Podcasts

MDR: DIW-Studie: Das erhoffen sich Hartz IV-Empfänger vom Bürgergeld (05.08.2022)
Zum 1. Januar 2023 soll das Hartz-IV-System vom Bürgergeld abgelöst werden. Was Bedürftige davon erwarten, hat das DIW knapp 600 Langzeitarbeitslose gefragt. Die Ergebnisse stellt Studienleiter Jürgen Schupp vor. 

WDR: Gesundheit neu denken – Der Ruf nach einer sozialen Medizin (31.07.2022)
Das deutsche Gesundheitswesen gehört zu den teuersten der Welt. Doch es braucht selbst eine Therapie, um eine gute Versorgung für alle zu sichern.

SWR: Long Covid – schleichender Schaden für die Wirtschaft? (30.07.2022)
Andauernde Atemnot, neurologische Störungen, Fatigue-Syndrom, – das Krankheitsbild von „Long Covid“ ist diffus. Klar dagegen: die Zahl der Menschen, die noch lange nach ihrer Corona-Infektion unter Beschwerden leiden, wächst. Von einer „neuen Volkskrankheit“ ist bereits die Rede, denn die Betroffenen fallen oft monatelang oder dauerhaft für den Arbeitsmarkt aus. Manchen droht der soziale Abstieg.

DLF: Beschäftigte in der Pflege – Beruf oder Berufung (30.07.2022)
Für viele Beschäftigte in der Pflege ist der Job mehr als eine Tätigkeit zum Broterwerb, er ist Berufung. Wir haben Menschen begleitet, die als Intensiv- oder Altenpfleger arbeiten, beim ambulanten Pflegedienst, in der 24 Stunden-Pflege oder noch in der Ausbildung sind.

Deutschlandfunk Kultur: Soziologe Andreas Kemper über Chancenungleichheit – Wie Milieus in Deutschland zementiert werden (30.07.2022)
Gesellschaftliches Ansehen und beruflicher Erfolg hängen hierzulande stark von der sozialen Herkunft ab, sagt Andreas Kemper. Der Klassismus-Forscher sieht das deutsche Bildungssystem und Erbrecht als Hindernisse für Aufstiegschancen an.

SWR: Mehr als Vater, Mutter, Kind – Wie die Ampel das Familienrecht umkrempeln will (29.07.2022)
Für die Ampelkoalitionäre handelt es sich um eine längst überfällige Reform: Das Abstammungsrecht soll geändert werden. Und das sei erst der Anfang. Ist die angekündigte Reform-Orgie tatsächlich geeignet, Recht und Gesetz an die gesellschaftliche Wirklichkeit anzupassen?

DLF: Bildungsgerechtigkeit – Ungleiches ungleich behandeln? (28.07.2022)
Seit den 1960er Jahren soll Bildungsexpansion für mehr Chancengerechtigkeit sorgen. Doch wenn das Bildungssystem alle gleich fördert, ebnet man unterschiedliche Startchancen nicht ein. Ein großes bundesweites Forschungsprojekt geht jetzt neue Wege.

BR: Quereinsteiger in der Schule (28.07.2022)
Bald Zustände wie im Film „Fuck you Göthe?“ – bundesweit klagen Schulen darüber, dass sie zu wenig Lehrkräfte bekommen. Besonders Mittel- und Grundschulen sind betroffen. Auch Bayern beschäftigt inzwischen Akademiker ohne Lehramtsstudium. Sind Lehrer ohne Pädagogikstudium für die Schulen ein Gewinn? Gabriele Knetsch porträtiert zwei Menschen, die ihren Job gewechselt haben und Lehrer geworden sind.

Deutschlandfunk Kultur: Privatisierungen im Gesundheitssektor – Profit vor Pflege (27.07.2022)
Zahlreiche Krankenhäuser wurden in den vergangenen Jahrzehnten privatisiert, auch die Elbe-Jeetzel-Klinik. Ihr drohte dennoch zuletzt die Insolvenz, ein neuer Investor ist eingestiegen. Bürger und Beschäftigte machen sich Sorgen um die medizinische Versorgung.

SWR: Robotik in der Pflege (26.07.2022)
Die Zahl hilfsbedürftiger Senioren steigt. Angesichts 200.000 fehlender Fachkräfte werden daher die Möglichkeiten von Technik und künstlicher Intelligenz in der Pflege diskutiert. Das Schlimmste ist die Einsamkeit. Die Zeit, in der sich Pflegerinnen und Pfleger im Altenheim um einzelne Bewohner kümmern, ist knapp bemessen. Laut dem Deutschen Pflegerat fehlen bundesweit 200.000 Fachkräfte – Tendenz steigend. Zugleich leben in Deutschland mehr und mehr Menschen, die im Alter auf Hilfe angewiesen sind. Kann Technik in der letzten Zeit des Lebens etwas verbessern? Oder geht der Fortschritt auf Kosten der Menschlichkeit? Das beleuchtet die Folge im Gespräch mit Seniorinnen und Senioren, Pflegekräften und denen, die sich um die Zukunft einer guten Pflege Gedanken machen.

DLF: Verwahrlosung und Erschöpfung in deutschen Kitas: Und jetzt? Interview mit Rahel Dreyer, Erziehungswissenschaftlerin an der Alice Salomon Hochschule Berlin (25.07.2022) 
➞ dazu: Alice Salomon Hochschule Berlin: Verwahrlosung, Stress und Erschöpfung in vielen Kitas. Erziehungswissenschaftlerin Rahel Dreyer (ASH-Berlin) und Kinderpsychiater Michael Schulte-Markwort (Medical School Hamburg) schlagen Alarm (21.07.2022)

Deutschlandfunk Kultur: Kaum Bewegung beim kirchlichen Arbeitsrecht (24.07.2022)

BR: Wanderarbeiter auf deutschen Baustellen – Der Zoll bekommt mafiöse Strukturen nicht in den Griff (22.07.2022)
Wegen der Wohnungsnot boomt in Deutschland die Baubranche. Subunternehmen heuern Wanderarbeiter vorwiegend aus Rumänien und Bulgarien an, dann nur so kann das Auftragsvolumen erfüllt und gleichzeitig günstig abgewickelt werden. Die Männer schuften unter enormen Druck, haben wenig Pausen, oft keinen bezahlten Urlaub, teilen sich nachts ein Zimmer mit mehreren. Ihren Familien, die sie oft nur einmal im Jahr besuchen, schicken sie monatlich Geld. So sind mafiöse Strukturen entstanden, Sozialstandards werden nicht eingehalten. Der deutsche Zoll wiederum bekommt das Problem mangels Personal nicht in den Griff. Ludger Fittkau beschreibt einen Teufelskreis von Ausbeutung und Abhängigkeit mitten in Deutschland.

DLF: Alternativer Putzdienst – es geht auch fair bezahlt und gesundheitsfreundlich (22.07.2022)

Deutschlandfunk Kultur: Ex-Gangster Maximilian Pollux – Prävention statt Knast (22.07.2022)
Als gewalttätiger Gangster verbrachte er zehn Jahre im Gefängnis. Jetzt macht Maximilia Pollux das Gegenteil: Mit seinem Verein „SichtWaisen“ will er andere davon abhalten, in die Kriminalität abzurutschen, dreht Videos und macht Podcasts – mit großem Erfolg.

MDR: Grüne: Bürgergeld ist ein großer Schritt, Hartz IV zu überwinden (21.07.2022)
Zum neuen Jahr will Arbeitsminister Heil das Bürgergeld einführen. Dafür präsentierte er einen ersten Entwurf. Grünen-Sozialpolitiker Wolfgang Strengmann-Kuhn begrüßt die Pläne, sieht aber noch Diskussionsbedarf.

WDR: Warum leben zwei von drei Syrern von Hartz IV? (21.07.2022)
Auf der Flucht vor dem IS kamen viele Menschen aus Syrien nach Deutschland. Unternehmen hofften, dass sie den Fachkräftemangel beheben würden. Warum hat das nicht geklappt?

Deutschlandfunk Kultur: Arbeiten im Friseursalon – Wie Geflüchtete für ihre Familien rackern (21.07.2022)
Habib ist aus Afghanistan geflüchtet. Eine Ausbildung war seine Chance für ein Leben in Deutschland. Mittlerweile arbeitet er in einem Friseursalon – Vollzeit für 1500 Euro netto. Davon muss er auch die Familie in Afghanistan mitfinanzieren.

HR: Abgehängt – Wie können wir Grundschul-Kinder stärken? (21.07.2022)
Morgen läutet die Schulglocke zum letzten Mal – dann sind erstmal sechs Wochen Ferien. Und die haben viele Kinder auch nötig. Gerade auch die Jüngeren unter ihnen, Grundschülerinnen und Grundschüler, die mit Ausbruch der Pandemie eingeschult wurden. Denn die Lücken aus Corona bestehen fort, der Unterricht geht aber weiter. Und daran knabbern vor allen Dingen diejenigen Jungs und Mädchen, die vor der Pandemie schulisch schon Defizite hatten. Bildungs-Ferne im Elternhaus verschärft die Probleme noch – mangelnde Deutsch-Kenntnisse, aber auch die Schwierigkeiten im sozialen Miteinander. Das könnten, sollten, müssten die Schulen dann auffangen, aber das können sie nicht – sie sind ja selbst im Dauer-Ausnahme-Modus.

DLF: Gemeinschaft in der Kleinstadt. Gesellschaftliche Chancen statt Probleme sehen (21.07.2022)

Deutschlandfunk Kultur: Kaum Mutterschutz in den USA – Hilfe, unser Baby kommt! (19.07.2022)
In keinem anderen Industrieland der Welt ist die Situation für Mütter so hart wie in den USA: kein bundesweiter gesetzlicher Mutterschutz, arbeiten bis kurz vor der Geburt und schnell danach. Leidtragende sind Väter, Mütter und Kinder gleichermaßen.

DLF: Akademisierung der Pflege – Zu wenig Interessenten (18.07.2022)

Deutschlandfunk Kultur: Ambulante Pflege auf dem Land – Meine Mutter, die Dorfkrankenschwester (17.07.2022)
Christiane Weyrosta pflegt seit mehr als 30 Jahren alte und kranke Menschen in den eigenen vier Wänden. Sie liebt und lebt ihren Job, auch wenn sie ständig gegen Zeitdruck ankämpfen muss. Was das mit ihr macht, erzählt hier ihr Sohn Jonas Weyrosta.

SWR: 125 Jahre Caritas: Präsidentin Eva Maria Welskop-Deffaa zum größten Sozialverband Europas (14.07.2022)
Diese Hilfe äußere sich in der Form von Spenden. Fast 90 Millionen Euro wurden der Caritas im vergangenen Jahr gespendet: eine Rekordsumme. Allein in Deutschland hat der Verband über 42.000 Einrichtungen in der Gesundheit-, Jugend- und Sozialhilfe, dazu gehören unter anderem Kitas, Altenheime und ambulante Pflegedienste.

Deutschlandfunk Kultur: Hilfe für Suchtkranke – Der lange Weg ins cleane Leben (10.07.2022)
Eine warme Mahlzeit, saubere Spritzen, ärztliche Versorgung – das Drob Inn ist Hamburgs bekannteste Drogenhilfeeinrichtung. Geholfen wird auch denen, die raus wollen aus der Sucht. Mit Therapie, klaren Regeln und dem Glauben, dass es jeder schaffen kann.

DLF: Kinderarmut – Wenn das Geld nicht einmal für eine Woche Urlaub reicht (08.07.2022)
Statt Ferien am Meer bleibt nur der Spielplatz um die Ecke: Jedes fünfte Kind lebt in Armut, den Familien fehlt das Geld für Urlaub. Erziehungswissenschaftlerin Sabine Andresen fordert eine Sozialpolitik, die das Wohl der Kinder in den Blick nimmt.

DLF: Pflegende im Krankenhaus – Die Überlastung hat System (07.07.2022)
Ständige Überlastung, mangelhafte Versorgung der Patientinnen und Patienten – darüber klagen viele Beschäftigte in deutschen Krankenhäusern. Mit Streiks fordern sie bessere Arbeitsbedingungen und entsprechende Tarifverträge. Die Politik will das Krankenhaussystem grundlegend reformieren.

DLF: Sozialwissenschaftliche Daten – Fehlende Interdisziplinarität in der Pandemie (07.07.2022)
Die versuchte Evaluation der Corona-Maßnahmen hat es erneut deutlich gemacht: Auch in den Sozialwissenschaften gibt es ein Datenloch. Gründe seien politisches Desinteresse, hohe Ansprüche und ein Graben zwischen Geistes- und Naturwissenschaften, sagt Stefan Liebig, Professor für Soziologie an der Freien Universität Berlin und Direktor der größten Langzeitstudie Deutschlands, dem sozio-oekonomischen Panel.

NDR: Nur Bauen reicht nicht – der ungleiche Wohnungsmarkt (05.07.2022)
In den Großstädten explodieren die Wohnkosten. Dort befürchten selbst Durchschnittsverdienerinnen und -verdiener, dass sie sich ihre Mieten bald nicht mehr leisten können. Gleichzeitig standen in Deutschland im Jahr 2019 nach Angaben des „empirica“-Instituts 1,5 Millionen Wohnungen leer. Die Politik versucht, den Wohnungsmarkt vor allem durch Neubau zu entspannen. Aber geholfen hat das bisher nicht. Die Autoren zeigen in ihrer Sendung, warum nicht. Dafür haben sie sich den ungleichen Wohnungsmarkt genauer angeschaut. Sie waren in Anklam in Mecklenburg-Vorpommern und in Hamburg-Altona.

WDR: Wir finden niemanden – Fachkräftemangel in Deutschland (04.07.2022)
Sie fehlen an allen Ecken: Für immer mehr offene Stellen gibt es keine qualifizierten Arbeitskräfte. Der Fachkräftemangel in Deutschland hat sich im vergangenen Jahr deutlich verschärft.

HR: Personalmangel: Pandemie-Folge oder Dauerproblem? (02.07.2022)
Chaos an Flughäfen, Restaurants ohne Köche: gerade im Dienstleistungsbereich fehlt Personal. Corona hat die Lage verschärft. Helfen bessere Arbeitsbedingungen und Zuwanderung?

BR: Ärzte aus dem Ausland: Macht Deutschland es ihnen zu schwer? (30.06.2022)
Immer mehr Mediziner kommen aus dem Ausland, Tendenz steigend. In Bayern hat mittlerweile jeder vierter Arzt einen nicht-deutschen Abschluss. Wie integrieren sie sich? Wie einfach oder schwer ist ihr Weg in den Arztberuf in Deutschland?

Deutschlandfunk Nova: Die Erfindung der Hausfrau – Kulturwissenschaftlerin Evke Rulffes (30.06.2022)
Heiraten gilt als romantisch, als ein Zeichen der Liebe. Früher haben sich Frauen mit einer Heirat jedoch rechtlich ihrem Ehemann unterworfen. Er durfte bis in die 1970er-Jahre bestimmen, ob seine Frau neben ihrer Tätigkeit als Hausfrau arbeiten durfte. Kulturwissenschaftlerin Evke Rulffes erklärt in ihrem Vortrag, wie es dazu kommen konnte. Sie ist Kulturwissenschaftlerin und hat an der Humboldt-Universität zu Berlin über die Geschichte der Hausfrau promoviert. Ihren Vortrag „Die Erfindung der Hausfrau. Von der Herrin im Haus zur Dienerin des Ehemanns“ hat sie am 17. Mai 2022 im Rahmen der Vortragsreihe „Wohnen – Zwischen Obdach und Design“ am Kulturwissenschaftlichen Institut Essen gehalten.

SWR: Kampf ums Personal – Was hilft gegen den Fachkräftemangel? (29.06.2022)
Fachkräfte sind knapp. Die Folgen bekommen alle zu spüren: Handwerkertermine sind rar, viele Firmen suchen händeringend nach neuen Mitarbeitenden. Der demografische Wandel wird das Problem noch verschärfen. Was passiert, wenn den Betrieben die Arbeitskräfte ausgehen? Bedroht der Arbeitskräftemangel unseren Wohlstand – und am Ende auch den Kampf gegen den Klimawandel? Geli Hensolt diskutiert mit David Gutensohn – Redakteur „Zeit Online“, Dr. Lydia Malin – Kompetenzzentrum Fachkräftesicherung am Institut der deutschen Wirtschaft (IW), Dieter Westerkamp – Verein Deutscher Ingenieure e.V. (VDI).

SWR: Bekomme ich noch genug Rente? (25.06.2022)
So gut wie alles wird teurer – auch die Rente: Am 1. Juli steigen die Renten so stark wie seit Jahrzehnten nicht – um 5,35 Prozent! Gleichzeitig brodelt es im System: Immer weniger Menschen im Arbeitsleben finanzieren immer mehr Renten. Ein Ansturm von Millionen Babyboomern auf die Rentenkasse steht kurz bevor. Das bedeutet zusätzliche Milliardenausgaben. Doch was ist mit den Jungen? Bekommen sie noch genug Rente?

rbb: Unsere Polizei – ein guter Freund und Helfer? (23.06.2022)
Die Debatte mit Benjamin Derin und Oliver von Dobrowolski — Von der einfachen Verkehrskontrolle über den Schutz von Demonstrationen bis hin zur Terrorabwehr und Bekämpfung von Drogenkriminalität: Der Tätigkeitsbereich der Polizei erstreckt sich über große Teile des Alltags. Neuerdings werden auch aus dem Polizeidienst heraus dringende Fragen gestellt: Welche Aufgaben hat die Polizei und erfüllt sie diese? Was ist der Unterschied zwischen legitimer und illegitimer Polizeigewalt? Sollte die Polizei zu ihrer Kernaufgabe – der Sicherheit – zurückkehren und andere Bereiche sozialen Institutionen und Gesundheitseinrichtungen überlassen? Wer kontrolliert die Polizei und wie kann sie Vertrauen zurückgewinnen als „Freund und Helfer“ für alle?

Deutschlandfunk Kultur: 50 Jahre Leiharbeit – Immer auf dem Schleudersitz (22.06.2022)
Seit 50 Jahren gibt es Leiharbeit in Deutschland. Es sind oft prekäre Beschäftigungsverhältnisse. Doch in der Kranken- und Altenpflege sehen viele Leiharbeit sogar als Vorteil an. Die Soziologin Nicole Mayer-Ahuja erklärt, wo der Haken ist.

BR: Fordern oder doch besser Fördern – Wie Arbeitslose einen neuen Job finden (20.06.2022)
Corona, Flüchtlinge aus der Ukraine – die Arbeit der Mitarbeiter von Jobcenter und Arbeitsagenturen hat sich gehörig geändert. Konnten sich früher die Arbeitnehmer ihre Angestellten aussuchen, so stehen viele Betriebe aufgrund des Fachkräftemangels vor erheblichen Problemen. Claudia Köster und Kristin Gannott von der Arbeitsagentur für Arbeit und dem Jobcenter in Nürnberg gehen auf Spielplätze und sprechen junge Zuwanderer an, verteilen Flyer, um den Menschen einen Beruf oder eine Ausbildung ermöglichen zu können. Eleonore Birkenstock begleitet in Nürnberg auch Ukrainer, die vor allem eins wollen: arbeiten!

BR: Work hard? Warum Lohnarbeit nicht hält, was sie verspricht (19.06.2022)
Wir leben in einer Kultur, die uns sagt: Wer viel und hart arbeitet, kann alles erreichen. Wohlstand, Respekt, Erfüllung. Aber das stimmt nicht. Das große Versprechen unserer Elterngeneration kann der heutige Markt nicht mehr halten. Zeit, unser Mindset anzupassen.

Deutschlandfunk Kultur: Legalisierung von Cannabis – Psychiater warnt vor Folgen für Jugendliche (17.06.2022)
Können Jugendliche ausreichend geschützt werden, wenn Cannabis legalisiert wird? Der Psychiater Rainer Thomasius hält das für „ziemlich illusionär“ und warnt vor Hirnschäden, Entwicklungsstörungen und Suchtentwicklungen.

DLF: Tönnies und Co. – Zwei Jahre nach den Corona-Ausbrüchen in der Fleischindustrie (14.06.2022)
Vor zwei Jahren geriet die deutsche Fleischindustrie durch massive Corona-Ausbrüche und entsprechende Lockdowns für ganze Regionen stark unter Druck. Im Fokus standen die schlechten Arbeitsbedingungen und Beschäftigungsformen. Ein Gesetz sollte Ende 2020 für Abhilfe sorgen. Die Bilanz fällt gemischt aus.

Deutschlandfunk Kultur: Inklusion auf dem Arbeitsmarkt – Mein Traum von einem echten Job (10.06.2022)
Sein ganzes Leben hat Nikolai Prodöhl in einem sogenannten „geschützten Umfeld“ verbracht. Zuerst in der Förderschule, heute in einer Werkstatt für Menschen mit Beeinträchtigungen. Er fühlt sich ausgebremst und meint, das schaffe Exklusion statt Inklusion.

BR: Wenn es nicht mal mehr fürs Essen reicht – Tun wir genug gegen die Armut in Deutschland? (10.06.2022)
18,5 Prozent der Bevölkerung war 2021 die Armutsgefährdungsquote, laut Statistischem Bundesamt. Und die Inflation steigt. Die Situation für viele Menschen kippt. Hin in Richtung Armut. Aus 13,4 Millionen Betroffenen könnten bald mehr werden. Was brauchen die Menschen und was würde vor Armut schützen?

SWR: Fachkräfte-Notstand: Die dramatischen Auswirkungen des Personalmangels (04.06.2022)
Überall fehlen Fachkräfte – die Folgen bekommen wir alle zu spüren: Weil die Metzgerei um die Ecke dicht macht oder das Café in der Stadt Öffnungszeiten reduziert. Aktuell gefährdet der Personalengpass im Handwerk auch den Kampf gegen den Klimawandel. Gibt es Möglichkeiten, den Nachwuchsmangel in manchen Berufen zu stoppen?

WDR: Normalität – Arbeitsalltag in der Psychiatrie (31.05.2022)
Nervenklinik, Irrenanstalt, Klapsmühle – so hat man die Psychiatrie früher genannt. Die Zeiten sind vorbei. Das Stigma aber ist geblieben. Alina Andraczek hat dahinter geschaut und Normalität gefunden.

DLF: Fachkräftemangel in Ostdeutschland – Eine fehlende Generation und die Folgen (31.05.2022)
Die Generation der Babyboomer geht demnächst in Rente. In Ostdeutschland bedeutet das: Die letzten geburtenstarken Jahrgänge drängen aus dem Berufsleben. Durch die Abwanderung vieler in den Westen fehlt dazu vielerorts auch der generationelle Mittelbau. Sachsen-Anhalt ist besonders betroffen.

Deutschlandfunk Kultur: #IchBinArmutsbetroffen – Wege aus der Armutsfalle (31.05.2022)
Alleinerziehende, weniger Qualifizierte und Beschäftigte in schlecht bezahlten Berufen: Sie alle haben ein erhöhtes Armutsrisiko. Der Volkswirt Dieter Dohmen skizziert, wie man ihnen helfen könnte.

Deutschlandfunk Kultur: Strukturwandel in Gelsenkirchen – Kämpfen für den erneuten Aufstieg (31.05.2022)
Gelsenkirchen wurde groß durch Bergbau, Kohle, Eisen, Stahl – und stürzte dann in Armut und Arbeitslosigkeit. Doch viele Menschen hier glauben an den Weg aus der Krise. Sie kämpfen für eine bessere Zukunft der Stadt und für sie ganz persönlich.

DLF: Neues Modell in Berlin – Integriertes Gesundheitszentrum ohne Profitabsicht (29.05.2022)
In Berlin-Neukölln gibt es jetzt ein Stadtteil-Gesundheitszentrum mit Fachärzten, psychologischer Betreuung, Sozial- und Pflegeberatung unter einem Dach – das nicht profitorientiert arbeitet. Es ist das erste von 13 geplanten Zentren dieser Art. Ein Modell auch für andere Städte?

Deutschlandfunk Kultur: Kicken für Kost und Logis – Das Geschäft mit brasilianischen Nachwuchsfußballern (28.05.2022)
In Deutschlands Amateurligen träumen viele Brasilianer von einer Karriere als Fußballprofi in Europa. Sie wohnen in alten Bürogebäuden, bekommen kein Geld und sind trotzdem lieber hier als zu Hause. Zu Besuch bei einem Verein in der hessischen Provinz.

Deutschlandfunk Kultur: Moderne Nomaden – Die Illusion von der selbstbestimmten Arbeit (24.05.2022)
Corona hat mobiles Arbeiten selbstverständlich gemacht. Das Homeoffice kann am Strand sein. Während digitale Nomaden die neue Freiheit und Unabhängigkeit rühmen, erleben andere die Schattenseiten der mobilen Arbeitswelt, LKW-Fahrer beispielsweise.

DLF: Reformvorhaben der Regierung – Wie das Bürgergeld Hartz IV ersetzen soll (23.05.2022)
Die Ampelkoalition will Hartz IV reformieren. Mit dem neuen Bürgergeld sollen drastische Sanktionen für versäumte Termine oder abgelehnte Arbeitsstellen weitgehend entfallen. Bestimmte Defizite des deutschen Grundsicherungssystems lassen sich mit Gesetzesänderungen aber nur schwer beseitigen.

DLF: Assistierter Suizid in der Schweiz – Sterben auf Wunsch (22.05.2022)
In der Schweiz nehmen sich mehr Menschen mit Begleitung von Suizidhelfern das Leben als ohne Begleitung. Manche Experten sagen: So könnte es auch bei uns in zehn Jahren aussehen. Ist unser Nachbarland ein Vorbild für Deutschland oder muss uns die Entwicklung zu denken geben?

Deutschlandfunk Kultur: Rollentausch – Wenn Eltern Pflege brauchen (19.05.2022)
Nicht nur die Rollenverteilungen ändern sich, wenn die Eltern alt und hilfsbedürftig werden. Die Kinder müssen zusätzlich auch organisatorisch zu Höchstleistungen auflaufen. Das ist emotional schwer und kostet viel Kraft. Wie ist das zu schaffen?

DLF: Enttäuschte Retter in der Not – Frust bei Helfern und Geflüchteten wächst (19.05.2022)
Immer mehr Helfer mit Gästen aus der Ukraine haben das Gefühl, die Geflüchteten in ihrem Haus werden zu einer Herausforderung für die eigene Hilfsbereitschaft: Es geht um Sprachprobleme, Missverständnisse, Überforderungen – und manchmal auch Frust. Die Unzufriedenheit über deren Status quo nehmen einige als Undankbarkeit wahr.

NDR: Geflüchtete zweiter Klasse – Eine EU-Richtlinie und ihre Auswirkung (19.05.2022)
Der Krieg in der Ukraine ist brutal und schockierend und die von dort geflüchteten Menschen werden in Deutschland willkommen geheißen und nach Kräften unterstützt. Auch politisch wird vieles, was 2015 für Geflüchtete nicht möglich schien, jetzt kurzerhand umgesetzt. Für Ukrainer*innen mit gültigem Pass sind öffentliche Verkehrsmittel vielerorts kostenlos. Sie müssen im Gegensatz zu Geflüchteten aus Syrien, dem Jemen, Irak und Afghanistan keinen Asylantrag stellen, dürfen in privaten Unterkünften leben und haben keine Wohnsitzauflage, die sie zwingt, an einem Ort zu bleiben. Das liegt auch an einer EU-Richtlinie, die bereits lange existiert, in diesem Jahr aber erstmals aktiviert wurde

Tagesschau Podcast: Deutschland barrierefrei? Was dann? (19.05.2022)
Mal angenommen, Deutschland ist barrierefrei. Wie sehen unsere Städte aus? Lernen alle zusammen statt in extra Förderschulen? Gibt es mehr Chefinnen und Chefs mit Behinderung? Ein Gedankenexperiment.

HR: Der Wohlstand sinkt. Gut so? (18.05.2022)
Egal, ob Butter, Benzin oder Brokkoli – unser Leben ist teurer geworden. In Zahlen: Inflationsrate 7,4%. Der Wohlstand wird sinken, das ist klar. In den Worten von Bundesfinanzminister Lindner: „Der Ukrainekrieg macht uns alle ärmer“ und die Energiewende werde „rumpelig“ fügt Bundeswirtschaftsminister Habeck hinzu. Aber was heißt das, wenn der Wohlstand sinkt? Ist es das, was wir brauchen, um im Sinne der Klimawende endlich umzudenken? Oder ist diese Denkweise nur eine Verharmlosungs-Rhetorik für die gesellschaftlichen Folgen dieser Entwicklung? Schon jetzt zählt jede fünfte erwerbstätige Person in Deutschland zu den Geringverdienenden. Für viele Menschen bedeutet „sinkender Wohlstand“ schlichtweg Armut. Wer braucht eigentlich wie viel Wohlstand? Was ist Wohlstand überhaupt, kann man ihn messen? Und hängt er zwingend mit Wohlfühlen und Wohlergehen zusammen?

DLF: Pendlergeschichten – Wenn das Einkommen nicht für München reicht (14.05.2022)
In München wird Wohnen immer mehr zum Luxus. Mieten im Neubau zu durchschnittlich 19,58 Euro pro Quadratmeter können sich viele nicht leisten, die in der bayerischen Landeshauptstadt zum Beispiel im Dienstleistungssektor arbeiten. Sie leben in Vororten oder weit draußen auf dem Land. Reporter Tobias Krone hat für das Wochenendjournal Pendler begleitet: Mit einem Pförtner ist er U-Bahn gefahren, mit dem Auto 95 Kilometer bis ins Allgäu. Er war in einem sogenannten Schlafdorf unterwegs, trifft im Münchner Osten einen Pianisten, dem das Pendeln künftig droht. Und hoch im Norden der Republik eine Krankenschwester, die München resigniert den Rücken kehren musste.

DLF: Kein Interesse am Studium: Angehende Pflegekräfte machen lieber eine Ausbildung (12.05.2022)

DLF: Kriegsflüchtlinge und steigende Preis – warum der Andrang bei den Tafeln anhält (12.05.2022)

DLF: Pflegenotstand und Fachkräftemangel – Welche Probleme multikulturelle Pflegeteams bewältigen müssen (12.05.2022)
Ohne Zugewanderte stünde unser Gesundheitssystem vor dem Kollaps. Sprachprobleme und pflegerische Unterschiede führten in der Praxis aber immer wieder zu Konflikten in multikulturellen Teams, sagt Lisa Peppler vom Institut für medizinische Soziologie der Berliner Charité. So hat der Pflegeberuf in vielen Ländern einen anderen Status.

WDR: Mehr Bildungsgerechtigkeit durch Ungleichheit (11.05.2022)
Manche Kinder haben Eltern, die sie bei ihrer Bildung unterstützen können. Andere nicht. Ist es dann gerecht, in der Schule alle gleich stark zu fördern? Mit einem Schulsozialindex versucht NRW, Gelder zielgenauer auf die Schulen zu verteilen. Aber hilft das auch?

Deutschlandfunk Kultur: Stadtforscherin Tatjana Schneider – Einsatz für klimagerechte, soziale Städte (11.05.2022)
Gemüseanbau auf Häuserdächern, mehr Einzelhandel und kleine Fabriken im Stadtinneren: Die Architektin und Hochschulprofessorin Tatjana Schneider setzt sich für eine Stadtplanung ein, die sozialer und klimagerecht ist.

BR: „Lasst uns nicht allein!“ Pflegenotstand in häuslicher Pflege (09.05.2022)
Sonja Walser hält ihre sechsjährige Tochter Katharina im Arm – sie muss inhalieren. Im Anschluss darf sie heute hoffentlich die Grundschule besuchen – wenn die Pflegekraft nach Hause kommt. Seit Wochen zittert Mutter Sonja jeden Morgen, denn nur mit der Unterstützung einer Pflegekraft kann Katharina die erste Klasse besuchen – und Sonja Walser erledigt in der Zeit ihre Arbeit an der Hochschule Benediktbeuern. Doch seit Monaten sucht die Familie in Königsdorf händeringend Intensivpfleger/innen. Im Winter hat ihr einer der zwei Pflegedienste von einem Tag auf den anderen abgesagt – und dann stand die Familie mehr oder weniger alleine da. Und wie ihr geht es unzähligen Familien – bundesweit. Denn überall herrscht derzeit ein dramatischer Pflegenotstand – doch wie ist dieser überhaupt noch in der häuslichen Pflege zu bewältigen?  

DLF: Vision Inklusion – Wie Teilhabe wirklich gelingen kann (07.05.2022)
Rampen statt Treppen, Filme mit Untertiteln und betreutes Wohnen – das können nur erste Schritte sein, um eine Gesellschaft inklusiv zu gestalten. Denn für Menschen mit Handicap gibt es in weit mehr Lebensbereichen Hürden, die ein gleichberechtigtes und selbstbestimmtes Leben unmöglich machen. Und das obwohl Inklusion in der Bundesrepublik seit 2009 ein Grundrecht ist. Damit Menschen mit Behinderung zu ihrem Recht kommen, gibt es viele private Initiativen und innovative Projekte.

DLF: Eine EU-Richtlinie und ihre Auswirkungen – Unmut über ungleiche Behandlung von Kriegsflüchtlingen(06.05.2022)
Eine EU-Richtlinie, die bereits lange existiert, in diesem Jahr aber erstmals aktiviert wurde, sorgt für Unruhe und Verzweiflung. Auch in Deutschland. Denn die Richtlinie gesteht ukrainischen Flüchtlingen Leistungen zu, die andere Kriegsflüchtlinge nicht in Anspruch nehmen können.

DLF: Nach oben buckeln, nach unten treten. Warum Menschen Schwächere abwerten (05.05.2022)

WDR: Pflege: „Wir brauchen einen Masterplan“ (04.05.2022)
Laut einer Studie gibt es in Deutschland ein Potenzial von mindestens 300.000 zusätzlichen Vollzeit-Pflegekräften. Dafür müssten aber die Arbeitsbedingungen verbessert werden, sagt Michael Isfort, Deutsches Institut für angewandte Pflegeforschung.

WDR: Marode Schule ( 04.05.2022)
Undichtes Dach, gesperrte Stockwerke, nicht mal die Hälfte der Toiletten nutzbar: Die Gesamtschule Bockmühle in Essen ist schon seit Jahren marode. Ein Neubau soll 2028 fertig sein – doch bis dahin, so befürchten Lehrkräfte, Eltern und Schüler, wird nichts mehr in die alte Schule investiert. Julia Schöning über die Stimmung vor Ort.

HR: Mehr als nur Sprachbarrieren – Ukrainer und der deutsche Arbeitsmarkt (03.05.2022)
Etwa 390.000 Menschen sind aus der Ukraine nach Deutschland geflüchtet. 84 Prozent sind Frauen, viele von ihnen mit Kindern. Die Ukrainerinnen sind gut ausgebildet, etwa drei Viertel haben ein abgeschlossenes Studium, mehr als 90 Prozent Abitur. Doch für diese Frauen ist vor allem die Kinderbetreuung wesentlich, um einen Arbeitsplatz zu finden.

DLF: DigitalPakt Schule: Soziale Kluft wird durch ungleich verteiltes Geld verstärkt (03.05.2022)

Deutschlandfunk Kultur: Alterskriminalität – JVA statt Altenheim (03.05.2022)
Die Kriminalität von über 70-Jährigen nimmt in Deutschland zu. Betrug, Diebstahl und leichte Körperverletzungen führen die Statistik an. Viele Haftanstalten müssten sich auf Bedürfnisse älterer Menschen einstellen, so der Gerontologe Stefan Pohlmann.

BR: Arbeiten im Alter – Will ich? Darf ich? Kann ich noch? (01.05.2022)
Die einen wollen so früh wie möglich in Rente gehen, ihren Ruhestand genießen. Die anderen müssen mit ihrem Beruf aufhören, weil ihr Körper nicht mehr mitspielt. Und dann sind da noch die, die länger arbeiten müssen als bis zur Rente und die, die länger arbeiten wollen. Seit bald 150 Jahren versucht das deutsche Rentensystem etwas unglaublich Individuelles zu vereinheitlichen: Die Erwerbsbiografien aller Bürgerinnen und Bürger. Doch das wird immer schwieriger. Wie könnte man das ändern?

DLF: Bluttests auf Down-Syndrom als Kassenleistung – Ethik und Elternglück (01.05.2022)
Wenn eine Schwangere wissen möchte, wie hoch ihr Risiko ist, ein Kind mit Down-Syndrom zu bekommen, kann sie einen einfachen Bluttest machen lassen. Bisher mussten die werdenden Mütter dafür selbst zahlen. Jetzt werden die Tests zur Kassenleistung. Aus ethischer Sicht ist das umstritten.

DLF: Gründerin Lisa Jaspers – Für eine menschenzentrierte und nachhaltige Arbeitswelt (01.05.2022)
Lisa Jaspers, Gründerin von „Folkdays“, einem Berliner Unternehmen für „Contemporary Fair-Trade Design“, fordert eine Revolution der Arbeitswelt. Selbstbestimmter sollte diese sein, ohne Ausbeutung von Menschen oder Ressourcen. Ziel ist dann nicht der Erfolg eines Unternehmens, sondern wertebasiertes Arbeiten.

SR: Anders Arbeiten. Wie die Pandemie die Arbeitswelt verändert hat (30.04.2022)
Homeoffice, Kurzarbeit oder Jobverlust- mit Beginn der Corona-Pandemie hat sich für Viele der Arbeitsalltag verändert. Wie haben Beschäftigte diese Zeit erlebt? Und was ist davon nach zwei Jahren geblieben?

Deutschlandfunk Nova: Assistierter Suizid – Medizinrechtsanwältin Birgit Schröder (29.04.2022)
Im Februar 2020 hat das Bundesverfassungsgericht entschieden: § 217 Strafgesetzbuch ist verfassungswidrig – der Paragraph hatte bis dahin geschäftsmäßige Sterbehilfe in Deutschland verboten. Seither ist das selbstbestimmte Beenden des eigenen Lebens in Deutschland gesetzlich ungeregelt. Der Gesetzgeber muss Abhilfe schaffen. Birgit Schröder, Fachanwältin für Medizinrecht, erklärt in ihrem Vortrag die juristischen Grundlagen.

DLF: Made in Bulgaria – In den Nähfabriken der globalen Mode-Industrie (23.04.2022)
Ein Großteil der Kleidung, die Modegeschäfte rund um den Globus anbieten, wird unter prekären Bedingungen hergestellt. Das Label „Made in Europe“ verspricht hingegen ein gutes Gewissen mit Blick auf Lohn, Arbeitsschutz und Arbeitnehmerrechte. Und doch können Näher in Bulgarien kaum von ihrem Lohn leben.

BR: Medizinische Versorgungszentren – Zwischen Profit und Gesundheit (29.03.2022)
Seit rund eineinhalb Jahrzehnten können Praxisärzte in einer besonderen Rechtsform zusammenarbeiten: Medizinische Versorgungszentren (MVZ) können weit stärker als traditionelle Gemeinschaftspraxen wie Unternehmen arbeiten: Sie können ohne Probleme angestellte Ärzte beschäftigen und Kapital von außen einsammeln. Finanzinvestoren nutzen das und lassen immer mehr Geld in diesen Bereich fließen.

BR: Falle Sozialversicherung – geschiedene Bäuerinnen in Not (20.04.2022)
237 Euro – so hoch ist die Rente für mithelfende Bäuerinnen derzeit. Denn in der Landwirtschaft gilt Rente nur als zweites Standbein. Der Rest: Pachteinnahmen, familiäre Unterstützung. Scheidung kann so die Armutsfalle bedeuten.

BR: Kiffen erlaubt: Was bringt die geplante Cannabis Freigabe? (20.04.2022)
„Wir führen die kontrollierte Abgabe von Cannabis an Erwachsene zu Genusszwecken in lizenzierten Geschäften ein“, so heißt es wörtlich im Koalitionsvertrag der Ampelregierung. Auch wenn das Vorhaben gerade auf Eis liegt wegen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine, so ist die Legalisierung doch ein Thema, das viele bewegt: Was bringt die Cannabis-Freigabe? Wie sollte sie umgesetzt werden? Fragen im Dossier Politik mit Thies Marsen am Mikrofon und Studiogast Heino Stöver, Professor für sozialwissenschaftliche Suchtforschung an der Frankfurter Fachhochschule University of Applied Sciences.

Deutschlandfunk Kultur: Von der Hand in den Mund – Wenn Arbeit kaum zum Leben reicht (18.04.2022)
Sie arbeiten in der Pflege, als Reinigungskraft oder liefern Essen aus. Sie stecken in Minijobs, schlecht bezahlten Vollzeitstellen oder verdingen sich als digitale Tagelöhner – oft so schlecht bezahlt, dass es kaum zum Leben reicht. In dieser Reportage stellen wir fünf Menschen vor, bei denen genau das zutrifft.

DLF: Beruf des Schäfers – Mit 800 Tieren unterwegs im Elsebachtal (16.04.2022)
Den ganzen Tag an der frischen Luft sein, gemütlich mit den Schafen durch die Lande ziehen oder ein bisschen Rast auf der Wiese machen. Die Schäferidylle wurde oft besungen, doch die Realität sieht anders aus. Es ist einer der ältesten und härtesten Berufe in der Landwirtschaft. Gerade einmal 900 Berufsschäfer gibt es noch in Deutschland. Wie sieht ihr Alltag aus?

SW: Sterbende nicht allein lassen (15.94.2022)
Seit Februar 2020 sind Sterbehilfevereine in Deutschland wieder aktiv. Sie nutzen eine Grauzone und Gesetzeslücke: Das Gesetz zum Verbot der geschäftsmäßigen Sterbehilfe gilt nicht mehr, die Sterbehilfe muss erst neu geregelt werden. In den Kirchen wird die Sterbehilfe kontrovers diskutiert. Einige prominente Protestantinnen und Protestanten plädieren dafür, auch in evangelischen Einrichtungen Sterbehilfe zuzulassen. Wir sprechen mit Menschen, die ihre Angehörigen bei der Hilfe zum Sterben begleitet haben. Und mit Menschen, die entschlossen sind, notfalls Sterbehilfe in Anspruch zu nehmen.

BR: Klinik-Krise nach Corona-Krise? – Versorgung zwischen medizinischer Expertise und wirtschaftlichen Zwängen (10.04.2022)
60 Prozent aller deutschen Kliniken gehen davon aus, dass sie im vergangenen Jahr ein Defizit gemacht haben. Kleinen Kliniken droht die Schließung von Abteilungen oder das komplette Aus. Aber auch die medizinische Kompetenz entscheidet über den Fortbestand. Und die ist in größeren Krankenhäusern oft deutlich größer als in kleinen.

DLF: An Mamas Seite – Wie Österreich die Pflege organisiert (09.04.2022)
Viele Pflegebedürftige in Österreich möchten zuhause betreut werden: Von Angehörigen, die sich im Burgenland vom Staat anstellen lassen können oder auch von 24-Stunden-Pflegerinnen aus den osteuropäischen Ländern. Österreich gilt als Vorbild, wenn es um die Organisation der Pflege gilt. Doch das System gerät durch eine alternde Gesellschaft unter Druck.

Deutschlandfunk Nova: Bedingungsloses Grundeinkommen macht uns resilient – Ökonom Bernhard Neumärker (18.03.2022)
Viele Menschen haben während der Corona-Pandemie ihre Arbeit verloren. Der Staat hat versucht, das mit Kurzarbeitergeld und Soforthilfen aufzufangen. Das war teuer, bürokratisch und konnte trotzdem nicht alle Existenzängste beseitigen. Mit einem Bedingungslosen Grundeinkommen würde das deutlich besser gelingen, argumentiert Bernhard Neumärker in seinem Vortrag. Mit seinem Team hat Bernhard Neumärker verschiedene Modelle durchgerechnet und kommt am Beispiel der Corona-Maßnahmen zu dem Schluss, dass ein Grundeinkommen letztlich sogar günstiger gewesen wäre als die Finanzierung der unterschiedlichen Corona-Maßnahmen.

BR: Armut bei jungen Erwachsenen: Wenn Kinder die Eltern finanziell unterstützen (09.03.2022)
Schullektüre für 5 Euro, frische Brezen zum Frühstück; den Eintritt ins Schwimmbad: In Familien mit wenig Geld sind das Investitionen, die nicht einfach so möglich sind. Für die Kinder, die in armen Familien aufwachsen, ist das belastend. Und wenn sie erwachsen werden und ihr erstes Geld verdienen, wird es häufig nicht leichter, denn solange sie in mit ihrer Familie unter einem Dach wohnen, sind sie Teil der Bedarfsgemeinschaft – und müssen somit Verdienst abgeben. Was bedeutet es, wenn junge Erwachsene für ihre Familien aufkommen müssen?

Deutschlandfunk Kultur: Kirchenaustritte: Brechen damit auch soziale Leistungen weg? Interview mit Carsten Frerk (13.04.2022)

Deutschlandfunk Kultur: Politologe Lukas Haffert – Der Konflikt zwischen Stadt und Land wächst (09.04.2022)
Die unterschiedlichen Lebenswelten in der Stadt und auf dem Land drücken sich auch immer mehr in Wahlergebnissen aus. So sind die urbanen „Grünen“ in den Metropolen stark, die AfD eher auf dem Land. Und der Politologe Lukas Haffert sieht wachsendes Konfliktpotenzial.

DLF: Syrische Flüchtlinge in der Türkei – Schutz ohne sichere Zukunft (08.04.2022)
Etwa vier Millionen Flüchtlinge aus Syrien hat die Türkei aufgenommen. Sie erhalten Schutz vor Abschiebung, Zugang zum Gesundheitswesen, zu Schulen, Universitäten und sozialen Diensten. Doch Aussicht auf legale Arbeit und Staatsbürgerschaft kann und will ihnen der türkische Staat nicht zugestehen.

DLF: DDR-Sozialisation Umbruch. Der geringere Gender-Pay-Gap in Ostdeutschland (07.04.2022)

HR: Ford-Entwicklung am laufenden Band – Wie die Arbeitswelt immer wieder neu erfunden wird (07.04.2022)
»Henry Ford, benannt nach der gleichnamigen Automarke, gilt als „Erfinder“ des Fließbands. Das setzte seinerzeit, vor mehr als 100 Jahren, eine gewaltige Umwälzung der industriellen Arbeits- und Produktionsprozesse in Gang. Mehr Work-Flow als am Fließband? Damals undenkbar! Ford, der schillernde Initiator dieser revolutionären Entwicklung, ist heute auf den Tag genau vor 75 Jahren gestorben. Aber das Arbeitsleben ist seitdem natürlich weitergegangen, mit vielen weiteren Umwälzungen im Laufe der Jahrzehnte bis hin zur heutigen Fabrik und erst recht auf dem Weg zur Fabrikation der Zukunft. Umwälzungen, die auch unsere Gedanken rotieren lassen sollten. Denn wie einst der „Fordismus“ haben auch sie tiefgreifende Folgen für die Industrie, ihre Beschäftigten und für die Gesellschaft, in der wir alle leben.«

DLF: Umnutzen und neu denken – Konzepte für bezahlbares Wohnen (03.04.2022)
In Deutschland fehlen hunderttausende Wohnungen, vor allem im bezahlbaren Segment. Deshalb möchte die Ampelkoalition das Angebot erhöhen und 400.000 neue Wohnungen bauen – pro Jahr. Es kann aber auch sinnvoll und attraktiv sein, Bestandsimmobilien umzunutzen. Gerade in den Städten, wo es kaum Bauland gibt.

DLF: Philosoph Michael Quante – Sinn und Selbstwert des arbeitenden Menschen (03.04.2022)
„Wir erleben die Fließbandisierung der sozialen Berufe“, sagt der Philosoph Michael Quante. Wer aber Pflege auf Versorgung reduziere, Bildung auf Ausbildung und Medizin auf Reparatur, werde der Sinnhaftigkeit dieser Arbeit nicht gerecht. Mit Karl Marx glaubt Quante an eine „sozial gerechte, befreite“ Wirklichkeit.

SWR: Pflegeheime in der Pandemie – Isolation und Einsamkeit (24.03.2022)
Menschen in Altenheimen sollen vor Corona geschützt werden, doch das hat teils gravierende Folgen: Einsamkeit und Depression, körperlicher Abbau. Vielen fehlt die soziale Teilhabe. Eines scheint allerdings klar: Pflegebedürftige sollen nicht mehr pauschal von der Außenwelt und ihren Angehörigen isoliert werden.

Deutschlandfunk Kultur: Lieferdienste in New York – Revolution des Einzelhandels (24.03.2022)
Nur 15 Minuten nach dem Klick sollen die Lebensmittel nach Hause kommen. Damit werben Lieferdienste in New York und revolutionieren somit den Einzelhandel. Oft auf dem Rücken der Fahrer, die sich jetzt das Recht erkämpften, auf Toilette zu gehen.

Deutschlandfunk Kultur: Strukturwandel in Gelsenkirchen – Raus aus der „Vergeblichkeitsfalle“ (22.03.2022)
Gelsenkirchen ist groß geworden durch den Bergbau, Kohle, Eisen und Stahl – und dann tief gestürzt in Armut und Arbeitslosigkeit. Die großen politischen Probleme stehen auf der Tagesordnung. Wie lebt es sich dort, und wie kann es wieder aufwärts gehen?

DLF: Arbeitsmarkt – Die Ausbeutung von Wanderarbeitern in Deutschland (21.03.2022)
Armut hat viele Gesichter. Ausbeutung auch. Und es gibt sie auch in einem reichen Land wie Deutschland. Betroffene schildern, wie ihnen grundlegende Rechte vorenthalten werden. Und wie im Ernstfall keiner etwas davon wissen will.

HR: Emanzipation der Arbeitnehmer: Wie Corona unsere Arbeitsmoral verändert hat (18.03.2022)
Die Corona-Pandemie hat uns Zeit zum Nachdenken gebracht. Das hat dazu geführt, dass immer mehr Arbeitnehmer ihren Job reflektieren und unter den alten Bedingungen nicht mehr arbeiten wollen. Schwappt die große Kündigungswelle aus den USA auch zu uns?

Deutschlandfunk Nova: Bedingungsloses Grundeinkommen macht uns resilient – Ökonom Bernhard Neumärker (18.03.2022)
Viele Menschen haben während der Corona-Pandemie ihre Arbeit verloren. Der Staat hat versucht, das mit Kurzarbeitergeld und Soforthilfen aufzufangen. Das war teuer, bürokratisch und konnte trotzdem nicht alle Existenzängste beseitigen. Mit einem Bedingungslosen Grundeinkommen würde das deutlich besser gelingen, argumentiert Bernhard Neumärker in seinem Vortrag. Mit seinem Team hat Bernhard Neumärker verschiedene Modelle durchgerechnet und kommt am Beispiel der Corona-Maßnahmen zu dem Schluss, dass ein Grundeinkommen letztlich sogar günstiger gewesen wäre als die Finanzierung der unterschiedlichen Corona-Maßnahmen.

SWR: Solidarität unter Druck – Was können Gewerkschaften noch leisten? (17.03.2022)
Die Gewerkschaften verlieren Mitglieder, mehr als je zuvor; beim DGB betrug der Schwund letztes Jahr 120.000. Außerdem mangelt es an Frauen und an Nachwuchs. Wozu brauchen wir noch Gewerkschaften? Welche Rolle spielen sie beim Zusammenhalt der Gesellschaft? Marion Theis diskutiert mit Prof. Dr. Klaus Dörre – Soziologe, Universität Jena, Dr. Ursula Weidenfeld – Wirtschaftsjournalistin, Susanne Wingertszahn – DGB Rheinland-Pfalz/Saarland

DLF: Cannabis als Genussmittel – Mit legalen Strukturen gegen den illegalen Markt (17.03.2022)
Trotz anhaltender Kritik will die Ampelkoalition Cannabis als Genussmittel für Erwachsene freigeben. So will sie den Schwarzmarkt austrocknen, Drogenkriminalität bekämpfen und Konsumenten aus der Illegalität holen. Die Legalisierung von Cannabis aber ist ein politisches und gesellschaftliches Mammutprojekt.

DLF: Einrichtungsbezogene Impfpflicht – Die Pflege- und Gesundheitsbranche im Zwiespalt (15.03.2022)
Alle, die in der Gesundheits- und Pflegebranche tätig sind, müssen ab heute einen Impf- oder Genesenenstatus vorlegen. Das wurde im Dezember im Bundestag beschlossen. Bundesweit finden seitdem Proteste statt. Für die Gegner gilt: Die Impfpflicht ist ein Eingriff in ihre Selbstbestimmung. Droht jetzt ein akuter Pflegenotstand?

SR: „Die ewige Aushilfe“ – Passen Minijobs noch in unsere Zeit? (11.03.2022)
Etwas dazu verdienen – manche wollen das, andere müssen eine geringfügige Beschäftigung annehmen. Vor allem Frauen sind Minijobber. Warum? Muss sich an der Struktur nicht grundlegend etwas ändern?

DLF: Klinik-Krise – Wie Deutschlands Krankenhäuser wirtschaftlich überleben können (05.03.2022)
Schon vor der Corona-Pandemie steckten viele Krankenhäuser in Deutschland in den roten Zahlen. Und trotz der Milliarden-Zuschüsse sind inzwischen noch mehr Kliniken nicht mehr wirtschaftlich. Die Stimmen nach einem grundlegenden Umbau der Krankenhauslandschaft in Deutschland werden lauter.

DLF: Neue Utopien für soziale und ökologische Nachhaltigkeit (03.03.2022)

DLF: Betriebsratswahlen – Mitbestimmen statt Befehle empfangen (26.02.2022)
Die Betriebsratswahlen am 1. März stellen einen Generationenwechsel von Räten mit linkem Selbstverständnis hin zu einer jungen Generation mit mehr kämpferischer Einstellung nach den Erfahrungen der Wende dar. Aber auch rechte Kandidaten drängen in die Betriebsräte – und der IG Metall droht bei Tesla eine symbolische Schlappe bei den Betriebsratswahlen.

BR: Zwischen Lavendel und Fremdenhass – Rechtsradikale Gemeinden im Süden Frankreichs (27.02.202)
Bei den Regionalwahlen 2021 in Frankreich blieben rechtsnationale Kräfte zwar weitgehend erfolglos. Trotzdem sind sie nicht auf dem Rückzug. Insbesondre in der Provinz PACA, Provence Alpes Cotes d’Azur. Christian Sachsinger über rechtsradikale Gemeinden in Südfrankreich kurz vor den Präsidentschaftswahlen.

DLF: Stimmen aus der Banlieue – Auch wir sind Frankreich (26.02.2022)
Vor allem Politiker des rechten Randes warnen vor der Banlieue als Bedrohung für ganz Frankreich. In den Randgebieten der französischen Großstädte leben über fünf Millionen Menschen, häufig mit einer Migrationsgeschichte. Viele sehen sich und ihr Leben falsch dargestellt und wehren sich dagegen.

BR: Die Geschichte der Arbeitsmoral – Drückeberger, Leistungsträger, Workaholics (24.02.2022)
Arbeitsmoral, das ist eine schwierige Sache. Meist beklagt man ein zu wenig als ein zu viel davon. Aber warum eigentlich? – Ein Blick in die Geschichte zeigt: Die Verknüpfung von Arbeit und Moral ist eine Erfindung der Neuzeit. Heute hat Arbeitsmoral weniger mit althergebrachten Werten zu tun, als mit den realen Arbeitsbedingungen.

BR: Beruf: Hausfrau – Die Geschichte einer Arbeiterin (24.02.2022)
Die klassische „Hausfrau“ ist tot. Oder doch nicht? Wer kocht, putzt und wäscht, wenn alle arbeiten? Und wann entstand das Bild der „Hausfrau“?

DLF: Die Diskussion über andere Wochenarbeitszeiten – nur etwas für die Elite? (24.02.2022)

NDR: Die Lehrerlücke: An Schulen fehlen die Fachkräfte (24.02.2022)
Die Corona-Jahre haben es deutlich gezeigt: Schule ist viel mehr als Bildungsvermittlung. Schule ist sozialer Lernort, Schule ist wichtig für die Psyche der Kinder, Schule kann gar nicht wichtig genug genommen werden. Dennoch: Oft fällt in deutschen Schulen der Unterricht aus. Und das nicht nur wegen Corona. Lehrer sind überlastet, geben ihren Job auf – oder beenden die Ausbildung erst gar nicht. Ein Strukturproblem: Es gibt immer mehr schulpflichtige Kinder – aber zu wenige Lehrerinnen und Lehrer. Alles bekannt. Doch Gegensteuern ist schwierig – berichtet Armin Himmelrath.

Deutschlandfunk Kultur: Suizide in der DDR – Geheime Verschlusssache (23.02.2022)
In der DDR war die Suizidrate europaweit am höchsten. Geforscht werden durfte dazu aber nicht, Statistiken blieben geheim. Manche widersetzten sich dem Forschungsverbot und nach dem Mauerfall wurden sogar verlorengeglaubte Akten wiedergefunden.

Deutschlandfunk Kultur: Hochlohn-Kreis Böblingen – Warum im Ländle viele viel verdienen (23.02.2022)

Deutschlandfunk Kultur: Kreis Saale-Orla in Thüringen – Wo viele wenig verdienen (22.02.2022)
Der Kreis Saale-Orla in Thüringen ist trauriger Spitzenreiter: Kaum irgendwo in Deutschland arbeiten so viele Menschen im Niedriglohn-Sektor wie dort. Obwohl sie Vollzeit arbeiten, reicht der Lohn kaum aus. Aber es gibt auch positive Gegenbeispiele.

HR: My home is my office. Wie lange noch? (22.02.2022)
Corona kreißte und gebar aus dieser Not (wie neu) das Homeoffice. Was daraus inzwischen entstanden ist an heimischen Arbeitstischen, Arbeitsräumen, Arbeitsweisen, das ist für die einen auch nach zwei Jahren Pandemie immer noch eine Notlösung. Viele andere dagegen witterten von Anfang an die Gelegenheit, endlich aus der Not die ersehnte Tugend zu machen. Aber nun, da immer lauter über ein näher rückendes Ende der Not nachgedacht wird, winkt oder droht womöglich auch dem Homeoffice der Feierabend. „Endlich!“, rufen die einen. „Bitte nicht!“, rufen die anderen und suchen deshalb Heil im Bundesarbeitsministerium. Die Gretchenfrage lautet also: Welchen Platz hat, welchen Komfort bietet und welche Räume öffnet das Homeoffice in der post-pandemischen Arbeitswelt?

SWR: Erzieherinnen im Stress: Was ist uns Kinderbildung wert? (22.02.2022)
Erzieherinnen machen einen Höllenjob: Ständig unter Strom, dauernd beansprucht, mäßig bezahlt; dazu die Verantwortung für Kinder, das kostbarste Gut, was wir haben. In der anstehenden Tarifrunde fordern sie bessere Arbeitsbedingungen, mehr Geld und Maßnahmen gegen den Personalmangel. Das könnte teuer werden für Staat und Steuerzahler. Was wollen wir uns frühkindliche Bildung kosten lassen?

SWR: Kinder und Kosten – Was ist uns frühe Bildung wert? (21.02.2022)
Lärm, Zeitdruck, Kollegenmangel: Erzieherinnen machen einen Höllenjob mit viel Verantwortung. Das wird wenig anerkannt, dabei stellen sie wichtige Weichen für die Zukunft der Kleinsten. Am Freitag beginnt die Tarifrunde. Ist Kinderbildung Luxus? Wieviel davon wollen wir uns leisten? Marion Theis diskutiert mit Anja Braekow – Verband Kita-Fachkräfte Baden-Württemberg, Dr. Sina Veronika Fackler – Deutsches Jugendinstitut, Markus Zwick – Oberbürgermeister Pirmasens

Deutschlandfunk Kultur: Polizist und Autor Oliver von Dobrowolski – Im Einsatz für eine bessere Polizei (21.02.2022)
Als Kriminalhauptkommissar arbeitet Oliver von Dobrowolski an Berlins sozialen Brennpunkten. Offen kritisiert der Polizist Missstände in den eigenen Reihen. Für eine „bessere Polizei“ hat der 46-Jährige die Initiative „BetterPolice“ gegründet.

Deutschlandfunk Kultur: Gesetzliche Betreuung – Ein Mensch ist keine Akte (20.02.2022)
Katharina Wagner bekommt ihre Klienten von einer Behörde zugewiesen. Oft sind diese krank, psychisch eingeschränkt, manche obdachlos. Alle brauchen ihre Zeit, ihre Hilfe. Katharina Wagner schafft das irgendwie. Die Geschichte einer Alltagsheldin.

DLF: Altruismus – Der Mensch in Zeiten der Katastrophe (20.02.2022)
In Katastrophensituationen neigt der Mensch zu Massenpanik, hat ein Gefühl der Ohnmacht und Egoismus und kriminelle Verhaltensweisen nehmen zu: so drei gängige Annahmen. Zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen offenbaren jedoch ein deutlich optimistischeres Bild des Menschen.

DLF: Das Ende der Truckerromantik – Ausbeutung auf der Autobahn (19.02.2022)
LKW-Fahrer haben einen knallharten Job: Sie fahren tausende Kilometer kreuz und quer durch Europa, immer unter Zeitdruck. Ihr Wohn- und Schlafzimmer ist die Führerkabine, oft sind sie wochenlang nicht zu Hause. Manfred Götzke hat mit osteuropäischen Fahrern über ihr Leben auf der Straße gesprochen – und war mit einem deutschen Trucker auf Tour, der ihm erzählt hat, wie sich seine Arbeit verändert hat.

HR: Von Heimlichtuereien und Kündigungen: Betriebsratswahlen mit Hindernissen (18.02.2022)
Meistens ist es kein großes Thema. Aber immer wieder kommt es bei der Wahl zum Konflikt. Von März bis Mai wird wieder gewählt und so einfach wie im Gesetz ist es nicht immer.

DLF: Investitionen in frühkindliche Bildung – Bildungsexpertin: Kita schafft Grundlage für positiven Bildungsverlauf (18.02.2022)
Etwa zehn Prozent der 18- bis 25-Jährigen in Deutschland bricht die Schule ohne Abschluss ab. Die Basis für eine erfolgreiche Bildungskarriere werde aber bereits früher, in der Kita gelegt, sagte Bildungsexpertin Anette Stein. Dafür brauche es ausreichende Ressourcen und qualifiziertes Fachpersonal.

BR: Krankenbesuche in der Pandemie – Pflegende, Patienten und Angehörige zwischen Menschlichkeit und Infektionsschutz (18.02.2022)
Welch wichtige Rolle Angehörige von Klinikpatienten bei Heilungsprozessen spielen, zeigt sich in aller Deutlichkeit, wenn sie – wir zurzeit pandemiebedingt – kaum oder gar nicht in die Klink dürfen. Manches kann durch das Krankenhauspersonal kompensiert werden, doch bei Weitem nicht alles. Pflegende und Patientenvertreter berichten, was sie erleben.

BR: Was, wenn die künstliche Intelligenz übernimmt? (16.02.2022)
KI wird in immer mehr Unternehmen eingesetzt. Manchmal um die Mitarbeiter von Routinearbeit zu entlasten, manchmal aber übernehmen die Computer auch die Entscheidungen und damit dreht sich das Verhältnis um: Der Mitarbeiter wird zum Handlanger der Maschine. Beispiel Banken. Dort übernehmen manchmal Roboter schon die Anlageentscheidung eines Investmentfonds. Und manchmal, da ersetzt die KI den Menschen sogar komplett.

NDR: Recht auf Faulheit? Wie die Pandemie unsere Arbeit verändert (17.02.2022)
Die Corona-Pandemie war und ist für alle eine Belastung. Doch der verordnete Stillstand ließ viele Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen auch Aufatmen, bedeutete eine Pause. Kurzarbeit und Homeoffice gaben Raum für das eigene Ich und die Frage: Wie will ich leben? Wie will ich arbeiten? Und wie viel will ich arbeiten? In den USA entstand aus solchen Überlegungen die „AntiWork“- Bewegung. Sie setzt sich für bessere Arbeitsbedingungen, mehr Autonomie und das Recht auf Faulheit ein. Und auch in Deutschland wachsen die Zweifel am Sinn von Pendeln, Überstunden und Termindruck.

SWR: Personalmangel mit Ansage – Welche Folgen hat die Pflege-Impfpflicht? (15.02.2022)
In Krankenhäusern oder Altenheimen sollen künftig nur noch geimpfte Beschäftigte arbeiten dürfen. So sieht es das Gesetz vor. Was passiert, wenn dann tausende ungeimpfte Pflegekräfte nicht mehr zum Dienst kommen dürfen? Verbände und Einrichtungen warnen: Die Impfpflicht gefährde die Versorgungssicherheit, Bayern will sie deshalb verschieben. Die aktuelle Diskussion wirft – wieder einmal – ein Schlaglicht auf die oft dramatische Situation in der Pflegebranche. Was lässt sich dagegen tun? Geli Hensolt diskutiert mit Prof. Dr. Annika Herr – Gesundheitsökonomin, Leibniz Universität Hannover, Ricardo Lange – Intensivpfleger und Buchautor, Berlin, Bernhard Schneider – Hauptgeschäftsführer Evangelische Heimstiftung, Stuttgart

BR: Das Verschwinden der Mitte – Leben zwischen Aufstiegshoffnung und Abstiegsangst (15.12.2022)
Noch immer sieht sich die bundesrepublikanische Gesellschaft als Gesellschaft der Mitte. Ob Friedrich Merz oder Facharbeiter – alle wollen Teil der Mittelschicht sein. Aber gibt es sie überhaupt noch, die Mittelschicht? Und, wenn ja, wo ist sie zuhause? Markus Metz kehrt zurück nach „Mittelstadt“ – eine kleinbürgerliche Illusion, die es nicht mehr gibt?

WDR: Klassenjustiz in Deutschland? – Ronen Steinke (14.02.2022)
Vor dem Gesetz sind alle Menschen gleich, heißt es. Stimmt aber nicht, sagt Ronen Steinke. Denn unser Justizsystem werde immer ungerechter. Warum? Darüber spricht der Journalist und Jurist in der Redezeit.

SR: Evke Rulffes: Die Erfindung der Hausfrau. Geschichte einer Entwertung (13.02.2022)
Warum haben Frauen, allen voran Mütter, häufig das Gefühl, alles alleine schaffen zu müssen? Was hat unser Hausfrauenbild geprägt? Ein Gespräch über Rollenbilder, Machtverhältnisse und die „Erfindung der Hausfrau“.

SWR: Das Hickhack um die Pflege-Impfpflicht – Worum geht es? (12.02.2022)
Die Diskussion um die Impfplicht für alle, die im Gesundheitswesen arbeiten, läuft. Laut Gesetz sollen ungeimpfte Krankenpflegerinnen und oder Altenhelfer ab Mitte März nicht mehr arbeiten dürfen. Kritiker warnen vor riesigem Personalmangel. Bayern will den Start deshalb verschieben, andere Bundesländer drängen auf fristgerechte Umsetzung. Was bedeutet das Hin- und Her für die Einrichtungen, für Beschäftigte und Pflegebedürftige?

DLF: Welche Arbeit haben Einrichtungen mit der Impfpflicht? Interview Marcus Jogerst (11.02.2022)

SR: Mehr Frustration?! Die Pflege und die Impfpflicht (11.02.2022)
Mehr Frustration?! Die Pflege und die Impfpflicht Ab Mitte März soll die einrichtungsbezogene Impfpflicht gelten. Doch darüber gibt es politischen Streit. Auch die Träger haben noch viele Fragen. Und was halten Pflegekräfte davon?

rbb: Bessere Unterstützung für Wohnungslose in Berlin (11.02.2022)
Geschätzt leben um die 50 000 Obdach- und Wohnungslose in Berlin. Bis 2030 soll niemand mehr auf der Straße leben, hat sich der Senat vorgenommen. Um das zu erreichen, hat er einige neue Projekte angestoßen. Anja Dobrodinsky berichtet über das Prinzip „Wohnung zuerst“, über Stadtführungen mit ehemaligen Obdachlosen und ehrenamtliche Helfer.

DLF: Klinik oder Knast – Warum mehr süchtige Straftäter im Maßregelvollzug landen (09.02.2022)
Die Gerichte schicken immer mehr drogenabhängige Straftäter in den Maßregelvollzug. Die forensischen Kliniken sind überfüllt, die Wartelisten lang. Das Bundesjustizministerium will jetzt das Strafgesetzbuch reformieren.

WDR: Altersarmut – Irene Götz (11.02.2022)
Frauen werden im Alter eher arm als Männer. Mehr Frauen arbeiten in Teilzeit und verdienen insgesamt auch durchschnittlich weniger als Männer. Die Professorin für Ethnologie und Kulturwissenschaft Irene Götz untersucht, wie arme Menschen leben.

BR: Sozialarbeiter – gefragter, gefährdeter, integrativer denn je (09.02.2022)
Sie führen ein Leben an vorderster Front, wenn es darum geht, Menschen aufzufangen. Alleine deswegen sind die Mitarbeiter der Jugendheime und Jugendzentren seit Beginn der Pandemie diejenigen, die nahezu alle an der Krankheit erkrankten, denn sie gehen weiterhin mit ihren Klienten auf Tuchfühlung. Eine Alternative gibt es kaum. An Zusperren und ab ins Homeoffice ist jedenfalls nicht zu denken. Sie wollen die jungen Menschen nicht sich selbst überlassen. Wie geht es den jungen Menschen? Wie den Sozialarbeitern seit der Pandemie? Wie bewältigen sie ihre Arbeit?

NDR: Pflege rund um die Uhr (09.02.2022)
Schätzungen zufolge arbeiten in Deutschland 300.000 bis 600.000 Menschen in der 24-Stunden-Pflege. Gesprächssendung.

NDR: Betreuungskräfte aus Osteuropa: Immer da und ausgenutzt? (2/2) (09.02.2022)
Pflegebedürftige werden oft von Frauen aus Osteuropa betreut. Was bedeutet der Preisdruck in der Branche für diese Leute? 24-Stunden-Betreuung – das ist oft die schnelle Lösung für pflegebedürftige Menschen, die weiter zuhause leben wollen. Mehr als drei Millionen werden in Deutschland im eigenen Zuhause gepflegt. Tendenz steigend. Für die Angehörigen bedeutet das: entweder viel Zeit freischaufeln, den eigenen Job aufgeben und sich selbst kümmern. Oder: über eine der zahlreichen Vermittlungsagenturen, die im Internet ihre Dienste anbieten, eine Betreuerin einstellen. Die Nachfrage nach solchen Betreuerinnen ist groß. Und es herrscht Preisdruck. Doch was bedeutet das für diejenigen, die diese Arbeit machen? Meist ungelernte Frauen aus Osteuropa. Schätzungen zufolge mehr als 600.000 Menschen.

NDR: Betreuungskräfte aus Osteuropa: Immer da und ausgenutzt? (1/2) (08.02.2022)
Viele Menschen in Deutschland werden von Pflegehilfen aus Osteuropa gepflegt. Deren Arbeitsbedingungen sind meist schlecht. In Deutschland werden mehr als drei Millionen Pflegebedürftige laut statistischem Bundesamt Zuhause gepflegt. Gut zwei Millionen von ihnen allein durch sogenannte selbst beschaffte Pflegehilfen. So die Formulierung im Gesetz. Das können Angehörige sein, oder: eine sogenannte 24-Stunden-Betreuerin. In aller Regel Frauen aus dem Osten Europas, die für einige Monate bei den Pflegebedürftigen einziehen. Sie gelten mittlerweile als eine der Säulen des Pflegesystems. Sie springen ein, übernehmen einen Job, den in Deutschland kaum noch jemand machen will. Die Arbeitszeiten sind lang. Das Gehalt schmal. Kontrollen gibt es in dem Bereich kaum. Und die Bedingungen für Betreuerinnen werden eher schlechter statt besser: Es herrscht Preisdruck und die Nachfrage wächst.

BR: Mein Wohl, Dein Wohl, Unser Wohl – Aufschwung für die Gemeinwohlökonomie (07.02.2022)
Ludwig Erhard hat die soziale Marktwirtschaft ausgerufen. Der Staat sichert den freien Wettbewerb bei gleichzeitiger Wahrung sozialen Gleichgewichts. Allerdings ist unser Wirtschaftssystem aus den Fugen geraten. Es zählt häufig nur noch Gewinnmaximierung, ethische, soziale und nachhaltige Werte sind vielfach verloren gegangen. Um die Fugen wieder zu kitten hat der österreichische Wirtschaftsreformer Christian Felber das Modell der Gemeinwohlökonomie populär gemacht – Kooperation und Solidarität statt Konkurrenz und Gewinnmaximierung. Und die neuen Werte lassen sich genau bilanzieren in der so genannten Gemeinwohlbilanz.

DLF: Weg von der Straße – Wie Obdachlose wieder ein Zuhause finden (05.02.2022)
Wer einmal auf der Straße lebt, findet schwer wieder zurück in einen geregelten Alltag. Wer nimmt schon einen Obdachlosen oder eine Obdachlose zur Miete, wer gibt denjenigen eine Chance, die ganz am Boden sind? Vivien Leue hat für das Wochenendjournal mit Menschen gesprochen, die keinen Ort zum Heimkehren haben.

DLF: Ursprünge der Armutsforschung – Von der Hand in den Mund (03.02.2022)
Armut gibt es, seit Menschen in organisierten Gemeinschaften zusammenleben. Systematische Beobachtungen und Forschung dazu folgten hingegen erst viel später, im deutschsprachigen Raum etwa von der Schriftstellerin Bettina von Arnim. Ein Blick auf die Geschichte der Armutsforschung.

DLF: Frankreich – Profitgier in Pflegeheimen von Orpéa (02.02.2022)

DLF: Das Geschäft mit der Pflege in Europa – Interview mit Stefan Sell (02.02.2022)

BR: Nachtarbeiter – schuften wenn andere schlafen (02.02.2022)
Krankenhausmitarbeiter und Polizisten, Musiker und Theatermenschen, Bandarbeiter und Labormitarbeiter. Sie arbeiten in der Nacht und schlafen und leben am Tag. Was macht das mit den Menschen, wie kommen sie mit Freunden und Familie zurecht und wie geht es ihnen gesundheitlich?

DLF: Die Lehrerlücke – Was man gegen Fachkräftemangel an den Schulen tun kann (01.02.2021)
In Deutschlands Schulen fehlen Lehrkräfte. Die Folgen: Unterrichtsausfall, verringertes Angebot und eine hohe Arbeitsbelastung der vorhandenen Pädagogen. Das Problem ist seit langem bekannt – und dürfte sich weiter verschärfen. Gegensteuern ist schwer.

HR: Alltagsproblem Armut – Mehr als nur ein leeres Portemonnaie (01.02.2022)
In Hessen steigt die Armut deutlich steiler an als in allen Nachbarbundesländern und hat erneut einen historischen Höchststand erreicht. Nach dem Armutsbericht, den der Paritätische Gesamtverband Mitte Dezember veröffentlicht hat, hat die Armutsquote im ersten Corona-Jahr in Hessen einen Sprung um 1,3 Prozentpunkte nach oben gemacht. Im Bundesdurchschnitt ist sie dagegen nur um 0,2 Prozentpunkte gewachsen. 2020 lag die Armutsquote in Hessen demnach bei 17,4 Prozent, deutschlandweit bei 16,1 Prozent. Warum steigt ausgerechnet in Hessen die Armut so stark an? Wie leben arme Menschen in Hessen? Und: Was muss passieren damit mehr Menschen die Armut hinter sich lassen? Wir sprechen mit dem Hessischen Paritätischen über die Lage der Armen in Hessen und mit einer Expertin über die Möglichkeiten zur Bekämpfung der Armut.

Deutschlandfunk Kultur: Armut und Würde – „Das Leid eines Mitmenschen darf mich nicht unberührt lassen“ (30.01.2022)

DLF: Working Class – Die Wohlstandsillusion (30.01.2022)
Es ist die bescheidene, deutsche Variante des „American Dream“, das Versprechen an die Kinder „Ihr sollt es einmal besser haben.“ Allein: Es trägt in vielen Fällen nicht mehr. Vermögensaufbau aus eigener Kraft ist für viele Bundesbürger unmöglich. Journalistin und Autorin Julia Friedrichs hinterfragt in ihrem kürzlich erschienenen Sachbuch „Working Class: Warum wir Arbeit brauchen, von der wir leben können“.

DLF: Keyboarder Karl – Geschichten vom Alleinunterhalter (28.01.2022)
Karl-Josef Jörissen vor seinem Keyboard.50. Geburtstag, silberne Hochzeit, Schützenfest: Das ist die Welt, das ist das Leben des Alleinunterhalters Keyboarder Karl. Doch oft ist dieses Leben ganz schön hart.

HR: „Chill doch mal!“ – Die sedierte Gesellschaft (27.01.2022)
Sie sind ein Segen in der Notfallmedizin, die Benzodiazepine, gemeinhin als Beruhigungs- und Schlafmittel bekannt. In Watte gepackt übersteht man die Phase kurz vor einer Operation oder eine Panikattacke einfach besser. Zunehmend aber entdecken Jugendliche die „Benzos“ für sich, ebenso wie Opioide, eigentlich als Schmerzmittel im Einsatz. Dass die Medikamente verschreibungspflichtig sind und schnell süchtig machen können, stört offensichtlich nicht. Experten sprechen von popkulturellen Einflüssen und einer „Lieferandoisierung“ des Drogenmarktes – mit wenigen Klicks ist die Bestellung perfekt. Über 1,5 Millionen Menschen sind nach Schätzungen von Benzodiazepinen abhängig, darunter auch viele Ältere, den wenigsten merkt man es an. Wie gefährlich ist die neue Verbreitung dieser Medikamente?

SWR: „Vor dem Gesetz sind nicht alle gleich“ – Ronen Steinke über die neue Klassenjustiz (27.01.2022)
„Arme Leute erleben die ungefilterte Härte des Strafrechts, während reiche Leute gute Chancen haben, sich aus der Affäre zu ziehen und beides hat in den letzten 20 Jahren noch zugenommen“, sagt der Journalist und Autor Ronen Steinke. Von ihm erscheint jetzt das Buch „Vor dem Gesetz sind nicht alle gleich“. Grund für die Ungerechtigkeit im deutschen Rechtssystem seien teilweise die Paragrafen. Steuerbetrug und Hartz-IV-Betrug beispielsweise würden durchaus unterschiedlich behandelt. Die Vorschriften des Steuerstrafrechts seien nämlich milder als die allgemeinen Betrugstatbestände. Entgegen dem eigenen Selbstverständnis sei Deutschland mittlerweile ein Land, in dem die Schere zwischen Arm und Reich weit auseinanderklafft. Egal wie groß die ökonomischen Unterschiede seien und wie der Kapitalismus tobt – die Justiz müsse so gestaltet sein, dass das im Gerichtssaal keinen Unterschied macht, meint Ronen Steinke.

Deutschlandfunk Kultur: Selbstbestimmtes Sterben: Nichts essen und trinken bis in den Tod (24.01.2022)
Schwerstkranke und Hochbetagte, die nicht mehr leben wollen, haben in Deutschland nur wenige Möglichkeiten für ein selbstbestimmtes Sterben. Eine ist der „Freiwillige Verzicht auf Essen und Trinken“, umgangssprachlich auch „Sterbefasten“ genannt.

DLF: Firmenportrait: Pflegekonzern in Investoren-Hand – Alloheim (21.01.2022)

DLF: Ausgrenzung durch prekäre Arbeit in Deutschland (20.01.2022)
Die Arbeit in der Fleischindustrie und im Versandhandel ist prekär und migrantisch geprägt. Wer hier beschäftigt ist, versucht Geld zu verdienen, zu wechseln oder wieder nach Hause zu kommen. Viele bleiben aber im Job stecken und haben mit schwierigen Lebensbedingungen zu kämpfen, sagen Wissenschaftler.

HR: Deutschland und das Dope: Wann wird Cannabis bei uns legal? (19.01.2022)
Bei der Vorstellung des Koalitionsvertrags der neuen Ampel-Regierung war es eines der Aufreger-Themen: die Legalisierung von Cannabis soll kommen. In kleinerem Rahmen gibt es das schon: Am 19.01.2017 hat der Deutsche Bundestag Cannabis-Arzneimittel für Schwerkranke zugelassen. Nun kommt auch in die Debatte um die weitere Legalisierung Bewegung. Welche Fragen sind offen, wie verlaufen Konfliktlinien? Kann das Thema trotz der Einigung im Koalitionsvertrag für Streit in der Regierung sorgen? Welche Erfahrungen konnten in den fünf Jahren mit Medizinal-Cannabis gesammelt werden? Wie beurteilen Suchtforscher die Pläne, worauf wäre zu achten? Und warum sind die Niederlande ein abschreckendes Beispiel?

DLF: Einladend inklusiv – neues WG-Konzept für Menschen mit Behinderungen (19.01.2022)

BR: Hebamme cum laude: Die brandneuen Wissenschaften in der Geburtshilfe (18.01.2022)
Lange Zeit war die Ausbildung zur Hebamme eben eine Ausbildung, eine Lehre. Mittlerweile ist daraus ein Studiengang geworden. Was hat das verändert? Was wird dort gelehrt? WIe sind die Voraussetzungen für einen Studienplatz. Und wird der Beruf jetzt mehr wertgeschätzt und besser bezahlt?

DLF: Die Gastarbeiter-Generation im Alter – Körperlich verausgabt und oft ohne entsprechende Hilfen (18.01.2022)
Sie kamen in den 50ern und 60ern nach Deutschland, etwa aus Italien, Spanien, Griechenland oder der Türkei. Heute sind die jungen Gastarbeiter und Migranten der ersten Generation Seniorinnen und Senioren. Und ihre speziellen Nöte und Bedürfnisse finden in Deutschland kaum Berücksichtigung.

DLF: Working Class – Das Kapital – Aktuelle Brisanz der Marxschen Kategorie (16.01.2022)
Globalisierung, Automation, Finanzcrash, Klima, Armutsrevolten, Wachstumsschwäche, Pandemie – die multiple Krise der Weltwirtschaft, die wir durchleben, nimmt kein Ende. Warnungen über die explosiv wachsende Ungleichheit und Mutmaßungen über das Ende des Kapitalismus werden schon überall, auch unter den Eliten der Weltwirtschaftsgipfel diskutiert.

DLF: Arbeiterklasse – was ist das heute eigentlich? (13.01.2022)

Deutschlandfunk Kultur: Reinigungskraft Edita Delic – „Die Leute geben alles, trotzdem haben sie nicht genug“(18.01.2022)
Als sie zum ersten Mal nach Berlin kam, sollte es nur für ein paar Tage sein. Der Krieg in ihrer Heimat Bosnien zwang sie zu bleiben. Seit fast 30 Jahren arbeitet sie als Reinigungskraft in mindestens zwei Jobs am Tag. Zum Leben reicht das nur knapp.

HR: Selbständig in Deutschland – Arbeit mit Risiken (12.01.2022)
Deutschland ist Angestelltenland. Selbstständige machen mit vier Millionen gegenüber den 45 Millionen Angestellten eine Minderheit aus. Und das sind bei Weitem nicht nur die gutverdienenden Apotheker, Ärzte und Rechtsanwälte. Aus einem Gutteil der Sozialsysteme sind Selbständige ausgeschlossen. Viele sollen derzeit Corona-Hilfen zurückzahlen, obwohl sie das gar nicht können. Werden Selbständige in Deutschland vernachlässigt?

Deutschlandfunk Kultur: Japans hochbetagte Gesellschaft – Arbeiten bis 80 (11.01.2022)
Japan hat die älteste Bevölkerung der Welt. Rund ein Drittel ist im Rentenalter. Das Land versucht, sich auf die Alterung der Gesellschaft einzustellen. Beispielsweise gibt es Anreize, länger zu arbeiten.

SWR: Hospizarbeit in Deutschland – Sterbende begleiten, den Tod sichtbar machen (10.01.2022)
Viele Menschen möchten gerne zuhause sterben. Die Ehrenamtlichen in der deutschen Hospizbewegung wollen ihnen das ermöglichen. In ihrer Anfangsphase musste sich die Bewegung gegen erhebliche gesellschaftliche Widerstände behaupten. Hinzu kommt, dass die Bewegung noch jung ist und der Nachwuchs fehlt.

NDR: Marseille im Griff der Drogenbanden (10.01.2022)
Heruntergekommene Viertel, rechtsfreie Zonen – nicht die Stadt, sondern das Haschisch regiert in den Armenvierteln von Marseille. Selten hat die Mittelmeermetropole so viele Vergeltungsmorde erlebt wie in den vergangenen Monaten. Seit Sommer 2021 waren es über ein Dutzend. Die Opfer: zumeist junge Männer und sogar Kinder aus den armen Vierteln im Norden der Stadt. Die Drogen-Clans terrorisieren die Bewohner der Vororte. Perspektivlosigkeit und Trostlosigkeit machen viele Jugendliche zu ihren Handlangern. Die Polizei wagt sich nur in Mannschaftsstärke in die Hochhaus-Siedlungen. Die Politik schien aufgegeben zu haben und investierte lieber in glamouröse Prestigeprojekte statt in neue Schulen, bessere Wohnungen und eine vernünftige Infrastruktur. Jetzt soll ein milliardenschwerer Masterplan des Staates alles besser machen.

WDR: Sterben nach Plan – Doku über den assistierten Suizid (09.01.2022)
Jeder Mensch hat das Recht auf Hilfe zum Suizid, sagt das Bundesverfassungsgericht. Ein Urteil mit Folgen: Sterbehilfevereine rüsten auf, Altenheime ringen um Haltung, Psychiater sorgen sich um Menschen in Lebenskrisen.

Deutschlandfunk Kultur: Einblicke in den Pflegealltag – Traumberuf mit Hindernissen (09.01.2022)
Rund 9.000 Pflegekräfte haben in der Pandemie wegen miserabler Arbeitsbedingungen gekündigt. Dabei war die Pflege kranker Menschen mal ihr Traumberuf. Aber es gibt auch die, die ganz bewusst bleiben, alles geben – und wissen, wie es anders gehen kann.

Deutschlandfunk Kultur: Geschichte der prekären Arbeit: Zwischen Ausbeutung und Systemrelevanz (09.01.2022)
Menschen arbeiten nicht nur für Geld, sagt die Soziologin Nicole Mayer-Ahuja. Ihre Sache gut zu machen, sei für die meisten ein Ansporn. Doch immer mehr könnten von ihrer Arbeit kaum noch leben, und das habe handfeste politische Ursachen.

DLF: Psycho-Revolution – Neustart für die Diagnosen der Psychiatrie (09.01.2022)
Zwanghafte, dissoziale oder paranoide Persönlichkeit – das sind gängige Diagnosen der Psychiatrie. Kritiker sagen: Es sind Schubladen, in die Patienten nicht wirklich passen. Das überarbeitete Handbuch will Persönlichkeitsstörungen in Zukunft differenziert erfassen – und streicht Narzissmus aus dem Katalog.

Deutschlandfunk Kultur: Wie Milieus in Deutschland zementiert werden (08.01.2022)
Soziologe Andreas Kemper über Chancenungleichheit.

DLF: Lizenz zum Prügeln? – Polizeigewalt in Frankreich (07.01.2022)
Als 2018 in ganz Frankreich die Gelbwesten auf die Straße gehen und Bilder von Gewalt, Ausschreitungen, den verwüsteten Champs-Élysées die Nachrichten beherrschen, wird das harte Vorgehen der Polizei weitgehend toleriert. Heute blickt Frankreich anders auf diese Zeit. Videos von prügelnden Polizisten haben die Stimmung kippen lassen. Wie kann es sein, dass ein demokratischer Staat mit hochbewaffneten Einsatzkommandos auf Demonstrierende losgeht? Diese Frage wird immer nachdrücklicher gestellt. Und auch in migrantisch geprägten Stadtvierteln wächst die Wut. Denn immer wieder kommt es dort bei Polizeieinsätzen zu tödlichen Zwischenfällen.

NDR: Seelische Not – Bekommen Menschen schnell genug Hilfe? (05.01.2022)
Wer psychiatrische Hilfe braucht, muss auf Therapieplätze lange warten. Doch Krankenkassen sprechen von Überversorgung. Kann das sein? Vor knapp einem Jahr schlug der Verband der psychologischen Psychotherapeuten Alarm. Viele Hilfesuchende müssten länger als sechs Monate auf professionelle Hilfen warten. Die Praxen seien ausgelastet wie noch nie. Ein Grund scheint offensichtlich: Corona lässt Menschen vereinsamen. Die Angst vor dem Virus sorgt für Dauerstress, der krank machen kann, Erwachsene wie Kinder. Nach Ansicht von Dietrich Munz, Präsident der Psychotherapeutenkammer, rächt sich jetzt, dass Krankenkassen eine ausreichende Anzahl von psychotherapeutischen Praxen seit Jahren verweigern. Die angegriffenen Kassen halten dagegen. Deutschland stehe im internationalen Vergleich sehr gut da, in großen Städten gebe es sogar eine Überversorgung mit psychotherapeutischen Praxen. Wie erklärt sich dieser Widerspruch, kann Menschen in seelischer Not schnell genug geholfen werden?

BR: Arbeiten mit Handicap – Wie klappt die Inklusion behinderter Menschen im Berufsleben? (04.01.2022)
Eigentlich sollten möglichst viele Menschen mit Handicap auf dem ersten Arbeitsmarkt integriert werden. Doch die Vorgabe der UN-Behindertenrechtskonvention wird in Deutschland nur zögerlich umgesetzt. Und warum sind immer noch Menschen mit Behinderung doppelt so häufig von Arbeitslosigkeit betroffen?

Deutschlandfunk Kultur: „Der gesetzliche Mindestlohn ist ein Witz“ (04.01.2022)
Wenig Wertschätzung, wenig Lohn, viel Stress: Und doch wehrten sich viele Beschäftigte im Einzelhandel nicht, beklagt die Essener Kassiererin Maurike Maaßen. Denn für jede gebe es „mindestens zehn Leute als Ersatz, die neu eingestellt werden können“.

BR: Goodbye Mittelschichtsmärchen! Die Wiederentdeckung der Klasse (03.01.2022)
Deutschland – ein Land ohne Klassen, in dem fast alle zur Mittelschicht gehören? Diese Erzählung entspricht nicht mehr der Realität. Auch der Begriff „Klasse“ ist zurück und fällt nicht zuletzt in einigen jüngeren Romanen.

Deutschlandfunk Kultur: Beschäftigung in Deutschland – Die Arbeitswelt als Klassengesellschaft (03.01.2022)
Rekordniveau bei der Zahl der Beschäftigten, gleichzeitig enorme Einkommensunterschiede: Klaus Dörre sieht hier Handlungsbedarf, hat aber wenig Hoffnung auf eine Gegenmacht der Arbeitnehmer. Auch weil die Angst vor Hartz IV die Menschen diszipliniert.

Deutschlandfunk Kultur: Eine Bildungsgeschichte der 70er-Jahre – Was ist aus uns geworden? (03.01.2022)
Sie duzten ihre Lehrerinnen und Lehrer, konnten ihr Abitur auch in Kochen oder Tischtennis machen. Von 1973 an lernten sie gemeinsam an der IGS Roderbruch in Hannover unter außergewöhnlichen Bedingungen. Was machen sie heute?

Deutschlandfunk Kultur: Die Integrationsexperten – Was man braucht, um anzukommen (01.01.2022)
Knapp zwei Millionen Geflüchtete leben in Deutschland, die meisten kommen aus Syrien. Sie nehmen an Programmen zur Eingliederung teil, nicht alle mit Erfolg. Was hilft wirklich beim Ankommen? Niemand weiß das besser, als die, die es geschafft haben.

Deutschlandfunk Kultur: Ursachen von Depressionen – Leben in einer Leistungsgesellschaft (30.12.2021)
Allein in Deutschland erkranken pro Jahr etwa fünf Millionen Menschen an Depressionen. Bei der Suche nach den Ursachen für das psychische Leiden geraten zunehmend auch gesellschaftliche Umstände in den Fokus. Macht unsere Leistungsgesellschaft krank?

DLF: Wenn am Monatsende nichts bleibt: Von Zwei-Klassen-Gesellschaft und Aufstiegschancen (29.12.2021)
Diskussionsgäste: Susanne Holtkotte, Reinigungsfachkraft und Buchautorin; Oliver Nachtwey, Soziologe an der Universität Basel; Martin Rosemann, Sprecher für Arbeit und Soziales der SPD-Bundestagsfraktion, Marc Stöckli, Doktorand am Ifo Institut.

DLF: Hospize und Palliativmedizin – Sterben als Teil des Lebens (28.12.2021)
Moderne Palliativmedizin kann sterbenden Menschen oft viel Leid ersparen, doch nur knapp fünf Prozent der Ärzte haben eine entsprechende Zusatzausbildung. Experten wünschen sich, dass in Pflegeeinrichtungen und Krankenhäusern mehr über den Tod gesprochen wird.

DLF: Pflegenotstand – An vorderster Front. Interview mit Christine Vogler, Präsidentin Deutscher Pflegerat (23.12.2021)
Der Pflegeberuf sei ein „wunderbarer, guter und krisensicherer Beruf“, sagte Christine Vogler, Präsidentin des Deutschen Pflegerates, im Dlf. Die Strukturen und die Arbeitsbedingungen hingegen seien dies nicht. Bereits heute fehlten bundesweit 200.000 Pflegekräfte. Die Gesellschaft müsse sich fragen, „wie lange wir das durchhalten können“.

DLF: Wachsender Pflegenotstand – Sechs Millionen Pflegebedürftige und viel zu wenig Personal (22.12.2021)
Schon heute fehlen Tausende Fach- und Hilfskräfte in Altenheimen und Krankenhäusern. Bis 2030 soll die Kluft zwischen Pflegebedürftigen und benötigten Pflegern weiter wachsen – das geht aus dem aktuellen Barmer Pflegereport hervor. Mit Prävention, technischen und sozialen Innovationen will man gegensteuern.

DLF: Die Veränderungen des Alterns und der Bilder vom Alter (16.12.2021)

SWR: Runter von der Straße – Wie bekämpft man Obdachlosigkeit? (09.12.2021)
Es ist ein ambitioniertes Vorhaben, das die neue Ampel-Regierung in ihrem Koalitionsvertrag formuliert: Bis 2030 sollen Wohnungs- und Obdachlosigkeit „überwunden“ werden. Mit Hilfe tausender neuer Wohnungen und einer Reform des Mietrechts will man Menschen runter von der Straße holen – Menschen, die im zweiten Winter der Pandemie wieder ein Leben zwischen Kälte und Corona führen. Kann der Plan der Ampel gelingen? Kann es eine Gesellschaft ohne Obdachlosigkeit geben? Michael Risel diskutiert mit Willibert Bongartz – Leiter der Tagesstätte Pflasterstub´, Freiburg, Prof. Dr. Volker Busch-Geertsema – Sozialwissenschaftler GISS, Bremen, Werena Rosenke – BAG Wohnungslosenhilfe, Berlin.

SWR: Die Sache mit der Solidarität – Wie Gewerkschaften um Einfluss kämpfen (17.12.2021)
Seit Jahren gehen die Mitgliederzahlen der Gewerkschaften zurück. Digitalisierung und ökologische Transformation gefährden Arbeitsplätze. Haben sie die Zeichen der Zeit nicht erkannt?

Deutschlandfunk Nova: Die Zukunft der Arbeit nach der Pandemie – Soziologin Nicole Mayer-Ahuja (16.12.2021)
Krisen können Chancen sein – besonders, wenn sie Missstände offenlegen. So auch die Corona-Pandemie. Sie rückte ins öffentliche Bewusstsein, dass viele Menschen, die systemrelevante Arbeit leisten, dies unter schlechten Bedingungen und bei mieser Bezahlung tun. Hat Corona daran etwas geändert? Nein, sagt die Soziologin Nicole Mayer-Ahuja in ihrem Vortrag, aber es sollte und es könnte sich etwas ändern.

SR: Pflegebedürftig zuhause – was ausländische Helfer leisten (16.12.2021)
Alleinstehend und im Rollstuhl? Die Kinder weit weg und nicht mehr mobil? Dann wird Hilfe gebraucht. Ältere Menschen oder Menschen mit Behinderung sind auf Pflegekräfte angewiesen. 24 Stunden Pflege ist teuer und aufwändig. Agenturen vermitteln Pflegekräfte oder Pflegehelfer, die für Wochen oder Monate mit im Haus leben. 24 Stunden Pflege wird häufig versprochen und das bedeutet, Einsatz auch wenn nachts Hilfe gebraucht wird. Schätzungsweise 300.000 Pflegekräfte aus Osteuropa sind in Deutschland im Einsatz. Sie müssen eigentlich rund um die Uhr bezahlt werden und haben Anspruch auf Pausen und Freizeit. Das Bundesarbeitsgericht hat im Juni ein Urteil dazu gesprochen. Auch für Bereitschaftszeiten muss demnach Mindestlohn bezahlt werden. Was bedeutet das für Betroffene und für die Pflegerinnen und Pfleger?

Deutschlandfunk Kultur: Leitlinien in der Medizin – Goldstandard oder Goldesel? (16.12.2021)
Ärztinnen und Ärzte sind frei in ihrer therapeutischen Entscheidung. Um eine optimale Behandlung sicherzustellen, orientieren sie sich dabei aber häufig an Leitlinien. Doch sind diese wirklich neutral und unabhängig von wirtschaftlichen Interessen?

SWR: Das Ziel: Marseille aus dem Griff der Drogenbanden holen (16.12.2021)
„French Connection“ – Marseille ist schon fast traditionell die Drogenhauptstadt Frankreichs. Mit weitreichenden Folgen: Der Staat hat sich über die Jahrzehnte aus einigen Vierteln im Norden der Stadt immer weiter zurückgezogen, ist heute nur noch mit sporadischen Polizeieinsätzen präsent. Das soll sich nun ändern. Präsident Macron hat ein Milliardenschweres Programm aufgelegt, mit dem die Vororte zurück geholt werden sollen in die Gesellschaft. Ob das gelingt?

IMF: Nathaniel Counts on Dementia: Averting Another Public Health Crisis (16.12.2021)
While the world has been focused on the pandemic for the past two years, the rapid rise of Alzheimer’s disease and related dementias pose another threat to global public health. Nathaniel Counts is Senior VP for Behavioral Health Innovation at Mental Health America and Assistant Professor at Albert Einstein’s School of Medicine. In this podcast, Counts says dementia will vastly increase across the globe as the population age rises with increasing life expectancy and have profound impacts on welfare and economic growth, especially in low- and middle-income countries.

DLF: Pflegeheime und Pandemie – Was die Coronaregeln für Menschen in Altenheimen bedeuten (15.12.2021)
Zu Beginn der Corona-Pandemie galten in stationären Alten- und Pflegeheimen strenge Besuchsverbote. Manche Bewohner wurden wochenlang isoliert, um sie vor dem Coronavirus zu schützen. Doch vielen hat das geschadet: Sie leiden langfristig unter Depressionen, Desorientierung und Demenz.

Deutschlandfunk Kultur: Strukturwandel in Gelsenkirchen – Aufstieg. Abstieg. Aufbruch? (14.12.2021)
Durch den Bergbau ist Gelsenkirchen groß geworden – und dann tief gestürzt. Armut und Arbeitslosigkeit prägen hier das Leben vieler Menschen. Der Niedergang macht der Politik große Probleme. Aber gibt es auch wieder einen Weg aus der Krise?

DLF: Den Unternehmern treu ergeben – Das paternalistische Arbeitsrecht des Hans Carl Nipperdey (13.12.2021)
Hans Carl Nipperdey, führender Arbeitsrechtler in der NS-Zeit, von 1954 bis 1963 Präsident des Bundesarbeitsgerichts, hat das restriktive deutsche Arbeitsrecht bis heute geprägt: Politische Streiks sind verboten, Beschäftigte zur Treue verpflichtet und Whistleblower nahezu ungeschützt.

DLF: Arbeitsmarktzugang auf dem Prüfstand – Wie das Einwanderungsgesetz für Fachkräfte verbessert werden muss (13.12.2021)
Jedes zweite Unternehmen in Deutschland kann Stellen längerfristig nicht besetzen. Das Fachkräfteeinwanderungsgesetz sollte es Menschen aus dem Ausland erleichtern, in Deutschland zu arbeiten. Doch in der Praxis zeigen sich noch viele Hürden, die die neue Bundesregierung angehen muss.

DLF: Polens Trucker – Harter Weg nach Westen, Konkurrenz im Osten (11.12.2021)
Die große Freiheit on the road verspüren wohl nur die wenigsten – die Transport- und Logistikbranche ist ein hartes Geschäft. Fahrerinnen und Fahrer werden zwar überall händeringend gesucht, an dem schlechten Arbeitsbedingungen ändert sich dadurch aber kaum etwas. Vor allem im Osten Europas macht sich die Preistreiberei bemerkbar.

MDR: Die Tränen der Kinder – Wochenkrippen in der DDR (11.12.2021)
Mindestens einhunderttausend Kinder waren in der DDR in sogenannten Wochenkrippen untergebracht. Die kollektive Betreuung hatte oft verheerende Folgen, die bei den Betroffenen bis heute nachwirken.

WDR: Die Bittsteller – Arme Menschen im Kampf mit der Bürokratie (09.12.2021)
Hilfsbedürftigen Menschen wie Nadine Bauer wird das Leben von Behördenseite oft unnötig schwer gemacht. Ohne Hilfe hätte die alleinerziehende Mutter längst im Dschungel der Bürokratie kapituliert.

DLF: Pflegenotstand – Die Ampel-Pläne für mehr Personal im Gesundheitssystem (08.12.2021)
Personalmangel, Pandemie-Management und steigende Kosten – die Gesundheitspolitik wird eine der größten Baustellen der Ampel-Koalition. Die wichtigste Herausforderung: mehr Pflegekräfte in den Beruf holen. Wie das gelingen soll.

SWR: Zwischen Patientenwohl und Ökonomie – Krankenhäuser unter Druck (03.12.2021)
Die Pandemie stellt unser Gesundheitssystem auf die Probe. Es geht nicht nur um Intensivstationen. Es gab Berichte, dass die Anzahl der Intensivbetten falsch berechnet wurde, diese abgebaut wurden und von fehlendem Personal.

SWR: Wie kommt die Wirtschaft aus der Ausbildungskrise? (03.12.2021)
Die Zahl der Ausbildungsverträge geht dramatisch zurück. Betriebe bieten ohnehin coronabedingt weniger Lehrstellen an. Und dennoch bleiben viele Plätze unbesetzt, weil sich immer weniger junge Menschen für eine Lehre entscheiden. Ein Desaster für die Unternehmen und für viele Jugendliche, denen eine berufliche Perspektive fehlt. Wie lässt sich das Image der Ausbildungsberufe retten? Welche Verantwortung haben die Unternehmen? Und welche Unterstützung brauchen sie? Geli Hensolt diskutiert mit Peter Haas – Hauptgeschäftsführer Baden-Württembergischer Handwerkstag e.V., Stuttgart, Prof. Dr. Bettina Kohlrausch – Wissenschaftliche Direktorin des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Institut der Hans Böckler Stiftung, Düsseldorf, Ulrike Mucke – Leiterin des Bereichs Arbeit, Beschäftigung, Ausbildung bei der Evangelischen Gesellschaft

HR: Raus aus der Arbeitslosigkeit: So ist es in einer Hartz 4-Maßnahme (02.12.2021)
Ex-Obdachlos, alleinerziehend oder einfach drei Jahre auf der Couch gelebt: In der Marburger Bootswerft sollen Langzeitarbeitslose wieder in den Arbeitsmarkt integriert werden – verordnet vom Jobcenter. Aber wer lange nicht mehr gearbeitet hat, für den ist die Wiedereingliederung in einen Beruf oft schwer. Kann das überhaupt klappen? Wie sinnvoll sind solche Maßnahmen? Und was passiert, wenn es nicht klappt – für immer im Maßnahmenkarussell?

BR: Zwischen Klebeeffekten und lebenslanger Armut: Aufwachsen mit Hartz IV (29.11.2021)
Einmal arm, immer arm? Klebeeffekt nennen es die Wissenschaft, wenn Kinder, die in armen Familien aufwachsen, sich auch später nur schwer daraus befreien können. Woran aber liegt das? Fördert das Hartz IV System diesen Klebeeffekt? Wie prägt es junge Menschen, wenn sie in einer Familie aufwachsen, die immer nur von Sozialleistungen gelebt hat?

SWR: Werden Arzttermine zum Luxus? (27.11.2021)
Zu Corona-Zeiten und auch sonst sind wir darauf angewiesen, dass unser Gesundheitssystem funktioniert. Nur: Der Ärztemangel wird immer mehr zum Problem. Gleichzeitig werden die Menschen immer älter und brauchen mehr Hilfe. Was tut die neue Bundesregierung für eine bessere medizinische Versorgung?

Deutschlandfunk Kultur: Bremen nach dem Trauma Kevin – Elternsein mit Droge (26.11.2021)
2006 findet die Bremer Polizei die Leiche eines kleinen Jungen in der Kühltruhe des drogenabhängigen Ziehvaters. Seitdem gelten deutschlandweit neue Standards für Kindeswohl und Kinderschutz. Reichen sie aus?

BR: Brennpunkt Pflege: Anderthalb Jahre Pandemie und nichts gelernt? (24.11.2021)
In vielen Krankenhäusern der Republik herrscht blanke Not, Mediziner müssen entscheiden, wem sie das Intensivbett geben. Pflegekräfte arbeiten am Limit und darüber hinaus. Rettungskräfte suchen für Patientinnen und Patienten oft stundenlang nach einer Klinik, die noch Kapazitäten frei hat. Hat die Politik aus eineinhalb Jahren Pandemie nichts gelernt?

NDR: Life’s holiday (23.11.2021)
Ist sie hier in den Ferien? Oder ist es „ihr letzter Platz“? Ist sie wirklich schon seit zwei Jahren da, wie ihre Betreuerinnen es behaupten? Oder doch erst seit zwei Wochen, wie ihr Gefühl es ihr sagt? Um diese Fragen kreist Elisabeths Bewusstsein, seit sie von ihren Töchtern in die nordthailändische Stadt Chiang Mai gebracht wurde. Im Pflegeheim „Baan Kamlangchay“ verbringt sie, mit zehn weiteren Alzheimer- und Demenzkranken aus Deutschland und der Schweiz, ihren Lebensabend. Die meisten von ihnen sind bereits im späten, „non-verbalen“ Stadium des geistigen Abbaus angelangt. So etwa Bernard, aus der französischen Schweiz. Vor seiner Erkrankung war er Sport- und Reisejournalist. Seine Frau, Christiane, hat ihn vor vier Jahren in Baan Kamlangchay untergebracht. Sie bereut ihre Entscheidung nicht, obwohl sie ihn nur einmal jährlich besuchen kann. In der Schweiz wären die Pflegeheime entweder nicht leistbar, oder nicht zumutbar, sagt sie.

Deutschlandfunk Kultur: Pflegeheim-Leiter Marcus Jogerst-Ratzka: „Sie können mit schlechter Pflege viel Geld verdienen“ (22.11.2021)
Wohnküche, gemeinsames Wohnzimmer, zusammen kochen: Das Leben in den Pflegeheimen von Marcus Jogerst-Ratzka erinnert eher an eine Alten-WG. Deshalb nennt der Ex-Pfleger sie auch lieber „Altenlebeheime“. Für die gute Betreuung verzichtet er auf Profit.

SR: Langzeitarbeitslosigkeit und Teilhabechancengesetz (20.11.2021)
Glücksfall für Langzeitarbeitslose. Warum eine längere Förderung mehr bewirken kann. Tanja Westphal, Helmut Weigerding, Norbert Reiter waren mehr als 6 Jahre arbeitslos. Deshalb hatten sie die Chance über das sogenannte Teilhabechancengesetzt eine geförderte Arbeitsstelle zu finden. Bis zu 5 Jahre übernimmt das Jobcenter die Lohnkosten für diese Jobs. Karin Mayer hat die Drei nach gut zwei Jahren in ihrem geförderten Job wiedergetroffen. Wie sich ihr Leben verändert hat und warum diese lange Förderung so wichtig ist.

SWR: Betriebsräte – Warum sie heute noch wichtig sind (20.11.2021)
Betriebsräte haben in Deutschland eine lange Tradition. Im Gesetz verankert, sollen sie die demokratische Kultur am Arbeitsplatz fördern und darauf achten, dass die Rechte der Beschäftigten geschützt werden. Doch die Zahl der Betriebsräte nimmt seit Jahren stetig ab. Vielen Unternehmensführungen gelten Betriebsräte oft als störend, engagierte Arbeitnehmer*innen werden gemobbt oder entlassen. Erfolgreiche Beispiele zeigen, wie sich ein Betriebsrat für beide Seiten lohnt

BR: Pflege daheim – wer kann sich das noch leisten? (18.11.2021)
Pflegerinnen und Pfleger, die oft aus dem Ausland kommen, die Menschen zu Hause betreuen, oft 24 Stunden am Tag, dort wohnen und leben. Sie müssen nach einem neuen Urteil mit dem Mindestlohn bezahlt werden und auch die Bereitschaftszeiten müssen honoriert werde. Damit wird die häusliche Betreuung für die meisten nicht mehr bezahlbar. Wie soll das gehen? Was sind die Folgen? Welche Lösungen gibt es?

HR: Legalize Himbeereis – die Diskussion um Cannabis (18.11.2021)
Es ist eine schöne Pflanze mit sehr charakteristischen Blättern: Hanf. Die Chancen stehen gut für den echten Hanf, dass er unter einer Ampelkoalition legalisiert wird. Dabei hat die Nutz, Heil- und Genusspflanze einen zweifelhaften Ruf. Sie gilt als Einstiegsdroge und Jugendliche, die sehr früh Cannabis rauchen, können eine Psychose entwickeln. Aber Cannabis hat auch positive Wirkungen: Schmerzpatienten haben lange dafür gekämpft, dass sie den Stoff legal bekommen können. Traut man sich nun auch in Deutschland das Verbot aufzuheben? Welche Folgen hätte es, wenn der Staat Anbau, Handel und Verkauf kontrollieren könnte und wer würde profitieren?

DLF: Moralische Verletztheit als ein kaum beachteter Grund des Pflegekräftemangels (18.11.2021)

DLF: Migranten an der EU-Außengrenze – Gefangen zwischen Polen und Belarus (18.11.2021)
Seit der belarussische Machthaber Alexander Lukaschenko Migranten zur polnischen EU-Außengrenze schleust, herrscht dort Ausnahmezustand. Hilfsorganisationen und Journalisten wird der Zutritt in das Gebiet verweigert, dennoch gelangen regelmäßig Berichte von harter Gewalt und Pushbacks an die Öffentlichkeit.

DLF: So viele Studiengänge wie noch nie. Interview mit Cort-Denis Hachmeister vom CHE (16.11.2021)

DLF: Warum Berufe nicht gewählt werden – Interview mit Mona Granato vom BIBB (15.11.2021)

SWR: Häusliche 24-Stunden-Pflege – Ausbeutung in der Rundum-Betreuung (15.11.2021)
Osteuropäische Pflegekräfte, in der Regel Frauen, schuften zu Dumpinglöhnen – außerdem oft illegal. Anders wären sie für viele Familien unbezahlbar. Ein Urteil des Bundesarbeitsgerichts im Juni 2021 könnte das Recht der Betreuungskräfte auf angemessene Bezahlung und Freizeit stärken. Vermittlungsagenturen, aber auch Familien in Deutschland, stehen vor einem Problem.

SWR: Sozialer Wohnungsbau für Jahrhunderte – die Fuggerei in Augsburg (12.11.2021)
Seit 500 Jahren gibt es die Fuggerei in Augsburg. Sie ist die älteste Sozialsiedlung der Welt. Gegründet von einem der reichsten Männer seiner Zeit, funktioniert sie noch immer. Was die Fuggerei so besonders macht und wie sie für die kommenden 500 Jahre fit gemacht werden soll.

NDR: Ein (fast) aussichtsloser Kampf – Opioid-Missbrauch in den USA (09.11.2021)
Immer mehr US-Amerikaner sterben an einer Überdosis von Opioiden. West Virginia ist zum Drogen-Hotspot geworden – trotz vieler Hilfsangebote. Mit fast 95.000 Drogentoten haben die USA im vergangenen Jahr einen traurigen Rekord gemeldet. Vor allem der Opioid-Missbrauch nimmt zu. Los ging es Anfang der 2000er Jahre mit dem Schmerzmittel Oxycontin: Hunderttausende Amerikaner schluckten das Opioid auf Rezept und wurden süchtig. Danach stiegen viele auf Heroin und andere Drogen um. Inzwischen ist Fentanyl das Hauptproblem. Besonders dramatisch ist die Situation in West Virginia und dort in der ehemaligen Hafenstadt Huntington am Ohio River. Früher bekannt als Umschlagplatz für Rohstoffe aus den Appalachen. Jetzt berüchtigt als „Opioid-Hauptstadt“ der USA. Über 10 Prozent der gut 45.000 Einwohner sind laut Schätzungen süchtig. Es gibt eine regelrechte Industrie, um ihnen bei Entzug und Reha zu helfen. Milliarden Dollar wurden investiert. Trotzdem ist die Zahl der Überdosis-Opfer im vergangenen Jahr dramatisch gestiegen. Ein Grund ist die Corona-Pandemie. Für die vielen Süchtigen gibt es in dieser ärmlichen Region mit hoher Arbeitslosigkeit kaum Perspektiven.

NDR: Die digitale Stadt – Wie sich Verwaltung transformiert (09.11.2021)
Nur 47 Prozent der Bürger sind mit kommunalen Onlinediensten zufrieden. Städte digitalisieren nur schleppend. Hamburg ist Vorreiter.

DLF: Soziologe Wolfgang Streeck – Plädoyer für den Nationalstaat (07.11.2021)
Die Globalisierung produziert immer umfassendere Krisen – die Erkenntnis wuchs nach der Finanzkrise von 2008, spätestens mit der Pandemie ist sie zum Gemeinplatz geworden. Angesichts fehlender politischer Konsequenzen plädiert Soziologe Wolfgang Streeck für den Nationalstaat.

DLF: Folgen der Corona-Pandemie für Ältere – Isoliert und ausgeschlossen? Nicht noch einmal! (04.11.2021)
Besuch einer Angehörigen in einem Seniorenheim in Düsseldorf.  (dpa/ Norbert Schmidt)Die Corona-Maßnahmen sollen schützen, aber sie führen auch zu emotionalen und sozialen Belastungen. Die Erfahrungen aus den voran gegangenen Wellen zeigen: Vor allem ältere Pflegebedürfte waren stark von Einsamkeit betroffen. Sie brauchen besonderen Schutz – aber das möglichst ohne erneute Isolation.

DLF: Stabile Alterssicherung und Generationengerechtigkeit – wie geht das zusammen? (03.11.2021)
Gesprächsgäste: Anna Braam, Politikwissenschaftlerin von Netzwerk Zukunftsgerechtigkeit; Ulrike Mascher, Ehrenpräsidentin des Sozialverband VdK Deutschland, Gert G. Wagner, Wirtschaftswissenschaftler und Mitglied im Sachverständigenrat für Verbraucherfragen

NDR: Viel gesucht, selten gefunden – Handwerkermangel in Deutschland (03.11.2021)
Wer mit fachlicher Hilfe etwas renovieren, modernisieren oder reparieren lassen möchte, muss derzeit viel Geduld aufbringen – und Geld. Handwerker sind vielerorts schwer zu bekommen. Die Wartelisten sind lang. In den meisten Gewerken fehlen Fachkräfte und Auszubildende. Zwar sind im Herbst 2021 die Ausbildungszahlen im Handwerk erstmals seit Jahren wieder leicht gestiegen, den großen Nachholbedarf können sie aber nicht decken. Ein Grund: viele Auszubildende brechen die Lehre vorzeitig ab oder rasseln durch die Prüfungen. Ein anderer Grund: es sind viel zu wenige, um die demografisch bedingte Nachwuchslücke zu schließen.

Deutschlandfunk Kultur: Inklusion und Arbeitsmarkt – Deutschland behindert sich selbst (02.11.2021)
Menschen mit Behinderungen stoßen auf viele Barrieren – besonders auf dem Arbeitsmarkt. Oft sind sie gut ausgebildet, aber im Vergleich zu anderen Menschen überproportional erwerbslos. Was muss sich ändern, damit alle gleichwertig arbeiten können?

DLF: Arbeiten mit Handicap – Wie Inklusion in der Berufswelt gelingt (30.10.2021)
Wie gelingt bislang Inklusion in der Berufswelt? Wie lassen sich noch bestehende Hürden auf dem Weg in den ersten Arbeitsmarkt abbauen? Welchen Beitrag leisten dabei Inklusionsbetriebe und Werkstätten? Wie können Beschäftigte mit und ohne Behinderung von Inklusion in der Arbeitswelt profitieren?

BR: Schule anders machen – Lernen von Corona für die Zukunft (29.10.2021)
Die Inzidenzen steigen, immer wieder müssen Kinder in Quarantäne. Gleichzeitig steigt im Klassenzimmer der Leistungsdruck: Versäumtes soll rasch nachgeholt und Neues gelernt werden. Haben wir denn gar nichts gelernt von der Pandemie? Genau jetzt wäre der richtige Zeitpunkt für grundsätzliche Schulreformen, sagen Experten und Expertinnen.

BR: Corona und die Langzeitfolgen – wirtschaftlich und sozialpolitisch (27.10.2021)
Das größte Rätsel nach einer Ansteckung mit dem Sars-Cov-2 Virus sind die Langzeitfolgen. Untersuchungen für Deutschland gehen von jedem zehnten Patienten aus. Das wären über 400.000 Menschen. Sie gelten als genesen, sind aber noch lange nicht gesund. Internationale Studien sprechen sogar von 30 Prozent. Die Betroffenen leiden auch sechs Monate später unter Atemnot, chronischer Müdigkeit und psychischen Problemen.

HR: Ausgebremst? Mythos Trucker-Romantik (27.10.2021)
Sie sind die Könige der Landstraße, Herrscher über hunderte von Pferdestärken und allein hinterm Steuer am glücklichsten. So geht die Mär, allein glauben kann man sie nicht mehr. Denn man sieht die Staus, die verstopften Rasthöfe, die knallhart vorgeschriebenen Arbeits- und Ruhezeiten. Man weiß von der schlechten Bezahlung in Osteuropa und der immens hohen Verantwortung auf den Straßen. Und weil der Job immer unattraktiver wird, fehlen überall Kraftfahrer, aber nicht nur deshalb. In Großbritannien zum Beispiel sind über 100.000 Stellen vakant, seit Osteuropäer das Land nach dem Brexit verlassen mussten. Doch ist das überhaupt ein Mangel? Wäre es nicht an der Zeit, eine neue Verkehrswende einzuleiten und Frachtgüter auf Schiff und Schiene zu verlagern? Wohin geht die Reise der europäischen LKW-Fahrer?

DLF: Immer mehr Menschen im Ruhestand-Muss Rente neu gedacht werden? (27.10.2021)
Rentnerinnen und Rentner wie heute: das Statistische Bundesamt bemisst den Anteil der über 65-Jährigen auf mehr als 18 Millionen, das sind gut 20 % der Gesamtbevölkerung. Wenn nun die geburtenstarken Jahrgänge ins Rentenalter kommen, wird die Zahl deutlich steigen. Bis zum Jahr 2030 rechnet man damit, dass nur noch zwei Erwerbstätige für eine Rente aufkommen müssen. Gilt der Generationenvertrag dann noch? Oder müssen wir schon jetzt die Weichen stellen für eine neue Form der Alterssicherung? Von der neuen Regierung werden Antworten dazu erwartet. Doch welche Alternativen stünden überhaupt zur Verfügung? Ist ein gesetzlich verankerter Aktienfond die Lösung? Oder die Stärkung der Betriebsrenten? Oder muss schon jetzt jeder für sich selbst vorsorgen?

DLF: Deutsches Gesundheitssystem – Die Misere der Krankenhaus-Finanzierung über Fallpauschalen (25.10.2021)
Deutschlands Kliniken rechnen die Behandlung ihrer Patienten nach Fallpauschalen ab. Kritiker sehen darin einen falschen Anreiz: Möglichst viele Operationen und Untersuchungen durchzuführen. Inzwischen gibt es einen Konsens, dass eine grundlegende Reform des Systems nötig ist.

DLF: Lauschen ob sein Herz noch schlägt – Krank ohne Krankenversicherung (25.10.2021)
Dylan hat einige Jahre in Afrika gearbeitet und kehrt nun wieder nach Deutschland zurück. Doch als er sich krankenversichern will, stößt er auf ungeahnte Schwierigkeiten. Die Versicherer verweigern ihm die Mitgliedschaft.

Deutschlandfunk Kultur: Smilie – Jugendobdachlosigkeit (23.10.2021)
Smilie, Anfang 20, lebt auf der Straße. Die Jugendlichen, mit denen er abhängt, sind seine Familie. Doch manchmal hat er genug von diesem Leben. Er will Sozialassistent werden.

DLF: Vom Gastarbeiter zum Gastwirt. Forschung zur Geschichte türkischer Arbeitswelten (21.10.2021)

DLF: Vor dem Virus sind nicht alle gleich. Die soziale Unwucht der Corona-Pandemie (21.102.201)

SWR: Streit ums Kiffen – Soll Cannabis legalisiert werden? (19.10.2021)
Sie wird an Bahnhöfen verkauft, in Parks und im Internet kann man sie bestellen wie eine Pizza: Die Droge Cannabis ist in Deutschland illegal und trotzdem allgegenwärtig. Die Zahl der jungen Kiffer steigt seit Jahren, die Strategie der Verbote scheint gescheitert. SPD, FDP und Grüne wollen deshalb die Drogenpolitik reformieren, weg vom Schwarzmarkt hin zum kontrollierten Verkauf. Doch nicht nur Polizeigewerkschaften, auch Suchtmediziner warnen vor diesem Schritt. Wie gefährlich wäre eine Legalisierung von Cannabis? Michael Risel diskutiert mit Prof. Dr. med. Derik Hermann – Suchtmediziner und Chefarzt im Therapieverbund Ludwigsmühle, Prof. Dr. Heino Stöver – Direktor des Instituts für Suchtforschung Frankfurt, Uwe Wicha – Institut für Gesundheit und Bildung.

Deutschlandfunk Kultur: Streit ums Existenzminimum – Was der Mensch zum Leben braucht (18.10.2021)
Ein Dach überm Kopf, Nahrung, Kleidung, medizinische Versorgung: Diese Dinge gehören zweifellos zum Existenzminimum. Über alles andere wird heftig gestritten – auch weil die Frage, was ein menschenwürdiges Leben ausmacht, sich nicht pauschal beantworten lässt.

DLF: Fachkräftemangel – Wie das Handwerk gegen die Personalnot kämpft (18.10.2021)
Laut Zentralverband des Deutschen Handwerks fehlen derzeit bundesweit 250.000 Mitarbeiter. Der Personalmangel hat Folgen: Durchschnittlich liegt die Wartezeit, bis ein Auftrag begonnen werden kann, bei knapp neun Wochen. Es können aber auch deutlich mehr sein. Und ein Ende der Misere ist noch nicht in Sicht.

DLF: #IchBinHanna – Was tun gegen prekäre Beschäftigung in der Wissenschaft? (16.10.2021)
Gesprächsgäste: Günter Ziegler, Präsident der FU Berlin; Ina Czyborra, Wissenschaftspolitische Sprecherin der Berliner SPD-Fraktion, Amrei Bahr, wiss. Mitarbeiterin am Institut für Philosophie der Uni Düsseldorf, Mitinitiatorin #IchBinHanna
»Seit Jahren beklagen junge Wissenschaftler die prekären Arbeitsbedingungen in den Hochschulen. Ihre Angst vor Armut und vor Arbeitslosigkeit nach etlichen Jahren auf Zeitverträgen. Es gab dutzende Initiativen und Protestaktionen – zuletzt unter dem Hashtag #IchBinHanna. Der Berliner Senat hat nun reagiert. Kurz vor der Wahl des Abgeordnetenhauses hat der Senat ein neues Hochschulgesetz beschlossen: Berliner Hochschulen müssen jetzt allen Postdoktoranden auf einer sogenannten Qualifikationsstelle einen Anschlussvertrag anbieten; wenn die Wissenschaftler also an einer Habilitation arbeiten oder Lehrerfahrungen sammeln. Im Grunde geht es um eine sichere Beschäftigung neben der klassischen Professur. Während viele Wissenschaftler sich über die neuen Perspektiven freuen, beklagen Hochschulleitungen, sie könnten die Dauerstellen nicht finanzieren, außerdem gehe den Hochschulen nun Flexibilität verloren.«

SR: Wenn die Arbeitskräfte fehlen (15.10.2021)
»Vielen fällt es auf: in der Gastronomie, im Handel, in Gesundheitsberufen und im Handwerk überall fehlt Personal. Dabei geht es längt nicht mehr ausschließlich um ausgebildete Fachkräfte. Es geht auch um Arbeitskräfte und um einfache Jobs. In der Gastronomie mag das Corona-bedingt sein. Im Handwerk oder in der Pflege und in technischen Berufe ist Fachkräftemangel ein Dauerthema. Weil die Bevölkerung schrumpft, suchen Unternehmen, Kammern und Arbeitsmarkt-Experten nach Lösungen. Die Industrie und Handelskammer des Saarlandes sieht Chancen für Teilzeitbeschäftigte und will stärker als bisher für die duale Ausbildung werben. Weiterbildung von Arbeitslosen könnte besser als bisher gefördert werden. Auch Minijobber könnten profitieren und in sozialversicherungspflichtige Jobs kommen.«

DLF: Nachhilfe, Sport, eine warme Mahlzeit – Wie Familien für die Pandemie-Zeit entschädigt werden (15.10.2021)
Mit Geld für Nachhilfe, einem Kinderfreizeitbonus und Projektmitteln für die Jugendarbeit will die Bundesregierung Familien nach den Härten des Lockdowns stärken. Es kann nur ein Anfang sein. Denn die Zeit der Corona-Pandemie hat einmal mehr gezeigt: Ein Konzept gegen die Armut wird dringend benötigt.

DLF: Sollte Cannabis legalisiert werden? Interview mit Suchtmediziner Derik Hermann (15.10.2021)

BR: Gesellschaft und Armut – Der Umgang mit Mittellosen (14.10.2021)
In der Antike wurden arme Menschen bespuckt und verhöhnt. Im vorindustriellen England hat man sie in Arbeitshäuser interniert. Erst Karl Marx sah in der Armut weniger ein persönliches Versagen, sondern hielt sie für systemisch bedingt. Über die Zeit hinweg hat sich so die Sicht auf Armut immer wieder stark gewandelt.

BR: Die Arbeitslosen von Marienthal – Eine bahnbrechende Sozialstudie (13.10.2021)
Revolution oder Resignation – wie reagiert der Mensch, die Gemeinschaft auf Arbeitslosigkeit? Eine Sozialstudie aus den 1930er Jahren sucht Antworten durch ungewöhnliche Methoden und verändert die Forschung bis heute.

SWR: Deutscher Pflegetag: Mehr Gehalt und mehr Kompetenzen sind notwendig (13.10.2021)
Die Misere im Pflegebereich kann nur durch Verbesserungen bei der Bezahlung und bei den Kompetenzen von Pflegenden verbessert werden. Im Gespräch sagt die Präsidentin des Deutschen Pflegerats, Christine Vogler: „Wir brauchen ein anderes Gehaltsniveau.“ Vogler nennt dabei als Marke 4000 Euro für Fach- und Spezialkräfte des Sektors und begründet das: „Man darf nicht vergessen, Pflege ist ein Schichtdienstberuf – 24 Stunden, 7 Tage in der Woche.“ Die Bezahlung sei jedoch nicht die einzige Erklärung für den Mangel an Pflegekräften in Deutschland. Ebenso schwer wögen fehlende Ausbildungskriterien für die Skala der Tätigkeiten – von Pflegeassistenten bis zu Pflegekräften mit akademischer Vorbildung. So gebe es in anderen Ländern zum Beispiel so genannte „Pflegefachpersonen“, die im Alltag auch Verschreibungen vornehmen dürfen. „Wir brauchen neue Berufsfelder – das wertet den Beruf auch auf“, so Vogler. Insgesamt sieht sie einen Stillstand in der Debatte um die Pflege. Grund für die Misere sei, dass Betroffene nicht die Kraft hätten, sich politisch um Verbesserungen zu kümmern und Nichtbedürftigen der Bezug zum Thema fehle. Für ihre Kolleginnen und Kollegen lautet Voglers Bilanz: „Die jahrzehntelang gepflegte Praxis, dass die Pflegenden nicht in die Selbstverwaltungsstrukturen im Gesundheitswesen kommen, hat es zu einer Passivität kommen lassen, aus der wir nicht herausfinden.“ Christine Vogler ist gelernte Krankenschwester und diplomierte Pflegepädagogin. Sie leitet den Berliner Bildungscampus für Gesundheitsberufe und ist seit dem Sommer 2021 Präsidentin des Deutschen Pflegerats.

Deutschlandfunk Kultur: Pflegekräfte – Viele sagen: „Ich kann nicht mehr!“ (13.10.2021)
In Deutschland fehlen Pflegerinnen und Pfleger. Das sei ein erfüllender Beruf, wenn die Umstände besser wären, sagt Frédéric Valin, Autor der „Pflegeprotokolle“. Er empfiehlt Norwegens Modell: geringere Wochenarbeitszeit bei vollem Lohnausgleich.

DLF: Coronatests – Was die kostenlosen Bürgertests gebracht haben (10.10.2021)
Ab dem 11. Oktober müssen die meisten Bürger in Deutschland ihre Corona-Tests selbst zahlen. Dem Bund spart das viel Geld. Virologen und Volkswirte ziehen eine positive Bilanz der Massentests. Die Justiz aber werden sie weiter beschäftigen: Rund 100 Verfahren laufen wegen falscher Abrechnungen.

rbb: Wie liefern die Lieferdienste bei den Arbeitsbedingungen ab? (09.10.2021)
Die Arbeitsbedingungen von Fahrradkurieren stehen immer wieder in der Kritik. Mit einem wilden Streik haben sich Gorillas-Beschäftigte zuletzt für eine Verbesserung in der Lieferbranche eingesetzt. Über die Situation der Angestellten und die Veränderungen in den Unternehmen berichtet Lisa Splanemann.

Deutschlandfunk Kultur: DIW-Ökonomin über Niedriglöhne in Deutschland – „Ein Nährboden für gesellschaftliche Polarisierung“ (09.10.2021)
Jeder fünfte Beschäftigte in Deutschland arbeitet im Niedriglohnsektor, so viel wie in kaum einem anderen europäischen Land. Nur wenige schaffen den Aufstieg. „Das ist ein Alarmsignal“, sagt die DIW-Ökonomin Alexandra Fedorets.

Deutschlandfunk Kultur: Sozialpädagoge Carlos Benede – Vom Polizeidienst zur Prävention (08.10.2021)
Mit dem Verein „Weitblick Jugendhilfe“ hilft Carlos Benede Jugendlichen. Nicht Sanktionen, sondern Zeit, Respekt und Verständnis führen zum Ziel, meint der ehemalige Polizeibeamte, der selbst zwei in Not geratene Kinder adoptiert hat.

SWR: Die “Würde“ des Menschen – Mehr als eine schöne Idee? (07.10.2021)
„Die Würde des Menschen ist unantastbar“, steht in den Verfassungen unserer westlichen Gesellschaften. Und aus diesem Grundsatz folgen konkrete politische Vorstellungen von einem Recht auf Wohnen, auf soziale Unterstützung, auf Asyl. In Krisenzeiten wie der Corona-Pandemie stellt sich die Frage nach der Menschenwürde. Bis wohin kann ein Staat Bürger in die Pflicht nehmen? Welche Grenze darf er nicht überschreiten

SWR: Sexkauf verbieten? – Der Streit um Prostitution in Deutschland (04.10.2021)
Prostitution wird immer noch oft als moralische Frage behandelt. Doch eine selbständige Sexarbeiterin ist nicht mit einer Zwangsprostituierten zu vergleichen. Eine Verbesserung der Situation von Sexarbeiter*innen sollte 2017 das neue Prostituiertenschutzgesetz bringen. Doch zufrieden ist damit niemand so wirklich. Wie können alle sicher arbeiten?

BR: Goodbye Mittelschichtsmärchen! Die Wiederentdeckung der Klasse (03.10.2021)
Unter dem Schlagwort „Klassismus“ wird gerade – nicht ohne Widerspruch – versucht, Diskriminierungen und subtile Ausschlüsse aufgrund der Klassenzugehörigkeit sichtbar zu machen. Hardy Funk beleuchtet die Wiederbelebung eines überholt geglaubten Begriffs.

SWR: Doping für den Job: Sucht am Arbeitsplatz (02.10.2021)
Der Finanzunternehmer Carsten Maschmeyer hat vor kurzem seine jahrelange Tablettenabhängigkeit publik gemacht – und damit Licht auf ein Thema geworfen, das in den Unternehmen häufig tabuisiert wird: Sucht am Arbeitsplatz. Alkohol ist immer noch das Suchtmittel Nr. 1, eine immer größere Rolle spielen in der verdichteten Arbeitswelt aber auch leistungssteigernde Substanzen, so genannte „Neuro-Enhancer“. Konsumenten sind dabei nicht nur gestresste Manager, sondern auch Geringverdiener mit Existenzsorgen.

WDR: Inklusion: Ein Werkstattbericht (28.09.2021)
Eine Werkstatt für behinderte Menschen soll sie ins Arbeitsleben integrieren, heißt es. Aber was, wenn diese Einrichtungen eigentlich ausbeuten und ausschließen? Stephan Beuting hat eine Werkstatt besucht, um sich selbst ein Bild zu machen.

BR: Legale Ausbeutung – Ein Feature über Deutschlands unsichtbare Arbeitssklaven aus Osteuropa (25.09.2021)
Hunderttausende Menschen aus Bulgarien, Rumänien und Polen sind nach Deutschland gekommen, um der Armut ihrer Heimatländer zu entfliehen. Das deutsche Arbeitsrecht erlaubt Unternehmen und skrupellosen Netzwerken, sie dennoch auszubeuten.

Tageschau Podcast: Bundesweiter Mietendeckel? Was dann? (23.09.2021)
Mal angenommen, es gibt einen bundesweiten Mietendeckel? Bekommen dann alle eine bezahlbare Wohnung? Und wird dann mehr oder weniger gebaut? Ein Gedankenexperiment.

Deutschlandfunk Kultur: Ehegattensplitting – Steuerprivileg und Teilzeitfalle (21.09.2021)
Von der OECD und der EU-Kommission wurde Deutschland wiederholt für das Ehegattensplitting gerügt, weil es Frauen vom Arbeitsmarkt fernhalte. Wer profitiert davon, wen benachteiligt das Steuermodell – und wie fair ist es?

SWR: Der Stachel des Denkens – Roland R. engagiert sich für das Sozialrecht (20.09.2021)
Der Freiburger Roland R. engagiert sich für die Rechte sozial benachteiligter Menschen. Seine Beschäftigung mit den Sozialgesetzen hat ihn zu einem Rechtsexperten gemacht.

DLF: 50 Jahre Theorie der Gerechtigkeit – Wie Rawls über Umverteilung, Sozialstaat und Weltordnungen dachte (19.09.2021)
Eine gerechte Umverteilung unterschiedlicher Berufsgruppen war eines der Hauptanliegen des Harvard-Philosophen John Rawls. Es sei ihm dabei nicht um einfaches Umschichten von Vermögen und Eigentum gegangen, sondern um Änderungen von Gesetzen und Grundstrukturen, sagte die Philosophieprofessorin Tamara Jugov.

SWR: Alles andere als sicher – Wie zukunftsfähig ist die Rente? (17.09.2021)
Für viele Wählerinnen und Wähler ist es neben dem Klimaschutz das Thema Nummer 1: Wie geht es weiter mit der Rente? Die umlagefinanzierte Alterssicherung steckt aufgrund der demographischen Schieflage – immer mehr Alte, immer weniger Junge – schon lange in der Krise. Was also tun? Länger arbeiten, höhere Beiträge zahlen und am Ende immer weniger rausbekommen – ist das die Perspektive für die junge Generation? Wie sähe eine wirklich nachhaltige Rentenreform aus? Michael Risel diskutiert mit Matthias W. Birkwald – rentenpolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion „Die Linke“, Prof. Dr. Dr. h.c. Gert G. Wagner – Wirtschafts- und Sozialwissenschaftler, Dr. Ursula Weidenfeld – Wirtschaftsjournalistin

WDR: Die (neue) Klassengesellschaft – Nicole Mayer-Ahuja (17.09.2021)
Die Coronakrise hat deutlich gemacht, sagt die Soziologin Nicole Mayer-Ahuja, wie sehr unsere Gesellschaft von Menschen abhängig ist, deren (Arbeits-) Leistungen zu oft nicht adäquat gewürdigt und bezahlt werden. Das müsse sich ändern.

Deutschlandfunk Kultur: Prekäre, Pragmatiker, Weltverbesserer – Die neuen deutschen Wählerstämme (13.09.2021)
Wahlprognosen sind schwierig geworden: Die alten Großmilieus haben sich aufgelöst. Dafür gibt es neue Wählergruppen. Verschiedene Forscher machen verschiedene Grundtypen aus. Sie bilden sich entlang kultureller Konfliktlinien.

DLF: Digitalisierung im Gesundheitsdienst – Wer geht zuerst: das Fax – oder die Pandemie? (12.09.2021)
Nach drei Corona-Wellen und 17 Monaten Pandemie sind die Gesundheitsämter immer noch auf Faxgeräte angewiesen, um die Kontakte der Deutschen nachzuverfolgen. Was ist da schiefgelaufen? Eine Spurensuche, wo die Digitalisierung im öffentlichen Gesundheitsdienst trotz bester Absichten bislang scheitert.

SR: Georg Cremer: Sozial ist, was stark macht. Warum Deutschland eine Politik der Befähigung braucht (12.09.2021)
Der ehemalige Caritas-Chef entwirft sein Bild von einem modernen Sozialstaat – und fordert eine Politik der „Befähigung“

WDR: Ein Leben für die Altenpflege – Doris Röhlich-Spitzer (10.09.2021)
Doris Röhlich-Spitzer wuchs auf dem Gelände eines Kölner Altenheims auf. Mit 22 Jahren führte die examinierte Altenpflegerin ihre erste Pflegestation, wurde zur erfolgreichen Pflegemanagerin – und hat einige Veränderungen und Reformen in der Altenpflege miterlebt.

Deutschlandfunk Kultur: Jugendliche Straftäter – Das Ende der Unschuld (09.09.2021)
Aufsehenerregende Fälle von Körperverletzung und Totschlag, gewaltverherrlichende Videos – wird die Jugend immer krimineller? Und was passiert mit jungen Tätern? Experten und Statistiken verraten, wie es um die Jugendkriminalität steht.

WDR: Sterbehilfe: Warten auf den assistierten Suizid (08.09.2021)
Im Februar 2020 fällte das Bundesverfassungsgericht ein wegweisendes Urteil zur Sterbehilfe: Selbstbestimmtes Sterben, der sogenannte assistierte Suizid, soll nicht strafbar sein. Auf ein Gesetz, das dieses Urteil umsetzt, warten Betroffene noch.

SR: David Gutensohn: Pflege in der Krise (05.09.2021)
Nicht zuletzt die Corona-Krise hat die Probleme unseres Pflegesystems in den Fokus gerückt. Betten, Geräte, Räume, alles oft in ausreichender Zahl vorhanden. Nur: Wo sind die Menschen, die das alles bedienen und die sich kümmern?

WDR: Junge Drogentote und die deutsche Drogenpolitik (05.09.2021)
2020 wurden 1.581 drogenbedingte Todesfälle in Deutschland registriert, ein Anstieg von 13 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Eltern von jungen Drogensüchtigen beklagen, dass kein Angebot der Drogenhilfe genützt hat. Woran liegt das?

WDR: Gefahr durch zu schnelle Lokführerausbildung? (02.09.2021)
Verantwortung für millionenteure Fracht und unbezahlbare Menschenleben: Die Suche nach passenden Lokführerinnen und Lokführern gestaltet sich zunehmend schwierig. Zudem ist die Ausbildung wenig reguliert – ein Sicherheitsrisiko, das offenbar minimiert werden muss

SWR: Immer nur Notstand – Ist die Pflege noch zu retten? (01.09.2021)
Steigende Kosten, miese Bezahlung und viel zu wenig Personal – seit Jahren ist die Unzufriedenheit über das deutsche Pflegesystem groß. Mehr als kleine Reformen bringt die Politik nicht zustande, wirkt überfordert und konzeptionslos. Vielleicht läuft das Thema auch deshalb im Bundestagswahlkampf unter dem Radar. Gleichzeitig nimmt die Zahl der Pflegebedürftigen weiter zu, wird Pflege für immer mehr Menschen zum Problem, warnen Experten vor einem Kollaps des Systems. Was muss sich ändern? Wie lässt sich Pflege besser organisieren? Michael Risel diskutiert mit David Gutensohn – Journalist und Buchautor, Hamburg, Prof. Dr. Stefan Sell – Sozialwissenschaftler, Hochschule Koblenz, Dr. Andreas Westerfellhaus – Pflegebevollmächtigter der Bundesregierung

HR: Das Boot ist leer – Fachkräftemangel in Deutschland (01.09.2021)
Es gibt zur Abwechslung auch mal Befürchtungen, die sich nicht bewahrheitet haben in diesem Jahr: Trotz Corona – und allen damit verbundenen Schwierigkeiten – haben wir in Deutschland keine Massenarbeitslosigkeit. Stattdessen viele offene Stellen, die nicht besetzt werden können, weil das Personal fehlt. Selbst die Bundesagentur für Arbeit spricht nun von einem dramatischen „Fachkräftemangel“. Es fehle an allen Ecken: Von der Pflege über Klimatechniker und Logistikern bis hin zu Akademikerinnen. Deutschland brauche deswegen rund 400.000 Einwanderer pro Jahr, allerdings gesteuert und zielgerichtet für den Arbeitsmarkt. Wäre das tatsächlich die Lösung? Oder müssen wir darüber hinaus die Arbeitsbedingungen nicht auch wesentlich attraktiver machen in den Jobs, in denen offenbar kaum noch jemand tätig sein will?

HR: Aus für den Minijob? – Der Arbeitsmarkt und die Pandemie (01.09.2021)
Ursprünglich war der Minijob, auch 450-Euro-Job genannt, gedacht als Weg in eine richtige Anstellung. Wirklich funktioniert hat das nicht. In der Pandemie haben viele Menschen mit Minijobs ihre Arbeit verloren oder mussten sie pausieren – doch jetzt wollen viele nicht zurück in das 450-Euro-Modell. Stirbt der Minijob aus? Was ist überhaupt ein Minijob? Und wie reagiert die Politik auf die Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt?

DLF: 50 Jahre nach Einführung – Warum das BAföG immer noch dringend notwendig ist (31.08.2021)
Chancengleichheit und Bildungsaufstieg ohne finanzielle Sorgen: 1971 wurde die Ausbildungsförderung BAföG auf den Weg gebracht – ein Wendepunkt in der Bildungspolitik. 50 Jahre später geht der Anteil der BAföG-Empfängerinnen und Empfänger immer weiter zurück.

SR: Thomas Straubhaar: Grundeinkommen jetzt! (29.08.2021)
Zurück in die Normalität nach Corona – das ist der Herzenswunsch vieler Menschen – andere sagen: Wir haben jetzt die Chance, grundlegende Dinge zu verändern. Dabei will der Autor keinesfalls Kapitalismus oder Marktwirtschaft abschaffen.

SWR: Lehrling dringend gesucht! (28.08.2021)
Zum Start des Ausbildungsjahrs sind im Südwesten noch tausende Lehrstellen unbesetzt. Viele Betriebe in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz suchen händeringend Nachwuchs. Wegen der Corona-Pandemie konnten viele junge Menschen nicht über Praktika oder Ausbildungsmesse für eine Lehre begeistert werden. Jetzt fehlen die Bewerber, zudem entscheiden sich immer mehr Jüngere gegen eine betriebliche Ausbildung.

Deutschlandfunk Nova: Türkische Arbeitswelten in West-Berlin (28.08.2021)
Ein Gast kommt, dann geht er wieder. Das war die Idee hinter dem Begriff der sogenannten Gastarbeiter. Die Alltags- und Arbeitsgeschichte türkischer Arbeitsmigranten und -migrantinnen in West-Berlin war in weiten Teilen noch nicht erforscht, stellte der Historiker Stefan Zeppenfeld fest – und machte sich an die Arbeit.

DLF: Schwieriger Balanceakt – Die Gewerkschaften und der Klimaschutz (27.08.2021)
Der Klimawandel ist unumstritten. Das sehen auch die Gewerkschaften. Sie wissen, dass Veränderungen anstehen und sich Wirtschaft und Arbeitswelt neu aufstellen müssen. Doch sie tun sich schwer. Sie fürchten den Verlust von Arbeitsplätzen und das Aussterben ganzer Industrie-Landschaften.

Tagesschau: Gesetzliche Aktienrente? Was dann? (26.08.2021)
Mal angenommen es gibt eine gesetzliche Aktienrente. Steigt dann für alle die Rente? Was passiert beim Börsencrash? Wer profitiert am Ende davon und wo wird das viele Geld investiert? Ein Gedankenexperiment.

Deutschlandfunk Kultur: Aus für die Pflegekammer in Schleswig-Holstein (26.08.2021)

Deutschlandfunk Kultur: Gesetzliche Betreuung – Viel Verantwortung für wenig Honorar (22.08.2021)
Wer damit überfordert ist, die eigenen Finanzen zu regeln, kann eine gesetzliche Betreuung vom Gericht zur Seite gestellt bekommen. Eine verantwortungsvolle Aufgabe, die allerdings schlecht vergütet wird.

Deutschlandfunk Kultur: Kevin – Eine Jugend am Rand der Großstadt (21.08.2021)
Hochhäuser. Plattenbauten. Dazwischen ein ehemaliger Konsum. Eine Kneipe, eine Dönerbude. Ödnis. Die Topografie der Stadtrandlage. Wie wachsen Kinder und Jugendliche an der Peripherie der Stadt auf? Wovon träumen sie?

rbb: Corona und der Arbeitsmarkt im Ausland (14.08.2021)
Trotz der Corona-Pandemie hat sich der Arbeitsmarkt in Deutschland sehr robust gezeigt. Vor allem das Kurzarbeitergeld und Hilfsmaßnahmen haben dazu beigetragen. Aber wie sieht die Situation des Arbeitsmarkts in anderen europäischen Ländern aus?

SWR. Kinderzimmer statt Campus – Studieren in der Pandemie (14.08.2021)
Für viele ist es im Rückblick die beste Zeit ihres Lebens: Partys, nächtelange Gespräche und radikale Ideen – im Studium scheinen die eigenen Möglichkeiten unbegrenzt. Doch mit Corona wurde aus einer Phase des Aufbruchs eine des Stillstands: Viele Studierende sind zurück zu ihren Eltern gezogen, kennen ihre Kommilitonen nur vom Bildschirm. Zoom-Calls statt Hörsaal, Küchentisch statt Mensa, Kinderzimmer statt Campus – was geht da verloren? Michael Risel diskutiert mit Prof. Dr. Ulf-Daniel Ehlers – Bildungsforscher, Duale Hochschule Baden-Württemberg, Karlsruhe, Sabine Köster – Leiterin der psychotherapeutischen Beratungsstelle für Studierende des Studierendenwerks Karlsruhe, Antonia Winkler – Studentin, Universität Heidelberg.

DLF: Die vermeintliche Bremer BAMF-Affäre – Hochgezogen, aufgebauscht, verpufft (06.08.2021)
Es sah nach dem ganz großen Skandal aus: Über Monate witterten Politik und Medien ungeheuerliche Vorgänge in der Bremer Außenstelle des Bundesamtes für Migration (BAMF). Tausende Asylbewerber, so der Verdacht, seien unrechtmäßig anerkannt worden. Von den ursprünglichen Vorwürfen allerdings blieb zuletzt kaum etwas übrig.

MDR: Übertherapie am Lebensende. Feature über den Umgang mit Sterbenskranken (01.08.2021)
Viele Sterbenskranke werden falsch versorgt. Patienten erhalten noch kurz vor ihrem Tod aggressive Therapien, die mehr schaden als nützen. Und nicht immer bekommen Patientenverfügungen die gewünschte Beachtung.