Podcasts

DLF: Wiederentdeckt in der Krise – Die Renaissance der öffentlichen Daseinsvorsorge (28.11.2022)
Wohnen, Verkehr, Gesundheit: In den 90er-Jahren wurden viele Aufgaben, die zuvor der Staat erledigte, dem Markt überlassen. In der Krisenzeit erleben die Menschen nun, wie wichtig eine funktionierende und bezahlbare Infrastruktur ist.

SWR: Nesthocker im „Hotel Mama“ – wenn Kinder nicht ausziehen (28.11.2022)
Bequem und unselbstständig, Muttersöhnchen und -töchter, ohne Lust und Mut, auf eigenen Beinen zu stehen – Nesthocker gelten vielen als Sonderlinge. Aber ist es wirklich so schlimm, wenn Kinder nicht ausziehen wollen? Und das wollen recht viele: 2020 wohnte laut Statistischem Bundesamt ein gutes Viertel der 25-Jährigen noch bei den Eltern und sogar manche über 30-Jährigen wohnen noch im Kinderzimmer. Warum verzichten so viele junge Erwachsene auf die eigene Wohnung und verändert sich damit auch das Verhältnis der Generationen?

Deutschlandfunk Kultur: Gefangenenarbeit – Lohndumping hinter Gittern (28.11.2022)
Mehr als die Hälfte aller deutschen Gefängnisinsassen macht eine Ausbildung oder arbeitet. Auftraggeber sind auch private Firmen. Der Lohn liegt bei maximal drei Euro pro Stunde. Ob das zulässig ist, entscheidet demnächst das Bundesverfassungsgericht.

HR: Boomjob Beamter – was Berufsanfänger daran attraktiv finden (28.11.2022)
In unsicheren Zeiten ist ein sicherer Job Gold wert. Das erkennen anscheinend auch immer mehr junge Menschen und bevorzugen einen Job im öffenltichen Dienst, am besten noch im Beantenstatus. Was macht das Beamtendasein so attraktiv? Ist es vorbei mit dem Vorurteil, Beamte seien bürokratisch, lethargisch, faul? Die gute Versorgung der Beamten geht aber auch zu Lasten des Haushaltes. Es gibt Forderungen, nur wenige Kernaufgaben in Deutschland mit Beamten zu besetzen.

Deutschlandfunk Kultur: Einkaufen auf dem Land – Fast wie bei Tante Emma (27.11.2022)
„Emmas Tag & Nacht Markt“ steht über den Fenstern eines 24-Stunden-Dorfladens.Wer auf dem Land lebt, braucht ein Auto, um einzukaufen. Dorfläden gibt es nicht mehr, weil sie angeblich nicht rentabel sind. Doch Start-ups beweisen nun das Gegenteil. Und siehe da, Tante Emma funktioniert. Wenn auch ein bisschen anders als früher.

SWR: Ausbildung trotz schlechter Noten – Chancen für benachteiligte Jugendliche (26.11.2022)
Trotz Fachkräftemangel bleiben viele Ausbildungsplätze unbesetzt. Eine individuelle Betreuung kann Azubis mit Startschwierigkeiten helfen, ihren Ausbildungsabschluss zu machen.

Deutschlandfunk Kultur: Wie wollen wir leben? – Alternative Wohnprojekte für Jung und Alt (26.11.2022)
Wie wollen wir wohnen? Diese Frage beschäftigt immer mehr Menschen, auch angesichts steigender Mieten und der Single-Gesellschaft. Alternative Modelle sind im Kommen: Gemeinschaftsprojekte, Mehrgenerationen-Häuser, WGs für Jung und Alt.

DLF: Flucht aus dem Krieg – Für eine Million Ukrainer ist Deutschland Notheimat geworden (25.11.2022)
Etwa die Hälfte der Geflüchteten aus der Ukraine sind Akademiker, auf Hilfe vom Sozialamt sind sie meist nicht angewiesen. Viele wohnen zudem privat. Doch mehr und mehr werden Gemeinschaftsunterkünfte benötigt. Kommunen kommen an ihre Grenzen.

DLF: Cash, sonst Knast. Von schwierigen Lebenslagen (25.11.2022)
Delikte wie Schwarzfahren oder Ladendiebstahl können zu Gefängnisstrafen führen, wenn der Betreffende nicht zahlen kann. Oft trifft es Drogenabhängige und Menschen ohne Wohnsitz. Das Für und Wider solcher „Ersatzfreiheitsstrafen“ wird heiß diskutiert.

DLF: Herausforderung Klimakrise. Versagen die Sozialwissenschaften in der Empirie? (24.11.2022)

DLF: Mehr fördern, weniger fordern: Bringt das Bürgergeld den Systemwechsel? (23.11.2022)
Es diskutieren: Moritz Duncker, Vorsitzender der Personalräte der Jobcenter; Ulrike Scharf, CSU, Staatsministerin für Familie, Arbeit und Soziales in Bayern; Helena Steinhaus, Geschäftsführerin des Vereins Sanktionsfrei

HR: Bürgergeld – ein Geschenk für Faule? (22.11.2022)
Der Streit ums Bürgergeld treibt einen Keil zwischen Arme und ganz Arme: zwischen Menschen, die mit harter Arbeit wenig Geld verdienen, und Menschen, die keine Arbeit haben und deshalb Bürgergeld bekommen sollen. Und so geht es nicht nur um Leistungen und Gegenleistungen, um Kompromisse und Prinzipien, sondern auch um Respekt, um Neid und um Gerechtigkeit.

HR: Krise, Kälte und kein Dach überm Kopf – Was hilft obdachlosen Menschen? (21.11.2022)
Winter bedeutet Kälte. Noch kälter ist jeder Winter für Menschen ohne Dach über dem Kopf. Die hohe Inflation, die Preisexplosion bei Nahrungsmitteln und Energie trifft die am härtesten, die ohnehin nichts haben. Selbst das Flaschensammeln wird schwierig, weil immer mehr Menschen im Abfall suchen und immer weniger die Flaschen wegwerfen oder abgeben. Was bedeutet diese Situation für obdach- oder wohnungslose Menschen? Wie kann ihnen in den kommenden Monaten besser geholfen werden? Und wie realistisch ist das Ziel der EU, mit langfristigen Hilfe-Strategien die Obdachlosigkeit bis 2030 zu beenden?

Deutschlandfunk Kultur: Assistierter Suizid in kirchlichen Einrichtungen – Alle bis zum Lebensende begleiten(20.11.2022)
Menschen, die ihr Leben beenden wollen, dürfen Hilfe in Anspruch nehmen, so das Bundesverfassungsgericht. Für Werner Weinholt von der Johannesstift Diakonie heißt das: Auch in deren Einrichtungen sollte assistierter Suizid nicht ausgeschlossen sein.

Deutschlandfunk Kultur: Letzte-Hilfe-Kurse – Wie wir Sterbende gut begleiten (20.11.2022)
Erfahrung mit der Begleitung von Sterbenden hat hierzulande kaum noch jemand. Weil immer weniger Menschen in Großfamilien leben, ging viel Wissen verloren. Von einem Palliativmediziner entwickelte „Letzte-Hilfe-Kurse“ sollen etwas davon zurückgeben.

HR: Mit Behinderung am Arbeitsplatz – auch mit und nach Corona eine Herausforderung (19.11.2022)
Menschen mit Behinderung brauchen Unterstützung im Job. Doch so vielfältig ihre Situationen sind, so zahlreich sind auch die Herausforderungen, denen sie sich am Arbeitsmarkt stellen müssen. Corona hat ihre Situation nicht leichter gemacht.

BR: Was ist Arbeit wert in unserer Gesellschaft? (18.11.2022)
Am vergangenen Montag wurde das Bürgergeld im Bundesrat abgelehnt. Jetzt kommt die Sozialgesetzreform in den Vermittlungsausschuss. Wir nehmen das zum Anlass, um zu fragen, was ist Arbeit in unserer Gesellschaft eigentlich wert und wie kann es gelingen Arbeitslose wieder in die Erwerbsarbeit zu bringen? Gäste bei Sybille Giel sind Dr. Renata Häublein, Leiterin des Jobcenters in Nürnberg, Susanne Hansen, früher selbständig als Journalistin, seit Mai 2019 Hartz IV Empfängerin, Professor Marcel Fratzscher, Leiter des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung.

BR: Nicht ohne uns – Frankreichs Banlieues wollen gehört werden (18.11.2022)
Frankreichs armen Vorstädten eilt ein schlechter Ruf voraus: Sie seien Brutstätten der Gewalt, beherrscht von Drogenhändlern, Kriminellen, religiösen Fanatikern. Ein Zerrbild, das sich hartnäckig hält. Zu unrecht? Suzanne Krause über Frankreichs Banlieues und das Bestreben, die Stimme der Vorstädte zu Gehör zu bringen.

DLF: Fachkräftegesetz der Ampel – Überfällig oder problematisch? (15.11.2022)
Der Fachkräftemangel hemmt das Wachstum und bringt viele Unternehmen in die Bredouille. Die Anzeigenportale sind voll mit Gesuchen. Die Ampel-Koalition will per Gesetz Abhilfe schaffen und für drei Personengruppen die Zuwanderung erleichtern.

BR: Rückenschmerzen bei Kindern – Wie Physiotherapie auch psychische Belastung lindert (14.11.2022)
Rückenschmerzen bei Kindern und Jugendlichen sind kein Randphänomen mehr. Seit der Corona-Pandemie beobachten Orthopäden und Therapeuten vermehrt Haltungsschäden. In der Therapie spielt die Seele eine große Rolle.

DLF: Wie praxistauglich ist das Bürgergeld? Interview mit Axel Scholz, Leiter des Jobcenters Husum (14.11.2022)

WDR: (Un-)begrenzt haltbar? Rückkehr der Dorfläden (14.11.2022)
Kein Bäcker, kein Metzger, kein Supermarkt – in vielen Orten in NRW ist die Nahversorgung in den letzten Jahren auf der Strecke geblieben. Doch nun kehren die Dorfläden zurück mit teils eigenwilligen Konzepten.

brand eins-Podcast: Florian Kuhn: Eine Lösung für den Fachkräftemangel (11.11.2022)
Florian Kuhn ist einer der größten Elektriker in München. Er hat eine eigene Lösung für das Problem Fachkräftemangel gefunden. Seit einigen Jahren gibt er in seinem Betrieb Langzeitarbeitslosen eine Chance und integriert sie in seine Teams.

BR: Zwischen Job, Familie und Pflege – Wie versorgen wir unsere Senioren am besten? (10.11.2022)
Die Wehklagen sind allerorten zu hören: Der Pflege geht es schlecht – das System steht kurz vor dem Zusammenbruch – die Baby-Boomer werden kaum noch jemanden finden, der sie im Alter unterstützt. Was braucht es denn, damit Pflege funktioniert? Und wie sieht richtige Pflege überhaupt aus?

BR: Bundesfreiwilligendienst – offen für alle, die etwas für die Gesellschaft tun wollen (09.11.2022)
Für einen Apfel und ein Ei arbeiten junge Leute, die einen Freiwilligendienst leiste. Dabei gibt es neben dem Freiwilligen Sozialen Jahr auch den Bundesfreiwilligendienst (kurz BFD). Das kann jeder leisten egal welchen Alters. Doch was sind die Motive der Freiwilligen, so ein Jahr zu verbringen, was lernen sie dabei?

DLF: 70 Jahre Betriebsverfassungsgesetz – wie viel Kraft hat die Mitbestimmung noch? (07.11.2022)
Interview mit Prof. Dr. Stefan Sell, Hochschule Koblenz

Deutschlandfunk Kultur: Teure Bagatelldelikte – Wenn Armut ins Gefängnis führt (06.11.2022)
Rund zehn Prozent aller Häftlinge in Deutschland sitzen ein, weil sie eine verhängte Geldstrafe nicht bezahlt haben. Die Kosten der Inhaftierung sind oft höher als der verursachte Schaden. Ein System, das sogar die Gefängnisverwaltungen kritisieren.

DLF: Leergut für die Rente – warum Pfandflaschensammeln nicht mehr viel bringt (03.11.2022)

BR: Wer darf was? Neue Grabenkämpfe zwischen den Gesundheitsberufen (03.11.2022)
Zwischen der Ärzteschaft auf der einen Seite und anderen Gesundheitsberufen, vor allem den Apothekern, knistert es nicht mehr nur. Es kracht. Die Ärzte laufen Sturm dagegen, dass Impfen flächendeckend in Apotheken angeboten werden soll. Auch die neuen „pharmazeutischen Dienstleistungen“, die Apotheker künftig bei den Kassen abrechnen können, bringen Ärzteverbände in Rage: Wenn Apotheken sich etwa um Blutdruckkontrolle oder Medikationspläne kümmern, dann sei das „genau das Gegenteil von dem, was gute Versorgung ausmacht“, wettert der Hausärzteverband. Aber ist das tatsächlich so? Oder geht es den Ärzteverbänden nur darum, ihre Reviere zu verteidigen? Und was ist wirklich für die Patienten das beste?

Deutschlandfunk Kultur: Pflegekräfte aus dem Ausland – Gekommen, um zu helfen (03.11.2022)
Ihre Heimat El Salvador ist sehr weit weg. Dennoch nehmen junge Frauen Heimweh und deutsches Wetter in Kauf, um hier in einem Pflegeheim eine Ausbildung zu machen und anschließend dort zu arbeiten. Sie werden mit offenen Armen empfangen.

Deutschlandfunk Kultur: Inklusion und Arbeitsmarkt – Deutschland behindert sich selbst (01.11.2022)
Menschen mit Behinderungen stoßen auf viele Barrieren – besonders auf dem Arbeitsmarkt. Oft sind sie gut ausgebildet, aber im Vergleich zu anderen Menschen überproportional erwerbslos. Was muss sich ändern, damit alle gleichwertig arbeiten können?

Deutschlandfunk Kultur: Pflege-Lobbyistin Brigitte Bührlen – Eine Stimme für pflegende Angehörige (31.10.2022)
Ihre Stiftung unterstützt Menschen, die Angehörige pflegen. Das kann leicht zu einem belastenden Vollzeitjob werden, weiß Brigitte Bührlen aus eigener Erfahrung. Sie hat sich um ihre demenzkranke Mutter gekümmert und kämpft weiter für eine Reform.

Deutschlandfunk Kultur: Christliches Arbeitsverständnis – Zwischen Wirtschaftlichkeit und Solidarität (30.10.2022)
Kirche und Arbeitswelt: ein schwieriges Verhältnis. Dem Anspruch nach stehen Kirchen an der Seite der wirtschaftlich Schwachen. Andererseits sah Luther die Arbeit als Gottesdienst – und viele kirchliche Einrichtungen müssen sich am Markt behaupten.

DLF: Bildungsfern und faul. Medienklischees über „Hartz IV“-Empfänger (28.10.2022)
Das Bild von „Hartz IV“ als „sozialer Hängematte“ hat sich in vielen Köpfen festgesetzt. Das ärgert Dlf-Hörer Andreas Meyer, denn er bekommt selbst Leistungen aus der Grundsicherung – obwohl er in Vollzeit als Berufskraftfahrer arbeitet. Medien müssten differenzierter über das deutsche Sozialsystem berichten, fordert er – und diskutiert darüber mit Marc Beise, dem langjährigen Leiter des Wirtschaftsressorts der „Süddeutschen Zeitung“, mit dem Politikjournalisten Okan Bellikli und Annika Schneider aus der Dlf-Medienredaktion.

Deutschlandfunk Kultur: Zwangsprostituierte aus Nigeria in Deutschland – Blessings Albtraum (28.10.2022)
Menschenhändler schleusen pro Jahr Tausende Frauen nach Deutschland, um die Nachfrage nach billigem Sex zu bedienen. Viele kommen aus Nigeria. Die Aussteigerin Blessing erzählt, wie schwer es ist, dem Teufelskreis der modernen Sklaverei zu entkommen.

BR: Die Herausforderungen der Alleinerziehenden – wie Frauen und Männer damit umgehen (27.10.2022)
Laut Mikrozensus sind 84 Prozent der Alleinerziehenden Frauen. 41 Prozent von ihnen müssen mit weniger als 1.500 Euro im Monat zurechtkommen, mehr als die Hälfte arbeiten in Teilzeit. Bei den männlichen Alleinerziehenden sieht das ganz anders aus: 90 Prozent arbeiten Vollzeit und 80 Prozent haben mehr als 1.500 Euro nett. Warum ist das so? Wie machen die Männer das und was machen Frauen anders

WDR: Arbeiten auf Augenhöhe im Krankenhaus (27.10.2022)
„Götter in weiß“ wurden Ärzte früher genannt. Und auch heute gibt es in vielen Krankenhäuser noch Hierachie-Denken. Das will die Uniklinik Heidelberg mit „Hipsta“ ändern. Das ist ein gemeinsames Ausbildungsprogramm für Ärzte und Pflegende.

SWR: Krankenhäuser: „Die Fallpauschalen müssen weg“ (27.10.2022)
Der Bundesgesundheitsminister plant, die Fallpauschalen in Kinderkliniken zu streichen, um die Krankenhäuser zu entlasten. Das sei der richtige Weg, sagt der Medizinethiker Giovanni Maio, doch das Fallpauschalensystem müsse ganz abgeschafft werden.

Deutschlandfunk Kultur: Tiere als Helfer in der Therapie – Die besseren Zuhörer (25.10.2022)
Tiere kommen in pädagogischen und therapeutischen Bereichen immer häufiger zum Einsatz. Auch wenn es noch kein anerkanntes Verfahren ist: Der Kontakt zu Tieren kann heilsame Wirkung haben. Es ist erstaunlich, was tierische Helfer bewirken können.

Der tagesschau Zukunfts-Podcast – mal angenommen: Keine Fachkräfte mehr da? Was dann? (20.10.2022)
Mal angenommen, uns gehen die Fachkräfte aus. Was bedeutet das für Handwerk, Handel und Pflege? Und wo kommen neue Fachkräfte her, wenn nicht aus dem eigenen Land? Ein Gedankenexperiment.

DLF: 50 Jahre Numerus clausus – Aus der Not geboren, aber immer noch entscheidend (19.10.2022)
Der Numerus clausus wurde 1972 geschaffen, um den Mangel an Studienplätzen zu verwalten. Das System der Studienplatzvergabe nach Abiturnote stand von Anfang an in der Kritik. Warum hat es sich bis heute gehalten, und welche Alternativen gäbe es?

Deutschlandfunk Kultur: Neue Arbeit, neues Glück? – Radikaler Berufswechsel in der Mitte des Lebens(18.10.2022)
Was tun, wenn man merkt, dass man viel zu lange im falschen Beruf war? Dann ist es möglich, mit ganzer Kraft mitten im Leben umzusatteln: vom Theater an den Schreibtisch, aus der Arztpraxis ins S-Bahncockpit, vom Pharmaunternehmen auf den Bauernhof.

WDR: Armut in den Medien: Gegen das Klischee (18.10.2022)
Steigende Preise sind im Moment das Thema in den Medien. Diejenigen, bei denen das Geld kaum mehr zum Leben reicht, sehen sich dabei oft klischeehaft dargestellt. Isabel Schneider berichtet von Betroffenen, die daran etwas ändern möchten.

Deutschlandfunk Kultur: Bremen nach dem Trauma Kevin – Elternsein mit Droge (16.10.2022)
Trauerfeier für den getöteten zweieinhalbjährigen Kevin im November 2006 in Bremen. Ein Sarg mit Blumen und Kerzen drumherum. Im Oktober 2006 findet die Bremer Polizei die Leiche eines kleinen Jungen in der Kühltruhe des drogenabhängigen Ziehvaters. Seit dem Tod von Kevin gelten deutschlandweit neue Standards für Kindeswohl und Kinderschutz. Reichen sie aus?

DLF: Ärztemangel auf dem Land – Wie Länder und Kommunen Landärzte für sich gewinnen wollen (15.10.2022)
Die medizinische Versorgung in Deutschland ist zwar gut, in ländlichen Regionen droht jedoch eine Unterversorgung. Mehr Studienplätze, Prämien für Studierende, Modell-Zentren – in vielen Bundesländern geht es deshalb inzwischen kreativ zu.

SWR: Kostenexplosion in der Pflege – was hilft? (15.10.2022)
Bekomme ich im Alter die Pflege, die ich brauche und kann ich sie noch bezahlen? Die Kosten explodieren und ein Platz im Pflegeheim wird oft zum unkalkulierbaren Risiko. Was tun? Gesprächspartner: Professor Dr. Heinz Rothgang, Universität Bremen, Peter Koch, Pflegebündnis Mittelbaden, Silke Lachenmaier, Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz Der Pflegenotstand ist für Experten die größte soziale Frage unserer Zeit. Pflegeanbieter schlagen Alarm, weil die Kosten nach oben schießen. Heizkosten, Stromkosten und Spritkosten. Dazu steigen vielfach die Lohnkosten, denn in der Altenpflege muss seit September nach Tarif bezahlt werden. Für Menschen im Pflegeheim kann all das monatliche Mehrkosten von mehreren hundert Euro bedeuten. Dabei zahlten sie im Schnitt schon diesen Sommer in Rheinland-Pfalz monatlich über 2300 Euro und in Baden-Württemberg über 2500 Euro selbst. Für immer mehr Menschen wird das unbezahlbar. Und für unsere Gesellschaft? Wir fragen, was das System Pflege braucht.

HR: Armutsrisiko Pflege – wie Angehörige besser unterstützt werden könnten (13.10.2022)
Millionen Pflegebedürftige werden zuhause versorgt. Die Angehörigen bekommen aber wenig Unterstützung, gehen oft ein finanzielles Risiko ein und drohen arm zu werden. Vorschläge, ihre Situation zu verbessern, gibt es. Die Politik tut sich aber schwer.

BR: Altersvorsorge Mann – oder warum Frauen immer noch mit der klassischen Rollenverteilung leben (13.10.2022)
Der Mann kümmert sich um’s Geld, die Frau um Kinder und Haushalt. So sieht immer noch die Realität der allermeisten Kleinfamilien in Deutschland aus. Mit der Folge, dass Frauen im Alter weniger Rente zur Verfügung haben als Männer und stärker von Altersarmut betroffen sind. Warum diese traditionelle Rollenverteilung so beharrlich ist.

HR: Das marode Klassenzimmer – Lernen in kaputten Schulen (12.10.2022)
Klo kaputt, Schimmel an den Wänden, Turnhalle gesperrt – der Sanierungsstau hat sichtbare Folgen an vielen hessischen Schulen, dem Lern- und Lebensraum vieler tausend Schüler und Schülerinnen. Wie verändert sich dadurch das Lernen? In den skandinavischen Ländern gilt der Klassenraum als weiterer Pädagoge, denn ein gut gestaltetes Gebäude sorgt für eine gute Lernatmosphäre. Gut gestaltet heißt dabei nicht nur, dass alte Gebäude sauber und intakt sein sollen. Sondern es bedarf auch einer modernen Architektur, die Hand in Hand geht mit der Pädagogik. Wie können Schulen als Lernhäuser der Zukunft aussehen? Und besteht gerade jetzt eine Chance für zeitgemäße Schularchitektur mit neuen Konzepten, wenn ohnehin aller-schul-orten saniert werden muss?

SWR: Volle Turnhallen, leere Kassen – Droht eine neue Flüchtlingskrise? (11.10.2022)
Mehr als eine Million Menschen sind bis heute aus der Ukraine nach Deutschland geflohen. Dazu kommen Schutzsuchende aus anderen Ländern wie Syrien, dem Irak oder Afghanistan. Die Kommunen beklagen, es fehle an Räumlichkeiten und vor allem an Geld, um angemessen helfen zu können. Wie lässt sich der rasante Anstieg der Flüchtlingszahlen bewältigen? Doris Maull diskutiert mit Gerald Knaus – Migrationsforscher, Europäische Stabilitätsinitiative Berlin, Prof. Dr. Hannes Schammann – Migration Policy Research Group, Uni Hildesheim, Joachim Walter – Präsident des Landkreistages Baden-Württemberg.

HR: Nicht mit Geld zu bezahlen: Lückenfüller Ehrenamt (11.10.2022)
Sie geben sich her für den guten Zweck – ohne Geld dafür zu kassieren: 27 Prozent aller berufstätigen Deutschen engagieren sich im Ehrenamt. In Sport, sozialen Projekten und Feuerwehr, der Nachbarschaftshilfe, der Sterbebegleitung, beim Klimaschutz und vielem mehr. Weil es ihnen am Herzen liegt. Weil sie es gerne tun. Weil es ihnen eine Ehre ist. Und der Staat ehrt sie für ihr Engagement: halbwegs regelmäßig mit Bundesverdienstkreuzen oder eher sporadisch mit anerkennenden Worten. Was Ehrenamtliche leisten, nehmen Regierung und Bevölkerung gerne mit, weil sie dafür nicht ihr Portemonnaie zücken und keine Steuergelder blechen müssen. Das macht das Ehrenamt einerseits zum Reichtum unserer Gesellschaft, andererseits aber auch zum Armutszeugnis für den Staat. Oder?

SWR: Schöne neue Arbeitswelt? (11.10.2022)
Überwachung mit Software in großem Stil, schicke neue Büros, in denen niemand arbeiten will und gleichzeitig eine Abkehr von der “Hustle-Culture”, der Arbeit über die Belastungsgrenze hinaus, hin zum “quiet quitting“ – der absolut strikten Trennung von Beruf und Privatem. Katharina Wilhelm, Mia von Hirsch und Nils Dampz blicken auf die US-Arbeitswelt, im Speziellen auf das Silicon Valley

DLF: „Wir haben geschlossen“ – Wie der Arbeitskräftemangel die Niederlande lähmt (08.10.2022)
Sie fehlen in der Gastronomie, im Handwerk oder auch im Tourismus. In den Niederlanden ist die Personalnot so groß wie noch nie zuvor. Erstmals seit Beginn der Messungen gibt es mehr unbesetzte Arbeitsstellen als Arbeitslose.

SWR: Von Hartz IV zum Grundeinkommen – Was bringt das neue Bürgergeld? (06.10.2022)
Immerhin 50 Euro mehr im Monat. Und kein Antreten vor dem Sozialamt mehr. Auch Vermögen bleiben länger verschont. Das neue Bürgergeld soll das verhasste Hartz-IV-System ablösen. Manche wollen einen Schritt weitergehen und allen Bürgen ein bedingungslosen Grundeinkommen bescheren. Ist das die Zukunft des deutschen Sozialstaats? Claus Heinrich diskutiert mit Ronald Blaschke – Netzwerk Grundeinkommen, Prof. Dr. Michael Hüther – Direktor Institut der deutschen Wirtschaft, Prof. Dr. Jürgen Schupp – Soziologe, Freie Universität Berlin und Senior Research Fellow im DIW Berlin

Deutschlandfunk Kultur: Fühlen vs. Wissen – Entwickeln wir uns zu einer Emotionsgesellschaft? (06.10.2022)
Emotionen spielen im gesellschaftlichen Leben und der Politik eine immer größere Rolle, so scheint es. Selbst in der Beurteilung von Sachfragen werden als Argumente häufig Gefühlslagen vorgebracht. Was bedeutet das für die Gesellschaft insgesamt?

Deutschlandfunk Kultur: Pflegende Angehörige – „Altersarmut ist programmiert“ (06.10.2022)
Die Pflege in Deutschland muss dringend reformiert werden, so Brigitte Bührlen von der Stiftung pflegender Angehöriger. Wer zu Hause Familienmitglieder versorge, drohe in Armut abzurutschen. Bührlen fordert daher politische Mitsprache für Betroffene.

DLF: Sanierungsbedarf an Gebäuden – Der marode Zustand deutscher Hochschulen (04.10.2022)
Undichte Dächer, kaputte Steckdosen und feuchte Wände sind in deutschen Hochschulen Alltag. Der Sanierungsbedarf wird auf rund 60 Milliarden Euro geschätzt. Das Thema ist in der Politik angekommen – aber schnelle Abhilfe ist nicht in Sicht.

HR: Deutschland geht in Rente – Gefährden die Alten unsere Zukunft? (27.09.2022)
Die Generation der Babyboomer hat’s geschafft: Millionen von ihnen starten in den kommenden Jahren in ihre langersehnte dritte Lebensphase, die Rente. Sie steigen dann in ihr Wohnmobil, fliegen um die Welt oder machen endlich mal langsam. Viel weniger Millionen junge Menschen starten zur selben Zeit in das Arbeitsleben, finanzieren die Rente der Babyboomer und blicken stirnrunzelnd auf das, was ihnen die Ruheständler überlassen haben: hohe Lebenshaltungskosten, die Sorge ums Dach überm Kopf, eine unsichere Altersversorgung. Gefährden die Alten die Zukunft der Jüngeren? Oder kann der demografische Wandel gelingen? Müssen die Älteren dann länger arbeiten, fit und aktiv bleiben? Oder die Jüngeren mehr Kinder kriegen?

NDR: Schöne neue Arbeitswelt? Wie wollen wir in Zukunft arbeiten? (25.09.2022)
Google hat sich einen neuen Büropark bauen lassen: den Bay View Campus im Silicon Valley, USA. Vom Solardach bis zur Regenwasser-Toilette alles auf dem neuesten technischen Stand. Aber viele Mitarbeiter ziehen trotzdem das Home-Office vor. In anderen Firmen gibt es die (fast) vollständige Überwachung der Angestellten per Webcam und Screenshots, um zu überprüfen, ob noch gearbeitet wird. Und dann gibt es noch eine Art Gegenbewegung: „quiet quitting“. Damit ist eine Arbeitshaltung gemeint, die strikt Arbeits- und Privatleben trennt. Keine Überstunden, keine Extra-Arbeit, aber auch kein Feierabend-Bier mit den Kolleginnen und Kollegen. Drei Beispiele, wie die Arbeitswelt der Zukunft aussehen könnte.

DLF: Arzt oder Apotheker? – Der Streit um Geld, Aufgaben und Kompetenzen (23.09.2022)
In der Gesundheitspolitik hat sich einiges verändert. So dürfen Apotheken heute Leistungen erbringen, die bislang in Arztpraxen vorgenommen wurden. Das sorgt für Kritik und Widerstand in der Ärzteschaft – zu Recht?

SWR: Behindern oder befähigen? (18.09.2022)
Vom Kindergarten bis zum Arbeitsplatz – christliche Einrichtungen haben für behinderte Menschen in Deutschland exklusive Räume für ihre Bedürfnisse geschaffen. Für die einen ist die dort geleistete Rundum-Versorgung überlebenswichtig, andere bezeichnen sie als „Parallelgesellschaft“, die Inklusion und Teilhabe in unserer Gesellschaft verhindere. Christliche Wohltätigkeitsorganisationen besitzen in Deutschland quasi ein Monopol für die Fürsorge behinderter Menschen. Daran geknüpft sind viele Gelder und Arbeitsplätze. Ist auch deshalb der Kampf um Inklusion so unerbittlich?

DLF: Neues Bürgergeld – Falsche Anreize oder zu geringe Löhne? (17.09.2022)
Setzt das Bürgergeld falsche Anreize? Oder sind die Löhne in manchen Bereichen des Handwerks und der Industrie viel zu gering? Aus welchen Gründen beziehen Menschen derzeit überhaupt Arbeitslosengeld II? Und könnten die neuen Regeln dazu führen, mehr Menschen dauerhaft in Arbeit zu bringen? Gesprächsgäste: Annika Klose, Sozialpolitikerin in der SPD-Bundestagsfraktion, Marcel Fratzscher, Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, Thomas Malcharek, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Erfurt, Martin Varga, Arbeitsmarktexperte beim DGB-Bundesvorstand

SWR: Das Armutsrisiko wächst (17.09.2022)
Immer mehr Menschen in Deutschland kommen wegen der Inflation unter Druck. Dabei steht vielen mit den explodierenden Energiepreisen demnächst eine weitere Belastungen ins Haus. Angesichts der Entwicklung drohen immer mehr Menschen in finanzielle Probleme zu kommen. Bei den Tafeln bekommt man das schon zu spüren. Viele der Tafeln erwarten in den Wintermonaten einen neuen Ansturm.

HR: Mehr Lohn in der Pflege – was bedeutet das für die Heime? (16.09.2022)
Ein höherer Mindestlohn und ein neues Tariftreuegesetz sollen den Pflegekräften in den Heimen mehr Einkommen bringen. Doch nicht alle Heime setzen es um- und für die Heimbewohner wird es teurer.

HR: Ist es schlimm, Herr Doktor? Deutschland und der Hausärztemangel (15.09.2022)
Die Hausarztpraxis bildet das Rückgrat der ambulanten medizinischen Versorgung in Deutschland. Aber: Die Hausärzte sterben aus, und neue kommen nicht nach. Der Beruf ist unattraktiv, besonders auf dem Land, wo es den größten Hausärztemangel gibt. Aber auch Städte leiden unter zunehmenden Hausärztemangel. Wie ist die Lage – und wie sehen Lösungsmöglichkeiten aus?

Deutschlandfunk Kultur: Zur Tafel kommt jetzt auch der Mittelstand (14.09.2022)
Steigende Lebensmittelpreise, explodierende Energiekosten: Für immer mehr Menschen wird die finanzielle Situation immer schwieriger. Das merkt auch die Bremerhavener Tafel. Jetzt kommen auch Menschen, die sich vor kurzem noch selbst versorgt haben.

SWR: Azubimangel – Was tun gegen den Lehrlingsnotstand? (14.09.2022)
Abertausende Ausbildungsplätze, vor allem im Handwerk, sind unbesetzt, Betriebe suchen verzweifelt nach Nachwuchs. Der Mangel an jungen Bewerbern verschärft den ohnehin schon dramatischen Fachkräftemangel. Gleichzeitig sind tausende junge Menschen noch ohne Lehrstelle. Wie lassen sich Angebot und Nachfrage besser zusammenbringen? Welche neuen Wege müssen Betriebe gehen, um Azubis zu finden? Und was bringt eine mögliche „Ausbildungsgarantie“? Geli Hensolt diskutiert mit Alfred Keller – Firmeninhaber und Klempnermeister, Überlingen, Dr. Susanne Koch – Agentur für Arbeit, Stuttgart, Dirk Werner – Institut der deutschen Wirtschaft Köln.

Deutschlandfunk Kultur: Höhere Pflegelöhne – Wer zahlt für die neue Gerechtigkeit? (13.09.2022)
Weil private Pflegedienste ihre Kräfte nach Tarif bezahlen müssen, steigen die Pflegekosten. Kassen und Dienste müssen deshalb neu verhandeln. Bis dahin tragen die Patienten die Kostensteigerungen. Das hat gravierende Folgen für die Betroffenen.

HR: Heute, Kinder, wird’s nix geben – die Kita-Misere (12.09.2022)
Dass jedem Kind ein Betreuungsplatz zusteht, ist ein schöner Vorsatz. Allein, die Praxis sieht anders aus. Wer in fußläufiger Entfernung einen Platz ergattern kann, darf sich glücklich schätzen, denn nicht nur in Hessen leiden Kitas und Kindergärten unter notorischem Personalmangel und einer strukturellen Unterfinanzierung. Streiks, Gehaltserhöhungen und gesellschaftliche Anerkennung haben das grundlegende Problem nicht gelöst. Denn inzwischen hat man erkannt, dass es im frühen Kindesalter um weit mehr geht als satt, unverletzt und ausgeschlafen zu sein. Von der Integration von Kindern mit Migrationshintergrund ganz zu schweigen.

DLF: Soziale Spannungen – Soziologe Heitmeyer: „Ungleichheit zerstört Gesellschaften“ (12.09.2022)
Teile der Bevölkerung hätten das Gefühl, nicht wahrgenommen zu werden, sagte der Soziologe Wilhelm Heitmeyer. Den Entlastungspaketen der Bundesregierung habe es an Zielgenauigkeit gefehlt, um dieses Gefühl effektiv zu adressieren.

Deutschlandfunk Kultur: Steigende Preise und Personalnot – Schließen in Krankenhäusern bald Abteilungen? (09.09.2022)
Höhere Preise für Gas, Strom und Lebensmittel treiben auch für Krankenhäuser die Kosten in die Höhe. Doch um dies auszugleichen, können sie nicht einfach so sparen oder die Behandlungspreise erhöhen. Eine Klinik in München sucht nach Auswegen.

HR: Drogenelend im Bahnhofsviertel – Ist der „Frankfurter Weg“ eine Sackgasse? (08.09.2022)
Drogen, Gewalt, Rotlichtmilieu – für all das steht das Frankfurter Bahnhofsviertel, aber auch für Toleranz, buntes urbanes Leben und kulinarische Vielfalt. Die einen fasziniert das und sie buchen Stadtführungen. Die anderen fühlen sich durch Uringeruch und Junkies in Hauseingängen abgeschreckt und folgern: der „Frankfurter Weg“, die einst modellhafte Frankfurter Drogenpolitik, sei gescheitert. Der neue Leiter des Frankfurter Drogenreferates will gleichwohl an diesem Weg festhalten und ihn zugleich weiterentwickeln. Sollen Beratung und Hilfe weiterhin die Säulen der Frankfurter Drogenpolitik sein, oder hilft nur Abschreckung und mehr Polizeipräsenz?

WDR: Pflege: Eigentlich ein toller Beruf? (07.09.2022)
Die Politik wird nicht müde zu betonen, Pflegende verdienten mehr „Wertschätzung“, bessere Arbeitsbedingungen, mehr Geld. Geändert hat sich bislang allerdings kaum etwas. Dabei würden viele Pflegende ihren Beruf gerne bis zur Rente ausüben.

SWR: Handlungsbedarf: Ohne Arbeitsmigration droht der Kollaps im Gesundheitswesen (06.09.2022)
Würde es keine Arbeitsmigration in das deutsche Gesundheitswesen geben, wäre es schon längst kollabiert, sagt Petra Bendel, Politikwissenschaftlerin und Mitglied im Sachverständigenrat für Integration und Migration. In SWR2 erläutert sie die Hindernisse, die einer besseren Arbeitsmigration zur Zeit noch im Wege stehen und bei denen sie politischen Handlungsbedarf sieht.

DLF: Alltagshilfe unter Nachbarn – Ehrenamt mit bürokratischen Hürden (05.09.2022)
Es soll eine Entlastung sein für Menschen mit großen gesundheitlichen Problemen: Bis zu 125 Euro monatlich zahlen Pflegekassen für sogenannte „Alltagshelfer“. Doch tatsächlich an das Geld heranzukommen, kostet Betroffene viel Zeit und Nerven.

SWR: Keinen Bock auf Ausbildung? (03.09.2022)
Noch nie war der Fachkräftemangel so groß, noch nie waren die Chancen auf Aufstieg und sichere Arbeit so gut wie heute im Handwerk. Trotzdem bleiben zum Start ins neue Ausbildungsjahr wieder zigtausende Lehrstellen unbesetzt – und der Trend zum Studium setzt sich fort. Wie lässt sich das ändern?

SWR: Lehrjahre meistern – Wie man Ausbildungsabbrüchen begegnen kann (02.09.2022)
Der Mangel an Fachkräften nimmt zu. Vor allem fehlen Menschen mit abgeschlossener Berufsausbildung. Viele Auszubildene brechen vorzeitig ab, einige wünschen sich mehr Unterstützung.

SWR: Die Hausfrau – Was Care-Arbeit mit Kapitalismus zu tun hat (02.09.2022)
Die meisten Mütter wuppen Haushalt, Kinder und Beruf – eine enorme Leistung. Für ihre Männer bequem, für die Gesellschaft günstig. Die Hausfrau ist ein historisch junges Phänomen

Deutschlandfunk Kultur: Tarifpflicht – Warum der Pflegenotstand weitergehen wird (01.09.2022)
Pflegeheime und Pflegedienste müssen ihre Beschäftigten ab sofort nach Tarif bezahlen. Ein Schritt in die richtige Richtung, sagt der Pfleger Marcus Jogerst-Ratzka – doch nicht genug, um an den Problemen der Branche etwas zu ändern.

Deutschlandfunk Kultur: Die Verantwortung der Ärzte – Das Geschäft mit Medikamentenstudien (01.09.2022)
Die Wirkung von Medikamenten im Alltag zu beobachten, ist für die Ärzteschaft ein lohnender Zusatzverdienst. Pharmafirmen zahlen für Studien, deren wissenschaftlicher Nutzen fraglich ist. Die Patienten erfahren wenig darüber.

DLF: Und dann haben sie aufgehört zu arbeiten – Alternative Integrationsgeschichte (01.09.2022)
Deutschland ist auf die Arbeit von Migrantinnen und Migranten angewiesen. Ohne die vielen oft unterbezahlten Arbeitskräfte könnte die Produktionsleistung nicht aufrecht erhalten werden. Was aber, wenn diese Menschen plötzlich aufhörten zu arbeiten? Eine „Oral History“ der frühen Arbeitskämpfe.

Deutschlandfunk Kultur: Arbeiten im Sicherheitssektor – Von der Außenseiter- zur Wachstumsbranche (30.08.2022)
Übergriffe auf Asylbewerber und Eskapaden von Personenschützern haben das Image der Sicherheitsbranche negativ geprägt. Doch viele arbeiten im Wachdienst unter harten Bedingungen – und müssen aber auf unterschiedlichste Menschen einfühlsam eingehen.

Deutschlandfunk Kultur: Lehrermangel an Grundschulen – Bildungsland bald abgebrannt (29.08.2022)
Deutsche Schulen sind auf dem Weg in eine vorhersehbare Katastrophe. Denn es gibt es viel zu wenig Lehrerinnen und Lehrer. Besonders schlimm trifft es die Grundschulen. Unterrichtsausfall, überforderte Pädagogen, volle Klassenzimmer sind die Folgen.

HR: Azubis, verzweifelt gesucht: Den Unternehmen fehlt der Nachwuchs (25.08.2022)
Das neue Ausbildungsjahr beginnt und es gibt Unruhe in vielen Unternehmen in Hessen. Gab es früher einen Überschuss an Bewerberinnen und Bewerbern, geht es seit einigen Jahren andersherum: Ausbildungsplatz sucht Auszubildene. Was hat das für Auswirkungen, in welchen Branchen ist es besonders prekär und mit welchen Lockangeboten wird versucht, Auszubildende zu finden?

SWR: Notfall Notaufnahme!? – wie kann kompetent und effizient gearbeitet werden? (23.08.2022)
Die Notaufnahmen in deutschen Krankenhäusern sind vielerorts überlastet. Gerade in Zeiten von Corona fehlt Personal, die oft jungen Ärztinnen und Ärzte arbeiten am Limit. Der Fachverband DGINA schlägt seit Jahren vor, eine gesonderte Facharztausbildung für Notfallmedizin einzuführen. Doch würde das die Lage verbessern?

HR: Ein Pogrom und seine Folgen: 30 Jahre Rostock-Lichtenhagen (22.08.2022)
August 1992: Ein rechter Mob greift das „Sonnenblumenhaus“ in Rostock-Lichtenhagen an, in dem vietnamesische „Vertragsarbeiter*innen“ untergebracht sind. Es fliegen Steine und Molotowcocktails, angefeuert von tausenden Schaulustigen, die Polizei ist überfordert und greift nicht ein. 3 Tage lang fürchten mehr als hundert Menschen um ihr Leben. Dieses Pogrom ist der traurige Höhepunkt an rassistischen Übergriffen in einer Zeit, in der das Asylrecht und die Zuwanderung die politischen Diskussionen bestimmen. Wie kam es dazu und inwieweit haben diese Tage, die Asylpolitik und unseren Umgang mit Zuwanderung bis heute geprägt?

Deutschlandfunk Kultur: In fremder Erde – Schwerpunkt: Für die Arbeit in die Fremde (20.08.2022)
Viele Menschen, die in Berlin im Gesundheits- und Gastgewerbe oder im Bauwesen arbeiten, sind zum Arbeiten nach Deutschland gekommen. Nach der Pensionierung stellt sich ihnen die Frage: Wie altert man fern der Heimat?

Deutschlandfunk Kultur: #IchBinArmutsbetroffen – Ein Hashtag versucht, auf die Straße zu kommen (20.08.2022)
Susanne ist 54 Jahre alt, hat zwei Kinder und rutschte nach einer Trennung und während Corona als Soloselbständige gänzlich in Hartz IV. Mittlerweile versucht sie in Hamburg, von Armut betroffene Menschen auf die Straße zu bringen.

Deutschlandfunk Kultur: Gesundheitskiosk gegen Ärztemangel – Unbürokratisch und mitten im Viertel (18.08.2022)
Überall in Deutschland fehlen Ärztinnen und Ärzte. Vor allem dort, wo viele Ärmere zuhause sind. Der Gesundheitskiosk in Hamburg-Billstedt entlastet die ansässigen Mediziner – und zeigt, wie eine Versorgung trotz allem gut funktionieren kann.

SWR: Wie selbstbestimmt und würdevoll kann Sterben sein? (18.08.2022)
Zwischen Sterbebegleitung und assistiertem Suizid Pfarrer Christian Wolff hat seine Frau im Sterben begleitet. Ein schmerzhafter, aber berührender Prozess. Je mehr die Medizin voranschreitet, desto wichtiger ist die Entscheidung, wie wir gehen wollen und wie wir unsere Nächsten gehen lassen. Hospize und Sterbebegleitung bieten Unterstützung für einen Abschied in Würde. Und was tun, wenn unsere Psyche des Lebens früher müde ist als unser Körper? Sind wir tatsächlich in der Lage, über das eigene Lebensende frei zu entscheiden? Die Verfassungsrichter sagen ja. Davor galt die persönliche Autonomie als stärker begrenzt, wie in anderen Kulturen auch.

DLF: 50 Jahren gymnasiale Oberstufe – Das Reformsystem ist reformbedürftig (17.08.2022)
Mehr Wahlfreiheit für Schüler – das war 1972 das erklärte Ziel bei der Reform der gymnasialen Oberstufe. Junge Menschen sollten in den letzten Schuljahren selbst fachliche Schwerpunkte setzen. Nach 50 Jahren sehen Experten wieder Korrekturbedarf.

HR: Gefährliche Engpässe – Wie Medikamente zur Mangelware werden (16.08.2022)
Fiebersaft für Kinder, Elektrolytpulver bei Durchfallerkrankungen, Nasenspray bei Schnupfen: Viele Medikamente sind in Apotheken Mangelware geworden. Konzentrationsprozesse, Kostendruck und Lieferkettenabhängigkeit führen dazu, dass Regale in den Apotheken leer bleiben. Das Problem ist nicht neu, verschärft sich aber. Was kann dagegen getan werden?

SWR: Wie radikalisiert sich die Mitte? Der Rechtsterrorismus und die Medien (16.08.2022)
Der Täter von Hanau war Akademiker, hat an einer Elitefakultät studiert, war Mitglied in einem Münchener Traditionsverein, wuchs im Reihenhauseigentum auf und besaß einen Mittelschichthintergrund. Wie radikalisiert sich so ein Betriebswirt aus der Mitte der Gesellschaft heraus zum Rechtsterroristen – wirklich nur übers Internet? Welche Rolle spielen Vorbilder für die Täter neuen Typs? Und welche Verantwortung tragen die klassischen Medien, von SPIEGEL bis BILD? Wie tief ist Rassismus tatsächlich in der Mitte der Gesellschaft verankert? Dietrich Brants diskutiert mit Sheila Mysorekar – Journalistin, Vorsitzende „neue deutsche organisationen“, Martín Steinhagen – Journalist, Natascha Strobl – Politikwissenschaftlerin.

NDR: Arm sind immer die Anderen: Wie Armut in den Medien dargestellt wird (14.08.2022)
Wie berichten Medien über das Thema Armut? Von oben herab oder auf Augenhöhe? Stigmatisierend oder angemessen? Auch wenn sich das von Medium zu Medium unterscheidet: Viele Armutsbetroffene fühlen sich falsch dargestellt. Deshalb erheben sie jetzt ihre Stimme und wehren sich gegen stereotype Bilder.

Deutschlandfunk Kultur: FDP-Politiker Jens Teutrine – „Wir brauchen eine Generalinventur des Sozialstaats“(13.08.2022)
15 Prozent der Deutschen sind von Armut bedroht. Dabei gibt der Staat jedes Jahr viele Milliarden für Sozialleistungen aus. Aber das Geld wirkt offenbar nicht wie erhofft. Der FDP-Politiker Jens Teutrine fordert grundlegende Reformen.

HR: Wunden im System – woran das Gesundheitswesen krankt (11.08.2022)
Es ist Sommer und von Corona ist in unserem Alltag derzeit vergleichsweise wenig zu spüren. Anders sieht es in den Kliniken aus: Dort hat das Personal gerade täglich mit einer Corona-Sommerwelle zu kämpfen und vielen Medizinern graut es schon vor einer neuen Welle im Herbst. Dazu kommt eine allgemeine Personalknappheit und das Virus reißt weitere Lücken in die Dienstpläne. Allein auf den Intensivstationen fehlen in Deutschland rund 50.000 Pflegekräfte. Das hat die Hans Böckler-Stiftung Mitte dieses Jahres berechnet. Bei Ärzten und anderen Pflegekräften sieht die Situation nicht viel besser aus. Eine einfache Lösung des Problems ist nicht in Sicht: Auch nach 2 Pandemiejahren hat es die Politik nicht geschafft, die Lage für die Beschäftigten im Gesundheitswesen merklich zu verbessern.

Deutschlandfunk Kultur: Warum selbst die Polizei über Nachwuchsmangel klagt (09.08.2022)

Deutschlandfunk Kultur: Nachwuchssorgen bei Monteuren – Früher Gas-Wasser-Scheiße, heute Elektronikexperte (09.08.2022)
Erneuerbare Energien, Gebäudesanierung, Ressourcenschonung – die guten alten Monteure und Monteurinnen müssen heute Technik und Elektronik beherrschen. Das macht es den Handwerksbetrieben schwer, Nachwuchs zu finden.

Deutschlandfunk Kultur: Rollende Arztpraxis in Hessen – Medicus im „Medibus“ (08.08.2022)
Ärztemangel auf dem Land – allein in Hessen gehen aktuell rund 1000 Hausärzte auf die Rente zu und Nachfolgerinnen und Nachfolger sind vor allem in den Dörfern schwer zu finden. In Osthessen entlastet der „Medibus“ die verbliebenen Praxen.

HR: Generation Z – kein Bock auf Ausbildung? (09.08.2022)
Viel zu wenig junge Menschen interessieren sich heute fürs Handwerk oder für eine Ausbildung. Studieren ist angesagt. Nicht zuletzt auch deshalb, weil die Eltern der Generation Z oft veraltete Vorstellungen von Handwerksberufen vermitteln. Die Folgen sind schon greifbar, zum Beispiel, wenn die für die Energiewende notwendigen Installationen nicht gemacht werden können, weil die Handwerker fehlen. Was muss passieren, um die Generation Z fürs Handwerk zu begeistern und was macht die Politik?

Deutschlandfunk Kultur: Gefängnispsychologin im Männervollzug – Unter Straftätern (07.08.2022)
Gewaltdelikte sind das Fachgebiet der Psychologin Amelie Festag. In der Justizvollzugsanstalt Berlin-Moabit entscheidet sie über Hafterleichterungen für Schwerkriminelle. Festag würde sie gerne öfter befürworten. Aber dann zeigt sich: Der Schein trügt.

HR: Inflation und Gasmangel: Angst vor Energiesperren (05.08.2022)
Hohe Lebensmittel- und Gaspreise belasten immer mehr Menschen. Und im Winter könnte es noch heftiger werden. Was hilft, damit niemand im Kalten und Dunklen sitzen muss?

BR: Warum unsere Gesellschaft die Armen verachtet (05.08.2022)
Faul, frech, dreist – so ist der Arbeitslose, wie ihn die Bild-Zeitung zeigt. Kinder mit dem Namen Kevin sind dumm, suggeriert die FAZ. Um die Gesundheit der Bier trinkenden und Chips essenden „Unterschicht“ sorgt sich GEO-Wissen. Und Sachbücher beschwören die prekär lebende Frau als sexuell ungezügelt: mit 17 schon zwei Kinder und ein heiteres Leben mit jeder Menge Kindergeld. In jedem Fall sind „die da unten“ ein Problem und liegen in „spätrömischer Dekadenz“ dem Staat auf der Tasche – darüber sind sich Harald Schmidt und Thilo Sarrazin einig. Millionen ergötzen sich an Figuren wie „Cindy aus Marzahn“ und belustigen sich in Scripted-Reality-Soaps an der Konstruktion einer dummen, arbeitsscheuen „Unterschicht“. „Klassismus“ heißt der Begriff, den Feministinnen in den 70er Jahren in den USA prägten, um die Verachtung der unteren Klassen zu beschreiben. Diese Verachtung entsteht in einer Gesellschaft, deren Kulturschaffende sich selbst aus Mittel- und Oberschicht zusammensetzen – geht aber viel weiter. Sie trifft uns alle im Alltag: in der Schule, wo die Lehrerin übersieht, dass die Aufforderung, am nächsten Tag 22 Euro für die Klassenfahrt mitzubringen, manchen Kinder Herzrasen macht. In linken Kreisen, die durch einen ethischen Konsum die Welt verbessern wollen und verächtlich über Primark- und Lidl-Einkäufer*innen herziehen. Beim Zappen durch das Fernsehprogramm. Je stärker die Schere zwischen Arm und Reich auseinandergeht, desto mehr brauchen die einzelnen Menschen eine ideologische Rechtfertigung dafür, dass die Abgehängten es auch verdient haben. Ein Zündfunk Generator über die Dämonisierung der „Prolls“.

SWR: Frust im Klassenzimmer – Was hilft der Grundschule aus der Krise? (03.08.2022)
Schulleiter, die händeringend nach Lehrkräften suchen, Bildungsforscher, die über schlechte Leistungen der Kinder klagen, Eltern, die sich um die Zukunft ihres Nachwuchses sorgen: an vielen Grundschulen herrscht Krisenstimmung und das nicht nur wegen der Pandemie. Seit Jahren scheitert die Bildungspolitik an der Aufgabe, die Jüngsten fit im Rechnen, Schreiben und Lesen zu machen. Was läuft da schief? Und lässt sich das Versäumte aufholen? Michael Risel diskutiert mit Dr. Eva Franz – Professorin für Grundschulforschung an der Universität Trier und Vorstand im Grundschulverband Baden-Württemberg e.V., Heike Schmoll – Bildungsjournalistin, FAZ, Prof. Dr. Klaus Zierer – Erziehungswissenschaftler, Universität Augsburg

HR: Tatütata – Wie sehr brennt es bei der Feuerwehr? (03.08.2022)
Es brennt: Nicht nur im Süden Europas, auch im Osten Deutschlands und auch bei uns in Hessen.Die Klimaerwärmung bringt uns längere Hitzephasen, damit mehr Trockenheit und damit steigt die Waldbrandgefahr. Wie gut sind unsere Feuerwehren darauf eingestellt? Gibt’s genügend Nachwuchs? Und was muss sich in der Brandbekämpfung und auch Prävention schleunigst ändern? Was können wir von anderen Ländern lernen?

Deutschlandfunk Kultur: Rückkehr nach Asprovalta (02.08.2022)
Pavlos und seine Frau Anatoly kamen nach Deutschland, um zu arbeiten. „Gastarbeiter“ nannte man sie früher. Nun kehren sie nach vierzig Jahren Leben in Deutschland in die griechische Heimat zurück.

MDR: DIW-Studie: Das erhoffen sich Hartz IV-Empfänger vom Bürgergeld (05.08.2022)
Zum 1. Januar 2023 soll das Hartz-IV-System vom Bürgergeld abgelöst werden. Was Bedürftige davon erwarten, hat das DIW knapp 600 Langzeitarbeitslose gefragt. Die Ergebnisse stellt Studienleiter Jürgen Schupp vor. 

WDR: Gesundheit neu denken – Der Ruf nach einer sozialen Medizin (31.07.2022)
Das deutsche Gesundheitswesen gehört zu den teuersten der Welt. Doch es braucht selbst eine Therapie, um eine gute Versorgung für alle zu sichern.

SWR: Long Covid – schleichender Schaden für die Wirtschaft? (30.07.2022)
Andauernde Atemnot, neurologische Störungen, Fatigue-Syndrom, – das Krankheitsbild von „Long Covid“ ist diffus. Klar dagegen: die Zahl der Menschen, die noch lange nach ihrer Corona-Infektion unter Beschwerden leiden, wächst. Von einer „neuen Volkskrankheit“ ist bereits die Rede, denn die Betroffenen fallen oft monatelang oder dauerhaft für den Arbeitsmarkt aus. Manchen droht der soziale Abstieg.

DLF: Beschäftigte in der Pflege – Beruf oder Berufung (30.07.2022)
Für viele Beschäftigte in der Pflege ist der Job mehr als eine Tätigkeit zum Broterwerb, er ist Berufung. Wir haben Menschen begleitet, die als Intensiv- oder Altenpfleger arbeiten, beim ambulanten Pflegedienst, in der 24 Stunden-Pflege oder noch in der Ausbildung sind.

Deutschlandfunk Kultur: Soziologe Andreas Kemper über Chancenungleichheit – Wie Milieus in Deutschland zementiert werden (30.07.2022)
Gesellschaftliches Ansehen und beruflicher Erfolg hängen hierzulande stark von der sozialen Herkunft ab, sagt Andreas Kemper. Der Klassismus-Forscher sieht das deutsche Bildungssystem und Erbrecht als Hindernisse für Aufstiegschancen an.

SWR: Mehr als Vater, Mutter, Kind – Wie die Ampel das Familienrecht umkrempeln will (29.07.2022)
Für die Ampelkoalitionäre handelt es sich um eine längst überfällige Reform: Das Abstammungsrecht soll geändert werden. Und das sei erst der Anfang. Ist die angekündigte Reform-Orgie tatsächlich geeignet, Recht und Gesetz an die gesellschaftliche Wirklichkeit anzupassen?

DLF: Bildungsgerechtigkeit – Ungleiches ungleich behandeln? (28.07.2022)
Seit den 1960er Jahren soll Bildungsexpansion für mehr Chancengerechtigkeit sorgen. Doch wenn das Bildungssystem alle gleich fördert, ebnet man unterschiedliche Startchancen nicht ein. Ein großes bundesweites Forschungsprojekt geht jetzt neue Wege.

BR: Quereinsteiger in der Schule (28.07.2022)
Bald Zustände wie im Film „Fuck you Göthe?“ – bundesweit klagen Schulen darüber, dass sie zu wenig Lehrkräfte bekommen. Besonders Mittel- und Grundschulen sind betroffen. Auch Bayern beschäftigt inzwischen Akademiker ohne Lehramtsstudium. Sind Lehrer ohne Pädagogikstudium für die Schulen ein Gewinn? Gabriele Knetsch porträtiert zwei Menschen, die ihren Job gewechselt haben und Lehrer geworden sind.

Deutschlandfunk Kultur: Privatisierungen im Gesundheitssektor – Profit vor Pflege (27.07.2022)
Zahlreiche Krankenhäuser wurden in den vergangenen Jahrzehnten privatisiert, auch die Elbe-Jeetzel-Klinik. Ihr drohte dennoch zuletzt die Insolvenz, ein neuer Investor ist eingestiegen. Bürger und Beschäftigte machen sich Sorgen um die medizinische Versorgung.

SWR: Robotik in der Pflege (26.07.2022)
Die Zahl hilfsbedürftiger Senioren steigt. Angesichts 200.000 fehlender Fachkräfte werden daher die Möglichkeiten von Technik und künstlicher Intelligenz in der Pflege diskutiert. Das Schlimmste ist die Einsamkeit. Die Zeit, in der sich Pflegerinnen und Pfleger im Altenheim um einzelne Bewohner kümmern, ist knapp bemessen. Laut dem Deutschen Pflegerat fehlen bundesweit 200.000 Fachkräfte – Tendenz steigend. Zugleich leben in Deutschland mehr und mehr Menschen, die im Alter auf Hilfe angewiesen sind. Kann Technik in der letzten Zeit des Lebens etwas verbessern? Oder geht der Fortschritt auf Kosten der Menschlichkeit? Das beleuchtet die Folge im Gespräch mit Seniorinnen und Senioren, Pflegekräften und denen, die sich um die Zukunft einer guten Pflege Gedanken machen.

DLF: Verwahrlosung und Erschöpfung in deutschen Kitas: Und jetzt? Interview mit Rahel Dreyer, Erziehungswissenschaftlerin an der Alice Salomon Hochschule Berlin (25.07.2022) 
➞ dazu: Alice Salomon Hochschule Berlin: Verwahrlosung, Stress und Erschöpfung in vielen Kitas. Erziehungswissenschaftlerin Rahel Dreyer (ASH-Berlin) und Kinderpsychiater Michael Schulte-Markwort (Medical School Hamburg) schlagen Alarm (21.07.2022)

Deutschlandfunk Kultur: Kaum Bewegung beim kirchlichen Arbeitsrecht (24.07.2022)

BR: Wanderarbeiter auf deutschen Baustellen – Der Zoll bekommt mafiöse Strukturen nicht in den Griff (22.07.2022)
Wegen der Wohnungsnot boomt in Deutschland die Baubranche. Subunternehmen heuern Wanderarbeiter vorwiegend aus Rumänien und Bulgarien an, dann nur so kann das Auftragsvolumen erfüllt und gleichzeitig günstig abgewickelt werden. Die Männer schuften unter enormen Druck, haben wenig Pausen, oft keinen bezahlten Urlaub, teilen sich nachts ein Zimmer mit mehreren. Ihren Familien, die sie oft nur einmal im Jahr besuchen, schicken sie monatlich Geld. So sind mafiöse Strukturen entstanden, Sozialstandards werden nicht eingehalten. Der deutsche Zoll wiederum bekommt das Problem mangels Personal nicht in den Griff. Ludger Fittkau beschreibt einen Teufelskreis von Ausbeutung und Abhängigkeit mitten in Deutschland.

DLF: Alternativer Putzdienst – es geht auch fair bezahlt und gesundheitsfreundlich (22.07.2022)

Deutschlandfunk Kultur: Ex-Gangster Maximilian Pollux – Prävention statt Knast (22.07.2022)
Als gewalttätiger Gangster verbrachte er zehn Jahre im Gefängnis. Jetzt macht Maximilia Pollux das Gegenteil: Mit seinem Verein „SichtWaisen“ will er andere davon abhalten, in die Kriminalität abzurutschen, dreht Videos und macht Podcasts – mit großem Erfolg.

MDR: Grüne: Bürgergeld ist ein großer Schritt, Hartz IV zu überwinden (21.07.2022)
Zum neuen Jahr will Arbeitsminister Heil das Bürgergeld einführen. Dafür präsentierte er einen ersten Entwurf. Grünen-Sozialpolitiker Wolfgang Strengmann-Kuhn begrüßt die Pläne, sieht aber noch Diskussionsbedarf.

WDR: Warum leben zwei von drei Syrern von Hartz IV? (21.07.2022)
Auf der Flucht vor dem IS kamen viele Menschen aus Syrien nach Deutschland. Unternehmen hofften, dass sie den Fachkräftemangel beheben würden. Warum hat das nicht geklappt?

Deutschlandfunk Kultur: Arbeiten im Friseursalon – Wie Geflüchtete für ihre Familien rackern (21.07.2022)
Habib ist aus Afghanistan geflüchtet. Eine Ausbildung war seine Chance für ein Leben in Deutschland. Mittlerweile arbeitet er in einem Friseursalon – Vollzeit für 1500 Euro netto. Davon muss er auch die Familie in Afghanistan mitfinanzieren.

HR: Abgehängt – Wie können wir Grundschul-Kinder stärken? (21.07.2022)
Morgen läutet die Schulglocke zum letzten Mal – dann sind erstmal sechs Wochen Ferien. Und die haben viele Kinder auch nötig. Gerade auch die Jüngeren unter ihnen, Grundschülerinnen und Grundschüler, die mit Ausbruch der Pandemie eingeschult wurden. Denn die Lücken aus Corona bestehen fort, der Unterricht geht aber weiter. Und daran knabbern vor allen Dingen diejenigen Jungs und Mädchen, die vor der Pandemie schulisch schon Defizite hatten. Bildungs-Ferne im Elternhaus verschärft die Probleme noch – mangelnde Deutsch-Kenntnisse, aber auch die Schwierigkeiten im sozialen Miteinander. Das könnten, sollten, müssten die Schulen dann auffangen, aber das können sie nicht – sie sind ja selbst im Dauer-Ausnahme-Modus.

DLF: Gemeinschaft in der Kleinstadt. Gesellschaftliche Chancen statt Probleme sehen (21.07.2022)

Deutschlandfunk Kultur: Kaum Mutterschutz in den USA – Hilfe, unser Baby kommt! (19.07.2022)
In keinem anderen Industrieland der Welt ist die Situation für Mütter so hart wie in den USA: kein bundesweiter gesetzlicher Mutterschutz, arbeiten bis kurz vor der Geburt und schnell danach. Leidtragende sind Väter, Mütter und Kinder gleichermaßen.

DLF: Akademisierung der Pflege – Zu wenig Interessenten (18.07.2022)

Deutschlandfunk Kultur: Ambulante Pflege auf dem Land – Meine Mutter, die Dorfkrankenschwester (17.07.2022)
Christiane Weyrosta pflegt seit mehr als 30 Jahren alte und kranke Menschen in den eigenen vier Wänden. Sie liebt und lebt ihren Job, auch wenn sie ständig gegen Zeitdruck ankämpfen muss. Was das mit ihr macht, erzählt hier ihr Sohn Jonas Weyrosta.

SWR: 125 Jahre Caritas: Präsidentin Eva Maria Welskop-Deffaa zum größten Sozialverband Europas (14.07.2022)
Diese Hilfe äußere sich in der Form von Spenden. Fast 90 Millionen Euro wurden der Caritas im vergangenen Jahr gespendet: eine Rekordsumme. Allein in Deutschland hat der Verband über 42.000 Einrichtungen in der Gesundheit-, Jugend- und Sozialhilfe, dazu gehören unter anderem Kitas, Altenheime und ambulante Pflegedienste.

Deutschlandfunk Kultur: Hilfe für Suchtkranke – Der lange Weg ins cleane Leben (10.07.2022)
Eine warme Mahlzeit, saubere Spritzen, ärztliche Versorgung – das Drob Inn ist Hamburgs bekannteste Drogenhilfeeinrichtung. Geholfen wird auch denen, die raus wollen aus der Sucht. Mit Therapie, klaren Regeln und dem Glauben, dass es jeder schaffen kann.

DLF: Kinderarmut – Wenn das Geld nicht einmal für eine Woche Urlaub reicht (08.07.2022)
Statt Ferien am Meer bleibt nur der Spielplatz um die Ecke: Jedes fünfte Kind lebt in Armut, den Familien fehlt das Geld für Urlaub. Erziehungswissenschaftlerin Sabine Andresen fordert eine Sozialpolitik, die das Wohl der Kinder in den Blick nimmt.

DLF: Pflegende im Krankenhaus – Die Überlastung hat System (07.07.2022)
Ständige Überlastung, mangelhafte Versorgung der Patientinnen und Patienten – darüber klagen viele Beschäftigte in deutschen Krankenhäusern. Mit Streiks fordern sie bessere Arbeitsbedingungen und entsprechende Tarifverträge. Die Politik will das Krankenhaussystem grundlegend reformieren.

DLF: Sozialwissenschaftliche Daten – Fehlende Interdisziplinarität in der Pandemie (07.07.2022)
Die versuchte Evaluation der Corona-Maßnahmen hat es erneut deutlich gemacht: Auch in den Sozialwissenschaften gibt es ein Datenloch. Gründe seien politisches Desinteresse, hohe Ansprüche und ein Graben zwischen Geistes- und Naturwissenschaften, sagt Stefan Liebig, Professor für Soziologie an der Freien Universität Berlin und Direktor der größten Langzeitstudie Deutschlands, dem sozio-oekonomischen Panel.

NDR: Nur Bauen reicht nicht – der ungleiche Wohnungsmarkt (05.07.2022)
In den Großstädten explodieren die Wohnkosten. Dort befürchten selbst Durchschnittsverdienerinnen und -verdiener, dass sie sich ihre Mieten bald nicht mehr leisten können. Gleichzeitig standen in Deutschland im Jahr 2019 nach Angaben des „empirica“-Instituts 1,5 Millionen Wohnungen leer. Die Politik versucht, den Wohnungsmarkt vor allem durch Neubau zu entspannen. Aber geholfen hat das bisher nicht. Die Autoren zeigen in ihrer Sendung, warum nicht. Dafür haben sie sich den ungleichen Wohnungsmarkt genauer angeschaut. Sie waren in Anklam in Mecklenburg-Vorpommern und in Hamburg-Altona.

WDR: Wir finden niemanden – Fachkräftemangel in Deutschland (04.07.2022)
Sie fehlen an allen Ecken: Für immer mehr offene Stellen gibt es keine qualifizierten Arbeitskräfte. Der Fachkräftemangel in Deutschland hat sich im vergangenen Jahr deutlich verschärft.

HR: Personalmangel: Pandemie-Folge oder Dauerproblem? (02.07.2022)
Chaos an Flughäfen, Restaurants ohne Köche: gerade im Dienstleistungsbereich fehlt Personal. Corona hat die Lage verschärft. Helfen bessere Arbeitsbedingungen und Zuwanderung?

BR: Ärzte aus dem Ausland: Macht Deutschland es ihnen zu schwer? (30.06.2022)
Immer mehr Mediziner kommen aus dem Ausland, Tendenz steigend. In Bayern hat mittlerweile jeder vierter Arzt einen nicht-deutschen Abschluss. Wie integrieren sie sich? Wie einfach oder schwer ist ihr Weg in den Arztberuf in Deutschland?

Deutschlandfunk Nova: Die Erfindung der Hausfrau – Kulturwissenschaftlerin Evke Rulffes (30.06.2022)
Heiraten gilt als romantisch, als ein Zeichen der Liebe. Früher haben sich Frauen mit einer Heirat jedoch rechtlich ihrem Ehemann unterworfen. Er durfte bis in die 1970er-Jahre bestimmen, ob seine Frau neben ihrer Tätigkeit als Hausfrau arbeiten durfte. Kulturwissenschaftlerin Evke Rulffes erklärt in ihrem Vortrag, wie es dazu kommen konnte. Sie ist Kulturwissenschaftlerin und hat an der Humboldt-Universität zu Berlin über die Geschichte der Hausfrau promoviert. Ihren Vortrag „Die Erfindung der Hausfrau. Von der Herrin im Haus zur Dienerin des Ehemanns“ hat sie am 17. Mai 2022 im Rahmen der Vortragsreihe „Wohnen – Zwischen Obdach und Design“ am Kulturwissenschaftlichen Institut Essen gehalten.

SWR: Kampf ums Personal – Was hilft gegen den Fachkräftemangel? (29.06.2022)
Fachkräfte sind knapp. Die Folgen bekommen alle zu spüren: Handwerkertermine sind rar, viele Firmen suchen händeringend nach neuen Mitarbeitenden. Der demografische Wandel wird das Problem noch verschärfen. Was passiert, wenn den Betrieben die Arbeitskräfte ausgehen? Bedroht der Arbeitskräftemangel unseren Wohlstand – und am Ende auch den Kampf gegen den Klimawandel? Geli Hensolt diskutiert mit David Gutensohn – Redakteur „Zeit Online“, Dr. Lydia Malin – Kompetenzzentrum Fachkräftesicherung am Institut der deutschen Wirtschaft (IW), Dieter Westerkamp – Verein Deutscher Ingenieure e.V. (VDI).

SWR: Bekomme ich noch genug Rente? (25.06.2022)
So gut wie alles wird teurer – auch die Rente: Am 1. Juli steigen die Renten so stark wie seit Jahrzehnten nicht – um 5,35 Prozent! Gleichzeitig brodelt es im System: Immer weniger Menschen im Arbeitsleben finanzieren immer mehr Renten. Ein Ansturm von Millionen Babyboomern auf die Rentenkasse steht kurz bevor. Das bedeutet zusätzliche Milliardenausgaben. Doch was ist mit den Jungen? Bekommen sie noch genug Rente?

rbb: Unsere Polizei – ein guter Freund und Helfer? (23.06.2022)
Die Debatte mit Benjamin Derin und Oliver von Dobrowolski — Von der einfachen Verkehrskontrolle über den Schutz von Demonstrationen bis hin zur Terrorabwehr und Bekämpfung von Drogenkriminalität: Der Tätigkeitsbereich der Polizei erstreckt sich über große Teile des Alltags. Neuerdings werden auch aus dem Polizeidienst heraus dringende Fragen gestellt: Welche Aufgaben hat die Polizei und erfüllt sie diese? Was ist der Unterschied zwischen legitimer und illegitimer Polizeigewalt? Sollte die Polizei zu ihrer Kernaufgabe – der Sicherheit – zurückkehren und andere Bereiche sozialen Institutionen und Gesundheitseinrichtungen überlassen? Wer kontrolliert die Polizei und wie kann sie Vertrauen zurückgewinnen als „Freund und Helfer“ für alle?

Deutschlandfunk Kultur: 50 Jahre Leiharbeit – Immer auf dem Schleudersitz (22.06.2022)
Seit 50 Jahren gibt es Leiharbeit in Deutschland. Es sind oft prekäre Beschäftigungsverhältnisse. Doch in der Kranken- und Altenpflege sehen viele Leiharbeit sogar als Vorteil an. Die Soziologin Nicole Mayer-Ahuja erklärt, wo der Haken ist.

BR: Fordern oder doch besser Fördern – Wie Arbeitslose einen neuen Job finden (20.06.2022)
Corona, Flüchtlinge aus der Ukraine – die Arbeit der Mitarbeiter von Jobcenter und Arbeitsagenturen hat sich gehörig geändert. Konnten sich früher die Arbeitnehmer ihre Angestellten aussuchen, so stehen viele Betriebe aufgrund des Fachkräftemangels vor erheblichen Problemen. Claudia Köster und Kristin Gannott von der Arbeitsagentur für Arbeit und dem Jobcenter in Nürnberg gehen auf Spielplätze und sprechen junge Zuwanderer an, verteilen Flyer, um den Menschen einen Beruf oder eine Ausbildung ermöglichen zu können. Eleonore Birkenstock begleitet in Nürnberg auch Ukrainer, die vor allem eins wollen: arbeiten!

BR: Work hard? Warum Lohnarbeit nicht hält, was sie verspricht (19.06.2022)
Wir leben in einer Kultur, die uns sagt: Wer viel und hart arbeitet, kann alles erreichen. Wohlstand, Respekt, Erfüllung. Aber das stimmt nicht. Das große Versprechen unserer Elterngeneration kann der heutige Markt nicht mehr halten. Zeit, unser Mindset anzupassen.

Deutschlandfunk Kultur: Legalisierung von Cannabis – Psychiater warnt vor Folgen für Jugendliche (17.06.2022)
Können Jugendliche ausreichend geschützt werden, wenn Cannabis legalisiert wird? Der Psychiater Rainer Thomasius hält das für „ziemlich illusionär“ und warnt vor Hirnschäden, Entwicklungsstörungen und Suchtentwicklungen.

DLF: Tönnies und Co. – Zwei Jahre nach den Corona-Ausbrüchen in der Fleischindustrie (14.06.2022)
Vor zwei Jahren geriet die deutsche Fleischindustrie durch massive Corona-Ausbrüche und entsprechende Lockdowns für ganze Regionen stark unter Druck. Im Fokus standen die schlechten Arbeitsbedingungen und Beschäftigungsformen. Ein Gesetz sollte Ende 2020 für Abhilfe sorgen. Die Bilanz fällt gemischt aus.

Deutschlandfunk Kultur: Inklusion auf dem Arbeitsmarkt – Mein Traum von einem echten Job (10.06.2022)
Sein ganzes Leben hat Nikolai Prodöhl in einem sogenannten „geschützten Umfeld“ verbracht. Zuerst in der Förderschule, heute in einer Werkstatt für Menschen mit Beeinträchtigungen. Er fühlt sich ausgebremst und meint, das schaffe Exklusion statt Inklusion.

BR: Wenn es nicht mal mehr fürs Essen reicht – Tun wir genug gegen die Armut in Deutschland? (10.06.2022)
18,5 Prozent der Bevölkerung war 2021 die Armutsgefährdungsquote, laut Statistischem Bundesamt. Und die Inflation steigt. Die Situation für viele Menschen kippt. Hin in Richtung Armut. Aus 13,4 Millionen Betroffenen könnten bald mehr werden. Was brauchen die Menschen und was würde vor Armut schützen?

SWR: Fachkräfte-Notstand: Die dramatischen Auswirkungen des Personalmangels (04.06.2022)
Überall fehlen Fachkräfte – die Folgen bekommen wir alle zu spüren: Weil die Metzgerei um die Ecke dicht macht oder das Café in der Stadt Öffnungszeiten reduziert. Aktuell gefährdet der Personalengpass im Handwerk auch den Kampf gegen den Klimawandel. Gibt es Möglichkeiten, den Nachwuchsmangel in manchen Berufen zu stoppen?

WDR: Normalität – Arbeitsalltag in der Psychiatrie (31.05.2022)
Nervenklinik, Irrenanstalt, Klapsmühle – so hat man die Psychiatrie früher genannt. Die Zeiten sind vorbei. Das Stigma aber ist geblieben. Alina Andraczek hat dahinter geschaut und Normalität gefunden.

DLF: Fachkräftemangel in Ostdeutschland – Eine fehlende Generation und die Folgen (31.05.2022)
Die Generation der Babyboomer geht demnächst in Rente. In Ostdeutschland bedeutet das: Die letzten geburtenstarken Jahrgänge drängen aus dem Berufsleben. Durch die Abwanderung vieler in den Westen fehlt dazu vielerorts auch der generationelle Mittelbau. Sachsen-Anhalt ist besonders betroffen.

Deutschlandfunk Kultur: #IchBinArmutsbetroffen – Wege aus der Armutsfalle (31.05.2022)
Alleinerziehende, weniger Qualifizierte und Beschäftigte in schlecht bezahlten Berufen: Sie alle haben ein erhöhtes Armutsrisiko. Der Volkswirt Dieter Dohmen skizziert, wie man ihnen helfen könnte.

Deutschlandfunk Kultur: Strukturwandel in Gelsenkirchen – Kämpfen für den erneuten Aufstieg (31.05.2022)
Gelsenkirchen wurde groß durch Bergbau, Kohle, Eisen, Stahl – und stürzte dann in Armut und Arbeitslosigkeit. Doch viele Menschen hier glauben an den Weg aus der Krise. Sie kämpfen für eine bessere Zukunft der Stadt und für sie ganz persönlich.

DLF: Neues Modell in Berlin – Integriertes Gesundheitszentrum ohne Profitabsicht (29.05.2022)
In Berlin-Neukölln gibt es jetzt ein Stadtteil-Gesundheitszentrum mit Fachärzten, psychologischer Betreuung, Sozial- und Pflegeberatung unter einem Dach – das nicht profitorientiert arbeitet. Es ist das erste von 13 geplanten Zentren dieser Art. Ein Modell auch für andere Städte?

Deutschlandfunk Kultur: Kicken für Kost und Logis – Das Geschäft mit brasilianischen Nachwuchsfußballern (28.05.2022)
In Deutschlands Amateurligen träumen viele Brasilianer von einer Karriere als Fußballprofi in Europa. Sie wohnen in alten Bürogebäuden, bekommen kein Geld und sind trotzdem lieber hier als zu Hause. Zu Besuch bei einem Verein in der hessischen Provinz.

Deutschlandfunk Kultur: Moderne Nomaden – Die Illusion von der selbstbestimmten Arbeit (24.05.2022)
Corona hat mobiles Arbeiten selbstverständlich gemacht. Das Homeoffice kann am Strand sein. Während digitale Nomaden die neue Freiheit und Unabhängigkeit rühmen, erleben andere die Schattenseiten der mobilen Arbeitswelt, LKW-Fahrer beispielsweise.

DLF: Reformvorhaben der Regierung – Wie das Bürgergeld Hartz IV ersetzen soll (23.05.2022)
Die Ampelkoalition will Hartz IV reformieren. Mit dem neuen Bürgergeld sollen drastische Sanktionen für versäumte Termine oder abgelehnte Arbeitsstellen weitgehend entfallen. Bestimmte Defizite des deutschen Grundsicherungssystems lassen sich mit Gesetzesänderungen aber nur schwer beseitigen.

DLF: Assistierter Suizid in der Schweiz – Sterben auf Wunsch (22.05.2022)
In der Schweiz nehmen sich mehr Menschen mit Begleitung von Suizidhelfern das Leben als ohne Begleitung. Manche Experten sagen: So könnte es auch bei uns in zehn Jahren aussehen. Ist unser Nachbarland ein Vorbild für Deutschland oder muss uns die Entwicklung zu denken geben?

Deutschlandfunk Kultur: Rollentausch – Wenn Eltern Pflege brauchen (19.05.2022)
Nicht nur die Rollenverteilungen ändern sich, wenn die Eltern alt und hilfsbedürftig werden. Die Kinder müssen zusätzlich auch organisatorisch zu Höchstleistungen auflaufen. Das ist emotional schwer und kostet viel Kraft. Wie ist das zu schaffen?

DLF: Enttäuschte Retter in der Not – Frust bei Helfern und Geflüchteten wächst (19.05.2022)
Immer mehr Helfer mit Gästen aus der Ukraine haben das Gefühl, die Geflüchteten in ihrem Haus werden zu einer Herausforderung für die eigene Hilfsbereitschaft: Es geht um Sprachprobleme, Missverständnisse, Überforderungen – und manchmal auch Frust. Die Unzufriedenheit über deren Status quo nehmen einige als Undankbarkeit wahr.

NDR: Geflüchtete zweiter Klasse – Eine EU-Richtlinie und ihre Auswirkung (19.05.2022)
Der Krieg in der Ukraine ist brutal und schockierend und die von dort geflüchteten Menschen werden in Deutschland willkommen geheißen und nach Kräften unterstützt. Auch politisch wird vieles, was 2015 für Geflüchtete nicht möglich schien, jetzt kurzerhand umgesetzt. Für Ukrainer*innen mit gültigem Pass sind öffentliche Verkehrsmittel vielerorts kostenlos. Sie müssen im Gegensatz zu Geflüchteten aus Syrien, dem Jemen, Irak und Afghanistan keinen Asylantrag stellen, dürfen in privaten Unterkünften leben und haben keine Wohnsitzauflage, die sie zwingt, an einem Ort zu bleiben. Das liegt auch an einer EU-Richtlinie, die bereits lange existiert, in diesem Jahr aber erstmals aktiviert wurde

Tagesschau Podcast: Deutschland barrierefrei? Was dann? (19.05.2022)
Mal angenommen, Deutschland ist barrierefrei. Wie sehen unsere Städte aus? Lernen alle zusammen statt in extra Förderschulen? Gibt es mehr Chefinnen und Chefs mit Behinderung? Ein Gedankenexperiment.

HR: Der Wohlstand sinkt. Gut so? (18.05.2022)
Egal, ob Butter, Benzin oder Brokkoli – unser Leben ist teurer geworden. In Zahlen: Inflationsrate 7,4%. Der Wohlstand wird sinken, das ist klar. In den Worten von Bundesfinanzminister Lindner: „Der Ukrainekrieg macht uns alle ärmer“ und die Energiewende werde „rumpelig“ fügt Bundeswirtschaftsminister Habeck hinzu. Aber was heißt das, wenn der Wohlstand sinkt? Ist es das, was wir brauchen, um im Sinne der Klimawende endlich umzudenken? Oder ist diese Denkweise nur eine Verharmlosungs-Rhetorik für die gesellschaftlichen Folgen dieser Entwicklung? Schon jetzt zählt jede fünfte erwerbstätige Person in Deutschland zu den Geringverdienenden. Für viele Menschen bedeutet „sinkender Wohlstand“ schlichtweg Armut. Wer braucht eigentlich wie viel Wohlstand? Was ist Wohlstand überhaupt, kann man ihn messen? Und hängt er zwingend mit Wohlfühlen und Wohlergehen zusammen?

DLF: Pendlergeschichten – Wenn das Einkommen nicht für München reicht (14.05.2022)
In München wird Wohnen immer mehr zum Luxus. Mieten im Neubau zu durchschnittlich 19,58 Euro pro Quadratmeter können sich viele nicht leisten, die in der bayerischen Landeshauptstadt zum Beispiel im Dienstleistungssektor arbeiten. Sie leben in Vororten oder weit draußen auf dem Land. Reporter Tobias Krone hat für das Wochenendjournal Pendler begleitet: Mit einem Pförtner ist er U-Bahn gefahren, mit dem Auto 95 Kilometer bis ins Allgäu. Er war in einem sogenannten Schlafdorf unterwegs, trifft im Münchner Osten einen Pianisten, dem das Pendeln künftig droht. Und hoch im Norden der Republik eine Krankenschwester, die München resigniert den Rücken kehren musste.

DLF: Kein Interesse am Studium: Angehende Pflegekräfte machen lieber eine Ausbildung (12.05.2022)

DLF: Kriegsflüchtlinge und steigende Preis – warum der Andrang bei den Tafeln anhält (12.05.2022)

DLF: Pflegenotstand und Fachkräftemangel – Welche Probleme multikulturelle Pflegeteams bewältigen müssen (12.05.2022)
Ohne Zugewanderte stünde unser Gesundheitssystem vor dem Kollaps. Sprachprobleme und pflegerische Unterschiede führten in der Praxis aber immer wieder zu Konflikten in multikulturellen Teams, sagt Lisa Peppler vom Institut für medizinische Soziologie der Berliner Charité. So hat der Pflegeberuf in vielen Ländern einen anderen Status.

WDR: Mehr Bildungsgerechtigkeit durch Ungleichheit (11.05.2022)
Manche Kinder haben Eltern, die sie bei ihrer Bildung unterstützen können. Andere nicht. Ist es dann gerecht, in der Schule alle gleich stark zu fördern? Mit einem Schulsozialindex versucht NRW, Gelder zielgenauer auf die Schulen zu verteilen. Aber hilft das auch?

Deutschlandfunk Kultur: Stadtforscherin Tatjana Schneider – Einsatz für klimagerechte, soziale Städte (11.05.2022)
Gemüseanbau auf Häuserdächern, mehr Einzelhandel und kleine Fabriken im Stadtinneren: Die Architektin und Hochschulprofessorin Tatjana Schneider setzt sich für eine Stadtplanung ein, die sozialer und klimagerecht ist.

BR: „Lasst uns nicht allein!“ Pflegenotstand in häuslicher Pflege (09.05.2022)
Sonja Walser hält ihre sechsjährige Tochter Katharina im Arm – sie muss inhalieren. Im Anschluss darf sie heute hoffentlich die Grundschule besuchen – wenn die Pflegekraft nach Hause kommt. Seit Wochen zittert Mutter Sonja jeden Morgen, denn nur mit der Unterstützung einer Pflegekraft kann Katharina die erste Klasse besuchen – und Sonja Walser erledigt in der Zeit ihre Arbeit an der Hochschule Benediktbeuern. Doch seit Monaten sucht die Familie in Königsdorf händeringend Intensivpfleger/innen. Im Winter hat ihr einer der zwei Pflegedienste von einem Tag auf den anderen abgesagt – und dann stand die Familie mehr oder weniger alleine da. Und wie ihr geht es unzähligen Familien – bundesweit. Denn überall herrscht derzeit ein dramatischer Pflegenotstand – doch wie ist dieser überhaupt noch in der häuslichen Pflege zu bewältigen?  

DLF: Vision Inklusion – Wie Teilhabe wirklich gelingen kann (07.05.2022)
Rampen statt Treppen, Filme mit Untertiteln und betreutes Wohnen – das können nur erste Schritte sein, um eine Gesellschaft inklusiv zu gestalten. Denn für Menschen mit Handicap gibt es in weit mehr Lebensbereichen Hürden, die ein gleichberechtigtes und selbstbestimmtes Leben unmöglich machen. Und das obwohl Inklusion in der Bundesrepublik seit 2009 ein Grundrecht ist. Damit Menschen mit Behinderung zu ihrem Recht kommen, gibt es viele private Initiativen und innovative Projekte.

DLF: Eine EU-Richtlinie und ihre Auswirkungen – Unmut über ungleiche Behandlung von Kriegsflüchtlingen(06.05.2022)
Eine EU-Richtlinie, die bereits lange existiert, in diesem Jahr aber erstmals aktiviert wurde, sorgt für Unruhe und Verzweiflung. Auch in Deutschland. Denn die Richtlinie gesteht ukrainischen Flüchtlingen Leistungen zu, die andere Kriegsflüchtlinge nicht in Anspruch nehmen können.

DLF: Nach oben buckeln, nach unten treten. Warum Menschen Schwächere abwerten (05.05.2022)

WDR: Pflege: „Wir brauchen einen Masterplan“ (04.05.2022)
Laut einer Studie gibt es in Deutschland ein Potenzial von mindestens 300.000 zusätzlichen Vollzeit-Pflegekräften. Dafür müssten aber die Arbeitsbedingungen verbessert werden, sagt Michael Isfort, Deutsches Institut für angewandte Pflegeforschung.

WDR: Marode Schule ( 04.05.2022)
Undichtes Dach, gesperrte Stockwerke, nicht mal die Hälfte der Toiletten nutzbar: Die Gesamtschule Bockmühle in Essen ist schon seit Jahren marode. Ein Neubau soll 2028 fertig sein – doch bis dahin, so befürchten Lehrkräfte, Eltern und Schüler, wird nichts mehr in die alte Schule investiert. Julia Schöning über die Stimmung vor Ort.

HR: Mehr als nur Sprachbarrieren – Ukrainer und der deutsche Arbeitsmarkt (03.05.2022)
Etwa 390.000 Menschen sind aus der Ukraine nach Deutschland geflüchtet. 84 Prozent sind Frauen, viele von ihnen mit Kindern. Die Ukrainerinnen sind gut ausgebildet, etwa drei Viertel haben ein abgeschlossenes Studium, mehr als 90 Prozent Abitur. Doch für diese Frauen ist vor allem die Kinderbetreuung wesentlich, um einen Arbeitsplatz zu finden.

DLF: DigitalPakt Schule: Soziale Kluft wird durch ungleich verteiltes Geld verstärkt (03.05.2022)

Deutschlandfunk Kultur: Alterskriminalität – JVA statt Altenheim (03.05.2022)
Die Kriminalität von über 70-Jährigen nimmt in Deutschland zu. Betrug, Diebstahl und leichte Körperverletzungen führen die Statistik an. Viele Haftanstalten müssten sich auf Bedürfnisse älterer Menschen einstellen, so der Gerontologe Stefan Pohlmann.

BR: Arbeiten im Alter – Will ich? Darf ich? Kann ich noch? (01.05.2022)
Die einen wollen so früh wie möglich in Rente gehen, ihren Ruhestand genießen. Die anderen müssen mit ihrem Beruf aufhören, weil ihr Körper nicht mehr mitspielt. Und dann sind da noch die, die länger arbeiten müssen als bis zur Rente und die, die länger arbeiten wollen. Seit bald 150 Jahren versucht das deutsche Rentensystem etwas unglaublich Individuelles zu vereinheitlichen: Die Erwerbsbiografien aller Bürgerinnen und Bürger. Doch das wird immer schwieriger. Wie könnte man das ändern?

DLF: Bluttests auf Down-Syndrom als Kassenleistung – Ethik und Elternglück (01.05.2022)
Wenn eine Schwangere wissen möchte, wie hoch ihr Risiko ist, ein Kind mit Down-Syndrom zu bekommen, kann sie einen einfachen Bluttest machen lassen. Bisher mussten die werdenden Mütter dafür selbst zahlen. Jetzt werden die Tests zur Kassenleistung. Aus ethischer Sicht ist das umstritten.

DLF: Gründerin Lisa Jaspers – Für eine menschenzentrierte und nachhaltige Arbeitswelt (01.05.2022)
Lisa Jaspers, Gründerin von „Folkdays“, einem Berliner Unternehmen für „Contemporary Fair-Trade Design“, fordert eine Revolution der Arbeitswelt. Selbstbestimmter sollte diese sein, ohne Ausbeutung von Menschen oder Ressourcen. Ziel ist dann nicht der Erfolg eines Unternehmens, sondern wertebasiertes Arbeiten.

SR: Anders Arbeiten. Wie die Pandemie die Arbeitswelt verändert hat (30.04.2022)
Homeoffice, Kurzarbeit oder Jobverlust- mit Beginn der Corona-Pandemie hat sich für Viele der Arbeitsalltag verändert. Wie haben Beschäftigte diese Zeit erlebt? Und was ist davon nach zwei Jahren geblieben?

Deutschlandfunk Nova: Assistierter Suizid – Medizinrechtsanwältin Birgit Schröder (29.04.2022)
Im Februar 2020 hat das Bundesverfassungsgericht entschieden: § 217 Strafgesetzbuch ist verfassungswidrig – der Paragraph hatte bis dahin geschäftsmäßige Sterbehilfe in Deutschland verboten. Seither ist das selbstbestimmte Beenden des eigenen Lebens in Deutschland gesetzlich ungeregelt. Der Gesetzgeber muss Abhilfe schaffen. Birgit Schröder, Fachanwältin für Medizinrecht, erklärt in ihrem Vortrag die juristischen Grundlagen.

DLF: Made in Bulgaria – In den Nähfabriken der globalen Mode-Industrie (23.04.2022)
Ein Großteil der Kleidung, die Modegeschäfte rund um den Globus anbieten, wird unter prekären Bedingungen hergestellt. Das Label „Made in Europe“ verspricht hingegen ein gutes Gewissen mit Blick auf Lohn, Arbeitsschutz und Arbeitnehmerrechte. Und doch können Näher in Bulgarien kaum von ihrem Lohn leben.

BR: Medizinische Versorgungszentren – Zwischen Profit und Gesundheit (29.03.2022)
Seit rund eineinhalb Jahrzehnten können Praxisärzte in einer besonderen Rechtsform zusammenarbeiten: Medizinische Versorgungszentren (MVZ) können weit stärker als traditionelle Gemeinschaftspraxen wie Unternehmen arbeiten: Sie können ohne Probleme angestellte Ärzte beschäftigen und Kapital von außen einsammeln. Finanzinvestoren nutzen das und lassen immer mehr Geld in diesen Bereich fließen.

BR: Falle Sozialversicherung – geschiedene Bäuerinnen in Not (20.04.2022)
237 Euro – so hoch ist die Rente für mithelfende Bäuerinnen derzeit. Denn in der Landwirtschaft gilt Rente nur als zweites Standbein. Der Rest: Pachteinnahmen, familiäre Unterstützung. Scheidung kann so die Armutsfalle bedeuten.

BR: Kiffen erlaubt: Was bringt die geplante Cannabis Freigabe? (20.04.2022)
„Wir führen die kontrollierte Abgabe von Cannabis an Erwachsene zu Genusszwecken in lizenzierten Geschäften ein“, so heißt es wörtlich im Koalitionsvertrag der Ampelregierung. Auch wenn das Vorhaben gerade auf Eis liegt wegen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine, so ist die Legalisierung doch ein Thema, das viele bewegt: Was bringt die Cannabis-Freigabe? Wie sollte sie umgesetzt werden? Fragen im Dossier Politik mit Thies Marsen am Mikrofon und Studiogast Heino Stöver, Professor für sozialwissenschaftliche Suchtforschung an der Frankfurter Fachhochschule University of Applied Sciences.

Deutschlandfunk Kultur: Von der Hand in den Mund – Wenn Arbeit kaum zum Leben reicht (18.04.2022)
Sie arbeiten in der Pflege, als Reinigungskraft oder liefern Essen aus. Sie stecken in Minijobs, schlecht bezahlten Vollzeitstellen oder verdingen sich als digitale Tagelöhner – oft so schlecht bezahlt, dass es kaum zum Leben reicht. In dieser Reportage stellen wir fünf Menschen vor, bei denen genau das zutrifft.

DLF: Beruf des Schäfers – Mit 800 Tieren unterwegs im Elsebachtal (16.04.2022)
Den ganzen Tag an der frischen Luft sein, gemütlich mit den Schafen durch die Lande ziehen oder ein bisschen Rast auf der Wiese machen. Die Schäferidylle wurde oft besungen, doch die Realität sieht anders aus. Es ist einer der ältesten und härtesten Berufe in der Landwirtschaft. Gerade einmal 900 Berufsschäfer gibt es noch in Deutschland. Wie sieht ihr Alltag aus?

SW: Sterbende nicht allein lassen (15.94.2022)
Seit Februar 2020 sind Sterbehilfevereine in Deutschland wieder aktiv. Sie nutzen eine Grauzone und Gesetzeslücke: Das Gesetz zum Verbot der geschäftsmäßigen Sterbehilfe gilt nicht mehr, die Sterbehilfe muss erst neu geregelt werden. In den Kirchen wird die Sterbehilfe kontrovers diskutiert. Einige prominente Protestantinnen und Protestanten plädieren dafür, auch in evangelischen Einrichtungen Sterbehilfe zuzulassen. Wir sprechen mit Menschen, die ihre Angehörigen bei der Hilfe zum Sterben begleitet haben. Und mit Menschen, die entschlossen sind, notfalls Sterbehilfe in Anspruch zu nehmen.

BR: Klinik-Krise nach Corona-Krise? – Versorgung zwischen medizinischer Expertise und wirtschaftlichen Zwängen (10.04.2022)
60 Prozent aller deutschen Kliniken gehen davon aus, dass sie im vergangenen Jahr ein Defizit gemacht haben. Kleinen Kliniken droht die Schließung von Abteilungen oder das komplette Aus. Aber auch die medizinische Kompetenz entscheidet über den Fortbestand. Und die ist in größeren Krankenhäusern oft deutlich größer als in kleinen.

DLF: An Mamas Seite – Wie Österreich die Pflege organisiert (09.04.2022)
Viele Pflegebedürftige in Österreich möchten zuhause betreut werden: Von Angehörigen, die sich im Burgenland vom Staat anstellen lassen können oder auch von 24-Stunden-Pflegerinnen aus den osteuropäischen Ländern. Österreich gilt als Vorbild, wenn es um die Organisation der Pflege gilt. Doch das System gerät durch eine alternde Gesellschaft unter Druck.

Deutschlandfunk Nova: Bedingungsloses Grundeinkommen macht uns resilient – Ökonom Bernhard Neumärker (18.03.2022)
Viele Menschen haben während der Corona-Pandemie ihre Arbeit verloren. Der Staat hat versucht, das mit Kurzarbeitergeld und Soforthilfen aufzufangen. Das war teuer, bürokratisch und konnte trotzdem nicht alle Existenzängste beseitigen. Mit einem Bedingungslosen Grundeinkommen würde das deutlich besser gelingen, argumentiert Bernhard Neumärker in seinem Vortrag. Mit seinem Team hat Bernhard Neumärker verschiedene Modelle durchgerechnet und kommt am Beispiel der Corona-Maßnahmen zu dem Schluss, dass ein Grundeinkommen letztlich sogar günstiger gewesen wäre als die Finanzierung der unterschiedlichen Corona-Maßnahmen.

BR: Armut bei jungen Erwachsenen: Wenn Kinder die Eltern finanziell unterstützen (09.03.2022)
Schullektüre für 5 Euro, frische Brezen zum Frühstück; den Eintritt ins Schwimmbad: In Familien mit wenig Geld sind das Investitionen, die nicht einfach so möglich sind. Für die Kinder, die in armen Familien aufwachsen, ist das belastend. Und wenn sie erwachsen werden und ihr erstes Geld verdienen, wird es häufig nicht leichter, denn solange sie in mit ihrer Familie unter einem Dach wohnen, sind sie Teil der Bedarfsgemeinschaft – und müssen somit Verdienst abgeben. Was bedeutet es, wenn junge Erwachsene für ihre Familien aufkommen müssen?

Deutschlandfunk Kultur: Kirchenaustritte: Brechen damit auch soziale Leistungen weg? Interview mit Carsten Frerk (13.04.2022)

Deutschlandfunk Kultur: Politologe Lukas Haffert – Der Konflikt zwischen Stadt und Land wächst (09.04.2022)
Die unterschiedlichen Lebenswelten in der Stadt und auf dem Land drücken sich auch immer mehr in Wahlergebnissen aus. So sind die urbanen „Grünen“ in den Metropolen stark, die AfD eher auf dem Land. Und der Politologe Lukas Haffert sieht wachsendes Konfliktpotenzial.

DLF: Syrische Flüchtlinge in der Türkei – Schutz ohne sichere Zukunft (08.04.2022)
Etwa vier Millionen Flüchtlinge aus Syrien hat die Türkei aufgenommen. Sie erhalten Schutz vor Abschiebung, Zugang zum Gesundheitswesen, zu Schulen, Universitäten und sozialen Diensten. Doch Aussicht auf legale Arbeit und Staatsbürgerschaft kann und will ihnen der türkische Staat nicht zugestehen.

DLF: DDR-Sozialisation Umbruch. Der geringere Gender-Pay-Gap in Ostdeutschland (07.04.2022)

HR: Ford-Entwicklung am laufenden Band – Wie die Arbeitswelt immer wieder neu erfunden wird (07.04.2022)
»Henry Ford, benannt nach der gleichnamigen Automarke, gilt als „Erfinder“ des Fließbands. Das setzte seinerzeit, vor mehr als 100 Jahren, eine gewaltige Umwälzung der industriellen Arbeits- und Produktionsprozesse in Gang. Mehr Work-Flow als am Fließband? Damals undenkbar! Ford, der schillernde Initiator dieser revolutionären Entwicklung, ist heute auf den Tag genau vor 75 Jahren gestorben. Aber das Arbeitsleben ist seitdem natürlich weitergegangen, mit vielen weiteren Umwälzungen im Laufe der Jahrzehnte bis hin zur heutigen Fabrik und erst recht auf dem Weg zur Fabrikation der Zukunft. Umwälzungen, die auch unsere Gedanken rotieren lassen sollten. Denn wie einst der „Fordismus“ haben auch sie tiefgreifende Folgen für die Industrie, ihre Beschäftigten und für die Gesellschaft, in der wir alle leben.«

DLF: Umnutzen und neu denken – Konzepte für bezahlbares Wohnen (03.04.2022)
In Deutschland fehlen hunderttausende Wohnungen, vor allem im bezahlbaren Segment. Deshalb möchte die Ampelkoalition das Angebot erhöhen und 400.000 neue Wohnungen bauen – pro Jahr. Es kann aber auch sinnvoll und attraktiv sein, Bestandsimmobilien umzunutzen. Gerade in den Städten, wo es kaum Bauland gibt.

DLF: Philosoph Michael Quante – Sinn und Selbstwert des arbeitenden Menschen (03.04.2022)
„Wir erleben die Fließbandisierung der sozialen Berufe“, sagt der Philosoph Michael Quante. Wer aber Pflege auf Versorgung reduziere, Bildung auf Ausbildung und Medizin auf Reparatur, werde der Sinnhaftigkeit dieser Arbeit nicht gerecht. Mit Karl Marx glaubt Quante an eine „sozial gerechte, befreite“ Wirklichkeit.

SWR: Pflegeheime in der Pandemie – Isolation und Einsamkeit (24.03.2022)
Menschen in Altenheimen sollen vor Corona geschützt werden, doch das hat teils gravierende Folgen: Einsamkeit und Depression, körperlicher Abbau. Vielen fehlt die soziale Teilhabe. Eines scheint allerdings klar: Pflegebedürftige sollen nicht mehr pauschal von der Außenwelt und ihren Angehörigen isoliert werden.

Deutschlandfunk Kultur: Lieferdienste in New York – Revolution des Einzelhandels (24.03.2022)
Nur 15 Minuten nach dem Klick sollen die Lebensmittel nach Hause kommen. Damit werben Lieferdienste in New York und revolutionieren somit den Einzelhandel. Oft auf dem Rücken der Fahrer, die sich jetzt das Recht erkämpften, auf Toilette zu gehen.

Deutschlandfunk Kultur: Strukturwandel in Gelsenkirchen – Raus aus der „Vergeblichkeitsfalle“ (22.03.2022)
Gelsenkirchen ist groß geworden durch den Bergbau, Kohle, Eisen und Stahl – und dann tief gestürzt in Armut und Arbeitslosigkeit. Die großen politischen Probleme stehen auf der Tagesordnung. Wie lebt es sich dort, und wie kann es wieder aufwärts gehen?

DLF: Arbeitsmarkt – Die Ausbeutung von Wanderarbeitern in Deutschland (21.03.2022)
Armut hat viele Gesichter. Ausbeutung auch. Und es gibt sie auch in einem reichen Land wie Deutschland. Betroffene schildern, wie ihnen grundlegende Rechte vorenthalten werden. Und wie im Ernstfall keiner etwas davon wissen will.

HR: Emanzipation der Arbeitnehmer: Wie Corona unsere Arbeitsmoral verändert hat (18.03.2022)
Die Corona-Pandemie hat uns Zeit zum Nachdenken gebracht. Das hat dazu geführt, dass immer mehr Arbeitnehmer ihren Job reflektieren und unter den alten Bedingungen nicht mehr arbeiten wollen. Schwappt die große Kündigungswelle aus den USA auch zu uns?

Deutschlandfunk Nova: Bedingungsloses Grundeinkommen macht uns resilient – Ökonom Bernhard Neumärker (18.03.2022)
Viele Menschen haben während der Corona-Pandemie ihre Arbeit verloren. Der Staat hat versucht, das mit Kurzarbeitergeld und Soforthilfen aufzufangen. Das war teuer, bürokratisch und konnte trotzdem nicht alle Existenzängste beseitigen. Mit einem Bedingungslosen Grundeinkommen würde das deutlich besser gelingen, argumentiert Bernhard Neumärker in seinem Vortrag. Mit seinem Team hat Bernhard Neumärker verschiedene Modelle durchgerechnet und kommt am Beispiel der Corona-Maßnahmen zu dem Schluss, dass ein Grundeinkommen letztlich sogar günstiger gewesen wäre als die Finanzierung der unterschiedlichen Corona-Maßnahmen.

SWR: Solidarität unter Druck – Was können Gewerkschaften noch leisten? (17.03.2022)
Die Gewerkschaften verlieren Mitglieder, mehr als je zuvor; beim DGB betrug der Schwund letztes Jahr 120.000. Außerdem mangelt es an Frauen und an Nachwuchs. Wozu brauchen wir noch Gewerkschaften? Welche Rolle spielen sie beim Zusammenhalt der Gesellschaft? Marion Theis diskutiert mit Prof. Dr. Klaus Dörre – Soziologe, Universität Jena, Dr. Ursula Weidenfeld – Wirtschaftsjournalistin, Susanne Wingertszahn – DGB Rheinland-Pfalz/Saarland

DLF: Cannabis als Genussmittel – Mit legalen Strukturen gegen den illegalen Markt (17.03.2022)
Trotz anhaltender Kritik will die Ampelkoalition Cannabis als Genussmittel für Erwachsene freigeben. So will sie den Schwarzmarkt austrocknen, Drogenkriminalität bekämpfen und Konsumenten aus der Illegalität holen. Die Legalisierung von Cannabis aber ist ein politisches und gesellschaftliches Mammutprojekt.

DLF: Einrichtungsbezogene Impfpflicht – Die Pflege- und Gesundheitsbranche im Zwiespalt (15.03.2022)
Alle, die in der Gesundheits- und Pflegebranche tätig sind, müssen ab heute einen Impf- oder Genesenenstatus vorlegen. Das wurde im Dezember im Bundestag beschlossen. Bundesweit finden seitdem Proteste statt. Für die Gegner gilt: Die Impfpflicht ist ein Eingriff in ihre Selbstbestimmung. Droht jetzt ein akuter Pflegenotstand?

SR: „Die ewige Aushilfe“ – Passen Minijobs noch in unsere Zeit? (11.03.2022)
Etwas dazu verdienen – manche wollen das, andere müssen eine geringfügige Beschäftigung annehmen. Vor allem Frauen sind Minijobber. Warum? Muss sich an der Struktur nicht grundlegend etwas ändern?

DLF: Klinik-Krise – Wie Deutschlands Krankenhäuser wirtschaftlich überleben können (05.03.2022)
Schon vor der Corona-Pandemie steckten viele Krankenhäuser in Deutschland in den roten Zahlen. Und trotz der Milliarden-Zuschüsse sind inzwischen noch mehr Kliniken nicht mehr wirtschaftlich. Die Stimmen nach einem grundlegenden Umbau der Krankenhauslandschaft in Deutschland werden lauter.

DLF: Neue Utopien für soziale und ökologische Nachhaltigkeit (03.03.2022)

DLF: Betriebsratswahlen – Mitbestimmen statt Befehle empfangen (26.02.2022)
Die Betriebsratswahlen am 1. März stellen einen Generationenwechsel von Räten mit linkem Selbstverständnis hin zu einer jungen Generation mit mehr kämpferischer Einstellung nach den Erfahrungen der Wende dar. Aber auch rechte Kandidaten drängen in die Betriebsräte – und der IG Metall droht bei Tesla eine symbolische Schlappe bei den Betriebsratswahlen.

BR: Zwischen Lavendel und Fremdenhass – Rechtsradikale Gemeinden im Süden Frankreichs (27.02.202)
Bei den Regionalwahlen 2021 in Frankreich blieben rechtsnationale Kräfte zwar weitgehend erfolglos. Trotzdem sind sie nicht auf dem Rückzug. Insbesondre in der Provinz PACA, Provence Alpes Cotes d’Azur. Christian Sachsinger über rechtsradikale Gemeinden in Südfrankreich kurz vor den Präsidentschaftswahlen.

DLF: Stimmen aus der Banlieue – Auch wir sind Frankreich (26.02.2022)
Vor allem Politiker des rechten Randes warnen vor der Banlieue als Bedrohung für ganz Frankreich. In den Randgebieten der französischen Großstädte leben über fünf Millionen Menschen, häufig mit einer Migrationsgeschichte. Viele sehen sich und ihr Leben falsch dargestellt und wehren sich dagegen.

BR: Die Geschichte der Arbeitsmoral – Drückeberger, Leistungsträger, Workaholics (24.02.2022)
Arbeitsmoral, das ist eine schwierige Sache. Meist beklagt man ein zu wenig als ein zu viel davon. Aber warum eigentlich? – Ein Blick in die Geschichte zeigt: Die Verknüpfung von Arbeit und Moral ist eine Erfindung der Neuzeit. Heute hat Arbeitsmoral weniger mit althergebrachten Werten zu tun, als mit den realen Arbeitsbedingungen.

BR: Beruf: Hausfrau – Die Geschichte einer Arbeiterin (24.02.2022)
Die klassische „Hausfrau“ ist tot. Oder doch nicht? Wer kocht, putzt und wäscht, wenn alle arbeiten? Und wann entstand das Bild der „Hausfrau“?

DLF: Die Diskussion über andere Wochenarbeitszeiten – nur etwas für die Elite? (24.02.2022)

NDR: Die Lehrerlücke: An Schulen fehlen die Fachkräfte (24.02.2022)
Die Corona-Jahre haben es deutlich gezeigt: Schule ist viel mehr als Bildungsvermittlung. Schule ist sozialer Lernort, Schule ist wichtig für die Psyche der Kinder, Schule kann gar nicht wichtig genug genommen werden. Dennoch: Oft fällt in deutschen Schulen der Unterricht aus. Und das nicht nur wegen Corona. Lehrer sind überlastet, geben ihren Job auf – oder beenden die Ausbildung erst gar nicht. Ein Strukturproblem: Es gibt immer mehr schulpflichtige Kinder – aber zu wenige Lehrerinnen und Lehrer. Alles bekannt. Doch Gegensteuern ist schwierig – berichtet Armin Himmelrath.

Deutschlandfunk Kultur: Suizide in der DDR – Geheime Verschlusssache (23.02.2022)
In der DDR war die Suizidrate europaweit am höchsten. Geforscht werden durfte dazu aber nicht, Statistiken blieben geheim. Manche widersetzten sich dem Forschungsverbot und nach dem Mauerfall wurden sogar verlorengeglaubte Akten wiedergefunden.

Deutschlandfunk Kultur: Hochlohn-Kreis Böblingen – Warum im Ländle viele viel verdienen (23.02.2022)

Deutschlandfunk Kultur: Kreis Saale-Orla in Thüringen – Wo viele wenig verdienen (22.02.2022)
Der Kreis Saale-Orla in Thüringen ist trauriger Spitzenreiter: Kaum irgendwo in Deutschland arbeiten so viele Menschen im Niedriglohn-Sektor wie dort. Obwohl sie Vollzeit arbeiten, reicht der Lohn kaum aus. Aber es gibt auch positive Gegenbeispiele.

HR: My home is my office. Wie lange noch? (22.02.2022)
Corona kreißte und gebar aus dieser Not (wie neu) das Homeoffice. Was daraus inzwischen entstanden ist an heimischen Arbeitstischen, Arbeitsräumen, Arbeitsweisen, das ist für die einen auch nach zwei Jahren Pandemie immer noch eine Notlösung. Viele andere dagegen witterten von Anfang an die Gelegenheit, endlich aus der Not die ersehnte Tugend zu machen. Aber nun, da immer lauter über ein näher rückendes Ende der Not nachgedacht wird, winkt oder droht womöglich auch dem Homeoffice der Feierabend. „Endlich!“, rufen die einen. „Bitte nicht!“, rufen die anderen und suchen deshalb Heil im Bundesarbeitsministerium. Die Gretchenfrage lautet also: Welchen Platz hat, welchen Komfort bietet und welche Räume öffnet das Homeoffice in der post-pandemischen Arbeitswelt?

SWR: Erzieherinnen im Stress: Was ist uns Kinderbildung wert? (22.02.2022)
Erzieherinnen machen einen Höllenjob: Ständig unter Strom, dauernd beansprucht, mäßig bezahlt; dazu die Verantwortung für Kinder, das kostbarste Gut, was wir haben. In der anstehenden Tarifrunde fordern sie bessere Arbeitsbedingungen, mehr Geld und Maßnahmen gegen den Personalmangel. Das könnte teuer werden für Staat und Steuerzahler. Was wollen wir uns frühkindliche Bildung kosten lassen?

SWR: Kinder und Kosten – Was ist uns frühe Bildung wert? (21.02.2022)
Lärm, Zeitdruck, Kollegenmangel: Erzieherinnen machen einen Höllenjob mit viel Verantwortung. Das wird wenig anerkannt, dabei stellen sie wichtige Weichen für die Zukunft der Kleinsten. Am Freitag beginnt die Tarifrunde. Ist Kinderbildung Luxus? Wieviel davon wollen wir uns leisten? Marion Theis diskutiert mit Anja Braekow – Verband Kita-Fachkräfte Baden-Württemberg, Dr. Sina Veronika Fackler – Deutsches Jugendinstitut, Markus Zwick – Oberbürgermeister Pirmasens

Deutschlandfunk Kultur: Polizist und Autor Oliver von Dobrowolski – Im Einsatz für eine bessere Polizei (21.02.2022)
Als Kriminalhauptkommissar arbeitet Oliver von Dobrowolski an Berlins sozialen Brennpunkten. Offen kritisiert der Polizist Missstände in den eigenen Reihen. Für eine „bessere Polizei“ hat der 46-Jährige die Initiative „BetterPolice“ gegründet.

Deutschlandfunk Kultur: Gesetzliche Betreuung – Ein Mensch ist keine Akte (20.02.2022)
Katharina Wagner bekommt ihre Klienten von einer Behörde zugewiesen. Oft sind diese krank, psychisch eingeschränkt, manche obdachlos. Alle brauchen ihre Zeit, ihre Hilfe. Katharina Wagner schafft das irgendwie. Die Geschichte einer Alltagsheldin.

DLF: Altruismus – Der Mensch in Zeiten der Katastrophe (20.02.2022)
In Katastrophensituationen neigt der Mensch zu Massenpanik, hat ein Gefühl der Ohnmacht und Egoismus und kriminelle Verhaltensweisen nehmen zu: so drei gängige Annahmen. Zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen offenbaren jedoch ein deutlich optimistischeres Bild des Menschen.

DLF: Das Ende der Truckerromantik – Ausbeutung auf der Autobahn (19.02.2022)
LKW-Fahrer haben einen knallharten Job: Sie fahren tausende Kilometer kreuz und quer durch Europa, immer unter Zeitdruck. Ihr Wohn- und Schlafzimmer ist die Führerkabine, oft sind sie wochenlang nicht zu Hause. Manfred Götzke hat mit osteuropäischen Fahrern über ihr Leben auf der Straße gesprochen – und war mit einem deutschen Trucker auf Tour, der ihm erzählt hat, wie sich seine Arbeit verändert hat.

HR: Von Heimlichtuereien und Kündigungen: Betriebsratswahlen mit Hindernissen (18.02.2022)
Meistens ist es kein großes Thema. Aber immer wieder kommt es bei der Wahl zum Konflikt. Von März bis Mai wird wieder gewählt und so einfach wie im Gesetz ist es nicht immer.

DLF: Investitionen in frühkindliche Bildung – Bildungsexpertin: Kita schafft Grundlage für positiven Bildungsverlauf (18.02.2022)
Etwa zehn Prozent der 18- bis 25-Jährigen in Deutschland bricht die Schule ohne Abschluss ab. Die Basis für eine erfolgreiche Bildungskarriere werde aber bereits früher, in der Kita gelegt, sagte Bildungsexpertin Anette Stein. Dafür brauche es ausreichende Ressourcen und qualifiziertes Fachpersonal.

BR: Krankenbesuche in der Pandemie – Pflegende, Patienten und Angehörige zwischen Menschlichkeit und Infektionsschutz (18.02.2022)
Welch wichtige Rolle Angehörige von Klinikpatienten bei Heilungsprozessen spielen, zeigt sich in aller Deutlichkeit, wenn sie – wir zurzeit pandemiebedingt – kaum oder gar nicht in die Klink dürfen. Manches kann durch das Krankenhauspersonal kompensiert werden, doch bei Weitem nicht alles. Pflegende und Patientenvertreter berichten, was sie erleben.

BR: Was, wenn die künstliche Intelligenz übernimmt? (16.02.2022)
KI wird in immer mehr Unternehmen eingesetzt. Manchmal um die Mitarbeiter von Routinearbeit zu entlasten, manchmal aber übernehmen die Computer auch die Entscheidungen und damit dreht sich das Verhältnis um: Der Mitarbeiter wird zum Handlanger der Maschine. Beispiel Banken. Dort übernehmen manchmal Roboter schon die Anlageentscheidung eines Investmentfonds. Und manchmal, da ersetzt die KI den Menschen sogar komplett.

NDR: Recht auf Faulheit? Wie die Pandemie unsere Arbeit verändert (17.02.2022)
Die Corona-Pandemie war und ist für alle eine Belastung. Doch der verordnete Stillstand ließ viele Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen auch Aufatmen, bedeutete eine Pause. Kurzarbeit und Homeoffice gaben Raum für das eigene Ich und die Frage: Wie will ich leben? Wie will ich arbeiten? Und wie viel will ich arbeiten? In den USA entstand aus solchen Überlegungen die „AntiWork“- Bewegung. Sie setzt sich für bessere Arbeitsbedingungen, mehr Autonomie und das Recht auf Faulheit ein. Und auch in Deutschland wachsen die Zweifel am Sinn von Pendeln, Überstunden und Termindruck.

SWR: Personalmangel mit Ansage – Welche Folgen hat die Pflege-Impfpflicht? (15.02.2022)
In Krankenhäusern oder Altenheimen sollen künftig nur noch geimpfte Beschäftigte arbeiten dürfen. So sieht es das Gesetz vor. Was passiert, wenn dann tausende ungeimpfte Pflegekräfte nicht mehr zum Dienst kommen dürfen? Verbände und Einrichtungen warnen: Die Impfpflicht gefährde die Versorgungssicherheit, Bayern will sie deshalb verschieben. Die aktuelle Diskussion wirft – wieder einmal – ein Schlaglicht auf die oft dramatische Situation in der Pflegebranche. Was lässt sich dagegen tun? Geli Hensolt diskutiert mit Prof. Dr. Annika Herr – Gesundheitsökonomin, Leibniz Universität Hannover, Ricardo Lange – Intensivpfleger und Buchautor, Berlin, Bernhard Schneider – Hauptgeschäftsführer Evangelische Heimstiftung, Stuttgart

BR: Das Verschwinden der Mitte – Leben zwischen Aufstiegshoffnung und Abstiegsangst (15.12.2022)
Noch immer sieht sich die bundesrepublikanische Gesellschaft als Gesellschaft der Mitte. Ob Friedrich Merz oder Facharbeiter – alle wollen Teil der Mittelschicht sein. Aber gibt es sie überhaupt noch, die Mittelschicht? Und, wenn ja, wo ist sie zuhause? Markus Metz kehrt zurück nach „Mittelstadt“ – eine kleinbürgerliche Illusion, die es nicht mehr gibt?

WDR: Klassenjustiz in Deutschland? – Ronen Steinke (14.02.2022)
Vor dem Gesetz sind alle Menschen gleich, heißt es. Stimmt aber nicht, sagt Ronen Steinke. Denn unser Justizsystem werde immer ungerechter. Warum? Darüber spricht der Journalist und Jurist in der Redezeit.

SR: Evke Rulffes: Die Erfindung der Hausfrau. Geschichte einer Entwertung (13.02.2022)
Warum haben Frauen, allen voran Mütter, häufig das Gefühl, alles alleine schaffen zu müssen? Was hat unser Hausfrauenbild geprägt? Ein Gespräch über Rollenbilder, Machtverhältnisse und die „Erfindung der Hausfrau“.

SWR: Das Hickhack um die Pflege-Impfpflicht – Worum geht es? (12.02.2022)
Die Diskussion um die Impfplicht für alle, die im Gesundheitswesen arbeiten, läuft. Laut Gesetz sollen ungeimpfte Krankenpflegerinnen und oder Altenhelfer ab Mitte März nicht mehr arbeiten dürfen. Kritiker warnen vor riesigem Personalmangel. Bayern will den Start deshalb verschieben, andere Bundesländer drängen auf fristgerechte Umsetzung. Was bedeutet das Hin- und Her für die Einrichtungen, für Beschäftigte und Pflegebedürftige?

DLF: Welche Arbeit haben Einrichtungen mit der Impfpflicht? Interview Marcus Jogerst (11.02.2022)

SR: Mehr Frustration?! Die Pflege und die Impfpflicht (11.02.2022)
Mehr Frustration?! Die Pflege und die Impfpflicht Ab Mitte März soll die einrichtungsbezogene Impfpflicht gelten. Doch darüber gibt es politischen Streit. Auch die Träger haben noch viele Fragen. Und was halten Pflegekräfte davon?

rbb: Bessere Unterstützung für Wohnungslose in Berlin (11.02.2022)
Geschätzt leben um die 50 000 Obdach- und Wohnungslose in Berlin. Bis 2030 soll niemand mehr auf der Straße leben, hat sich der Senat vorgenommen. Um das zu erreichen, hat er einige neue Projekte angestoßen. Anja Dobrodinsky berichtet über das Prinzip „Wohnung zuerst“, über Stadtführungen mit ehemaligen Obdachlosen und ehrenamtliche Helfer.

DLF: Klinik oder Knast – Warum mehr süchtige Straftäter im Maßregelvollzug landen (09.02.2022)
Die Gerichte schicken immer mehr drogenabhängige Straftäter in den Maßregelvollzug. Die forensischen Kliniken sind überfüllt, die Wartelisten lang. Das Bundesjustizministerium will jetzt das Strafgesetzbuch reformieren.

WDR: Altersarmut – Irene Götz (11.02.2022)
Frauen werden im Alter eher arm als Männer. Mehr Frauen arbeiten in Teilzeit und verdienen insgesamt auch durchschnittlich weniger als Männer. Die Professorin für Ethnologie und Kulturwissenschaft Irene Götz untersucht, wie arme Menschen leben.

BR: Sozialarbeiter – gefragter, gefährdeter, integrativer denn je (09.02.2022)
Sie führen ein Leben an vorderster Front, wenn es darum geht, Menschen aufzufangen. Alleine deswegen sind die Mitarbeiter der Jugendheime und Jugendzentren seit Beginn der Pandemie diejenigen, die nahezu alle an der Krankheit erkrankten, denn sie gehen weiterhin mit ihren Klienten auf Tuchfühlung. Eine Alternative gibt es kaum. An Zusperren und ab ins Homeoffice ist jedenfalls nicht zu denken. Sie wollen die jungen Menschen nicht sich selbst überlassen. Wie geht es den jungen Menschen? Wie den Sozialarbeitern seit der Pandemie? Wie bewältigen sie ihre Arbeit?

NDR: Pflege rund um die Uhr (09.02.2022)
Schätzungen zufolge arbeiten in Deutschland 300.000 bis 600.000 Menschen in der 24-Stunden-Pflege. Gesprächssendung.

NDR: Betreuungskräfte aus Osteuropa: Immer da und ausgenutzt? (2/2) (09.02.2022)
Pflegebedürftige werden oft von Frauen aus Osteuropa betreut. Was bedeutet der Preisdruck in der Branche für diese Leute? 24-Stunden-Betreuung – das ist oft die schnelle Lösung für pflegebedürftige Menschen, die weiter zuhause leben wollen. Mehr als drei Millionen werden in Deutschland im eigenen Zuhause gepflegt. Tendenz steigend. Für die Angehörigen bedeutet das: entweder viel Zeit freischaufeln, den eigenen Job aufgeben und sich selbst kümmern. Oder: über eine der zahlreichen Vermittlungsagenturen, die im Internet ihre Dienste anbieten, eine Betreuerin einstellen. Die Nachfrage nach solchen Betreuerinnen ist groß. Und es herrscht Preisdruck. Doch was bedeutet das für diejenigen, die diese Arbeit machen? Meist ungelernte Frauen aus Osteuropa. Schätzungen zufolge mehr als 600.000 Menschen.

NDR: Betreuungskräfte aus Osteuropa: Immer da und ausgenutzt? (1/2) (08.02.2022)
Viele Menschen in Deutschland werden von Pflegehilfen aus Osteuropa gepflegt. Deren Arbeitsbedingungen sind meist schlecht. In Deutschland werden mehr als drei Millionen Pflegebedürftige laut statistischem Bundesamt Zuhause gepflegt. Gut zwei Millionen von ihnen allein durch sogenannte selbst beschaffte Pflegehilfen. So die Formulierung im Gesetz. Das können Angehörige sein, oder: eine sogenannte 24-Stunden-Betreuerin. In aller Regel Frauen aus dem Osten Europas, die für einige Monate bei den Pflegebedürftigen einziehen. Sie gelten mittlerweile als eine der Säulen des Pflegesystems. Sie springen ein, übernehmen einen Job, den in Deutschland kaum noch jemand machen will. Die Arbeitszeiten sind lang. Das Gehalt schmal. Kontrollen gibt es in dem Bereich kaum. Und die Bedingungen für Betreuerinnen werden eher schlechter statt besser: Es herrscht Preisdruck und die Nachfrage wächst.

BR: Mein Wohl, Dein Wohl, Unser Wohl – Aufschwung für die Gemeinwohlökonomie (07.02.2022)
Ludwig Erhard hat die soziale Marktwirtschaft ausgerufen. Der Staat sichert den freien Wettbewerb bei gleichzeitiger Wahrung sozialen Gleichgewichts. Allerdings ist unser Wirtschaftssystem aus den Fugen geraten. Es zählt häufig nur noch Gewinnmaximierung, ethische, soziale und nachhaltige Werte sind vielfach verloren gegangen. Um die Fugen wieder zu kitten hat der österreichische Wirtschaftsreformer Christian Felber das Modell der Gemeinwohlökonomie populär gemacht – Kooperation und Solidarität statt Konkurrenz und Gewinnmaximierung. Und die neuen Werte lassen sich genau bilanzieren in der so genannten Gemeinwohlbilanz.

DLF: Weg von der Straße – Wie Obdachlose wieder ein Zuhause finden (05.02.2022)
Wer einmal auf der Straße lebt, findet schwer wieder zurück in einen geregelten Alltag. Wer nimmt schon einen Obdachlosen oder eine Obdachlose zur Miete, wer gibt denjenigen eine Chance, die ganz am Boden sind? Vivien Leue hat für das Wochenendjournal mit Menschen gesprochen, die keinen Ort zum Heimkehren haben.

DLF: Ursprünge der Armutsforschung – Von der Hand in den Mund (03.02.2022)
Armut gibt es, seit Menschen in organisierten Gemeinschaften zusammenleben. Systematische Beobachtungen und Forschung dazu folgten hingegen erst viel später, im deutschsprachigen Raum etwa von der Schriftstellerin Bettina von Arnim. Ein Blick auf die Geschichte der Armutsforschung.

DLFFrankreich – Profitgier in Pflegeheimen von Orpéa (02.02.2022)

DLF: Das Geschäft mit der Pflege in Europa – Interview mit Stefan Sell (02.02.2022)

BR: Nachtarbeiter – schuften wenn andere schlafen (02.02.2022)
Krankenhausmitarbeiter und Polizisten, Musiker und Theatermenschen, Bandarbeiter und Labormitarbeiter. Sie arbeiten in der Nacht und schlafen und leben am Tag. Was macht das mit den Menschen, wie kommen sie mit Freunden und Familie zurecht und wie geht es ihnen gesundheitlich?