversorgung in ganzen Regionen.

Kontraste: Wie Rechte Bedürftigen helfen und damit Politik machen (12.12.2019)
Der Verein „Dresdner Bürger helfen Dresdner Obdachlosen und Bedürftigen“ erfreut sich in der sächsischen Landeshauptstadt großer Beliebtheit. Sein alljährliches Weihnachtsessen für Bedürftige wird von zahlreichen lokalen Sponsoren und Künstlern unterstützt. Kaum jemand stört sich daran, dass der Verein bevorzugt deutschen Bedürftigen helfen will. Dabei liegen die rechtsradikalen Bezüge des Vereins offen zutage: Gegen die aus dem Pegida-Umfeld stammenden Vorstände wird wegen Volksverhetzung ermittelt, der Verein arbeitet eng mit dem Netzwerk Einprozent zusammen, das die soziale Frage von Rechts besetzen will. Kontraste über das Versagen der Dresdner Zivilgesellschaft, sich von radikalen Rechten abzugrenzen.

Kontrovers: Lebensmittelkontrolle – Wenn Personalmangel lebensgefährlich wird (11.12.2019)
Immer wieder Lebensmittelskandale, immer mehr Rückrufe. Wie steht es um die Lebensmittelkontrolle in Deutschland? Der Personalmangel in den Kontrollbehörden ist eklatant – und das hat Folgen. Zum Beispiel: Hygienemängel, Schädlingsbefall oder Bakterien im Essen.

ARD: Irgendwer zahlt immer – Vom Wert der Arbeit (10.12.2019)
Die einen machen ein Vermögen, die anderen schuften zum Billiglohn. Was ist unsere Arbeit noch wert und wo liegt die Schmerzgrenze? Der Film zeigt, was der ökonomische Druck mit Menschen aus ganz unterschiedlichen Lebenswelten macht.

Panorama 3: Apotheker alarmiert: Lieferengpässe bei Medikamenten (10.12.2019)
In den norddeutschen Apotheken werden viele Medikamente knapp. Und es geht dabei nicht um Mittel gegen exotische Krankheiten, sondern um Wirkstoffe wie Ibuprofen, eines der wichtigsten Schmerzmittel Deutschlands. Es geht aber auch um Blutdrucksenker, die vor allem ältere Menschen regelmäßig einnehmen. Häufig fehlen auch lebenswichtige Medikamente, etwa für Epileptiker oder Menschen, die an Depressionen leiden.

Report München: Mondays for Jobs – Aufstand der Industriearbeiter (10.12.2019)
Automobilindustrie, Zulieferer, Maschinenbauer haben deutschlandweit den Abbau von Zehntausenden Arbeitsplätzen angekündigt. Was das konkret heißt, zeigt sich im Baden-Württembergischen Filstal. Alle Gemeinden hier sind von den Arbeitsplätzen der ortsansässigen Industrie abhängig. 

makro: Laue Löhne (06.12.2019) 
In hohem Tempo schwindet in Deutschland die Tarifbindung. Das gefährdet nicht nur die Einkommen, sondern auch den fairen Wettbewerb: Unternehmen können über Lohndumping konkurrieren. Bundesarbeitsminister Heil hat die Erosion der Tarifbindung als eines der größten Probleme des Arbeitsmarktes ausgemacht. Vor allem die Mittelschicht hängt an den Tarifverträgen. Schon heute hat kein anderes EU-Land einen so hohen Niedriglohnsektor wie Deutschland. Welche Gründe gibt es für Lohnzurückhaltung in einem Land, das seit Jahren am Rande der Vollbeschäftigung wirtschaftet? Heute arbeiten in Westdeutschland nur noch 57 Prozent der Beschäftigten in einem Betrieb mit Tarifbindung, in Ostdeutschland sind es 44 Prozent. Damit folgt Deutschland einem europaweiten Trend. Besonders gering ist die Tarifbindung in Großbritannien. Das war früher allerdings anders, bis in die 1980er Jahre hatte Großbritannien eine Tarifbindung von 80 Prozent. Im Laufe der Jahre ist das Lohnniveau in Großbritannien deutlich gesunken. Heute erreicht nicht einmal die Hälfte der 30-jährigen Briten das Gehaltsniveau der Eltern. Droht Deutschland eine ähnliche Entwicklung wie Großbritannien? Europaweit sind übrigens vor allem die Jüngeren auf dem Arbeitsmarkt von niedrigen Einkommen und befristeten Verträgen betroffen. Und die Lohnungleichheit zwischen Männern und Frauen besteht weiterhin.

WDR: Das Geschäft mit der Pflege: Rendite statt Würde? (11.12.2019)
Die Situation in deutschen Pflegeheimen ist alarmierend. Angehörige berichten, dass sie ihre Liebsten zum Teil schlecht versorgt oder sogar im verwahrlosten Zustand dort auffinden. Auch das Pflegepersonal schlägt Alarm. Es ist oft unterbesetzt und überlastet. Bürokratie und Zeitmangel führt dazu, dass sie sich nicht mehr genug um die Bewohner kümmern können. Gleichzeitig werben Heimbetreiber und große Ketten mit hohen Renditen, wenn man bei ihnen investiert. Wie passt das eigentlich zusammen? WDR-Reporter Dieter Könnes will wissen: Wie kann es sein, dass es auf der einen Seite große Missstände in den Heimen gibt und gleichzeitig Renditen mit Pflege und Pflegeeinrichtungen versprochen werden? Und wie schaffen es Pflegeheime, ihre Bewohner gut und mit Zeit für Zuwendung zu betreuen?

Fakt: Altersarmut – Rentner bei den Tafeln (26.11.2019)
Bei immer mehr Rentnern reicht die Rente nicht zum Leben. Viele gehen weiter arbeiten, um über die Runden zu kommen. Nun schlagen die Tafeln Alarm, immer mehr Rentner beziehen dort ihr Essen. 

Fakt: Kinderintensivpflege – Lange Trennung von den Eltern wegen Sofortprogramm (26.11.2019)
Leonie ist ein Intensivpflegefall. Ihre Eltern sind gezwungen über sehr lange Zeiträume getrennt von ihr zu leben. Das neue Pflegepersonalstärkungsgesetz sollte eigentlich helfen, erreicht aber genau das Gegenteil.

Plusminus: Umstrittene Rentenpläne der Bundesregierung (20.11.2019)
Das Konzept für eine Rentenaufstockung für Geringverdiener sollte der große Wurf werden. Doch ob der Kompromiss der Großen Koalition sein Ziel erreicht, arbeitende Menschen vor Altersarmut zu schützen, ist umstritten.

Kontraste: Warum Kinder an deutschen Kliniken in Lebensgefahr geraten (14.11.2019)
Kinder sind die schwächsten aller Patienten. Die Versorgungsengpässe in deutschen Kliniken sind mittlerweile so massiv, dass Kinder in Lebensgefahr geraten oder sogar sterben. Das erklären Ärzte gegenüber Kontraste. Eine aktuelle Studie der Universität Köln bestätigt die Missstände. Hintergrund ist die Kommerzialisierung des Krankenhauswesens, unter der Kinderkliniken besonders leiden. Mit der Einführung der Fallpauschalen werden nicht mehr die tatsächlich anfallenden Kosten erstattet. Die Zahl der behandelten Kinder ist in 16 Jahren um 25 Prozent gestiegen, im gleichen Zeitraum wurden unter dem Spardruck 33 Prozent der Betten in der Kindermedizin abgebaut. Hinzu kommt: Intensivbetten müssen teilweise wegen Personalmangel gesperrt werden. Kontraste schildert das Schicksal hilfloser Eltern schwer erkrankter Kinder und konfrontiert die Gesundheitspolitiker der Großen Koalition.

WDR: Wie geht es besser? Eine Brennpunktschule kämpft für ihre Kinder (13.11.2019)
Unzählige Bildungsstudien zeigen seit Jahren: Arme Kinder und Kinder mit Migrationshintergrund schaffen es seltener aufs Gymnasium, brechen häufiger die Schule ab und werden später schneller arbeitslos als Kinder aus wohlhabenderen Familien – und das bei gleichen kognitiven Fähigkeiten. Doch die Gesamtschule Bockmühle in Essen-Altendorf, einem Brennpunkt-Stadtteil im Norden des Ruhrgebiets, zeigt, dass es auch anders geht.

Panorama 3: Sensible Patientendaten in Gefahr (12.11.2019)
Zahlreiche Arztpraxen sind nur ungenügend vor Hacker-Angriffen geschützt. Das neue Gesundheitsdaten-Netzwerk soll Arztpraxen digital vernetzen, doch es zeigt erhebliche Sicherheitsrisiken auf.

Panorama 3: Energiewende verstärkt soziale Ungleichheit (12.11.2019)
Die Förderung erneuerbarer Energien wird über den Strompreis auf die Verbraucher umgelegt. Menschen mit geringem Einkommen trifft das besonders.

Frontal 21: Armutsfalle Pflegeheim. Wenn die Rente nicht reicht (12.11.2019)
Nach dem Gesetz, das gerade im Bundestag verabschiedet wurde, sollen künftig Kinder für die Pflege ihrer Eltern nur noch in seltenen Fällen zur Kasse gebeten werden. Doch die Pflegebedürftigen selbst werden nicht entlastet. Viele von ihnen können schon jetzt den immer weiter steigenden Eigenanteil an den Heimkosten nicht mehr bezahlen. Mitte 2019 lagen die Gesamtkosten für einen Heimplatz je nach Pflegegrad zwischen rund 2240 Euro und rund 3900 Euro, so Berechnungen des Verbandes der Ersatzkassen.

Report Mainz: Warum es in Deutschland zu wenig Studienplätze für Medizin gibt (12.11.2019)
Ärzteverbände und Politiker warnen: in Deutschland droht ein Ärztemangel, weil es zu wenig Studienplätze für Medizin gibt. Viele Bewerber müssen jahrelang auf einen Platz warten, andere studieren im Ausland.

Report Mainz: Kann ein Zertifikat vor Lebensmittelskandalen schützen? (12.11.2019)
Schimmeliges Fleisch, verseucht mit gefährlichen Listerien bei Wilke Wurstwaren – vor einem Monat erschüttert ein weiterer Lebensmittelskandal die Bundesrepublik. Dabei trug das Unternehmen ein Zertifikat, das ihm höchste Qualität bescheinigt hatte. Für die Sicherheit ihrer Produkte sind Lebensmittelunternehmen in Deutschland selbst verantwortlich. Neben den staatlichen Kontrollen hat die Lebensmittel-Wirtschaft ein eigenes Kontroll- und Zertifizierungssystem entwickelt, um für Lebensmittelsicherheit zu sorgen: Den International Featured Standard für Lebensmittel (IFS Food). Unter Experten gilt das Zertifikat als Eintrittshürde in den deutschen Lebensmittelmarkt. Doch Insider erheben schwere Vorwürfe: Die Zertifikate hätten keine Aussagekraft, da die Kontrollen oftmals angekündigt seien und die Unternehmen sich ihren Zertifizierer selbst aussuchen dürften. Experten fordern die Politik auf, die Kriterien der privaten Zertifikate zu überwachen. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft sieht jedoch derzeit keinen Handlungsbedarf.

WISO: Wer profitiert von der Grundrente? Gesetz mit Gerechtigkeitslücken? (11.11.2019)
Ein Leben lang arbeiten und dann in Armut den Lebensabend verbringen – in einem so reichen Land wie Deutschland? Das soll sich mit der nun beschlossenen Grundrente ändern. Aber wer profitiert davon?

Westpol: Warten auf die Grundrente (10.11.2019)
Seit Monaten streitet die GroKo über die Grundrente. Jetzt könnte an dem Thema sogar die Regierung zerbrechen. Tausende alte Menschen schauen deshalb mit Sorgen nach Berlin. Sie hatten auf ein bisschen mehr Unterstützung gehofft. Besonders Frauen sind von Altersarmut betroffen. Westpol hat mit dreien gesprochen und zeigt was es heißt, ein Leben lang zu arbeiten und dann doch am Existenzminimum zu leben.

Westpol: Neue Rechte – Gefahr für die Demokratie (10.11.2019)
Springerstiefel, Hakenkreuz und Glatze waren gestern – die neuen Rechten geben sich hip und modern, tragen Kapuzenpulli und hören deutschen Hipphopp. Besonders die Identitäre Bewegung zieht Jugendliche an, auch weil Ihre Ansprache anders ist. Rassentrennung heißt dort Ethno-Pluralismus. Ideologie und Sprache der neuen Rechten haben längst auch Teile der AfD übernommen. Extremismus-Experten sehen die „neuen“ Rechten mit großer Sorge. Ihre Ideologie sei der Nährboden für Gewalt und Terror, wie die aktuellen Morddrohungen gegen Politiker und die Anschläge von Halle und Kassel zeigen.

Plusminus: Teure Altersvorsorge – Wie Familienunternehmen in die Sozialversicherungsfalle gerieten (06.11.2019)
»Eine Beratungsagentur riet zahlreichen Familienunternehmen zur Befreiung von der Sozialversicherungspflicht. Doch die Befreiung war rechtswidrig und hat nun teure Folgen für die Betroffenen.«

ARD: Kein Geld für kranke Kinder (04.11.2019)
Lange geplante Herz-OPs von Kindern werden kurzfristig verschoben. Rettungssanitäter wissen nicht, welche Klinik sie ansteuern können. Eltern müssen in entfernte Kliniken pendeln. Warum vernachlässigt das Gesundheitssystem unsere Kinder?

Respekt: Care-Arbeit – lebenswichtig und lausig bezahlt (03.11.2019)
„Care-Berufe“ – das sind Betreuungs- und Erziehungsberufe sowie Haus- und Pflegearbeit. Die Merkmale: Viel Verantwortung, hohe Belastung, gleichzeitig wenig Wertschätzung und schlechte Bezahlung. Woher kommt dieses Missverhältnis?

Exakt: Was verspricht die AfD in der Sozialpolitik? (30.10.2019)
Die AfD möchte als neue „kleine-Leute-Partei“ wahrgenommen werden. Doch welche Positionen vertritt sie bei den Themen, die die sogenannten kleinen Leute tatsächlich betreffen: Rente oder Mindestlohn?

ARTE: Die Bettler aus der Walachei. Bedürftige oder organisierte Bande? (25.10.2019)
Die Reportage folgt einer Bettlerin bis in ihr Romadorf in Rumänien. Vor Ort stellt sich heraus, mit welchen Problemen die junge Mutter zu kämpfen hat. Ihr Mann ist im Gefängnis, sie kann nicht lesen noch schreiben, sie braucht Geld, um ihre baufällige Hütte zu renovieren. Das Betteln im Ausland erscheint als der einzige Weg, sich buchstäblich über Wasser zu halten.

ZDFzoom: Deutschland im Rausch. Der verlorene Kampf gegen die Drogen (23.10.2019)
Der Kampf gegen die Drogen sei verloren – das hört man immer häufiger von Politikern, Ärzten, sogar von der Polizei. Trotzdem bleibt die „Kriegserklärung“ gegen Koks, Speed und Co. bestehen. Statt Aufklärung und Prävention heißt es Strafverfolgung, statt staatlicher Regulierung ein stetig wachsender Schwarzmarkt. Immer mehr Experten, Ärzte und Strafverfolger kritisieren das, und „ZDFzoom“ fragt: Wie kann eine sinnvolle Drogenpolitik aussehen? „ZDFzoom“-Reporterin Anna Feist trifft Konsumenten, die stigmatisiert werden, Dealer, die ein Riesengeschäft machen, und ehemalige Staatschefs in Sorge. Ihre Recherche führt sie auch nach Westafrika – in das Transitparadies für Kokain auf dem Weg nach Europa. Eine mögliche Lösung im Kampf gegen die Drogen: Entkriminalisierung und staatliche Regulierung. Doch bisher traute sich da nur ein europäisches Land ran: Portugal. Hier wurden Drogen entkriminalisiert. Entgegen aller Befürchtungen hat der Konsum nicht zugenommen. „ZDFzoom“ über einen langen Kampf und seine verheerenden Folgen.

ARTE: Zu fit für den Ruhestand. Senioren auf dem Arbeitsmarkt (22.10.2019)
Heutzutage werden Menschen immer älter und bleiben länger gesund: 65-Jährige sind so fit wie 55-Jährige vor 50 Jahren. Sie können länger arbeiten und sollten es auch, um das Sozialsystem zu stützen. Doch das geht nur, wenn die Arbeitsbedingungen angepasst werden. Wie kann das Arbeitsleben so gestaltet werden, dass sowohl ältere Arbeitnehmer als auch Unternehmen davon profitieren?

Panorama 3: Betrugsanfällig: Intensivpflege zieht Kriminelle an (22.10.2019)
Kriminelle betrügen Krankenkassen um Millionen, indem sie nicht erbrachte Leistungen abrechnen. Und gefährden zudem die Patienten. Eine Recherche in die Abgründe des Pflegesystems.

Report Mainz: Steuergesetze torpedieren günstige Mieten (22.10.2019)
Das Finanzamt wird immer häufiger zum Mietentreiber. Vermieter, die zu wenig Miete nehmen, werden von der Behörde quasi bestraft. Immer häufiger bekommen Vermieter Post vom Finanzamt, weil ihre Miete angeblich zu gering ist. Dahinter steckt ein altes Steuergesetz: Beträgt die Miete weniger als 66% der ortsüblichen Mieten, kann der Vermieter weniger Werbungskosten absetzen und muss so oft mehr Steuern bezahlen. Aber oft ist der Mietspiegel, den das Finanzamt dabei ansetzt, viel höher als der offizielle städtische Mietspiegel. Der Verband der privaten Immobilienbesitzer „Haus und Grund“ in München spricht sogar von einer Mauer des Schweigens – will man den Mietspiegel von den Finanzämtern erfahren. Soziale Vermieter werden also vom Finanzamt bestraft und angehalten ihre Mieten zu erhöhen. Eine Steuerpraxis, die dem politischen Bestreben nach günstigen Mieten entgegensteht.

BR: Mangel auf dem Arbeitsmarkt: Fachkräfte dringend gesucht (16.10.2019)
Der deutsche Wirtschaftsboom bekommt Kratzer. Nicht nur Handelskriege dämpfen die Erwartungen der Unternehmen. Besonders im Süden der Republik kämpfen Firmen gegen den Fachkräftemangel. Handwerksbetriebe müssen Aufträge ablehnen, weil Personal fehlt. Allein in Bayern betrug 2018 der volkswirtschaftliche Schaden rund 20 Milliarden Euro. Warum machen immer weniger Junge eine Lehre im Handwerk? Welche Unterstützung brauchen Unternehmer? Und: was bringt das geplante Fachkräfteeinwanderungsgesetz?

Kontraste: Angehörige gegen Spahns Gesetzentwurf (16.10.2019)
Er soll die Qualität erhöhen, sorgt aber für massiven Unmut unter pflegenden Angehörigen: der Entwurf zum Intensivpflegestärkungsgesetz des Bundesgesundheitsministeriums. Denn: Patienten, die rund um die Uhr gepflegt werden müssen, sollen zukünftig in Pflegeeinrichtungen betreut werden. Für viele Familien eine fatale Aussicht.

Plusminus: Sparplan für Intensivpflege (16.10.2019)
20.000 Euro und mehr zahlen Kassen pro Monat für Pflegebedürftige, die künstlich beatmet werden müssen und zuhause leben. Künftig soll die Versorgung laut Gesundheitsminister Spahn stationär erfolgen. Sein Vorschlag stößt auf Kritik.

Westpol: Immer weniger Sozialwohnungen (13.10.2019) 
Wo sollen Menschen leben, die Anspruch auf eine Sozialwohnung haben? Etwa die Hälfte aller Haushalte in NRW sind nach Angaben der Landesregierung berechtigt, günstig zu wohnen. Nur gibt es für sie so gut wie keine Angebote. Und die Zukunftsprognose ist düster: Bis 2030 wird die Zahl der Sozialwohnungen in NRW nochmal um fast vierzig Prozent sinken. Das milliardenschwere Förderprogramm des Landes jedenfalls kommt bis jetzt nicht dagegen an. Investoren stürzen sich ganz offensichtlich auf lukrativere Geschäfte. Aus verpflichtenden Preisbindungen kaufen sie vorzeitig zehntausende Wohnungen frei und erhöhen die Mieten. Westpol zu Besuch bei Menschen, die mittlerweile monatlich 300 Euro mehr für ihre ehemalige Sozialwohnung zahlen müssen.

makro: Kommunen in der Klemme (11.10.2019)
Schwimmbad, Schultoiletten, Standesamt – die Aufgaben der Kommunen sind vielfältig, die Finanzlage aber oft angespannt. Wie also das Dilemma zwischen Investitionsnotwendigkeit und Sparzwang meistern? Nach Angaben der Staatsbank KfW fehlen den Kommunen schon jetzt 138 Milliarden Euro für notwendige Investitionen. In manchen Kommunen könnte sich die Situation verschärfen, wenn mit dem abflauenden Wirtschaftsboom die Steuereinnahmen schwinden. Gleichzeitig greift ab 2020 die Schuldenbremse auch auf kommunaler Ebene. Die Ausgaben sind deckelt. Im Verhältnis zur Wirtschaftsleistung investiert Deutschland laut einer Studie des Ifo-Instituts schon lange deutlich weniger als andere Länder. Um den Durchschnitt der Industriestaaten zu erreichen, müssten die Ausgaben hierzulande mindestens um 40 Prozent steigen. Nachhaltiges Investieren könnte sogar Geld sparen. In Wien ist nachhaltiges Wirtschaften seit über 20 Jahren eine Selbstverständlichkeit. Damals entstand Wiens erstes Klimaschutzprogramm. Seitdem kauft die österreichische Hauptstadt nachhaltig ein. Die Bilanz kann sich sehen lassen: 15 000 Tonnen CO2 weniger und eine Ersparnis von 1,5 Millionen Euro an öffentlichen Geldern. Müsste das „Spardiktat“ der „schwarzen Null“, die Forderung nach einem ausgeglichenen Haushalt, also nicht hinterfragt werden?

mehr/wert: Segen oder Fluch? Die Gewerkschaften in der digitalen Arbeitswelt (10.10.2019) 
Alle vier Jahre treffen sie sich und diskutieren über die großen Themen unserer Arbeitswelt: die Delegierten der IG Metall. Die ist mit fast zweieinhalb Millionen Mitgliedern die größte Einzelgewerkschaft in Deutschland. Noch bis Samstag debattieren in Nürnberg die Delegierten über fast 800 Anträge und legen dabei den Kurs für die Zukunft fest.

mehr/wert: Psychische Gewalt in Kindertagesstätten (10.10.2019)
Wenn Eltern ihr Kind in die Kita bringen, verlassen sie sich darauf, dass es ihm dort gut geht. Doch das ist nicht immer so. Dann nämlich, wenn Erzieherinnen oder Erzieher Gewalt anwenden. Oft sind es nur Worte, die ein Kind nachhaltig emotional schädigen können. Experten fordern härtere Konsequenzen für verantwortliches Kita-Personal.

SWR: Obdachlos – und kein Weg zurück? (10.10.2019) 
Das Elend ist sichtbar: Obdachlose am Bahnhof, in der U-Bahn, in der Fußgängerzone. Die einen ertragen stumm ihr Schicksal, die anderen betteln. Die meisten Passanten bleiben lieber auf Distanz, während es für die Betroffenen ein täglicher Kampf ums Überleben ist: Minusgrade, Hunger und Gewalt. Und die Zahl der Wohnungs- und Obdachlosen steigt. Dabei geht es bei der Unterstützung der Betroffenen auch um Würde, die es ihnen ermöglicht, die Hilfe anzunehmen.

Plusminus: Justiz im Schneckentempo – das Aussitzen des Richtermangels (09.10.2019)
Mit einem „Pakt für den Rechtsstaat“ will der Bund den Ländern 2000 Stellen für Richter und Staatsanwälte finanzieren. Soweit die Theorie. In der Praxis lahmt die Justiz aber weiter.

Panorama 3: Endstation Behindertenwerkstatt? (08.10.2019)
Der Weg in den allgemeinen Arbeitsmarkt ist für Menschen mit Handicap schwer. Behindertenwerkstätten sollen ihre Mitarbeiter eigentlich vermitteln, doch das geschieht nicht immer.

37 Grad (ZDF): Bauernhof statt Altersheim (08.10.2019)
„Green Care“ ist ein Trend in vielen Ländern. Senioren leben auf dem Bauernhof statt im Altersheim. Sie beteiligen sich aktiv am Hofleben. Ein Modell für Deutschland?

Frontal 21: Drohende Altersarmut: Furcht vor Einsamkeit (08.10.2019)
„Wir honorieren Lebensleistung und bekämpfen Altersarmut“, versprechen Union und SPD im gemeinsamen Koalitionsvertrag. Wer sein Leben lang gearbeitet hat, soll im Alter mehr haben als Sozialhilfe. Die Realität in Deutschland sieht allerdings anders aus. Denn Millionen Rentnern droht der Absturz in die Altersarmut: Während im Jahr 2010 noch 12,1 Prozent armutsgefährdet waren, lag die Armutsrisikoquote Ende 2018 bereits bei 16,1 Prozent. In 20 Jahren soll sie nach einer aktuellen Studie sogar auf mehr als 20 Prozent ansteigen. Damit wäre künftig jeder fünfte Neu-Rentner von Altersarmut bedroht. Doch Armut bedeutet oft auch Einsamkeit, da den Betroffenen häufig das Geld fehlt, um am sozialen und gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Kein Café-Besuch, keine Kino- und Theaterabende oder Geschenke für Familie und Enkelkinder – für viele armutsgefährdete Rentner sieht so die Zukunft aus.

WISO: Teure Tricks der Zahnärzte. Abzocke mit eigenem Zahnlabor und überhöhten Rechnungen (07.10.2019)
Zahnärzte mit eigenem Zahntechniklabor nutzen ihre Labore für überhöhte Rechnungen für Zahnersatz. Damit machen sie unrechtmäßige und oft hohe Gewinne, zu Lasten der Patienten.

Exakt: Wenn das Geld vom Amt nicht zum Wohnen reicht (02.10.2019)
Die vom Amt gezahlten Kosten der Unterkunft reichen in vielen Landkreisen nicht für die tatsächlichen Wohnkosten aus – die Mieter müssen zuzahlen oder in teil – oder unsanierte Wohnungen umziehen.

Report Mainz: Wie Gastronomen mit der Mehrarbeit ihrer Mitarbeiter umgehen (01.10.2019)
Die Beschäftigten in der Gastronomie haben 27 Millionen Überstunden geleistet, allein im Jahr 2017. Das hat das Pestel Institut aus Hannover jüngst ermittelt. Davon sollen 12 Millionen oder fast jede zweite Überstunde sogar unvergütet geblieben sein.

Report Mainz: Alleingelassen in der Psychiatrie (01.10.2019)
Immer wieder geraten psychiatrische Einrichtungen in die Schlagzeilen: Freiheitsberaubungen, menschenunwürdige Zustände, sogar Tote. Experten sagen, solche Zustände seien möglich, weil nicht genügend hingeschaut werde.

NDR: Patienten, Pillen und das große Geld (30.09.2019)
Die beste Werbung für ein Medikament ist die Empfehlung durch einen Arzt. Vor allem bei neuen Medikamenten investieren Pharmaunternehmen Millionen, um Ärzte zu beeinflussen – teilweise mehr als in die medizinische Forschung. Die Dokumentation untersucht die Folgen für Patienten: Bekommen sie das beste Medikament oder das am besten beworbene?

Kontraste: Siegeszug einer fragwürdigen Ideologie (26.09.2019)
Die Wiege der Menschheit liegt in Atlantis. Ein Kind ist eine wiedergeborene Seele und hat ein schicksalhaftes Karma. Mit sieben Jahren wird der Ätherleib geboren, mit 14 Jahren der Astralleib. Dies sind nur einige der Überzeugungen des Anthroposophen Rudolf Steiner, die bis heute Form und Inhalt des Unterrichts in den Waldorfschulen prägen. Kontraste hat zum 100. Waldorf-Geburtstag mit Experten, ehemaligen Schülern und Lehrern sowie Vertretern der Waldorf-Schulen über das seltsame Weltbild der Waldorf-Bewegung gesprochen.

Kontrovers: Wenn Wirtshäuser zusperren müssen (25.09.2019)
In Deutschland schließen Gasthäuser: Binnen zehn Jahren traf es fast jede fünfte Schankwirtschaft oder jeden vierten Gasthof. Ein großes Problem auch in Bayern: Die Wirte kämpfen um geeignetes Personal. Fachkräfte und Auszubildende fehlen. Was läuft da schief?

ZDF: Weiterbildung ohne Sinn – Was sich bei Hartz IV ändern muss (25.09.2019)
Mit der Einführung von Hartz IV sollten Arbeitslose auch „gefördert“ werden. Das Fördern mündet seitdem häufig in Weiterbildungsmaßnahmen. Doch diese Kurse stehen in der Kritik.

Fakt: Fallpauschalen – Geld reicht nicht für Behandlung in Klinik (24.09.2019)
Die Leiden von Patienten mit multiplen Beschwerden passen oft nicht zu den vorgeschriebenen Fallpauschalen der Krankenkassen. Oft reicht das vorgegebene Budget nicht für die Behandlung in den Kliniken aus

makro: Kollege Roboter (20.09.2019)
Künstliche Intelligenz wird unsere Arbeitswelt revolutionieren. Sie ist die Schlüsseltechnologie schlechthin. Viele Jobs übernimmt zukünftig der Roboter. Behält der Mensch in der Arbeitswelt dennoch die Oberhand?

Monitor: Pflegenotstand „absurd“: Wie Flüchtlinge vom Arbeitsmarkt ferngehalten werden (19.09.2019)
Gesundheitsminister Spahn reist um die Welt, um Pflegekräfte anzuwerben. Absurd, sagen Wohlfahrtsverbände: Denn in Deutschland gibt es viele geduldete Ausländer mit einem Ausbildungsvertrag zum Pfleger. Doch sie sollen das Land verlassen, da sie angeblich gegen Mitwirkungspflichten verstoßen haben.

WDR: Mobiles Beratungscafé für Arbeitslose (16.09.2019)
Seit gut drei Jahren hilft das mobile Beratungscafé Menschen, die in Köln leben und eine Arbeit suchen. Im Bus der Caritas werden Wege in die Arbeitswelt gezeigt: „Chancen geben – 100 Wege in Beschäftigung“ heißt das Projekt. Für Deepika Kapoor aus Köln-Chorweiler der Start in ein neues Leben.

markt: Kitas in der Krise (11.09.2019)
Der Personalmangel in Kindertagesstätten in NRW ist einer Umfrage zufolge dramatisch. In vielen Kitas können keine Ausflüge mehr angeboten werden, andere müssen Gruppen zusammenlegen. Bundes- und Landesregierung versprechen mehr Geld und ein neues Gesetz. Doch reicht das?

ZDF: Heimkinder wider Willen – Jugendämter unter Druck? (11.09.2019)
Nach dramatischen Misshandlungsfällen nehmen Jugendämter häufiger Kinder in Obhut. Teils, ohne dass eine Gefährdung des Kindes vorliegt. Mit traumatisierenden Folgen für Kinder und Eltern.

Plusminus: E-Roller: Arbeitsbedingungen (11.09.2019)
Jung, hip, nachhaltig: Dieses Bild wollen Verleiher von E-Scootern von sich vermitteln. Um die Roller aufzuladen, rekrutieren die Anbieter Armadas junger Leute: Sogenannte „Juicer“. Sind deren Arbeitsbedingungen auch so hip?

Frontal 21: Kiffen, bis der Arzt kommt. Psychosen durch Cannabis (10.09.2019)
Kiffen ist vielerorts gesellschaftsfähig und wird vor allem bei Jugendlichen immer beliebter, obwohl der Erwerb, Besitz von Cannabis sowie der Handel damit in Deutschland strafbar ist. Doch der Konsum der Freizeitdroge kann Psychosen auslösen. Das haben erst vor Kurzem wieder Forscher einer britischen Studie herausgefunden und einen Zusammenhang zwischen täglichem Konsum von Cannabis, insbesondere mit hohem THC-Gehalt, und einer erhöhten Anfälligkeit für Psychosen festgestellt. Psychosen sind schwere, psychische Erkrankungen, bei denen Betroffene zeitweilig den Bezug zur Realität verlieren und an denen sie oft lange leiden. Doch die Gefahr, die von der Droge ausgeht, wird häufig unterschätzt – auch, weil Cannabis in Deutschland als Medikament inzwischen zugelassen ist und weltweit in immer mehr Ländern legalisiert wird. Zudem habe sich der THC-Gehalt in den vergangenen Jahren verdoppelt, warnen Experten. Heute sei ein viel potenteres Gras auf dem Markt als vor 20, 30 Jahren. Mit der Hippie-Droge der 68er-Bewegung hat das Cannabis von heute nichts mehr zu tun.

Westpol: Streit um Bezahlung in Behindertenwerkstätten (08.09.2019)
Alleine in NRW arbeiten fast 81.000 Menschen mit Behinderung in Behindertenwerkstätten. Sie werden zum Beispiel in der Logistik, im Landschafts- und Gartenbau oder auch in Großküchen eingesetzt. Durchschnittlich 185 Euro bekommen sie für ihre Arbeit pro Monat. Den Lebensunterhalt können sie davon nicht finanzieren. Ein Vater hat jetzt kritisiert, dass sein Sohn für seine Arbeit eine Lohnerhöhung von einen Euro bekommen hat. Pro Monat.

Exakt: Lehrermangel auf dem Land (28.08.2019)
Junge Lehrer wollen in die Großstädte. Auf dem Land dagegen herrscht Lehrermangel und kein Nachwuchs ist in Sicht – Gibt es eine Lösung?

Frontal 21: Krise im Klassenzimmer. Der Frust der Quereinsteiger (27.08.2019) In Deutschland gibt es immer mehr Lehrer, die im Schuldienst unterrichten, ohne ein Lehramtsstudium absolviert zu haben. Jede achte neubesetzte Stelle wurde 2018 mit einem sogenannten Quer- und Seiteneinsteiger besetzt. Das liege an der schlechten Planung der Kultusministerien, kritisiert Professor Jörg Ramseger von der Freien Universität Berlin. „Das ist die größte Bildungskatastrophe der Nachkriegszeit, weil die Folgen unermesslich sind“, warnt der Schulentwicklungsforscher. „Das Bildungsniveau in Deutschland wird sinken.“ Besonders häufig werden Quereinsteiger an Grund- und an Brennpunktschulen eingesetzt. Doch wer an diesen Schulen ohne pädagogische Erfahrung vor eine Klasse gestellt werde, sei nach fünf Minuten fertig mit den Nerven, berichten Schulleiter. Zudem verdienen Quer- und Seiteneinsteiger oft weniger. Die Opfer einer solchen Entwicklung seien vorhersehbar, so Schulentwicklungsforscher Ramseger: „Es sind natürlich die Kinder, die die professionellste Hilfe eigentlich brauchen würden für ihren Bildungsprozess – und die schon bislang große Schwierigkeiten haben, werden noch größere Schwierigkeiten bekommen.“

Frontal 21: Lebenslänglich arm. Geringverdiener in der Falle (20.08.2019)
Vollzeit arbeiten und doch nicht genug zum Leben haben? Mit der Einführung des Mindestlohns in Deutschland sollte sich das ändern. Doch noch immer verdienen mehr als drei Millionen Arbeitnehmer trotz Vollzeitjob weniger als 2000 Euro brutto im Monat. Dabei gibt es große regionale Unterschiede: Während der Anteil in Westdeutschland bei zwölf Prozent liegt, ist er in Ostdeutschland mit 23,5 Prozent fast doppelt so hoch. Selbst wenn der Mindestlohn, wie von der SPD und dem Deutschen Gewerkschaftsbund gefordert, auf zwölf Euro angehoben werde, reiche das allein nicht aus, sagen Experten. Auch dann würden noch immer viele Vollzeitbeschäftigte, auch gelernte Arbeitskräfte, nicht genügend verdienen, um ein akzeptables Auskommen und eine finanziell gesicherte Zukunft zu haben. Millionen Arbeitnehmern drohe Altersarmut. Deshalb müsse vielmehr auch die Tarifflucht der Unternehmen bekämpft werden.

Report Mainz: Warum bekommen viele Betroffene keine Unterstützung durch die gesetzliche Unfallversicherung? (20.08.2019)
Wer durch seine Arbeit berufskrank wird, kann durch die gesetzliche Unfallversicherung unterstützt und entschädigt werden. Doch die meisten Menschen, die arbeitsbedingt erkranken bekommen diese Unterstützung nicht.

Respekt: Und raus bist du – Armut und Ausgrenzung (18.08.2019)
In Deutschland, einem der reichsten Länder der Welt, gelten etwa 20 Prozent als arm oder sind von Armut bedroht. Betroffen sind auch viele Kinder und Jugendliche. Wie kann das sein? Was sind die Folgen?

Plusminus: Betrügerische Pflegedienste kassieren ab (14.08.2019)
Um mehr als eine Milliarde Euro betrügen Pflegedienste die deutschen Krankenkassen jedes Jahr. Nur wenige Betrüger werden entdeckt. Und in den Ländern fehlt es an Ermittlern, die es mit der Pflege-Mafia aufnehmen könnten.

Plusminus: Warten auf Hilfe beim „Fonds Sexueller Missbrauch“ (14.08.2019)
Den Opfern sexueller Gewalt unbürokratisch und schnell helfen: Das war eines der Ziele des „Fonds Sexueller Missbrauch“. Doch die an sich gute Idee wird in den Mühlen von Ministerien und Beratungsstellen zermahlen.

ZDFzoom: Der Preis des billigen Fliegens (01.08.2019)
»Seit Jahren locken Billigflieger mit Tiefpreis-Tickets immer mehr Kunden an. Noch nie flogen so viele Leute so billig wie heute. Dabei steht eine Airline besonders im Fokus: Ryanair. Als größte Low-Cost-Airline in Europa befördert Ryanair in Europa inzwischen so viele Passagiere wie die Lufthansa weltweit. Nach Jahren des ungehinderten Wachstums bekommt Ryanair jetzt Gegenwind. Vor allem die Gewerkschaften haben sich auf das Geschäftsmodell von Ryanair eingeschossen, seit die Belegschaft des Billigfliegers auf die Straße ging. Inzwischen hat Ryanair seinen oft aggressiven Ton stark gemäßigt und Verhandlungen mit den Gewerkschaften zugestimmt. Es scheint absehbar, dass bald in mehreren Ländern Tarifverträge für mehr Lohn und gerechtere Arbeitsbedingungen bei Ryanair sorgen könnten, was noch vor einem Jahr niemand für möglich gehalten hätte.«

Panorama: Radiologen: Extra-Profit mit Kontrastmitteln (01.08.2019)
Erstmals belegen vertrauliche Rechnungen, wie billig Radiologen Kontrastmittel einkaufen und welch hohe Gewinne sie damit machen können. Ein Ex-BGH-Richter hält diese Praxis für „strafwürdig“.

Report Mainz: Nazi-Propaganda bei Daimler-Mitarbeitern (30.07.2019)
Das Stammwerk der Daimler AG in Stuttgart wird von einem massiven Konflikt um Nazi-Postings und Hass-Botschaften erschüttert. Solche Posts wurden von Mitarbeitern über die sozialen Netzwerke geteilt. Massenhaft solcher Posts gibt es, haben die Recherchen von Report Mainz und stern ergeben. Als der Konzern im Jahr 2018 davon erfuhr, hat er zwei Mitarbeiter vor die Tür gesetzt. Beide hatten über Monate solche Hass- und Naziposts sowie verächtliche Bilder über Moslems einem türkischstämmigen Kollegen und IG-Metall-Vertrauensmann zugesandt. Die ultrarechte Mini-Gewerkschaft „Zentrum Automobil“, die in Untertürkheim im Betriebsrat vertreten ist, nutzt diesen Fall jetzt aktuell für eine Kampagne aus, macht aus dem wirklichen Opfer einen Täter und stilisiert die gekündigten Mitarbeiter zu Opfern.

Frontal 21: Mein Haus, mein Kiez, mein Clan. Wem gehört Neukölln? (16.07.2019)
»Martin Hikel ist Bürgermeister in Berlin-Neukölln. Frontal21 hat ihn ein halbes Jahr lang bei seinem Kampf gegen arabische Clans und Immobilienspekulanten begleitet.«

Plusminus: Kurzzeitpflege – Keine Pause für Angehörige (10.07.2019)
Wer Pflegebedürftige in der Familie oder im Freundeskreis betreut, weiß, wie schwer diese Aufgabe ist. In der Praxis hakt es. Mit der Folge, dass viele pflegende Angehörige am Ende selbst krank werden.

Plusminus: Krankenhaus-Keime – Was wir von den Niederlanden lernen können (10.07.2019)
Viele Patienten haben Angst vor Krankenhauskeimen. Die Deutsche Gesellschaft für Krankenhaushygiene geht von ca. 900.000 Infektionen pro Jahr aus. In den Niederlanden bekämpfen die Kliniken die Keime mit einem ausgeklügelten Kontrollsystem.

ARD: Wohnungslos – Wenn Familien kein Zuhause haben (08.07.2019)
»Manuela (Name geändert), Mitte 30, verheiratet, im Pharmahandel tätig, ist hochschwanger und wohnungslos. Mit ihrem Mann Serge (Name geändert) und der elfjährigen Tochter lebt sie seit zwei Monaten in einer Notunterkunft am Rande Münchens. Drei – bald vier – Menschen auf 16 Quadratmetern. Am meisten leidet die Tochter: Sie schämt sich, kein Zuhause zu haben, zieht sich zurück. Ihre Eltern werden von Existenz- und Zukunftsängsten geplagt. Seit zwei Jahren schon suchen sie eine bezahlbare Wohnung – ohne Erfolg. Kein Wunder: 13.000 Anträge auf eine Sozialwohnung gehen jedes Jahr beim Münchener Wohnungsamt ein. Vergeben werden 3.000. Der Fall der jungen Familie zeigt symptomatisch, wie sehr sich die Situation auf dem Wohnungsmarkt in Deutschland zugespitzt hat. Immer mehr Familien mit kleinem Einkommen und Alleinerziehende sind betroffen, leben in einer Notunterkunft, ohne Perspektive. Soziologe Volker Busch-Geertsema warnt: „Wohnungslosigkeit ist ein diskriminierendes Phänomen. Kein Kind erzählt gerne, dass es keine Wohnung hat. Oft ist das Leben in Gemeinschaftsunterkünften beengt und das führt dazu, dass Kinder nicht mit Hausaufgaben klarkommen, manchmal müssen sie die Schule wechseln. Es gibt viele Folgeprobleme von Wohnungsverlust.“ Experten schätzen, dass 32.000 Kinder deutschlandweit von Wohnungslosigkeit betroffen sind. Genaue Zahlen gibt es nicht, denn bislang existiert keine landesweite Statistik. Fakt ist: In den Großstädten mit hohem Mietniveau wie München, Frankfurt, Stuttgart, Hamburg und Berlin sind die Notunterkünfte voll. Welche Wege führen aus der Krise? Warum hat die Politik das Problem erst viel zu spät erkannt? Wie sieht es aus mit dem im Grundgesetz verankerten Recht auf ein Dach über dem Kopf? Und vor allem: Was soll aus den betroffenen Familien werden? Mit der Wohnraumoffensive will der Bund in den Jahren 2020 und 2021 zwei Milliarden Euro in den sozialen Wohnungsbau investieren. Ein Tropfen auf den heißen Stein, meinen Experten. Mit diesen Mitteln allein lasse sich die aktuelle Krise nicht meistern. „Die Story im Ersten“ forscht nach Ursachen und Lösungsansätzen, begleitet wohnungslose Familien und zeigt, was es für Kinder und deren Eltern bedeutet, wenn ihnen ein eigenes Zuhause fehlt.«

Kontraste: Brauchen wir ein Prostitutionsverbot? (04.07.2019)
War die Legalisierung der Prostitution ein Fehler? Deutschland ist das Bordell Europas. Aus der SPD melden sich Frauen mit der Forderung nach einem Prostitutionsverbot zu Wort. Schweden und Frankreich haben dies bereits eingeführt. Dort werden Freier für den Sexkauf bestraft, nicht jedoch die Prostituierten – die Erfahrungen sind überwiegend positiv. Kontraste-Reporterinnen haben im Rotlicht-Milieu in Deutschland recherchiert. Sie trafen Armutsprostituierte, die unter unwürdigen Bedingungen in den Brandenburger Wäldern anschaffen, Zwangsprostituierte, die ihren Zuhältern entfliehen konnten und auch eine Frau, die freiwillig anschafft und nicht in die Illegalität gedrängt werden möchte. Doch ist saubere Prostitution überhaupt möglich?

ZDF: Arme Kindheit in Deutschland (02.07.2019)
Kinderarmut liegt seit Jahren in Deutschland auf konstant hohem Niveau. Mindestens jedes fünfte Kind wächst arm auf. Dabei fließen viele Milliarden in die Unterstützung von Familien.

SRF: Profit oder Leben? – Wenn das Gesundheitswesen an die Grenze geht (27.06.2019)
Wie viel ist ein Menschenleben wert? Die Frage stellt sich, seit Novartis eine Gentherapie für 370’000 Franken auf den Schweizer Markt gebracht hat. Wie kommt ein solcher Preis zustande? «DOK» folgt den Spuren der Krebskillerzellen: ein Pharmakrimi, der aufzeigt, wie die Branche funktioniert. In der Pharmaindustrie hat ein Paradigmenwechsel stattgefunden: Wurden hohe Medikamentenpreise früher mit den Forschungskosten begründet, so argumentiert die Branche heute mit dem Wert eines Medikaments; dem Wert von gewonnener Lebenszeit. Das Gesundheitswesen sei kein Luxusmarkt, warnen Kritiker und verweisen auf die Rationierung in England, wo ein zusätzliches Lebensjahr nicht mehr als 50’000 britische Pfund also rund 63’000 Franken kosten darf. Wie viel ist ein Menschenleben wert?

Exakt: Heute Mama, morgen Papa – Der Streit ums Wechselmodell (03.07.2019)
Zwei Elternhäuser, zwei Betten, jede zweite Woche Tasche packen. Ob Kinder nach der Trennung der Eltern bei beiden zu gleichen Teilen leben, ist oft ein Streitthema. Woher kommt das Konfliktpotenzial? Welches ist der beste Weg für die Kinder? Und welche Vorgaben sollte die Politik machen?

Exakt: Ärzte müssen Geld zurückzahlen: Schikane oder gerecht? (03.07.2019)
Regelmäßig müssen niedergelassene Ärzte Geld zurückzahlen, weil ihre Abrechnungen nach Ansicht der Kassenärztlichen Vereinigung nicht plausibel sind. Wie kommen die sogenannten Regressforderungen wirklich zustande?

Exakt: Todesfall durch Pflegemängel? (03.07.2019)
Ein Todesfall in einer Pflege-WG in Gera wird gerade untersucht. Er scheint auf Pflegemängel durch schlecht qualifiziertes Personal zurück zu gehen. Warum versagen die Kontrollmechanismen?

Fakt: Pflegedienst nutzt Pflegekräfte massiv aus (02.07.2019)
Ein Thüringer Pflegedienst nutzt seine Arbeitskräfte offensichtlich massiv aus. Zum Teil ist das Personal schlecht qualifiziert und unterbezahlt. Solche Zustände können für Patienten gefährlich werden.

Fakt: Bürokratie verhindert neue Pflegekräfte (02.07.2019)
Die Bundesregierung versprach 13.000 neue Stellen für Pflegekräfte zu schaffen. Bis zum heutigen Tag ist nicht eine einzige besetzt. Geltende Fachkräftekräftequote und bürokratische Regelungen verhindern neues Personal.

Exakt – Die Story: Betteln, Saufen, Sterben (19.06.2019)
Ihr Leben ist dreckig und gefährlich für die Obdachlosen – am schicken Hauptbahnhof von Leipzig. Drogenabhängige, Alkoholiker und gestrandete Jugendliche schlagen sich dort so durchs Leben.

Frontal 21: Dumpinglöhne beim Discounter. Billiger Einkauf, schlechte Bezahlung (18.06.2019)
Der Wettbewerb der Lebensmittel-Discounter in Deutschland ist mehr als hart: die Preise zu niedrig, das Flächenangebot zu groß und die Ladenöffnungszeiten zu lang. Das Thema Personalkosten steht deshalb in den Billig-Supermärkten ganz oben auf der Agenda.

Plusminus: Wie Krankenkassen mit Ärzteberatung abkassieren (12.06.2019)
Ärzte, die ihre Patienten auf dem Papier kränker machen, als sie sind: Trotz eines neuen Gesetzes kommt das laut einem aktuellen Gutachten vor. Plusminus berichtet, warum Krankenkassen Ärzten zu dem Vorgehen raten und welche Folgen das hat.

Exakt: Handwerker gesucht! (12.06.2019)
Rund 200.000 Handwerksbetriebe stehen in den kommenden Jahren vor einem Generationswechsel. Doch für junge Menschen scheinen sie ihren Reiz verloren zu haben. Was kann man gegen diese Entwicklung tun?

ZDFzoom: Das Drama um die Sozialwohnungen (12.06.2019)
In Deutschland fehlen über eine Million Sozialwohnungen. Menschen mit kleinem Einkommen finden oft keine bezahlbare Bleibe mehr. Das Problem hat längst auch selbst kleinere Städte erreicht.

Panorama 3: Zu wenig Personal an norddeutschen Gerichten (11.06.2019)
Die meisten Gerichte in Norddeutschland arbeiten mit weniger Personal als vorgesehen. Richter müssten zunehmend priorisieren – und Recht bekommen die, die gute Anwälte haben.

makro (3sat): Mythos Fachkräftemangel (07.06.2019)
Gute Auftragslage und wenig Arbeitslose: Kann das ein Problem ergeben? Ja, sagen viele Unternehmen und beklagen seit Jahren einen Fachkräftemangel. Insbesondere bei Ingenieuren, in der Baubranche oder auch im medizinischen Bereich.

ARTE: Aufstand der Zimmermädchen. Ausbeutung in Spaniens Urlaubsparadiesen (07.06.2019)
Der Tourismus in Spanien boomt, doch Spaniens Zimmermädchen gehören nicht zu den Gewinnerinnen. Zunehmend lagern die Hotels ihre Reinigungsdienste an Subunternehmen aus: Hungerlöhne, unbezahlte Überstunden, psychischer Druck und Mobbing – die Arbeitsbedingungen in Spaniens Urlaubsparadiesen sind oftmals extrem prekär. Doch die Zimmermädchen fangen an, sich dagegen zu wehren. 30 Zimmer am Tag, keine Toilettenpausen, teils unter 700 Euro Monatsnetto: Die Arbeit vieler Zimmermädchen ist in Spanien kaum zu ertragen und hat mit den Traumwelten vieler Spanientouristen nichts zu tun. Die wenigsten von ihnen haben eine Ahnung, wie schlecht es den Servicekräften in ihren Hotels eigentlich geht. Myriam Barros kennt die Not der Zimmermädchen dagegen aus erster Hand. Die alleinerziehende Mutter arbeitet als Reinigungskraft in einem Hotel auf Lanzarote, einem vor allem bei deutschen und britischen Pauschaltouristen beliebten Urlaubsparadies. Zusammen mit anderen Zimmermädchen gründete sie 2016 über Facebook „Las Kellys“, die erste Interessenvertretung für Zimmermädchen in Spanien. Die Gruppe leitete das politische Erwachen der schlecht bezahlten Servicekräfte ein und hat in ganz Spanien für Aufmerksamkeit gesorgt. „Las Kellys“ haben mittlerweile Ableger in anderen spanischen Städten gegründet. Von Madrid bis Benidorm haben sie eine Mission: Sie wollen raus aus der Unsichtbarkeit und endlich fair behandelt und fair bezahlt werden. „Re:“ begleitet Myriam Barros und ihre Mitstreiterinnen bei ihrem Kampf für bessere Arbeitsbedingungen.

Plusminus: „Löffelfertige“ Wohnungen – Trend mit Preisaufschlag (05.06.2019)
Viele Vermieter bieten ihre Wohnungen „löffelfertig“ an. Das heißt: komplett ausgestattet und möbliert. Und damit deutlich teuer als vergleichbare Wohnungen. Tricksen sie so die Mietpreisbremse aus.

Plusminus: Leiharbeit in der Pflege (05.06.2019)
Mehr Geld, bessere Arbeitsbedingungen: Für Pflegekräfte kann sich der Wechsel zu Leiharbeitsfirmen lohnen. Das hat Folgen für das Gesundheitssystem und die festangestellten Kollegen.

Frontal 21: Betriebsrenten als Mogelpackung (04.06.2019)
Millionen Betriebsrentner und Bezieher von Direktversicherungen zur Altersvorsorge in Deutschland zahlen doppelt Sozialbeiträge, einige sogar dreifach.

defacto: Missstände in der Akutpsychiatrie am Uniklinikum Frankfurt (03.06.2019)
Nach den Missständen in der Psychiatrie Frankfurt-Höchst berichten Insider jetzt auch über schlimme Zustände auf der Station der Akutpsychiatrie am Universitätsklinikum. Zimmer seien überbelegt, Patienten oft fixiert, die Pfleger chronisch überlastet.

Report Mainz: Warum immer mehr Pflegekräfte in die Leiharbeit wechseln (28.05.2019)
Durch attraktivere Arbeitsbedingungen und bessere Bezahlung zieht es nach REPORT MAINZ Recherchen immer mehr Pflegekräfte in die Leiharbeit. Sie kündigen feste Stellen und wechseln bewusst zu Personaldienstleistern.

mehr/wert: Lohngefälle: Warum auch in Tschechien Pflegekräfte fehlen (23.05.2019)
Der Fachkräftemangel macht sich in Deutschland besonders im Pflegebereich bemerkbar. Wegen der besseren Bezahlung kommen ausgebildete Pflegerinnen auch aus Tschechien. Die Folge: Im Nachbarland fehlt es ebenfalls am Fachpersonal.

Rabiat (ARD): Scheißjob Bulle? (27.05.2019)
Freund und Helfer oder wütige Ordnungskraft – das Bild von Polizisten in Deutschland ist so gespalten wie vielleicht noch nie. „Rabiat“-Reporter Manuel Möglich geht auf Spurensuche in einer Großorganisation im Wandel.

Westpol: Die Kommunen und die Jugendämter (26.05.2019)
Ist der Wohnort ausschlaggebend für eine notwendige Maßnahme durch das Jugendamt zum Wohl der Kinder? Diese Frage muss sich jeder stellen, der sieht, in welchen Nöten so manche Kommunen stecken und wie diese durch ungeplante Maßnahmen des Jugendamtes finanzielle Probleme bekommen könnten. Wir zeigen Beispiele, lassen Wissenschaftler und Jugendamtsmitarbeiter zu Wort kommen und dokumentieren die Situation.

Westpol: Erbschaftssteuer – NRW drohen Verluste in Millionenhöhe (26.05.2019)
Die Erbschaftssteuer – vom Bürger für die Bürger. Seit Mitte 2016 wird sie neu berechnet. In 12 Bundesländern gibt es dafür eine Software, die die zu bezahlende Steuersumme berechnet. In NRW gibt es ebenfalls die Erbschaftssteuer – aber keine Software. Vielleicht wäre diese Geschichte etwas zum Schmunzeln, wenn sie nicht so ärgerlich wäre und möglicherweise Millionen kosten könnte.

Fakt: Steigende Heimkosten (21.05.2019)
Der Eigenanteil bei den Kosten für einen Pflegeheimplatz steigt und steigt. Dabei zahlen Pflegebedürftige auch für Personal, das nur auf dem Papier steht.

Panorama 3: Personalmangel: Hamburger Altenheim muss schließen (21.05.2019)
Zum ersten Mal muss in Hamburg ein Altersheim wegen Personalmangels schließen: Bis Ende Juni müssen alle 53 Senioren aus dem AWO Pflegeheim Hagenbeckstraße ausgezogen sein. Denn die AWO konnte nicht genügend Pflege-Fachkräfte finden. Ein riesiger Schock für die Bewohner, die dort alt werden wollten, denn das AWO-Haus sollte ihr letztes Zuhause werden. „Ich hab gedacht, ich würde hier bleiben. Sonst wär ich ja gar nicht hierher gegangen“, erzählt Bewohnerin Magda Schade. „Ich bin 92. Da nochmal wieder umziehen – das ist nicht gut für mich.“

Panorama 3: Schlechte Bezahlung: Wie die Landkreise Tageseltern ausnutzen (21.05.2019)
Die Anzahl der in einer Tagespflege betreuten Kinder hat deutlich zugenommen, Tagesmütter und -väter werden gebraucht. Doch sie werden ungerecht behandelt und schlecht bezahlt.

Panorama: Mietpreisbremse: Kein Risiko für Vermieter (16.05.2019)
Die Mietpreisbremse scheint ein ein zahnloser Tiger. Denn ein Gesetzesbruch ist für den Vermieter völlig risikofrei. Justizministerin Barley will nun eine erneute Reform.

Exakt: Gehalt vom Staat – Der lange Weg zu echter Arbeit (15.05.2019)
Jahrelang werden sie von Maßnahme zu Maßnahme geschickt, oft ohne Erfolg: Viele Langzeitarbeitslose schaffen es nicht, Arbeit zu finden. Nun schafft der Staat für Milliarden Euro wieder einmal Jobs für Langzeitarbeitslose. Ist das Steuergeldverschwendung oder ein echter Ausweg aus Hartz-IV? „exakt – Die Story“ begleitet drei Menschen, die zum Teil große Hoffnungen in das neue Programm setzen, und fragt bei Kritikern nach.

ZDF: Die dunkle Seite der Zeitarbeit (15.05.2019)
Gesetzlich sei alles gut geregelt, viele Zeitarbeits-Unternehmen würden diese Regeln aber umgehen, klagen Beschäftigte in der Zeitarbeitsbranche. Und es gebe zu wenige Kontrollen, um die schwarzen Schafe zu bestrafen.

SWR: Pflege am Limit – Patienten in Gefahr? (15.05.2019)
Notstand in deutschen Krankenhäusern durch fehlendes Pflegepersonal: Das sind Vorwürfe, die nicht nur Pflegekräfte erheben – sondern auch mehr und mehr Patientinnen, Patienten und ihre Angehörigen. „betrifft“ geht diesen Anschuldigungen nach und begleitet Betroffene auf beiden Seiten: Pflegekräfte auf einer Station im Krankenhaus Bietigheim, die Einblicke in ihren stressigen Arbeitsalltag gewähren und einen Patienten, der wegen eines Pflegefehlers im Krankenhaus gesundheitlich schwer geschädigt wurde. Welche Konsequenzen hat der Pflegemissstand in den Krankenhäusern für die Patienten? Was sind Probleme und was sind Ursachen? Der Film sucht nach konstruktiven Lösungsansätzen und fragt nach, was die aktuellen Vorschläge der Politik bewirken.

Frontal 21: Die neuen „Gastarbeiter“ aus Italien (14.05.2019)
Bereits in den 1950er-Jahren kamen sie nach Deutschland – Zehntausende italienische Arbeitskräfte, die als „Gastarbeiter“ von der Bundesrepublik angeworben wurden. Meist waren es Männer, häufig aus dem Süden Italiens, die wegen hoher Arbeitslosigkeit und Armut in der Region dem eigenen Land den Rücken kehrten. Viele von ihnen wollten nur ein paar Jahre bleiben, Geld verdienen und dann in ihre Heimat zurückkehren. Seit dem Ausbruch der internationalen Wirtschafts- und Finanzkrise im Jahre 2008 suchen viele junge Italiener und Italienerinnen ihr Glück nun wieder in Deutschland. Doch anders als damals sind viele besser vorbereitet, sprechen Deutsch und haben eine akademische Ausbildung. In der Bundesrepublik werden sie Arbeit und vielleicht sogar eine neue Heimat finden. Frontal21 über italienische Auswanderer, die Neapel und Palermo verlassen, um bei uns ein neues Leben zu beginnen.

Rabiat (ARD): Arsch hoch, Deutschland! (13.05.2019)
Jeder Sechste lebt in Deutschland in relativer Armut. Andere haben Angst vorm Abstieg. Trotz Sozialstaat und Vollbeschäftigung. In einem Land, das zu den reichsten Ländern Europas gehört. Selbst dran schuld?

Westpol: Teure Wohnungen – Wie Vermieter die Mietpreisbremse umgehen (12.05.2019)
Wohnen wird in Städten wie Köln, Düsseldorf, Münster oder Bonn oft zum Luxusgut. Viele Wohnungen sind auch für Normalverdiener kaum noch bezahlbar. Vermieter und spezielle Agenturen setzen immer häufiger auf befristete Verträge in kleinen möblierte Apartments. Damit lassen sich Mietpreisbegrenzungen umgehen und Preise von bis zu 30 Euro pro Quadratmeter erzielen. Was tun gegen steigende Mieten und tricksende Vermieter?

Westpol: Kaputte Straßen – Wie Kommunen nur flicken statt sanieren (12.05.2019)
Spurrillen, Bodenwellen, notdürftig aufgefüllte Schlaglöcher: Nach dem Winter bieten viele kommunale Straßen ein trauriges Bild. Der Grund: Städten und Gemeinden fehlt das Geld für eine gründliche Straßensanierung. In den letzten drei Jahren sind die Preise im Straßenbau um 20 Prozent gestiegen. Die Folge: Reparaturen werden verschleppt, mehr als Flickschusterei ist vielerorts nicht drin.

WDR: Arbeitsbedingungen bei Netto (08.05.2019)
Frische, Qualität und ein großes Sortiment zu günstigen Preisen. So wirbt der Discounter Netto. Seit der Übernahme von Plus und einem Großteil der Filialen von Kaiser’s Tengelmann wächst die Kette. Doch wie uns Mitarbeiter und die Gewerkschaft Ver.di berichten, hat der Erfolg der Edeka-Tochter offenbar einen Preis, den vor allem die Mitarbeiter zahlen. Wir haben uns die Arbeitsbedingungen von Netto genauer angeschaut.

ZDF: Der Pflegestillstand. Warum sich in unseren Altenheimen nichts ändert (09.05.2019)
Seit Jahren werden in deutschen Pflegeheimen die Zustände beklagt. Jede Regierung verspricht Besserung und pumpt immer mehr Geld in die Pflege. Warum ändert sich nichts für die Bewohner? Die Autorin Valerie Henschel stößt auf ein System, das seit Jahren nicht öffentlich über Milliardenbudgets und die Bedingungen in den Heimen entscheidet: die Selbstverwaltung der Pflege. Zurzeit entscheidet dieses Gremium über ein neues Qualitätsprüfsystem. Die Qualität der Heime ist immer wieder in der Kritik. Seit Jahren gibt es Berichte, wie in den Heimen auf Kosten der Bewohner gespart wird. Gleichzeitig schreiben 90 Prozent der deutschen Pflegeheime schwarzen Zahlen, so der „Pflegeheim Rating Report“, der in der Branche viel beachtet wird. Daher soll jetzt ein neues Qualitätsprüfsystem für Pflegeheime eingeführt werden. Das Brisante daran: Die Verbände der Heimbetreiber entscheiden maßgeblich mit, wie sie kontrolliert werden sollen. Die Pflegebedürftigen und Angehörigen, um die es in der Pflege geht, haben hingegen kein Entscheidungsrecht. „Im Vergleich zur Pflegeselbstverwaltung in der Bundesrepublik Deutschland ist der Vatikan äußerst transparent“, kritisiert Karl-Josef Laumann, Gesundheitsminister von Nordrhein-Westfalen, deren Arbeitsweise, im Interview mit „ZDFzoom“. Betroffenenverbände wie der Sozialverband VdK Deutschland versuchen seit Jahren, mehr Offenheit und Transparenz in die Pflegeselbstverwaltung zu bringen und die Mitwirkungsrechte der Patientenseite zu stärken. Doch in den Verhandlungen zum neuen Qualitätsprüfsystem für Altenheime, das gerade von der Pflegeselbstverwaltung erarbeitet wird, haben die Patientenvertreter kein Stimmrecht. Über die neue Transparenz in der Pflege wird im Geheimen entschieden. Es gibt sogar Verschwiegenheitserklärungen, die von den Akteuren der Selbstverwaltung unterschrieben wurden. „Derzeit ist es so, dass in unserem Pflegesystem sehr viel Geld verdient wird. Und das geht nur, solange es so intransparent bleibt“, sagt Dr. med. Wolfgang Wodarg von Transparency International Deutschland. Bei einem Undercover-Einsatz in einem Pflegeheim in Süddeutschland werden die Probleme gleich am ersten Tag sichtbar: Das Essen ist unappetitlich. Teilweise werden Portionen halbiert und reichen nicht aus. Kotbeschmierte Waschlappen werden mehrmals benutzt. Hygienevorschriften werden nicht eingehalten, und alte Menschen sind stundenlang sich selbst überlassen. Teilweise können sie nicht mal den Klingelnotknopf erreichen und um Hilfe rufen, weil er offensichtlich nach oben gehängt wurde. „Ich kenne zu viele Heime, die so eklatante Mängel aufweisen. Wenn wir die alle schließen wollen, weiß ich nicht, wo die Menschen alle hinsollen“, berichtet ein leitender Angestellter der Heimaufsicht.

ZDF: Wo die Rente noch reicht! Lebensabend am Balaton (05.05.2019)
Ein Platz im Heim ist teuer. Selbst Senioren mit gutem Einkommen geraten im Alter in finanzielle Nöte. So mancher Rentner kann auch nach 40 Arbeitsjahren kein deutsches Pflegeheim bezahlen. Wenn Senioren ihre letzten Lebensjahre im Ausland verbringen, hat das wenig mit Abenteuerlust zu tun – eher mit der Sorge, als Pflegefall in Armut zu geraten. Gut 1830 Euro muss jeder Heimbewohner schon jetzt zuzahlen – für viele bleibt oft nur der Gang zum Sozialamt. Ludwig H. war fast 60 Jahre verheiratet. Als seine Frau krank wurde, zogen beide in ein Heim. Das Doppelzimmer mit Rundum-Pflege für seine Frau kostete rund 5000 Euro im Monat und damit seine gesamte Rente. Selbst mit Pflegegeld reichte es nicht, die Heimkosten zu bezahlen. Jeden Monat zusätzlich gut 800 Euro vom Sparkonto – nach zwei Jahren war die eiserne Reserve aufgebraucht – Ludwig musste zum Sozialamt. Am Ende eines arbeitsreichen Lebens blieben ihm gut 100 Euro Taschengeld pro Monat. So viel gewährt die Behörde für die Dinge des täglichen Bedarfs. Als seine Frau starb, zog Ludwig nach Ungarn. Rund 1700 Euro im Monat kostet ein Einzelzimmer in der Seniorenresidenz Életfa, alle Pflegeleistungen inklusive. 28 Fachkräfte sorgen für 50 Bewohner: Krankenschwestern, Therapeuten, Pfleger. Essen, Wäsche, Reinigung, sogar der monatliche Friseurbesuch ist inklusive. Und einmal die Woche kommt ein Arzt vorbei, der Deutsch spricht. Ludwig H. hat jetzt Geld von seiner Rente übrig, kann sich wieder was leisten. Ein Glas Wein zum Essen, einen Restaurantbesuch. Im sächsischen Auerbach dagegen bangt Heidrun B. vor der nächsten Erhöhung der Heimkosten. Seit sechs Jahren lebt ihre demente Mutter Christa im Pflegeheim. Fünf Kinder hat sie groß gezogen und immer gearbeitet. Mit 14 eine Lehre zur Näherin, später dann Hausmeisterin. Noch kann sie mit ihrer Rente die Heimkosten stemmen – doch Tochter Heidrun fürchtet, dass es viel teurer wird. Vor zwei Jahren waren es 270 Euro mehr. Die meisten der Heimbewohner in Auerbach können ihren Eigenanteil nicht mehr selbst bezahlen – sind mittlerweile auf Sozialhilfe angewiesen. Und das nach einem langen Arbeitsleben. Wenn aber das Ersparte aufgebraucht ist und die Kinder nun für die Eltern aufkommen sollen, ist „Auswandern“ für so manchen Senior ein Ausweg aus der Armut im Alter. Doch die Übersiedelung in ein osteuropäisches Pflegeheim ist für viele eine schwere Entscheidung. Auf die alten Tage Hunderte Kilometer fern der Heimat, nichts Vertrautes mehr, eine fremde Sprache. Kinder, Freunde und Bekannte weit weg.

BR: Fachkräfte dringend gesucht (24.04.2019)
Der deutsche Wirtschaftsboom bekommt Kratzer. Nicht nur Handelskriege dämpfen die Erwartungen der Unternehmen. Besonders im Süden der Republik kämpfen Firmen gegen den Fachkräftemangel. Handwerksbetriebe müssen Aufträge ablehnen, weil Personal fehlt. Allein in Bayern betrug 2018 der volkswirtschaftliche Schaden rund 20 Milliarden Euro. Warum machen immer weniger Junge eine Lehre im Handwerk? Welche Unterstützung brauchen Unternehmer? Und: was bringt das geplante Fachkräfteeinwanderungsgesetz?

ZDF: Trotz Arbeit keine Wohnung. Wenn Mieten unbezahlbar werden (30.04.2019)
Stephan M. arbeitet in München 40 Stunden pro Woche. Trotzdem findet der Sanitär- und Heizungsinstallateur keine Wohnung. Denn in Deutschland gibt es zu wenige bezahlbare Wohnungen. Nach Schätzungen der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe hat sich zwischen 2009 und 2017 die Zahl der Menschen verdoppelt, die trotz Arbeit keine Wohnung finden. Sie leben bei Freunden zur Untermiete oder in Gemeinschaftsunterkünften.

Exakt: Restaurants und Hotels brauchen ausländische Arbeitskräfte (24.04.2019)
In der Gastronomie waren 2008 noch 28,8 Prozent der Beschäftigten Ausländer, heute sind es über 56 Prozent. Ein Meininger Wurstwarenbetrieb holt seine Lehrlinge sogar aus Vietnam, weil es keine deutschen Bewerber gibt.

Exakt: Slowakische Bettler in Dresden (24.04.2019)
Die Hoffnung auf ein besseres Leben führt viele Roma-Familien aus der Slowakei nach Deutschland. Doch hier angekommen landen einige auf der Straße. Dann wird das Betteln um Almosen zum alltäglichen Job.

Panorama 3: Zu wenig Plätze in der Kurzzeitpflege (16.04.2019)
Eigentlich haben pflegende Angehörige Anspruch auf Urlaub. Doch es gibt viel zu wenig Kurzzeitpflege-Einrichtungen, die sich in dieser Zeit um die Patienten kümmern könnten.

ZDF: Bezahlbares Zuhause. Rezepte gegen Wohnungsnot (11.04.2019)
In den deutschen Städten steigen die Mieten dramatisch. Fast zwei Millionen günstige Wohnungen fehlen. „plan b“ begleitet Architekten und Aktivisten, die bezahlbaren Wohnraum schaffen.

ZDF: Weniger Arbeit – gleicher Lohn. Ideen für die Jobs der Zukunft (04.04.2019)
Weniger arbeiten und trotzdem das Gleiche verdienen? Das ist der Traum vieler Menschen, die 38 oder mehr Stunden wöchentlich zur Arbeit gehen. Aber können Unternehmen rentabel wirtschaften und trotzdem auf den Wunsch der Mitarbeiter nach mehr freier Zeit bei gleichem Lohn eingehen? „plan b“ zeigt Unternehmen in Schweden und Deutschland, die erfolgreich neue Arbeitszeitmodelle ausprobieren.

ZDF: Frauenhäuser in Not (04.04.2019)
Eine von Gewalt betroffene Frau findet keinen Platz im Frauenhaus – Alltag in Deutschland. Die meisten Häuser sind hoffnungslos überfüllt, es fehlt an allem: Platz, Geld und Personal.

WDR: Überleben ohne Krankenversicherung? (01.04.2019)
Lorenz Eberhardt aus Solingen steht vor den Trümmern seines einst sehr erfolgreichen Lebens: Sein Haus hat er verloren, seine Gesundheit steht auf dem Spiel. Er ist schwer herzkrank, kann sich aber eine normale ärztliche Behandlung nicht leisten, weil er nicht mehr krankenversichert ist – seit 11 Jahren schon. Wie ihn gibt es Hunderttausende in Deutschland die trotz gesetzlicher Pflicht ohne Versicherungsschutz leben. Durchs Raster unseres Versicherungssystems gefallen, heißt es. Immer häufiger sind das Menschen aus der Mitte unserer Gesellschaft.

ARD: Milliardengeschäft Inkasso (01.04.2019)
Rund fünf Milliarden Euro setzt die Inkasso-Industrie in Deutschland jährlich um, Tendenz steigend. Schon heute sind knapp sieben Millionen Deutsche überschuldet: jeder zehnte Erwachsene.

defacto: Gegen knurrende Mägen – Wie Senioren ehrenamtlich Schülern ein Frühstück ermöglichen (01.04.2019)
Jeder vierte Grundschüler kommt ohne Essen in die Schule. Aber mit Hunger kann sich niemand konzentrieren. Aus diesem Grund hat sich der Verein „Brotzeit“ gegründet. Hier engagieren sich mehrmals pro Woche ehrenamtlich Senioren. Ab fünf Uhr sind sie auf den Beinen, damit die Kinder vor dem Unterricht kostenlos ein gesundes Frühstück bekommen. Jeden Morgen erhalten so 7.100 Kinder ein Frühstück. Für die Schulen kostet es nichts, sie stellen nur die Räumlichkeiten zur Verfügung.

Panorama 3: Personalmangel: Sicherheit in Gefängnissen gefährdet? (26.03.2019)
Stress und unnötige Gefahrensituationen – der Personalmangel in norddeutschen Justizvollzugsanstalten führt zu Problemen für Mitarbeiter und Häftlinge.

NDR: Helden der Nacht – Eine Schicht in der Pflege (25.03.2019)
Sie wachen und helfen, wenn alle anderen schlafen: Pflegekräfte. Im Krankenhaus oder im privaten Umfeld sorgen sie, neben Ärzten, dafür, dass die Menschen auch abends und nachts betreut und versorgt sind.

NDR: Urlaub von der Straße. Die Obdachlosenreise (22.03.2019)
Gewalt, Drogen, Kälte und Konkurrenz um die täglichen Dinge des Lebens: Für die beiden Obdachlosen Werner und Jacky ist jeder Tag ein zermürbender Überlebenskampf. Urlaub von diesem harten Alltag? Das ist für Menschen wie sie undenkbar. Deswegen bietet die Diakonie in Hamburg eine Ferienreise für Obdachlose an.

SWR: Präziser als jedes Skalpell? Wem die neuen OP-Roboter nutzen (20.03.2019)
Trotz aller Innovation: Auch die neueste Generation der OP-Roboter operiert noch nicht selbständig. Die Geräte werden immer noch von menschlichen Chirurgen gesteuert, die an einer Konsole neben dem OP-Tisch stehen. Die Ärzte sprechen daher statt von Roboter-OPs lieber von „roboter-unterstütztem Operieren“. Der Film untersucht, wie sicher die neuen Operationsroboter sind, bei welchen Eingriffen sie eingesetzt werden und welche Vorteile Patienten davon haben. Gedreht wurde unter anderem an der Uniklinik Heidelberg gedreht, die in Deutschland als Zentrum roboterunterstützten Operierens gilt.

Frontal 21: Abgeschoben mit Hartz IV. Wohnen auf dem Campingplatz (19.03.2019)
Es ist ein hartes Leben im Winter: ohne fließend Wasser, zur Toilette muss der Campingplatz überquert werden, eine richtige Heizung gibt es nicht. Ein täglicher Kampf, dem besonders alte und kranke Menschen nicht mehr gewachsen sind. Doch die Behörden tolerieren diese Lebensbedingungen – die letzte Station vor der Obdachlosigkeit. Im rheinland-pfälzischen Westerburg etwa lässt es das Jobcenter zu, dass die Hartz IV-Bezieher auf einem Campingplatz leben müssen. Frontal21 über Menschen, die am Rande der Gesellschaft leben, mit einer kleinen Rente oder Grundsicherung auskommen müssen und um die sich niemand kümmern will.

Panorama 3: Pflege: Übles Spiel mit Auszubildenden (19.03.2019)
Aufgrund von Personalmangel werden Pflegeschüler häufig bereits als vollwertige Pflegekräfte eingesetzt. Darunter leiden die Schüler – und deren fachliche Ausbildung.

Panorama 3: Lkw-Fahrer: Probleme mit zu viel Alkohol (19.03.2019)
Alkoholkontrollen ergeben: Fast jeder siebte pausierende Lkw-Fahrer trinkt, teilweise auch, wenn die nächste Tour bald bevorsteht. Ein Grund dafür sind die widrigen Lebensumstände, die der Beruf mit sich bringt.

ZDF: Plattgemacht. Wenn ein Stadtteil verschwindet (19.03.2019)
Suhl-Nord, einst modernes Plattenbauviertel in Thüringen, heute geprägt von Abwanderung und Überalterung. Der Leerstand breitet sich wie ein Virus aus. Das Wohngebiet wird abgerissen.

defacto: Zahnarzthelferinnen – Kampf um qualifizierten Nachwuchs (18.03.2019)
Zunehmend mehr Zahnärzte finden keine Auszubildenden für den Beruf der zahnmedizinischen Fachkraft mehr. Das Image des Berufes ist bescheiden. Die Schulbildung der Bewerberinnen allerdings auch, beklagen die Zahnärzte. Verlässlichkeit und Loyalität gegenüber dem Arbeitgeber sind keine verbindlichen Tugenden mehr. Ausbildungsabbrüche und gekündigte Arbeitsverhältnisse, am Ende geht das zu Lasten der Patienten. Denn ohne eine Hilfe am Behandlungsstuhl geht gar nichts.

defacto: Als Quereinsteiger in die Schule – Neue Lehrer braucht das Land (18.03.2019)
Auch die Lage auf dem Lehrermarkt ist dramatisch. Deutschlandweit fehlen laut Lehrerverband 40.000 Lehrkräfte. In ihrer Not greifen Schulen jetzt auf Lehrer aus anderen Berufen zurück. Die Quereinstiegsmaßnahme „QUEM“ des hessischen Kultusministeriums macht es möglich. Die neuen Lehrer werden berufsbegleitend pädagogisch weiterqualifiziert. Funktioniert das Konzept? „defacto“ hat zwei Quereinsteiger in ihrem neuen Arbeitsalltag begleitet.

Westpol: Jugendliche im Stich gelassen (17.03.2019)
Mit der Berufseinstiegsbegleitung sollen die Ausbildungschancen förderungsbedürftiger junger Menschen verbessert werden. Dieses Programm wurde sowohl von der Bundesagentur für Arbeit als auch vom Bund mit EU-Geldern zu gleichen Teilen unterstützt. Im Sommer läuft die Finanzierung des Bundes aus und damit ist das Projekt gefährdet, da sich das Land noch nicht zu einer Übernahme der fehlenden Kosten entschlossen hat. Wir schildern an einem Beispiel, um was es genau geht und ob dieses Projekt in den letzten Jahren das Förderungsziel erreicht hat.

NDR: AWO und Diakonie warnen vor Pflegekollaps (17.03.2019)
70 Prozent der ambulanten Pflegedienste ihrer Verbände sind laut Diakonie und AWO nicht überlebensfähig. Die Kassen verweigerten ihnen eine angemessene Bezahlung.

Frontal 21: Beschäftigungsduldung für Geflüchtete. Abschiebung durch die Hintertür? (12.03.2019)
Wer in Deutschland kein Asyl bekommt, aber arbeitet und gut integriert ist, soll eine Bleibeperspektive bekommen, so das Versprechen der Großen Koalition.Nach dem Gesetzentwurf der Bundesregierung, der ab dem 01. Januar 2020 umgesetzt werden soll, können abgelehnte Asylbewerber eine Beschäftigungsduldung für 30 Monate erhalten. Das gilt, wenn sie seit mindestens 18 Monaten sozialabgabenpflichtig Vollzeit arbeiten, straffrei sind, ihre Identität geklärt ist, gute Deutschkenntnisse besitzen – und seit mindestens zwölf Monaten geduldet sind. Doch darin sehen Arbeitgeber und Experten den größten Haken. Denn wer sich im Duldungsstatus befindet, darf oft gar nicht arbeiten und kann jederzeit abgeschoben werden. Das sei gewollt und der eigentliche Sinn hinter dem Gesetz, behauptet der Ökonom Professor Herbert Brücker vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung.

BR: Die Chancen-Schneiderin. Lebenslinien – Sina Trinkwalder, Sozialunternehmerin aus Augsburg (11.03.2019)
Sina Trinkwalder gibt in ihrer ökosozialen Textilfirma den Menschen eine Chance, die auf dem klassischen Arbeitsmarkt keinen Fuß fassen können. Dazu gehören Menschen aus 25 Nationen, Behinderte, Ältere und Alleinerziehende. Nach einem Zusammenbruch realisiert sie, dass sie nicht nur auf andere, sondern auch auf sich achten muss.

Westpol: Die Not der Angehörigen (10.03.2019)
Seit etwas mehr als einem halben Jahr gilt für stationäre Pflegeheime die so genannte Einzelzimmerquote. Das hat Vorteile für die Heimbewohner. Für die, die einen Platz suchen, wird es allerdings immer schwieriger, etwas zu finden. NRWs Pflegeheime sind voll, die Wartelisten lang, vor allem in den Großstädten.

ZDF: Reicht die Rente? Was vom Arbeitsleben übrig bleibt (08.03.2019)
Seinen Job macht er mit Leidenschaft: Günter D. steht jeden Morgen um 4:00 Uhr in der Backstube. Er arbeitet hart – als Rentner wird ihm trotzdem nur wenig Geld bleiben. Jedem fünften Deutschen droht im Alter Armut. Gerade diejenigen, die in niedrig bezahlten Bereichen arbeiten, werden das Nachsehen haben. Ob Krankenpfleger oder Friseure, ob Reinigungskräfte oder eben: Bäckergesellen. Als sich Bäcker Günther D. für seinen Beruf entschied, war die Rente noch weit weg. Doch je näher der Zeitpunkt rückt, desto deutlicher wird: Am Ende seines Berufslebens bleiben Günther D. etwas mehr als 1100 Euro Rente. Davon wird er seine jetzige Wohnung nur schwer bezahlen können: „Ich komm‘ jetzt gut klar, mit dem Geld, was ich verdiene, kann mir das leisten, was ich möchte. Nur wenn ich in Rente gehe, dann fehlt mir einiges, und dann kann ich den Lebensstandard nicht halten, das geht nicht“, sagt der 62-Jährige. Auch Mandy L. droht im Alter Armut: Die Ergotherapeutin aus Dresden ist alleinerziehend, privat vorsorgen kann sie mit ihrem Einkommen kaum. Gerade einmal 955 Euro gesetzliche Rente prognostiziert ihr die Deutsche Rentenversicherung aktuell – wie viel das in 30 Jahren, wenn Mandy L. in Rente geht, noch wert sein wird, lässt sich heute schwer beziffern. Bis 2025 soll das Rentenniveau stabil bleiben – darauf hat sich die Politik verständigt. Und danach? „Ich persönlich glaube nicht an das Rentensystem, ich glaube nicht daran, dass ich irgendwann eine Rente beziehen werde, mit der ich auch gut leben kann“, sagt Steffi Burkhart, Buchautorin und selbst ernanntes Sprachrohr der „Generation Y“ – also derjenigen, die heute 20 bis 35 Jahre alt sind und mit Sorge in ihre Zukunft schauen. Die selbstständige Floristin Kristina H. wird kaum etwas aus der gesetzlichen Rente bekommen, deshalb sorgt sie privat für ihr Alter vor und setzt dabei vor allem auf ihr Blumengeschäft, das sie später einmal verpachten möchte. Aber wird das im ländlichen Hückelhoven wirklich eine Zukunft haben? „Das ist schon ein komisches Gefühl“, sagt H. „Ich nehme das mit, und ich schlaf‘ auch nachts schlecht, weil das einen einfach beschäftigt.“ Die „ZDF.reportage“ begleitet drei zukünftige Rentner durch ihren stressigen Berufsalltag: Wie groß ist ihre Angst vor dem Alter? Was können sie heute schon für später zurücklegen? Und was gönnen sie sich heute, auf das sie in Zukunft wohl verzichten müssen?

Plusminus: Warum sich Leiharbeit für viele Beschäftigte lohnt (06.03.2019)
Jahrzehntelang hatte Zeit- oder Leiharbeit einen schlechten Ruf. Aber: In Mangelberufen verdienen Leiharbeiter mittlerweile oftmals mehr als Festangestellte. „Plusminus“ zeigt den Wandel auf dem Arbeitsmarkt.

Frontal 21: Im Stich gelassen: Zu wenig Geld für häusliche Pflege (19.02.2019)
Fachkräfte in der ambulanten Pflege werden deutlich schlechter als ihre Kollegen in Krankenhäusern oder Pflegeheimen bezahlt. Durchschnittlich verdienen sie 917 Euro brutto weniger. Das hat Folgen: Immer mehr Pflegedienste klagen, dass sie keine neuen Pflegekräfte finden oder dass langjährige Mitarbeiter in besser bezahlte Jobs abwandern. Zudem wird es immer schwieriger, einen Pflegedienst zu finden. Nach einem Bericht des Deutschen Instituts für angewandte Pflegeforschung müssen mehr als 40 Prozent der Anfragen an ambulante Dienste abgelehnt werden. Besonders betroffen ist die Intensivpflege. Hier geht es in der Regel um Patienten, die rund um die Uhr zu Hause betreut werden müssen. Die Kosten für eine solche Pflege können 20 000 Euro im Monat schnell übersteigen, denn in der Regel sind fünf bis sechs Pflegestellen notwendig, um eine 24-Stunden-Betreuung zu gewährleisten. Die Pflegedienste klagen darüber, dass die Krankenkassen zu schlecht bezahlen. Seit Anfang des Jahres 2019 soll eine Gesetzesänderung die Situation für die Betroffenen verbessern.

Panorama: Angewiesen auf Ausländer: Wohlstand dank Zuwanderung (14.02.2019)
Die deutsche Wirtschaft braucht ausländische Arbeitskräfte, ganze Branchen sind mittlerweile darauf angewiesen. Jobs, die viele Deutsche nicht mehr machen wollen.

Frontal 21: Miese Löhne, arm im Alter (12.02.2019)
Die SPD will den Sozialstaat reformieren und damit die Agenda 2010 sowie die Hartz-Gesetze hinter sich lassen. Im Gegensatz zum heutigen System soll es weniger Sanktionen und Druck geben. Ein zentrales Element der Reform ist die Grundrente.

NDR: Schule am Limit (11.02.2019)
Der Schulerfolg hängt immer noch stark vom Elternhaus ab. Die Schüler einer „Brennpunktschule“ in Hannover geben der Debatte um Bildung und Chancengleichheit ein Gesicht.

ARTE: Weg von der Straße. Wie Finnland Obdachlosigkeit bekämpft (05.02.2019)
Katja hat ihre Obdachlosigkeit besiegt. Jahrelang hat die 42-jährige Finnin auf den Straßen Helsinkis gelebt und war heroinabhängig. Jetzt hat sie ein Zuhause gefunden und ein neues Leben begonnen. Ihre Rettung: ein Projekt, das hilft, ohne Bedingungen zu stellen. Finnland ist das Vorzeigeland in Europa, wenn es darum geht, Leute von der Straße zu holen. Die Strategie: „Housing First“. Die Menschen sollen zuerst in einer eigenen Wohnung leben – ganz egal, ob sie drogensüchtig oder arbeitslos sind. Dann können sie sich allen weiteren Problemen widmen. Die Idee dahinter: Mit einem dauerhaften Dach über dem Kopf lässt sich wieder zurück ins Leben finden. Finnland hat es so geschafft, die Anzahl der Langzeitwohnungslosen innerhalb von acht Jahren um 35 Prozent zu reduzieren. Für ehemalige Obdachlose wie Katja hatte die Wohnung eine enorme Bedeutung. Sie gewann einen Rückzugsort, Privatsphäre. Und gleichzeitig Anerkennung: „Anderswo war ich eine Drogenabhängige und Diebin. Aber hier wurde ich akzeptiert wie ich war. Ich brauchte mich nicht zu schämen für das, was ich war.“ Unterstützung bekommen die ehemaligen Obdachlosen von Sozialarbeitern wie Elina Liikanen. Wie klappt der Weg zurück von der Straße ins Leben?

Weltspiegel (ARD): Bedingungsloses Grundeinkommen (03.02.2019)
Finnland, Kenia, Deutschland: Überall auf der Welt wird experimentiert. Mal sind es knapp 560 Euro im Monat, mal ein US-Dollar am Tag, mal 1000 Dollar für das Jahr. Mal bekommen nur Bedürftige das Geld, mal nur Arbeitslose und manchmal unterschiedslos alle Haushalte eines Dorfes. Das Experiment heißt „bedingungsloses Grundeinkommen“. Dahinter steht die Suche nach mehr Gerechtigkeit, nach Ansporn statt Strafe, nach Teilhabe statt Ausschluss. Die ARD-KorrespondentInnen Linda Staude (zu Kenia) und Christian Stichler (zu Finnland) sprechen über ein heiß diskutiertes gesellschaftspolitisches Thema. Und auch der Gründer der Berliner Initiative „Mein Grundeinkommen“ Michael Bohmeyer zieht Bilanz.

ZDF: Trubel im Altenheim (31.01.2019)
Senioren und Kinder: Die Ältesten und die Jüngsten unserer Gesellschaft haben kaum noch Berührungspunkte. „plan b“ zeigt, wo ein generationsübergreifendes Miteinander neu gedacht wird.

Kontraste: Übergriffe durch psychisch Kranke: Warum Behörden und Kommunen überfordert sind (31.01.2019)
Es ist nur eine Minderheit der psychisch Kranken, die aber ihrem Umfeld das Leben zur Hölle machen kann: Hochaggressive Psychotiker, die immer wieder pöbeln, drohen und sogar Gewalttaten verüben. Kontraste schildert, wie hilflos die Opfer – oft Angehörige oder Nachbarn – aber auch Polizei und Behörden sind. Erst wenn die Situation eskaliert, greift das deutsche Strafrecht – und die Unterbringung in einer forensischen Psychiatrie folgt. Präventionsangebote im Vorfeld aber gibt es kaum. In einer auf Kosteneffizienz getrimmten Psychiatrie werden selbst schwere Fälle nur unzureichend behandelt.

BR: Volksdroge Alkohol: Warum dürfen wir uns zu Tode trinken? (30.01.2019)
Über 70.000 Menschen sterben in Deutschland jährlich an Krankheiten, die maßgeblich durch Alkoholkonsum verursacht werden. Den Steuereinnahmen von etwa 3,1 Milliarden Euro durch den Verkauf von Alkohol stehen etwa 40 Milliarden Euro Kosten für die Allgemeinheit gegenüber, die sich durch die Behandlung von alkoholbedingten Krankheiten jährlich summieren. Durch Steuererhöhungen, Einschränkungen der Verfügbarkeit oder ein Werbeverbot könnte der Staat gegenlenken. Doch in Deutschland hält sich der Staat bei der Reglementierung der Alkoholindustrie eher zurück. Warum?

ZDFzoom: Hauptsache billig? – Das System Discounter (30.01.2019)
Wenig Personal, viele Überstunden, Arbeit am Limit – mit fatalen Folgen. Mitarbeiter von Discountern klagen über Gesundheitsprobleme und Dauerstress am Arbeitsplatz.

Plusminus: Neue Pflegegesetze – In der Praxis ohne Wirkung? (30.01.2019)
Seit Jahren hat sich die Situation in der Pflege immer mehr zugespitzt. Neue Gesetze mit Kosten von mehreren Milliarden Euro sollen Verbesserungen bringen. Doch in der Praxis hat sich die Lage eher verschärft, da weiter Personal fehlt.

3sat: Rente – Alt gegen jung (25.01.2019)
Rentner, die Flaschen sammeln und um billige Lebensmittel anstehen: Mit dem neuen Rentenpaket will die Bundesregierung Altersarmut entgegenwirken. Geht am Ende die teure Reform zu Lasten der Jungen?

Panorama: Miete frisst immer mehr vom Einkommen (24.01.2019)
Durchschnittsverdiener können sich eine Neubauwohnung kaum noch leisten. Schuld daran sind auch die hohen Baukosten in Deutschland. Doch die Regierung schiebt das Problem auf.

Panorama: Kein Schutz: wie Deutschland verprügelte Frauen im Stich lässt (24.01.2019)
Die Frauenhäuser in Deutschland sind voll. Die Folge: Tausende schutzsuchende Frauen bekommen keinen Platz, welcher lebensrettend sein kann. Die finanziellen Mittel vom Staat fehlen.

Report Mainz: Luxusmieten für fragwürdige Billighotels (23.01.2019)
Weil Wohnraum knapp ist, müssen deutsche Städte für immer mehr Menschen Unterkünfte bereitstellen. Sie greifen dafür auch auf marode Hotels zurück.

ZDF: Krank und keiner zahlt. Der Streit mit den Berufsgenossenschaften (23.01.2019)
In Deutschland werden jährlich Tausende Menschen nicht entschädigt, obwohl ihre Arbeit sie krank gemacht hat. Unternehmen sparen so Hunderte Millionen Euro, auf Kosten der Steuerzahler.

Panorama 3: Zu wenig Berufsschulen: Azubis und Betriebe in Not (22.01.2019)
„Da kann ich verstehen, dass die Leute wegziehen“, sagt Azubi Arnold Baron. Er muss jeden Tag zwei Stunden zur Berufsschule pendeln, da es immer weniger Berufsschulen gibt.

ARD: Das Märchen von der Inklusion. Eine Bilanz nach 10 Jahren (21.01.2019)
Der Radio-Bremen-Film für „Die Story im Ersten“ wirft einen Blick auf die Inklusion in der Schule, im Arbeitsleben und im Alltag. Menschen mit Behinderung, Eltern, Lehrer, Arbeitgeber und Politiker zeichnen das Bild einer zerrissenen Republik. Ist die inklusive Gesellschaft ein unerreichbares Ideal? Oder braucht sie einfach noch mehr Zeit? Zehn Jahre Inklusion: eine ernüchternde Bestandsaufnahme. Ein Märchen – bislang ohne Happy End.

SWR: Die Kümmerer vom Schwarzwald – Im Dauereinsatz für ältere Menschen (16.01.2019)
Einsamkeit, Altersarmut, mangelnde Heimplätze, überlastete Angehörige: Die Sozialarbeiter Wendelin Schuler und Gabriele Zeisberg-Viroli sind die „Kümmerer vom Schwarzwald“. „Viele alte Menschen hier oben im Hochschwarzwald wünschen sich kein schnuckeliges Zimmer im Pflegeheim“, sagt Wendelin Schuler von der Caritas-Beratungsstelle für ältere Menschen. „Die sind auf ihren abgelegenen Höfen aufgewachsen und wollen dort bleiben – für immer.“ Die Sozialarbeiter Wendelin Schuler und Gabriele Zeisberg-Viroli sind die „Kümmerer vom Schwarzwald“. Sie helfen älteren Menschen, möglichst lange ein selbstbestimmtes Leben zu führen.

Plusminus: Steuern auf Rente: Bundesverfassungsgericht ignoriert? (16.01.2019)
Immer öfter werden für Teile der Rente aus bereits versteuerten Beiträgen nochmals Steuern verlangt. Diese Doppelbesteuerung ist verfassungswidrig. Doch Finanzgerichte ignorieren teilweise die Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts.

Plusminus: Das Seniorendorf in Kirkel (09.01.2019)
Das Seniorendorf KirkelIn einem Seniorendorf im saarländischen Kirkel können sowohl fitte Rentner als auch pflegebedürftige ältere Menschen leben – jeder nach seinen individuellen Vorstellungen. „Plusminus“ hat sich dieses Zukunftsmodell näher angeschaut

Plusminus: Besser bauen – die Renaissance der Genossenschaften (09.01.2019)
Baugenossenschaften sind immer noch topaktuell. Wo neue Siedlungen gebaut werden, können sich die gemeinnützigen Bauträger kaum vor Anfragen retten. Denn sie nutzen die Einlagen ihrer Mitglieder nur, um preisgünstig zu bauen.

SRF: Sozialhilfe unter Druck – Wie viel darf man haben? (10.01.2019)
Für die Ärmsten im Land wurde sie einst gegründet, die Sozialhilfe. Heute steht sie unter Beschuss. Treibende Kraft ist die SVP. Sie will die Leistungen in der Sozialhilfe kürzen. Was steckt dahinter und was heisst das für die Betroffenen? Ein Film von Barbara Frauchiger und Kathrin Winzenried Karin de Roche ist 44 Jahre alt, alleinerziehende Mutter von vier Kindern und Sozialhilfebezügerin. Nie hätte sie gedacht, dass es sie treffen würde, sagt sie. «Es kann sehr schnell gehen. Und Menschen wie wir, wie meine Familie, verschwinden einfach.» Karin de Roche lebt auf dem sozialen Existenzminimum. Sie hat kein Vermögen, ist steuerbefreit und bekommt Krankenkasse und Miete bezahlt. Die Alimente für die Kinder verwaltet ihre Wohngemeinde. Im Gegenzug erhält sie den sogenannten Grundbedarf fürs tägliche Leben. Für eine fünfköpfige Familie bedeutet das 2380 Franken pro Monat. «Es reicht gerade zum Essen. Und das auch nur mit Verzicht. Ferien liegen keine drin», sagt Karin de Roche. Eine Arbeitsgruppe der SVP will diesen Betrag um 30 Prozent kürzen. Eine Einzelperson mit heute 986 Franken Grundbedarf soll künftig nur noch 690 Franken erhalten. Nur wer sich anstrengt, bekommt wieder mehr. Der Dokfilm geht dieser Idee auf den Grund und will wissen, was es heisst, mit so wenig Geld zu leben und welche Motivation dahintersteckt, den Sozialhilfebezügern die Lebensgrundlage einzuschränken. Therese Schläpfer, Gemeindepräsidentin von Hagenbuch im Kanton Zürich ist Teil der SVP-Arbeitsgruppe, die eine Beschränkung der Sozialhilfe anstrebt und radikale Pläne befürwortet. «Es hat zu viele Leute in der Sozialhilfe, die es sich darin bequem machen», sagt sie. «Ein gekürzter Grundbedarf würde den Reiz erhöhen, wieder arbeiten zu gehen.» Ein entsprechender Kürzungsvorstoss wurde im Kanton Baselland eingereicht und vom Parlament knapp gutgeheissen. Weitere Kantone könnten folgen. Bern hat als erster Kanton den Grundbedarf bereits um acht Prozent gesenkt. «Bei den sozial Schwächsten wird im Moment einfach gekürzt, ohne dass man hinschaut», sagt Felix Wolffers, Co-Präsident der Schweizerischen Konferenz für Sozialhilfe (SKOS) und Chef des Sozialamts Bern. Er wehrt sich gegen die Kürzungspläne und verweist auf das Sanktionssystem in der Sozialhilfe: Wer nicht kooperiert, muss schon heute mit Leistungskürzungen von bis zu 30 Prozent rechnen. Doch das befriedigt die SVP-Gemeindepräsidentin Therese Schläpfer nicht. Sie will eine Umkehr des Systems. «Es ist für uns als Gemeindehörde sehr mühsam und harzig, wenn wir jemandem Leistungen kürzen wollen. Viel praktischer und fairer ist es, den Grundbedarf von Beginn weg zu kürzen.» Was würde ein Systemwechsel für Menschen wie Karin de Roche bedeuten? Im Dokfilm treffen die beiden so unterschiedlichen Frauen aufeinander. Die Frage, wie viel man haben darf fürs tägliche Leben, entzweit die beiden.

SWR: Die Paket-Flut: Kunden, Zusteller und Lieferanten am Limit“ (20.12.2018)
Weihnachten 2018 wird eine Paketflut in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg erwartet, die alle Rekorde bricht. Bücher, Elektronik, Kleidung, Spielzeug – immer öfter werden Geschenke im Internet bestellt. Deutschlandweit müssen Lieferdienste an Spitzentagen vor dem Fest über 15 Millionen Päckchen bearbeiten: Eine gigantische Paketwelle aus dem Internet, die kaum zu stemmen ist. Viele Postsendungen landen nicht dort, wohin sie sollen. Zustellkarten und ganze Lieferungen verschwinden. Der Frust der Kunden wächst, sodass spätestens kurz vor Weihnachten die Beschwerdeportale überquellen. Und das, obwohl schon ab Oktober Zehntausende zusätzliche Paketfahrer und Logistiker beschäftigt werden. Sie haben meist kurze Zeitverträge oder arbeiten als Subunternehmer. Ihre Stundensätze liegen oft nur knapp über dem Mindestlohn. Ausliefern müssen sie im Akkord. Und ihre Sprinter mit den Paketen blockieren besonders zum Jahresende den Verkehr der Innenstädte von Stuttgart, Mainz oder Karlsruhe. „Zur Sache-Extra“ über den Paketstress in der Vorweihnachtszeit und die Frage: Was sind die Folgen des Lieferwahnsinns? Wer profitiert und wer leidet unter der Paketflut aus dem Internet? Die Reporter Sebastian Schley und Jörg Armbrüster waren im Südwesten unterwegs.

Plusminus: Paket-Flut – Wie Geschenke ohne Chaos ankommen (19.12.2018)
Zwölf Millionen Pakete sind jetzt täglich unterwegs. Mitarbeiter – teils schlecht bezahlt – haben die Zusteller zusätzlich eingestellt. Das führt auch zum Chaos im Stadtverkehr. Ein Blick ins Ausland zeigt, dass es auch anders geht.

Plusminus: Wieso Arbeitsplätze nach Deutschland zurück kommen (19.12.2018)
Statt mehr Arbeitsplätze nach Fernost zu verlagern, bleiben Unternehmen in Deutschland oder kommen sogar zurück. „Industrie 4.0“ sorgt dafür, dass hier die Lohnstückkosten rentabel bleiben und „Made in Germany“ wieder attraktiv wird.

ZDFinfo: Genug zum Leben? – Hartz IV auf dem Prüfstand (19.12.2018)
Bei Hartz IV spalten sich die Meinungen: Hat jeder damit das, was er zum Leben braucht? Oder reicht es hinten und vorne nicht?

Frontal 21: Stadt, Land, Schluss? Heimat zwischen Wut und Wandel (18.12.2018)
Digitalisierung, Strukturwandel, Flüchtlingspolitik, demografische Entwicklung – viele Bürger haben das Gefühl: Die Politik verspricht viel, hat aber keine Lösungen mehr parat. Reporter des ZDF-Magazins „Frontal 21“ sind quer durchs Land gefahren: an die Küste, in den Ruhrpott, den Hunsrück, die Oberpfalz und in den Osten. Sie haben sich dort umgeschaut, wo Einwanderer manchmal den einzigen Bevölkerungszuwachs bilden, es nicht mehr genügend Fachkräfte gibt, wo Internet und Handy noch immer nicht funktionieren und dahin, wo es demnächst nicht mal mehr einen Arzt, einen Bäcker oder eine Kneipe gibt. Überall haben sie gefragt: Wie überleben diese Orte, was ist hier schiefgelaufen, und was soll sich ändern? Dabei zeigt sich: Für manche Gemeinde kommt jede Hilfe zu spät. Doch erstaunlich viele Bürger und Bürgermeister vor Ort verlassen sich nicht länger auf die Politik in Berlin, sondern packen einfach selbst an.

BR: Arm gegen Ärmer: Obdachlose in Bayern (16.12.2018)
Seit Jahren warnen Sozialarbeiter, dass sie überfordert sind von der Unterbringung gestrandeter Menschen. Die Gründe sind vielschichtig. Inzwischen, so Sozialarbeiter und Armutsforscher, erreicht das Problem prekärer Lebens- und Wohnsituationen nicht nur Menschen am Rande der Gesellschaft.

ZDF: Kein Geld für‘n Supermarkt. Der schwere Gang zur Tafel (16.12.2018)
Fast 1,5 Millionen Menschen sind in Deutschland auf Lebensmittelspenden angewiesen. Arme, Alte, Männer, Frauen, Kinder holen sich regelmäßig Essen bei der Tafel ab, um satt zu werden. Bedürftige bekommen dort Lebensmittel kostenlos – oder für wenige Euro. Auch Rentnerin Bärbel Kappus war lange auf die Tafel angewiesen. 700 Euro Rente waren einfach zu wenig, um monatlich über die Runden zu kommen. Zwischenzeitlich schlug sie sich mit Putz-Jobs durch und hat sich mit dem Thema Armut im Alter intensiv beschäftigt. Mittlerweile hilft sie anderen Bedürftigen bei Problemen und rechtlichen Fragen. Bremerhaven gilt als eine der ärmsten Städte Deutschlands. 11 000 Kunden zählt die Tafel dort. Ihr Chef Reiner Giese versucht mit entspannter norddeutscher Gelassenheit, sich von den vielen Problemen nicht entmutigen zu lassen, und unterstützt, wo es geht. Deutschlandweit werden etwa 1,5 Millionen Tafelkunden von etwa 60 000 ehrenamtlichen Mitarbeitern in mehr als 2000 Läden und Ausgabestellen versorgt. Aber spätestens, seit die Essener Tafel zeitweise keine Ausländer mehr aufnahm und in Bremerhaven gegen Tafelmitarbeiter wegen Unterschlagung ermittelt wurde, wird auch Kritik an der Tafel lauter. Die Tafeln seien weder sozial noch nachhaltig, sagt Soziologe Prof. Dr. Stefan Selke. Der Staat werde durch sie aus seiner sozialen Verantwortung gelassen. Wie gehen die Tafeln mit solchem Gegenwind um? Wie sieht ihr Konzept für die nächsten Jahre aus? Die „ZDF.reportage“ befragt Tafel-Mitarbeiter und ihre Kunden in West und Ost, in der Stadt und auf dem Land.

quer: EU-Pläne für LKW-Fahrer (13.12.2018)
Hunderttausende Lastwagen sind täglich auf unseren Autobahnen unterwegs – für die Fernfahrer ein Knochenjob unter teilweise menschenunwürdigen Bedingungen. Die EU will jetzt Abhilfe schaffen. Gleicher Lohn für alle und vor allem: Fahrtzeiten sollen besser kontrolliert werden.

Kontrovers: „Polen-Sprinter“ im Dauerstress (12.12.2018)
In der Weihnachtszeit sind viele „Polen-Sprinter“ unterwegs. So bezeichnet die Logistikbranche Kleintransporter, die meist aus Osteuropa stammen und hierzulande unter anderem für große Paketzulieferer Waren ausliefern. Die Vorschriften für Kleintransporter sind weniger streng als für LKW und das hat Folgen.

Frontal 21: Wenn Eltern alt werden. Verzweifelte Suche nach guter Pflege (11.12.2018)
Etwa drei Millionen Menschen sind in Deutschland pflegebedürftig. Doch sie brauchen nicht nur Pflege, sondern auch Betreuung im Alltag – wie Hilfe beim Aufstehen und Anziehen oder beim Essen. Diese Arbeit übernehmen immer häufiger Frauen aus Osteuropa. Sie kommen beispielsweise aus Polen oder Kroatien und übernehmen die sogenannte 24-Stunden-Betreuung. Schätzungen zufolge arbeiten mittlerweile 100.000 bis 400.000 von ihnen in Deutschland. Zahlreiche Agenturen bieten im Internet die Vermittlung solcher Betreuungskräfte an. Doch das oftmals versprochene Rundum-Sorglos-Paket kann für Angehörige juristische Folgen haben, wie ein Beispiel aus Bayern zeigt. In einem Gerichtsprozess wurde ein Vermittler verurteilt. Die betroffenen Familien mussten daraufhin teilweise mehrere Tausend Euro Sozialabgaben nachzahlen. Aber auch die osteuropäischen Betreuerinnen klagen über Probleme. Immer wieder gibt es Fälle, in denen sie nicht die vereinbarte Entlohnung bekommen. Außerdem ist eine 24-Stunden-Betreuung aus arbeitsrechtlicher Sicht grundsätzlich problematisch, da gesetzlich vorgeschriebene Arbeitszeiten, Pausenbestimmungen und Ruhezeiten eingehalten werden müssen. Viele Betreuerinnen arbeiten deshalb als Selbstständige.

Panorama 3: Personalmangel: Intensivstationen am Limit (11.12.2018)
Der Mangel an Pflegepersonal führt zu erheblichen Konsequenzen auf den Intensivstationen in norddeutschen Kliniken. Nach Recherchen von Panorama 3 können viele vorhandene Betten aufgrund fehlenden Personals nicht belegt werden. Vor allem in Niedersachsen und Bremen sind die Engpässe zum Teil erheblich. Teilweise kann bis zu einem Drittel der vorhandenen Intensivbetten nicht genutzt werden, da die notwendigen Intensivpflegekräfte fehlen.

Report Mainz: Krankenhäuser vor dem Aus (28.11.2018)
Mit einer Klagewelle treiben Krankenkassen Kliniken in den Ruin. Sie fordern Millionen bereits gezahlter Honorare zurück. Es geht um die Frage, ob in den Kliniken geforderte Mindeststandards eingehalten werden.

Report Mainz: Die dunkle Seite des Logistikbooms (28.11.2018)
Ein ukrainischer Mitarbeiter eines süddeutschen Logistikunternehmens wurde in Erding bei München von einem Schlägertrupp brutal zusammengeschlagen, weil er nach acht Wochen Arbeit seinen Lohn eingefordert hat. Die Schläger waren ebenfalls Mitarbeiter des Subunternehmens, das für den Logistikriesen GLS arbeitet.

Plusminus: Betriebsrenten: Wie Senioren um die Erhöhung gebracht werden (28.11.2018)
Betriebliche Altersvorsorge ist ein wichtiger Baustein zur Absicherung im Alter. Doch bei der vorgeschriebenen Erhöhung gibt es häufig Streit. So wurde die Generali verurteilt, zu wenig gezahlte Betriebsrenten nachzuzahlen. Kein Einzelfall.

Frontal 21: Kinder kriegen für die Rente? (20.11.2018)
Kinderlose sollen nach dem Willen von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn mehr Geld in die Pflege- und Rentenversicherung einzahlen als Eltern.

ZDF: Erst frei, dann pleite. Selbstständige in Not (18.11.2018)
Ob Schneiderin, Lottoladen-Besitzerin oder Kleinbauer: Viele Selbstständige machen zu wenig Gewinn, um sich etwas zurücklegen zu können. Erst frei, dann pleite – leider keine Ausnahme.

Westpol: Harte Zeiten für Berufs-Betreuer (18.11.2018)

NDR: Pflegenotstand im Norden (16.11.2018)
Immer häufiger müssen Pflegedienste alte und kranke Menschen ablehnen: kein Personal. Patienten, Angehörige und Pflegekräfte fühlen sich im Stich gelassen. Ist das System am Limit?

mehr/wert: Bedingungsloses Grundeinkommen: Pro & Contra (15.11.2018)
Die Finnen haben es gerade erst getestet, in Deutschland steht es schon lange in der Diskussion: ein bedingungsloses Grundeinkommen. Kann es den Sozialstaat fit für die Zukunft machen?

ZAPP: Mindestlohn? (Selbst-)Ausbeutung im Journalismus (14.11.2018)
Oft berichten Medien über prekäre Arbeitsbedingungen in der Arbeitswelt – für viele freie Journalisten gehört der eigene Beruf inzwischen auch dazu, sie kommen kaum über die Runden.

SWR: Paketfahrer – Ausgebeutet für den Online-Boom? (14.11.2018)
Paket-Zusteller sind oft ausländische Fahrer, die weit unter dem Mindestlohn arbeiten. Oft nicht versichert, ohne Wohnung. Die Paketfahrer leben auf der Schattenseite des Zustell-Booms.

WDR: Arm trotz Arbeit – Warum viele Frauen so wenig verdienen (14.11.2018)
Dreiviertel aller Frauen zwischen 15 und 65 Jahren arbeiten in Deutschland. Mehr als die Hälfte von ihnen verdient maximal 1.500 Euro netto im Monat. Viele Frauen arbeiten in Teilzeit – oft wegen der Kindererziehung – oder in prekären Beschäftigungsverhältnissen.

Westpol: Ausbeutung im Lkw trotz Mindestlohn (11.11.2018)
Im sauerländischen Ense haben jüngst Lastwagenfahrer gestreikt, weil sie seit Monaten im Lkw leben und Hungerlöhne verdienen. Wie kann das sein, trotz Mindestlohn?

Westpol: Tausende Sonderpädagogen fehlen an NRW-Schulen (11.11.2018)
Die Landesregierung hatte einen Neustart bei der Inklusion versprochen. Doch die Personalprobleme bleiben: Tausende Sonderpädagogen fehlen in NRW.

NDR: Eltern am Limit (10.11.2018)
Was tun, wenn ein Kind schwerstbehindert zur Welt kommt? Wenn finanzielle Sorgen den Alltag bestimmen? Judith Rakers besucht Einrichtungen, die Kindern und Familien in Not helfen.

Report München: Die vernachlässigten Aussiedler. Kaum Rente trotz lebenslanger Arbeit (23.10.2018)
Millionen Aussiedler und Spätaussiedler sind die vergangenen Jahrzehnte nach Deutschland gekommen. Sie haben oft noch viele Jahre gearbeitet. Im Alter werden viele nun von den Kürzungen der Rentenansprüche überrascht. Teils um 40 Prozent. So will es das Fremdrentengesetz seit den 90er Jahren. Für die Betroffenen eine große Ungerechtigkeit. Sie hoffen auf ein Zeichen aus Berlin und auf eine Anerkennung ihrer Lebensleistung.

Report Mainz: Hunderttausenden wird der Strom abgestellt – mit schlimmen Folgen für die Betroffenen (06.11.2018)
Rund 300.000 mal im Jahr wird in Deutschland der Strom abgestellt. Betroffen davon sind auch Familien mit Kindern und kranke Menschen, die dann ohne heißes Wasser, Waschmaschine und Licht auskommen müssen.

Kontraste: Abgehängter Osten – Warum ganze Regionen ohne Perspektive sind (01.11.2018)
28 Jahre nach der deutschen Einheit sind die ländlichen Regionen Ostdeutschlands geprägt von Perspektivlosigkeit: Frauenmangel, Überalterung, niedrige Löhne und eine Wirtschaftsleistung genau in der Mitte zwischen Rumänien und Bayern tragen zum Frust bei – und zum Erstarken der AfD.

NDR: 7 Tage… unter Truckern (24.10.2018)
70 Prozent unserer Waren werden per Lkw transportiert. Ohne sie wären die Supermarktregale leer. Wie ist das Leben als Fahrer, wenn man immer unterwegs ist und nie richtig ankommt?

Plusminus: Zahnarztpraxen als Renditeobjekte (24.10.2018)
Aus Sicht von Investoren sind Zahnarztpraxen offenbar ein lohnendes Geschäft. Immer mehr Praxen werden von Kapitalgebern aufgekauft. „Plusminus“ zeigt, was das für die Patienten bedeuten kann.

Report München: Kaum Rente trotz lebenslanger Arbeit: Die vernachlässigten Aussiedler (23.10.2018)
Millionen Aussiedler und Spätaussiedler sind die vergangenen Jahrzehnte nach Deutschland gekommen. Sie haben oft noch viele Jahre gearbeitet. Im Alter werden viele nun von den Kürzungen der Rentenansprüche überrascht. Teils um 40 Prozent. So will es das Fremdrentengesetz seit den 90er Jahren. Für die Betroffenen eine große Ungerechtigkeit. Die Aussiedler hoffen nun auf ein Zeichen aus Berlin und auf eine Anerkennung ihrer Lebensleistung.

ARD: Das Milliardenbusiness Schleppermafia (22.10.2018)
Im Verborgenen werden zehntausende Menschen nach Europa und nach Deutschland geschleust: zum Beispiel mit erschlichenen Touristen- und Studienvisa oder mit Scheinarbeitsverträgen. Die Methoden werden dabei immer raffinierter. Durch Netzwerke von Erfüllungsgehilfen auf allen Ebenen und über Grenzen hinweg verschleiern die Schlepper ihre Geschäfte.

mehr/wert: Umziehen im Alter: Städtische Helfer unterstützen Senioren (18.10.2018)
Eine neue Wohnung suchen und umziehen ist mit Stress verbunden, den gerade auch ältere Menschen scheuen. In einem bayerischen Modellprojekt sollen Umzugshelfer den Senioren zur Seite stehen. Das könnte auch die Wohnungsnot von Familien lindern.

Westpol: Die Not der Krankenhäuser mit den Pflegekräften (14.10.2018)
Bundesgesundheitsminister Spahn schreibt ab Januar Pflegepersonaluntergrenzen in Krankenhäusern vor. Das soll Patienten helfen und Pflegekräfte entlasten. Doch wird das so erreicht? Den einen gehen die Vorgaben nicht weit genug, den anderen sind sie zu streng. Angesichts des Mangels an Pflegekräften setzen die Vorgaben die Krankenhäuser unter Druck.

mehr/wert: Pflegeversicherung: Hohe Hürden bei einfachen Hilfstätigkeiten (11.10.2018)
Wenn Angehörige die Pflege selbst in die Hand nehmen, sind sie oft auf Hilfe durch Freunde oder Bekannte angewiesen. Für diese Hilfe gibt es eine finanzielle Entschädigung – doch wegen hoher bürokratischer Hürden bekommt sie fast niemand.

Plusminus: Ernte-Mafia: Brutale Ausbeutung im Obst- und Gemüsegeschäft (10.10.2018)
Was hat die Mafia mit dem Obst und Gemüse im Supermarkt um die Ecke zu tun? „Plusminus“ deckt auf, wie kriminelle Banden zehntausende Migranten und Flüchtlinge für die Ernte in Italien rekrutieren und gemeinsam mit Landwirten ausbeuten.

NDR: Rabenväter: Wenn Papa keinen Unterhalt zahlt (08.10.2018)
Rund 700.000 Kinder erhalten keine Unterhaltszahlungen vom getrennt lebenden Vater und seltener: der Mutter. Zahlen tut dann der Staat. Wie kann das sein?

3sat: Die Pflege-Agenda (04.10.2018)
Die Zukunft der Pflege und das nötige Umdenken

3sat: Gepflegt alt werden. Kommunalisierung der Pflege (04.10.2018)
In den Niederlanden sind die Kommunen gesetzlich verpflichtet dafür zu sorgen, dass alte Menschen nicht ins Heim müssen. Ist die Kommunalisierung der Pflege auch für Deutschland eine Option?

WDR: Wenn Orte Angst machen – Leben zwischen Furcht und Fakten (26.09.2018)
Der Ebertplatz in Köln ist über Nacht bundesweit berühmt geworden. Am späten Abend des 14. Oktobers 2017 wird hier ein 22-jähriger Dealer aus Guinea erstochen. Mitten in Kölns Innenstadt. Es ist der traurige Höhepunkt eines Niedergangs: Seit Jahren tummeln sich auf dem Ebertplatz immer mehr Dealer, Obdachlose und Süchtige. Dazu kaputte Rolltreppen, defekte Beleuchtung, ein Brunnen, der seit Jahren nicht mehr sprudelt, und in den Passagen ein durchdringender Gestank. Der Kölner Ebertplatz wird sogar bei Tag gemieden. Ein Alptraum. Ein Angst-Raum. Mitten in der Stadt.

quer: Pfleger im Flieger: Wie Bayern den Pflegenotstand verschärft (27.09.2018)
In Bayern fehlen die Pfleger: Auf 100 offene Stellen kommen nur 17 Bewerber. Andererseits wollen viele Flüchtlinge in der Pflege arbeiten. Die Politik hat das erkannt und wollte Flüchtlinge, deren Asylantrag bereits abgelehnt wurde, trotzdem dulden. Eigentlich sollten sie die Pflege-Ausbildung abschließen und zwei Jahre arbeiten können. So weit die Theorie. In der Praxis aber häufen sich besonders in Bayern Fälle, bei denen Flüchtlinge trotz Pflege-Bonus abgeschoben werden. Pflegeheime, die mit ihren Flüchtlingen in der Ausbildung sehr zufrieden sind, bangen um die Zukunft ihrer Azubis.

BR: Wohnen für alle: Neue Ideen gegen die Wohnungsnot (26.09.2018)
Wer in deutschen Großstädten nach einer Wohnung sucht, sieht sich mit großen Problemen konfrontiert. Denn: Obwohl die Wohnungsnot immer größer wird, stehen Häuser leer, liegt Bauland brach, wird Wohnraum an Touristen vermietet. Neubau ist also nicht die einzige Lösung.

Plusminus: Pflege-Probleme – Warum kaum jemand für die Zukunft vorsorgt (26.09.2018)
Eine neue Studie hat wieder gezeigt: Die Zahl der zu Pflegenden in Deutschland wächst in den nächsten Jahren rasant. Gleichzeitig fehlt es an Personal. Die Kosten für die Pflege werden in den nächsten Jahrzehnten drastisch steigen.

Report Mainz: Arm durch Krankheit: Trotz Erwerbsminderungsrente stehen Millionen vor Altersarmut (25.09.2018)
Die große Koalition will ab 2019 Verbesserungen für Erwerbsminderungsrentner einführen. Gleichzeitig aber benachteiligt sie damit 1,8 Millionen heutige Rentner.

Frontal 21: Teurer Wohnen. Wem gehört die Stadt? (25.09.2018)
Mit einem Bündel von Maßnahmen will die Bundesregierung die hohen Wohn- und Mietkosten dämpfen, die vor allem in deutschen Städten und Ballungsgebieten explodieren und bezahlbaren Wohnraum zur Mangelware werden lassen. Doch egal ob Mietpreisbremse, Baukindergeld oder Grunderwerbsteuer C – eine Art Strafsteuer für brachliegenden Baugrund – es finden sich kaum Konzepte, um gegen Spekulation und Preistreiberei auf dem Wohnungsmarkt anzukämpfen. Und während die Politik immer wieder an Schräubchen dreht, ist die deutsche Hauptstadt zum Schauplatz eines internationalen Monopoly-Spiels geworden, bei dem die Investoren die Preise in schwindelerregende Höhen treiben: Seit 2010 sind die Angebotskaufpreise für Immobilien in Berlin um fast 109 Prozent gestiegen, allein zwischen 2016 und 2017 um rund 20 Prozent. Das macht die Stadt zum weltweiten Spitzenreiter.

SRF: Schwere Last auf schmalen Schultern (20.09.2018)
Kinder und Jugendliche, die kranke Eltern, Geschwister oder betagte Großeltern pflegen, tun das meist im Verborgenen. Und doch sind sie mitten unter uns. Knapp acht Prozent aller Kinder zwischen 10 und 15 Jahren sind «Young Carer», junge Pflegende.

BR: Seniorenfreie Städte? Wie Altenheime verdrängt werden (20.09.2018)
Innerhalb kurzer Zeit mussten 22 Bewohner ihr Altenheim im fürstlichen Schloss von Regensburg verlassen. Die Heimbewohner vermuten, ein Hotel solle jetzt einziehen – das wäre lukrativer. Die Senioren werden jetzt in einem Pflegeheim am Stadtrand untergebracht und fühlen sich abgeschoben.

BR: Teurer Wohnen – Wie anonyme Investoren die Preise anheizen (20.09.2018)
In München gehen Tausende auf die Straße gegen den Mietwahnsinn. Gleichzeitig ist das existenzielle Gut „Wohnen“ ein Fall fürs Bundeskriminalamt: Die Behörde warnt, dass Kriminelle hierzulande Immobilien kaufen und so schmutziges Geld waschen. Das treibt die Preise am Wohnungsmarkt weiter nach oben.

BR: Weniger Arbeit, gleicher Lohn – Straubinger Firma legt vor (20.09.2018)
Kein Handy, keine Mittagspause. Dafür müssen die Mitarbeiter einer Firma bei Straubing nur 6 Stunden arbeiten – bei vollem Lohn. Der Firmenbesitzer berichtet von weniger Krankmeldungen, effektiverer Arbeit und einem besseren Arbeitsklima. Ein Erfolgsmodell. Trotzdem will es keiner übernehmen.

WDR: Leben im Laster – Der harte Alltag osteuropäischer LKW-Fahrer (19.09.2018)
Der rumänische Fahrer Kristinel ist oft wochenlang unterwegs, ohne eine einzige Nacht außerhalb seines LKW zu verbringen. Ein Leben auf engstem Raum. So wie er sind viele LKW Fahrer sind wochen- und monatelang durch Westeuropa unterwegs- ohne ein einziges Mal ein richtiges Bett gehabt zu haben oder eine Dusche. Die Fahrer wohnen zum Beispiel in ihren freien Stunden auf Rastplätzen oder Parkplätzen. Einige treffen die Story Autoren sogar in einer vergessenen Waschanlage bei Köln an, wo sie sich ein Lager aufgebaut haben. Die hygienischen Bedingungen sind katastrophal. Fast immer sind es osteuropäischen Fahrer, die über Subunternehmer zu Niedriglöhnen durch die Lande geschickt werden. Gerade in Deutschland sind die Kontrollen zu lasch, ein nahezu rechtsfreier Raum für geldgierige Speditionen. Obwohl Gewerkschaften und Polizei der Transitländer Belgien und Holland sich aktiv für eine Veränderung einsetzen, schlüpfen Speditionen immer wieder durch die gesetzlichen Löcher oder bewegen sich unentdeckt und unkontrolliert am Rande der Legalität. Wie kann das sein?

BR: Immer länger arbeiten … Rente mit 70? (19.09.2018)
Dieter, 59, und Rainer, 53 arbeiten auf dem Bau. Beide gehören zu den geburtenstarken Jahrgängen und arbeiten seit sie Teenager sind. Sie können sich nicht vorstellen, bis zu ihrem errechneten Rentenalter von 64 bzw. 65 weiterzuarbeiten. Doch jeder Monat, den sie früher gehen wollen, bedeutet Abschläge bei ihrer Rente. Aber nicht nur schwer körperlich arbeitende Menschen haben Sorge, ob sie bis zum vorgesehenen Rentenalter durchhalten. Auch Angestellte in der Verwaltung oder in sozialen Berufen kommen an ihre Grenzen. Ihre Herausforderung ist die Digitalisierung, die ständiges Umdenken und Fortbildungen erfordert. Wie lange können sie dem neuen Tempo standhalten? Wie können sie fit bleiben, damit ein vorzeitiges Ausscheiden nicht eine geringe Rente nach sich zieht? Zwischen Wirtschafts- und Sozial-Wissenschaftlern wird heftig diskutiert, wie zukunftsfähig unser Rentensystem in seiner jetzigen Form ist. Die Babyboomer der Jahrgänge 1955 bis 1966 bringen es an seine Grenzen. Müssen mehr Steuergelder in den Topf der gesetzlichen Rentenversicherung fließen? Oder braucht es sogar einen radikalen Umbau? Viele Warnzeichen zeigen, dass es höchste Zeit ist, das System auf den Prüfstand zu stellen. Denn die Polarisierung in der Gesellschaft steigt: Zwischen Gutverdienern, die es sich leisten können, früher in Rente zu gehen, und jenen, die nur niedrige Renten bekommen, aber bis zum Schluss durchhalten müssen. Wo sind die neuen Konzepte? Die Politik verweist auf die gerade eingerichtete Rentenkommission, deren Vorschläge sie abwarten will. Doch die Zeit drängt: Können wir wirklich alle länger arbeiten? Oder muss es ein flexibles Renteneinstiegsalter geben mit Ausgleichszahlungen zur Vermeidung von Altersarmut?

SWR: Fit bis zur Rente? Wenn Arbeit krank macht … (19.09.2018)
Was tun gegen zu hohe Arbeitsbelastung und die Gefahr, davon krank zu werden? Der Film stellt Menschen vor, die unter starker Arbeitsbelastung leiden. Immer häufiger machen psychische Erkrankungen arbeitsunfähig.

Plusminus: Arbeitsschutz – Sparen auf Kosten der Sicherheit (19.09.2018)
Pro Arbeitstag sterben in Deutschland durchschnittlich zwei Menschen. Ein häufiger Grund sind Verstöße gegen Sicherheitsvorschriften. Doch viele Bundesländer haben bei den Arbeitsschutzbehörden drastisch gekürzt, mit gefährlichen Folgen.

Kontrovers: Was taugen Qualitätsstandards? (19.09.2018)
Bestimmte Operationen dürfen deutsche Kliniken nur durchführen, wenn sie den Eingriff oft genug machen, also sogenannte Mindestmengen einhalten. Doch in hunderten von Fällen haben bayerische Krankenhäuser die Regelung umgangen!

Westpol: Kinderarmut – Wie die Politik versagt (16.09.2018)
Noch nie waren in Nordrhein-Westfalen so viele Kinder arm wie derzeit. Und das trotz sinkender Arbeitslosigkeit. Die Bertelsmann-Stiftung hat ausgerechnet, dass 500.000 Kinder auf Harzt IV angewiesen sind, 70.000 mehr als noch 2012. Seit Jahren versuchen die NRW-Landesregierungen Kinderarmut mit Maßnahmen und Programmen zu bekämpfen. Erfolglos. Was läuft schief? Sozialverbände fordern von der Politik ein grundsätzliches Umdenken.

ZDF: Eine Frage der Würde (15.09.2018)
1,7 Millionen Menschen leiden in Deutschland an Demenz. Vieles schaffen sie nicht mehr alleine, wollen aber so lange wie möglich am normalen Leben teilnehmen. Wie kann das gelingen?

SWR: Pflegekräfte am Limit (14.09.2018)
Krankenhäuser und Pflegeheime sind chronisch unterbesetzt und dennoch wird seit Jahren weiter an Pflegekräften gespart. Längst arbeiten sie am Limit. Viele von ihnen verlassen deswegen ihren Beruf. Die, die bleiben, leiden an Überlastung, Unterbezahlung und oft auch Mobbing. Auch mangelt es an neuen Auszubildenden. Aber es gibt auch Beispiele, die zeigen, dass gute Pflege möglich ist – trotz Fachkräftemangel und Pflegenotstand.

Zur Sache Rheinland-Pfalz: Pflege in der Krise (13.09.2018)

Zur Sache Rheinland-Pfalz: Viele Pfleger wechseln freiwillig in die Leiharbeit (13.09.2018)

Panorama 3: Alte bleiben auf der Strecke (11.09.2018)
Bald wird jeder vierte Deutsche älter als 65 Jahre sein. Doch viele norddeutsche Städte und Kommunen haben sich darauf noch überhaupt nicht vorbereitet. Barrierefreiheit? Fehlanzeige.

ZDF: Arm trotz Arbeit. Wenn ein Job nicht reicht (11.09.2018)
„37 Grad“ begleitet Menschen, die mehr als einen Job brauchen, um finanziell über die Runden zu kommen. Die Bundesagentur für Arbeit registrierte 2017 3,26 Millionen Mehrfachbeschäftigte.

Report München: Notfallversorgung in Ballungsräumen vor dem Kollaps (11.09.2018)
Der Notfallversorgung in Ballungsräumen droht der Kollaps, weil Pflegekräfte und Fachpersonal fehlen. Der Grund: Die Mietpreisexplosion in deutschen Großstädten. Ein Skandal, sagen Experten und Ärzte: Das System steht kurz vor dem Zusammenbruch – in München zeigt sich: Wegen Fachkräftemangel kommt es in Kinderkrankenhäusern und in Notaufnahmen schon jetzt zu gefährlichen Engpässen.

Plusminus: Pflege – wie es besser geht (05.09.2018)
In Krefeld können Hilfsbedürftige auch zu Hause auf Unterstützung und Betreuung des Städtischen Seniorenheims zurückgreifen. Für sie und ihre Angehörigen eine große Entlastung. Die bürokratischen Hürden für diesen Weg sind hoch. Aber warum?

BR: Schöne neue Pflegewelt? Digitalisierung im Altenheim (05.09.2018)
Pflegenotstand in Deutschland: Zu wenig Pfleger, immer mehr alte, kranke Menschen. Ein möglicher Lösungsansatz: Digitalisierung im Heimalltag. Doch passen Roboter, Kameras und Funktechnik in den sensiblen Bereich der Pflege? Und was sagt der Datenschutz?

Frontal 21: Bruchbuden der Bildungspolitik: Schimmel, Dreck, kaputte Decken (04.09.2018)
Unterricht in bröckelndem Gemäuer, inmitten von Schimmel und Schmutz – so beginnt für viele Schüler und Lehrer das neue Schuljahr.

ARD: Allein auf Station – Wie weiter mit der Krankenpflege? (03.09.2018)
Mit 30 Patienten allein auf Station. Das ist in deutschen Krankenhäusern immer häufiger keine Ausnahme mehr. Mitarbeiter werden ständig aus dem freien Wochenende geholt oder zu Überstunden genötigt. Geht es auch anders?

Exakt: Was bringen Hartz-IV-Sanktionen? (29.08.2018)
Weil Benjamin Grubba sich auf ein Arbeitsangebot des Jobcenters nicht gemeldet habe, werden dem Hartz-IV-Empfänger alle Leistungen, bis auf den Lebensmittelgutschein, gekürzt. Um seine Arbeitsbereitschaft zu fördern.

Plusminus: Fragwürdige Strafen: Wie das Jobcenter Hartz IV-Bezieher schikaniert (29.08.2018)
Wer Hartz IV bezieht, sich aber nicht um Arbeit bemüht, dem drohen oft Leistungskürzungen durch das Jobcenter. Aber darf hier überhaupt gekürzt werden, denn Hartz IV soll schließlich das vom Staat garantierte Existenzminimum sichern?

Plusminus: Altersvorsorge: Was bringt das neue Rentenpaket? (29.08.2018)
Gerade hat die Koalition das neue Rentenpaket auf den Weg gebracht. Es sichert das Rentenniveau und hält die Beiträge stabil. Doch der große Wurf ist es nicht. „Plusminus“ blickt nach Österreich und Schweden und holt Expertenmeinungen ein.

defacto: Pflegenachwuchs aus Bosnien – Wie ein Darmstädter Krankenhaus gegen den Fachkräftemangel eigene Wege geht (27.08.2018)
Jeden Morgen macht Merima Alispahic ihren Rundgang auf der Krankenstation. Die junge Frau kommt aus Bosnien und ist eine von tausenden ausländischen Pflegekräften, die dem deutschen Gesundheitssystem aus der Krise helfen könnten. Ihr Arbeitgeber, das Darmstädter Elisabethenstift, ist selbst aktiv geworden, nachdem die Klinik seit Jahren vergeblich auf Hilfe aus der Politik gewartet hat. Das Krankenhaus bildet kontinuierlich osteuropäische Pflegerinnen und Pfleger weiter, um so dem Arbeitskräftemangel entgegenzuwirken. Neben Fachkenntnissen sind Sprachkurse und Integration für das Krankenhaus sehr wichtige Aspekte. Aber das Vorgehen ist aufwendig und teuer. Noch dazu gibt es große bürokratische Hürden. defacto hat sich das Projekt in Darmstadt angeschaut.

Report München: Bürokratischer Wahnsinn statt Entlastung: Wie das Pflegestärkungsgesetz Patienten quält (21.08.2018)
Es klingt gut. 125 Euro pro Monat für niederschwellige Angebote, z.B. eine Unterstützung im Haushalt. Das Pflegestärkungsgesetz garantiert seit 1.1.2017 diese Leistung für Pflegebedürftige wie Maria Leopold. Doch sie findet niemanden, denn nur Pflegedienste dürfen die Unterstützungsleistungen anbieten, die aber bieten diese Art der Dienstleistung gar nicht an. Ein gut gemeintes Gesetz scheitert an bürokratischen Hürden.

Monitor: Lebensversicherung als Ramschware: Private Altersvorsorge in Gefahr? (16.08.2018)
Der Versicherer Generali könnte nur der Anfang sein: Er will vier Millionen Lebensversicherungsverträge an eine Abwicklungsfirma verkaufen, weil sich das Geschäft mit den Versicherungen wegen der Niedrigzinsphase immer weniger lohnt. Sollte die Finanzaufsicht BaFin den Deal genehmigen, dürften weitere Versicherer dem Modell folgen. Für die Versicherten könnte das erhebliche Folgen haben. Experten befürchten deutliche Einbußen und sogar das Risiko von Unternehmenspleiten. Damit wäre die private Altersvorsorge von Millionen Versicherter in Gefahr.

Frontal 21: Teurer Wohnen. Der Kampf um bezahlbare Mieten (14.08.2018)
Explodierende Mietpreise, unbezahlbarer Wohnraum, verdrängte Mieter – die angespannte Situation auf dem Wohnungsmarkt ist aktuell eine der drängendsten sozialpolitischen Fragen in Deutschland.

Kontrovers: Das Geschäft mit der Jugendhilfe (25.07.2018)
Ein Geschäftsmann soll quer durch die Republik Jugendämter um viel Geld betrogen sowie Mieten und Löhne nicht bezahlt haben. Auf der Strecke bleiben dabei die Schwächsten: Kinder und Jugendliche, die eine besondere Betreuung brauchen. Weil Kontrolle und Koordination fehlen!

Plusminus: Beatmungspatienten – Fehlanreize gefährden Patienten (25.07.2018)
Die Zahl der Beatmungspatienten in Deutschland steigt seit Jahren, da nach Meinung von Palliativmedizinern die Beatmung sehr gut bezahlt würde. Ein Großteil der Patienten könnte entwöhnt werden, doch das lohne sich für Pflegedienste kaum.

Fakt: Erfolgreiches niederländisches Pflege-Modell (17.07.2018)
In Deutschland herrscht Pflegenotstand: Es fehlt an Nachwuchs und an Geld. Ein Lösungsansatz für die Probleme könnte ein Konzept aus den Niederlanden sein. Beim Modell unserer Nachbarn steht der Mensch im Mittelpunkt.

Frontal 21: Schutz vor Berufsunfähigkeit nicht ausreichend (17.07.2018)

Zur Sache Baden-Württemberg: Keine Köche, keine Kellner (12.07.2018)
Arbeiten, wenn andere frei machen, wollen immer weniger, klagen Wirte und Hoteliers. Sie verkürzen schon die Öffnungszeiten oder führen weitere Ruhetage ein.

Plusminus: Arbeit für Flüchtlinge: Wie die Chancen wirklich stehen (04.07.2018)
Jeder vierte Flüchtling hat Arbeit. Experten jubeln – doch ein Faktencheck zeigt eine eher düstere Zukunft. Vielen fehlt die nötige Qualifikation. Ohne weitere Milliardeninvestitionen droht den meisten Langzeitarbeitslosigkeit.

ARTE: Leben vom Überfluss. Warum alle die Tafel brauchen (14.06.2018):
Immer mehr Menschen nutzen die Lebensmittel-Hilfe. Aber wie viele können die Tafeln noch versorgen? In Frankreich sind Supermärkte gesetzlich verpflichtet, ablaufende Waren zu spenden, damit weniger Lebensmittel weggeworfen werden. Start-ups verteilen kommerziell Unverkäufliches an Wohltätigkeitsorganisationen. In Deutschland dagegen ist dies Sache der Ehrenamtlichen.

Exakt: Pflegen, trösten, dokumentieren – und im Zeitplan bleiben (13.06.2018):
Ute Finze arbeitet bei einem Pflegedienst auf dem Land. Sie ist oft der einzige soziale Kontakt für die Patienten. Doch bei ihren Aufgaben ist sie unter enormem Zeit- und Kostendruck – und für das Zwischenmenschliche zahlt die Krankenkasse kein Geld.

defacto: Kostenfalle private Krankenversicherung – Die Risiken im Alter (11.06.2018):
Wenn der 78-jährige Wolf Schreiber von seiner Leidensgeschichte mit der privaten Krankenversicherung erzählt, merkt man: Das Thema lässt den Bad Homburger nicht los.

ARD: Pflege: Hilft denn keiner? (11.06.2018)
Rund 2,5 Millionen Menschen in Deutschland sind pflegebedürftig, die Zahl steigt. Sie würdig zu versorgen, ist eine Herausforderung. Aber die Politik wird ihr nicht gerecht. Der Film beleuchtet, woran menschenwürdige Pflege oft scheitert.

Westpol: Pflegeheime: Verschleppter Umbau (03.06.2018)
Der Pflegenotstand in NRW droht sich weiter zu verschärfen. Hintergrund ist eine fünfzehn Jahre alte Vorgabe, die ab dem ersten August gilt: Dann müssen 80 Prozent der Zimmer in Pflegeheimen Einzelzimmer sein. Sonst gilt für die Heime ein Aufnahmestopp. Trotz des langen Vorlaufs wird jedes fünfte Heim in NRW den Umbau nicht rechtzeitig schaffen. Die Folge: 7.000 Pflegeplätze fallen erstmal weg. Haben die Betreiber gebummelt oder war die Vorgabe der Politik zu ehrgeizig?

ARTE: Schöne neue Pflegewelt? Digitalisierung im Altenheim (06.06.2018)
Die Pflege steht vor massiven Herausforderungen: Während die Deutschen immer älter werden, gehen den Pflegeheimen die Fachkräfte aus. Könnte die Digitalisierung helfen? Etwa durch Überwachung von demenzkranken Menschen per Funktechnik, Telemedizin und Einsatz von Robotern? Doch droht die Pflege dadurch nicht unpersönlicher zu werden? Und wie sicher sind die dabei erhobenen Daten?

ZDF: Klagen über Klagen. Verwaltungsgerichte am Limit (29.04.2018)
Die Flüchtlingswelle hat die deutschen Verwaltungsgerichte erreicht. Die Zahl der Asyl-Klagen ist explodiert. Viele Verfahren verzögern sich. Die Richter kommen mit der Arbeit kaum hinterher.

Westpol: Geschönte Arbeitsmarktstatistik (29.04.2018)
Seit Jahren feiert sich die Politik für sinkende Arbeitslosenzahlen in Deutschland . Wer sich die Statistik jedoch genau anschaut, stellt fest, dass bestimmte Gruppen herausgerechnet werden, obwohl sie eigentlich arbeitslos sind. Dies hat gravierende Folgen für politische Entscheidungen, denn je weniger Arbeitslose es offiziell gibt, desto weniger Gelder werden für arbeitsmarktpolitische Programme und staatliche Unterstützung bereit gestellt. Experten und Wohlfahrtsverbände fordern endlich mehr Ehrlichkeit.

Westpol: Fehlende OGS-Plätze (29.04.2018)
Jedes Kind soll das Recht auf einen Ganztagsplatz an einer Grundschule erhalten. Das hat die große Koalition in Berlin für das Jahr 2025 in ihren Koalitionsvertrag geschrieben. Die Kommunen stellt das vor große Probleme: Bestehende Grundschulgebäude sind viel zu klein, es fehlen Mensen und Betreuungsräume, Fachpersonal und Qualitätsstandards. Die Nachfrage ist längst da, viele Eltern suchen händeringend Ganztagsplätze für ihre Kinder. Westpol zeigt die Anstrengungen von zwei Kommunen beim Ausbau des Ganztags.

ARD: 24-Stunden Kitas: Wenn Mama und Papa Schicht arbeiten (29.04.2018)
Montag, 5:30 Uhr in Hamburg. Ida ist elf Monate alt und muss aufstehen. Ihre Eltern arbeiten als Sanitäter im Schichtdienst. Ida besucht eine 24-Stunden-Kita und wird dort nun auch erstmals übernachten. Wie kommt die Familie damit zurecht?

Panorama 3: Leben in überbelegten und verdreckten Wohnungen (24.04.2018)
Überbelegt, überteuert, unsaniert: Immer wieder werden bei Großrazzien in Hamburg Häuser wegen illegaler Vermietung und Sozialleistungsbetrug überprüft. Wer lebt dort? Und wie?