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ZDF: Psyche in Not. Das lange Warten auf Therapie (07.04.2021)
Immer mehr Menschen suchen Hilfe wegen psychischer Probleme. Doch oft müssen sie lange auf einen Therapieplatz warten. Es fehlten Kassensitze für Psychotherapeuten, klagen deren Vertreter.

ARD: Abgeklatscht und abserviert. Die vergessenen Corona-Helden (29.03.2021)
»Vor genau einem Jahr – im März 2020 – veränderte das Coronavirus das Leben in Deutschland schlagartig. Pflegerinnen und Pfleger, Kassiererinnen und Kassierer sowie andere Systemrelevante wurden von den Balkonen aus beklatscht und als Helden verklärt. Bundeskanzlerin Angela Merkel dankte ihnen für ihre Arbeit an „vorderster Linie“ … Im Frühjahr wurden Forderungen nach mehr Wertschätzung, besseren Arbeitsbedingungen und angemesseneren Löhnen laut. Es sah so aus, als würde das Virus etwas zurechtrücken, was schon lange im Argen lag: 90 Prozent der Beschäftigten, die in systemrelevanten Berufen arbeiten, verdienen noch immer weniger als der Durchschnitt. Und: Verantwortung für das Wohl anderer Menschen wird schlechter bezahlt als Verantwortung für Maschinen. Nach einem Jahr Pandemie ziehen wir Bilanz: Was ist aus den Forderungen geworden? Was hat die Krise bisher bewegt?«

ZDF: Minijobber in Not – Armutsfalle Shutdown (28.03.2021)
Rund 4,4 Millionen Deutsche sind auf das Einkommen aus dem Minijob angewiesen, sie haben keine andere Arbeit. Darunter Alleinerziehende, Rentner und viele Studierende. Doch die Pandemie hinterlässt auch hier ihre Spuren. Seit dem Frühjahr 2020 sind allein im prekär beschäftigten Umfeld mehr als 850 000 Minijobs weggefallen. Neue Jobs werden kaum angeboten, denn viele Unternehmen wissen nicht, wie sie durch die Krise kommen. Eine „ZDF.reportage“ über Minijobber in der Armutsfalle.

mehr/wert: Inklusions-Großbetrieb: Ein Porträt der Vinzenz-Werke (18.03.2021)
Menschen mit Behinderung – ihre Perspektive: Ein Job auf dem „2. Arbeitsmarkt“ in Werkstätten. Ein Betrieb in Unterfranken schafft sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze für Menschen, die anderswo keine Chance hätten.

Exakt: Krankes System – Streit um Pflegekosten (17.03.2021)
Eine Krankenschwester hat sich als Pflegekraft selbstständig gemacht. Immer wieder muss sie mit Krankenkassen um Anerkennung und Bezahlung kämpfen. Eine Belastung für die Patienten, deren Angehörige und die Pflegekraft.

Report München: Der Frust der Corona-Helden – Gestern hochgejubelt, heute abgeschrieben (16.03.2021)
Sie halten das Land am Laufen und wurden dafür im Frühjahr 2020 frenetisch beklatscht: Verkäuferinnen im Supermarkt und Kita-Erzieherinnen. Jetzt fühlen sie sich im Stich gelassen. Der Alltag ist zurückgekehrt. Während die Politik auf Lockerungen setzt, sind sie einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt. Viele fordern deshalb jetzt: Erst impfen, dann öffnen. 

ARD: Auf der Covid-Intensivstation der Charité. Kampf um jeden Atemzug (15.03.2021)
In der Berliner Charité werden besonders dramatische Covid-19-Fälle behandelt: Hier herrscht seit Monaten Ausnahmezustand. Einblick in einen Mikrokosmos, der keine Tageszeiten kennt – bestimmt von grellem Licht und piepsenden Maschinen.

ARD: Eine Polin für Oma (08.03.2021)
Hunderttausende Menschen in Deutschland brauchen im Alter Pflege, aber die wenigsten wollen ins Heim. Der Markt der Betreuerinnen aus Mittel- und Osteuropa, die Senioren in häuslicher Gemeinschaft unterstützen, boomt.

SRF: Putzfrauen in Rente – Keine saubere Sache (07.03.2021)
»Sie werden schlecht bezahlt und arbeiten in einem äusserst anstrengenden, typischen Frauenberuf, für den sie wenig Wertschätzung bekommen: die portugiesischen Putzfrauen hierzulande. Und wenn sie vor der Pensionierung stehen, stellen sie fest: das Geld reicht nicht zum Leben in der Schweiz. In der Schweiz stammen die meisten Putzfrauen über 55 Jahre aus Portugal. Sie kamen in die Schweiz, häufig ohne Papiere und ohne Ausbildung. Und so begannen sie zu putzen, um Geld zu verdienen. Sie integrierten sich, lernten die Sprache, bauten sich eine Familie und somit ihr Leben auf in der Schweiz. Ihr ganzes Leben lang schrubbten, fegten sie, entfernten den Dreck der anderen – und das für sehr wenig Lohn. Und wenn sie dann ins Pensionierungsalter kommen, stellen sie fest: Die Rente reicht nicht aus, um in der teuren Schweiz zu bleiben. Florence Fernex und Emanuelle Bressan-Blondeau haben mehrere Frauen aus Portugal in der Westschweiz bei ihrer Arbeit begleitet. Oft bleibt ihnen nach der Pensionierung nur eines: die Rückkehr ins Herkunftsland, was ein erneutes Abschiednehmen bedeutet – von ihren Kindern und Enkeln und einem ganzen Leben in der Schweiz.«

SRF: Wettkampf der Spitäler: Weniger Spitäler = bessere Qualität? (04.03.2021)
Regionalspitäler sind unter Druck, Spitalschliessungen werden häufiger. Ist unsere Gesundheitsversorgung in Gefahr? Nein, sagen Expertinnen und Experten. Die Konzentration auf weniger Spitäler verbessere die Qualität. Doch die Menschen auf dem Land fürchten abgehängt zu werden. Jedem Tal sein Spital. Das war über Jahrzehnte das Motto der Schweizer Spitalplanung. Doch diese Zeiten sind vorbei. Die Spitäler sind unter Druck, ihnen geht das Geld aus. 10 Prozent der Spitäler haben zu wenig Eigenmittel, um längerfristig zu bestehen. Wollen Spitäler mehr Eigenmittel, brauchen sie genügend Patientinnen und Patienten. Denn die Krankenhäuser sind seit Jahren einem Wettbewerb ausgesetzt. Diese Entwicklung zeigt Wirkung. Spitäler mit Defizit müssen entweder vom Kanton mit Millionen gerettet werden, ihr Angebot herunterfahren – oder dann schliessen. Haben Regionalspitäler überhaupt eine Zukunft? SRF «DOK» zeichnet exemplarisch die Vorgänge in den Kantonen St. Gallen und Baselland nach. Im Baselbiet wurde das Spital Laufen geschlossen. Nach 150 Jahren steht das Laufental jetzt ohne Spital da. Der Kanton St. Gallen hat nichts Geringeres entschieden, als vier seiner neun Spitäler zu schliessen. Noch vor einigen Jahren unvorstellbar. Die Filmautoren haben Patientinnen und Patienten begleitet, Lokalpolitikerinnen getroffen und Spitaldirektoren sowie Ärztinnen befragt. Sie dokumentieren Ängste und Sorgen der Menschen in den Regionen, die ein Spital verlieren. Gemeindepräsidenten bangen um die Attraktivität ihrer Gemeinde, um hochqualifizierte Arbeitsplätze und fühlen sich einmal mehr von den Zentren im Stich gelassen. Vor allem ältere Menschen wollen im Krankheitsfall in der gewohnten Umgebung bleiben. Kurze Wege ermöglichen, dass Angehörige und Verwandte zu Besuch kommen während eines Aufenthalts. Das geht verloren, wenn das nahe Spital verschwindet. Übersichtliche Strukturen in einem Spital, ein familiärer Umgangston, bekannte Gesichter im Pflegeteam – das alles schätzen Menschen, die für kurze oder längere Zeit ins Spital müssen. Dennoch scheint der Trend unaufhaltsam: Der medizinische Fortschritt und der Kostendruck machen den Regionalspitälern zu schaffen. Die moderne Medizin wird immer spezialisierter, das nötige Fachpersonal ist nur beschränkt vorhanden – selbst wenn Geld keine Rolle spielen würde. Qualitätsvorgaben verlangen heutzutage ausserdem Mindest-Fallzahlen und Routine. Gleichzeitig werden einfache Eingriffe immer mehr ambulant vorgenommen. Wozu braucht es da noch grosse Bettenstationen, die oft leer stehen? Rund 200 Kliniken und Spitäler bieten in der Schweiz ihre Dienste an und buhlen um Patientinnen und Patienten. Genügen den Schweizerinnen und Schweizern nicht auch 50 oder 80? Eine Studie kommt zum Schluss, dass mit einer viel kleineren Zahl die gleiche Gesundheitsversorgung garantiert ist – in einer besseren Qualität und günstiger. Nicht ein nahes Spital ist medizinisch entscheidend, sondern ein gutes Spital. Das zeigt sich auch im Fall eines Herzinfarktes. Ein Horrorszenario für viele Menschen abseits der Zentren, wie der Film belegt. Doch auch hier gilt: Die Fahrt ins spezialisierte Zentrum kann Leben retten – selbst, wenn sie etwas länger dauert.

Panorama: Corona: Höheres Risiko für Arme (04.03.2021)
Das Coronavirus ist nicht der große Gleichmacher: Arme Menschen und prekär Beschäftigte sind deutlich häufiger betroffen.

Panorama: Lockerungen: Mulmiges Gefühl auf Intensivstationen (04.03.2021)
Laut neuen Zahlen des Prognosemodells zur Intensivbettenauslastung könnten die Öffnungen nach dem 7. März zu einem Anstieg der Patientinnen und Patienten auf Intensivstationen führen.
➔ dazu auch: DIVI-Register zu Intensivstationen: Hohe Fallzahlen befürchtet (04.03.2021)

ZDF: Schulen im Corona-Stress. Schleppende Digitalisierung, veraltete Lehrpläne und -formen (01.03.2021)
Die Pandemie wird zum Stresstest für Familien, Lehrer und Schulleitungen. Die Corona-Krise macht viele Probleme sichtbarer: schleppende Digitalisierung, zu wenige und schlecht ausgebildete Lehrer, veraltete Lehrpläne und -formen. Was muss sich ändern?

Plusminus: Kliniksterben in der Pandemie (17.02.2021)
20 Krankenhäuser haben im Corona-Jahr 2020 geschlossen. Für dieses Jahr sind zahlreiche weitere Schließungen geplant. Ausgerechnet der Corona-Klinik-Rettungsschirm verschärft die prekäre finanzielle Situation vieler Kliniken.

Plusminus: Neue Hoffnung für Leiharbeiter (17.02.2021)
Die Leiharbeiter trifft es bei jeder Krise als erste. Dabei bekommen sie in Deutschland oft nur Dumping-Löhne. Unzulässig, sagen Experten. Der Europäische Gerichtshof wird sich mit den deutschen Niedriglöhnen beschäftigen.

Plusminus: Kurzarbeit und Steuererklärung – was muss man beachten? (17.02.2021)
Beschäftigte, die in der Corona-Zeit in Kurzarbeit geschickt wurden, müssen mit erheblichen Steuernachzahlungen rechnen. Denn das Kurzarbeitergeld selbst ist zwar steuerfrei, es erhöht aber den Steuersatz für den restlichen Lohn.

Report München: Vorstellungsgespräch mit dem Computer – Künstliche Intelligenz bei der Jobbewerbung (16.02.2021)
Wer sich in den USA auf einen Job bewirbt, führt inzwischen häufig das erste Bewerbungsgespräch mit einer Künstlichen Intelligenz, abgekürzt KI. Auch in Deutschland testen erste Unternehmen diese neue, umstrittene Technologie.

SRF: Wer pflegt uns morgen? (11.02.2021)
»Der Pflegenotstand droht nicht, er ist bereits Realität», sagen die, die es wissen müssen: Pflegefachleute, die am Bett arbeiten und tagtäglich erleben, was es heisst, wenn zu wenig Personal da ist. 11.000 Stellen sind im Gesundheitswesen derzeit offen. Doch das dürfte erst der Anfang sein.«

Report Mainz: Corona-Schutz am Arbeitsplatz (09.02.2021)
Rund ein Jahr nach Beginn der Pandemie zeigt sich, dass die Corona-Kontrollen in deutschen Betrieben nach wie vor unzureichend sind. Das zeigen Recherchen von REPORT MAINZ und BuzzFeed News Deutschland.

Zur Sache Rheinland-Pfalz: „Corona holt man sich im Seniorenheim“ (04.02.2021)
Wohnen im Pflegeheim ist derzeit der größte Risikofaktor für eine Corona-Infektion. Viele Bewohner sind gestorben. Aber trotz der bitteren Erfahrungen in der ersten Corona-Welle ist es Politik und Betreibern auch jetzt in der zweiten Welle nicht gelungen, die Heime vor dem Erreger zu schützen. Wer trägt dafür die Verantwortung?

ZDF: Alltag Kinderarmut. Kein Geld – keine Chance? (31.01.2021)
Kinderarmut. Seit Jahrzehnten ein Problem im Sozialstaat Deutschland, ein Skandal in den Augen vieler Experten. Jedes fünfte Kind ist von Armut bedroht.

Exakt: Wie funktioniert Corona-Schutz auf der Baustelle? (27.01.2021)
Abstand halten und Maske tragen – wie geht das am Arbeitsplatz und wer kontrolliert das? Was in Büros noch einfach ist, funktioniert auf der Baustelle nicht unbedingt. Kann man dort eigentlich Corona konform arbeiten?

Plusminus: Pflegeheime – Trotz Corona-Maßnahmen schlecht geschützt (27.01.2021)
Alte Menschen und Pflegebedürftige sollten besonders gut vor dem Coronavirus geschützt werden, versprach die Bundesregierung. Warum sterben trotzdem überproportional viele Bewohner von Alten- und Pflegeheimen mit einer Covid-19-Infektion?

ZDF: Ärzte am Limit – Kostendruck statt Patientenwohl (27.01.2021)
Krankenhausärzte in Deutschland schlagen Alarm. Viele Mediziner arbeiten am Limit, mit und ohne Corona. Fast jeder zweite denkt darüber nach, zu kündigen oder den Beruf aufzugeben. Der Grund: In den vergangenen Jahren haben sich Kliniken immer mehr zu Wirtschaftsunternehmen gewandelt. Sehr zum Nachteil des Personals und der Patienten. Immer häufiger heißt es, der Profit zähle mehr als das Wohl der Patienten. Ein Jahr lang hat „ZDFzoom“ Ärzte an Kliniken begleitet. Die Dokumentation zeigt Kostendruck und Arbeitsbelastung vor und während der Corona-Pandemie.

Frontal 21: Krankenhaus am Limit. Keine Rückkehr zur Normalität (26.01.2021)
Im Sommer 2020 ist die Lage in den Ruppiner Kliniken der Medizinischen Hochschule Brandenburg in Neuruppin extrem angespannt. Mitten in der ersten Infektionswelle stellt sich das Hochschulklinikum komplett auf die Corona-Pandemie um. Doch die Lage entspannt sich, dafür schlägt jetzt die zweite Welle umso härter zu. Obwohl das Wissen über das Coronavirus seit dem Ausbruch vor einem Jahr in Deutschland enorm zugenommen hat, wird nun auch immer deutlicher, dass die Rückkehr zur Normalität noch lange auf sich warten lässt.

Panorama 3: Ambulante Pflegekräfte: Beim Impfen vergessen? (26.01.2021)
Ambulante Pflegekräfte werden bei Coronaimpfung benachteiligt – obwohl das Gesundheitssystem gerade jetzt auf sie angewiesen ist.

Panorama 3: Das Kita-Dilemma: Erzieher*innen an der Belastungsgrenze (26.01.2021)
Viele Erzieher*innen fühlen sich in der Pandemie von der Politik alleingelassen. Trotz Lockdown sind die Kitas voll.

makro: Zukunft der Arbeit – Homeoffice (26.01.2021)
Freiwillig oder auf Anordnung – Corona hat viele Arbeitnehmer ins Homeoffice katapultiert. „makro“ blickt in die Zukunft und zeigt, wie sich die Arbeitswelt durch die Pandemie verändert.

Fakt: Illegale ukrainische Pflegekräfte in deutschen Familien (26.01.2021)
Für die häusliche Pflege werden offenbar Ukrainerinnen illegal eingeschleust und ausgebeutet – weil immer weniger Frauen aus EU-Ländern diesen Job machen wollen. Besonders gefährlich ist das in Zeiten von Corona.

WDR: Weiblich, obdachlos, unsichtbar – Frauen zwischen Straße und Notunterkunft (25.01.2021)
»Bis vor fünf Jahren führte Maike noch ein bürgerliches Leben, auch wenn sie es nie ganz einfach hatte. Die 49-Jährige arbeitete in Vollzeit als Altenpflegerin für Demenzkranke und zog alleine zwei Kinder groß. Dann verlor sie ihren Job und wenige Monate später ihre Wohnung. Das Jobcenter hatte ihren Antrag auf Arbeitslosengeld 2 zu spät bearbeitet. Maike konnte deshalb ihre Miete nicht mehr zahlen. Zunächst schlief sie im Hinterzimmer eines Ladens, bei dem sie unentgeltlich aushalf und duschte sich im Hallenbad. Als das nicht mehr ging, musste sie in Notunterkünften übernachten, oder sie lief die ganze Nacht durch die Stadt. Frauen machen etwa ein Viertel aller Wohnungslosen in Deutschland aus. Und es trifft auch immer mehr Menschen aus der Mittelschicht. Die Gründe sind vielfältig: Steigende Mietpreise, Trennung, Jobverlust und Krankheit gehören dazu. Im Straßenbild sind obdachlose Frauen meistens kaum sichtbar. Sie versuchen nicht aufzufallen, sind gewalttätigen Übergriffen aber oft schutzlos ausgesetzt – auf der Straße, in Notübernachtungen und Wohnheimen.«

ZDF: Erzieher*innen in Not (22.01.2021)
Laut einer Auswertung der Versichertendaten der AOK sind Erzieher*innen die Berufsgruppe mit den meisten Corona-Diagnosen hierzulande, noch vor den Beschäftigten im Gesundheitswesen.

Panorama: Corona: Wem gehört der Impfstoff? (21.01.2021)
Es wäre möglich, schneller Corona-Impfstoffe zu produzieren, wenn die Entwicklerfirmen ihr Wissen teilen würden. Regierungen könnten und sollten dies einfordern, da sie Milliarden an öffentlichem Geld für die Impfstoffe zahlen würden. Das haben Gesundheitsexpertinnen und -experten aus mehreren Ländern gegenüber dem NDR erklärt. Zudem kritisieren sie die Intransparenz der Förder- und Liefervereinbarungen sowie der Entwicklungs- und Herstellungskosten.

Panorama: Flüchtlinge auf Lesbos: Die gewollte Not (21.01.2021) 
Die Zustände im Flüchtlingslager Kara Tepe auf Lesbos sind katastrophal. Die Bundesregierung wollte helfen – doch die Aufnahme der Menschen nach Deutschland stockt.

mehr/wert: Corona-Finanzhilfe für pflegende Angehörige (21.01.2021)
Die Hälfte aller Pflegebedürftigen in Deutschland wohnt zu Hause. Eine enorme Herausforderung für die Angehörigen, die sich um sie kümmern. Bekommen sie genug Überstützung, gerade jetzt? Der Sozialverband VdK schlägt Alarm.

Kontrovers: Ausgeliefert an Lieferando: Wie Rider und Restaurants kämpfen (20.01.2021)
Auf den Straßen werden sie immer mehr: die „Rider“ – Fahrradkuriere mit ihren Lieferrucksäcken. Burger, Pizza, Frühlingsrollen. In der Corona-Krise brummt das Liefer-Geschäft mit Essen. Ganz vorne mit dabei: Lieferando. Deren ‚Rider‘ strampeln hart für Boni. Nun fordern sie mehr Basis-Lohn. Kontrovers über die Schattenseiten des schnellen Booms.

makro: Impfstoff für alle! (19.01.2021)
Im Kampf gegen Corona ruht die Hoffnung auf einer Impfung. Für die Hersteller ein Geschäft, für die Staaten ein Tauziehen um Liefermengen und für alle eine globale Mammutaufgabe. Bisher sind allerdings 95 Prozent der ausgelieferten Impfstoffe in nur zehn Industrieländern verabreicht worden. Da stellt sich ganz schnell die Frage, ob es wirklich Impfstoff für alle, rund um den Globus geben wird? Damit auch die ärmeren Länder baldmöglichst Zugang zu Impfstoffen gegen Covid-19 erhalten, hat die Weltgesundheitsorganisation WHO die Initiative COVAX ins Leben gerufen. Reiche Industriestaaten sollen Impfstoff für die ärmeren Staaten solidarisch mitfinanzieren. Doch makro-Gast Wolfgang Greiner, Gesundheitsökonom, kritisiert, dass nicht mal die Hälfte der zugesagten Gelder bisher zusammengekommen seien. Und die aktuell vorrätigen Impfstoffe gingen zunächst mal in die reicheren Länder. Doch um die Pandemie wirksam zu bekämpfen, müsste eigentlich weltweit zugleich geimpft werden.

Panorama 3: Vergessene Risikogruppe: Menschen mit Behinderung (19.01.2021)
Um sich vor Corona zu schützen, verlässt Constantin Grosch seit Monaten kaum noch das Haus. Aufgrund einer Behinderung ist seine Lunge stark gefährdet. Sein einziger Kontakt zur Außenwelt sind Videoschalten und der Besuch seiner Pfleger. Trotz der hohen Gefahr durch Corona werden er und andere Menschen mit Behinderung in der Impfverordnung von Jens Spahn nicht berücksichtigt.

Panorama 3: Impfen in der Pflege: Wie groß ist die Skepsis wirklich? (19.01.2021)
Eine Impfpflicht für Pflegekräfte forderte jüngst Markus Söder, denn die Impfbereitschaft sei zu gering. Wollen sich viele Pflegekräfte tatsächlich nicht impfen lassen? Panorama 3 geht auf Spurensuche in Norddeutschland, spricht mit Pflegekräften und besucht Altenheime, in denen Heimleiter skeptische Mitarbeiter*innen von einer Impfung überzeugt haben.

ARD: Handelsware Kind. Die Mafia der Menschenhändler (18.01.2021)
In Deutschland verschwinden seit Jahren vietnamesische Kinder und Jugendliche. Dahinter stecken skrupellose Menschenhändler. Ihre Netzwerke erstrecken sich über Kontinente. Die jungen Vietnamesen werden über Russland und Osteuropa in die Bundesrepublik eingeschleust. Viele enden in der Illegalität als Arbeitssklaven für die vietnamesische Mafia. Der Film erzählt ihre Geschichte.

ZDF: Kindertagespflege fordert Unterstützung (15.01.2021)
Sie sind für Eltern, die arbeiten unverzichtbar: Kindertagespfleger*innen, die mit Herzblut die Kleinen betreuen. Doch nach einer aktuellen Umfrage fühlen sich 86% nur unzureichend vor Corona geschützt. Viele von ihnen haben Angst um ihre Gesundheit.

Frontal 21: Kranke Kinder schlecht versorgt. Engpässe im Krankenhaus (12.01.2021)
Deutschlands Kinderkliniken und -stationen fehlt es an Personal und Geld. Denn die Behandlung von Kindern ist pflege- und zeitintensiver als die von Erwachsenen. Die Mehrkosten werden nicht ausreichend vergütet. Inzwischen schreibt fast jede Kinderklinik rote Zahlen. Auch der Druck auf das Personal wächst von Jahr zu Jahr. Die Folge: Kranke Kinder können nicht adäquat behandelt werden.

Panorama 3: Exklusive Einblicke: Intensivstationen am Limit (12.01.2021)
Dauerhaft hohe Corona-Infektionszahlen und immer weniger Intensivbetten – das bekommen vor allem die Pflegekräfte zu spüren: Es sei nicht nur körperlich, sondern mental sehr anstrengend, erzählt Tobias Ochmann. Er ist seit neun Jahren Intensivpfleger in einer Hamburger Klinik. Gemeinsam mit zwei Kolleginnen aus Dresden hat er für Panorama 3 seit Mitte Dezember Video-Tagebuch geführt. Das Material zeigt einen unverstellten und schonungslosen Einblick in die Arbeit auf deutschen Intensivstationen mitten im Corona-Winter.

NDR: Milliardengeschäft Fortbildung (11.01.2021)
Mehr als 1,5 Millionen Flüchtlinge aus Kriegs- und Krisengebieten sind seit 2015 nach Deutschland gekommen. Möglichst viele von ihnen in die Lebens- und Arbeitswelt hierzulande zu integrieren, ist eine große Herausforderung für die Politik und die Behörden. Wie also werden die Flüchtlinge beraten, geschult und ausgebildet? Wie erfolgreich ist die Vermittlung in den Arbeitsmarkt? Wie viele Milliarden Steuergeld kostet das – und werden diese riesige Summen sinnvoll eingesetzt? Im Zentrum all dieser Fragen steht die Bundesagentur für Arbeit mit ihren regionalen Jobcentern. An den Fortbildungsmaßnahmen sind aber auch die vielen, meist privaten Bildungsträger beteiligt, die zahlreiche Kurse für Flüchtlinge entwickeln und anbieten – und dafür jährlich Milliarden Euro von der Bundesagentur für Arbeit kassieren. Doch die Recherchen zu all diesen Fragen sind schwierig. So verweigerten fast alle Jobcenter und Bildungsträger, die für diese Dokumentation angefragt wurden, die Dreharbeiten. Auch Fragen zu Kosten, zu Inhalten der Kurse oder zu den eventuellen Erfolgen der Maßnahmen wurden zumeist nicht beantwortet. Häufige Begründung: Das Thema sei zu „sensibel“, könne zu „polarisierend“ sein.

MDR: Endstation Hartz IV? Eine Bilanz nach 15 Jahren (16.12.2020)
Für die einen gilt Hartz IV als Armutsfalle, für die anderen als Ursache für das deutsche Jobwunder. Aber ist es wirklich gelungen, die Langzeitarbeitslosigkeit zu bekämpfen? Und wie hat Hartz IV Deutschland geprägt?

SWR: Schmutzige Geschäfte mit unserer Rente (02.12.2020)
Die gesetzliche Rente allein reicht nicht mehr, heißt es. Deshalb sorgen die meisten Menschen hierzulande zusätzlich privat fürs Alter mit Betriebsrenten, Riester-Renten oder Lebensversicherungen vor. Die Summe ist gewaltig, es geht um insgesamt etwa 1,5 Billionen Euro für die Altersvorsorge am Kapitalmarkt . Mit dem Geld werden z. B. Unternehmen, Banken und Immobilien finanziert. Doch welche Möglichkeiten haben Verbraucherinnen und Verbraucher, zu erfahren, was genau mit ihrem Geld passiert?

ZDF: Bahnhofsviertel Frankfurt – Rotlicht, Drogen und Prosecco (21.12.2020)
Das Frankfurter Bahnhofsviertel zählt zu den berüchtigtsten Gegenden Deutschlands. Rotlicht, Drogen und Gewalt – lange galten die Straßenzüge um den Bahnhof als „No-go-Area“. Doch seit einiger Zeit ist das Viertel in Bewegung. Die Rotlichtmeile ist plötzlich „in“. Und so prallen auf nur einem halben Quadratkilometer Fläche Welten aufeinander, wie sie unterschiedlicher nicht sein können. Konflikte bleiben da nicht aus.

Zur Sache Rheinland-Pfalz: Deutlicher Anstieg der Corona-Infektionen in Altenheimen (17.12.2020)
Die Alten- und Pflegeheime in Rheinland-Pfalz gehören zu den am schwersten von der Corona-Pandemie betroffenen Orten in Rheinland-Pfalz. Die meisten Toten wurden in den vergangenen Wochen registriert. Die Landesregierung ist bereits reagiert.

Panorama: Maßregelvollzug: Gewaltexzess statt Therapie (17.12.2020)
Nach einer Serie von Gewalttaten im Berliner Krankenhaus des Maßregelvollzugs machen Mitarbeitende dafür „akuten Personalmangel“ und „dauerhafte Überbelegung“ verantwortlich.

Panorama: Schulschließungen: Wankelmut und Wirrwarr (17.12.2020)
Nach dem Lockdown und der Schließung der Schulen wird deutlich: Seit Monaten ignorieren die Kultusminister wissenschaftliche Empfehlungen. Wie es im Januar weitergehen soll, ist unklar.

mehr/wert: Obdachlose in der CoronaPandemie (17.12.2020)
Seit Beginn der Pandemie ziehen sich die Obdachlosen noch mehr zurück, aus Angst vor einer Ansteckung. Jede eigene Überdachung bietet hier Schutz – vor Corona, vor der Kälte. Und der Lockdown verschlimmert ihre Lage.

Kontrovers: „Es hat uns wie ein Tsunami überrollt“ (16.12.2020)
Mehr als 4.600 Covid-Patienten werden aktuell in Deutschlands Intensivstationen behandelt. Die Versorgung über die Feiertage sei in Gefahr, warnt die Bayerische Krankenhausgesellschaft, wenn die Infektionszahlen nicht endlich runter gehen. Die Beschäftigten stünden vor einer „körperlichen und emotionalen Überforderung“. Kontrovers hat die getroffen, die in den Kliniken gegen Corona kämpfen: Ärzte, Pflegekräfte und Pflegedienstleitungen.

SWR: Die Lebensretter – Im Dauereinsatz gegen Corona (16.12.2020)
Im Februar 2020 treten in Deutschland die ersten Fälle einer neuartigen und dramatisch verlaufenen Lungenkrankheit auf, die schnell unter dem Namen Covid-19 bekannt wird. Seitdem hat das Coronavirus, das Covid-19 auslöst, dieses Jahr 2020 geprägt. SWR Autor Patrick Hünerfeld hat von Anfang an Patientinnen und Patienten sowie Ärztinnen und Ärzte im Kampf gegen die Krankheit begleitet. Er ist dabei auf eindringliche Geschichten gestoßen, die er in seinem Rückblick ‚Das Corona Jahr‘ erzählt.

ZDF: Corona und kein Personal. Droht dem Gesundheitssystem der Kollaps? (09.12.2020)
In Deutschland fehlt es an medizinischem Personal. Die Corona-Krise zeigt, dass eines der teuersten Gesundheitssysteme lange nicht das beste ist. Womöglich droht jetzt sogar der Kollaps.

Report München: Polizisten und Covid-19 – Im Dienst infiziert und alleingelassen (08.12.2020)
Ein Sportlehrgang für bayerische Polizisten endet mit vielen Corona-Infektionen. Ein anderer Beamter der Polizeiinspektion am Flughafen verstirbt nach einer Covid-19-Erkrankung. Die Erkrankungen werden nicht als Dienstunfall anerkannt. Jetzt klagen die ersten Polizisten. Und bundesweit gibt es ähnliche Probleme. 

NDR: Aufstand der Corona-Held*innen (07.12.2020)
Pflegekräfte und Kassierer sind systemrelevant, wie sich in der Coronakrise zeigt. Was steht höheren Löhnen im Weg?

NDR: Inside Blutspende (30.11.2020)
In Deutschland ist der Pro-Kopf-Verbrauch an Spenderblut höher als in jedem anderen Land der Welt, so fast doppelt so hoch wie etwa in den Niederlanden. Warum ist das so? Und wo bleibt das Blut? Diesen Fragen gehen Christine Seidemann und Ute Jurkovics in ihrer Dokumentation nach. Der Film verfolgt die Spur einer Blutspende: von der Abgabe beim Deutschen Roten Kreuz bis in die Operationssäle der Krankenhäuser und die Labore der Pharmaindustrie.

ZDF: Notfall Krankenhaus – Ärzte dringend gesucht (04.12.2020)
Überstunden, Doppelschichten, 24-Stunden-Bereitschaft: Der Medizineralltag in deutschen Krankenhäusern ist oft hart: Stellen bleiben unbesetzt. Klinikärzte werden dringend gesucht. Patienten müssen versorgt, Schichtpläne befüllt werden. Viele Kliniken sind angewiesen auf Ärzte aus dem Ausland. Laut Bundesärztekammer lag die Zahl der in Deutschland tätigen ausländischen Mediziner 2019 bei annähernd 52.300. Vor zehn Jahren waren es knapp 20.000.

Plusminus: Corona-Hilfen für Krankenhäuser – Zahlungen helfen kaum (02.12.2020)
Als sich im Frühjahr die Coronapandemie zuspitzte, sagte der Bund den Kliniken umfangreiche Hilfen zu, um die Belastung durch Corona abzufedern. Es gab Pauschalen für frei gehaltene Betten und extra Geld für neu geschaffene Intensivbetten.
➔ Zu dem Plusminus-Beitrag gibt es eine Gegendarstellung der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG): Plusminus-Beitrag hält Faktencheck nicht stand. DKG zum Plusminus-Bericht „Corona-Hilfen für Krankenhäuser“(03.12.2020)

Plusminus: Ausbildungsplatz gesucht. Wie die Corona-Krise den Fachkräftemangel verstärkt (02.12.2020)
Die Corona-Krise hat die Wirtschaft hart getroffen. Viele Unternehmen haben deshalb die Ausbildung in diesem und kommendem Jahr zurückgefahren oder ganz eingestellt. Wird die Corona-Krise in der Zukunft so zur Fachkräfte-Krise?

Report Mainz: Durchlässige FFP2-Masken in Kliniken und Apotheken (01.12.2020)
Die Bundesregierung plant, mehr als 27 Millionen Risikopersonen mit so genannten FFP2-Masken zu versorgen – als Schutz vor Corona. Gegenüber REPORT MAINZ sagen Experten, dass hunderttausende dieser auf dem Markt befindlichen Filter-Masken problematisch seien. Nach Recherchen des ARD-Politikmagazins wurde auch im Klinikum Ludwigshafen in Rheinland-Pfalz mit mangelhaften Filtermasken gearbeitet. Der ärztliche Direktor der Klinik, Prof. Günter Layer, schloss im Interview mit REPORT MAINZ nicht aus, dass es zu COVID19-Infektionen wegen der Masken gekommen sei.

mehr/wert: Ein Anreiz bei der Mitarbeiter-Suche (26.11.2020)
Jobs gibt es viele im Großraum München – bezahlbarer Wohnraum ist Mangelware. Das ist bei der Suche nach Mitarbeitern zunehmend ein Problem. Eine Lösung wäre der Bau von Werkswohnungen – und da findet ein Umdenken statt.

Panorama 3: Gesetz blockiert: Weiter Leiharbeiter in der Fleischindustrie? (24.11.2020)
Die CDU will Leiharbeit in Schlachthöfen weiter zulassen. Wie groß ist der Einfluss, den die Fleischindustrie auf niedersächsische Abgeordnete hat?

Frontal 21: Selbstbestimmtes Sterben. Hoffnung auf einen würdigen Tod (23.11.2020)
Im Februar 2020 hat das Bundesverfassungsgericht das Anrecht auf selbstbestimmtes Sterben bestätigt. Das Urteil führte zu einer Diskussion unter Ärzten und Juristen, in welcher Art Sterbehilfe praktiziert werden soll. Bisher gibt es kaum Angebote in Deutschland. Patienten, die dennoch Sterbehilfe in Anspruch nehmen wollen, tun das im europäischen Ausland – oder fernab der Öffentlichkeit, hinter verschlossenen Türen.

Frontal 21: Entsandte Beschäftigte. Mehr Schutz und gleiche Rechte (24.11.2020)
Jedes Jahr werden Tausende Arbeitskräfte aus den ost- und mitteleuropäischen EU-Staaten nach Deutschland vermittelt. Doch das Versprechen auf eine bessere Zukunft und deutschen Mindestlohn endet oft bei dubiosen Subunternehmen. Die Tricks, mit denen einige Unternehmen die Arbeits- und Sozialrechte umgehen, sind bekannt: Statt Lohn gibt es oftmals nur Spesen, um die Sozialversicherungskosten zu sparen. Die Neuregelung der EU-Entsenderichtlinie soll gerade das ändern. Doch jeder Mitgliedsstaat der Europäischen Union muss die Richtlinie ins nationale Recht umsetzen. Das geschehe in Deutschland zu lax, wodurch sie zum zahnlosen Tiger werde, kritisieren Experten.

Westpol: Fleischindustrie: Warten auf Taten (22.11.2020)
Nach den Corona-Ausbrüchen bei Westfleisch in Coesfeld und Tönnies in Rheda-Wiedenbrück hatte die Politik sich fest vorgenommen, endlich die Arbeitsbedingungen in der Fleischindustrie zu verbessern . Mit Leiharbeit, Werkverträgen und heruntergekommenen Sammelunterkünften sollte Schluss sein . Mit an der Spitze der Bewegung: NRW-Arbeitsminister Laumann. Doch im Bundestag flog die Lesung zum neuen Arbeitsschutzgesetz Ende Oktober von der Tagesordnung. Und die Fleischwirtschaft jubelt intern bereits über erreichte Ausnahmen und ihre offenbar erneut erfolgreiche Lobbyarbeit.

Kontraste: Trotz Milliardenhilfen – Verschuldet, Pleite, Entlassen (19.11.2020)
Die Bundesregierung hilft mit Milliarden gegen die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise. Ständig wird nachgelegt und noch mehr Geld bereitgestellt. Trotzdem geben Soloselbstständige auf, so mancher Mittelständler muss trotz Kurzarbeitergeld seine Leute entlassen und Leiharbeiter verlieren ihre Jobs. Kontraste hat drei Menschen begleitet, die besonders stark unter den wirtschaftlichen und auch sozialen Folgen der Pandemie zu leiden haben.

WDR: Erzieher und Pfleger am Anschlag: Ist soziale Arbeit in der Corona-Krise noch zu leisten? (18.11.2020)
Nadja Kerschkewicz spricht in Düsseldorf mit Christian Woltering, Geschäftsführer des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes NRW, über das Thema „Erzieher und Pfleger am Anschlag: Ist soziale Arbeit in der Corona-Krise noch zu leisten?“

Panorama 3: Corona: Die Herausforderungen auf Intensivstationen (17.11.2020)

defacto: Hartz IV – Staatlich verordnete Armut (12.11.2020)
Hartz IV stürzt bis heute Betroffene in Armut. Auch wenn der Regelsatz zum Jahreswechsel leicht erhöht wird, führt er Monat für Monat zu einem Kampf um die eigene Würde. defacto hat Menschen besucht, die mit der staatlichen Grundsicherung auskommen müssen.

Monitor: Am Rande der Gesellschaft: Corona-Herbst auf der Straße (12.11.2020)
Überall steigt die Zahl der Corona-Infektionen dramatisch an. Besonders eine Gruppe trifft das hart: Obdachlose und Menschen ohne Krankenversicherung. Private Initiativen müssen ihre Hilfsangebote einschränken oder ganz schließen. In vielen Unterkünften droht ihnen Ansteckung mit dem Corona-Virus.

ARTE: Schuften im Schlachthof. Rumänen in Deutschland, Asiaten in Rumänien (11.11.2020)
Die Arbeit ist hart, oft ekelhaft und durch Corona sogar gefährlich – und trotzdem kommen zig-tausende Rumänen nach Deutschland oder Frankreich, um in der Fleischbranche oder bei der Ernte ihr Geld zu verdienen. Warum tun sie sich das an, warum ist die Fremde oft der einzige Ausweg – und wer macht die Arbeit in Rumänien? Asiaten füllen die Lücken. Eine Spirale der Verzweiflung.
Das Dorf Goreni liegt im rumänischen Transsilvanien. Hier gibt es außer Landwirtschaft kaum Jobs. Die meisten gehen daher zum Arbeiten nach Westeuropa. So wie Elisabeta, die in Deutschland Erdbeeren pflückt. Ihr Mann Zlotan ist Schweißer in Frankreich. Sohn Paul war bis März Schichtarbeiter bei Tönnies und will jetzt wieder zurück – obwohl sich seine Tante und sein Onkel genau bei diesem Fleischkonzern mit Covid-19 infiziert haben und im Moment in Deutschland in Quarantäne sind. Elisabeta bereitet das große Sorgen. Gerade erst wurde die 54-Jährige in Deutschland um einen großen Teil ihres Lohnes betrogen. Dennoch, irgendwie muss die Familie Geld verdienen, sonst kommen sie nicht durch. Seit dem EU-Beitritt Rumäniens sind die Preise explodiert und gerade Lebensmittel oft sogar noch teurer als in Deutschland. Doch ein Viertel aller Rumänen sind als Kleinbauern tätig. Gerade sie kommen nicht über die Runden. Vier Millionen Rumänen arbeiten daher im Ausland – das ist jeder fünfte – darunter viele junge Erwachsene, wie Elisabetas 20-jähriger Sohn Paul. Die Folge der Arbeiterkarawane nach Westeuropa erlebt man in Cluj, Nordrumänien: Vasile, der Betreiber einer Hamburger-Restaurantkette, sucht händeringend Arbeitskräfte. Doch kein Rumäne will für das Geld, das er zahlen kann, arbeiten. Und so hat er 13 Männer aus Sri Lanka angeworben. Auch in der Fleischfabrik in Cluj arbeiten Asiaten, die dort für wenig Lohn Därme reinigen und Fleisch zerlegen. Über 30.000 Visa hat Rumänien – trotz der Coronakrise – allein im Jahr 2020 für Arbeiter aus asiatischen Ländern ausgestellt.

Plusminus: Corona: Lieferdienste-Boom – wer bleibt auf der Strecke (11.11.2020)
In der Corona-Krise ist er so gefragt wie nie: Deutschlands Essens-Lieferdienst Nr. 1 Lieferando. Restaurant können so auch in der Krise Umsätze zu machen, gleichzeitig wächst die Abhängigkeit. Auch die Fahrer fühlen sich „ausgeliefert“.

Panorama 3: Steigende Corona-Zahlen: Herausforderungen für Pflegeheime (10.11.2020)
Wenn von einem Tag auf den anderen 30 Prozent des Personals eines Pflegeheims in Quarantäne müssen, ist das kaum auszugleichen. Und auch sonst stellt das Infektionsgeschehen die Einrichtungen vor Probleme.

Report Mainz: Was bedeutet Corona für sozial schwache Menschen? (10.12.2020)
Schon für Menschen, die nicht in Armut leben ist die Corona-Zeit eine Herausforderung. Aber wie erleben Menschen ohne Geld die Pandemie? Wir waren zum zweiten Mal im Asternweg, einem Brennpunkt-Viertel im pfälzischen Kaiserslautern. Dort haben wir Menschen getroffen, die in schwierigsten Wohnverhältnissen leben und mit Hartz IV auskommen müssen.

ZDFinfo: Dauerstress statt Ruhestand – Reicht die Rente? (10.11.2020)
Obwohl sie jahrelang in die Rentenkasse eingezahlt haben, sind viele Deutsche im Alter auf Grundsicherung oder Minijobs angewiesen. Wie kommen sie damit zurecht?

ARD: Mütter, Väter, Kinder im Stress (09.11.2020)
Schichtdienst, Kinderbetreuung, einkaufen, Hilfe bei den Hausaufgaben, Haushalt – Krankenschwester Sonja fühlt sich abends wie nach einem Marathon und fällt oft schon um 20 Uhr todmüde ins Bett. Eigentlich arbeite sie „jeden Tag nur noch Listen ab, in der Hoffnung, dass nichts übrig bleibt, was dann auf die Liste des nächsten Tags wandert“, so die 43-jährige Alleinerziehende.

3sat: Die zerrissene Gesellschaft (05.11.2020)
Strukturelle Ungerechtigkeit gefährdet den sozialen Frieden und führt zur Spaltung. Wann gilt eine Gesellschaftsordnung als gerecht? Eine Forderung ist die Chance auf sozialen Aufstieg. Der Film zeichnet die evolutionsbiologischen Spuren unseres Gerechtigkeitsempfindens nach und zeigt in sozialpsychologischen Experimenten, welche Formen von Gerechtigkeit – Bedarfs-, Leistungs- und Verteilungsgerechtigkeit– für den Zusammenhalt einer Gesellschaft wichtig sind.

Plusminus: Blutplasma aus den USA – deutschen Kliniken droht Engpass (04.11.2020)
Durch die Coronakrise ist die Zahl der Blutplasmaspende in den USA eingebrochen. Zum Großteil wurden die Konserven auch an deutsche Kliniken verkauft. Der Rückgang in den USA könnte so auch in Deutschland zu Engpässen führen.

WDR: Die Bettler aus der Walachei: Bedürftige oder organisierte Bande? (04.11.2020)
Sie kommen gemeinsam, jeder steuert seine Straßenecke an, legt eine Decke über die Beine und harrt aus – in der Hoffnung, dass Passanten Geld in den Pappbecher werfen. Genauso schnell wie sie gekommen sind, verschwinden sie gemeinsam wieder. Wo gehen diese Menschen hin, wer sind sie, steckt organisierte Kriminalität dahinter? Die Autorin folgt einer Bettlerin in ihr Dorf in Rumänien – und stößt auf bittere Armut und Ausgrenzung. Das Dorf ist Teil der EU – und dennoch ein vergessenes Stück Land, zu dem Journalisten kaum Zutritt haben. Etwa 80 Prozent der Roma leben unterhalb der Armutsgefährdungsschwelle ihres Landes; jeder dritte Roma hat in seiner Unterkunft kein fließendes Wasser; jedes dritte Roma-Kind lebt in einem Haushalt, in dem im vergangenen Monat jemand hungrig zu Bett gegangen ist. 50 Prozent der Roma im Alter zwischen sechs und 24 Jahren besuchen keine Schule. Die Freizügigkeit innerhalb der EU ermöglicht es Menschen, von Osteuropa nach Deutschland zum Betteln zu kommen. Die Dokumentation zeigt Motive und Hintergründe.

ARD: Armes, reiches New York – Die ungleiche Krise (04.11.2020)
New York wurde im Frühjahr heftig von der Pandemie getroffen, fast 800 Menschen starben im April an den Folgen von Covid-19 – täglich. Seitdem ist die Stadt nicht zur Ruhe gekommen: Ein dreimonatiger Shutdown, der nach wie vor nur stückweise gelockert wird, die „Black Lives Matter“-Proteste, die Präsidentschaftswahl, aber vor allem die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie und die wachsende Ungleichheit beschäftigen die Menschen. Hier leben extrem Arme und extrem Reiche dicht nebeneinander, und so zeigt sich in New York wie unter einem Brennglas, was ganz Amerika spaltet.

mehr/wert: Soloselbstständige: Bedrohte Existenzen (29.10.2020)
Ein „fiktiver Unternehmerlohn“ würde vielen Soloselbstständigen durch die Krise helfen – gerade denen, die bislang eher leer ausgegangen sind.

Plusminus: Corona-Pandemie: Wären weniger Krankenhäuser besser? (28.10.2020)
Deutschland bewältigt die Corona-Pandemie bisher vergleichsweise glimpflich. Doch nur ein geringer Teil der Krankenhäuser war überhaupt an der Betreuung der Covid-19-Patienten beteiligt. Das Problem ist vielmehr: Es fehlt Personal.

SWR: Zwischen Job und Heimweh. Pflegekräfte aus Osteuropa (27.10.2020)
Ohne Pflegekräfte vor allem aus Osteuropa wäre die Versorgung in Alten- und Seniorenheimen, aber auch in der häuslichen Betreuung hierzulande nicht mehr vorstellbar. Für die Frauen ist die Arbeit in Deutschland finanziell attraktiv – aber sie zahlen einen hohen Preis. Der Film begleitet zwei Pflegerinnen aus Bulgarien und Albanien zu ihren Arbeitsstätten und zu ihren Familien, die sie in ihren Heimatländern zurücklassen.

Panorama 3: Die Not der Obdachlosen zu Corona-Zeiten (27.10.2020)
Sozialhelfer sind entsetzt darüber, wie das Winternotprogramm für Obdachlose in Hamburg ausgestaltet werden soll: Fünf- bis Achtbettzimmer sind in Planung; die Stadt nennt das eine „lockere Belegung“.

NDR: Generation Hartz IV: Kinder kämpfen für ihre Zukunft (26.10.2020)
Hartz IV, Deutschlands umstrittenste Sozialreform wird 15 Jahre alt. Damit werden nun viele Kinder erwachsen, deren Eltern schon bei ihrer Geburt Arbeitslosengeld-II-Empfänger waren. 45 Min begleitet Kinder, deren Lebensrealität von Hartz IV bestimmt war und ist. Was bedeutet es, als Kind „arm“ zu sein? Was denken die Kinder selbst über das System? Und wie können sie einen Weg in ein Leben ohne Arbeitslosengeld II finden?

ARD: Konzepte statt Besuchsverbot (25.10.2020)
Geschützt, aber einsam: Das Corona-bedingte Besuchsverbot in Pflegeheimen traf Bewohner und Angehörige hart. Bessere Ausrüstung und mehr Erfahrung sollen verhindern, dass sich das wiederholt.

ARD: „Man kann Patienten nicht wegsperren“ (25.10.2020)
Die Infektionszahlen steigen wieder in Deutschland. Krankenhäuser und Pflegeheime reagieren wie im Frühjahr mit Besuchsverboten. Patientenschützer kritisieren dieses Vorgehen scharf. Sie fürchten rechtsfreie Räume.

ARD: „Es gibt kein richtig oder falsch“ (25.10.2020)
Zählt Infektionsschutz mehr als Menschenwürde? Für Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil stellt die Frage der Besucherregulierung „ein echtes Dilemma für Pflegeheime“ darf. Es gibt kein richtig oder falsch in dieser Frage.

ZDF: Wohlfahrtsverbände ohne Kontrolle? Warum es immer wieder zu Skandalen kommt (21.10.2020)
»Immer wieder kommt es bei Wohlfahrtsverbänden zu Finanzskandalen. Einer der größten wurde 2019 bei der AWO in Frankfurt und Wiesbaden bekannt. Der Vorwurf: Veruntreuung von Geldern. Mit überhöhten sechsstelligen Gehältern, protzigen Dienstwagen und Vergünstigungen sollen sich Führungskräfte örtlicher Verbände der Arbeiterwohlfahrt jahrelang selbst bedient haben. Ein Zwischenbericht beschreibt einen Schaden in Millionenhöhe. Der Skandal bei der AWO in Südhessen ist kein Einzelfall. Auch bei der Arbeiterwohlfahrt in Mecklenburg-Vorpommern und in Thüringen gab es 2019/2020 Vorwürfe wegen Veruntreuung von Geldern. In der Geschichte anderer Verbände der Wohlfahrtspflege gab es ähnliche Fälle. Immer wieder geht es um Gehälter und Dienstwagen. Was läuft schief bei den gemeinnützigen Wohlfahrtsverbänden, die eine der wichtigsten Säulen des sozialen Sektors sind? Die Recherchen führen die Autorinnen Valerie Henschel und Laura Rosinus zu Politikern, Verbandsmitgliedern, Wissenschaftlern und Juristen. Sie bestätigen, dass es im Wohlfahrtssystem an vielen Stellen an Transparenz und wirksamen Kontrollstrukturen mangelt. Obwohl sich die Branche immer weiter ökonomisiert und jedes Jahr Milliarden umsetzt, führen veraltete Gesetze und traditionelle Privilegien dazu, dass bei vielen örtlichen Wohlfahrtsverbänden kaum Transparenz bei Finanzen und Verwaltung herrscht.«

Panorama 3: Trotz Milliardenhilfe für Lufthansa: Pilotenausbildung vor dem Aus? (20.10.2020)
Die Lufthansa und ihre zuständige Flugschule in Bremen drängen die Piloten-Anwärter, ihre Ausbildung abzubrechen.

Panorama 3: 15 Jahre Hartz IV: Wie erleben Kinder Armut? (20.10.2020)
Panorama 3 trifft Kinder, deren Lebensrealität von Hartz IV bestimmt ist. Was bedeutet es, als Kind „arm“ zu sein?

makro: Kollege Roboter (19.10.2020)
Künstliche Intelligenz krempelt unsere Wirtschaft um. Roboter übernehmen immer mehr Tätigkeiten in der Industrie. Wie sehr werden sie unser Arbeitsleben in Zukunft verändern?

ZDFinfo: Ghost Workers – Wie Klickarbeiter von Konzernen ausgebeutet werden (16.10.2020)
Bei den digitalen Branchenriesen Google, Facebook und Co. arbeiten oft sogenannte Klickarbeiter in monotonen Online-Jobs für einen Hungerlohn. Moderne Ausbeutung im 21. Jahrhundert. Künstliche Intelligenz revolutioniert unser Leben. Doch die Maschinen brauchen Menschen, die sie „füttern“. Ohne Arbeitsvertrag oder soziale Absicherung verrichten unterbezahlte sogenannte Crowdworker stupide Klickarbeit für die großen Digitalkonzerne. Plattformen wie „Figure 8“ oder „Amazon Mechanical Turk“ beschäftigen Personal für Tätigkeiten, an denen die Automatisierung noch scheitert. Kleinste und leicht kündbare Jobs, bei denen Audiodateien transkribiert, Fotoinhalte markiert oder Produkte genau identifiziert werden müssen. Die Klickarbeiter erstellen sich hierfür ein Online-Profil und melden sich damit für einzelne Projekte an. Sozialversicherung oder Mindestlohn: Fehlanzeige! So verdient die US-Amerikanerin Dawn Carbone mit der Klickarbeit durchschnittlich 230 Euro im Monat – bei acht Stunden Arbeit am Tag, fünf Tage die Woche. Während die Internetkonzerne Erfolge feiern und Riesenumsätze machen, bleibt die Arbeit der Crowdworker unsichtbar. Noch härter haben es die Content-Moderatoren: Sie sorgen für „saubere Inhalte“ in den sozialen Medien. Sie arbeiten meist für Subunternehmer und filtern verbotene Posts auf Facebook und Co. heraus – für ein geringes Gehalt. Sie werden täglich mit brutalen Fotos und Videos konfrontiert. Und das bleibt nicht ohne Folgen: Manche lassen diese Bilder nicht mehr los.

ARD: Ich weiß nicht mal, wie er starb. Wie ein Pflegeheim zur Corona-Falle wurde (12.10.2020)
Als das Virus erkannt wurde, war es zu spät: Innerhalb weniger Tage infizierten sich 112 der 160 Bewohner des Wolfsburger Hanns-Lilje-Heims mit Corona, 47 von ihnen starben. Auch viele Pflegekräfte erkrankten an Covid-19. Die diakonische Einrichtung für demenziell erkrankte Menschen war zur Todesfalle geworden.

Report Mainz: Gastronomen und Selbständige kämpfen um ihre Existenz (06.10.2020)
Selbstständige haben aufgrund der Corona-Krise hohe Einkommenseinbußen erlitten. Nach einer aktuellen Umfrage rechnet jeder siebte Betrieb in der Gastronomie und Hotellerie mit einer baldigen Schließung.

Report Mainz: Wie Firmen Leiharbeiter ausbeuten und das Gesetz umgehen (06.10.2020)
Ausbeuterische und damit menschenunwürdige Leiharbeit ist ein Dauerthema seit fast 20 Jahren. Jetzt soll ein neues Gesetz zumindest in der Fleischindustrie diese katastrophalen Zustände beheben.

ZDF: Betrug am Krankenbett. Was läuft schief in der häuslichen Pflege? (07.10.2020)
In der häuslichen Krankenpflege gibt es etliche Betrüger. Viele Firmen setzen unqualifiziertes Personal ein, rechnen aber Fachkräfte ab. Zwei Milliarden Euro Schaden schätzt die Polizei.

Frontal 21: Kitas am Limit. Corona, Streik, Erkältungswetter (06.10.2020)
Wenn oftmals bis zu zwölf Kinder von einer Erzieherin betreut werden, grenzt das an Kindeswohlgefährdung, warnen Erzieherinnen. Denn die Kitas sind schon jetzt oft personell völlig unterbesetzt. Was ist, wenn sich im Herbst und Winter der Krankenstand durch Corona noch weiter erhöht?

ZDF: Die Sklaven der Weltmeere: Wie Seeleute schikaniert werden (02.10.2020)
„ZDFzoom“ hat zahlreiche Missstände der Arbeits- und Lebensbedingungen von Seeleuten aufgedeckt. Viele deutsche Reedereien lassen ihre Schiffe in sogenannte Billiglohnländer ausflaggen.

WDR: Armutsrisiko Witwenrente (01.10.2020)
Wer heute seinen Ehepartner verliert, erlebt oft eine böse Überraschung. Die Hinterbliebenenrente oder Witwenrente wurde schon vor Jahren gekürzt. Viele Betroffene – meist Frauen – erfahren es erst mit dem Rentenbescheid. Und wehe, die Witwe ist noch relativ jung und die Kinder sind noch im Haus.

Menschen – das Magazin (ZDF): Wie wichtig ist Frühförderung? (26.09.2020)
Kinder mit Behinderung brauchen mehr Zeit für ihre Entwicklung als andere Kinder. Früh mit der Förderung ihrer Fähigkeiten zu starten, kann entscheidend sein. Doch das kostet viel Geld. Viele Eltern sehen sich mit einer Flut von Antragsformularen konfrontiert. Nicht selten dauert die Bewilligung von Förderungen viele Monate. Wertvolle Zeit, die den Kindern beim Versuch, ihre Fähigkeiten zu stärken, verloren geht. Lange war Frühförderung in erster Linie eine körperliche Förderung. Heute wird sie immer häufiger auch als sozial-emotionale Hilfestellung angewandt. Kinder mit posttraumatischen Belastungsstörungen können von einer frühen Förderung und Betreuung profitieren. Sie wird in der Regel nur bis zur Einschulung gewährt. Diese Zeitspanne reicht nur selten für ein umfassendes und individuelles Förderkonzept.

Zur Sache Rheinland-Pfalz: Apotheken auf dem Dorf immer seltener (24.09.2020)
Der Mangel an Hausärzten hat weitere Folgen für die Landbevölkerung. Zunehmend schließen auch Apotheken ihre Türen. Besonders an der Mosel ist die Entwicklung gerade spürbar. Vor allem alte Menschen leiden darunter.

Exakt: Marode Feuerwehren – Gemeinden haben kein Geld für neue Fahrzeuge (23.09.2020)
Viele freiwillige Feuerwehren auf dem Land kämpfen nicht nur gegen Feuer, sondern auch mit maroden Fahrzeugen. Sie habe nach der Wende oft gebrauchte Fahrzeuge gekauft, die nun über 30 Jahre alt und kaputt sind.

3sat: Wohnen. Mieten. Abzocken (23.09.2020)
Die Mietpreise in Städten explodieren. Das Stuttgarter Rentnerpaar A. soll für die 60-Quadratmeter-Wohnung, in der sie seit 50 Jahren leben, statt 431 Euro nun 1137 Euro Miete zahlen. Leisten können sie sich die Wohnung dann nicht mehr. Einfach schlucken wollen sie die Erhöhung jedoch auch nicht. Die Dokumentation zeigt, wie das große Geschäft mit Wohnungen funktioniert. Wie konnte es soweit kommen? Was läuft schief auf dem deutschen Wohnungsmarkt?

Frontal 21: Europas neue Fluchtroute. Mit dem Schlauchboot nach England (22.09.2020)
Mehr als 2000 Flüchtlinge haben sich in diesem Sommer mit dem Schlauchboot über den Ärmelkanal auf den Weg gemacht, vom französischen Calais an die britische Küste. Es sind überwiegend Menschen, die seit Jahren in Europa sind. Jeder Zweite von ihnen soll sogar in Deutschland gelebt haben, bis der Abschiebebescheid kam.

Panorama 3: Senioren in Sorge: Pflegekosten explodieren (22.09.2020)
Eine Erhöhung der Pflegeheimkosten sorgt für Diskussionen. Während die Beiträge der Pflegekassen starr bleiben, zahlen allein die Heimbewohner die explodierenden Preise.

defacto: Profit statt Patientenwohl – Kliniken unter Druck (17.09.2020)
Der wirtschaftliche Druck auf Kliniken wird immer höher. Sie müssen mit Patienten Geld machen und sind gezwungen nach einem strengen Kostensystem abzurechnen – den sogenannten Fallpauschalen. Bezahlt wird nicht nach dem tatsächlichen Aufwand eines Krankenhauses, sondern nach einem Durchschnittswert. Der Patient wird zur Ware.

ZDF: Die Senior-Azubis. Abenteuer mit 50+ (15.09.2020)
Unsere Gesellschaft wird immer älter. Vielerorts herrscht Fachkräftemangel. Es schlägt die Stunde der Senior-Azubis, die mit 50 plus ins kalte Wasser springen und eine Ausbildung beginnen.

Frontal 21: Alkoholkonsum in Corona-Zeiten: Das Virus verschärft Suchtprobleme (15.09.2020)
Bereits zu Beginn der Corona-Pandemie warnten Experten vor einem Anstieg schädlichen Alkoholkonsums. Jetzt zeigt eine Umfrage, dass sich die Befürchtung zu bewahrheiten scheint. Zu der anonymen Online-Befragung aufgerufen hatten das Zentralinstitut für Seelische Gesundheit (ZI) in Mannheim und die Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie im Klinikum Nürnberg. Das Ergebnis: Bei mehr als einem Drittel der Teilnehmer stieg der Konsum an Spirituosen. Corona scheint bei vielen Menschen auch eine emotionale Krise auszulösen. Besonders betroffen sind Suchtkranke. Denn während des Lockdowns waren die meisten therapeutischen Einrichtungen geschlossen. Das hat gravierende Folgen: Es gibt mehr Rückfälle und die wieder eröffneten Suchteinrichtungen berichten von Wartelisten für die Patienten.

Menschen – das Magazin (ZDF): Arbeiten – wie ich will (12.09.2020)
Der Weg auf den ersten Arbeitsmarkt hat viele Hürden. Besonders für Menschen mit Behinderung. Das gilt auch für Daniel Probst und Tomi Krone. Beide haben eine Lernbehinderung. Arbeiten in der Werkstatt für Menschen mit Behinderung oder arbeiten auf dem ersten Arbeitsmarkt? Tomi Krone kennt beides. Er begann 2016 seine Arbeit bei den Berliner Werkstätten für Menschen mit Behinderung (BWB). Ein Jobcoach sprach ihn an, ob er Lust hätte, auf den ersten Arbeitsmarkt zu wechseln. Tomi Krone entschied sich dafür. Die Integrationsmaßnahme in einer Autowerkstatt dauerte drei Jahre. Er verdiente sein eigenes Geld – dafür musste er jedoch acht Stunden am Tag arbeiten. Tomi Krone fühlte sich überfordert, ihm fehlten die Freunde, die alle in der Werkstatt für Menschen mit Behinderung tätig waren. Zudem vermisste er die dortige geschützte Tagesstruktur. Heute arbeitet Tomi Krone wieder an seinem ursprünglichen Arbeitsplatz in der Werkstatt Berlin-Marzahn. Dass er nun wieder weniger Geld verdient als auf dem ersten Arbeitsmarkt, nimmt Tomi Krone in Kauf. Daniel Probst arbeitet als selbstständiger Kerzenzieher und kann sich bis heute einen Job in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung nicht vorstellen. In einer Werkstatt fühlt er sich fremdbestimmt. Für Menschen mit Behinderung ist die Selbstständigkeit manchmal die einzige Möglichkeit, überhaupt wieder am Arbeitsleben teilzunehmen. Dafür gibt es auch Hilfe vom Staat. So fördert das Integrationsamt Darlehen oder Zinszuschüsse. In bestimmten Fällen gibt es weitere finanzielle Hilfen, wie beispielsweise Leistungen für Arbeitsassistenzen.

Panorama 3: Pflegeheime zu Corona-Zeiten: Die Sorgen der Angehörigen (08.09.2020)
Vielerorts galt in Pflegeheimen für Angehörige Besucherstopp, aktuell sind Besuche stark eingeschränkt. Gleichzeitig ringen Heimleitungen um gerechte Besuchskonzepte – keine einfache Situation.

Frontal 21: Abgeschottet und allein gelassen: Corona-Tod im Altenheim (08.09.2020)
Im Zusammenhang mit Corona ist in Deutschland fast die Hälfte aller Toten im Umfeld von Altenheimen gestorben – darunter vor allem Bewohner, aber auch Pflegekräfte und Betreuer. Seit Beginn der Pandemie ist klar, dass diese Einrichtungen einerseits besonderen Schutz benötigen und andererseits extreme Belastungen aushalten müssen. So sollen vor allem regelmäßige Tests für Pflegekräfte – also auch dann, wenn die Mitarbeiter keine Symptome haben – für mehr Sicherheit sorgen. Doch aktuell zeigt sich, die Forderungen der Politik sind mit vielen Kann- oder Soll-Verordnungen hinterlegt. So gibt es Pflegekräfte, die während der gesamten Corona-Pandemie nicht ein einziges Mal getestet wurden.

Panorama 3: Gewalt gegen Zugbegleiter: Ängste bei Maskenkontrolle (08.09.2020)

Fakt: Ist das Virus doch nicht so gefährlich? (01.09.2020)
Die Sterblichkeit aufgrund von Corona ist in den letzten Monaten erheblich zurückgegangen. Woran liegt das?

Fakt: Abzocke bei der Wohnungsvermittlung (01.09.2020)
Sogenannte „Schwarzmakler“ vermitteln Wohnungen zu völlig überteuerten Preisen, vor allem an Geflüchtete. Bis zu 7.000 Euro werden beispielsweise in Berlin pro Vermittlung fällig.

Westpol: Kann Kurzarbeit die Pleitewelle verhindern? (30.08.2020)
Die Corona-Krise droht länger zu dauern – und die Bundesregierung geht schon jetzt bei milliardenschweren Staatshilfen in die Verlängerung. Das Ziel: die Wirtschaft stabilisieren, Jobs sichern und eine Pleitewelle verhindern. Ein Instrument: das Kurzarbeitergeld. Wirtschaft und Gewerkschaften begrüßten die Pläne. Doch Kritiker werfen ein, dass damit notwendige Anpassungen in den Unternehmen verschleppt werden. Wie fühlt sich das Leben in Kurzarbeit an?

Plusminus: Bezahlbare Mietwohnungen – verzweifelt gesucht (26.08.2020)
Vor allem in Großstädten finden Kleinverdiener und Rentner immer schwerer eine Mietwohnung. Der Bestand an Sozialwohnungen ist schon seit Jahren drastisch geschrumpft. Inzwischen gibt es Lösungen für das Problem.

ZDF: Am Puls Deutschlands: #5JahreWirSchaffenDas (26.08.2020)
Vor fünf Jahren sagte Angela Merkel zum Thema Integration: „Wir schaffen das“. ZDF-Reporter Jochen Breyer will wissen: Haben wir es geschafft? Was läuft gut, was schlecht?

Frontal 21: Ausbildung in der Corona-Krise: Holpriger Start, düstere Aussichten (25.08.2020)
Etwa 45.000 Ausbildungsplätze fallen nach Expertenschätzungen in diesem Jahr aufgrund der Corona-Krise weg. Rund 90.000 Jugendliche könnten demnach ohne Ausbildungsplatz bleiben. Hinzu kommt: Azubis, die ihre Ausbildung gerade beendet haben, werden nicht wie gewohnt zu 70 Prozent von ihren Lehrbetrieben übernommen werden – sei es, weil durch Corona den Firmen die Insolvenz droht oder vor allem Ausbildungsbetrieben in der Gastronomie, im Hotelgewerbe oder in der Reisbranche die finanziellen Mittel für die Weiterbeschäftigung fehlen. Zudem greifen die angekündigten Hilfsprogramme, mit denen die Bundesregierung kleine und mittlere Unternehmen unterstützen will, oftmals nicht.

Westpol: Überforderte Gesundheitsämter (23.08.2020)
Immer mehr Menschen lassen sich auf Corona testen und immer häufiger wird eine Covid-19 Infektion festgestellt. Dann müssen Infektionsketten mühsam nachverfolgt und Quarantänen überwacht werden. Zuständig sind die Gesundheitsämter und die die arbeiten seit Monaten am Limit. Schon vor der Pandemie waren die Gesundheitsämter personell unterbesetzt. Westpol hat landesweit abgefragt, wie gut die Ämter heute ausgestattet sind und mit der Krise klarkommen.

ZDF: Alleingelassen in der Krise – Selbstständige in der Corona-Falle (19.08.2020)
Um mit „Wumms“ aus der Corona-Krise zu kommen, hat Berlin für viele Branchen Hilfspakete in Milliardenhöhe bereitgestellt. Eine Gruppe fühlt sich alleingelassen: die Solo-Selbstständigen.

Exakt: Billige Tiere, billige Arbeit, billiges Hack – was ändert sich in der Fleischindustrie? (19.08.2020)
Die harten Arbeitsbedingungen in der deutschen Fleischindustrie sind seit Jahren bekannt. Nun will die Bundesregierung Werkverträge verbieten. Unternehmen wie Tönnies müssten ihre Mitarbeiter dann direkt anstellen.

Report Mainz: Kontrollverlust in Pflegeheimen – Welche Folgen hat die mangelnde Aufsicht für die Bewohner?(18.08.2020)
Die Qualität von Pflegeeinrichtungen in Deutschland wird seit Mitte März infolge der Corona-Pandemie kaum noch kontrolliert. Auch Angehörige konnten keine Pflege-Mängel mehr melden, weil sie zeitweise nicht in die Heime kamen.

Report Mainz: Schulschließungen wegen Corona – Befragung tausender Lehrer zeigt erschreckende Defizite beim digitalen Fernunterricht (18.08.2020)
Fünf Monate nach den ersten coronabedingten Schulschließungen zeigt eine Befragung: fast zwei Drittel der Lehrerinnen und Lehrer sehen sich nicht in der Lage, bei einem erneuten Lockdown auf digitalen Fernunterricht umzuschalten.

Panorama 3: Absurde Gesetzeslücke: Mietpreisbremse bewirkt das Gegenteil (18.08.2020)
In vielen Städten funktioniert die Mietpreisbremse nicht: In Hamburg waren 41 Prozent der untersuchten Angebotsmieten teurer als zulässig. Schuld ist ein entscheidender Konstruktionsfehler im Gesetz.

NDR: Organspende – Jetzt reden die Ärzte (17.08.2020)
Rund 9.400 kranke Menschen hierzulande warten auf ein Spenderorgan. Deutschland ist das einzige EU-Land, das mehr Organspenden aus dem Ausland bekommt als es anbietet. Warum ist das so?

Plusminus: Kampf um Hilfsmittel – Neue Regelungen laufen ins Leere (12.08.2020)
Mit dem so genannten Terminservice- und Versorgungsgesetz sollte die Qualität der Hilfsmittelversorgung verbessert werden. Doch Recherchen von „Plusminus“ zeigen, dass manche Krankenkassen die Umsetzung verweigern, zu Lasten der Patienten.

Fakt: Unfreiwillig ins Pflegeheim (11.08.2020)
Eine Frau mit Behinderung kämpft um ein selbständiges Leben und gegen Behörden und Bürokratie. Weil das staatliche Geld für persönliche Assistenten nicht reicht, muss die 62-jährige gegen ihren Willen in ein Heim.

SWR-Fernsehen: 7 Tage… mobile Pflegehilfe (30.07.2020)
Sie sind Corona-Helden und systemrelevant. Menschen in Pflegeberufen waren schon immer unentbehrlich für die Gesellschaft, aber erst während der Corona-Krise wird das offenbar den meisten Bürgerinnen und Bürgern so richtig bewusst. Die Anerkennung für den Pflegeberuf scheint zu wachsen, es wird an Fenstern geklatscht und über eine Prämie diskutiert. Aber wie sieht der Alltag von Pflegekräften aus? Warum ist ihr Job in dieser Krise noch schwerer geworden? Was bedeutet Pflege von Patientinnen und Patienten, wenn jeder aus Infektionsschutz auf Abstand geht?

ZDF: Zwei Quadratkilometer Stress. Hilfe für einen Stadtteil (29.07.2020)
Sie gehen dort hin, wo andere lieber wegschauen: Der Film zeigt mutige Mannheimer, die versuchen, einen Stadtteil zu retten, den viele bereits abgeschrieben haben.

Panorama: Kliniken auf dem Land: Retten oder Schließen? (23.07.2020)
Viele Krankenhäuser sind unterfinanziert: Laut dem Krankenhaus-Rating-Report haben 13 Prozent hohe Insolvenzgefahr. Gerade kleinen Kliniken auf dem Land droht das Aus.

Panorama: Absurd: Höhere Mieten auch dank Mietpreisbremse (23.07.2020)
In vielen Städten funktioniert die Mietpreisbremse nicht: In Hamburg bspw. waren 41 Prozent der von Panorama untersuchten Angebotsmieten teurer als zulässig. Schuld ist ein entscheidender Konstruktionsfehler im Gesetz.

Exakt – Die Story: Junge Mütter auf der Schulbank (22.07.2020)
Jenny, Nancy und Cindy gehen auf eine Schule. Die jungen Frauen aus Leipzig ziehen Kinder groß, haben aber keine Ausbildung. Ihre Chancen auf Berufsabschluss und Job stehen schlecht. Was wird aus ihnen?

Exakt: Ausgebuchte Ostsee – Reinigungskräfte im Dauerstress (22.07.2020)
Hochsaison an der Ostsee. Die Reinigungskräfte, die die Ferienhäuser putzen, sind im Dauerstress. Verstärkung ist nicht in Sicht, denn es gibt hier kaum bezahlbarem Wohnraum für sie.

ARD: Markt macht Medizin (20.07.2020)
Es ist ein Weg zurück, den viele Ärzte und Politiker fordern: Weg vom knallharten Kalkül, hin zu mehr Zeit für weniger lukrative Eingriffe. Denn in bester Ordnung, wie es nach Corona überall heißt, ist im deutschen Klinikalltag gar nichts.

ARD: Digitalsteuer und soziale Gerechtigkeit (19.07.2020)
Tech-Giganten haben im Lockdown ihre Umsätze gigantisch gesteigert – und zahlen so gut wie keine Steuern. Eine Gefahr für den sozialen Zusammenhalt. Könnte die Digitalsteuer in der Corona-Krise helfen?

ZDFzoom: Tönnies und die Werkverträge. Ausbeutung mitten in Deutschland (15.07.2020)
»Nach massenhaften Corona-Infektionen bei Deutschlands größtem Schlachtbetrieb Tönnies diskutiert ganz Deutschland über die Arbeits- und Lebensbedingungen von Werkvertragmitarbeitern.«

Exakt: Obdachlosenheim: Raus aus dem Teufelskreis (08.07.2020)
Einige Menschen leben über Jahrzehnte in einem Obdachlosenheim – doch das muss nicht sein. Mit dem richtigen Konzept können Obdachlose schnell wieder in die eigenen vier Wände kommen, wie die Stadt Bernburg zeigt.

ZDF: Die Sauberfrauen (06.07.2020)
Sie schrubben Böden, wienern Fenster, putzen Toiletten. Es ist harte körperliche Arbeit, meist wird sie von Frauen verrichtet. Wie kommen sie damit klar, dass sie den Dreck anderer wegmachen?

Panorama: Gekauft: Sozialdemokrat Gabriel beriet Fleischmogul Tönnies (02.07.2020)
Der frühere Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel ist von Deutschlands größtem Fleischproduzenten Tönnies als Berater bezahlt worden. Dies belegen Dokumente, die Panorama vorliegen.

Plusminus: Corona: Tod im Pflegeheim – Was die Branche ändern muss (01.07.2020)
Trotz der Besuchsverbote für Angehörige sind Pflegeheime zu Hotspots in der Coronapandemie geworden. Experten bemängeln, dass noch immer zu wenig zum Schutz der Bewohner getan werde. Und hier sehen sie vor allem die Politik in der Pflicht.

Plusminus: Warum niedrige Ost-Löhne auch Folgen im Westen haben (01.07.2020)
Am 1. Juli 1990 wurde in der Noch-DDR die D-Mark eingeführt. Doch noch heute gibt es in vielen Branchen große Lohnunterschiede. Was vielen nicht klar ist: Die oft niedrigeren Gehälter im Osten haben auch Auswirkungen auf die im Westen!

Exakt: Hartz-IV nach Corona – die Krise nach der Krise (01.07.2020)
Hausaufgabenhilfe, Nachmittagstreff für Kinder, vergünstigtes Mittagessen – vor Corona gab es diese Hilfen für sozial schwache Familien. Und jetzt? Manche Einrichtungen haben immer noch geschlossen und das Geld fehlt.

Fakt: Das gute Geschäft mit Patentarzneimitteln (30.06.2020)
Gesetzliche Krankenkassen haben letztes Jahr 41 Milliarden Euro für Arzneimittel ausgegeben. Die Hälfte davon für sogenannte Patentarzneimittel. Dabei gäbe es häufig deutlich günstigere Alternativen.

ARD: Kampf gegen Schwarzarbeit – teuer und wirkungslos? (29.06.2020)
Durch Schwarzarbeit entgehen dem Staat jedes Jahr Sozialabgaben und Steuern in Milliardenhöhe. Die Organisierte Kriminalität hat sich hier längst breitgemacht. Experten sprechen von einem parallelen Arbeitsmarkt, auf dem kaum Regeln gelten.

Nano: Suchthilfe während Corona (26.06.2020)
Suchttherapie in Zeiten der Kontaktbeschränkungen – das hat Patienten, Therapeuten und Betreuer gefordert. In der Not mussten vor allem Telefongespräche helfen.

WDR: Was macht die Corona-Krise mit den Frauen? (25.06.2020)
Schon in normalen Zeiten leisten Frauen deutlich mehr unbezahlte Arbeit im Haushalt als Männer, das zeigen Studien. Und in den letzten Monaten fielen etliche Stunden zusätzlich an, weil Schule und Kita ausgefallen sind. Wer übernimmt die zusätzliche Sorgearbeit?

Plusminus: Mit Wumms in die Armut: Die Verlierer der Corona-Krise (24.06.2020)
Solo-Selbständige gehören zu den Hauptverlierern der Corona-Krise. Die wirtschaftlichen Folgen treffen sie viel härter als Angestellte. Laut einer Studie verfügt nur die Hälfte von ihnen über Liquiditätsreserven für mehr als drei Monate.

WDR: Abgehängt durch Corona? Schüler an der Brennpunktschule (24.06.2020): »Die Story begleitet Schüler und Lehrer der Gesamtschule Bockmühle in den letzten Wochen dieses Schuljahrs. Sie zeigt, wie Schüler um ihren Abschluss und ihre Zukunft kämpfen – und wie ihre Lehrer versuchen, die Kinder auch unter schwierigen Bedingungen nicht zu verlieren.«

defacto: Am Ende ihrer Kräfte – Wie pflegende Angehörige in der Krise allein gelassen wurden (22.06.2020)
In den vergangenen Monaten mit den Corona-bedingten Einschränkungen gab es viele Berichte über Pflegekräfte und über die Anerkennung, die sie für ihre wichtige Arbeit in der stationären Pflege verdienen. Es wurde über die besonderen Herausforderungen durch Covid 19 in Altenheimen und Krankenhäusern berichtet. Neben all diesen berechtigten Fragen wird aber selten berichtet, welche Folgen die Pandemie für die ambulante Betreuung hat, wie diese betroffenen Pflegebedürftigen und ihre Familien klarkommen. Ob Einrichtungen für Menschen mit geistiger Behinderung oder Tagespflegeeinrichtungen für Demenz-Erkrankte: Zahlreiche Pflegebedürftige wurden bis März tagsüber in den verschiedenen Einrichtungen für Tagespflege betreut. Aufgrund der Corona-Pandemie sind die meisten von ihnen zu Hause, ihre Angehörigen müssen die Pflege daheim organisieren. Von einem Tag auf den anderen mussten sie eine Rund-um-die-Uhr-Betreuung organisieren, 7 Tage die Woche. Nach 3 Monaten sind viele Angehörige mittlerweile am Ende ihrer Kräfte. Sie fordern, dass es auch für die Einrichtungen der Tagespflege dringend eine verlässliche Planung zur Wieder-Eröffnung geben muss. Vor allem aber fühlen sich viele vergessen: Ihre unermüdliche Pflegearbeit daheim mit ihren Angehörigen kommt in der öffentlichen Diskussion kaum vor. Dabei verdienen neben den professionellen Pflegerinnen und Pflegern auch die Angehörigen die Anerkennung durch die Gesellschaft.

defacto: Azubis und Uniabsolventen in der Krise – Düstere Aussichten auf einen Job (22.06.2020)
»Die Arbeitsmarktchancen für eine ganze Generation von Berufseinsteigern haben sich durch die Corona-Krise massiv verschlechtert. Die 20- bis 25-Jährigen werden jetzt mit ihrer Ausbildung fertig und sehr viele werden wegen der unklaren Lage nicht übernommen. Oder sie haben ihren Uni-Abschluss in der Tasche und bekommen keine Jobangebote, weil die wenigsten Firmen wissen, wie es weiter geht. Experten zufolge sind deutlich weniger Stellen ausgeschrieben als sonst und sie befürchten sogar langfristige Nachteile für die jetzige Generation von Berufseinsteigern. Untersuchungen zeigen, dass die Arbeitslosigkeitsrate bei Krisen-Generationen dauerhaft deutlich erhöht und das Gehaltsniveau oft deutlich schlechter ist.«

WISO: Billigfleisch – was es uns wirklich kostet (22.06.2020)
Fleischmarkt in Deutschland – Akteure und Lieferketten; System Schwein – Wer verdient an der Produktion? Werksverträge und Arbeitsbedingungen – Moderne Ausbeutung?

Westpol: Betrugsverdacht bei der Kurzarbeit (21.06.2020)
Es ist ein Erfolgsmodell, das weltweit kopiert wird und Deutschland schon durch so manche Krise gerettet hat: Die Kurzarbeit. In der Corona-Krise hat der Staat es den Unternehmen sogar noch leichter gemacht, solche Hilfen zu bekommen, um Arbeitsplätze zu retten. Doch die Kurzarbeit ist nicht ohne Risiko: Für Arbeitnehmer gibt es oftmals erhebliche finanzielle Einbußen. Und es droht auch Missbrauch – durch Firmen, die die Hilfen eigentlich gar nicht brauchen.

Plusminus: Corona und die Leistungsträger (17.06.2020)
In der Krise hat sich gezeigt, welche Berufe für das soziale Zusammenleben „systemrelevant“ sind. Diese Menschen verdienen im Vergleich zu anderen Branchen oft sehr wenig. Was lässt sich für die Zeit nach der Krise daraus lernen?

Report Mainz: Warum Menschen mit Demenz oder geistiger Behinderung unter Corona-bedingter Isolation leiden(16.06.2020)
Die meisten Pflegeheime und betreuten Wohnstätten lockern allmählich ihre Corona-bedingten Kontaktbeschränkungen. Doch für viele Demente oder geistig behinderte Menschen reichen sie nicht – oder kommen zu spät.

Panorama 3: Oldenburg: Geschäft mit Wohnungsnot der Verzweifelten (16.06.2020)
In Oldenburg hat sich offenbar ein lukrativer Markt mit Wohnungen für Bedürftige entwickelt. Vermieter vergeben heruntergekommene Zimmer und lassen sich teuer bezahlen – von der Stadt.

Westpol: Kitas zwischen Normalität und Verunsicherung (14.06.2020)
Eltern im Krisenmodus – zwischen Kinderbetreuung und Homeoffice. So ging das über Wochen. Seit ein paar Tagen sind die Kitas im Land offen. Doch noch ist völlig unklar, wie gefährlich die Lockerungen wirklich sind. Ein Forschungsprojekt soll zeigen, wie ansteckend Kinder sind. Eltern zwischen Bangen und Hoffen.

Westpol: Familienrichter ohne besondere Qualifikation (14.06.2020)
Schon wieder ein großer Missbrauchsfall. In Münster missbraucht ein Mann massenhaft Kinder. Darunter auch den Sohn seiner Freundin. Er war bereits mehrfach vorbestraft, wegen Besitz und Verbreitung von Kinderpornografie. Doch das Gericht sagte vor einigen Jahren: Für das Kind besteht keine Gefahr. Ein schwerer Irrtum. Und wieder kein Einzelfall. Diese Woche kommt Kritik von allen Seiten auf. Westpol über Familienrichter, die für ihr Fach anscheinend nicht richtig ausgebildet sind.

ZDF: Schulen im Corona-Stress – Lernen aus der Krise (11.06.2020)
Der Unterricht von zu Hause aus ist während der Corona-Pandemie in ganz Deutschland Alltag geworden. Schüler, Eltern und Lehrer wurden von der völlig neuen Lernsituation quasi überrumpelt.

3sat: „Kulturzeit extra“: Kinder ohne Schule – Was wird aus der Generation Corona? (10.06.2020)
Kinder haben keine Lobby! Während wir Airlines und Autokonzerne retten, wird die Bildung vergessen. „Kulturzeit extra“ fragt, wie Kinder, Eltern und Lehrer die Krise bewältigen. Welche Lehren können wir für die Bildung ziehen? Kann die Digitalisierung Lösungen bieten? Und welche Folgen hat die Krise für die Psyche unserer Kinder? Generation Corona nennt man sie jetzt schon. Die Sorgen der Kinder fanden bisher zu wenig Gehör. Zeit, die Bildung in den Blick zu nehmen. Die letzten Wochen waren geprägt von Homeschooling und Digitalunterricht. Und es könnte länger dauern, bis wirklich alle zusammen und jeden Tag in die Schule gehen können. „Kulturzeit extra“ hinterfragt das System Schule und versucht einen Blick nach vorne.

Panorama 3: Eltern am Limit – wie es an den Schulen weitergeht (09.06.2020)
Wie geht es nach den Sommerferien an den Schulen weiter? Panorama 3 hat sich die Unterrichtssituation angesehen und mit genervten Eltern und verantwortlichen Ministern gesprochen.

Panorama 3: Kurzarbeit am Flughafen: Ärger beim Bodenpersonal (09.06.2020)
Am Flughafen Hamburg sind nahezu alle Mitarbeiter aufgrund der Coronakrise in Kurzarbeit. Doch sind Beschäftigte der AHS schlechter gestellt, als die anderen Mitarbeiter des Flughafens.

Westpol: Wieso es für Mieter immer schwerer wird (07.06.2020)
Corona hat hunderttausende Menschen in NRW in Kurzarbeit gezwungen, auch die Arbeitslosenquote steigt. Das heißt auch: Viele Menschen können ihre Mieten kaum noch bezahlen. In manchen Kommunen hat sich die Zahl der Erstanträge auf Wohngeld mehr als verdoppelt. Die Landesregierung hält das aber nicht davon ab, den Mieterschutz in NRW weiter einzuschränken. In der neuen Mieterschutzverordnung, die ab 1. Juli gelten soll, sind nur noch 18 Kommunen vertreten. In Ruhrgebietsmetropolen wie Essen und Dortmund, können Vermieter die Preise wieder leichter in die Höhe treiben.

Kontraste: Belastung für Arbeitnehmer, Gewinn für Unternehmen (04.06.2020)
Mehr als 10 Millionen Menschen wurden für Kurzarbeit angemeldet – doch nicht alle arbeiten deshalb auch tatsächlich weniger. Kontraste-Reporter zeigen, wie Unternehmen ihren Mitarbeitern das gleiche Arbeitspensum bei viel weniger Stunden aufdrücken und die Arbeit von Betriebsräten erschweren.

Kontraste: Wie die Corona-Krise uns bei der Gleichberechtigung zurückwirft (04.06.2020) 
Homeoffice, Haushalt und Kinder hüten – Frauen tragen die ungleich größere Last in der Corona-Krise. Manche von ihnen reduzieren ihre Jobs oder steigen ganz aus dem Erwerbsleben aus – mit langfristigen Folgen für die Karriere und die Altersversorgung. Kontraste-Reporterinnen haben ganz unterschiedliche Frauen getroffen, die von der Krise hart getroffen wurden und teilweise aus guten Jobs zurück an den Herd mussten. Die Soziologin Jutta Allmendinger befürchtet, dass wir bei der Gleichberechtigung um bis zu drei Jahrzehnte zurückgeworfen werden.

Plusminus: LDL-Cholesterin: Mehr Menschen sollen Medikamente bekommen (03.06.2020)
Immer mehr gesunde Menschen werden auf dem Papier krank gemacht. Wenn Grenzwerte für Krankheiten immer weiter gesenkt werden, verspricht das ein Milliardengeschäft für die Pharmaindustrie.

Exakt: Gegen Bürokratie: Arbeit vermitteln in Corona-Zeiten (03.06.2020)
Ein Arbeitsvermittler hat eine Idee, wie in den Zeiten des Coronavirus mit Kontaktbeschränkungen, Arbeit weiter vermittelt werden kann. Viele finden diese Idee gut, doch dann kommt die Bürokratie ins Spiel.

Exakt – Die Story: Kokain des Ostens – Crystal Meth in Mitteldeutschland (03.06.2020)
Crystal Meth gilt als das „Kokain des Ostens“ – im wahrsten Sinne. Während in den westdeutschen Ländern vor allem der Konsum „herkömmlicher“ Drogen ein Problem ist, grassiert im Osten Crystal Meth. Doch die Welle schwappt weiter.

Report München: Wie die Gesundheitsämter Infektionsketten verfolgen (02.06.2020)
Der jahrelange Sparkurs hat seine Spuren im öffentlichen Gesundheitsdienst hinterlassen. Zwar bekamen die Gesundheitsämter seit Beginn der Corona-Krise massiv Unterstützung aus anderen Bereichen der Verwaltung. Dauerhaft neue Stellen aber gab es bislang nicht. Doch mit den Lockerungen der Kontaktbeschränkungen kommt den Ämtern eine Schlüsselrolle dabei zu, die Pandemie weiterhin in Schach zu halten.

Westpol: Homeoffice, Kurzarbeit, Kündigung: Wie wirkt sich die Corona-Krise auf die Arbeitswelt aus? (28.05.2020)

Panorama 3: Corona befördert sozialen Abstieg (26.05.2020)
Die Corona-Krise zeigt ihre Auswirkungen in allen Schichten. Im März und April wurden zehn Millionen Menschen in Kurzarbeit gemeldet, mehr und mehr bangen um ihre Existenz.

Westpol: Lohndumping mit Werkverträgen (24.05.2020)
Nach den Coronafällen in der Fleischbranche will die Bundesregierung dort jetzt Werkverträge über Subunternehmen verbieten. Sind nun auch Billiglöhne in anderen Branchen bald Geschichte? Auch beim Bau, in der Logistik oder der Gebäudereinigung kritisieren Gewerkschaften seit Jahren, dass der Tariflohn umgangen und Arbeitnehmer über Subunternehmen ausgebreitet werden. Trotzdem wollen Union und Wirtschaftsverbände kein grundsätzliches Verbot dieser Praxis. Und auch die Fleischwirtschaft will gegen die neuen Auflagen von Bundesarbeitsminister Heil jetzt vorgehen und klagen.

Westpol: Sexarbeiterinnen in Not (24.05.2020)
Bordelle, Saunaclubs und Straßenstriche sind seit Wochen geschlossen. Prostitution ist in der Corona-Krise verboten. Für Sexarbeiterinnen bedeutet das oft ein Abrutschen in die Armut oder in die Illegalität. Hilfsorganisationen beklagen, dass die Situation vieler Frauen dramatisch ist. Es gebe zu wenig Unterstützung vom Land. Lockerungen sind in der Branche nicht in Sicht. Im Gegenteil, Bundestagsabgeordnete von SPD und CDU fordert jetzt ein grundsätzliches Prostitutionsverbot.

Westpol: Coronagefahr im Flüchtlingsheim (24.05.2020)
Die Flüchtlingsheime sind ein neuer Corona-Hotspot geworden. Allein in einer Unterkunft in Sankt Augustin haben sich mehr als 160 Flüchtlinge infiziert. Hilfsorganisationen warnen schon länger vor den Gefahren. In Mehrbettzimmern, engen Gemeinschaftsräume und schlechten Sanitäranlagen sind die Flüchtlinge dem Virus fast hilflos ausgeliefert. Hat die Landesregierung die Warnungen ignoriert und zu spät reagiert?

Westpol: Das Virus, die Behörden und die Fleischindustrie (17.05.2020)
Die Infektionszahlen in einigen Fleischbetrieben durch das Coronavirus sind höher als in anderen Bereichen. Arbeiter und Arbeiterinnen gehen mit Symptomen nicht zum Arzt und benötigte Arbeitskräfte werden aus allen Teilen Deutschlands auf die Betrieben verteilt, samt Virus. Wer trägt eigentlich die Verantwortung für die Form von Arbeitnehmertourismus? Warum verhindern die Behörden das nicht? Wir haben uns einmal in der Fleischbranche umgesehen und mit den Strukturen beschäftigt.

Aktuelle Stunde (WDR-Fernsehen): Billig-Lohn-Land Deutschland (17.05.2020)

mehr/wert: Voll am Limit: Berufsporträt einer Notfallsanitäterin (14.05.2020)
Von der eigenen Arbeit sollte man grundsätzlich leben können und nicht nur beklatscht werden. Gerade jetzt in Corona-Zeiten ist die Diskussion über faire Bezahlung etwa von Pflegekräften neu entfacht. Ähnlich unverzichtbar sind Rettungssanitäter, die anrücken, wenn akute Lebensgefahr besteht. Doch lohnt sich das?

Exakt: Demenz oder Depressionen – ohne Betreuer läuft nichts mehr (13.05.2020)
Sie verstehen nicht, was gerade draußen vor sich geht. Ohne ihre Betreuer laufen manche Gefahr, zu verwahrlosen. Menschen mit Einschränkungen haben es doppelt schwer in der Krise. Wie können Betreuer das gerade abfangen?

Exakt: Corona-Hotspot Flüchtlingsunterkunft? (13.05.2020) 
Zu voll, zu schmutzig, zu wenig Putzmittel. Das beklagen Bewohner von Flüchtlingsunterkünften. Was ist los in den Gemeinschaftsunterkünften? Die Abstandsregeln können kaum eingehalten werden. Bewohner sind besorgt.

BR: Familien unter Hochdruck (13.05.2020)
Homeoffice, Homeschooling und Kinderbetreuung: Das Coronavirus belastet den Familienalltag. DokThema hat Familien in Bayern getroffen, die ganz unterschiedlich mit der Coronakrise konfrontiert sind.

Report Mainz: Ausbildungsplätze in Gefahr? Wie die Corona-Krise junge Menschen trifft (05.05.2020)
Arbeitsmarktexperten befürchten, dass die Corona-Krise zu einem deutlichen Rückgang der Ausbildungsplätze führen wird. Junge Menschen stehen vor einer ungewissen Zukunft.
➔ Report Mainz fragt Prof. Dr. Stefan Sell; Interview (06:12 min)

Report Mainz: Warum Patienten aus Angst vor Corona wichtige Behandlungen nicht machen (05.05.2020)
Ärzte schlagen Alarm: Aus Angst vor einer Corona-Infektion meiden viele Patienten derzeit die Arztpraxen und Krankenhäuser. Bei Herzinfarkten oder Schlaganfällen kann die Angst vor der Notaufnahme jedoch im schlimmsten Fall tödliche Folgen haben.

Report Mainz: Wie viele rumänische Erntehelfer ausgebeutet werden (05.05.02020)
Zunächst war das Geschrei der Landwirte groß, als die Erntehelfer aus Osteuropa ausblieben. Inzwischen sind mehr als 10.000 von ihnen gekommen, helfen bei der Spargelernte. Doch nach drei Wochen hagelt es Beschwerden, beklagen sich viele massiv über die Arbeitsbedingungen

Westpol: Pflege in der Coronakrise (03.05.2020)
Seit Wochen gelten Besuchsverbote im Pflegeheim, um die Bewohner als Risikogruppe vor einer Corona-Ansteckung zu schützen. Doch der seelische Preis ist hoch: bei vielen Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen machen sich Einsamkeit und Verzweiflung breit. Das Land arbeitet deshalb an Vorgaben, die Besuche wieder möglich machen können.

Westpol: Beklatscht und unterbezahlt: Was die Corona-HeldInnen verdienen (03.05.2020)
Kranken- und Altenpflegerinnen aber auch Verkäuferinnen werden in der Coronakrise gerade gefeiert und beklatscht. Sie bekommen Sonderboni von der Regierung und Arbeitgebern. Aber das sind nur Momentaufnahmen. Tatsächlich sind diese klassischen „Frauenberufe“ mit viel Verantwortung für Menschen im Vergleich zu klassischen Männerdomänen mit viel Verantwortung für Maschinen trotz vergleichbarer Qualifikation strukturell unterbezahlt.

Kontrovers: Erntehelfer beklagen Arbeitsbedingungen (29.04.2020)
Die deutschen Landwirte hatten gefordert, Erntehelfer aus Osteuropa einreisen zu lassen. Die Politik fand eine Lösung: Unter Auflagen dürfen Erntehelfer wieder kommen. Doch nicht jeder Betrieb scheint das zu schätzen. Mitarbeiter klagen, dass sie sich ausgebeutet und nicht ausreichend geschützt fühlen.

Exakt: Antragsflut: Arbeitsagenturen unter Druck (29.04.2020)
Hunderte Anträge auf Kurzarbeitergeld, Zuschüsse oder Hartz IV gehen täglich bei den Arbeitsagenturen ein. Eine extreme Arbeitsbelastung – vergleichbar nur mit der zum Ende der DDR-Großbetriebe. Wie reagieren die Ämter?

Exakt: Ohne Abschluss ins Leben (29.04.2020)
In keinem Flächenbundesland ist die Quote der Schulabbrecher so hoch wie in Sachsen-Anhalt. 10,4 Prozent der Schüler gehen ohne Abschluss ins Leben. Warum ist ausgerechnet hier die Quote am höchsten? Und was wird dagegen getan?

Exakt: Geschlossene Kitas: Eltern überfordert und alleingelassen (29.04.2020)
Kleine Kinder müssen umfassend betreut werden. Eltern sind überlastet und fühlen sich alleingelassen. Gelockerte Regelungen zur Notbetreuung sind überall anders und schaffen auch für die Kitas Planungschaos.

Fakt: Geschlossene Kitas: Kinder mit Mama und Papa allein zu Haus (28.04.2020)
Viele Eltern sind gezwungen zwischen Arbeit, Homeoffice und Kinderbetreuung zu leben. Nur wenige Kinder dürfen in die Notbetreuung. Besonders nervenaufreibend ist es für Alleinerziehende.

Frontal 21: Kinder in der Corona-Krise. Familien am Limit (28.04.2020)
Gewalt gegen Kinder – schon seit Jahren bewegen sich die Zahlen in Deutschland auf einem erschütternd hohen Niveau. Laut Polizeilicher Kriminalstatistik sterben durchschnittlich drei Kinder pro Woche an den Folgen von Gewalt. Zehn bis zwölf Kinder werden pro Tag misshandelt, 40 sind täglich sexuellem Missbrauch ausgesetzt. Da Schutz und Hilfe für gefährdete Kinder schon vor der Corona-Krise unzureichend waren, fordern 100 Wissenschaftler wegen des Shutdowns nun von der Politik einen nationalen Krisenstab für mehr Kinderschutz. Jugendamtsmitarbeiter sollten als systemrelevant eingestuft werden. Ihre Sorge: Die Schreie der Kinder könnten ungehört bleiben, weil viele Meldegruppen wie Erzieher, Ärzte und Lehrer wegfallen.

Fakt: „Netto“-Mitarbeiter beklagen unbezahlte Überstunden (28.04.2020)
Supermarktmitarbeiter gelten als Helden in der Coronakrise. Auch Bundeskanzlerin Merkel hat sich für deren Einsatz bedankt. Mitarbeiter von „Netto“ beklagen nun, Mehrarbeit werde von ihnen erwartet – aber nicht vergütet.

Panorama: Die Ernte ist sicher – nur die Erntehelfer nicht (23.04.2020)
Eigentlich gelten für Erntehelfer in der Coronakrise strenge Regeln: zum Beispiel möglichst kleine Gruppen und keine Mehrbettzimmer. Doch die Vorgaben werden offenbar nicht immer eingehalten.

Panorama: Homeschooling: Das Ende der Chancengleichheit (23.04.2020)
In der Coronakrise soll der Unterricht digital funktionieren. Doch nicht jede Familie kann sich einfach einen Laptop leisten. Chancengleichheit wird so nicht gewahrt.

Plusminus: Pflege: Chronische Arbeitsüberlastung im Krankenhaus (15.04.2020)
Pflegekräfte waren schon vor Corona am Limit, das Hetzen von Bett zu Bett ist Alltag. Recherchen von „Plusminus“ und Buzzfeed News Deutschland zeichnen ein deutliches Bild von der Überlastung, die Todesfälle nicht verhindern konnte.

Plusminus: Corona-Krise: Werden Narkosemittel knapp? (15.04.2020)
Beatmete Patienten auf Intensivstationen müssen über mehrere Tage narkotisiert werden. Doch in der Corona-Krise könnte das Standard-Narkosemittel Propofol knapp werden, das für beatmungspflichtige Covid-19-Patienten dringend benötigt wird.

Frontal 21: Pflege vor dem Kollaps: Wenn Hilfskräfte aus Polen wegbleiben (14.04.2020)
In Deutschland betreuen Schätzungen zufolge rund 300.000 Pflegehilfskräfte aus Ost- und Mitteleuropa bedürftige Menschen in der privaten Altenpflege. Doch die Corona-Krise erschwert die Ein- und Ausreise. Viele bleiben in ihrer Heimat – und hierzulande droht die Pflegeversorgung zu kollabieren. Jetzt rächt sich, dass in Deutschland die Pflegepolitik über viele Jahre vernachlässigt wurde, die Forderungen nach besseren Arbeitsbedingungen und Bezahlung für heimische Pflegekräfte zu lange unbeachtet blieben und sich stattdessen mit Arbeitskräften aus dem Ausland beholfen wurde.

Report Mainz: Corona-Krise: Sozialunternehmen vor dem Aus (14.04.2020)
Gemeinnützige Sozialunternehmen können bislang keine finanzielle Hilfe in Anspruch nehmen. Deshalb droht vielen von ihnen die Insolvenz. Aktuell sind Schullandheime, Naturfreundehäuser, Jugendherbergen oder Sozialprojekte wie zum Beispiel „Dialog im Dunkeln“ in ihrer Existenz bedroht. Die derzeitigen Maßnahmen, um die Ausbreitung des Corona-Virus einzudämmen, treffen viele dieser gemeinnützigen Sozialunternehmen hart. Ihnen brechen ihre Einnahmen komplett weg. Doch bislang sind sie von den Hilfspaketen der Bundesregierung ausgeschlossen. Dabei ist ihre Lage gegenwärtig besonders schwierig. Im Gegensatz zu gewerblichen Betrieben verfügen sie über keine Kapitalrücklagen. Deshalb drängt die Zeit, eine schnelle Lösung für diese Sozialunternehmen zu finden, da sie sonst nicht mehr lange durchhalten werden.

Report Mainz: Was Corona für die sozial Schwächsten bedeutet (14.04.2020)
Report Mainz ist unterwegs im sogenannten Kalkofen, dem Brennpunktviertel im pfälzischen Kaiserslautern. Wir wollen sehen, wie die Menschen dort während der Corona-Krise leben. n den Wohnblöcken im Kalkofen leben vor allem Menschen, die von der Stadt Kaiserslautern untergebracht sind, etwa nach einer Zwangsräumung. Die Wohnungen hier heißen offiziell Schlichtwohnungen, weil sie besonders einfach ausgestattet sind: viele ohne Dusche, ohne Heizung und ohne Warmwasser. Lebensumstände, die in Coronazeiten besondere Bedeutung bekommen, denn Hygiene ist unter diesen Umständen häufig nur schwer möglich. Viele Menschen im Kalkofen sind auf Hilfe angewiesen: Doch die Tafel Kaiserslautern hat seit Mitte März geschlossen. Auch die Sozialberatung im Kalkofen ist inzwischen wegen Corona auf kontaktlos umgestellt. Viele Bewohner müssen gerade jetzt, wo sie besondere Hilfe benötigen, weitgehend ohne Unterstützung auskommen. Das gilt auch für Familien mit Kindern: Jetzt soll der Schulstoff zu Hause bearbeitet werden. Doch das ist unter den Bedingungen kaum möglich. Die Wohnungen sind häufig beengt und viele Familien haben keine Computer für Fernunterricht.

Frontal 21: Prostitution in Zeiten von Corona. Die Not der Sexarbeiterinnen (14.04.2020)
Im Kampf gegen den Coronavirus hat es auch das älteste Gewerbe der Welt getroffen: Bordelle mussten schließen, ein ganzer Berufsstand wurde vorübergehend arbeitslos. Nun droht vielen Prostituierten Hartz IV, manchen sogar Obdachlosigkeit – oder ein Ausweichen dorthin, wo niemand sie schützen kann, auf den weitaus gefährlicheren Straßenstrich. Doch durch die Kontaktsperre während der Corona-Krise bleiben auch dort die Freier aus, sodass es zu einem regelrechten Preisdumping kommt.

Plusminus: Am Limit: Warum Pflegekräfte chronisch überlastet sind (08.04.2020)
Nicht erst seit der Corona-Krise sind Krankenschwestern und Krankenpfleger chronisch überlastet und unterbezahlt. Setzt nun im Gesundheitswesen und in der Politik ein Umdenken ein? Und können wir uns dabei an anderen Ländern orientieren?

Fakt: Corona-Virus: Die unsichtbare Gefahr in der Pflege (07.04.2020)
Abstand halten kann niemand, der in der Pflege arbeitet. Zehntausende Pfleger und Pflegerinnen sind schwer gefährdet. Wie kann das gehen, wenn nicht genügend Schutzmaterialien zu beschaffen sind?

Westpol: Corona: Kinder in Not (05.04.2020)
Seit drei Wochen sind wegen der Corona-Krise Kitas und Schulen dicht. Besonders hart trifft das Kinder aus schwierigen Familienverhältnissen. In kleinen Wohnungen ohne strukturierten Tagesablauf sind ihre Eltern oft mit der Erziehung überfordert. Lehrer fürchten, dass die Bildung der Kinder darunter leidet und Sozialpädagogen warnen vor mehr Gewalt und Misshandlungen von Kindern. Ein Kollateralschaden der Corona-Maßnahmen, den die Politik kaum begrenzen kann.

ZDF: Das Drama um die Sozialwohnungen (03.04.2020)
In Deutschland fehlen über eine Million Sozialwohnungen. Menschen mit kleinem Einkommen finden oft keine bezahlbare Bleibe mehr. Das Problem hat längst auch selbst kleinere Städte erreicht.

mehr/wert: Ambulante Pflege in Corona-Zeiten (02.04.2020)
Die Versorgung alter und kranker Menschen zu Hause hat sich durch die Corona-Pandemie enorm erschwert. Die ambulanten Pflegedienste in Bayern haben keine Schutzkleidung und Desinfektionsmittel mehr. Hilfen sind dringend notwendig.

Exakt: Corona Virus – Ansteckungsgefahr in der Physiotherapie (01.04.2020)
Als Bestandteil der Gesundheitsversorgung wird die Physiotherapie als ’systemrelevant‘ eingestuft. Doch nun fordern einige Therapeuten, die Praxen offiziell schließen zu lassen – zu hoch sei die Ansteckungsgefahr.

Report München: Die, ohne die alles zusammenbricht (31.03.2020)
Während sich gerade so viele Arbeitende wie möglich ins Home-Office zurückziehen sollen, gibt es Berufe, bei denen das nicht geht. Wir haben sie begleitet: Den LKW-Fahrer, der unter strengen Sicherheitsvorkehrungen Waren nach Deutschland transportiert, den Leiter des Altenheims, der fest damit rechnet, dass das Virus auch sein Haus treffen wird, und die ehrenamtlichen Mitarbeiter der Tafel, die alles dafür tun, um nicht schließen zu müssen.

Monitor: Am Rand der Gesellschaft: Wie die Corona-Krise Armut verschärft (02.04.2020)
Während die Politik in der Corona-Krise milliardenschwere Hilfspakete für Unternehmen und Selbständige auf den Weg bringt, ist kaum Hilfe in Sicht für Millionen Menschen, die besonders wenig Geld zum Leben haben: Hartz IV-Empfänger, Obdachlose, Alleinerziehende

SRF: Pflege – Zwischen Frust und Leidenschaft (01.04.2020)
In der Schweiz herrscht Notstand beim Pflegepersonal. Wird jetzt nicht gehandelt, droht bis ins Jahr 2030 ein massiver Personalmangel. Die Politik ist gefragt, denn die Arbeitsbedingungen im Pflegeberuf sind alles andere als rosig. 46 Prozent aller Pflegefachfrauen und -männer wollen ihren Beruf frühzeitig aufgeben. Diese Zahl zeigt die grosse Verunsicherung im Pflegeberuf. Agnès Chapalay, Luisa Corrêa-Pizer, Maryline Bovero und Jérôme Arellano arbeiten in der Westschweiz in der Pflege. In der Reportage von Cédric Louis berichten sie über ihren Arbeitsalltag in Spitälern, über die tägliche Angst, in diesem Umfeld zwischen Leben und Tod einen Fehler zu machen, über lange Arbeitstage ohne Pausen, aber auch über das Glücksgefühl, wenn man helfen und etwas bewirken kann. Carmen Catalioto Cuche ist Ko-Präsidentin der Waadtländer Sektion des Schweizer Berufsverbands der Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner SBK. Sie setzt sich für die sogenannte «Pflege-Initiative» ein, die die Stärkung des Pflegepersonals anstrebt. Die Initiative ist momentan im Parlament hängig. Carmen sagt: «Wenn es so weiter geht, weiss ich nicht, wer uns 2030 noch pflegen wird.» Louis‘ Reportage zeigt aber auch: Trotz der schwierigen Arbeitsbedingungen gibt es sie nach wie vor Pflegefachfrauen und -männer, die ihren Beruf mit grosser Leidenschaft ausüben.

Westpol: Massenhafte Ausbeutung in Schlachthöfen (29.03.2020)
Es sind dramatische Worte, die das Arbeitsministerium NRW wählt: es würde sogar „gegen die Würde des Menschen verstoßen“. Diese Worte stehen in einem Bericht über die Arbeitsbedingungen in den Schlachthöfen in NRW. Bei unangemeldeten Kontrollen haben die Prüfer festgestellt: in 85% der Schlachthöfe wurden teils gravierende Arbeitsrechtverstöße festgestellt.

ARD: Kontaktverbot in Behinderten-Einrichtung (27.03.2020)
Die Kontaktsperre stellt Betreuer in einer Behindertenwerkstatt in Mainz vor große Herausforderungen.

Frontal 21: Geschäfte mit der Angst. Wucherpreise für Schutzausrüstungen (24.03.2020)
Ärzte und Pfleger arbeiten sowohl in Kliniken als auch in Praxen am Limit. Zum Schutz ihrer eigenen Gesundheit und der ihrer Patienten sind sie dabei auf die notwendige Schutzausrüstung angewiesen.

Frontal 21: Unterbezahlt und unterbesetzt. Pflege in der Corona-Krise (24.03.2020)
Seit Jahren fordern Politiker aller Parteien immer wieder, die Pflege müsse gestärkt werden. Doch angekommen ist in den Krankenhäusern wenig, kritisieren Gesundheitsexperten.

Report Mainz: Wer schützt die Senioren und kümmert sich um pflegebedürftige Menschen zuhause? (24.03.2020)
Gerade für ältere Menschen ist das Corona-Virus gefährlich. Pflegeheime und häusliche Betreuung stehen daher vor großen Herausforderungen.

Frontal 21: Versäumte Pandemie-Vorsorge. Schlecht vorbereitet trotz Warnung (24.03.2020)
Über die Gefahren der weltweiten Ausbreitung einer Corona-Pandemie ist der Deutsche Bundestag bereits im Januar 2013 ausführlich informiert worden.

Exakt: Harte Arbeitsbedingungen für Fleischverarbeiter in Zerbst (11.03.2020)
Streit um Löhne, harte Arbeitsbedingungen, nicht eingehaltene Verträge – davon berichten osteuropäische Mitarbeiter, die bei einem Subunternehmer angestellt sind und in der Fleischfabrik von Tönnies in Zerbst arbeiten.

ExakT: Wunschberuf Erzieherin – Keine Förderung für Quereinsteiger (11.03.2020)
Erzieher werden dringend gesucht. Viele können diese Ausbildung nicht beginnen, weil sie dafür kein sogenanntes „Aufstiegs-Bafög“ bekommen. Nadine will trotzdem Erzieherin werden und arbeitet hart dafür.

NDR: Fehlende Medikamente – Patienten gefährdet? (09.03.2020)
Der Mangel an Medikamenten weitet sich aus. Inzwischen sind fast alle Produktgruppen von Lieferengpässen betroffen. Allein seit Jahresbeginn wurden mehr als 50 neue Lieferengpässe bei Medikamenten von Pharmaunternehmen an das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte gemeldet. Die Spurensuche in Norddeutschland zeigt: Der Mangel an Arzneimitteln ist für Apotheken und Krankenhäuser längst mehr als ein Ärgernis, sie fürchten um die Sicherheit vieler Patienten.

Westpol: Zeitarbeit in der Pflege (08.03.2020)
Der Pflegenotstand hat sich in den letzten zwei Jahren immer weiter zugespitzt. Nicht nur der deutsche Markt ist leergefegt, auch im europäischen Ausland gibt es kaum noch Pflegekräfte, die in Deutschland arbeiten könnten. Die Not der Kliniken ist für Zeitarbeiter eine gute Nachricht: Weil sie die Lücken füllen, können sie die Bedingungen fast nach Belieben diktieren: Mehr Gehalt als das Stammpersonal, freie Wahl der Arbeitszeiten und Schichten. Arbeitsbedingungen von denen das Stammpersonal nur träumen kann. Die Kliniken fürchten jetzt einen Dominoeffekt: Immer mehr Pflegekräfte könnten sich für die attraktivere Zeitarbeit entscheiden und die Lage weiter verschärfen.

Westpol: Marode Schulen (08.03.2020)
Durch die Decke tropft das Wasser, die Fenster schließen nicht mehr richtig und die Fassade bröckelt. So sieht es in NRW an vielen Schulen aus. Und das obwohl die Schulpauschale des Landes zuletzt erhöht wurde und es zusätzlichen seit 2016 das Programm „Gute Schule 2020“ gibt. Doch offenbar reicht das noch nicht annähernd aus.

Echtes Leben: Brauchen Feuerwehren den Pflichtdienst? Wenn freiwillig niemand mehr hilft (08.03.2020)
Wenn es brennt, rufen wir die 112 – und erwarten, dass die Feuerwehr kommt und uns hilft. Doch genau das wird immer schwieriger. In Deutschland gibt es nur rund 100 Berufsfeuerwehren, überall sonst hilft die Freiwillige Feuerwehr. Doch der gehen vielerorts die Mitglieder aus. Werden es zu wenige, droht per Gesetz der Pflichtdienst – und der kann theoretisch jeden treffen. Aber ist eine Pflichtfeuerwehr die Lösung?

Zur Sache Rheinland-Pfalz: Warum kaum noch jemand Busfahrer werden will (05.03.2020)
Busfahrer von privaten Unternehmen in Rheinland-Pfalz haben einen Streik angekündigt. Sie fordern vor allem mehr Lohn und bessere Arbeitsbedingungen. Wir zeigen, welche Probleme sie in ihrem Alltag haben.

Kontrovers: Erste Polizistin tritt Dienst an (04.03.2020)
Frauen bei der Polizei sind heute eine Selbstverständlichkeit. Dabei trat in Bayern erst 1990 die erste Frau ihren Dienst an. Bis es soweit war, mussten erhebliche politische Widerstände überwunden werden. „Kontrovers“ hat die erste bayerische Polizistin getroffen und blickt mit ihr auf diese Zeit zurück.

defacto: Zu wenig Geld vom Jobcenter – Warum Hartz IV-Empfänger in Fulda keine Wohnungen mehr finden (02.03.2020)
Den Beziehern von Hartz IV und ALG II muss das Jobcenter Wohnkosten in angemessener Höhe bezahlen. Das ist gesetzlich so vorgesehen. Allerdings ist vielerorts umstritten, wie hoch die Unterkunftskosten sein dürfen. Ein weiterer Knackpunkt: wie sind sie diese Kosten zu berechnen? Es gibt keine bundeseinheitlichen Standards. Jedes Jobcenter berechnet das eigenständig. Auch in Fulda machen sich so Probleme bemerkbar. Denn in der osthessischen Stadt sind die Mieten in den vergangenen Jahren rasant gestiegen. Betroffene finden zu den vom Jobcenter berechneten Wohnkosten auf dem Markt längst keine Angebote mehr. defacto hat sich vor Ort umgesehen und mit mehreren Betroffenen gesprochen. Unter anderem muss eine junge Familie mit mehreren Kindern in einer maroden Wohnung hausen. Ein Alleinstehender hat seit über einem Jahr keinen festen Wohnsitz, weil auch er in Fulda keine Wohnung findet.

ARD: Treuhand – Ein deutsches Drama (02.03.2020)
Treuhand – das Wort ist bis heute emotionsgeladen: im Osten mehr wegen vermeintlich durch sie erfahrener Ungerechtigkeiten, im Westen wegen vermeintlich verschleuderter Milliarden. Wann immer heute Ost-Westvergleiche in Wahlergebnissen, Wirtschaftskraft oder Lebensbedingungen angestellt werden – die Treuhandanstalt soll für diese Unterschiede verantwortlich sein. Und tatsächlich offenbart sich bei genauer Betrachtung ein durchaus erstaunlicher Einfluss der vor 30 Jahren entstandenen Institution auf das heutige Ost-West-Klima.

WISO: Rentensysteme in Europa – Was machen Norweger, Dänen und Niederländer besser? (02.03.2020)

makro: Knappe Medikamente (28.02.2020)
Der Medikamentenmarkt ist ein globaler Markt. Die großen Pharmaunternehmen beziehen die Wirkstoffe für die Medikamente überwiegend von nur wenigen Zulieferfirmen. Die meisten sitzen in Asien und hier vor allem in Indien. Zwei, drei Hersteller beliefern den weltweiten Markt – im Grunde genommen alle Medikamentenhersteller. Kommt es nun dort zu einem Problem, etwa einer Wirkstoffverunreinigung, wie beim Blutdrucksenker Valsartan, müssen ganze Chargen vom Markt genommen werden und das weltweit. 

MDR: Stütze für Gangster – Sozialbetrug mit System (26.02.2020)
In Mitteldeutschland gibt es offenbar einen organisierten Betrug bei Hartz-IV-Leistungen. Diesen Verdacht legen tausende Dokumente einer großen Arbeitsagentur nahe, die der MDR aus einem Datenleak erhalten hat.

ZDF: Zwischen Frust und Hoffnung – Die Helfer vom Amt und ihre Kunden (25.02.2020)
Sie arbeiten dort, wo keiner gern hingeht. Angestellte im Jobcenter oder im Sozialamt entscheiden über Sozialleistungen. Oftmals aber auch über die schwierigen Schicksale ihrer Kunden.

SRF: Kurier bei Uber Eats – Tiefer Lohn und hohes Risiko (24.02.2020)
Uber Eats will marktbeherrschender Foodkurier werden. Dafür pumpen zahlungskräftige Investoren aus aller Welt Millionen in die Tech-Plattform aus Kalifornien. Die Kurierfahrer spüren davon nichts. Auf der Strasse riskieren sie viel und verdienen wenig. Auch in der Schweiz. Die Plattform Uber weigert sich, die Fahrer anzustellen. Die Kuriere sind weder ordentlich unfall- noch sozialversichert, der Lohn ist willkürlich. Dafür preist Uber Eats sein äusserst flexibles Arbeitsmodell an: Arbeiten, wann man will, ohne Vorgesetzten

ZDF: Wutsache: Mindestlohn (19.02.2020)
Da geht man täglich zur Arbeit, aber am Monatsende bleibt vom Lohn kaum was übrig. Und schon rutscht man in die Miesen. Immer mehr Menschen fühlen sich trotz Vollzeitjob von Armut bedroht.

Frontal 21: Kampf gegen Pflegenotstand – Fachkräfte aus Mexiko (18.02.2020)
In Deutschland fehlen bereits 80.000 Pflegekräfte – und der Mangel werde laut Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) noch größer. Zur Verbesserung der Situation setzt er deshalb auch auf Fachkräfte aus Mexiko.

Westpol: Mangelware Sozialwohnungen – was tun? (16.02.2020)
Ein große Westpol-Datenabfrage zeigte vor wenigen Wochen: Viele Kommunen rufen die Fördermittel der Landesregierung zum Bau von neuen Sozialwohnungen nicht ab. Auch in Remscheid und Gelsenkirchen wurden 2019 keine Fördergelder verbaut. Viele Wohnungen fallen außerdem aus der Preisbindung. Bauministerin Ina Scharrenbach will nun mit einigen Kommunen „schimpfen“ – und ihre Förderpolitik anpassen. Ob das den vielen verzweifelten Wohnungssuchenden zeitnah hilft, steht aber auf einem ganz anderen Blatt.

Westpol: Flüchtlingskinder warten auf neue Lehrer (16.02.2020)
Die Vereinten Nationen schreiben klar und deutlich vor, dass Kinder ein Recht auf Bildung haben. Es ist ein universelles Menschrecht. Trotzdem werden viele Kinder und Jugendliche, die als Geflüchtete nach NRW kommen, monatelang nicht beschult. In den Landesunterkünften für Geflüchtete gibt es, wenn überhaupt, Deutschunterricht von Ehrenamtlern, aber keine echte Schulbildung. Dieses Problem hat auch die Landesregierung erkannt und will ab diesem Jahr 50 Lehrkräfte für den Unterricht in den Unterkünften anstellen. Aber wo sollen die bei dem akuten Lehrermangel herkommen?

Kontraste – Die Reporter: Kein Bett für kranke Kinder (13.02.2020)
Der Mangel von Pflegepersonal an Kinderkliniken hat immer dramatischere Konsequenzen. Am Beispiel der Kinderklinik der Berliner Charité zeigt die Reportage, welche Folgen der Pflegemangel hat. Am Beispiel einer Familie aus Mecklenburg Vorpommern zeigt der Film, wie zermürbend die Warterei auf eine Herz Operation für Eltern und Kind sein kann. Die „Kontraste“-Reporter konnten die Familie über Monate begleiten, bis die Operation schließlich an der Kinderherzchirurgie des Deutschen Herzzentrums stattfinden konnte. Allein dort fehlen der Kinderintensivmedizin aktuell 16 Pflegekräfte, ein kompletter Saal steht seit Monaten leer.

HR: Der AWO-Skandal – Wohlfahrt im Jaguar (12.02.2020)
Horrende Gehälter, PS-starke Dienstwagen und zwielichtige Geschäfte. Der Verdacht, dass bei hessischen Kreisverbänden der AWO im großen Stil betrogen wurde, erhärtet sich immer mehr. Inzwischen ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts der Untreue und des Betrugs. Statt Selbstlosigkeit zu leben, überwog wohl bei einigen Funktionären der AWO Frankfurt und Wiesbaden die Gier. Sogar der Frankfurter Oberbürgermeister Peter Feldmann geriet dabei in die Schlagzeilen. Fakt ist: Unser Steuergeld scheint statt an Bedürftige an nimmersatte Bosse geflossen zu sein. Doch wie konnte sich dieses System beim Sozialverband überhaupt etablieren? Welche Kontrollmechanismen haben hier versagt?
➔ Im Anschluss an die Sendung gab es dann diese Talk-Sendung: Wohlfahrt im Jaguar – Der Talk zum AWO-Skandal (12.02.2020)

ZDF: Sklaven der Straße – Lohndumping in der Logistikbranche (12.02.2020)
3,6 Millionen Menschen arbeiten europaweit als Fernfahrer. Vor allem Logistik-Unternehmer aus Osteuropa, viele mit fragwürdigen Beschäftigungsmodellen, drängen in den umkämpften Markt. Verlierer sind die Fahrer, auf deren Rücken der gnadenlose Preiskampf in der Speditionsbranche ausgetragen wird.

Kontrovers: Medikamentenmangel „Made in China“ (12.02.2020)
Der Coronavirus legt in China vielerorts die Medikamentenproduktion lahm. Die Folgen werden voraussichtlich auch in Bayern zu spüren sein. Bereits bestehende Lieferengpässe können sich verschärfen. Auf einem Sondertreffen beraten die EU-Gesundheitsminister diese Woche über Gegenmaßnahmen. Bayern setzt darauf, dass Pharmaunternehmen ihre Produktion zurück in die EU verlagern.

Panorama 3: Immer mehr Intensivstationen überlastet (11.02.2020)
Intensivstationen erreichen zunehmend ihre Belastungsgrenze und melden sich dauerhaft aus der Notfallversorgung ab. Besonders in Bremen und Niedersachsen verschärft sich die Lage.

Frontal 21: Einwanderung von Fachkräften – Neues Gesetz, aber hohe Hürden (11.02.2020)
Genug Arbeit, nur zu wenig Leute – der Mangel an Fachkräften bremst die deutsche Wirtschaft. Abhilfe soll das Fachkräfteeinwanderungsgesetz schaffen, das am 1. März 2020 in Kraft tritt. Ziel ist es, das Anwerben von qualifizierten Fachkräften aus Ländern außerhalb der EU nach Deutschland zu erleichtern. Doch Experten sind der Ansicht, der Missstand werde dadurch nicht behoben. Zudem ist schon jetzt absehbar, dass der Fachkräftemangel noch größer wird, wenn die sogenannte Babyboomer-Generation in Rente geht: Bis 2025 werden nach einer Studie des Basler Prognos-Instituts 2,9 Millionen Fachkräfte fehlen.

Panorama 3: Gedanken eines Ehrenamtlers (11.02.2020)
Rund 1.900 Obdachlose leben auf Hamburgs Straßen. Um diese Bedürftigen mit warmen Getränken und Decken zu versorgen, gibt es den Mitternachtsbus. Peter Flebbe fährt den Bus seit Jahren ehrenamtlich.

defacto: Keine Betreuung – kein Job – Hortplatzmangel in Hessen (10.02.2020)
Dieser Tage verschicken die Städte die Zu- und Absagen für die Hortplätze, und die Sorge der Eltern ist groß, ob das eigene Kind eine Betreuung findet. Ansonsten müssten sie bis zur Einschulung im Sommer eine private Betreuung suchen, Teilzeitarbeit beantragen oder schlimmstenfalls den Job aufgeben und das Kind nachmittags nach der Schule selbst betreuen. Insbesondere in Städten wie Frankfurt sind die Betreuungsplätze für Kinder über 6 Jahren knapp. Obwohl Eltern seit Jahren dagegen protestieren, kommen die Verantwortlichen mit dem Ausbau der Angebote nur langsam voran.