„Wenn Du merkst, dass Du ein totes Pferd reitest, steig ab.“
Man kann sich wirklich nur noch die Haare raufen, wenn man die aktuelle politische Debatte auf höchster Ebene verfolgt bzw. verfolgen muss.
Aus den Tiefen und Untiefen der Sozialpolitik
„Wenn Du merkst, dass Du ein totes Pferd reitest, steig ab.“
Man kann sich wirklich nur noch die Haare raufen, wenn man die aktuelle politische Debatte auf höchster Ebene verfolgt bzw. verfolgen muss.
Im Frühjahr 2025 gab es zahlreich aufgeregte Medienberichte über Insolvenzen vor allem von Pflegeheimen. Das waren wirklich beunruhigende Zahlen, die da gestreut wurden. Beispielsweise im Deutschen Ärzteblatt, dort im April 2025 unter der Überschrift Mehr als 1.200 Pflegeeinrichtungen insolvent oder geschlossen. Darunter konnte man dann auch eine Quellenangabe finden: »In Deutschland geraten immer mehr Pflegeheime und -dienste in finanzielle Not. Das zeigt eine Erhebung des Arbeitgeberverbands Pflege (AGVP).« Die Interessenvertretung der privatgewerblichen Anbieter von Pflegedienstleistungen hat sogar eine „Deutschlandkarte Heimsterben 2024“ ins Netz gestellt.
Überall wird man auf die besondere Rolle von Amazon in der Welt der Plattformökonomie hingewiesen. Und die Zahlen sind ja auch beeindruckend: 60 Prozent des Onlinehandels wird über Amazon abgewickelt – über den Eigenhandel und über den Amazon Marketplace. Die vielen kleinen Online-Händler kommen an dem Amazon Marketplace nicht vorbei und sind – so die immer wiederkehrende Klage – dem Quasi-Monopolisten Amazon ausgeliefert, der auch selbst über seinen Eigenhandel als Akteur mitmischt und über Big Data-Strategien seine marktbeherrschende Stellung ausbauen kann. Das Bundeskartellamt spricht von einer „überragenden marktübergreifenden Bedeutung“ des Unternehmens.1