Videos

Frontal 21: Pflegekräfte am Limit – Hilferuf aus dem Krankenhaus (12.10.2021)
Seit fünf Wochen streiken die Pflegekräfte an den landeseigenen Vivantes-Kliniken in Berlin für bessere Arbeitsbedingungen – ein Streik, der stellvertretend für ganz Deutschland steht. Seit Jahren weiß die Politik um den Pflegenotstand und die Überbelastung des Pflegepersonals. Doch das Bundesgesundheitsministerium bleibt tatenlos, hat bisher keine bundesweit einheitliche Gesetzgebung zur Reform der Pflege verabschiedet.

Panorama 3: Will ein Pflegeheimbetreiber seinen Betriebsrat loswerden? (12.10.2021)
Versucht die „Residenz-Gruppe“, die mehr als 30 Pflegeheime betreibt, das komplette Unternehmen ‚betriebsratsfrei‘ zu machen?

makro: Verteilungskampf: Arm gegen Arm (28.09.2021)
Obdachlose, Rentner, Geringverdiener, Migranten – immer mehr Menschen sind hilfsbedürftig und drängen in soziale Einrichtungen. Der Konkurrenzdruck am unteren Rand nimmt zu.

ZDFinfo: Arm gegen Arm – Verteilungskampf am unteren Rand (23.09.2021)
Obdachlose, Rentner, Geringverdiener, Alleinerziehende, Migranten: Immer mehr Menschen sind hilfsbedürftig und drängen in soziale Einrichtungen. Der Konkurrenzdruck am unteren Rand steigt. Sozialarbeiter, aber auch Kommunen klagen, dass sie die Hilfe für die Anzahl der Menschen kaum noch bewältigen können. Behält die Politik diese Menschen überhaupt noch im Blick? Und was wird unternommen, um die angespannte Situation zu entschärfen?

ZDFinfo: Krankenhäuser am Limit. Gewinne auf Kosten der Patienten (23.09.2021)
Spätestens die Coronapandemie brachte es ans Licht: Das deutsche Gesundheitssystem ist angeschlagen. Es gibt zu wenig Pfleger und Ärzte, Ökonomie geht vor Gesundheit. Droht der Kollaps?

Plusminus: Renten-Kollaps? – Was in Zukunft auf uns zukommt (22.09.2021)
Über die Zukunft der Rente wird im Wahlkampf viel gesprochen. Denn klar ist: Dem jetzigen Rentensystem droht der Kollaps – wenn sie nicht angepasst oder renoviert wird. Plusminus sucht Antworten auf die drängenden Fragen der Rentenzukunft.

WDR: Der Wohn-Wahnsinn in NRW: Wer kann sich diese Miete noch leisten? (22.09.2021)
In NRW regt sich der Widerstand der Bürger gegen eine ungerechte Wohnungspolitik. Mietwucher, Bodenspekulation, Luxussanierungen und die Verdrängung von mittleren und niedrigen Einkommensgruppen aus den Innenstadtvierteln von Köln, Düsseldorf, Aachen, Bonn und anderen Städten sind allgegenwärtig.

Report München: Die vierte Corona-Welle der Ungeimpften – Die Kosten, die Opfer, die Folgen (21.09.2021)
Erste Intensivstationen in deutschen Krankenhäusern müssen schon wieder Patienten abweisen. Die Ursache: Schwerkranke Menschen, die sich mit dem Corona-Virus infiziert haben. Tatsache ist: Die große Mehrheit dieser Patienten wurde nicht gegen das Virus geimpft. Die Kosten belasten unser Gesundheitssystem.

WDR: Kinderarmut: Das große Versagen (15.09.2021)
Wieder ist eine Legislaturperiode vorbei. Und das Problem der Kinderarmut ist eher größer denn kleiner geworden.

Report Mainz: Gewalt gegen Pflegende (14.09.2021)
Viele medizinische Angestellte erleben in ihrem Berufsalltag körperliche Gewalt durch Patienten und Angehörige. Das belegt eine Befragung von mehr als 1.000 Klinikmitarbeitern, die dem ARD-Politikmagazin Report Mainz und Zeit Online vorliegt. Darin berichteten 81 Prozent der Befragten, sie seien in ihrem Berufsleben bereits angegriffen worden. Auf die Frage, wie sie angegriffen worden seien, nennen die meisten Tritte. Häufig kommt es aber auch zu Faustschlägen, Ohrfeigen oder Angriffen mit Gegenständen.

Plusminus: Was die Holländer bei der Rente besser machen (08.09.2021)
Im Schnitt bekommen niederländische Rentnerinnen und Rentner rund 80 Prozent ihres früheren Nettogehalts, dank Cappuccino-Modell: einer Finanzierung aus drei möglichen Zutaten. Ein Vorbild für Deutschland?

Plusminus: Gemeinnütziges Bauen in Wien – ein Modell für Deutschland? (08.09.2021)
Bezahlbarer Wohnraum wird in Deutschland immer mehr zur Mangelware. In Österreich ist das anders, dort wird auf gemeinnütziges Bauen gesetzt, welches günstige Mieten ermöglicht. Und davon profitieren viele, auch die Wirtschaft.

Plusminus: Wie der Staat Häftlinge ausbeutet (01.09.2021)
Regelmäßige Arbeit soll Inhaftierten bei der Resozialisierung helfen. Doch während Unternehmen die übernommenen Arbeiten nach Tarif entlohnen, bekommen die Häftlinge oft nur einen Tagessatz von zehn bis zwölf Euro ausgezahlt.

NDR: Reiches Land – arme Frauen? Welche Rolle spielt die Rente? (30.08.2021)
Die Rentenprognosen werden vor allem für Frauen düsterer. Was sind die Gründe für Altersarmut bei Frauen? Lässt sie sich vermeiden?

Plusminus: Riester-Rente: Rohrkrepierer? (25.08.2021)
20 Jahre nach Einführung der Riester-Rente macht sich Ernüchterung breit. Hohen Kosten stehen niedrige Auszahlungen gegenüber. Erste Anbieter steigen aus dem Geschäft mit Riester-Produkten aus.

Frontal 21: Amazon ausgeliefert – Profite auf Kosten der Kurierfahrer (24.08.2021)
Amazon ist einer der Profiteure der Coronapandemie: Das Liefergeschäft boomt. Um noch mehr und noch schneller die Ware an den Kunden zu liefern, hat der Digitalkonzern einen eigenen Transportdienst aufgebaut. Die Fahrer sind nicht direkt bei Amazon angestellt, sondern arbeiten bei Subunternehmen. Die Beschäftigten dort berichten von schlechten Arbeitsbedingungen und prekären Beschäftigungsverhältnissen.

Plusminus: Elektronische Patientenakte – die ewige Leidensgeschichte (18.08.2021)
Während andere Länder ihr Gesundheitswesen schon längst digitalisiert haben, wird in Deutschland immer noch an dem Projekt herumgedoktert. Mit der elektronischen Patientenakte soll jetzt endlich der Durchbruch kommen. Tatsächlich?

Frontal 21: Flaute auf dem Ausbildungsmarkt – Weniger Lehrstellen und Bewerber (17.08.2021)
Die Coronapandemie hat zu einem historischen Einbruch auf dem Lehrstellenmarkt geführt: Bewerberzahlen sinken, Betriebe finden keine qualifizierten Azubis. Experten befürchten, dass sich der Fachkräftemangel in Industrie und Handwerk dramatisch verschärfen wird. All das hat mit Corona zu tun, aber auch mit grundlegenden Problemen in der Vorbereitung der Schüler auf das Berufsleben.

Frontal 21: Verlierer der Pandemie – Selbstständige in Existenznot (17.08.2021)
Viele der rund 3,5 Millionen Soloselbstständigen und Kleinstunternehmen hat die Coronakrise an den Rand ihrer Existenz gebracht. Die von der Bundesregierung angekündigte schnelle und unbürokratische Soforthilfe entpuppte sich als untauglich. Denn die Soforthilfe war nicht für die Lebenshaltungskosten gedacht war. So mussten Tausende Betroffene etwa Grundsicherung anmelden oder auf ihre Altersvorsorge zurückgreifen.

Fakt: Berufsunfähigkeit durch Corona-Virus (17.08.2021)
Covid-19 macht zehntausende Menschen arbeitsunfähig. Sie sind nicht mehr belastbar, leiden unter Kurzatmigkeit, Muskelschmerzen, Konzentrationsproblemen. Doch wird das Post-Covid-Syndrom als Berufskrankheit anerkannt?

MDR: Radikaler Arbeitskampf – linksextrem und effektiv? (15.08.2021)
Die kleine Gewerkschaft „Freie Arbeiter:innen Union“ (FAU) unterstützt vor allem Beschäftigte in prekären Dienstleistungsjobs. Allerdings wird sie auch als linksextreme Gruppierung vom Verfassungsschutz beobachtet.

Panorama: Klimaabgabe: Warum sollen nur die Mieter zahlen? (12.08.2021)
Laut Politik soll Klimaschutz „sozial verträglich“ sein, auch beim Wohnen. Doch CO2-Abgabe zahlen bisher nur die Mieter.

Plusminus: Was hat die Reform der Pflegeversicherung wirklich gebracht? (11.08.2021)
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn wollte mit der Reform der Pflegeversicherung Beschäftigte und Angehörige entlasten. Doch davon ist kaum etwas zu spüren. Das zeigen Gespräche mit denen, bei denen außer große Versprechen nichts ankam.

Plusminus: Lokführerstreik – kleine Gewerkschaft legt ein Land lahm (11.08.2021)
Der Lokführerstreik bringt die Reisepläne vieler ins Wanken, Pendler kommen nicht zur Arbeit. Warum geht die Gewerkschaft GDL so rabiat vor? Und könnten Streiks wie der aktuelle bei der Bahn auch in anderen Branchen drohen?

Plusminus: Medizinprodukteverordnung verschlechtert Patientenversorgung (04.08.2021)
Seit Ende Mai ist die neue europäische Medizinprodukteverordnung in Kraft und soll für mehr Sicherheit der Patienten sorgen. Doch Mediziner warnen, dass die Patientenversorgung massiv gefährdet sei und sogar Todesfälle zu befürchten seien.

BR: Tokyo 2021 – Generalprobe für das Reich der Alten (28.07.2021)
Kein Land der Welt altert schneller als Japan, bereits heute ist knapp ein Viertel der Bevölkerung im Rentenalter. Im Jahr 2060 wird es aller Voraussicht nach genauso viele Senioren geben wie Japaner im arbeitsfähigen Alter. Auch vor der Hauptstadt Tokio macht der demografische Wandel nicht halt. Die jugendliche Trendsetter-Metropole verwandelt sich immer mehr in ein Methusalem-Reich. Schon heute gibt es Stadtteile, in denen fast ausschließlich alte Menschen leben. Wie bereitet man ein Land vor auf ein gigantisches Rentnerheer, um das sich immer weniger junge Menschen kümmern? Was muss sich im gesellschaftlichen Zusammenleben ändern, wenn körperliche Gebrechen und Behinderungen keine Randerscheinung mehr sind, sondern die neue Norm? Für Tokios erste weibliche Gouverneurin Yuriko Koike sind die Paralympischen Spiele, die die Metropole in diesem Sommer ausrichten wird, die Chance, die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt fit für ihre Methusalem-Gesellschaft zu machen. Mutig behauptet sie: „Ohne einen Erfolg der paralympischen Spiele werden die Tokioter Spiele kein Erfolg sein. Wir werden die Barrieren in der Infrastruktur und die in den Köpfen der Menschen abbauen.“

Plusminus: Corona und Überschuldung: Letzter Ausweg Privatinsolvenz? (28.07.2021)
Schon vor Corona waren rund sieben Millionen Deutsche überschuldet, also fast jeder Zehnte. Doch seit der Pandemie werden es immer mehr. So ist im ersten Halbjahr 2021 die Zahl der Verbraucherinsolvenzen rapide angestiegen.

Plusminus: Krankenhauspersonal: Applaus und leere Versprechen? (21.07.2021)
Mit der Festlegung einer Personaluntergrenze in pflegeintensiven Bereichen von Krankenhäusern sollte die Belastung des Personals gesenkt werden. „Plusminus“ hat sich angeschaut, ob das funktioniert.

ZDF: Das Ende der Sexarbeit? Prostitution nach der Pandemie (21.07.2021)
»Bordelle waren geschlossen, Prostitution während des Lockdowns vielerorts verboten. Doch viele Frauen tauchten ab, schafften auf dem Straßenstrich oder in Appartements an. Vermieter und Freier nutzten das oft gnadenlos aus: Sie forderten billigen Sex ohne Kondom, verlangten Wuchermieten. Das Prostituiertenschutzgesetz von 2017 soll Frauen vor Gewalt, Menschenhandel und Zuhälterei schützen. Doch gelingt das wirklich? Ein Jahr lang hat „ZDFzoom“ Prostituierte begleitet. Betreiber klagten, sie hätten alle gesetzlichen Vorschriften des Prostituiertenschutzgesetzes erfüllt, Notfallknöpfe eingebaut, nur angemeldete Frauen beschäftigt. Nun seien ihre Puffs leer und die Frauen auf der Straße. Ordnungsämter und Polizisten klagten, dort sei es viel schwerer, an die Frauen heranzukommen, Hilfe anzubieten. Geht doch, sagen dagegen Prostitutionsgegner und fordern ein Sexkaufverbot auch in Zukunft. Doch Huren wehren sich und bestehen darauf, dass sie nicht unter Zwang arbeiten. Der Staat habe sich nicht in die Sexualität erwachsener Menschen einzumischen. Viele Frauen kommen aus Südamerika oder Osteuropa, Sie wollen eine bessere Zukunft für ihre Kinder. Von ihrem Geld leben ganze Familien. „ZDFzoom“ fragt: Ist das Prostituiertenschutzgesetz ein wirksamer Schutz vor Zuhälterei und Gewalt? Wo muss nachgebessert werden? Das Prostitutionsverbot wegen Corona – eine Blaupause, die zeigte, was geschieht, wenn käuflicher Sex per Gesetz verboten würde.«

BR: Schuldenfalle Corona – Berater am Limit (14.07.2021)
»Nadia Fiedler aus Würzburg und Inge Brümmer aus München sind am Limit: Im ersten Quartal 2021 hatten die Schuldnerberaterinnen rund ein Drittel mehr Anfragen, die Wartelisten für einen Ersttermin werden immer länger. Eine der Klientinnen in Würzburg ist die Fotografin Katharina T. Der alleinerziehenden Mutter sind durch die Corona-Lockdowns die Kunden weggebrochen. Als Soloselbständige bezieht sie nun Hartz IV und muss davon noch alte Verbindlichkeiten tilgen, was ihr trotz aller Anstrengung nicht gelingt. Die Folge: Ihre Schulden steigen. „Ein Laie ist im Augenblick komplett überfordert“, so die Schuldnerberaterin Nadia Fiedler, die nicht nur Katharina T. zu einer Privatinsolvenz rät. In München stemmt sich Mario U. gegen den pandemiebedingten Abwärtssog. Er arbeitet im Sicherheitsdienst. Auch er hatte bereits vor Corona Schulden, die er regelmäßig abbezahlt. Doch durch die Pandemie hat er weniger Arbeit – und verliert seine Wohnung. Jetzt lebt er in einer Wohnungslosenunterkunft. Wie Katharina T. tritt er erstmals den Gang zu einer Schuldnerberaterin an. Die Schuldnerberaterinnen in Deutschland befürchten, dass die Schere zwischen Arm und Reich bald immer weiter auseinander klafft.«

SWR: Operiert und abkassiert – Wenn Ärzte Rendite bringen sollen (14.07.2021)
Immer mehr Ärzte in Deutschland kritisieren die sogenannten „Fallpauschalen“, das Bezahlsystem der Krankenhäuser. Offen wie selten sprechen sie im SWR Fernsehen über ein Gesundheitssystem in Schieflage. So sollen immer mehr Patienten in immer kürzerer Zeit behandelt werden. Mit aufwändigen Eingriffen, die der Klinik Erlöse bringen. Chefärzte würden gedrängt, die Umsatzzahlen für das Krankenhaus zu erhöhen.

SWR: Klinik in Not – Exitus für ein Krankenhaus (14.07.2021)
Für viele Menschen ist das Krankenhaus in der Nähe selbstverständlich, doch in Ingelheim kämpfen die Bewohner seit Jahren um den Erhalt der ansässigen Klinik.

ZDF: Keine Helfer, keine Ernte. Saisonarbeiter dringend gesucht (21.06.2021)
»Spargel stechen, Erdbeeren pflücken: Es braucht viele fleißige Hände, damit Gemüse und Obst frisch in unsere Läden kommt. Tausende Helfer aus dem Ausland arbeiten hier sommers auf den Feldern.«

SWR: Wer pflegt Oma? Das Geschäft mit Frauen aus Osteuropa (16.06.2021)
Der Markt von Betreuerinnen aus Mittel- und Osteuropa boomt, die in häuslicher Gemeinschaft mit den Seniorinnen und Senioren leben und sie im Alltag unterstützen. Die SWR Doku zeigt die Höhen und Tiefen von diesen durch das Schicksal – Pflegebedürftigkeit hier, Armut dort – erzwungenen Zweierbeziehungen. Und wirft einen Blick auf diese Branche, deren Seriosität nicht leicht zu prüfen ist.

Plusminus: Kurzarbeit und Dividenden – wie Corona die soziale Schieflage verstärkt (09.06.2021)
Während Kleinbetriebe und Selbständige um ihre Existenz fürchten, gehen wichtige Aktienkurse gerade durch die Decke. Die Pandemie hat die soziale Schieflage verstärkt. Wie geht es jetzt weiter?

Phoenix: Der Rentenstreit – Arbeiten bis 68? (09.06.2021)
Brisante Vorschläge von Beratern des Bundeswirtschaftsministeriums: Das Renteneintrittsalter soll erhöht werden. Geplant ist eine Anpassung an die Lebenserwartung. Andernfalls drohen massive Lücken in der Rentenkasse. Wie zumutbar ist eine längere Lebensarbeitszeit? Wie sicher ist die Rente?
Anke Plättner diskutiert mit: Susanne Ferschl, Die Linke stellv. Fraktionsvorsitzende Bundestag, Prof. Axel Börsch-Supan, Direktor Max-Planck-Institut für Sozialrecht und Sozialpolitik, Kai Whittaker, CDU, hat am CDU-Rentenkonzept mitgewirkt, Prof. Stefan Sell, Sozialforscher, Hochschule Koblenz.

Frontal 21: 24-Stunden-Pflege in Deutschland. Ausbeutung rund um die Uhr? (08.06.2021)
Rund um die Uhr und jeden Tag in der Woche mussten die Pflegerinnen für ihre deutschen Patientinnen da sein, auch nachts, berichten die Rumänin Daniela und die Bulgarin Dobrina.

ZDF: Am Ende arm? (02.06.2021)
»Mit der bevorstehenden Pensionierung der sogenannten Babyboomer in den kommenden Jahren gerät das Rentensystem in Deutschland gehörig ins Wanken – und damit auch der Generationenvertrag.«
➔ Zu dieser Reportage eine umfassende Kritik von Rainer Heyse: ZDF-Doku: Am Ende sind die Zuschauer arm dran(15.06.2021): „Aufklärung“ zur Rente und dem Generationenkonflikt: Wie eine Sendung falsche Fakten propagiert.

Plusminus: Urteil zur Doppelbesteuerung der Renten: Was es bedeutet (02.06.2021)
Der Bundesfinanzhof warnt vor einer Doppelbesteuerung von Renten. Diese ist nicht erlaubt. Zwei Klagen von Einzelfällen scheiterten aber am Montag in höchster Instanz. Was bedeutet das jetzt für den Gesetzgeber?

Report Mainz: Lufthansa Lohndumping auf Staatskosten? (01.06.2021)
Bei der Lufthansa werden Konzerngesellschaften abgewickelt, während das Unternehmen eine neue Airline gründet. Für die gleiche Arbeit wird nach Recherchen von REPORT MAINZ zum Teil weniger Geld bezahlt.

NDR: Generation Hartz IV: Kinder kämpfen für ihre Zukunft (31.05.2021)
Hartz IV, Deutschlands umstrittenste Sozialreform wird 15 Jahre alt. Damit werden nun viele Kinder erwachsen, deren Eltern schon bei ihrer Geburt Arbeitslosengeld-II-Empfänger waren. 45 Min begleitet Kinder, deren Lebensrealität von Hartz IV bestimmt war und ist. Was bedeutet es, als Kind „arm“ zu sein? Was denken die Kinder selbst über das System? Und: Wie können sie einen Weg in ein Leben ohne Arbeitslosengeld II finden?

Monitor: Trotz Corona: Lässt die Bundesregierung benachteiligte Kinder im Stich? (27.05.2021)
Durch die Corona-Krise werden viele Kinder sozial benachteiligter Familien noch weiter abgehängt. Dabei beschloss der Bund schon vor zehn Jahren das „Bildungs- und Teilhabepaket“.Es soll den Rechtsanspruch dieser Kinder auf Schulausflüge, Nachhilfe oder die Mitgliedschaft im Sportverein umsetzen. Doch bis heute kommt davon wenig bei den Familien an. Mit viel zu komplizierten Regelungen lasse die Bundesregierung die Kinder im Stich – auch um Geld zu sparen, sagen Kritiker

WDR: Böse Minute: Die Arbeitswelt ist immer noch nicht familienfreundlich (27.05.2021)
20 Millionen Eltern gibt es in Deutschland. Die meisten von ihnen sind berufstätig.  Doch die Vereinbarkeit von Familie und Beruf wird von vielen Arbeitgebern nicht wertgeschätzt. Das merken viele Frauen auch beim Wiedereinstieg in den Beruf nach der Schwangerschaft. Da kommt es dann zu Kündigungen am ersten Tag nach der Elternzeit.

Zur Sache Rheinland-Pfalz: Ausbeutung in Behindertenwerkstatt? (27.05.2021)
Müssten Menschen mit Handicap nicht besser bezahlt werden?

ZDF: Armutszeugnis Corona. Wen das Virus am härtesten trifft (19.05.2021)
Während das Impfen im Kampf gegen Corona an Fahrt aufnimmt, zeigt sich, wie hoch die Ansteckungsraten gerade in manchen Brennpunktvierteln sind, zum Beispiel in Berlin-Neukölln.

Frontal 21: Spargel zu Corona-Zeiten. Die miesen Arbeitsbedingungen der Erntehelfer (18.05.2021)
»Auf einem Spargelhof in Niedersachsen kommt es mitten in der Erntesaison zu einem Corona-Ausbruch. In dem Betrieb arbeiten mehr als 1000 Beschäftigte, 130 wurden positiv getestet. Die Behörden warnen zwischenzeitlich von einem „erheblichen Infektionsgeschehen“ und verordnen eine sogenannte Arbeitsquarantäne. Für die meist aus Polen stammenden Erntehelfer hat das weitreichende Konsequenzen. Nach Hause dürfen sie nicht. Trotz des Corona-Ausbruchs geht es weiter zum Spargel stechen und danach vom Feld direkt in die Unterkünfte. Einige erheben nun schwere Vorwürfe. Es gebe zu wenig Platz in den Gemeinschaftsunterkünften, die Sanitäranlagen seien unzureichend. Außerdem würden sie viel weniger verdienen, als ihnen in Aussicht gestellt worden sei. Die Firma dagegen betont, sie halte sich an den gesetzlichen Mindestlohn, alles laufe nach Recht und Gesetz.«

Frontal 21: Abgemagert, vernachlässigt, verstorben. Schwere Vorwürfe gegen Seniorenheim (18.05.2021)
»Es geht um Vernachlässigung, mangelhafte medizinische Versorgung und unzureichende Ernährung. Die Staatsanwaltschaft München II ermittelt in einem Pflegeheim am Schliersee wegen Körperverletzungsdelikten und Todesfällen. Im Fokus stehen unter anderem die ehemalige Leitung und zwei weitere Mitarbeiter des Seniorenpflegeheims. Auch ein Corona-Ausbruch im Frühjahr 2020 wird untersucht. Damals kam durch den Krisenstab des zuständigen Gesundheitsamtes Erschütterndes ans Licht. Die Liste der Missstände ist lang: apathisch wirkende, dehydrierte Heimbewohner mit offenen, unbehandelten Wunden, seit Tagen nicht gewechselte Urinbeutel, abgelaufene Medikamente, Mäuse in der Küche.«

Frontal 21: Beschäftigt im Berliner Stadtschloss. Fraglicher Umgang mit Arbeitsrechten (18.05.2021)
»Das Humboldt Forum im wiederaufgebauten Berliner Stadtschloss zählt zu den ambitioniertesten Kulturprojekten Europas. Doch neben der Diskussion um Beutekunst macht die Museums- und Veranstaltungsstätte jetzt als Arbeitgeber von sich reden. Zahlreiche Mitarbeiter beklagen unzumutbare Arbeitsbedingungen wie stundenlanges Ausharren ohne Zugang zu Toiletten und Trinkwasser, zudem erhebliche Datenschutzmängel. So wurden offen zugängliche Personallisten geführt, in denen die Mitarbeiter mit Hinweisen wie „ist montags immer müde“, „Psychotherapie“ oder „Betriebsrat“ versehen wurden.«

Panorama 3: Fleischindustrie: Neue Gesetze bringen kaum Besserung (18.05.2021)
Werkvertrag und Leiharbeit sind mittlerweile in der Fleischindustrie verboten. Es sollte Schluss sein mit der Ausbeutung und der unmenschlichen Behandlung der Arbeiter, die meist aus Osteuropa kommen. Recherchen von Panorama 3 und dem Politmagazin „Kontrovers“ vom BR zeigen nun: Die großen Firmen haben zwar die Arbeitenden übernommen und festangestellt, aber auch viele der oft umstrittenen Subunternehmer. „Nichts hat sich verändert“, erzählt uns ein Arbeiter. Seine und die Erfahrungen anderer zeigen, dass das System von Druck und Erniedrigung offenbar noch immer vorherrschend ist.

Panorama 3: Impfreihenfolge: Impfen in sozialen Brennpunkten sinnvoll (18.05.2021)
Wegen hoher Infektionszahlen in armen, wirtschaftlich schwächer gestellten Stadtteilen wollen Städte wie Osnabrück, Bremen und Hannover die Menschen dort mit Impfaktionen erreichen. Hamburg lehnt das ab.

WDR: Pflegereformgesetz – Aufschrei bei Angehörigen (12.05.2021)
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn lässt gerade ein Pflegereformgesetz vorbereiten. Der Entwurf liegt vor. Angehörige beispielsweise von behinderten Kindern oder Jugendlichen sind entsetzt: kommt das Gesetz in dieser Form, dann müssten vor allem die Frauen zu Hause bleiben und ihre Berufstätigkeit aufgeben, um ihre Kinder zu pflegen.

SRF: Handicap Behinderung: Das Märchen von der Inklusion (29.04.2021)
Die Gleichstellung von Behinderten ist mehr Wunschdenken als Realität. Das zeigen die Geschichten von vier Menschen mit Handicap, die ihre Lebens- und Karriereträume in die eigene Hand nehmen, aber täglich für ihr Recht auf Selbstbestimmung und Akzeptanz kämpfen müssen. Alle haben sich Ziele gesetzt, die auf den ersten Blick unrealistisch scheinen. Der körper- und sprechbehinderte Islam Alijaj will in den Nationalrat. Die nahezu blinde Geologin Barbara Müller kämpft für die Berufung zur Uni-Dozentin. Der Paraplegiker David Mzee fightet für eine Festanstellung als Sportlehrer und der muskelkranke Amir Gashi für seine internationale DJ-Karriere. Sie sind Menschen mit Behinderungen, die sich von nichts und niemandem daran hindern lassen wollen, ihre Lebens- und Karriereträume zu verwirklichen. Ihr wahres Handicap ist aus ihrer Sicht nicht ihre Beeinträchtigung, sondern die fehlende Gleichstellung in der Gesellschaft und auf dem Arbeitsmarkt. Was läuft da schief? Und wieso tun sich viele schwer, wenn Behinderte auf Selbstbestimmung pochen und diese einfordern? Fast zwei Jahre lang hat «SRF DOK» die Protagonistin und die drei Protagonisten des Films begleitet und zieht nun Bilanz: Wer von ihnen hat seine scheinbar unrealistischen Ziele erreicht? Wer nicht – und weshalb nicht?

Plusminus: Corona: Mangelhafte Schutzmaßnahmen für Erntehelfern? (28.04.2021)
Unzureichender Infektionsschutz, Unterbezahlung, restriktive Arbeitsbedingungen – so erlebten viele rumänische Erntehelfer den Erntesommer 2020. Und jetzt? Haben die Landwirte ein Jahr später ihre Lektion gelernt? Plusminus hat nachgefragt.

Kontrovers: Knochenjob Spargelernte: Acker statt Uni (28.04.2021)
Bei der Spargelernte geht nichts ohne ausländische Saisonarbeitskräfte. Sie dürfen inzwischen wieder ungehindert einreisen, doch es kommen bei weitem nicht alle. In den Städten sind dagegen viele Nebenjobs von Studenten weggefallen. Manche zieht es deshalb in diesem Jahr aufs Spargelfeld. Wie gelingt der Wechsel vom Hörsaal auf den Acker?

Kontrovers: Corona – krank oder gesund? Der Geldbeutel entscheidet (28.04.2021)
Beengte Wohnverhältnisse, Verständigungsprobleme und Niedriglohnjobs, die Home-Office unmöglich machen: Eine Mischung, die dem Virus in die Hände spielt. Aus Intensivstationen erreichen uns Hinweise, dass besonders wirtschaftlich Schwache häufig an Covid-19 erkranken. In Expertenkreisen ist das seit Längerem bekannt. Wieso ändert sich trotzdem wenig daran?

Report München: Die Spuren nach Italien (27.04.2021)
Mitte März decken BR-Reporterinnen desaströse Zustände in einem oberbayerischen Altenpflegeheim auf. Unzureichende Pflege, unterernährte Bewohner, katastrophale hygienische Bedingungen. 17 Todesfälle werden überprüft. Der Verdacht: Die alten Menschen könnten verhungert sein. Wie konnte es soweit kommen? Report München begibt sich auf Spurensuche nach Italien. Dort sitzt der Mutterkonzern des deutschen Heimbetreibers. Und gegen ihn ermittelt die italienische Justiz wegen Abrechnungsbetrugs.

Panorama 3: Verfassungswidrig? Weniger Geld für alleinstehende Geflüchtete (27.04.2021)
Viele alleinstehende Geflüchtete in Gemeinschaftsunterkünften bekommen jeden Monat weniger Geld als allein lebende Asylsuchende. Unabhängig von ihrer Herkunft, Kultur und Religion sollen sie gemeinsam mit ihren Nachbarn und Nachbarinnen wirtschaften – so wie Ehepaare.

mehr/wert: Untreue Betreuer: Wenn Angehörige nichts mehr zu sagen haben (22.04.2021)
Ein Unfall, eine schwere Krankheit und man ist handlungs- und entscheidungsunfähig. Ohne Vorsorgevollmacht bestellt ein Gericht einen Betreuer. Und das geht längst nicht immer gut. Und die Angehörigen? Müssen tatenlos zusehen.

Plusminus: Gesetzliche Betreuer: Wenn Angehörige nichts zu sagen haben (21.04.2021)
Haus weg, Erinnerungsstücke weg, Familiengrab weg: traurige Bilanz einer gerichtlichen Betreuung. Rund 1,3 Millionen gerichtliche Betreuungsfälle gibt es in Deutschland. Und häufig gerät die Betreuung aus den Fugen.

Plusminus: Betriebswohnungen: Lösung für den Facharbeitermangel? (21.04.2021)
Der Wohnungsmangel in deutschen Ballungszentren macht vielen Unternehmen immer mehr zu schaffen. Plusminus über fehlende Betriebswohnungen in Deutschlands Boom-Regionen.

Panorama 3: Häusliche Gewalt: Verschärfte Situation wegen der Corona-Krise (20.04.2021)
Die Anzahl der Gewalttaten gegen Frauen steigt in Deutschland seit Jahren und Corona verschärft das Problem. Viele Frauenhäuser sind überlastet und können wegen der Hygieneregeln noch weniger Frauen aufnehmen.

Frontal 21: Teurer Wohnen. Das Chaos um den Mietendeckel (20.04.2021)
Nachdem das Bundesverfassungsgericht den Berliner Mietendeckel gekippt hat, herrscht bei vielen Mietern Ratlosigkeit. Ihnen drohen Nachzahlungen und die Rückkehr zur früheren Miete, die durch das Berliner Gesetz gedeckelt wurde.

ZDF: Zuhause in der Platte. Ein Dorf auf 20 Stockwerken (18.04.2021)
1986 wurde sie als Prestigeprojekt des Wohnungsbaus in der DDR fertiggestellt, die berühmt-berüchtigte „Platte“ in Marzahn. 100 000 Wohnungen wurden in nur 15 Jahren hochgezogen. Einst begehrte Wohnlage, nahm die Attraktivität der Hochhauswohnungen nach der Wende deutlich ab. Trotz ihres schlechten Rufs erlebt Deutschlands einst größte Plattenbausiedlung heute einen regelrechten Boom – und das nicht nur wegen der billigen Mieten.

ZDF: Geimpft – und nun? Brennpunkt Pflegeheim (14.04.2021)
Fast die Hälfte der Corona-Todesopfer in Deutschland lebte in Pflegeheimen. Die hohe Zahl der Toten und Infizierten zeigt: Es gelang nicht, die Schwächsten zu schützen. Wie ein Brennglas hat die Pandemie Defizite aufgezeigt, die schon zuvor bekannt waren. Auch nachdem die meisten Pflegebedürftigen und Mitarbeiter geimpft sind, bleibt die Lage angespannt und viele alte Menschen isoliert. Was läuft falsch in den Pflegeheimen?

Plusminus: Werden für die Rente doppelt Steuern gezahlt? (14.04.2021)
Finanzexperten gehen davon aus, dass die Rente aktuell um bis zu 20 Prozent doppelt besteuert wird. Millionen Rentnerinnen und Rentner sind davon betroffen.

Exakt: Land in Kurzarbeit (14.04.2021)
Millionen Menschen wurden vor einem Jahr in die Kurzarbeit geschickt – in der Hoffnung auf baldige Normalität. Jetzt Monate später ist keine Änderung in Sicht. Was bedeutet das für Betroffene und die Wirtschaft?

Frontal 21: Arbeitslos wegen Corona. Ohne Perspektive in der Pandemie (13.04.2021)
in Jahr Corona heißt auch: Vielen, die im Laufe des vergangenen Jahres ihren Arbeitsplatz verloren haben, läuft die Zeit davon, ihnen droht Hartz IV. Zwar wurde mit Sozialschutz-Paket II der Bezug von Arbeitslosengeld (ALG I) bereits einmal für drei Monate verlängert, doch die Politik diskutiert inzwischen neue Shutdowns. Hotels und Gaststätten bleiben weiterhin geschlossen. Deshalb suchen viele Beschäftigte aus der Gastronomie jetzt lieber gleich nach neuen beruflichen Perspektiven – am besten krisensicher und systemrelevant. Doch die Arbeitsagentur steht solchen Eigeninitiativen nicht immer aufgeschlossen gegenüber.

Fakt: Helios-Kliniken: Rendite statt Ärzte? (13.04.2021)
Helios, Deutschlands größter Krankenhauskonzern, hat auch 2020 große Gewinne gemacht. Trotzdem will der Konzern sparen, indem er an den ärztlichen Stellen kürzt. Die Aktionäre erwarten dafür eine Dividenden-Erhöhung.

Fakt: Warum starben so viele Pflegeheimbewohner? (13.04.2021)
Viele Menschen aus den Alten- und Pflegeheimen starben während der Corona-Pandemie. Hätte man einige von ihnen noch retten können? Warum kamen nur so wenige erkrankte Heimbewohner in eine Klinik?

NDR: Schule: Jugend ohne Abschluss (12.04.2021)
Mehr als 50.000 junge Menschen brechen in Deutschland jedes Jahr die Schule ab. Wie kann das sein? Wer sind diese Menschen? Und was müsste sich am Schulsystem ändern? Das wollten die 45 Min-Reporter Noura Mahdhaoui und Klaas-Wilhelm Brandenburg wissen und haben sich auf die Suche gemacht. Gefunden haben sie vier junge Menschen mit ganz unterschiedlichen Geschichten und Träumen.

BR: Der Rausch der Dunkelziffer (11.04.2021)
Crystal Meth ist in allen Gesellschaftsschichten und allen Landesteilen angekommen. Herstellung und Handel werden zunehmend professioneller – und krimineller. Doch politisch wird das weitgehend ignoriert.

ZDF: Psyche in Not. Das lange Warten auf Therapie (07.04.2021)
Immer mehr Menschen suchen Hilfe wegen psychischer Probleme. Doch oft müssen sie lange auf einen Therapieplatz warten. Es fehlten Kassensitze für Psychotherapeuten, klagen deren Vertreter.

ARD: Abgeklatscht und abserviert. Die vergessenen Corona-Helden (29.03.2021)
»Vor genau einem Jahr – im März 2020 – veränderte das Coronavirus das Leben in Deutschland schlagartig. Pflegerinnen und Pfleger, Kassiererinnen und Kassierer sowie andere Systemrelevante wurden von den Balkonen aus beklatscht und als Helden verklärt. Bundeskanzlerin Angela Merkel dankte ihnen für ihre Arbeit an „vorderster Linie“ … Im Frühjahr wurden Forderungen nach mehr Wertschätzung, besseren Arbeitsbedingungen und angemesseneren Löhnen laut. Es sah so aus, als würde das Virus etwas zurechtrücken, was schon lange im Argen lag: 90 Prozent der Beschäftigten, die in systemrelevanten Berufen arbeiten, verdienen noch immer weniger als der Durchschnitt. Und: Verantwortung für das Wohl anderer Menschen wird schlechter bezahlt als Verantwortung für Maschinen. Nach einem Jahr Pandemie ziehen wir Bilanz: Was ist aus den Forderungen geworden? Was hat die Krise bisher bewegt?«

ZDF: Minijobber in Not – Armutsfalle Shutdown (28.03.2021)
Rund 4,4 Millionen Deutsche sind auf das Einkommen aus dem Minijob angewiesen, sie haben keine andere Arbeit. Darunter Alleinerziehende, Rentner und viele Studierende. Doch die Pandemie hinterlässt auch hier ihre Spuren. Seit dem Frühjahr 2020 sind allein im prekär beschäftigten Umfeld mehr als 850 000 Minijobs weggefallen. Neue Jobs werden kaum angeboten, denn viele Unternehmen wissen nicht, wie sie durch die Krise kommen. Eine „ZDF.reportage“ über Minijobber in der Armutsfalle.

mehr/wert: Inklusions-Großbetrieb: Ein Porträt der Vinzenz-Werke (18.03.2021)
Menschen mit Behinderung – ihre Perspektive: Ein Job auf dem „2. Arbeitsmarkt“ in Werkstätten. Ein Betrieb in Unterfranken schafft sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze für Menschen, die anderswo keine Chance hätten.

Exakt: Krankes System – Streit um Pflegekosten (17.03.2021)
Eine Krankenschwester hat sich als Pflegekraft selbstständig gemacht. Immer wieder muss sie mit Krankenkassen um Anerkennung und Bezahlung kämpfen. Eine Belastung für die Patienten, deren Angehörige und die Pflegekraft.

Report München: Der Frust der Corona-Helden – Gestern hochgejubelt, heute abgeschrieben (16.03.2021)
Sie halten das Land am Laufen und wurden dafür im Frühjahr 2020 frenetisch beklatscht: Verkäuferinnen im Supermarkt und Kita-Erzieherinnen. Jetzt fühlen sie sich im Stich gelassen. Der Alltag ist zurückgekehrt. Während die Politik auf Lockerungen setzt, sind sie einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt. Viele fordern deshalb jetzt: Erst impfen, dann öffnen. 

ARD: Auf der Covid-Intensivstation der Charité. Kampf um jeden Atemzug (15.03.2021)
In der Berliner Charité werden besonders dramatische Covid-19-Fälle behandelt: Hier herrscht seit Monaten Ausnahmezustand. Einblick in einen Mikrokosmos, der keine Tageszeiten kennt – bestimmt von grellem Licht und piepsenden Maschinen.

ARD: Eine Polin für Oma (08.03.2021)
Hunderttausende Menschen in Deutschland brauchen im Alter Pflege, aber die wenigsten wollen ins Heim. Der Markt der Betreuerinnen aus Mittel- und Osteuropa, die Senioren in häuslicher Gemeinschaft unterstützen, boomt.

SRF: Putzfrauen in Rente – Keine saubere Sache (07.03.2021)
»Sie werden schlecht bezahlt und arbeiten in einem äusserst anstrengenden, typischen Frauenberuf, für den sie wenig Wertschätzung bekommen: die portugiesischen Putzfrauen hierzulande. Und wenn sie vor der Pensionierung stehen, stellen sie fest: das Geld reicht nicht zum Leben in der Schweiz. In der Schweiz stammen die meisten Putzfrauen über 55 Jahre aus Portugal. Sie kamen in die Schweiz, häufig ohne Papiere und ohne Ausbildung. Und so begannen sie zu putzen, um Geld zu verdienen. Sie integrierten sich, lernten die Sprache, bauten sich eine Familie und somit ihr Leben auf in der Schweiz. Ihr ganzes Leben lang schrubbten, fegten sie, entfernten den Dreck der anderen – und das für sehr wenig Lohn. Und wenn sie dann ins Pensionierungsalter kommen, stellen sie fest: Die Rente reicht nicht aus, um in der teuren Schweiz zu bleiben. Florence Fernex und Emanuelle Bressan-Blondeau haben mehrere Frauen aus Portugal in der Westschweiz bei ihrer Arbeit begleitet. Oft bleibt ihnen nach der Pensionierung nur eines: die Rückkehr ins Herkunftsland, was ein erneutes Abschiednehmen bedeutet – von ihren Kindern und Enkeln und einem ganzen Leben in der Schweiz.«

SRF: Wettkampf der Spitäler: Weniger Spitäler = bessere Qualität? (04.03.2021)
Regionalspitäler sind unter Druck, Spitalschliessungen werden häufiger. Ist unsere Gesundheitsversorgung in Gefahr? Nein, sagen Expertinnen und Experten. Die Konzentration auf weniger Spitäler verbessere die Qualität. Doch die Menschen auf dem Land fürchten abgehängt zu werden. Jedem Tal sein Spital. Das war über Jahrzehnte das Motto der Schweizer Spitalplanung. Doch diese Zeiten sind vorbei. Die Spitäler sind unter Druck, ihnen geht das Geld aus. 10 Prozent der Spitäler haben zu wenig Eigenmittel, um längerfristig zu bestehen. Wollen Spitäler mehr Eigenmittel, brauchen sie genügend Patientinnen und Patienten. Denn die Krankenhäuser sind seit Jahren einem Wettbewerb ausgesetzt. Diese Entwicklung zeigt Wirkung. Spitäler mit Defizit müssen entweder vom Kanton mit Millionen gerettet werden, ihr Angebot herunterfahren – oder dann schliessen. Haben Regionalspitäler überhaupt eine Zukunft? SRF «DOK» zeichnet exemplarisch die Vorgänge in den Kantonen St. Gallen und Baselland nach. Im Baselbiet wurde das Spital Laufen geschlossen. Nach 150 Jahren steht das Laufental jetzt ohne Spital da. Der Kanton St. Gallen hat nichts Geringeres entschieden, als vier seiner neun Spitäler zu schliessen. Noch vor einigen Jahren unvorstellbar. Die Filmautoren haben Patientinnen und Patienten begleitet, Lokalpolitikerinnen getroffen und Spitaldirektoren sowie Ärztinnen befragt. Sie dokumentieren Ängste und Sorgen der Menschen in den Regionen, die ein Spital verlieren. Gemeindepräsidenten bangen um die Attraktivität ihrer Gemeinde, um hochqualifizierte Arbeitsplätze und fühlen sich einmal mehr von den Zentren im Stich gelassen. Vor allem ältere Menschen wollen im Krankheitsfall in der gewohnten Umgebung bleiben. Kurze Wege ermöglichen, dass Angehörige und Verwandte zu Besuch kommen während eines Aufenthalts. Das geht verloren, wenn das nahe Spital verschwindet. Übersichtliche Strukturen in einem Spital, ein familiärer Umgangston, bekannte Gesichter im Pflegeteam – das alles schätzen Menschen, die für kurze oder längere Zeit ins Spital müssen. Dennoch scheint der Trend unaufhaltsam: Der medizinische Fortschritt und der Kostendruck machen den Regionalspitälern zu schaffen. Die moderne Medizin wird immer spezialisierter, das nötige Fachpersonal ist nur beschränkt vorhanden – selbst wenn Geld keine Rolle spielen würde. Qualitätsvorgaben verlangen heutzutage ausserdem Mindest-Fallzahlen und Routine. Gleichzeitig werden einfache Eingriffe immer mehr ambulant vorgenommen. Wozu braucht es da noch grosse Bettenstationen, die oft leer stehen? Rund 200 Kliniken und Spitäler bieten in der Schweiz ihre Dienste an und buhlen um Patientinnen und Patienten. Genügen den Schweizerinnen und Schweizern nicht auch 50 oder 80? Eine Studie kommt zum Schluss, dass mit einer viel kleineren Zahl die gleiche Gesundheitsversorgung garantiert ist – in einer besseren Qualität und günstiger. Nicht ein nahes Spital ist medizinisch entscheidend, sondern ein gutes Spital. Das zeigt sich auch im Fall eines Herzinfarktes. Ein Horrorszenario für viele Menschen abseits der Zentren, wie der Film belegt. Doch auch hier gilt: Die Fahrt ins spezialisierte Zentrum kann Leben retten – selbst, wenn sie etwas länger dauert.

Panorama: Corona: Höheres Risiko für Arme (04.03.2021)
Das Coronavirus ist nicht der große Gleichmacher: Arme Menschen und prekär Beschäftigte sind deutlich häufiger betroffen.

Panorama: Lockerungen: Mulmiges Gefühl auf Intensivstationen (04.03.2021)
Laut neuen Zahlen des Prognosemodells zur Intensivbettenauslastung könnten die Öffnungen nach dem 7. März zu einem Anstieg der Patientinnen und Patienten auf Intensivstationen führen.
➔ dazu auch: DIVI-Register zu Intensivstationen: Hohe Fallzahlen befürchtet (04.03.2021)

ZDF: Schulen im Corona-Stress. Schleppende Digitalisierung, veraltete Lehrpläne und -formen (01.03.2021)
Die Pandemie wird zum Stresstest für Familien, Lehrer und Schulleitungen. Die Corona-Krise macht viele Probleme sichtbarer: schleppende Digitalisierung, zu wenige und schlecht ausgebildete Lehrer, veraltete Lehrpläne und -formen. Was muss sich ändern?

Plusminus: Kliniksterben in der Pandemie (17.02.2021)
20 Krankenhäuser haben im Corona-Jahr 2020 geschlossen. Für dieses Jahr sind zahlreiche weitere Schließungen geplant. Ausgerechnet der Corona-Klinik-Rettungsschirm verschärft die prekäre finanzielle Situation vieler Kliniken.

Plusminus: Neue Hoffnung für Leiharbeiter (17.02.2021)
Die Leiharbeiter trifft es bei jeder Krise als erste. Dabei bekommen sie in Deutschland oft nur Dumping-Löhne. Unzulässig, sagen Experten. Der Europäische Gerichtshof wird sich mit den deutschen Niedriglöhnen beschäftigen.

Plusminus: Kurzarbeit und Steuererklärung – was muss man beachten? (17.02.2021)
Beschäftigte, die in der Corona-Zeit in Kurzarbeit geschickt wurden, müssen mit erheblichen Steuernachzahlungen rechnen. Denn das Kurzarbeitergeld selbst ist zwar steuerfrei, es erhöht aber den Steuersatz für den restlichen Lohn.

Report München: Vorstellungsgespräch mit dem Computer – Künstliche Intelligenz bei der Jobbewerbung (16.02.2021)
Wer sich in den USA auf einen Job bewirbt, führt inzwischen häufig das erste Bewerbungsgespräch mit einer Künstlichen Intelligenz, abgekürzt KI. Auch in Deutschland testen erste Unternehmen diese neue, umstrittene Technologie.

SRF: Wer pflegt uns morgen? (11.02.2021)
»Der Pflegenotstand droht nicht, er ist bereits Realität», sagen die, die es wissen müssen: Pflegefachleute, die am Bett arbeiten und tagtäglich erleben, was es heisst, wenn zu wenig Personal da ist. 11.000 Stellen sind im Gesundheitswesen derzeit offen. Doch das dürfte erst der Anfang sein.«

Report Mainz: Corona-Schutz am Arbeitsplatz (09.02.2021)
Rund ein Jahr nach Beginn der Pandemie zeigt sich, dass die Corona-Kontrollen in deutschen Betrieben nach wie vor unzureichend sind. Das zeigen Recherchen von REPORT MAINZ und BuzzFeed News Deutschland.

Zur Sache Rheinland-Pfalz: „Corona holt man sich im Seniorenheim“ (04.02.2021)
Wohnen im Pflegeheim ist derzeit der größte Risikofaktor für eine Corona-Infektion. Viele Bewohner sind gestorben. Aber trotz der bitteren Erfahrungen in der ersten Corona-Welle ist es Politik und Betreibern auch jetzt in der zweiten Welle nicht gelungen, die Heime vor dem Erreger zu schützen. Wer trägt dafür die Verantwortung?

ZDF: Alltag Kinderarmut. Kein Geld – keine Chance? (31.01.2021)
Kinderarmut. Seit Jahrzehnten ein Problem im Sozialstaat Deutschland, ein Skandal in den Augen vieler Experten. Jedes fünfte Kind ist von Armut bedroht.

Exakt: Wie funktioniert Corona-Schutz auf der Baustelle? (27.01.2021)
Abstand halten und Maske tragen – wie geht das am Arbeitsplatz und wer kontrolliert das? Was in Büros noch einfach ist, funktioniert auf der Baustelle nicht unbedingt. Kann man dort eigentlich Corona konform arbeiten?

Plusminus: Pflegeheime – Trotz Corona-Maßnahmen schlecht geschützt (27.01.2021)
Alte Menschen und Pflegebedürftige sollten besonders gut vor dem Coronavirus geschützt werden, versprach die Bundesregierung. Warum sterben trotzdem überproportional viele Bewohner von Alten- und Pflegeheimen mit einer Covid-19-Infektion?

ZDF: Ärzte am Limit – Kostendruck statt Patientenwohl (27.01.2021)
Krankenhausärzte in Deutschland schlagen Alarm. Viele Mediziner arbeiten am Limit, mit und ohne Corona. Fast jeder zweite denkt darüber nach, zu kündigen oder den Beruf aufzugeben. Der Grund: In den vergangenen Jahren haben sich Kliniken immer mehr zu Wirtschaftsunternehmen gewandelt. Sehr zum Nachteil des Personals und der Patienten. Immer häufiger heißt es, der Profit zähle mehr als das Wohl der Patienten. Ein Jahr lang hat „ZDFzoom“ Ärzte an Kliniken begleitet. Die Dokumentation zeigt Kostendruck und Arbeitsbelastung vor und während der Corona-Pandemie.

Frontal 21: Krankenhaus am Limit. Keine Rückkehr zur Normalität (26.01.2021)
Im Sommer 2020 ist die Lage in den Ruppiner Kliniken der Medizinischen Hochschule Brandenburg in Neuruppin extrem angespannt. Mitten in der ersten Infektionswelle stellt sich das Hochschulklinikum komplett auf die Corona-Pandemie um. Doch die Lage entspannt sich, dafür schlägt jetzt die zweite Welle umso härter zu. Obwohl das Wissen über das Coronavirus seit dem Ausbruch vor einem Jahr in Deutschland enorm zugenommen hat, wird nun auch immer deutlicher, dass die Rückkehr zur Normalität noch lange auf sich warten lässt.

Panorama 3: Ambulante Pflegekräfte: Beim Impfen vergessen? (26.01.2021)
Ambulante Pflegekräfte werden bei Coronaimpfung benachteiligt – obwohl das Gesundheitssystem gerade jetzt auf sie angewiesen ist.

Panorama 3: Das Kita-Dilemma: Erzieher*innen an der Belastungsgrenze (26.01.2021)
Viele Erzieher*innen fühlen sich in der Pandemie von der Politik alleingelassen. Trotz Lockdown sind die Kitas voll.

makro: Zukunft der Arbeit – Homeoffice (26.01.2021)
Freiwillig oder auf Anordnung – Corona hat viele Arbeitnehmer ins Homeoffice katapultiert. „makro“ blickt in die Zukunft und zeigt, wie sich die Arbeitswelt durch die Pandemie verändert.

Fakt: Illegale ukrainische Pflegekräfte in deutschen Familien (26.01.2021)
Für die häusliche Pflege werden offenbar Ukrainerinnen illegal eingeschleust und ausgebeutet – weil immer weniger Frauen aus EU-Ländern diesen Job machen wollen. Besonders gefährlich ist das in Zeiten von Corona.

WDR: Weiblich, obdachlos, unsichtbar – Frauen zwischen Straße und Notunterkunft (25.01.2021)
»Bis vor fünf Jahren führte Maike noch ein bürgerliches Leben, auch wenn sie es nie ganz einfach hatte. Die 49-Jährige arbeitete in Vollzeit als Altenpflegerin für Demenzkranke und zog alleine zwei Kinder groß. Dann verlor sie ihren Job und wenige Monate später ihre Wohnung. Das Jobcenter hatte ihren Antrag auf Arbeitslosengeld 2 zu spät bearbeitet. Maike konnte deshalb ihre Miete nicht mehr zahlen. Zunächst schlief sie im Hinterzimmer eines Ladens, bei dem sie unentgeltlich aushalf und duschte sich im Hallenbad. Als das nicht mehr ging, musste sie in Notunterkünften übernachten, oder sie lief die ganze Nacht durch die Stadt. Frauen machen etwa ein Viertel aller Wohnungslosen in Deutschland aus. Und es trifft auch immer mehr Menschen aus der Mittelschicht. Die Gründe sind vielfältig: Steigende Mietpreise, Trennung, Jobverlust und Krankheit gehören dazu. Im Straßenbild sind obdachlose Frauen meistens kaum sichtbar. Sie versuchen nicht aufzufallen, sind gewalttätigen Übergriffen aber oft schutzlos ausgesetzt – auf der Straße, in Notübernachtungen und Wohnheimen.«

ZDF: Erzieher*innen in Not (22.01.2021)
Laut einer Auswertung der Versichertendaten der AOK sind Erzieher*innen die Berufsgruppe mit den meisten Corona-Diagnosen hierzulande, noch vor den Beschäftigten im Gesundheitswesen.

Panorama: Corona: Wem gehört der Impfstoff? (21.01.2021)
Es wäre möglich, schneller Corona-Impfstoffe zu produzieren, wenn die Entwicklerfirmen ihr Wissen teilen würden. Regierungen könnten und sollten dies einfordern, da sie Milliarden an öffentlichem Geld für die Impfstoffe zahlen würden. Das haben Gesundheitsexpertinnen und -experten aus mehreren Ländern gegenüber dem NDR erklärt. Zudem kritisieren sie die Intransparenz der Förder- und Liefervereinbarungen sowie der Entwicklungs- und Herstellungskosten.

Panorama: Flüchtlinge auf Lesbos: Die gewollte Not (21.01.2021) 
Die Zustände im Flüchtlingslager Kara Tepe auf Lesbos sind katastrophal. Die Bundesregierung wollte helfen – doch die Aufnahme der Menschen nach Deutschland stockt.

mehr/wert: Corona-Finanzhilfe für pflegende Angehörige (21.01.2021)
Die Hälfte aller Pflegebedürftigen in Deutschland wohnt zu Hause. Eine enorme Herausforderung für die Angehörigen, die sich um sie kümmern. Bekommen sie genug Überstützung, gerade jetzt? Der Sozialverband VdK schlägt Alarm.

Kontrovers: Ausgeliefert an Lieferando: Wie Rider und Restaurants kämpfen (20.01.2021)
Auf den Straßen werden sie immer mehr: die „Rider“ – Fahrradkuriere mit ihren Lieferrucksäcken. Burger, Pizza, Frühlingsrollen. In der Corona-Krise brummt das Liefer-Geschäft mit Essen. Ganz vorne mit dabei: Lieferando. Deren ‚Rider‘ strampeln hart für Boni. Nun fordern sie mehr Basis-Lohn. Kontrovers über die Schattenseiten des schnellen Booms.

makro: Impfstoff für alle! (19.01.2021)
Im Kampf gegen Corona ruht die Hoffnung auf einer Impfung. Für die Hersteller ein Geschäft, für die Staaten ein Tauziehen um Liefermengen und für alle eine globale Mammutaufgabe. Bisher sind allerdings 95 Prozent der ausgelieferten Impfstoffe in nur zehn Industrieländern verabreicht worden. Da stellt sich ganz schnell die Frage, ob es wirklich Impfstoff für alle, rund um den Globus geben wird? Damit auch die ärmeren Länder baldmöglichst Zugang zu Impfstoffen gegen Covid-19 erhalten, hat die Weltgesundheitsorganisation WHO die Initiative COVAX ins Leben gerufen. Reiche Industriestaaten sollen Impfstoff für die ärmeren Staaten solidarisch mitfinanzieren. Doch makro-Gast Wolfgang Greiner, Gesundheitsökonom, kritisiert, dass nicht mal die Hälfte der zugesagten Gelder bisher zusammengekommen seien. Und die aktuell vorrätigen Impfstoffe gingen zunächst mal in die reicheren Länder. Doch um die Pandemie wirksam zu bekämpfen, müsste eigentlich weltweit zugleich geimpft werden.

Panorama 3: Vergessene Risikogruppe: Menschen mit Behinderung (19.01.2021)
Um sich vor Corona zu schützen, verlässt Constantin Grosch seit Monaten kaum noch das Haus. Aufgrund einer Behinderung ist seine Lunge stark gefährdet. Sein einziger Kontakt zur Außenwelt sind Videoschalten und der Besuch seiner Pfleger. Trotz der hohen Gefahr durch Corona werden er und andere Menschen mit Behinderung in der Impfverordnung von Jens Spahn nicht berücksichtigt.

Panorama 3: Impfen in der Pflege: Wie groß ist die Skepsis wirklich? (19.01.2021)
Eine Impfpflicht für Pflegekräfte forderte jüngst Markus Söder, denn die Impfbereitschaft sei zu gering. Wollen sich viele Pflegekräfte tatsächlich nicht impfen lassen? Panorama 3 geht auf Spurensuche in Norddeutschland, spricht mit Pflegekräften und besucht Altenheime, in denen Heimleiter skeptische Mitarbeiter*innen von einer Impfung überzeugt haben.

ARD: Handelsware Kind. Die Mafia der Menschenhändler (18.01.2021)
In Deutschland verschwinden seit Jahren vietnamesische Kinder und Jugendliche. Dahinter stecken skrupellose Menschenhändler. Ihre Netzwerke erstrecken sich über Kontinente. Die jungen Vietnamesen werden über Russland und Osteuropa in die Bundesrepublik eingeschleust. Viele enden in der Illegalität als Arbeitssklaven für die vietnamesische Mafia. Der Film erzählt ihre Geschichte.

ZDF: Kindertagespflege fordert Unterstützung (15.01.2021)
Sie sind für Eltern, die arbeiten unverzichtbar: Kindertagespfleger*innen, die mit Herzblut die Kleinen betreuen. Doch nach einer aktuellen Umfrage fühlen sich 86% nur unzureichend vor Corona geschützt. Viele von ihnen haben Angst um ihre Gesundheit.

Frontal 21: Kranke Kinder schlecht versorgt. Engpässe im Krankenhaus (12.01.2021)
Deutschlands Kinderkliniken und -stationen fehlt es an Personal und Geld. Denn die Behandlung von Kindern ist pflege- und zeitintensiver als die von Erwachsenen. Die Mehrkosten werden nicht ausreichend vergütet. Inzwischen schreibt fast jede Kinderklinik rote Zahlen. Auch der Druck auf das Personal wächst von Jahr zu Jahr. Die Folge: Kranke Kinder können nicht adäquat behandelt werden.

Panorama 3: Exklusive Einblicke: Intensivstationen am Limit (12.01.2021)
Dauerhaft hohe Corona-Infektionszahlen und immer weniger Intensivbetten – das bekommen vor allem die Pflegekräfte zu spüren: Es sei nicht nur körperlich, sondern mental sehr anstrengend, erzählt Tobias Ochmann. Er ist seit neun Jahren Intensivpfleger in einer Hamburger Klinik. Gemeinsam mit zwei Kolleginnen aus Dresden hat er für Panorama 3 seit Mitte Dezember Video-Tagebuch geführt. Das Material zeigt einen unverstellten und schonungslosen Einblick in die Arbeit auf deutschen Intensivstationen mitten im Corona-Winter.

NDR: Milliardengeschäft Fortbildung (11.01.2021)
Mehr als 1,5 Millionen Flüchtlinge aus Kriegs- und Krisengebieten sind seit 2015 nach Deutschland gekommen. Möglichst viele von ihnen in die Lebens- und Arbeitswelt hierzulande zu integrieren, ist eine große Herausforderung für die Politik und die Behörden. Wie also werden die Flüchtlinge beraten, geschult und ausgebildet? Wie erfolgreich ist die Vermittlung in den Arbeitsmarkt? Wie viele Milliarden Steuergeld kostet das – und werden diese riesige Summen sinnvoll eingesetzt? Im Zentrum all dieser Fragen steht die Bundesagentur für Arbeit mit ihren regionalen Jobcentern. An den Fortbildungsmaßnahmen sind aber auch die vielen, meist privaten Bildungsträger beteiligt, die zahlreiche Kurse für Flüchtlinge entwickeln und anbieten – und dafür jährlich Milliarden Euro von der Bundesagentur für Arbeit kassieren. Doch die Recherchen zu all diesen Fragen sind schwierig. So verweigerten fast alle Jobcenter und Bildungsträger, die für diese Dokumentation angefragt wurden, die Dreharbeiten. Auch Fragen zu Kosten, zu Inhalten der Kurse oder zu den eventuellen Erfolgen der Maßnahmen wurden zumeist nicht beantwortet. Häufige Begründung: Das Thema sei zu „sensibel“, könne zu „polarisierend“ sein.

MDR: Endstation Hartz IV? Eine Bilanz nach 15 Jahren (16.12.2020)
Für die einen gilt Hartz IV als Armutsfalle, für die anderen als Ursache für das deutsche Jobwunder. Aber ist es wirklich gelungen, die Langzeitarbeitslosigkeit zu bekämpfen? Und wie hat Hartz IV Deutschland geprägt?

SWR: Schmutzige Geschäfte mit unserer Rente (02.12.2020)
Die gesetzliche Rente allein reicht nicht mehr, heißt es. Deshalb sorgen die meisten Menschen hierzulande zusätzlich privat fürs Alter mit Betriebsrenten, Riester-Renten oder Lebensversicherungen vor. Die Summe ist gewaltig, es geht um insgesamt etwa 1,5 Billionen Euro für die Altersvorsorge am Kapitalmarkt . Mit dem Geld werden z. B. Unternehmen, Banken und Immobilien finanziert. Doch welche Möglichkeiten haben Verbraucherinnen und Verbraucher, zu erfahren, was genau mit ihrem Geld passiert?

ZDF: Bahnhofsviertel Frankfurt – Rotlicht, Drogen und Prosecco (21.12.2020)
Das Frankfurter Bahnhofsviertel zählt zu den berüchtigtsten Gegenden Deutschlands. Rotlicht, Drogen und Gewalt – lange galten die Straßenzüge um den Bahnhof als „No-go-Area“. Doch seit einiger Zeit ist das Viertel in Bewegung. Die Rotlichtmeile ist plötzlich „in“. Und so prallen auf nur einem halben Quadratkilometer Fläche Welten aufeinander, wie sie unterschiedlicher nicht sein können. Konflikte bleiben da nicht aus.

Zur Sache Rheinland-Pfalz: Deutlicher Anstieg der Corona-Infektionen in Altenheimen (17.12.2020)
Die Alten- und Pflegeheime in Rheinland-Pfalz gehören zu den am schwersten von der Corona-Pandemie betroffenen Orten in Rheinland-Pfalz. Die meisten Toten wurden in den vergangenen Wochen registriert. Die Landesregierung ist bereits reagiert.

Panorama: Maßregelvollzug: Gewaltexzess statt Therapie (17.12.2020)
Nach einer Serie von Gewalttaten im Berliner Krankenhaus des Maßregelvollzugs machen Mitarbeitende dafür „akuten Personalmangel“ und „dauerhafte Überbelegung“ verantwortlich.

Panorama: Schulschließungen: Wankelmut und Wirrwarr (17.12.2020)
Nach dem Lockdown und der Schließung der Schulen wird deutlich: Seit Monaten ignorieren die Kultusminister wissenschaftliche Empfehlungen. Wie es im Januar weitergehen soll, ist unklar.

mehr/wert: Obdachlose in der CoronaPandemie (17.12.2020)
Seit Beginn der Pandemie ziehen sich die Obdachlosen noch mehr zurück, aus Angst vor einer Ansteckung. Jede eigene Überdachung bietet hier Schutz – vor Corona, vor der Kälte. Und der Lockdown verschlimmert ihre Lage.

Kontrovers: „Es hat uns wie ein Tsunami überrollt“ (16.12.2020)
Mehr als 4.600 Covid-Patienten werden aktuell in Deutschlands Intensivstationen behandelt. Die Versorgung über die Feiertage sei in Gefahr, warnt die Bayerische Krankenhausgesellschaft, wenn die Infektionszahlen nicht endlich runter gehen. Die Beschäftigten stünden vor einer „körperlichen und emotionalen Überforderung“. Kontrovers hat die getroffen, die in den Kliniken gegen Corona kämpfen: Ärzte, Pflegekräfte und Pflegedienstleitungen.

SWR: Die Lebensretter – Im Dauereinsatz gegen Corona (16.12.2020)
Im Februar 2020 treten in Deutschland die ersten Fälle einer neuartigen und dramatisch verlaufenen Lungenkrankheit auf, die schnell unter dem Namen Covid-19 bekannt wird. Seitdem hat das Coronavirus, das Covid-19 auslöst, dieses Jahr 2020 geprägt. SWR Autor Patrick Hünerfeld hat von Anfang an Patientinnen und Patienten sowie Ärztinnen und Ärzte im Kampf gegen die Krankheit begleitet. Er ist dabei auf eindringliche Geschichten gestoßen, die er in seinem Rückblick ‚Das Corona Jahr‘ erzählt.

ZDF: Corona und kein Personal. Droht dem Gesundheitssystem der Kollaps? (09.12.2020)
In Deutschland fehlt es an medizinischem Personal. Die Corona-Krise zeigt, dass eines der teuersten Gesundheitssysteme lange nicht das beste ist. Womöglich droht jetzt sogar der Kollaps.

Report München: Polizisten und Covid-19 – Im Dienst infiziert und alleingelassen (08.12.2020)
Ein Sportlehrgang für bayerische Polizisten endet mit vielen Corona-Infektionen. Ein anderer Beamter der Polizeiinspektion am Flughafen verstirbt nach einer Covid-19-Erkrankung. Die Erkrankungen werden nicht als Dienstunfall anerkannt. Jetzt klagen die ersten Polizisten. Und bundesweit gibt es ähnliche Probleme. 

NDR: Aufstand der Corona-Held*innen (07.12.2020)
Pflegekräfte und Kassierer sind systemrelevant, wie sich in der Coronakrise zeigt. Was steht höheren Löhnen im Weg?

NDR: Inside Blutspende (30.11.2020)
In Deutschland ist der Pro-Kopf-Verbrauch an Spenderblut höher als in jedem anderen Land der Welt, so fast doppelt so hoch wie etwa in den Niederlanden. Warum ist das so? Und wo bleibt das Blut? Diesen Fragen gehen Christine Seidemann und Ute Jurkovics in ihrer Dokumentation nach. Der Film verfolgt die Spur einer Blutspende: von der Abgabe beim Deutschen Roten Kreuz bis in die Operationssäle der Krankenhäuser und die Labore der Pharmaindustrie.

ZDF: Notfall Krankenhaus – Ärzte dringend gesucht (04.12.2020)
Überstunden, Doppelschichten, 24-Stunden-Bereitschaft: Der Medizineralltag in deutschen Krankenhäusern ist oft hart: Stellen bleiben unbesetzt. Klinikärzte werden dringend gesucht. Patienten müssen versorgt, Schichtpläne befüllt werden. Viele Kliniken sind angewiesen auf Ärzte aus dem Ausland. Laut Bundesärztekammer lag die Zahl der in Deutschland tätigen ausländischen Mediziner 2019 bei annähernd 52.300. Vor zehn Jahren waren es knapp 20.000.

Plusminus: Corona-Hilfen für Krankenhäuser – Zahlungen helfen kaum (02.12.2020)
Als sich im Frühjahr die Coronapandemie zuspitzte, sagte der Bund den Kliniken umfangreiche Hilfen zu, um die Belastung durch Corona abzufedern. Es gab Pauschalen für frei gehaltene Betten und extra Geld für neu geschaffene Intensivbetten.
➔ Zu dem Plusminus-Beitrag gibt es eine Gegendarstellung der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG): Plusminus-Beitrag hält Faktencheck nicht stand. DKG zum Plusminus-Bericht „Corona-Hilfen für Krankenhäuser“(03.12.2020)

Plusminus: Ausbildungsplatz gesucht. Wie die Corona-Krise den Fachkräftemangel verstärkt (02.12.2020)
Die Corona-Krise hat die Wirtschaft hart getroffen. Viele Unternehmen haben deshalb die Ausbildung in diesem und kommendem Jahr zurückgefahren oder ganz eingestellt. Wird die Corona-Krise in der Zukunft so zur Fachkräfte-Krise?

Report Mainz: Durchlässige FFP2-Masken in Kliniken und Apotheken (01.12.2020)
Die Bundesregierung plant, mehr als 27 Millionen Risikopersonen mit so genannten FFP2-Masken zu versorgen – als Schutz vor Corona. Gegenüber REPORT MAINZ sagen Experten, dass hunderttausende dieser auf dem Markt befindlichen Filter-Masken problematisch seien. Nach Recherchen des ARD-Politikmagazins wurde auch im Klinikum Ludwigshafen in Rheinland-Pfalz mit mangelhaften Filtermasken gearbeitet. Der ärztliche Direktor der Klinik, Prof. Günter Layer, schloss im Interview mit REPORT MAINZ nicht aus, dass es zu COVID19-Infektionen wegen der Masken gekommen sei.

mehr/wert: Ein Anreiz bei der Mitarbeiter-Suche (26.11.2020)
Jobs gibt es viele im Großraum München – bezahlbarer Wohnraum ist Mangelware. Das ist bei der Suche nach Mitarbeitern zunehmend ein Problem. Eine Lösung wäre der Bau von Werkswohnungen – und da findet ein Umdenken statt.

Panorama 3: Gesetz blockiert: Weiter Leiharbeiter in der Fleischindustrie? (24.11.2020)
Die CDU will Leiharbeit in Schlachthöfen weiter zulassen. Wie groß ist der Einfluss, den die Fleischindustrie auf niedersächsische Abgeordnete hat?

Frontal 21: Selbstbestimmtes Sterben. Hoffnung auf einen würdigen Tod (23.11.2020)
Im Februar 2020 hat das Bundesverfassungsgericht das Anrecht auf selbstbestimmtes Sterben bestätigt. Das Urteil führte zu einer Diskussion unter Ärzten und Juristen, in welcher Art Sterbehilfe praktiziert werden soll. Bisher gibt es kaum Angebote in Deutschland. Patienten, die dennoch Sterbehilfe in Anspruch nehmen wollen, tun das im europäischen Ausland – oder fernab der Öffentlichkeit, hinter verschlossenen Türen.

Frontal 21: Entsandte Beschäftigte. Mehr Schutz und gleiche Rechte (24.11.2020)
Jedes Jahr werden Tausende Arbeitskräfte aus den ost- und mitteleuropäischen EU-Staaten nach Deutschland vermittelt. Doch das Versprechen auf eine bessere Zukunft und deutschen Mindestlohn endet oft bei dubiosen Subunternehmen. Die Tricks, mit denen einige Unternehmen die Arbeits- und Sozialrechte umgehen, sind bekannt: Statt Lohn gibt es oftmals nur Spesen, um die Sozialversicherungskosten zu sparen. Die Neuregelung der EU-Entsenderichtlinie soll gerade das ändern. Doch jeder Mitgliedsstaat der Europäischen Union muss die Richtlinie ins nationale Recht umsetzen. Das geschehe in Deutschland zu lax, wodurch sie zum zahnlosen Tiger werde, kritisieren Experten.

Westpol: Fleischindustrie: Warten auf Taten (22.11.2020)
Nach den Corona-Ausbrüchen bei Westfleisch in Coesfeld und Tönnies in Rheda-Wiedenbrück hatte die Politik sich fest vorgenommen, endlich die Arbeitsbedingungen in der Fleischindustrie zu verbessern . Mit Leiharbeit, Werkverträgen und heruntergekommenen Sammelunterkünften sollte Schluss sein . Mit an der Spitze der Bewegung: NRW-Arbeitsminister Laumann. Doch im Bundestag flog die Lesung zum neuen Arbeitsschutzgesetz Ende Oktober von der Tagesordnung. Und die Fleischwirtschaft jubelt intern bereits über erreichte Ausnahmen und ihre offenbar erneut erfolgreiche Lobbyarbeit.

Kontraste: Trotz Milliardenhilfen – Verschuldet, Pleite, Entlassen (19.11.2020)
Die Bundesregierung hilft mit Milliarden gegen die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise. Ständig wird nachgelegt und noch mehr Geld bereitgestellt. Trotzdem geben Soloselbstständige auf, so mancher Mittelständler muss trotz Kurzarbeitergeld seine Leute entlassen und Leiharbeiter verlieren ihre Jobs. Kontraste hat drei Menschen begleitet, die besonders stark unter den wirtschaftlichen und auch sozialen Folgen der Pandemie zu leiden haben.

WDR: Erzieher und Pfleger am Anschlag: Ist soziale Arbeit in der Corona-Krise noch zu leisten? (18.11.2020)
Nadja Kerschkewicz spricht in Düsseldorf mit Christian Woltering, Geschäftsführer des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes NRW, über das Thema „Erzieher und Pfleger am Anschlag: Ist soziale Arbeit in der Corona-Krise noch zu leisten?“

Panorama 3: Corona: Die Herausforderungen auf Intensivstationen (17.11.2020)

defacto: Hartz IV – Staatlich verordnete Armut (12.11.2020)
Hartz IV stürzt bis heute Betroffene in Armut. Auch wenn der Regelsatz zum Jahreswechsel leicht erhöht wird, führt er Monat für Monat zu einem Kampf um die eigene Würde. defacto hat Menschen besucht, die mit der staatlichen Grundsicherung auskommen müssen.

Monitor: Am Rande der Gesellschaft: Corona-Herbst auf der Straße (12.11.2020)
Überall steigt die Zahl der Corona-Infektionen dramatisch an. Besonders eine Gruppe trifft das hart: Obdachlose und Menschen ohne Krankenversicherung. Private Initiativen müssen ihre Hilfsangebote einschränken oder ganz schließen. In vielen Unterkünften droht ihnen Ansteckung mit dem Corona-Virus.

ARTE: Schuften im Schlachthof. Rumänen in Deutschland, Asiaten in Rumänien (11.11.2020)
Die Arbeit ist hart, oft ekelhaft und durch Corona sogar gefährlich – und trotzdem kommen zig-tausende Rumänen nach Deutschland oder Frankreich, um in der Fleischbranche oder bei der Ernte ihr Geld zu verdienen. Warum tun sie sich das an, warum ist die Fremde oft der einzige Ausweg – und wer macht die Arbeit in Rumänien? Asiaten füllen die Lücken. Eine Spirale der Verzweiflung.
Das Dorf Goreni liegt im rumänischen Transsilvanien. Hier gibt es außer Landwirtschaft kaum Jobs. Die meisten gehen daher zum Arbeiten nach Westeuropa. So wie Elisabeta, die in Deutschland Erdbeeren pflückt. Ihr Mann Zlotan ist Schweißer in Frankreich. Sohn Paul war bis März Schichtarbeiter bei Tönnies und will jetzt wieder zurück – obwohl sich seine Tante und sein Onkel genau bei diesem Fleischkonzern mit Covid-19 infiziert haben und im Moment in Deutschland in Quarantäne sind. Elisabeta bereitet das große Sorgen. Gerade erst wurde die 54-Jährige in Deutschland um einen großen Teil ihres Lohnes betrogen. Dennoch, irgendwie muss die Familie Geld verdienen, sonst kommen sie nicht durch. Seit dem EU-Beitritt Rumäniens sind die Preise explodiert und gerade Lebensmittel oft sogar noch teurer als in Deutschland. Doch ein Viertel aller Rumänen sind als Kleinbauern tätig. Gerade sie kommen nicht über die Runden. Vier Millionen Rumänen arbeiten daher im Ausland – das ist jeder fünfte – darunter viele junge Erwachsene, wie Elisabetas 20-jähriger Sohn Paul. Die Folge der Arbeiterkarawane nach Westeuropa erlebt man in Cluj, Nordrumänien: Vasile, der Betreiber einer Hamburger-Restaurantkette, sucht händeringend Arbeitskräfte. Doch kein Rumäne will für das Geld, das er zahlen kann, arbeiten. Und so hat er 13 Männer aus Sri Lanka angeworben. Auch in der Fleischfabrik in Cluj arbeiten Asiaten, die dort für wenig Lohn Därme reinigen und Fleisch zerlegen. Über 30.000 Visa hat Rumänien – trotz der Coronakrise – allein im Jahr 2020 für Arbeiter aus asiatischen Ländern ausgestellt.

Plusminus: Corona: Lieferdienste-Boom – wer bleibt auf der Strecke (11.11.2020)
In der Corona-Krise ist er so gefragt wie nie: Deutschlands Essens-Lieferdienst Nr. 1 Lieferando. Restaurant können so auch in der Krise Umsätze zu machen, gleichzeitig wächst die Abhängigkeit. Auch die Fahrer fühlen sich „ausgeliefert“.

Panorama 3: Steigende Corona-Zahlen: Herausforderungen für Pflegeheime (10.11.2020)
Wenn von einem Tag auf den anderen 30 Prozent des Personals eines Pflegeheims in Quarantäne müssen, ist das kaum auszugleichen. Und auch sonst stellt das Infektionsgeschehen die Einrichtungen vor Probleme.

Report Mainz: Was bedeutet Corona für sozial schwache Menschen? (10.12.2020)
Schon für Menschen, die nicht in Armut leben ist die Corona-Zeit eine Herausforderung. Aber wie erleben Menschen ohne Geld die Pandemie? Wir waren zum zweiten Mal im Asternweg, einem Brennpunkt-Viertel im pfälzischen Kaiserslautern. Dort haben wir Menschen getroffen, die in schwierigsten Wohnverhältnissen leben und mit Hartz IV auskommen müssen.

ZDFinfo: Dauerstress statt Ruhestand – Reicht die Rente? (10.11.2020)
Obwohl sie jahrelang in die Rentenkasse eingezahlt haben, sind viele Deutsche im Alter auf Grundsicherung oder Minijobs angewiesen. Wie kommen sie damit zurecht?

ARD: Mütter, Väter, Kinder im Stress (09.11.2020)
Schichtdienst, Kinderbetreuung, einkaufen, Hilfe bei den Hausaufgaben, Haushalt – Krankenschwester Sonja fühlt sich abends wie nach einem Marathon und fällt oft schon um 20 Uhr todmüde ins Bett. Eigentlich arbeite sie „jeden Tag nur noch Listen ab, in der Hoffnung, dass nichts übrig bleibt, was dann auf die Liste des nächsten Tags wandert“, so die 43-jährige Alleinerziehende.

3sat: Die zerrissene Gesellschaft (05.11.2020)
Strukturelle Ungerechtigkeit gefährdet den sozialen Frieden und führt zur Spaltung. Wann gilt eine Gesellschaftsordnung als gerecht? Eine Forderung ist die Chance auf sozialen Aufstieg. Der Film zeichnet die evolutionsbiologischen Spuren unseres Gerechtigkeitsempfindens nach und zeigt in sozialpsychologischen Experimenten, welche Formen von Gerechtigkeit – Bedarfs-, Leistungs- und Verteilungsgerechtigkeit– für den Zusammenhalt einer Gesellschaft wichtig sind.

Plusminus: Blutplasma aus den USA – deutschen Kliniken droht Engpass (04.11.2020)
Durch die Coronakrise ist die Zahl der Blutplasmaspende in den USA eingebrochen. Zum Großteil wurden die Konserven auch an deutsche Kliniken verkauft. Der Rückgang in den USA könnte so auch in Deutschland zu Engpässen führen.

WDR: Die Bettler aus der Walachei: Bedürftige oder organisierte Bande? (04.11.2020)
Sie kommen gemeinsam, jeder steuert seine Straßenecke an, legt eine Decke über die Beine und harrt aus – in der Hoffnung, dass Passanten Geld in den Pappbecher werfen. Genauso schnell wie sie gekommen sind, verschwinden sie gemeinsam wieder. Wo gehen diese Menschen hin, wer sind sie, steckt organisierte Kriminalität dahinter? Die Autorin folgt einer Bettlerin in ihr Dorf in Rumänien – und stößt auf bittere Armut und Ausgrenzung. Das Dorf ist Teil der EU – und dennoch ein vergessenes Stück Land, zu dem Journalisten kaum Zutritt haben. Etwa 80 Prozent der Roma leben unterhalb der Armutsgefährdungsschwelle ihres Landes; jeder dritte Roma hat in seiner Unterkunft kein fließendes Wasser; jedes dritte Roma-Kind lebt in einem Haushalt, in dem im vergangenen Monat jemand hungrig zu Bett gegangen ist. 50 Prozent der Roma im Alter zwischen sechs und 24 Jahren besuchen keine Schule. Die Freizügigkeit innerhalb der EU ermöglicht es Menschen, von Osteuropa nach Deutschland zum Betteln zu kommen. Die Dokumentation zeigt Motive und Hintergründe.

ARD: Armes, reiches New York – Die ungleiche Krise (04.11.2020)
New York wurde im Frühjahr heftig von der Pandemie getroffen, fast 800 Menschen starben im April an den Folgen von Covid-19 – täglich. Seitdem ist die Stadt nicht zur Ruhe gekommen: Ein dreimonatiger Shutdown, der nach wie vor nur stückweise gelockert wird, die „Black Lives Matter“-Proteste, die Präsidentschaftswahl, aber vor allem die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie und die wachsende Ungleichheit beschäftigen die Menschen. Hier leben extrem Arme und extrem Reiche dicht nebeneinander, und so zeigt sich in New York wie unter einem Brennglas, was ganz Amerika spaltet.

mehr/wert: Soloselbstständige: Bedrohte Existenzen (29.10.2020)
Ein „fiktiver Unternehmerlohn“ würde vielen Soloselbstständigen durch die Krise helfen – gerade denen, die bislang eher leer ausgegangen sind.

Plusminus: Corona-Pandemie: Wären weniger Krankenhäuser besser? (28.10.2020)
Deutschland bewältigt die Corona-Pandemie bisher vergleichsweise glimpflich. Doch nur ein geringer Teil der Krankenhäuser war überhaupt an der Betreuung der Covid-19-Patienten beteiligt. Das Problem ist vielmehr: Es fehlt Personal.

SWR: Zwischen Job und Heimweh. Pflegekräfte aus Osteuropa (27.10.2020)
Ohne Pflegekräfte vor allem aus Osteuropa wäre die Versorgung in Alten- und Seniorenheimen, aber auch in der häuslichen Betreuung hierzulande nicht mehr vorstellbar. Für die Frauen ist die Arbeit in Deutschland finanziell attraktiv – aber sie zahlen einen hohen Preis. Der Film begleitet zwei Pflegerinnen aus Bulgarien und Albanien zu ihren Arbeitsstätten und zu ihren Familien, die sie in ihren Heimatländern zurücklassen.

Panorama 3: Die Not der Obdachlosen zu Corona-Zeiten (27.10.2020)
Sozialhelfer sind entsetzt darüber, wie das Winternotprogramm für Obdachlose in Hamburg ausgestaltet werden soll: Fünf- bis Achtbettzimmer sind in Planung; die Stadt nennt das eine „lockere Belegung“.

NDR: Generation Hartz IV: Kinder kämpfen für ihre Zukunft (26.10.2020)
Hartz IV, Deutschlands umstrittenste Sozialreform wird 15 Jahre alt. Damit werden nun viele Kinder erwachsen, deren Eltern schon bei ihrer Geburt Arbeitslosengeld-II-Empfänger waren. 45 Min begleitet Kinder, deren Lebensrealität von Hartz IV bestimmt war und ist. Was bedeutet es, als Kind „arm“ zu sein? Was denken die Kinder selbst über das System? Und wie können sie einen Weg in ein Leben ohne Arbeitslosengeld II finden?

ARD: Konzepte statt Besuchsverbot (25.10.2020)
Geschützt, aber einsam: Das Corona-bedingte Besuchsverbot in Pflegeheimen traf Bewohner und Angehörige hart. Bessere Ausrüstung und mehr Erfahrung sollen verhindern, dass sich das wiederholt.

ARD: „Man kann Patienten nicht wegsperren“ (25.10.2020)
Die Infektionszahlen steigen wieder in Deutschland. Krankenhäuser und Pflegeheime reagieren wie im Frühjahr mit Besuchsverboten. Patientenschützer kritisieren dieses Vorgehen scharf. Sie fürchten rechtsfreie Räume.

ARD: „Es gibt kein richtig oder falsch“ (25.10.2020)
Zählt Infektionsschutz mehr als Menschenwürde? Für Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil stellt die Frage der Besucherregulierung „ein echtes Dilemma für Pflegeheime“ darf. Es gibt kein richtig oder falsch in dieser Frage.

ZDF: Wohlfahrtsverbände ohne Kontrolle? Warum es immer wieder zu Skandalen kommt (21.10.2020)
»Immer wieder kommt es bei Wohlfahrtsverbänden zu Finanzskandalen. Einer der größten wurde 2019 bei der AWO in Frankfurt und Wiesbaden bekannt. Der Vorwurf: Veruntreuung von Geldern. Mit überhöhten sechsstelligen Gehältern, protzigen Dienstwagen und Vergünstigungen sollen sich Führungskräfte örtlicher Verbände der Arbeiterwohlfahrt jahrelang selbst bedient haben. Ein Zwischenbericht beschreibt einen Schaden in Millionenhöhe. Der Skandal bei der AWO in Südhessen ist kein Einzelfall. Auch bei der Arbeiterwohlfahrt in Mecklenburg-Vorpommern und in Thüringen gab es 2019/2020 Vorwürfe wegen Veruntreuung von Geldern. In der Geschichte anderer Verbände der Wohlfahrtspflege gab es ähnliche Fälle. Immer wieder geht es um Gehälter und Dienstwagen. Was läuft schief bei den gemeinnützigen Wohlfahrtsverbänden, die eine der wichtigsten Säulen des sozialen Sektors sind? Die Recherchen führen die Autorinnen Valerie Henschel und Laura Rosinus zu Politikern, Verbandsmitgliedern, Wissenschaftlern und Juristen. Sie bestätigen, dass es im Wohlfahrtssystem an vielen Stellen an Transparenz und wirksamen Kontrollstrukturen mangelt. Obwohl sich die Branche immer weiter ökonomisiert und jedes Jahr Milliarden umsetzt, führen veraltete Gesetze und traditionelle Privilegien dazu, dass bei vielen örtlichen Wohlfahrtsverbänden kaum Transparenz bei Finanzen und Verwaltung herrscht.«

Panorama 3: Trotz Milliardenhilfe für Lufthansa: Pilotenausbildung vor dem Aus? (20.10.2020)
Die Lufthansa und ihre zuständige Flugschule in Bremen drängen die Piloten-Anwärter, ihre Ausbildung abzubrechen.