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BR: Verloren unter gerichtlicher Betreuung (07.07.2021)
Ein Unfall oder eine Krankheit und ein Patient kommt ins Krankenhaus. Kann er seine Geschäfte nicht mehr erledigen und es liegt keine Vorsorgevollmacht vor, muss der Arzt einen gerichtlich bestellten Betreuer beantragen, der alles regelt von Vermögensverwaltung bis zur Einweisung in ein Heim.

HR: Das Pleitevirus – Wie Corona Existenzen vernichtet (06.07.2021)
Die Corona-Pandemie mit ihren massiven Einschränkungen im Alltag wurde immer als der Super-Gau für die Wirtschaft beschrieben: Eine ausgebremste Welt-Konjunktur, Pleiten noch und nöcher – dazu ausgestorbene Innenstädte mit verrammelten Läden, die für immer geschlossen bleiben, weil sie die Krise nicht überstanden haben. So die Befürchtung. Ein Blick in die Statistik vermittelt allerdings einen anderen Eindruck. Bei uns in Deutschland hat es im vergangenen Jahr, im Vergleich zu 2020, fast 15 Prozent weniger Insolvenzen gegeben. Auch in den meisten anderen Ländern Europas ist diese Entwicklung zu beobachten. War die Corona-Pandemie für die Wirtschaft also doch harmloser als gedacht? Fachleute zumindest warnen: Viele Läden hätten auf eigene Initiative hin geschlossen, bevor sie überhaupt offiziell Insolvenz anmelden mussten und in der Statistik gelandet wären. Und die staatlichen Hilfsprogramme verdeckten die wahre Situation in einigen Branchen. Kommt das dicke Ende also noch? Und was können wir tun, um leere Innenstädte und Massen-Arbeitslosigkeit im Handel und dem Dienstleistungs-Gewerbe zu verhindern?

DLF: Urteil zu ausländischen Pflegekräften – Das Dilemma bleibt (05.07.2021)
Das Urteil des Bundesarbeitsgerichts zur Entlohnung ausländischer Pflegekräfte hat für gemischte Gefühle gesorgt. Viele Betreuungskräfte kommen aus Osteuropa und der Ukraine – und dort sind nicht alle begeistert. Manche fürchten, dass sie jetzt keine Aufträge mehr bekommen.

DLF: Reform in der Altenpflege – Pflegekräfte und ihr neuer Kampf um höhere Löhne (04.07.2021)
Die Pflegereform verspricht zwar Lohnerhöhungen, doch die gibt es nur, wenn die Arbeitgeber sich auf gute Tarifverträge einlassen. Für die Beschäftigten heißt das: Sie müssen sich bessere Arbeitsbedingungen und höhere Löhne selbst erstreiten.

WDR: Zeitalter der Mega-Migration – Parag Khanna (02.07.2021)
Wo – und wie – werden wir im Jahr 2050 leben? Vor allem durch die Folgen des Klimawandels steht der Menschheit eine immense und permanente Migrationsbewegung bevor, sagt der Politikwissenschaftler Parag Khanna.

DLF: Der lange Kampf gegen den kalten Entzug: Drogenabhängige im Gefängnis (01.07.2021)

DLF: Unbezahlbar, aber unverzichtbar? Ausländische Betreuung für die häusliche Pflege (30.06.2021)
Es diskutieren: Heinz Rothgang, Universität Bremen, SOCIUM Forschungszentrum Ungleichheit und Sozialpolitik; Eugen Brysch, Deutsche Stiftung Patientenschutz; Renata Föry, Seniocare Vermittlung häusliche Pflege; Thomas Heller, DGB Rechtsschutz GmbH

HR: Rund um die Uhr – die ausgebeuteten Pflegekräfte (29.06.2021)
Viele wünschen sich, im Alter zuhause wohnen zu können, auch wenn sie nicht mehr allein zurechtkommen. Glück hat, wer Angehörige hat, die diesen Wunsch erfüllen können. Wenn pflegende Familienmitglieder an ihre Belastungsgrenzen kommen, blicken sie von Deutschland aus gerne über die Grenzen im Osten. Hundertausende meist weibliche osteuropäische Pflegekräfte kommen in deutsche Haushalte, monatelang, arbeiten Tag und Nacht, vermittelt über entsprechende Agenturen. Durch das Grundsatz-Urteil des Bundesarbeitsgerichtes in Erfurt kommt jetzt wieder einmal ans Licht, auf welch ausbeuterischem System die häusliche Pflege in Deutschland fußt. Eine Sozialassistentin aus Bulgarien hatte geklagt, weil von den 24 Stunden, die sie gearbeitet hat oder in Bereitschaft war, nur ein Bruchteil entlohnt wurde. Für die vertraglich vorgesehenen 30 Stunden in der Woche, in denen sie kochte, putzte, Körperpflege oder Hilfe beim Essen leistete, bekam sie monatlich 950 Euro netto. Nur so können sich in Deutschland viele Familien die häusliche Pflege leisten, auch die Politik preist diese Modelle in ihre Planung ein. Was bedeutet es, wenn jetzt alle osteuropäischen Kräfte in deutschen Haushalten den Mindestlohn für die volle Arbeitszeit fordern würden? Viele Familien werden es sich nicht mehr leisten können, wer trägt die Kosten? Zuhause bleiben bis zum Lebensende könnte zum unmöglichen Wunschtraum werden. Und was ist die Alternative? Genug Plätze in Altenpflegeeinrichtungen gibt es schon jetzt nicht.

SWR: Arbeiten bis zum Umfallen – Ist die Rente noch zu retten? (01.07.2021)
Arbeiten wir bald noch länger für die Rente? Berater der Bundesregierung halten ein Renteneintrittsalter mit 68 Jahren für notwendig. Immer wieder wurde an der Rentenformel gebastelt, trotzdem fehlt dem System die Stabilität. Die Gesellschaft wird immer älter, die Alten werden immer gesünder und für die Jüngeren bleibt immer weniger übrig. Was heißt das für die Zukunft des Rentensystems? Und wie lässt sich das politisch lösen? Thomas Ihm diskutiert mit Prof. Dr. Christian Hagist – Otto Beisheim School of Management, Prof. Dr. Ute Klammer – Universität Duisburg-Essen, Prof. Dr. Stefan Sell – Hochschule Koblenz.

SWR: Spielhölle statt Spielhalle – Wie gut ist das neue Glücksspielrecht? (30.06.2021)
Glücksspiel im Internet wird ab 1. Juli in Deutschland legal. Der neue Staatsvertrag aller Bundesländer zum Glücksspielrecht soll Spieler besser schützen und den Schwarzmarkt eindämmen. Doch Kritiker fürchten, dass durch die „digitale Lockerung“ die Zahl der Süchtigen eher steigen könnte. Wie gut ist das neue Regelwerk? Marion Theis diskutiert mit Ilona Füchtenschnieder – Vorsitzende des Fachverbands Glücksspielsucht, Prof. Dr. Tilman Becke – Leiter der Forschungsstelle Glücksspiel der Universität Hohenheim, Dirk Fischer – Automaten-Verband Baden-Württemberg

Deutschlandfunk Kultur: Digitale Tagelöhner – Die gar nicht so schöne neue Arbeitswelt (29.06.2021)
Per Mausklick zum Auftrag: Nicht mehr nur Lieferfahrer oder Putzkräfte, sondern auch hoch spezialisierte Fachkräfte werden über digitale Plattformen vermittelt. Regulieren lassen sich die global agierenden Vermittlungsplattformen kaum.

Deutschlandfunk Kultur: Tönnies und ein Jahr Fleischskandal – Das Ende der Ausbeutung? (27.06.2021)
Der Schlachtbetrieb Tönnies ist mit dem Fleischskandal vor einem Jahr zum Synonym für katastrophale Arbeitsbedingungen geworden. Mittlerweile müssen Konzerne ihre Schlachter und Zerleger direkt anstellen. Werden Rumänen und Bulgaren nun fair behandelt?

SWR: Die Grundrente kommt – Altersarmut bleibt? (26.06.2021)
Im Juli geht es los mit der Grundrente, die ersten Bescheide werden verschickt. Die Erwartungen vieler Rentner sind groß, doch hoch sind auch die Hürden für den Bezug des Rentenzuschlags.

HR: Wo sind die Azubis!? Corona belastet Unternehmen und Jugendliche (26.06.2021)
Digitale Messen, virtuelle Unternehmensbesuche und online-Gespräche: In der Pandemie müssen alle neue Wege gehen. Das ist nicht leicht. Noch sind Tausende Lehrstellen unbesetzt.

Deutschlandfunk Kultur: IG Metall in Ostdeutschland – Das Ende der Bescheidenheit (22.06.2021)
Nach der Wende war Ostdeutschland Tarifwüste. Die Gewerkschaften kassierten zahlreiche Schlappen. Doch das war einmal: Die IG Metall hat Auftrieb – und die Arbeiter treten im Kampf um ihre Rechte mit einem neuem Selbstbewusstsein auf.

Deutschlandfunk Kultur: Erdbeerpflücken in Spanien – „Eine moderne Art der Sklaverei“ (21.06.2021)
Aus der südspanischen Provinz Huelva werden pro Jahr rund 300.000 Tonnen Erdbeeren exportiert, ein großer Teil davon nach Deutschland. Die Ernte wäre nicht machbar ohne die Saisonkräfte aus Marokko.

NDR: Diskussion um Rente mit 68 (16.06.2021)
Muss die Rente an die allgemeine Entwicklung der Lebenserwartung gekoppelt werden?

HR: Erfolgsverspechen – eine Frage der Klasse (18.06.2021)
Wenn es um Bildung geht, dann legen wir den Fokus meist auf Kindergarten und Schule. Einen enormen Einfluss auf den späteren Bildungserfolg haben aber bereits die ersten drei Jahre im Leben eines Kindes. Schon in den ersten Wochen öffnet sich die Schere. Wie viele Anregungen bekommt das Kind, wie viele Wörter hört es? Die Schule kann die unterschiedlichen Voraussetzungen nur mit Mühe ausgleichen. Sprungbrett oder Hemmschuh? Die soziale Klasse, in der wir aufwachsen, bestimmt unsere Zukunft mehr, als wir lange wahrhaben wollten. Muss das so bleiben? Lange schien es, als sei dieses Thema verschwunden. Jetzt entdecken Soziologen und Schriftstellerinnen ein altes Phänomen wieder: die Klasse. Wo kann man ansetzen für mehr Chancengleichheit und Bildungsgerechtigkeit?

HR: Alleine in der digitalen Vorlesung: Studieren im Lockdown (18.06.2021)
Gerade läuft das dritte Semester, in dem wegen Corona fast nur virtuelles Studieren möglich ist. Viele Studierende sind noch gar nicht richtig an den Unis angekommen. Ihr Studium ist auf die Größe des Laptop-Bildschirms zusammengeschrumpft, vor dem sie in ihrer Bude sitzen – wenn sie nicht gleich zuhause bei den Eltern geblieben sind. Es fehlte der Kontakt zu den Kommilitonen, zu den Professoren, es fehlte Geld, weil viele ihren Job verloren haben. Wie erleben Studierende in Hessen ihr Studium, was verpassen sie gerade und: Haben Sie nicht auch mal ein bisschen Solidarität verdient?

HR: Von Beruf befristet – Alltag mit Zeitverträgen (16.06.2021)
Heute hier, morgen dort – Anstellungen ohne Langzeitperspektive sind in vielen Bereichen zur Normalität geworden. Gerade in der Wissenschaft sind unbefristete Arbeitsverträge die absolute Ausnahme. In einem Video des Bundesministeriums für Bildung und Forschung wird das Wissenschaftszeitvertragsgesetz, das es seit 2007 gibt, bejubelt. Die Befristung auf maximal zwölf Jahre verhindere, dass eine Generation die Stellen verstopfe und gebe nachrückenden Wissenschaftlern die Möglichkeit, ebenfalls Qualifikationen zu erwerben. Diese Erklärung empfinden viele, die sich von Job zu Job hangeln und unter der mangelnden Sicherheit und Planbarkeit leiden, als Hohn. Die meisten bekommen gerade mal Verträge für ein bis zwei Jahre. Für Forschungsarbeiten ein viel zu kurzer Zeitraum. Auch in anderen Branchen sind Festanstellungen zur Mangelware geworden. Aber in der Wirtschaft scheint es tatsächlich den Effekt zu geben, von dem das BMBF spricht: Innovation durch Befristung. Wir schauen also auf Fluch und Segen dieser Regelung.

Deutschlandfunk Kultur: Generationenvertrag – Füreinander da sein in der „liebenden Kommune“ (16.06.2021)
Was tun, wenn man sich im Alter einsam fühlt und Hilfe braucht? Pflegekräfte sind schon jetzt rar. Das Prinzip des generationenübergreifenden Miteinanders habe sich als Lösung bewährt, sagt Hosea Dutschke von der Sozialverwaltung im dänischen Aarhus.

Deutschlandfunk Kultur: Das Leiden der Angehörigen – Wie Alkoholsucht Familien zerstört (14.06.2021)
Kinder, Ehe- oder Lebenspartner: Wenn es um Alkoholismus geht, werden Angehörige selten gehört. Meist steht die Sucht und damit der Süchtige im Mittelpunkt. Hier soll es andersherum sein: Die, deren Leiden oft übersehen wird, bekommen eine Stimme.

DLF: Arbeitsbedingungen in Schlachthöfen – Ein Jahr Fleischskandal (12.06.2021)
Ein Jahr ist es her, dass sich massenweise rumänische Arbeiter in den Fabriken von Westfleisch, Tönnies und Co. mit dem Corona-Virus infizierten. Es wurde offenbar, unter welch katastrophalen Bedingungen diese Menschen leben und arbeiten. Fast alle waren damals noch Werkvertragsarbeiter – beschäftigt bei Subunternehmern. Viele dieser Firmen haben die Arbeiter um den Mindestlohn geprellt – und ihnen für Wucherpreise Betten in heruntergekommen Häusern vermietet. Arbeitsminister Hubertus Heil ließ daraufhin die Werkverträge verbieten. Ist nun alles gut in der Fleischindustrie? Manfred Götzke geht im Wochenendjournal dieser Frage nach.

BR: Wie geht es weiter in der Fleischindustrie? Ein Jahr nach dem Corona-Skandal bei Tönnies (11.06.2021)
Vor genau einem Jahr gab es bei dem Fleisch-Großunternehmen Tönnies in NRW einen Corona-Skandal mit über 2.000 Ansteckungen. Der Massenausbruch legte eine ganze Region lahm. Die beengten Massenunterkünfte und Arbeitsbedingungen der vorwiegend aus Rumänien und Bulgarien stammenden Leiharbeiter kamen ans Licht. Die Bundesregierung beschloss eine Neuregelung beim Arbeitsschutz. Lina Verschwele hat vor Ort recherchiert, ob sich die Fleischindustrie seitdem verändert hat.

BR: Rente mit 68: Gibt’s denn keine bessere Idee? (11.06.2021)
Das Rentenalter soll nochmals um ein Jahr steigen, zumindest wenn es nach dem Wissenschaftlichen Beirat des Bundeswirtschaftsministeriums geht. Auf diesen Vorschlag folgte ein Sturm der Entrüstung. Auch Bundeswirtschaftsminister Altmeier ist dagegen. Dennoch ist allen klar, dass sich unser Rentensystem reformieren muss, um zukunftsfähig zu sein. Und dabei ist Eile geboten.

DLF: Relevanz von Handwerk und Pflegeberufen (10.06.2021)

BR: Knochenarbeit Profisport – Was bleibt wenn der Medallienglanz verblasst (08.06.2021)
Sie schinden Ihren Körper, verdienen aber nur, wenn ihre Sportart populär ist und sie an der Spitze stehen. Profisportler sind auf Werbeeinnahmen und Sponsorenverträge angewiesen – aber ihre Verdienstphase ist zeitlich begrenzt. Schnell sind sie zu alt und dann muss ein neuer Beruf gefunden werden.

Deutschlandfunk Nova: Susanne – Wenn deine Tochter mit 18 zum Pflegefall wird (04.06.2021)
Susanne freut sich, dass ihre Tochter Lisa, 18, bald Abi machen und ausziehen wird. Doch dann stürzt Lisa in der Schule eine Treppe hinunter und hat eine schweres Schädel-Hirn-Trauma. Sie wird notoperiert und liegt danach wochenlang im Koma. Eine Zeit lang ist nicht klar, ob Lisa überleben wird. Als sie aufwacht, ist sie schwerstbehindert und für den Rest ihres Lebens ein Pflegefall. Susanne, selbst Krankenschwester, widmet sich ganz der Versorgung und Pflege ihrer Tochter. Bis sie nicht mehr kann.

Deutschlandfunk Kultur: Die Pflegereform: Großer Wurf oder fauler Kompromiss? (04.06.2021)
Lange wurde gestritten, nun hat die Große Koalition einen Gesetzentwurf zur Pflegereform vorgelegt. Eckpunkte sind höhere Löhne, Entlastung für Pflegebedürftige und höhere Beiträge für Kinderlose. Kritiker bezweifeln die Wirksamkeit und Finanzierung.
Es diskutieren: Verena Bentele, Präsidentin des Sozialverbandes VdK, Karin Maag, gesundheitspolitische Sprecherin der CDU im Bundestag, Bernd Meurer, Präsident des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa), Prof. Dr. Heinz Rothgang, Leiter der Abteilung Gesundheit, Pflege und Alterssicherung am SOCIUM Forschungszentrum Ungleichheit und Sozialpolitik der Universität Bremen.

DLF: Höhere Löhne, höhere Beiträge – Wer die Pflege in Zukunft schultert (02.06.2021)
Es diskutieren: Erwin Rüddel, CDU MdB, Vorsitzender des Gesundheitsausschusses im Bundestag, Holger Schult, Geschäftsführer des Senioren- und Pflegezentrums Brandenburg,  Kordula Schulz-Asche, Pflegepolitische Sprecherin der Grünen im Bundestag und Stefan Sell, Hochschule Koblenz

Deutschlandfunk Kultur: Klassifikation von Krankheiten – Was gilt als krank, was nicht? (25.05.2021)
Die Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten (ICD) legt fest, was als Krankheit gilt und was nicht. Das kann große Auswirkungen auf Diagnose und Behandlung haben. Wie entsteht die Klassifikation und wer nimmt dabei Einfluss?

DLF: Politik und Krankheit – Plädoyer für eine gerechtere Gesundheitsökonomie (23.05.2021)
Der Patient als Verwaltungsobjekt, Zahlungsmedium, Konkurrenzmasse, Kostenfaktor, statistische Größe: Die Pandemie macht sichtbar, was zwischen Politik und Krankheit geschieht, deutet auf Fehler und Versäumnisse hin. Zeit für einen neuen Eid des Hippokrates – für die gesamte Gesellschaft.

DLF: Corona ist nicht gerecht. Wie die Pandemie Armut und Ungerechtigkeit verschärft (19.05.2021)
Je länger die Pandemie dauert, umso größer sind die Einschnitte in unsere Gesellschaft. Vielen Kindern und Jugendlichen wird der Fernunterricht nicht nur zur Last, einige haben auch den Anschluss verloren. Das hinterlässt auch bei Lehrerinnen und Lehrern Sorge und eine gewisse Ratlosigkeit. Sichtbar wird der Riss durch unsere Gesellschaft auch bei den Lebensmittel-Tafeln. Die verzeichnen deutlich mehr Kundinnen und Kunden und sie sehen die soziale Frage, die sich jetzt stellt, drängender denn je. Fühlen sich bedürftige Menschen von der Gesellschaft vergessen? Welche Weichen können neu gestellt werden? Und: Inwiefern sind wir alle gefordert, Menschen wieder in die Mitte der Gesellschaft zu holen?
Gäste: Martin Süsterhenn, Leiter der Katharina-Henoth-Gesamtschule Köln-Höhenberg; Franz Meurer, Pfarrer in Köln und Sabine Werth, Mitbegründerin und ehrenamtliche Vorsitzende der Berliner Tafel.

DLF: Corona-Bekämpfung in Behörden – Die verschleppte Digitalisierung (18.05.2021)
Die Coronakrise hat die strukturellen Schwächen der Gesundheitsämter offengelegt. Gleich zu Beginn der Pandemie zeigte sich: Die Behörden waren überfordert, unterbesetzt sowie unterdigitalisiert. Das Urteil von Gesundheitsdezernenten und Politik fällt entsprechend ähnlich aus.

DLF: Übergangssysteme – Auslaufmodelle oder relevant? (17.05.2021)

DLF: Wut in gelben Westen – Das Erbe der Gilets Jaunes in Frankreich (15.05.2021)
Erst ging es nur um die geplante Erhöhung der Ökosteuer, später wurde das gesamte politische System in Frage gestellt: Die Gelbwesten-Proteste im Winter 2018 haben Frankreich erschüttert. Zweieinhalb Jahre später ist es um die Bewegung ruhiger geworden – aber die Wut vieler Gilets Jaunes ist immer noch da.

BR: In Bremerhaven kommt der Tod am frühesten – der fatale Zusammenhang von Armut und Lebenserwartung (14.05.2021)
Als die Mauer fiel, starben die Menschen in Ostdeutschland im Durchschnitt mehrere Jahre früher als im Westen. Heute ist die Lebenserwartung nahezu gleich. Dafür besteht ein großer Unterschied, ob jemand in Bremerhaven oder München sein Leben verbracht hat. In der bayerischen Landeshauptstadt werden Männer mit durchschnittlich 81,2 Jahren bundesweit am ältesten, in Bremerhaven sterben sie mit im Schnitt nur 75,8 Jahren am frühesten. Ausschlaggebend ist die hohe Armut in der Stadt an der Nordsee.

Deutschlandfunk Kultur: Geflüchtete in Bosnien – Am Nadelöhr der Balkanroute (13.05.2021)
In der Nähe der bosnischen Grenzstadt Velika Kladuša kampieren Hunderte Geflüchtete. Sie möchten von dort in die EU gelangen. Den meisten gelingt dies nicht. Bei den Migranten wachsen Wut und Verzweiflung, bei vielen Anwohnern auch.

MDR: Verband: Gute Beschäftigten-Zahlen in der Pflege täuschen (12.05.2021)
Laut Bundesarbeitsagentur gibt es Zehntausende Beschäftigte mehr in der Pflege. Der Berufsverband für Pflegeberufe hegt aber Zweifel an den guten Zahlen. Es würden offenbar Köpfe gezählt und nicht Vollzeitstellen.

HR: Genug des Beifalls – wann kommt endlich die Pflegereform? (12.05.2021)
»Die Corona-Pandemie hat gezeigt, was in der Pflege-Branche schon lange offenkundig ist: Es fehlt an Fachkräften und Wertschätzung. Zum Tag der Pflege wird versucht, einen Blick in die Zukunft zu werfen und konkrete Maßnahmen zu ergreifen. Wie ist die Lage in Pflegeberufen? Was muss getan werden?

DLF: Pflegeakademisierung – Nicht mal ein Praktikumsgehalt für Pflege-Studierende (12.05.2021)
Politiker betonen, Pflegekräfte verdienten mehr „Wertschätzung“. Doch für das dreijährige Pflegestudium mit 2.500 Stunden Praxiseinsätzen gebe es „überhaupt kein Geld“, sagte Christine Vogler, Vize-Präsidentin des Deutschen Pflegerates, im Dlf. So könne man nicht weitermachen.

Deutschlandfunk Kultur: Klassismus – Die verachtete Unterschicht (11.05.2021)
Es liegt nicht nur am Geld: Wer zur Unterschicht gehört, trägt in den Augen anderer oft die falsche Kleidung, spricht falsch und benimmt sich falsch. Klassismus wird diese kulturelle Ausgrenzung genannt, die sozialen Aufstieg fast unmöglich macht.

DLF: Eine verschobene Reform: Die inklusive Kinder- und Jugendhilfe (06.05.2021)

DLF: Grauzone Sterbehilfe – „Suizidwünsche sind fragil“ (05.05.2021)
Das Thema Sterbehilfe bewegt sich in Deutschland in einer rechtlichen Grauzone. Bei der Entscheidung über einen assistierten Suizid müssten Ärzte immer gewissenhaft prüfen, wie frei der Wille des Einzelnen zur Selbsttötung tatsächlich sei, sagte der Psychiater Karl Beine.

Deutschlandfunk Kultur: Sterbehilfe – Wird Deutschland zur „Avantgarde“ in der Suizidfrage? (04.05.2021)
Deutschland könnte bald liberalere Gesetzesregelungen zur Sterbehilfe haben als die Niederlande, so der Philosoph und Ehtiker Jean-Pierre Wils. Etliche Vorschläge sieht er kritisch. Der Suizid dürfe keine „normalisierte Option“ für das Ende werden.

HR: Wer nicht erbt, der nicht gewinnt – Von der Schwierigkeit, Eigentum zu schaffen (04.05.2021) 
In Deutschland wird heute so viel Geld von einer Generation an die nächste übergeben wie selten zuvor. Studien zufolge werden jährlich bis zu 400 Milliarden Euro vererbt oder verschenkt. Diese Erbschaften machen vor allem Vermögende noch reicher. Erbschaften sind genauso ungleich verteilt, wie die Vermögen insgesamt. Und Steuern zahlen die Erben auch kaum. In den USA bittet US Präsident Joe Biden die reichen Amerikaner nun zur Kasse, um das Land nach seinen Vorstellungen umzubauen, sozialer und gerechter zu werden. Vor 20 Jahren hatte Großinvestor Warren Buffet sogar gegen die Senkung der Erbschaftssteuer gewettert. Man dürfe doch nicht einen lebenslangen Vorrat an Lebensmittelmarken erhalten, nur weil man der richtigen Gebärmutter entschlüpft sei. Der Aufschrei ist nach Bidens Vorstoß ungleich lauter. Doch weil viele Menschen auch hierzulande viel erben und viele Menschen gar nichts, geht der französische Ökonom Thomas Piketty noch einen Schritt weiter. Sein Vorschlag für Deutschland: Künftig sollen alle 25-jährigen vom Staat ein Startkapital in Höhe von 120.000 Euro bekommen. Es ist Wahljahr. Ob sich mit dieser Idee Wahlkampf machen lässt?

WDR: Ein Jahr #CoronaEltern – Familien am Limit (04.05.2021)
Seit fast einem halben Jahr befinden wir uns im Lockdown. Das bekommen besonders Familien zu spüren. Denn eine verlässliche Kinderbetreuung gibt es seit Monaten nicht. Viele Eltern sind am Rande ihrer Belastbarkeit – aber ein Ende ist nicht in Sicht.

BR: „Du bist was wert“ – Wie eine Schule in Dortmund-Nord wirklich hilft (02.05.2021)
Kann Schule ein sozialer Hebel sein? Schwierig aber nicht unmöglich. Wie ein Beispiel aus Dortmund zeigt. Drogendealer am Kiosk, marschierende Neonazis und Häuser, die verwahrlosen: das ist kein Klischee, sondern erschreckender Alltag in der Dortmunder Nordstadt. In diesem Stadtviertel wachsen viele Kinder auf. Kinder, die wahrscheinlich nie aus ihrem schwierigen Milieu, nie aus der Dortmunder Nordstadt rauskämen, wenn es dort nicht eine besondere Schule gäbe. Die Anne-Frank Gesamtschule, wo ein Direktor mit Geduld und Konsequenz neue Wege geht. Niklas Schenk über eine Schule in Dortmund, die aktiv für Lebenschancen sorgt.

BR: Arbeiten mit Handicap – Wie klappt die Inklusion behinderter Menschen im Berufsleben? (01.05.2021)
Eigentlich sollten möglichst viele Menschen mit Handicap auf dem ersten Arbeitsmarkt integriert werden. Doch die Vorgabe der UN-Behindertenrechtskonvention wird in Deutschland nur zögerlich umgesetzt. Und warum sind immer noch Menschen mit Behinderung doppelt so häufig von Arbeitslosigkeit betroffen?

DLF: Arbeitnehmer in Europa – So kämpfen die Gewerkschaften für EU-weite Rechte (01.05.2021)
Selbstständige Fahrradkuriere und Arbeiter in Logistikzentren von Online-Händlern stehen für ein neues Prekariat, das viele Gewerkschaften nicht mehr erreichen. Nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa. Doch der Kampf für gemeinsame Rechte fällt den Gewerkschaften schwer.

DLF: Hochschulen im Lockdown – wann wieder Präsenzveranstaltungen? (01.05.2021)
Welche Forderungen nach mehr Präsenz stehen im Raum? Welche Konzepte wünschen sich die Hochschulen, welche die Studierenden? Welche Pläne gibt es auch über dieses Sommersemester hinaus?

DLF: Die neue „Working Class“ – „Sie strampeln sich wahnsinnig ab, aber sie kommen nie auf die sichere Seite“(01.05.2021)
Zur neuen „Working Class“ zählt die Journalistin Julia Friedrichs Menschen, die alleine von ihrem Arbeitsnetto leben und nicht in der Lage sind, Rücklagen aufzubauen. In Deutschland seien das ungefähr 50 Prozent der Arbeitenden, sagte Friedrichs im Dlf. Sie warnt vor fatalen Folgen für die Gesellschaft.

BR: Aufholen oder Auffangen – Was Gesellschaft und Politik jetzt für Kinder und Jugendliche tun müssen! (29.04.2021)
Kinder und Jugendliche müssen sich reiben, brauchen die Gemeinschaft, um zu wachsen. Stattdessen Homeschooling und Abstandsregeln. Was muss jetzt geschehen fragt Sybille Giel den Sozialisationsforscher Prof. Bauer (Uni Bielefeld), die BLLV-Präsidentin Simone Fleischmann und Dorit Wiedemann, Geschäftsführerin und Vorstand der Kinder- und Jugendhilfe-Einrichtung „Neue Wege“.

Deutschlandfunk Kultur: Neustart – Berufswechsel in der Coronakrise (27.04.2021)
Corona hat Berufsbiografien zerschnitten, durchkreuzte Karriere-Pläne und Rücklagen, falls überhaupt vorhanden, wurden aufgebraucht. Ein Berufswechsel war oft unausweichlich. Für manche war der erzwungene Neuanfang aber auch mit positiven Überraschungen verbunden.

WDR: Warum das Betreuungsrecht reformiert werden musste (27.04.2021)
Die Kommunikation mit Ämtern fällt schwer, Menschen können nicht mehr selbständig entscheiden. Häufig übernehmen dann Betreuer deren Angelegenheiten – für mehr Selbstbestimmung wurde jetzt das Betreuungsrecht reformiert.

HR: Wem gehört die Stadt? Die Zukunft des Wohnens (26.04.2021)
Die Mieten in Deutschland steigen und steigen besonders in Städten und Ballungsräumen. Bezahlbarer Wohnraum wird für manche zur Existenzfrage. In Berlin etwa, wo Mieter fürchten, dass sie Rückforderungen von Vermietern und Wohnungsbaugesellschaften nicht mehr bezahlen können, seitdem der Mietendeckel gekippt wurde. Und immer wieder gibt es Streit, wenn Zugezogene und Alteingesessene sich in einem Viertel nicht verstehen. Ruhebedürftige gegen Krachmacher. Gentrifizierung ist der Begriff dafür, dass ärmere Schichten aus attraktiven Wohnvierteln verdrängt werden. Mehr und mehr driftet die Stadtgesellschaft auseinander: in Gutverdiener, für die der Anteil der Mietkosten am Einkommen nicht so sehr ins Gewicht fällt, und den Rest, der aufs Land ziehen muss, weil er in der Stadt keine bezahlbare Bleibe mehr findet. Das wirkt sich auch auf den Arbeitsmarkt aus. Arbeitgeber klagen, dass sie keine Fachkräfte mehr bekommen, weil die Mieten zu hoch sind. Manche Unternehmen gehen dazu über, wieder selbst zu bauen. Alternative Konzepte und eine Wiederbelebung des sozialen Wohnungsbaus könnten helfen. Die Frage, wem die Stadt gehört, ist noch nicht entschieden.

Deutschlandfunk Kultur: Obdachlosenhilfe in Berlin – Ein Zimmer als Chance (25.04.2021)
Erst eine Wohnung, dann die anderen Probleme anpacken. Das ist die Philosophie von „Housing First“, einem Projekt gegen Obdachlosigkeit in Berlin. Benjamin hat so nach Jahren auf der Straße eine Bleibe gefunden und macht jetzt Zukunftspläne.

DLF: Als der erste „Armuts- und Reichtumsbericht“ erschien (25.04.2021)
Dass es in der reichen Bundesrepublik echte Armut gebe, wurde lange gern geleugnet. Erst nach dem Regierungswechsel 1998 beauftragte das Parlament die Bundesregierung, die soziale Lage regelmäßig in einem sogenannten „Armuts- und Reichtumsbericht zu erfassen. Am 25. April 2001 wurde der erste vorgestellt.

rbb: Arbeit fürs Leben. Die Debatte mit Natascha Freundel, Julia Friedrichs und Rainer Hank (22.04.2021) 
Wird die Kluft zwischen Arm und Reich immer tiefer, wie es oft heißt? Die Reporterin Julia Friedrichs hat die Protagonisten ihres Buchs „Working Class“ ein Jahr lang begleitet, bis in die Corona-Krise hinein. Sie erzählt von Menschen mit ganz unterschiedlichen Bildungs- und Lebenswegen, die hart arbeiten und doch kaum über die Runden kommen. Die untere Mittelschicht, so Friedrichs, könne kein Vermögen aufbauen. Doch „der Wunsch, dass Menschen aus ihrer Anstrengung heraus etwas erreichen, ist universell.“ Der Wirtschaftsjournalist Rainer Hank dagegen sagt: „Deutschland ist ein relativ egalitäres Land.“ Es gehe uns im Moment so gut wie noch nie, wenn man die Corona-Pandemie einmal ausklammere. Er meint, dass die Loyalität zur eigenen Familie oder zur eigenen Herkunft Klassenunterschiede begründet. Ein Streitgespräch über Vermögensungleichheit, die Leistungsgesellschaft, Bildungschancen und Umverteilung.

SWR: Im tiefroten Minus: Rollt die Corona-Schuldenwelle? (22.04.2021)
Die Rechnungen stapeln sich, selbst das Geld für die Miete wird knapp: In der Corona-Krise rutschen viele Menschen in die Insolvenz, die noch vor kurzem einen sicheren Job hatten. Experten schätzen, dass sich die Zahl der Privatinsolvenzen in diesem Jahr verdoppeln könnte. Dagmar Freudenreich spricht mit Beratungsstellen und Experten über tiefrote Zahlen, tiefe Scham – und Wege aus der Krise.

DLF: Polizeigeschichte als Gesellschaftsgeschichte – Wandel im Umgang mit Protest (22.04.2021)
Für die einen ist sie „Dein Freund und Helfer“, für die anderen repressives Werkzeug eines verhassten Staates. Heute gibt es zwar auch in der Polizei kritische Beamten, die die moralischen Grenzen des eigenen Handels diskutieren, wie aber steht es um eine spezifische Polizei-Ethik?

DLF: Kritik am Teilhabestärkungsgesetz – Zu wenig drin für Menschen mit Behinderung (21.04.2021)
Von Chancengleichheit im Arbeitsleben sind Menschen mit Behinderung weit entfernt. Folglich ist die Arbeitslosenquote hoch. Nur jeder Dritte findet überhaupt einen Job. Zugleich entziehen sich 60 Prozent der Betriebe ganz oder teilweise der Beschäftigungsverpflichtung.

BR: Die Lautlosen. Wie sich die vietnamesische Community in Ost und West integriert hat (21.04.2021)
Im Osten leben die ehemaligen DDR-Vertragsarbeiter und im Westen die Boatpeople, die einst vor dem Kommunismus aus Vietnam flohen. Die erste Generation gilt als Musterbeispiel für Integration, weil Fleiß, Bildungsstreben und Lautlosigkeit an erster Stelle stehen. Die zweite Generation, so zeigt Susanne Betz in ihrem Feature, emanzipiert sich jetzt von den alten Werten.

BR: Sozialer Wohnungsbau zwischen Not und Perspektive (19.04.2021)
Früher haben Städte und Kommunen viel mehr selbst Sozialwohnungen gebaut. Die wurden dann ab den 80er Jahren meist privatisiert. Jetzt fehlen diese Wohnungen. So manche Stadt aber würde gerne wieder mehr bauen und auch viele Experten raten dazu.

Deutschlandfunk Kultur: Drogenpolitik in Deutschland – Zeit für einen Strategiewechsel? (19.04.2021)
Legalisieren statt strafen: Immer mehr Länder gehen in der Drogenpolitik neue Wege. In Deutschland tut man sich mit einer solchen Liberalisierung nach wie vor schwer. Auch wenn manche Experten dazu raten, zumindest bei Cannabis.

BR: Wir sind hier – auch wenn Deutschland uns loswerden wollte (18.04.2021)
Über 200.000 Flüchtlinge sind in Deutschland geduldet. Das bedeutet: Ihr Asylantrag wurde abgelehnt; sie können aber trotzdem nicht zurück in die Heimat. Weil es dort nicht sicher ist, die Länder sie nicht zurücknehmen oder gültige Papiere fehlen. Sich in Deutschland integrieren dürfen viele aber auch nicht. Ina Krauß hat über viele Jahre drei Menschen und ihren Kampf um ein Bleiberecht begleitet. Es sind Geschichten von Verzweiflung und Durchhaltevermögen – auch davon, welche Chance die deutsche Flüchtlingspolitik manchmal vergibt.

BR: Bremst Corona die Inklusion? Schulkinder mit besonderen Bedürfnissen (16.04.2021)
Distanzunterricht ist für alle Kinder eine riesige Herausforderung. Für Kinder mit besonderem Förderbedarf kann er zum großen Problem werden. Viele brauchen die körperliche Nähe zur Lehrerin dringend um zu lernen. Wie geht es den Kindern an Förderschulen oder an Regelschulen gerade? Bedroht die Pandemie die bisherigen Erfolge bei der Inklusion?

SWR: … und keiner sitzt im Hörsaal – Studieren in Corona-Zeiten (16.04.2021)
Präsenz-Vorlesungen – fallen aus. Erstsemesterfeten – fallen aus. Neue Leute kennenlernen – fällt aus. Das Sommersemester 2021 hat begonnen und wir fragen nach, wie gehen Studierende mit der besonderen Situation um?

WDR: Unsere fremden Grenzen – Europas Türsteher am Rande der Sahara (16.04.2021)
Wer nach Europa will, dem kommt die Grenze entgegen: Tausende Kilometer entfernt, am Südrand der Sahara stehen heute Wachposten und Soldaten, die weniger die Grenzen ihrer eigenen Länder schützen, sondern vielmehr die Europas.

DLF: Heißes Eisen im Wahlkampf: Wenn die Klinik in der Provinz schließt (15.04.2021)

SWR: ,,Wir werden nicht gesehen“: Probleme von Studierenden in Corona-Zeiten (12.04.2021)
Die Studierenden hätten in der Corona-Krise oft den Eindruck, nicht recht gesehen zu werden, sagt der Bildungs- und Wissenschafts-Journalist Armin Himmelrath. Wenn Medien in der Corona-Krise auf das Bildungssystem blicken, würden vor allem die Schulen und die Kitas zum Thema. Die Universitäten seien dagegen aus dem Fokus geraten.

Deutschlandfunk Kultur: Türkische Gastarbeiterinnen – Zwischen Heimat und Heimweh (12.04.2021)
Als die türkischen Gastarbeiter der ersten Generation nach Deutschland kamen, waren viele Arbeiterinnen unter ihnen. Ihre Geschichte findet selten Beachtung.

DLF: Sterbehilfe gesetzlich regeln – Die anhaltende Diskussion über Suizidassistenz (11.04.2021)
Ein Verbot „geschäftsmäßiger Sterbehilfe“ hat das Bundesverfassungsgericht 2020 gekippt. Die Möglichkeit, Sterbehilfe zu beschränken oder anderweitig zu regeln, ließen die Richter aber ausdrücklich offen. Vorschläge dafür liegen auf dem Tisch. Doch auch gut ein Jahr nach dem Karlsruher Urteil hält die Diskussion über Leben und Tod an.

WDR: Systemwechsel in der Fleischindustrie? (09.04.2021)
Unbezahlte Überstunden, Lohnbetrug, mangelhafter Gesundheitsschutz – die Missstände in der Fleischindustrie waren groß, Werkverträge das Hauptproblem. Zum Jahresbeginn mussten die Fabriken in Deutschland Tausende Menschen fest einstellen. Was hat sich nun geändert?

SWR: Piloten auf Jobsuche (09.04.2021)
Tausende Piloten werden nicht mehr gebraucht, viele sind schon arbeitslos, andere seit Monaten in Kurzarbeit. Wegen der Corona-Pandemie ist der Flugverkehr eingebrochen. Derzeit befördern die Airlines nur noch 10 bis 20 Prozent ihrer normalen Passagierzahlen. Während die Flugzeuge eingemottet im Hangar stehen, müssen sich viele Pilotinnen und Piloten beruflich neu orientieren. Keiner weiß wann oder ob es jemals wieder ins Cockpit geht.

DLF: Zu Dumpinglöhnen durch Europa: Die Lage osteuropäischer LKW-Fahrer (09.04.2021)
Überall in der Europäischen Union arbeiten zu können: Das ist für EU-Bürgerinnen und Bürger ein verbrieftes Recht. Die Arbeitnehmerfreizügigkeit gehört zum Kern des gemeinsamen Binnenmarktes – in Pandemiezeiten mit einigen Corona bedingten Restriktionen. Gewerkschaften haben die Arbeitnehmerfreizügigkeit immer wohlwollend unterstützt, aber auch kritisch begleitet. Weil die Arbeitsbedingungen von Arbeitnehmern in verschiedenen Ländern gegeneinander ausgespielt werden können. Die EU-Entsende-Richtlinie und das deutsche Entsendegesetz sollen das verhindern. Wer in Deutschland Arbeitsleistung vollbringt, hat Anspruch auf deutschen Mindestlohn. Praktisch gibt es viele Umgehungsmöglichkeiten – und zu wenig Kontrollen. Besonders krass zeigt sich das seit langem im Transportgewerbe, wo auch Nicht-EU-Fahrer auf Europas Autobahnen unterwegs sind. In der Corona-Krise haben viele osteuropäische Unternehmen den Druck auf die LKW-Fahrer verstärkt. Nationale Gewerkschaften berichten von drastischen Gehaltskürzungen. Gesetzliche Lenk- und Ruhezeiten sowie wöchentliche Pausen werden systematisch gebrochen. Nach Branchenexperten haben osteuropäische Speditionen bereits über 40 Prozent des europäischen Transportmarktes erobert. Angesichts des Sozialdumpings geraten deutsche Unternehmen zunehmend in Existenznot.

HR: Vergessene Kinder – Inklusion in Zeiten der Pandemie (08.04.2021)
Keine sozialen Kontakte, wenig Unterstützung und von Inklusion ist keine Rede mehr. Schule ist derzeit für viele eine große Herausforderung – für Kinder und Jugendliche, die eine Beeinträchtigung haben, nochmal mehr. Eltern, Lehrkräfte und Schüler und Schülerinnen sind oft am Rand ihrer Kräfte. Werden behinderte Kinder vergessen von der Politik? Und wie kann Inklusion auch in Zeiten von Corona funktionieren?

DLF: Pflegeverbände warnen: Akademische Pflegeausbildung bricht ein (08.04.2021)

Deutschlandfunk Kultur: LkW-Fahrer aus Osteuropa – Lange Fahrten für wenig Geld (06.04.2021)
Monatelang unterwegs, ohne jemals ein Hotel zu sehen, zu Dumpinglöhnen: Die Ausbeutung von LkW-Fahrern auch auf Straßen hierzulande spitzt sich zu. Kontrollen sind schwierig und die Methoden der osteuropäischen Speditionsfirmen werden immer krimineller.

DLF: Wahlkampfthema Hartz IV – Wie die soziale Grundsicherung die Parteienlandschaft spaltet (03.04.2021)
Die Corona-Pandemie trifft Erwerbslose besonders hart – und die Zahl der Langzeitarbeitslosen steigt. Die Regierung hat zwar einige Hilfen beschlossen, Betroffenen, Sozialverbänden und der Opposition im Bundestag reicht das aber nicht. Die Grundsicherung wird auch Thema im Bundestagswahlkampf sein.

Tagesschau Zukunfts-Podcast: Fairer Lohn in der Pflege? Was dann? Ein Gedankenexperiment (01.04.2021)
Mal angenommen, Pflegeberufe werden fair bezahlt: Gäbe es dann mehr Bewerbungen? Wo soll das Geld herkommen? Kann sich dann niemand mehr einen Heimplatz leisten? Ein Gedankenexperiment.

DLF: Präsident des Deutschen Hochschulverbandes – „Die Universität als Präsenzeinrichtung muss wieder funktionieren“ (30.03.2021)
Bernhard Kempen, Präsident des Deutschen Hochschulverbandes, forderte im Dlf von der Politik eine Öffnungsperspektive für Universitäten. Die Rückkehr in einen Regelbetrieb beim ersten Entspannungszeichen sollte schon jetzt vorbereitet werden – im Interesse von Millionen Studierenden.

DLF: Pflegeberufe in der Krise – „Den Beruf halte ich nicht bis zur Rente durch“ (30.03.2021)
Geringe Bezahlung, viel Verantwortung: Der Alltag als Pfleger sei „weitestgehend frustrierend“, berichtet Christian Lühmann. Kein Wunder, dass Pflegepersonal fehlt. Ein Studiengang soll Abhilfe schaffen. Doch auch der scheint wenig attraktiv zu sein.

HR: Macht- und Existenzkampf bei der Bahn (26.03.2021)
Die Bahn wendet das Tarifeinheitsgesetz an: Wer ist größer? GDL oder EVG? GDL-Chef Weselsky stellt sich auf einen harten Konflikt ein. Am Ende dürfte mal wieder gestreikt werden.

DLF: Doktor Digital – Umbruch im deutschen Gesundheitswesen (25.03.2021)
Die Corona-Pandemie hat der Telemedizin einen kräftigen Schub gegeben: Immer mehr Ärzte bieten Online-Sprechstunden an, die von Patienten auch stark nachgefragt werden. Und mehr Unternehmen drängen auf den Markt.

BR: Das Horrorheim – Profitorientierte Pflege auf Kosten der Betroffenen (24.03.2021)
Ein Pflegeheim am Schliersee wird zum Fall für die Staatsanwaltschaft. Der Verdacht: Hilflose alte Menschen sollen dort fast verhungert und verdurstet sein. Monatelang haben unsere Autorinnen recherchiert und erschreckende Missstände in dem Horrorheim aufgedeckt.

DLF: Ungleichheit und Ideologie (21.03.2021)
Wird der Kapitalismus seinem Anspruch gerecht, langfristig Ungleichheit zu reduzieren und allen Menschen zugutezukommen? Wie rechtfertigen Gesellschaften die vorherrschende Ungleichheit? Der Wirtschaftswissenschaftler Thomas Piketty erforscht genau diese Fragen seit mehr als 20 Jahren.
➔ Textfassung

DLF: Prostitution in Corona-Zeiten – „Die Freier wollen trotzdem Sex“ (20.03.2021)
Die Prostitution in Deutschland ist coronabedingt verboten. Während die Branche eine Gleichbehandlung mit anderen körpernahen Dienstleistungen fordert, wollen einige Politiker ein Sexkaufverbot auch nach Corona. Dabei findet Prostitution weiterhin statt – unter schlechteren Bedingungen als zuvor.

SWR: Arbeiten auf der Intensivstation – Wenn Leben retten krank macht (19.03.2021)
Es ist eine extreme Belastung – körperlich und psychisch. Und nun noch Corona! Wer diese Folge hört, versteht, warum viele Intensiv-Pflegekräfte sich einen neuen Job suchen.

Deutschlandfunk Kultur: Drehtürpatienten in der Psychiatrie – Immer wieder auf Station (18.03.2021)
Trotz Therapie und Medikamenten landen viele psychisch Kranke immer wieder in stationären Einrichtungen. Auf Phasen zu Hause folgen Klinikaufenthalte – ein Teufelskreis. Neue Ansätze in der Begleitung psychisch Kranker könnten ihnen besser helfen.

Deutschlandfunk Kultur: Neue Medikamente – Klinische Studien mit Risiken und Nebenwirkungen (11.03.2021)
Erforschung und Entwicklung neuer Arzneimittel liegt hierzulande in der Hand der Pharmaindustrie. Welche Risiken bergen die Studien für Patienten? Kritiker werfen der Branche zudem vor, sie produziere kaum neue Medizin mit echtem Zusatznutzen.

BR: Gegen Mietwucher – Bezahlbare Wohnung dank Genossenschaft (15.03.2021)
Die Idee besticht: Lebenslanges Wohnrecht bei gleichbleibender günstiger Miete – und das in teuren Ballungsräumen. Eine , Wohnbau-Genossenschaft kann das bieten. Aber wie funktioniert das? BR-Autor Tobias Dirr fragt nach bei seinem Vater, der vor 30 Jahren schon Genosse war, und bei „Wagnis“ in München.

SWR: Unrentabel – Künstler und Rentner (14.03.2021)
Wer denkt an die Rente, bevor man Rentner ist? Künstler oft eher nicht. Vor allem wenn es Lebenskünstler sind. Hier mal Musik gemacht, da was geschrieben. Woher kommt das Geld danach?

DLF: Karriereknick Corona – Berufstätige Mütter in der Pandemie (13.03.2021)

NDR: Die große Last der Pflegenden (10.03.2021)
Krankenpfleger/innen arbeiten seit Monaten oft am Rande ihrer Kräfte. Hat sich was durch Corona verändert?

HR: Studieren oder verlieren? – Die Zukunft der Ausbildungsberufe (09.03.2021)
Was willst Du werden? Wenn der Schulabschluss naht, stehen alle Jahre wieder tausende junge Menschen vor dieser Frage. Und wer die Wahl hat, entscheidet sich häufig erst einmal für ein Studium. Wenig verwunderlich, denn in Ansehen, Einfluss und Einkommen stehen im Durchschnitt die, die studiert haben, besser da. Gleichzeitig klagt die Industrie über Fachkräftemangel, Pflegeeinrichtungen über Unterbesetzung und wer einen Handwerker braucht, kann sich auf eine lange Warteliste setzen lassen. In der Pandemie scheint sich da etwas zu ändern. Auf einmal werden bislang wenig wertgeschätzte Berufe „systemrelevant“ und die, die sie ausüben, beklatscht. Wie weit reicht die Anerkennung? Können Ausbildungsbetriebe mit einer Bewerberschwemme rechnen und Pflegekräfte endlich mit angemessener Bezahlung?

Deutschlandfunk Kultur: Heroinabhängig in Berlin – Wo Süchtige als Kranke ernst genommen werden (07.03.2021)
40 Jahre nach Christiane F. ist Heroin noch immer Thema in einer Stadt, in der Drogen zum Nachtleben dazugehören. Ausgrenzung und Stigmatisierung gibt es in Berlin auch heute noch, aber auch vielversprechende Therapieansätze.

WDR: Leerstand trotz Wohnungsnot (07.03.2021)
Warum stehen in Großstädten, in denen Menschen teils verzweifelt eine Bleibe suchen, Tausende von Wohnungen leer? Was zunächst als Knirschen im Getriebe des Marktes erscheint, erweist sich bei näherem Hinsehen als fulminantes Geschäft.

BR: Neue Pflegekonzepte: Wer kümmert sich um mich, wenn ich alt bin? (05.03.2021)
2025 werden doppelt so viele Pflegefachkräfte gebraucht wie heute, laut neuem Gutachten des Bayerischen Gesundheitsministeriums. Die Perspektiven sind insgesamt düster: Immer mehr Bedürftige, immer weniger Menschen, die pflegen wollen oder können. Aber es gibt auch Licht am Horizont: Wegweisende Projekte, kleine Inseln des guten Kümmerns.

SWR: Menschen müssen von ihrer Arbeit leben können: Hat die SPD das mit ihrem Wahlprogramm im Blick?(02.03.2021)
In ihrem neuen Buch „Working Class“ hat Julia Friedrichs Menschen portraitiert, die allein von ihrer Arbeit leben müssen. Es geht zum Beispiel um einen Arbeiter, der in Berlin die U-Bahn reinigt. Um den Tarifvertrag zu umgehen, ist er bei einem Subunternehmen der Verkehrsgesellschaft angestellt. Sein Vater, auch ein ungelernter Arbeiter, sagt zu ihm: „Mit deinem Gehalt hätte ich mir den Hintern abgewischt.“ Das Vertrauen in die Politik und besonders in die SPD sei seit der Deregulierung des Arbeitsmarktes in den Nuller Jahren gebrochen, sagt Julia Friedrichs im Gespräch mit SWR2: „Die Menschen haben das Gefühl, dass die Partei nicht an ihrer Seite steht.“ Das Vertrauen zurück zu gewinnen, werde verdammt schwer, meint Friedrichs, auch wenn sie im neuen Parteiprogramm der SPD gute Ansätze sieht, „das wird nicht allein mit Worten gehen, nur durch Taten.“

SR: Utopie oder realistischer Sozialumbau? (27.02.2021)
Ist es fair und gerecht, dass sich so viele ausgeschlossen fühlen, weil sie Niedriglöhne beziehen, von denen sie nicht leben können? Dass Minijobber, Alleinerziehende, Kinder, Menschen mit kleiner Rente in einem reichen Land wie Deutschland vielfach regelrecht abgehängt sind? Millionen sind in Kurzarbeit und Freiberufler, Künstler und Soloselbstständige bangen gerade durch Corona um ihre Existenz. Die Armen hat es besonders hart getroffen. Kann hier das bedingungslose Grundeinkommen endlich einen solidarischen Sozialumbau schaffen?

BR: Sterbehilfe: Gut begleitet bis zum letzten Atemzug (26.02.2021)
Vor einem Jahr hat das Bundesverfassungsgericht entschieden, dass es ein Recht auf selbstbestimmtes Sterben gibt und dass man sich dabei helfen lassen darf. Wie aber kann sichergestellt werden, dass der Suizid der alleinige Wille des Betroffenen war oder er nicht eventuell manipuliert wurde? Ob er nachhaltig die Lebenslust verloren hat oder nur eine Krise durchmacht? Das alles soll nun ein Gesetz regeln, aber was sollte konkret drin stehen?

SWR: Die Geschichte der Sozialpsychiatrie – Integrieren statt wegsperren (25.02.2021)
Psychisch kranke Menschen wurden bis zur Psychiatrie-Enquete 1975 in „Verwahranstalten“ mit Medikamenten ruhiggestellt. Die Sozialpsychiatrie ermöglicht eine andere Behandlung.

DLF: Plattformarbeit – Braucht Crowdworking neue Regeln? (25.02.2021)
IT-Spezialisten, Handwerker, Texter: Immer mehr Menschen erhalten Aufträge über Onlineplattformen als sogenannte Crowdworker. Ihre Zahl ist seit der Corona-Pandemie stark gestiegen. Doch während die einen Plattformarbeit als Chance sehen, sagen andere: Crowdworking droht zum Markt der Verlierer zu werden.

HR: Kind-gerecht? Die Zukunft einer Generation (23.02.2021)
Karrierenachteile, Einkommensverluste, Altersarmut – das alles droht laut Wirtschaftsforschern den Schülern und Schülerinnen, deren Schulen in der Corona-Krise geschlossen waren. Sie drohen gar eine „verlorene Generation“ zu werden, bescheinigen Bildungsexperten. Was macht das mit den Kindern und Jugendlichen, auf diese Weise abgestempelt zu werden? Es klingt wie eine Bankrott-Erklärung eines der reichsten Länder der Welt. Ja, Studien zeigen, dass sich das Risiko für psychische Auffälligkeiten bei Kindern erhöht hat. Ja, Umfragen machen deutlich, dass sich viele Schüler und Schülerinnen belastet fühlen, Angst vor der Zukunft haben, aber auch: dass sie mehr einbezogen werden wollen in die Entscheidungen, die ihren Schulalltag betreffen. Schauen wir also hin und krempeln die Ärmel hoch, jetzt, wo die Schulen vorsichtig wieder öffnen. Was brauchen junge Leute 2021, um sich eben nicht abgehängt und verloren zu fühlen? Wie können Wissenslücken erkannt und beseitigt werden? Was brauchen Familien und Schulen, um Langzeitfolgen zu verhindern? Denn wenn wir eine ganze Generation „verloren“ geben, trifft es letztendlich uns alle.

BR: Reform der gesetzlichen Betreuung: Zwischen Wohl und Wille (22.02.2021)
Wenn Menschen überfordert sind, ihre Dinge zu regeln, können sie eine gesetzliche Betreuung bekommen. Dabei gilt es zwischen objektivem Wohl und subjektiven Wünschen abzuwägen. Das Vormundschafts- und Betreuungsrecht soll neu geregelt werden.

HR: Kleine Seelen in der Krise: Was der Lockdown mit den Kindern macht (17.02.2021)
Seit Beginn der Corona-Krise wird über die gesundheitlichen Folgen debattiert, die die Lockdowns nach sich ziehen: Wenn es um die Lage für Kinder und Jugendliche geht, scheinen die Folgen erst langsam deutlich und sichtbar zu werden.

HR: Glück im Kleinen? Die Zukunft der Kommunen (15.02.2021)
Gemeinsam mehr erreichen. Das ist der Grundgedanke einer Kommune, und der leuchtet auch ein: Als einsame, kleine Ortschaft sind die Menschen abhängig vom Umland, können selbst meistens keine aufwendige Infrastruktur bereitstellen, von Krankenhaus bis Breitband-Internet. Zumal die Kassen der Gemeinden oft leer sind. Schließen sich kleine Kommunen zu größeren Städten zusammen, können sie ihre Kräfte bündeln. Manchmal kaufen sie sich damit aber neue Probleme ein, auch in Hessen: Viel Fläche, gerade auf dem Land, aber dünn besiedelt. Dazu der Drang der Menschen in die Städte, wo die lukrativen Jobs sind – und die belebteren Einkaufsstraßen. Dabei sehnen sich viele nach der Idylle auf dem Land, weg von Trubel und Enge der Stadt. Wie sieht die Zukunft der ländlichen Kommunen aus? Wie können sie Schwierigkeiten wie der Digitalisierung oder dem fehlenden Nachwuchs in der Verwaltung begegnen und für alle Menschen eine lebenswerte Umgebung schaffen? Eine Vision für unser Landleben von morgen.

DLF: Juristen-Mangel in Deutschland – Zu wenige Richter und lange Justiz-Verfahren (15.02.2021)
Deutschland hat ein juristisches Nachwuchsproblem: Weil Richter fehlen, dauern Verfahren vor Gericht teilweise länger. Die Politik hat reagiert und will mehr Richter einstellen. Doch Großkanzleien locken angehende Juristen mit hohen Gehältern, die der Staat nicht zahlen kann.

SWR: Der Fairness-Philosoph: John Rawls und die Suche nach Gerechtigkeit (15.02.2021)
Wie reich darf ein Mensch sein? Muss man Flüchtlinge aufnehmen? Sind Frauenquoten sinnvoll? Die Frage nach dem, was gerecht ist, ist oft schwer zu beantworten. Der Philosoph John Rawls, vor 100 Jahren geboren, hat sich sein Leben lang mit der Idee der Gerechtigkeit beschäftigt. Was hat er uns heute noch zu sagen? Michael Risel diskutiert mit Prof. Dr. Stefan Gosepath – Philosoph, Berlin, Prof. Dr. Otfried Höffe – Philosoph, Tübingen, Prof. Dr. Susan Neiman – Direktorin des Einstein Forums, Berlin.

Deutschlandfunk Nova: Die Zukunft der Bevölkerungsentwicklung – Vortrag des Soziologen Norbert F. Schneider (14.02.2021)
Die Bevölkerung in Deutschland ist eine der ältesten der Welt. Was bedeutet das für unsere Zukunft, unser Zusammenleben und unsere Sozialsysteme?

Deutschlandfunk Nova: Zukunft der Migration (13.02.2021)
Seit jeher sind Menschen nach Europa eingewandert, andere sind ausgewandert. Migration gehört zu Europa. Trotzdem fällt es uns immer noch schwer, damit umzugehen. Ein Vortrag der Humangeographin Birgit Glorius.

DLF: Weniger Geld für Integrations- und Berufssprachkurse (12.02.2021)

Tagesschau Zukunfts-Podcast: Niemand ist mehr obdachlos? Was dann? (11.02.2021)
Mal angenommen, alle Obdachlosen bekämen eine Wohnung – schaffen sie es damit in ein “normales” Leben? Nehmen Drogensucht und Arbeitslosigkeit ab? Würde es teurer für den Staat? Ein Gedankenexperiment.

BR: Bildungspolitik unter Druck – wie Corona unsere Schulen verändert (10.02.2021)
Was macht Corona mit unseren Schulen? Wie wirkt diese Pandemie auf LehrerInnen, SchülerInnen und Eltern? Der tägliche Druck, Unterrichts-Ausfall, der Verzicht auf Freunde, fehlender Kontakt mit Lehrern, fehlende Feiern, Hortstunden, Schulsport: welche Löcher reißt das in den Bildungsweg, wie verändert die Pandemie die Schulen?

Deutschlandfunk Kultur: Eine Bilanz des Werkvertrags – Die Landbockwurst als „Werk“ (02.02.2021)
Ein Auftrag, ein Werk, eine Zahlung: Nicht immer wird nach Stunden bezahlt. Werkverträge haben inzwischen in vielen Betrieben reguläre Anstellung ersetzt – sehr zum Nachteil der Beschäftigten, sagen Kritiker. In den Fleischfabriken gilt nun ein Verbot.

SWR: Werkstätten für Menschen mit Behinderung – Kein Ort für Inklusion? (03.02.2021)
Kaum Kontakt zu Menschen ohne Behinderung. In den Werkstätten bleiben Menschen mit Handicap unter sich. Doch viele arbeiten gern hier. Auch weil es keine Alternativen gibt?

BR: Wie Cannabis eine Familie zerstört… – obwohl es so harmlos anfing (02.02.2021)
Nick ist 15 und raucht Gras, an sich nicht ungewöhnlich. Aber Cannabis wird immer wichtiger für ihn. Seine Mutter und sein Vater erreichen ihn bald nicht mehr. Nicks Kiffen hinterlässt tiefe Spuren – bei ihm und seiner Familie.

Deutschlandfunk Kultur: Reisendes Pflegepersonal in den USA – Der Traum der Travel Nurses (01.02.2021)
Das Konzept der Travel Nurses ist in den USA ein Riesengeschäft. Es gibt Agenturen mit Anwerbern und Vermittlern. Etwa 50.000 mobile Krankenpflegerinnen und -pfleger sind derzeit im Einsatz. Eine große Hilfe für Krankenhäuser in der Coronakrise.

Deutschlandfunk Kultur: Jugendliche in der Coronakrise – Eine ausgebremste Generation (01.02.2021)
Direkte soziale Kontakte auf ein Minimum reduzieren! Darunter leiden gerade Jugendliche, denn die Jugend ist eine Phase der Ablösung vom Elternhaus, der Selbstfindung und wichtiger Entscheidungen. Übersieht die Politik ihre Bedürfnisse?

SWR: Gutes Essen für Kranke und Alte – Ernährung in Kliniken und Heimen (01.02.2021)
Kliniken geben immer weniger Geld fürs Essen der Patienten aus, zeigt eine Studie. Dabei könnte eine gesunde Ernährung die Genesung unterstützen. Pflegeheime sparen besonders stark.

DLF: Jugendprojekte im Ausland – Erziehungshilfe für problembelastete Jugendliche (31.01.2021)
Hunderte Kinder und Jugendliche werden im Auftrag deutscher Jugendämter im Ausland betreut. Das klappt oft gut, doch es gab in der Vergangenheit auch Fälle, in denen etwas schief lief. Mit einer Reform des Kinder- und Jugendstärkungsgesetzes sollen bald neue Regeln für Projektstellen im Ausland gelten.

Deutschlandfunk Kultur: Büro, Homeoffice, Produktion – Arbeitsschutz in Corona-Zeiten (30.01.2021)
Homeoffice: Seit dieser Woche sind Arbeitgeber verpflichtet, dies zu ermöglichen, zunächst befristet bis zum 15. März. Wie aber werden diejenigen geschützt, die in der Corona-Pandemie nicht von zu Hause aus arbeiten können?

DLF: Renten-Doppelbesteuerung: Bundesfinanzhof will Streit beenden (28.01.2021)
2005 hat die Bundesregierung das Rentensystem reformiert. Möglicherweise so, dass manche Rentner nun doppelt mit Steuern belastet werden. Kritik kommt von Steuer- und Rentenexperten. Doch die Macher des Gesetzes verteidigen ihr Werk. Im Frühjahr will Deutschlands oberste Finanzbehörde ein Urteil sprechen.

rbb Kultur: Der Wert der Pflege – reichen Reformen? (28.01.2021)
„Warum erhält das Pflegepersonal nicht die nötige Wertschätzung, die ihm zusteht?“, fragte uns eine Hörerin. Die Corona-Pandemie wirft ein Schlaglicht auf den Pflegenotstand, der seit Jahren besteht. Neue Reformen des Gesundheitsministeriums versuchen, dem Personalmangel und der schlechten Bezahlung in der Krankenhauspflege entgegenzuwirken. Reichen diese Reformen? Wo liegen die Ursachen des Pflegenotstands? Brauchen wir ein Umdenken, gar eine Revolution?

SWR: Zu Hause sterben – Palliativversorgung auf dem Land (25.01.2021)
Die WHO hat 2014 die angemessene Palliativversorgung am Lebensende als Menschenrecht angemahnt. Trotzdem fehlt sie in Deutschland immer noch vor allem auf dem Land.

DLF: Hartz IV und Corona-Zusatzkosten – „Einfach über den Daumen gepeilt kann man nicht die Regelsätze erhöhen“(25.01.2021)
Gewerkschaften und Sozialverbände fordern eine Anhebung der Hartz-IV-Regelsätze wegen aktueller Extrakosten etwa für Masken. Doch die Grundsicherung sei kein Willkürsystem, wo man einfach etwas drauflegen könne, sagte CDU-Sozialpolitiker Peter Weiß im Dlf. Das soziale Netz in Deutschland funktioniere gut.

DLF: Kita-Chaos in Berlin – Wer ist denn nun systemrelevant? (25.01.2021)

HR: Mehr Wertschätzung für Corona-Helden? (22.01.2021)
Kassierer, Paketboten, Lieferdienste und viele andere – neben den Pflegekräften gehören auch sie zu den Corona-Helden. Die Wirtschaft ist runtergefahren aber sie halten unser alltägliches Leben am Laufen. Wie erleben sie die Corona-Zeit?

DLF: Studie zur „Querdenker“-Bewegung – „Kommt zum Teil von links, geht aber eher nach rechts“ (21.01.2021)
Der Soziologe Oliver Nachtwey identifiziert bei den Teilnehmenden der Corona-Proteste eine große Entfremdung vom traditionellen politischen System. Viele seien antiautoritär geprägt und sozialisiert, machten dann aber eine Wandlung durch und sähen in der AfD eine Alternative

DLF: Wenn zuhause bleiben keine Option ist – Obdachlos in der Pandemie (16.01.2021)

SWR: Hebammen an die Hochschule – Ein Ausbildungsberuf wird zum Studium (16.01.2021)
Wer Hebamme werden will, muss seit Januar 2020 studieren. Die Akademisierung der Ausbildung soll den Beruf aufwerten und auch dem Hebammenmangel entgegenwirken.

DLF: Arbeitsbedingungen bei Tönnies & Co. – Fleischarbeiter trotz neuem Gesetz unzufrieden (14.01.2021)
Seit dem 1. Januar sind Werk- und Leiharbeitsverträge in der Fleischbranche verboten. Arbeitsminister Hubertus Heil wollte damit die Ausbeutung und unhaltbaren Zustände in den Schlachthöfen unterbinden. Doch für viele Arbeiter hat sich bisher durch das Gesetz für mehr Arbeitsschutz wenig geändert.

Deutschlandfunk Kultur: Jugendliche Straftäter – Das Ende der Unschuld (14.01.2021)
Aufsehenerregende Fälle von Körperverletzung und Totschlag, gewaltverherrlichende Videos – wird die Jugend immer krimineller? Und was passiert mit jungen Tätern? Experten und Statistiken verraten, wie es um die Jugendkriminalität steht.

DLF: Alt und offline: Kein Internet für Menschen in Pflegeheimen (14.01.2021)

BR: Ausbildung in Corona-Zeiten (13.01.2021)
Für viele ist Arbeiten im Home Office mittlerweile Alltag. Doch was bedeutet das für Azubis? Sie können ihrem Ausbilder nicht mehr über die Schulter schauen. Ausbildung in Corona-Zeiten bringt viele Herausforderungen mit sich.

DLF: Gesellschaftliche Herausforderung – Das wachsende Armutsrisiko in Corona-Zeiten (13.01.2021)
Gäste: Anja Stahmann, Senatorin für Soziales, Jugend, Integration und Sport der Freien Hansestadt Bremen, Prof. Bettina Kohlrausch, Wissenschaftliche Direktorin des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts der Hans-Böckler-Stiftung, Dr. Ulrich Schneider, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbandes und Wolfgang Weilerswist, Vorsitzender des Landesverbandes „Tafel in NRW“ e.V.

DLF: Mehr Weiterbildung für Hartz IV-Empfänger (13.01.2021)

DLF: Finanzierung von Kindergärten – Im Kita-Gebühren-Dschungel (13.01.2021)
Die Kitalandschaft in Deutschland ist vielfältig. Komplex ist auch die Finanzierung. Die Höhe der Gebühren variiert je nach Bundesland, Kommune und Träger – und bietet Schlupflöcher für alle, die frühkindliche Bildung längst als Markt entdeckt haben.

NDR: Azubis lost in Work – Berufseinsteiger in Corona Zeiten (12.01.2021)
Viele Azubis zittern um ihre berufliche Zukunft. Vor allem in Berufen, die vom Lockdown betroffen sind. Einige Experten sprechen von der „Generation Corona“. Fast ein Jahr lang leben wir schon mit dem Coronavirus. Wir alle leiden mehr oder weniger darunter. Eine Gruppe ist besonders betroffen: Junge Menschen, die gerade auf dem Sprung in ihre Zukunft sind. Die zwischen Schulabschluss, Bewerbungen und Berufseinstieg schwirren. Junge Menschen, die eigentlich durchstarten wollen – aber nicht wissen, ob sie ihre Ausbildung beenden können oder danach einen Job finden. Einige Experten drücken ihnen schon jetzt einen Stempel auf: “Generation Corona”. Sie prophezeien ihnen eine düstere Zukunft. Katharina Elsner wollte wissen: Wie gehen Azubis damit um? Sie hat im schleswig-holsteinischen Neustadt eine angehende Hotelfachfrau kurz vor ihrer Abschlussprüfung getroffen, in Rostock einen Veranstaltungstechniker, dem Partys als Motivation für seinen gewählten Beruf so sehr fehlen – und eine junge Pflegerin, die gleich im ersten Lehrjahr im Krankenhaus auf der Corona-Station eingesetzt wurde.

Deutschlandfunk Kultur: Social Entrepreneurs – Soziale Wirkung als Geschäftsmodell (11.01.2021)
Das wirtschaftliche Ziel dem sozialen Zweck unterordnen, ohne dabei das unternehmerische Denken zu vernachlässigen – darum geht es beim sozialen Unternehmertum. Die Branche hat großes Potenzial und profitiert auch vom Wertewandel bei den Investoren.

SWR: High im Lockdown – Steigt die Sucht mit der Krise? (11.01.2021)
Täglich sterben Hunderte an den Folgen von Alkohol, Tabak und illegalen Drogen – Zahlen, die mit den Corona-Maßnahmen weiter steigen könnten. Die soziale Isolation verstärkt nicht nur den Drang nach dem Rausch, sie erschwert auch Hilfe und Prävention. Hat Sucht in Corona-Zeiten also Hochkonjunktur? Norbert Lang diskutiert mit Philip Gerber – Sozialarbeiter, Prof. Dr. Christoph Möller – Kinderpsychiater, Prof. Dr. Heino Stöver – Sozialwissenschaftler

SWR: Rechtliche Betreuung – Echte Hilfe oder Entmündigung? (11.01.2021)
Menschen mit einer psychischen Erkrankung oder einer Behinderung können unter einen rechtlichen Betreuer gestellt werden, wenn sie ihre Angelegenheiten nicht regeln können.

DLF: Kälte und Corona – Obdachlos im Pandemie-Winter (10.01.2021)
Etwa 34.000 Wohnungslose und mindestens 2.000 obdachlose Menschen leben allein in Berlin. Ihr Alltag ist durch Corona noch härter geworden: bei der Suche nach einer Schlafstelle, einem Gespräch, nach Hilfe. Viele sind verzweifelt. Lichtblicke gibt es nur wenige.

DLF: Mitbestimmung – Kampf um besseren Schutz für Betriebsräte (08.01.2021)
Die Zahl der Betriebsräte in deutschen Firmen sinkt – möglicherweise auch, weil Arbeitgeber versuchen, betriebliche Mitbestimmung zu verhindern. Laut einer Studie ist zuletzt jede sechste Betriebsrats-Neugründung behindert worden. Die Bundesregierung will das Problem nun angehen – mit einem neuen Gesetz.

NDR: Alt und Offline – Fehlende Internetversorgung in Pflegeheimen (07.01.2021)
»Fehlende Internetversorgung in Alten- und Pflegeheimen behindert die Teilnahme Älterer am öffentlichen Leben. Chatten, Skypen, Googeln: Viele Senioren sind heute ganz selbstverständlich im Internet unterwegs. Doch WLAN gibt es nur in den wenigsten Alten- und Pflegeheimen. Wer dort einzieht oder einziehen muss, ist plötzlich von vielem abgeschnitten. Laut dem Altersbericht der Bundesregierung gibt es bei der Internetversorgung große Defizite, die in der Corona-Krise schmerzlich bewusst geworden sind. Dabei kann die Digitalisierung nach Meinung von Altersforscher*innen das Leben von Senioren deutlich verbessern. Internetbasierte Sprachassistenz-Systeme wie Alexa können mehr Menschen mehr Eigenständigkeit verschaffen. Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen fordert deshalb, ein WLAN-Zugang müsse – wie fließend Wasser oder ein Telefonanschluss – zur Grundausstattung in allen Altenheimen gehören. Konkrete Verhandlungen mit Heimträgern gibt es im Norden nur in Hamburg – bisher ohne Ergebnis. Anders in NRW. Dort wurde der Internetzugang schon 2019 gesetzlich vorgeschrieben, im Wohn- und Teilhabegesetz.«

DLF: Vom Kampf um den Kindesunterhalt – Leeres Konto, leeres Sparschwein (05.01.2021)
Mehr als zwei Millionen Kinder leben heute in einer Ein-Eltern-Familie. Tendenz steigend. Alleinerziehend zu sein gilt in Deutschland als Armutsrisiko Nummer Eins. Wenn ein Paar sich trennt, bleiben die Kinder meistens bei einem der beiden Elternteile, und der andere muss seinen finanziellen Beitrag leisten.

DLF: Unterricht im Corona-Lockdown – Die Hürden der Digitalisierung an deutschen Schulen (04.01.2021)
Milliarden stehen bereit – doch für die Digitalisierung deutscher Schulen haben die Länder bislang nur einen kleinen Teil des Geldes abgerufen. Obwohl die Corona-Pandemie den Digital-Unterricht so nötig macht wie nie zuvor. Viele Eltern sind wütend, Lehrer müssen Spott und Häme einstecken.

DLF: Elektronische Patientenakte – Durchbruch oder Flop? (03.01.2021)
Es war ein langer Prozess: Seit 1. Januar ist die Elektronische Patientenakte nun Gesetz. Gesetzliche Krankenversicherungen müssen sie verpflichtend einführen. Patienten können entscheiden, ob ihre Daten darin erfasst und gespeichert werden sollen. Bedenken wegen der Datensicherheit gibt es dennoch.

Deutschlandfunk Kultur: Medizinische Versorgungszentren – Bye-bye, Hausarztpraxis (30.12.2020)
Medizinische Versorgungszentren sind auf dem Vormarsch: Immer weniger Medizinstudierende planen, eine eigene Praxis zu gründen. Investoren hoffen auf hohe Renditen der Gesundheitsambulanzen. Doch für Patienten können sie zu Nachteilen führen.

Deutschlandfunk Kultur: Geflüchtete auf Gran Canaria – Die Angst vor einem zweiten Lesbos (26.12.2020)
Das einst beliebte Urlaubsziel Gran Canaria ächzt unter der Coronakrise. Es fehlen die Touristen. Gekommen sind andere: Mehr als 11.000 Geflüchtete, die auf das europäische Festland wollen. Spanien lässt das aber nicht zu. Droht ein zweites Lesbos?

Deutschlandfunk Kultur: Geflüchtete auf Gran Canaria – Die Angst vor einem zweiten Lesbos (26.12.2020)
Das einst beliebte Urlaubsziel Gran Canaria ächzt unter der Coronakrise. Es fehlen die Touristen. Gekommen sind andere: über 11.000 Geflüchtete, die auf das europäische Festland wollen. Spanien lässt das aber nicht zu. Droht ein zweites Lesbos?

Deutschlandfunk Kultur: Im Home Office oder am Werktor: Überwachung von Mitarbeitern in Corona-Zeiten (25.12.2020)

HR: New Work – Wie organisieren wir unsere Arbeit in der Zukunft? (23.12.2020)
Die Corona-Pandemie gibt uns einen Vorgeschmack, wie Arbeit mal aussehen könnte: Das Home Office ist schon lange Teil der sogenannten New-Work-Philosophie. New Work heißt flexibel, selbständig und frei arbeiten. Was genau ist New Work?

IMF: Binyamin Appelbaum: Distribution Matters (22.12.2020)
Since the Industrial Revolution began more than 250 years ago- the world has produced enough wealth for every one of its 8 billion people to live comfortably. Yet, over 40 percent live in poverty, with most of the wealth being held by an increasingly narrow slice of the population. Binyamin Appelbaum says rising inequality is weighing on growth and straining the fabric of liberal democracy. And he squarely places the blame on distribution. In this podcast, Appelbaum says while there has been a surge of interest among economists to study the inequities of distribution, some still question the importance of it.

HR: Liefern um jeden Preis – Wenn im Handel die Post abgeht (18.12.2020)
Gestern kam er. Heute kommt er. Und auch morgen kommt der Weihnachtsmann. Und am Montag, Dienstag, Mittwoch – ja vielleicht sogar noch am Morgen des Heiligen Abend. Aber der Weihnachtsmann heißt schon seit langem DHL oder Hermes, UPS oder DPD, und immer öfter kommt er nicht „vom Himmel hoch“, sondern von Amazon. Als Menschen bleiben die vielen flinken Weihnachtsmänner und -frauen meist namenlos für die, denen sie begegnen. Wichtig für ihre Arbeitgeber und für uns, ihre Kundschaft, ist nur eines: Dass sie liefern, bis die Bescherung kommt. Schnell und zuverlässig. Egal wie lang die Wunschliste ist. Wir als Konsumierende müssen uns stattdessen immer weniger bewegen; im boomenden Zeitalter des Online-Handels reicht ein Klick – und rennen müssen dann andere. Das bringt die Boten an den Rand ihrer Kräfte, den stationären Einzelhandel in Bedrängnis und unsere Innenstädte immer näher an die Verödung. Eine Entwicklung, die von der Corona-Pandemie exponentiell beschleunigt wurde, die vielen längst alternativlos erscheint und die vielleicht schon jetzt unumkehrbar ist.

HR: Wo sind die Pflegekräfte? – Corona verschärft ein bekanntes Problem (17.12.2020)
Mit einer Landesverordnung sollen Bewohner von Alten- und Pflegeheimen besser vor Corona geschützt werden. Doch Praktiker winken ab: Die Verordnung verschärfe die angespannte Lage.

DLF: Selbstbestimmtes Sterben – Die Kontroverse um den assistierten Suizid (16.12.2020)
Das allgemeine Persönlichkeitsrecht umfasst ein Recht auf selbstbestimmtes Sterben – so ein entscheidendes Urteil des Bundesverfassungsgerichtes im Februar 2020. Aber ein neues Regelwerk, wie dieses Recht umzusetzen ist, wurde mit dem Urteil nicht implementiert. Die Ärzteschaft ist in dieser Gewissensfrage gespalten.

DLF: Pflege in Zeiten der Corona-Pandemie – Die Isolation der Alten (15.12.2020)
Die Pflegeheime sind in einem Dilemma: Sie sollen die Alten schützen, die durch das Coronavirus besonders gefährdet sind. Aber mit welchen Folgen? Telefon oder Video-Konferenzen können Nähe und Berührung nicht ersetzen. Und auch nicht die Hilfe der Angehörigen bei der Pflege.

DLF: Arbeiten in der Coronakrise – Die Belastung steigt (15.12.2020)
Die Pandemie hat für fast alle Menschen in Deutschland die Arbeit verändert – oft auf belastende Weise, zeigen erste Studien. Die SPD hat das Recht auf Homeoffice nicht durchsetzen können. Das ist sowieso in vielen sozialen Berufen keine Option, in denen auch noch erhöhte Ansteckungsgefahr herrscht

HR: Auf dem Rücken der Senioren? – Corona, Pflege und die Politik (14.12.2020)
Patientenschützer zweifeln an der Umsetzung der Teststrategie in Pflege- und Altenheimen. „An Schnelltests mangelt es in Deutschland nicht – doch es fehlen Menschen, die solche Tests vornehmen“, sagte Eugen Brysch, Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, am Montag. Für dieses seit Monaten bekannte Problem hätten Bund und Länder auch mit ihren Beschlüssen für eine harten Lockdown keine Lösung gefunden.

HR: Von der Not zur Einsicht – Lehren aus der Pandemie (14.12.2020)
In die Knie zwingen wird uns die Corona-Pandemie hoffentlich nicht. Aber sie zwingt uns innezuhalten, und sie zwingt uns vielleicht zu Einsichten, die wir schon längst hätten gewinnen können. Die wir vielleicht sogar schon gewonnen haben. Die wir aber scheinbar ungestraft aufschieben konnten. Bis jetzt. Denn nun bremst uns die Pandemie in unserem „Weiter so“. Einem „Weiter so“ im Lebensstil – auf Kosten des Klimas. Einem „Weiter so“ in einer globalisierten Wirtschaft, die komplex und dadurch anfällig ist. Einem „Weiter so“ mit nationalem Tunnelblick – wo wir doch eigentlich international an einem Strang ziehen sollten. Und einem „Weiter so“ in der Arbeitswelt, in der die wertvollsten Berufsgruppen eben nicht die größte Wertschätzung erfahren. Leider vermag es nicht einmal die Corona-Krise ganz allein, uns auf neue Wege zu bringen. Kein Lockdown hat die Erderwärmung nachhaltig verringern können. Nach wie vor sind wir in globale Lieferketten verstrickt. Die internationale Zusammenarbeit ist immer noch nicht so gut, wie sie gerade in dieser Krise sein müsste. Und der Applaus für unsere Pflegekräfte ist verebbt, ohne dass sie unsere Wertschätzung stattdessen oder zusätzlich in klingender Münze spüren würden. Nur: Wann werden wir jemals wieder so bereit und in der Lage sein, neue Wege einzuschlagen wie jetzt?

Deutschlandfunk Kultur: Letzte Chance für Schulabbrecher – Reif für die Insel (13.12.2020)
Jedes Jahr werden 350 Jugendliche ins Ausland geschickt, um sich in Einzelbetreuung auf ihren Schulabschluss vorzubereiten. Diese Maßnahme des Jugendamtes wird oft als Urlaub unter Palmen geschmäht. Aber ist es das wirklich?

WDR: Soziale Frage 4.0 – Gut Arbeiten trotz digitalen Umbruchs (13.12.2020)
Dana arbeitete als digitale Tagelöhnerin beim Lieferservice „Deliveroo“. Dann verlieren sie und andere Fahrradkuriere ihre Jobs. Sozial abgesichert sind sie nicht. Nun wollen sie – quasi als Notwehr – ihre eigene Plattform gründen.

DLF: Altersvorsorge in Deutschland – Volkswirt Schick: Reform der Riesterrente nicht ausreichend (12.11.2020)
Der Volkswirt Gerhard Schick hält eine Reform der Riesterrente für nicht ausreichend und fordert „ein komplett neues System“. Es dürfe nicht sein, dass etwa die Riesterrente an den Interessen der Finanzbranche und Versicherungen und nicht an denen der Bürger ausgerichtet sei

IMF: Ekkehard Ernst and Sabina Dewan on the Growing Precarity of Work (11.12.2020)
The global pandemic has caused millions of people to lose their jobs and is widening the gap between white-collar workers who can work from home and those who don’t have the skills or resources to participate in a digitally-driven economy. And with robots and automation on the rise, COVID-19 appears to have ushered in a new normal for the global workplace. But in this podcast, JustJobs Network President Sabina Dewan, and ILO economist Ekkehard Ernst, argue this „new normal“ isn’t really new at all, and that shifting demographics and technology were upending labor markets long before the Covid-induced lockdowns.

SWR: Behandelt die Spätfolgen bei Corona-Patienten (11.12.2020)
Etwa jeder fünfte Covid-19-Patient erlebt einen schweren Verlauf und rund zwei bis fünf Prozent müssen auf einer Intensivstation behandelt werden. In der MEDIAN Klinik in Heiligendamm werden Patienten mit Spät- und Langzeitfolgen behandelt. Dr. Jördis Frommhold ist pneumologische Chefärztin der MEDIAN Klinik in Heiligendamm und berichtet über die vielfältigen Spätfolgen der Infektionen, welche Erfahrungen sie gemacht hat und welche Erkenntnisse sich daraus ableiten.

BR: 24 Stunden Pflege: Über den Alltag osteuropäischer Pflegekräfte bei Senioren daheim (08.12.2020)
Geschätzt 2 Millionen Menschen werden in Deutschland zu Hause gepflegt. Oft verbringen Kräfte aus dem Ausland, vorwiegend aus Osteuropa, 24 Stunden, 7 Tage die Woche mit den Pflegebedürftigen. Ein Einblick in ihren Alltag.

BR: Der Kampf ums Landkrankenhaus (07.12.2020)
Seit Jahren sinkt die Zahl der Kliniken – auch in Bayern. Kleinere Kliniken seien nicht mehr wirtschaftlich zu führen und sie seien auch nicht immer auf den neuesten wissenschaftlichen Stand, meinen Experten. Doch unter den Bürgern regt sich Widerstand. Zum Beispiel in Rothenburg ob der Tauber.

BR: Frankreichs Asylpolitik: Eine Politik der Nicht-Aufnahme (04.12.2020)
Frankreich ist mittlerweile das EU-Land mit der höchsten Zahl von Asylbewerbern. Doch für die Unterbringung und Versorgung der Flüchtlinge reichen die Mittel bei weitem nicht aus. Der politische Wille, daran wirklich etwas zu ändern, fehlt. Hilfsvereine sprechen beim Thema Asyl von einer „Nicht-Aufnahme-Politik“. Dabei galt Frankreich einst als Einwanderungsland, als europäischer Vorreiter in Sachen der Migrationspolitik. Was ist passiert?

rbb: Wenn das Heim vom Amt nichts hört (03.12.2020)
Die Alten müssen in diesen Pandemie-Zeiten besonders geschützt werden. Aber wann kommen die Schnelltests für Seniorenheime? Eva-Maria Dressler, Geschäftsführerin der Lafim Diakonie, sagt, dass der Alltag im Heim durch Schnelltests enorm erleichtert werden würde. Schwachstelle seien aber die Gesundheitsämter.

HR: Der Mensch als Ware: Wie wir von der modernen Sklaverei profitieren (02.12.2020)
Sklaverei ist verboten. Und das weltweit. Und trotzdem gibt es sie auch heute noch. Vor über 70 Jahren (1949) verabschieden die UN die „Konvention zur Bekämpfung des Menschenhandels und der Ausbeutung von Personen“. Die übelsten Länder in Sachen Sklaverei sind heute Nordkorea, Eritrea und Burundi.

NDR: Flüchtlingskrise statt Touristenboom – Die Kanaren vor der Wintersaison (02.12.2020)
Spanien ist in Europa mit am härtesten von Corona getroffen. Vor Reisen in das Land wird gewarnt. Ausgenommen sind die Kanarischen Inseln. Ende Oktober hat das Auswärtige Amt die Region von der Liste der Risikogebiete gestrichen. Hoteliers und Gastronomen auf den Inseln hoffen jetzt wieder auf Touristen, die aber nur zögerlich eintreffen. Gleichzeitig flüchten immer mehr Menschen aus dem nördlichen und westlichen Afrika auf dem Seeweg über den Atlantik – und landen auf den Kanarischen Inseln. Vor Ort fühlt man sich in jeder Hinsicht allein gelassen.

Deutschlandfunk Kultur: Pflegenotstand im Krankenhaus – Wie Beschäftigte für bessere Arbeitsbedingungen kämpfen(01.12.2020)
„Profite pflegen keine Menschen“: Den Pflegekräften, die im Herbst 2020 auf die Straße gehen, geht es nicht nur um eine bessere Bezahlung. Sie fordern eine bessere Personaldecke in Krankenhäusern und eine Abkehr vom Profitdenken im Gesundheitswesen.

DLF: Unterhaltsrecht – Mehr Nachteile für geschiedene Frauen (01.12.2020)
2008 wurde das Scheidungs- und Unterhaltsrecht reformiert, die geschiedenen Partner sind für ihren eigenen Lebensunterhalt selbst verantwortlich, wenn keine Kinder unter drei Jahren betreut werden. Seitdem hat sich die Situation für geschiedene Frauen tendenziell verschärft.

SWR: Armutsfalle im Alter – Wer zahlt für gute Pflege? (30.11.2020)
Wenig Gehalt, umso mehr Stress: Altenpflege ist ein undankbarer Job. Dabei ist sie jetzt schon kaum bezahlbar. Und die Kosten steigen, die Zahl der Pflegebedürftigen auch. Das bringt das System zum Wanken. Welche Reformen sind nötig? Und was sind sie uns wert?
Marion Theis diskutiert mit Nina Benz – selbständige Pflegerin, Udja Holschuh – Biva-Pflegeschutzbund, Bernhard Schneider – Evangelische Heimstiftung

NDR: Am Limit – Gesundheitsämter in der Corona-Krise (30.11.2020)

HR: Schmutzige Geschäfte? Wie Versicherer und Pensionskassen unsere Beiträge investieren (30.11.2020)
Um nachhaltig zu leben, fahren viele Menschen Rad. Sie produzieren weniger Müll und verzichten auf Fleisch. Aber bei der Geldanlage, wie schwierig ist es da, das Thema Nachhaltigkeit zu berücksichtigen? Gerade wenn es um die Altersvorsorge geht? Das lässt sich beobachten am Pensionsfonds des Landes Hessen, das Land will da nämlich ebenfalls nachhaltig anlegen.

MDR: Schwere Freiheit. Über ein Leben nach dem Knast (28.11.2020)
Neun Jahre saß René im Gefängnis in Sachsen für das Verüben von Selbstjustiz. Er rächte ein Verbrechen, das ein anderer seinem kleinen Bruder zugefügt hatte. Die Wut überkam ihn; der andere entging nur knapp dem Tod. Mit zwei Kartons, einer Schachtel Zigaretten und ca. 1.000 Euro in bar macht er sich an jenem Tag im April auf in ein neues Leben. Und das beginnt ohne Wohnung, ohne Arbeit, ohne Freunde und ist voller Ungewissheiten: Wo soll er schlafen, was essen? Wie soll er eine Arbeit finden, sich bewerben? Wie Geld verdienen? Wird sich jemand um ihn kümmern? Und wird er es allein schaffen?

BR: Getroffen vom Lockdown – Kleine Bühnen und Schausteller in der Pandemie (27.11.2020)
Im November mussten Amateurtheater und Kabarettbühnen in Bayern schließen, zum zweiten Mal dieses Jahr. Auch Solokünstler und Schausteller leiden unter dem Lockdown. Ein Besuch an der kulturellen Basis.

BR: Corona: Wie lässt sich die Kommunikation über die Risiken verbessern? (27.11.2020)
Ein „Teilerfolg“ sei der derzeitige Lockdown im Kampf gegen die Corona Pandemie, sagte Bundeskanzlerin Merkel diese Woche. Deshalb brauche es „noch einmal eine harte Kraftanstrengung“. Sind das die richtigen Worte, um die Bevölkerung in eine neue Runde von Einschränkungen mitzunehmen, sie zu motivieren, sich an die Regeln zu halten? Was sagen eine Risikoforscherin und ein Sozialpsychologe zum Krisenmanagement der Bundesregierung?

BR: Wie die Einwanderungsbehörde aus Menschen Hausfrauen macht (27.11.2020)
Eine Russin heiratet einen Deutschen, bekommt Kinder mit ihm. Dann will sie zu ihm nach Deutschland ziehen und dort arbeiten: suspekt! Tatiana durchläuft eine kafkaeske Tour durch die Einwanderungsbehörden. Mit welchen Vorurteilen sie kämpfen muss, zeigt dieser Podcast.

DLF: Kinderrechte im Grundgesetz – Das zähe Ringen um Formulierungen (26.11.2020)
Die große Koalition will Kinderrechte stärken, das Wie ist aber umstritten. Kinderrechte haben bereits Verfassungsrang. Das Grundgesetz dennoch um einen neuen Absatz zu Kinderrechten zu ergänzen – für die einen Symbolpolitik, für die anderen ein Weg zu mehr Teilhabe von Kindern.

SWR: Legal Highs. Ein Feature über Drogen im Onlinehandel (25.11.2020)
„Legal Highs“ sind Designerdrogen, meist legal und sehr gefährlich. Sie werden online zum Kauf angeboten und per gewünschter Versandart zugestellt. Die Drogenköche nutzen die Langsamkeit der Gesetzgebung: Sobald eine Substanz erkannt und verboten ist, erscheinen bald neue chemische Verbindungen in den Versandläden und versprechen den noch größeren Kick. Der Autor Jörn Klare hat einen Drogenerfinder getroffen, in der Szene als „Dr. Zee“ bekannt. „Jeder Mensch in jeder Gesellschaft hat ein Recht auf Rausch“, meint Dr. Zee, dem es um die Erkundung innerer Räume geht. „Legal Highs sind in der Feierszene allgegenwärtig“, erzählt ein Drogenkonsument, der nicht genannt werden möchte. Viele Stoffe sind hochkonzentriert. Für einen Trip reichen dann schon wenige Mikrogramm. Eine falsche Dosis kann verheerend wirken. Allein der Hautkontakt mit kaum sichtbaren Mengen ist potenziell tödlich. „Legal Highs“ ist ein Sammelbegriff, unter dem Räuchermischungen, Badesalze und sogenannte Research Chemicals zusammengefasst sind. Vom Betäubungsmittelgesetz werden sie nicht oder nur unzureichend erfasst. Daran hat auch das 2016 verabschiedete Neue-psychoaktive-Stoffe-Gesetz kaum etwas geändert. Verfolgungsbehörden und Drogenlabore liefern sich ein Katz- und Maus-Spiel.

DLF: Ringen um die EU-Migrationspolitik – Europas Werte, Europas Versagen (25.11.2020)
Das inzwischen abgebrannte Lager Moria auf der griechischen Insel Lesbos ist längst zur Chiffre einer gescheiterten europäischen Flüchtlingspolitik geworden. Weiterhin sterben täglich Menschen auf ihrer gefährlichen Flucht nach Europa. Doch bei Begriffen wie Solidarität ist die EU tief gespalten.

DLF: Dauerstreit um Mietendeckel – Kampf um bezahlbares Wohnen (22.10.2020)
Seit dem 23. Februar gilt in Berlin das Mietendeckelgesetz. Nun wird in der Hauptstadt eine radikale Regelung daraus wirksam: Viele Mieten aus bestehenden Verträgen werden abgesenkt. Kann der Deckel zum Vorbild für Städte wie München werden?

DLF: Anmerkungen zur Automatisierung – Von der Zukunft des homo sapiens (22.11.2020)
Homo sapiens hat die Hand durch das Werkzeug verstärkt, das Werkzeug zur Maschine entwickelt, seine Sinne durch Sensoren erweitert; zunehmend überlässt er nun die geistige Arbeit den Computeralgorithmen, die bereits die organisierenden, kreativen, musischen Tätigkeiten übernehmen.
➔ Textfassung

DLF: Kein Glanz, kein Geld – das andere Hamburg (21.11.2020)
Hamburg ist eine reiche Stadt, mit unbezahlbaren Villen an der Außenalster, mit den Elbvororten, den exquisiten Einkaufsstraßen in der Innenstadt. Es gibt sündhaft teure Bauten wie die Elbphilharmonie und einen Hafen, der viel Geld in die Stadtkasse spült. Wer Hamburg aber von Süden aus, über die A1 anfährt, der kennt auch die Wohnsilos des Stadtteils Kirchdorf-Süd gleich neben der Autobahn. Auch das ist Hamburg. Nur eben nicht das blankpolierte Hamburg aus den Tourismus-Prospekten, sondern eine Großwohnsiedlung. Hier fühlen sich die Menschen schon mal von der Politik im Stich gelassen. Und sie sind genervt vom Stempel „sozialer Brennpunkt“, der ihnen immer wieder aufgedrückt wird. Ein Problemviertel war Kirchdorf-Süd vor allem in den 80er- und 90er-Jahren. Mittlerweile hat sich die Situation beruhigt, die Vielfalt des Viertels aber ist geblieben.

SWR: Mein Tod gehört mir – Wie weit darf Sterbehilfe gehen? (20.11.2020)
Im Februar hat das Bundesverfassungsgericht das Verbot der sogenannten geschäftsmäßigen Sterbehilfe für verfassungswidrig erklärt. Seither ringen Mediziner, Ethiker, Juristen und Politiker um neue gesetzliche Regelungen. Wie wollen wir sterben? Das fragt der ARD-Film „Gott“ nach dem neuen Theaterstück von Ferdinand von Schirach.
Gregor Papsch diskutiert mit Prof. Dr. med. Winfried Hardinghaus – Deutscher Hospiz- und Palliativverband, Berlin, Prof. Dr. med. Bettina Schöne-Seifert – Medizinethikerin, Universität Münster, Dr. Florian Willet – Suizidhilfe-Verein „Dignitas“.

DLF: Senioren und Corona – Heime im Spagat zwischen den Grundrechten ihrer Bewohner (19.11.2020)
Heimbewohner brauchen Gesundheitsschutz, aber auch Kontakt zu Angehörigen. Nachdem sich im ersten Lockdown viele Senioren isoliert fühlten, versuchen Einrichtungen nun den Spat. Aber Verordnungen und Umsetzung sind sehr uneinheitlich. Auch die Kontrolle der Heime hinkt in der Pandemie hinterher.

Deutschlandfunk Kultur: „Mitmach-Stadt“ Herrenberg – Für gute Ideen gibt’s Geld aus der Gemeindekasse(19.11.2020)
Hip-Hop-Café, Streuobstwiesenpfad, Gabenzaun für Obdachlose: In der Kommune Herrenberg bei Stuttgart können die Bürger solche Projekte eigeninitiativ auf den Weg bringen können. An den Geldtopf mit 200.000 Euro kann im Prinzip jeder ran.

DLF: Schulische Inklusion – Zwei Wege, ein Ziel? (17.11.2020)
Leo ist zehn, Autist, Inklusionsschüler – und sitzt seit Monaten zu Hause. Seine Schulbegleiterin hatte während des Lockdowns gekündigt, und den Platz an der Regelschule hatte er ohnehin erst nach langen Auseinandersetzungen erhalten. Ein Paradebeispiel für die Schwierigkeiten, mit denen behinderte Kinder und ihre Eltern zu kämpfen haben.

DLF: Gesundheitsämter in der Coronakrise – Die Behörde im Zentrum der Pandemiebekämpfung (17.11.2020)
Bei der Eindämmung der Pandemie spielen die Gesundheitsämter eine wesentliche Rolle. Sie kommen aber dadurch ihren sonstigen Aufgaben kaum noch nach. Deshalb schulen sie neues Personal und erhalten Hilfe von der Bundeswehr, um den Herausforderungen in der Krise gerecht zu werden.

DLF: Pfarrer Kossen kämpft gegen Fleischindustrie – Wie bei der Mafia (11.11.2020)
Der katholische Pfarrer Peter Kossen kämpft gegen Ausbeutung und moderne Sklaverei in der Fleischindustrie. Damit macht er sich nicht nur Freunde. Selbst in der eigenen Gemeinde kommen einige deshalb nicht mehr zur Messe.

BR: Es gibt keine Garantien mehr – Altersvorsorge für die junge Generation (09.11.2020)
Die Babyboomer-Generation ist noch mit Lebensversicherungen als die Altersvorsorge aufgewachsen, mit Garantiezins und gesicherter Rückzahlung. Doch die Zeiten haben sich geändert. Garantien kosten Rendite und schmälern die durch die Niedrigzinsen gebeutelten sicheren Anlageformen. Wie sieht eine moderne private Altersvorsorge aus? Worauf muss man achten? Welche staatlichen Anreize bräuchte es? Brauchen wir eine staatlich organisierte private Altersvorsorge wie in Skandinavien?

HR: „Deinen Job macht jetzt jemand anders“. Wie Beschäftigte unter Werkverträgen leiden (06.11.2020)
Mit Werkverträgen lagern Firmen ganze Arbeitsaufträge an Fremdfirmen aus.Für die Beschäftigten kann das zur Falle werden wie jetzt ein aktuelles Beispiel aus Hessen zeigt: 60 Produktionshelfer wurden von einen auf den anderen Tag ausgewechselt.

DLF: Kreißsaal statt Quarantäne – Wenn Infektionsschutz die Grundversorgung gefährdet (05.11.2020)
Weiterarbeiten müssen im Kreißsaal trotz der Anordnung des Gesundheitsamtes zu häuslicher Quarantäne – das brachte 20 Hebammen aus Trier in eine rechtliche Grauzone. Die Anweisung, keine Hausbesuche bei frisch entbundenen Müttern durchzuführen, machte das Ganze noch verwirrender.

Deutschlandfunk Kultur: Stadtentwicklung – Ulms Rezept gegen hohe Mieten und Grundstückspreise (05.11.2020)
Anders als in vielen Städten steigen in Ulm die Preise für Mieten und Baugrund meist nur moderat: Denn die Stadt erwirbt im großen Stil Bauland und verkauft es dann an Häuslebauer oder Investoren. Das könnte schon bald nicht mehr ausreichen.

DLF: Menschen in Pflegeheimen – „Fatale Folgen für Alte“ (31.10.2020)
Ohne Kontakt mit ihren Angehörigen können alte Menschen in Pflegeheimen nicht überleben. „Viele Menschen sind daran kaputtgegangen, dass sie nicht besucht werden konnten“, sagte der Soziologe und Theologe Reimer Gronemeyer im Dlf. „Abschottung“ sei ein „großer Fehler“.

DLF: Keine Zeit für eine große Reform – Diskussion um ein neues Sorge- und Umgangsrecht (31.102.2020)
Das bestehende Sorge- und Umgangsrecht für Kinder passt nicht mehr zu neuen Familienmodellen, finden Experten. Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) will das ändern. In ihrem Reformentwurf sehen Eltern und Experten durchaus Verbesserungen – aber auch Potenzial für neue Konflikte.

HR: Corona-Prämie für die Pflege (30.10.2020)
Ärzte und Pflegepersonal in Krankenhäusern und Altenheimen sind die Helden und Heldinnen der Pandemie. Mit der Tarifeinigung im öffentlichen Dienst gibt es nun mehr Geld. Endlich die verdiente Wertschätzung oder doch nur ein Tropfen auf den heißen Stein?

BR: Ende des American Dream? – Existenzielle Alltagssorgen der US-Amerikaner (30.10.2020)
Von Ausbildungsschulden junger Leute über eine vernünftige Krankenversicherung bis zur fehlenden Altersrente: Diese alltäglichen Sorgen werden für viele US-Bürger in der Pandemie existenziell, während die Mittelklasse verschwindet.

DLF: Trump und die Coronakrise – Wie COVID-19 die US-Wahl beeinflusst (30.10.2020)
Viele bescheinigen US-Präsident Donald Trump eine verheerende Bilanz, die sich besonders in der Corona-Krise zeigt. Die Lage ist längst außer Kontrolle. Die Pandemie trifft auf ein marodes Gesundheitswesen, das schon unter Normalumständen überfordert ist.

BR: Brückenbauer für Menschen mit Handicap: Die Arbeit der Jobcoaches in Bayern (28.10.2020)
Jobcoaches kommen in den Betrieb und helfen, wenn es am Arbeitsplatz zu Schwierigkeiten kommt. Sie sind aber nicht nur in Krisen da, sondern auch Ansprechpartner im alltäglichen Geschäft.

Deutschlandfunk Kultur: Bergbau und Autoindustrie – Was wirtschaftliche Transformation mit den Menschen macht (27.102.2020)
Ob Arbeiter im Bergbau, im Kernkraftwerk oder in der herkömmlichen Autoindustrie: Durch Industrialisierung 4.0 und Energiewende verändert sich Arbeit derzeit dramatisch – nicht zum ersten Mal in der Geschichte. Wie lassen sich diese Umbrüche bewältigen?

Deutschlandfunk Kultur: Streit ums Existenzminimum – Was der Mensch zum Leben braucht (26.10.2020)
Ein Dach überm Kopf, Nahrung, Kleidung, medizinische Versorgung: Diese Dinge gehören zweifellos zum Existenzminimum. Über alles andere wird heftig gestritten – auch weil die Frage, was ein menschenwürdiges Leben ausmacht, sich nicht pauschal beantworten lässt.

Deutschlandfunk Kultur: Staatsleistungen an die Kirchen – Schwierige Ablösung (25.10.2020)
Schon in der Weimarer Verfassung stand der Auftrag: Die Zahlungen, die der Staat an die Kirchen leistet, sollen abgelöst werden. Doch bis heute überweisen die Bundesländer eine halbe Milliarde Euro jährlich an die großen Kirchen. Die Kritik nimmt zu.

BR: Zukunft der Arbeit – Wie geht es weiter nach Corona? (23.10.2020)
Welche Weichen müssen neu gestellt werden, damit die Schere zwischen Arm und Reich nicht noch größer wird? Wie viel Solidarität braucht es? Was tun, damit junge Menschen im Berufsleben keine bleibende „Corona-Narbe“ behalten? Die Philosophin Lisa Herzog und der Arbeitsmarktforscher Ulrich Walwei im Gespräch.

HR: Arbeitsschutz in Coronazeiten (23.10.2020)
In Coronazeiten hat das Thema Arbeitsschutz noch mal eine andere Bedeutung bekommen. Plötzlich geht es im Büro nicht mehr darum, ob die Decke 10 cm zu tief oder der Tageslichtquotient zu niedrig ist, sondern ob ich mich mit einem potenziell tödlichen Virus anstecke. Arbeitsschützer sind momentan gefragt wie noch nie – und sehen in der Krise auch Chancen.

Deutschlandfunk Kultur: Pflegeheime in Corona-Zeiten – Abstand nicht um jeden Preis (19.10.2020)
Gespräch mit Ursula Hönigs, Altenpflegerin und Leiterin eines Pflegeheims in Erkelenz.

Deutschlandfunk Kultur: Globuli und Chlorbleiche – Das gefährliche Geschäft mit der Alternativmedizin (17.10.2020)
Alternativmedizin hat den Ruf, besonders sanft zu sein. Dabei können manche Methoden lebensgefährlich sein, berichtet die Investigativ-Reporterin Beate Frenkel. Konsequenzen hätten die angeblichen Wunderheiler aber kaum zu befürchten.

Deutschlandfunk Kultur: Das „Just-in-Time“-Prinzip – Alles muss fließen (13.10.2020)
Die Just-in-Time-Produktionsmethode wurde für die Autoindustrie von einem japanischen Ingenieur erfunden. Doch längst hat sich das Prinzip auch in anderen Arbeits- und Lebensbereichen durchgesetzt. Stillstand unerwünscht. Was macht das mit uns?

Deutschlandfunk Kultur: Deutschland im Homeoffice – Videokonferenz mit dem Kind auf dem Schoß (12.10.2020)
Homeoffice ist für Millionen Deutsche mit den Corona-Einschränkungen im März unfreiwillig zur Normalität geworden ist. Die Auswirkungen sind enorm, nicht nur für den Einzelnen. Dezentrales Arbeiten könnte Hierarchien, Büros und ganze Städte verändern.

SWR: Pflege: Familienministerin startet Nachwuchs-Kampagne „Ehrenpflegas“: Coole Videos und triste Wirklichkeit (12.10.2020)

SWR: Strafvollzug in den Niederlanden – Leere Gefängnisse, wenige Täter (12.10.2020)
Polizisten sortieren die Straftaten vor, Staatsanwälte verhängen Geld- oder Arbeitsstrafen, Richter versuchen Gefängnisstrafen zu vermeiden. Das drückt die Häftlingsquote.

SR: Anna Mayr: Die Elenden – Warum unsere Gesellschaft Arbeitslose verachtet und sie dennoch braucht(11.10.2020)
Armut – das sind natürlich Zahlen, Statistiken und auch oft abstrakte Debatten. Dieses Buch schildert das Thema auf eine ganz andere Art und Weise.

DLF: Ungleichheit und Ideologie (11.10.2020)
Wird der Kapitalismus seinem Anspruch gerecht, langfristig Ungleichheit zu reduzieren und allen Menschen zugutezukommen? Wie rechtfertigen Gesellschaften die vorherrschende Ungleichheit? Der Wirtschaftswissenschaftler Thomas Piketty erforscht genau diese Fragen seit mehr als 20 Jahren.

DLF: Paragraf 217 – Palliativmediziner uneins über Sterbehilfe (06.10.2020)
Das Bundesverfassungsgericht hatte das Verbot der geschäftsmäßigen Sterbehilfe im Februar aufgehoben. Der assistierte Suizid wird gesetzlich neu geregelt. Die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin warnt vor der Normalisierung der Suizidbeihilfe. An ihrem politischen Einfluss gibt es Kritik.

DLF: Heil (SPD): Mobiles Arbeiten macht Menschen zufriedener (05.10.2020)
Mehr Selbstbestimmung und Flexibilität: Das will Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) Arbeitnehmern mit einem Gesetz für mobiles Arbeiten ermöglichen. Es sei an der Zeit, für eine sich wandelnde Arbeitswelt einen modernen arbeitsrechtlichen Ordnungsrahmen zu schaffen.

Deutschlandfunk Kultur: Prekäre Arbeitsverhältnisse – Musiklehrer in der Krise (02.102.2020)
Eigentlich möchten sie Kindern Instrumente und Kultur nahebringen. Allerdings sind die Arbeitsbedingungen oft so schlecht, dass viele Musiklehrerinnen und Musiklehrer mit ihrem Beruf hadern und sich umorientieren.

BR: Die anderen Ossis – Wie aus den vietnamesischen Vertragsarbeitern der DDR Muster-Immigranten wurden(02.10.2020)
Bei der Wiedervereinigung blieben fast alle DDR-Vertragsarbeiter aus dem kommunistischen Nordvietnam im Land. Trotz massiver rassistischer Übergriffe zu DDR-Zeiten und später in den 1990er Jahren schlugen sie Wurzeln. Heute füllen sie die Lücken, die in Ostdeutschland durch die Abwanderung entstanden sind. Heute sind sie Überflieger in den Schulen und tüchtige Geschäftsleute. Geräuschlos integriert sind sie zu Immigranten par excellance geworden.

HR: Gesetz der Gass‘: Das Problem mit der Bandenkriminalität (30.09.2020)
Großrazzia gegen Schwarzarbeit: Nach Angaben des Hauptzollamts in Frankfurt am Main richtete sich der Schlag gegen mehr als 50 Beschuldigte aus dem Bereich der organisierten Kriminalität, die jahrelang Scheinrechnungen gestellt und den Staat und die Sozialkassen um mindestens dreieinhalb Millionen Euro betrogen haben sollen.

HR 2 Kultur: Ein Faulsein ist überhaupt nicht kein Arbeiten – Herr Merz und sein Irrtum (30.09.2020)
Ein Damoklesschwert schwebt über dem Arbeitsmarkt, glaubt man Friedrich Merz: die Faulheit. Der Kandidat für den CDU-Vorsitz konstatiert, dass sich im Moment viele Menschen daran gewöhnten, ein „Leben ohne Arbeit“ zu führen. Die Entscheidung, die Regelungen für das Kurzarbeitergeld zu verlängern, sende die falschen Signale. „ein faulsein ist überhaupt nicht kein arbeiten“, hält Ernst Jandl in seinem Gedicht „Menschenfleiß“ dagegen. Ob die, die in dieser Krise ihren Job verloren haben oder die, die mit Kurzarbeitergeld eine Familie ernähren müssen, faul sind, darf bezweifelt werden. Wie viel wiederum Friedrich Merz selbst im Moment noch arbeiten muss, nachdem er seinen Aufsichtsratsposten beim größten Vermögensverwalter der Welt, Black Rock, niedergelegt hat, und solange es keine Parteiversammlungen gibt, über die er tingeln kann, sei dahingestellt. Nach Ernst Jandl kann Merz jedenfalls nicht vom Faulsein befallen sein, solange er Interviews gibt, denn: „ein faulsein, solang mund geht auf und zu, solang luft geht aus und ein, ist überhaupt nicht.“ Gilt das eigentlich auch, wenn nur heiße Luft aus- und eingeht, Herr Jandl?

DLF: Corona-Regelungen in Altenheimen im Saarland – Ein Verstoß gegen die Menschenwürde? (30.09.2020)
Im Saarland dürfen Angehörige alte Menschen in Pflegeheimen bis heute nur in Ausnahmefällen besuchen. Die Corona-Regeln in Altenheimen sind ein Flickenteppich, von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich. Die Gesundheitsminister suchen nach einer Lösung.

DLF: Fleischindustrie – Werkverträge verboten, Ausbeutung gestoppt? (28.09.2020)
Mit dem Verbot von Werkverträgen in der Fleischindustrie will Bundesarbeitsminister Hubertus Heil die Ausbeutung in der Branche beenden. Experten sind optimistisch, dass das gelingt. Doch in anderen Branchen wird die Ausbeutung weitergehen.

SWR: Wie ist der Landarztmangel zu stoppen? (28.09.2020)
Es diskutieren: Prof. Dr. Detlev Michael Albrecht – neuer Studiengang „Landarzt“, Uniklinikum Dresden, Dr. Peter Hein – Vorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Rheinland-Pfalz, Meret Quante – Medizinstudentin in Freiburg

BR: Pflege ohne Nähe – Ein Feature über den Umgang mit Covid-19 in Altenheimen (26.09.2020)
Die Corona-Beschränkungen haben sowohl die Seniorinnen und Senioren als auch das Pflegepersonal in Alten- und Pflegeheimen dramatisch getroffen. Besonders schwer leiden die Bewohnerinnen und Bewohner unter wochenlanger Isolation, weil sie ihre Angehörigen nicht mehr sehen können. Das Dilemma: Die Pflegekräfte müssen einerseits die alten Menschen vor dem Virus schützen und andererseits deren existenziellen seelischen und körperlichen Bedürfnissen nachkommen. Pflege ohne Nähe ist kaum möglich. Eine Woche lang hat Jens Schellhass in einem Pflegeheim gewohnt, bis es wegen der Corona-Pandemie für Besucher geschlossen wurde.

DLF: Rechtsextremismus in Sicherheitsbehörden – Den Blick nach rechts schärfen (24.09.2020)
Bundesinnenminister Horst Seehofer lehnt eine Polizei-Studie zu rechtsradikalen Tendenzen bei der Polizei nach wie vor ab. Sozialwissenschaftler halten diese aber für dringend geboten. Sie beobachten eine schleichende Veränderung des Klimas bei Polizei und Sicherheitsbehörden.

Tagesschau Zukunfts-Podcast: Strafe ohne Gefängnis – was dann? Gedankenexperiment einer JVA-freien Zukunft (24.09.2020)
Mal angenommen, es gäbe keine Gefängnisse mehr: Wie würden Täter dann bestraft? Wären die Chancen auf Resozialisierung größer oder kleiner? Und was bedeutet das für die Opfer? Ein Gedankenexperiment.

SWR: Heim- und Pflegekinder ab 18 – Careleaver und ihre Probleme (22.09.2020)
Mit 18 Jahren erwachsen – für Pflege- und Heimkinder endet dann in der Regel die Jugendhilfe. Die jungen Menschen stehen plötzlich alleine da und werden zu Niemandskindern: Niemand fühlt sich für sie verantwortlich – auch die Behörden nicht. Anträge auf Geld und Hilfen werden abgelehnt oder erschwert. Die jungen Erwachsenen schlagen sich mit Ämtern und Existenzängsten rum. Nur ein bis drei Prozent der sogenannten Careleaver studieren. Sind die fehlende Unterstützung und der psychische Druck der Grund? Was läuft falsch?

Deutschlandfunk Kultur: Diversität versus Uniformität – Die deutsche Polizei und die Einwanderungsgesellschaft(21.09.2020)
Racial Profiling, struktureller Rassismus: Manche halten diese Vorwürfe gegen die Polizei hierzulande für nicht haltbar – weil deren Belegschaft seit einigen Jahren immer diverser wird. Aber schafft es die Vielfalt auch in den polizeilichen Alltag?

Deutschlandfunk Kultur: Unsichtbare Jobs – Der Mythos vom Verschwinden der Arbeit (19.09.2020)
Krankenschwestern und Pflegern wurde am Anfang der Corona-Pandemie applaudiert. Den vielen Fahrern von Paket- und Lieferdiensten nicht. Sie sind unsichtbar geworden, weil wir nur noch mit Bestell-Apps interagieren.

DLF: Personalnot bei Jugendämtern – Löst ein Duales Studium das Problem? (16.09.2020)

DLF: Europäische Jugendgarantie – Suche nach Wegen aus der Jugendarbeitslosigkeit (12.09.2020)
Ängste gehen in der EU um, dass die Corona-Krise eine neue „Lost Generation“ hervorbringen könnte. Bereits jetzt sind 17 Prozent der unter 25-Jährigen arbeitslos – Tendenz steigend. Dieser Entwicklung will die EU mit der europäischen Jugendgarantie gegensteuern.

SWR: Sterbehilfe für psychisch kranke Menschen – Belgiens umstrittenes Gesetz (10.09.2020)
Wie sollen Psychiater entscheiden, ob Patient tatsächlich „austherapiert“ sind? Die Option zu aktiver Sterbehilfe für psychisch kranke Menschen wirft in Belgien viele Fragen auf.

WDR: Kurzarbeitergeld: „Die Fragezeichen werden immer größer“ (16.09.2020)
Die derzeitigen Regelungen zum Kurzarbeitergeld werden wahrscheinlich verlängert. Es sei ein wichtiges Instrument der Politik, sagt Arbeitsmarktforscher Stefan Sell – allerdings nur für eine bestimmte Zeit. Es könne nicht alle Probleme lösen.

NDR: Rendite auf Rezept? – Finanzinvestoren steigen in Gesundheitsmarkt ein (10.09.2020)
Auf dem Gesundheitsmarkt wollen viele verdienen. Jetzt auch Finanzinvestoren. Sie beteiligen sich an Zahnarztketten. Die Wege sind verschlungen. Eine Spurensuche

DLF: Strafvollzug in schwierigen Zeiten. Wie können hohe Rückfallquoten verhindert werden? (09.09.2020)
Fast die Hälfte aller erwachsenen Straftäter werden rückfällig und auch im Jugendstrafvollzug bleibt nur jeder dritte Häftling nach der Entlassung aus dem Gefängnis straffrei. Die meisten von ihnen kehren bereits nach einem Jahr hinter Gitter zurück. So lauteten die Zahlen, die der nordrhein-westfälische Justizminister Peter Biesenbach Anfang des Jahres veröffentlichte. Um das zu ändern, brauchen wir einen wirkungsvolleren Strafvollzug, der den Straftätern Alternativen zu ihrer bisherigen Lebensführung aufzeigt und sie nach der Entlassung im Alltag begleitet, meinen Experten. In der Justizvollzugsanstalt Adelsheim in Baden-Württemberg geht man da mit gutem Beispiel voran. Wie funktioniert eine wirkungsvolle Prävention? Sollte man Gefängnisstrafen bei leichteren Verbrechen abschaffen? Und wären Täter-Opfer-Ausgleich oder Sühneleistung durch soziale Arbeit vielleicht ein sinnvoller Ersatz dafür?

SWR: „Sie erreichen mich zu Hause“ – Welche Zukunft hat das Homeoffice? (07.09.2020)
Es diskutieren: Prof. Dr. Jutta Allmendinger – Soziologin und Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung, Dr. Josephine Hofmann – Fraunhofer Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation, Stuttgart, Oliver Stette -, Leiter des Kompetenzfelds Arbeitsmarkt und Arbeitswelt beim Institut der deutschen Wirtschaft (IW).

DLF: Kindertagespflege im Wandel – Billige Kita-Alternative oder individuelle Betreuung? (06.09.2020)
In Deutschland werden 125.000 Kinder unter drei Jahren von Tagesmüttern oder Tagesvätern betreut. Für Kommunen eine günstige Form der Betreuung, doch die Betreuenden haben dafür oft nur einen 160 Stunden Crashkurs absolviert. Jugendämter sollen sie beratend unterstützen, aber es fehlt an Personal.

Deutschlandfunk Kultur: Die Band „Station 17“ – Wenn Inklusion rockt (06.09.2020)
Sie wollten raus aus der geschlossenen Wohngruppe, wurden zu einem Vorzeigeprojekt für die Inklusion und machen noch immer das, was sie am besten können: Musik. Die Band „Station 17“ gibt es seit über 30 Jahren.

rbb Inforadio: Ausbildung in Corona-Zeiten (06.09.2020)
Die Corona-Krise hat die Lage am Ausbildungsmarkt verschärft. Die Kontaktaufnahme zu jungen Menschen gestaltet sich deutlich schwieriger, weil keine Ausbildungsmessen stattfinden und keine Praktika absolviert werden konnten.

hr-iNFO: Die Verlierer der Krise – Wie stark wird Corona zum Katalysator sozialer Ungleichheit? (04.09.2020)
Es gibt Menschen, die von der Corona-Krise besonders schwer erschüttert wurden. Wer sind die großen Verlierer? Und wie sehr ist die Kluft zwischen Arm und Reich dadurch gewachsen?

HR: Die Zukunft der Arbeit nach Corona (04.09.2020)
Die Corona-Krise verändert die Arbeitswelt. Das Virus wirkt als Beschleuniger und fördert prekäre Arbeitsformen. Wissenschaftler sagen: Demokratisieren wir die Unternehmen, behandeln wir die Beschäftigten fairer – um gemeinsam aus der Krise zu kommen

SWR: Arbeiten allein zu Haus – Was bringt das Homeoffice? (03.09.2020)
Mit Corona begann das „Großexperiment Homeoffice“. Viele arbeiten seither am Schreibtisch daheim. Aber ist das „Recht auf Homeoffice“, das kommen soll, wirklich eine gute Idee?

DLF: Forschungen zum bedingungslosen Grundeinkommen (03.09.2020)

Deutschlandfunk Kultur: Überlastet – Gesundheitsämter in der Coronakrise (03.09.2020)

Deutschlandfunk Kultur: Aufstieg und Fall der Solidarność – Gemeinsame Kämpfe, geplatzte Träume in Polen(02.09.2020)
Die Solidarność: Vor 40 Jahren gründeten streikende polnische Arbeiter ein Bündnis sehr unterschiedlicher Gruppen. Nach dem Sieg über den gemeinsamen Feind, den Kommunismus, gingen die Erben der Bewegung verschiedene Wege. Manche sind tief verfeindet.

HR: Kinder ohne Lobby – Bildung im Ausnahmezustand (01.09.2020)
Kita zu, Schule zu – diese Zeit ist vorbei. Aber die Herausforderung, Schul- und Kitabetrieb mit dem Pandemie-Modus zu vereinbaren, sind geblieben. Die Entschlossenheit ist groß. Wir müssten alles dafür tun, sagt Kanzlerin Merkel, „dass unsere Kinder nicht Verlierer der Pandemie sind“. Kann das gelingen? Sie gehen zwar wieder in die Kita, aber ob das Personal Maske trägt oder nicht, wie die Hygienesituation real aussieht, hängt von Einzelentscheidungen ab. In den Schulen sind die Klassenzimmer wieder voll. Aber die Routine fehlt im Schulalltag, spätestens wenn nach einem Infektionsfall entschieden werden muss, was für die Klasse daraus folgt. Oder wie für Bildungsgerechtigkeit gesorgt wird, wenn Kinder in Quarantäne geschickt werden, von ausgereiften digitalen Konzepten ganz zu schweigen. Experten sehen gar die Gefahr einer „verlorenen Generation“. Was kann helfen? Der neue „Corona-Kita-Rat“ will Bund, Länder, Kommunen, Eltern und Experten für einen regelmäßigen Austausch zusammenführen. Und auch die Schulen arbeiten mit Hochdruck an Lösungen. Denn mittlerweile ist beim Thema Kinder und Corona allen klar: es geht nicht nur darum zu klären, wie ansteckend Kinder sind, es geht auch darum, wie sie heil durch diese Krise kommen. Reichen die Bemühungen?

DLF: Psychisch Kranke im Hartz-IV-System – Im Dschungel der Zuständigkeiten (31.08.2020)
Mehr als jeder dritte Bezieher von Hartz IV kämpft laut Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung mit psychischen Problemen. Obwohl der hohe Anteil bekannt ist, haben die Jobcenter bis heute keinen geregelten Umgang damit gefunden. Dabei gibt es erfolgreiche Projekte und Ideen.

Deutschlandfunk Kultur: Fünf Jahre „Wir schaffen das“ – Euphorie, Ernüchterung und Pragmatismus (31.08.2020)
Freiwillige, Kommunen und Hilfsorganisationen improvisierten: Von einer deutschen Willkommenskultur war die Rede, als die Kanzlerin den Satz „Wir schaffen das“ sagte. Haben wir es geschafft? Eine durchwachsene Zwischenbilanz nach fünf Jahren.

SWR: Wem nützt die Vier-Tage-Woche? (28.08.2020)
Es diskutieren: Prof. Dr. Melanie Arntz – Arbeitsmarktforscherin, Leibniz Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung, Mannheim, Dr. Hagen Lesch – Leiter des Kompetenzfelds Tarifpolitik und Arbeitsbeziehungen beim Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) in Köln, Prof. Dr. Sebastian Dullien – Wissenschaftlicher Direktor des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung

HR: Generation Corona – duale Ausbildung in der Krise (27.08.2020)
Seit dem 1. August läuft das neue Ausbildungsjahr. Durch Corona ist dieses Mal alles anders. Weniger Betriebe bilden aus, zehntausende Lehrstellen drohen wegzufallen, viele Jugendliche suchen noch. Wie ist die aktuelle Situation auf dem Ausbildungsmarkt?

DLF: Dörfer mit Zukunft – Wie digitales Arbeiten und Bürgerstiftungen helfen können (26.08.2020)

BR: Lehren aus der Pandemie – Wie krisenfest ist unser Gesundheitssystem? (26.08.2020)
Deutschland ist bisher besser durch die Coronakrise gekommen als andere Länder – wenn man die Zahl der Toten zum Maßstab nimmt. Doch die Pandemie hat auch hier Schwachstellen offengelegt. Krankenhäuser stehen am Rande des Ruins, Pflegekräfte sind kurz vor dem Burnout und es gab dramatische Versorgungsengpässe bei Schutzkleidung und Medikamenten. Welche Lehren ziehen wir aus der Coronakrise?

HR: Staatsgewalt – Die Polizei zwischen Opfer und Täter (25.08.2020)
Für Kinder ist Polizist oder Polizistin oft ein Traumberuf: Für Recht und Ordnung sorgen, in schicken Uniformen und schnellen Autos Verbrecher jagen. In letzter Zeit bekommen wir aber mitunter ein ganz anderes Bild vom Blaulicht-Alltag. Da wird die Polizei in einen Hinterhalt gelockt und angegriffen, wie vor kurzem bei uns in Hessen. Oder in Stuttgart, wo sich vor allem junge Leute mitten in der Stadt mit Beamtinnen und Beamten anlegten, offenbar vor allem aus Langeweile. Auf der anderen Seite gibt es erschreckende Übergriffe bei Polizeikontrollen, etwa in Frankfurt-Sachsenhausen, wo sich nun mehrere Beamte wegen des Verdachts der Körperverletzung verantworten müssen. Dazu der Vorwurf, besonders rigoros gegen ausländisch aussehende Menschen vorzugehen und Rechtsextreme in den eigenen Reihen zu dulden, Stichwort „NSU 2.0“. Steckt dahinter vielleicht ein falsch verstandener Corps-Geist? Wie steht es insgesamt um den vermeintlichen Traumberuf bei der Polizei und sein Ansehen in der Öffentlichkeit? Eine Bestandsaufnahme.

DLF: Was mit psychisch Kranken im Maßregelvollzug passiert – In der Dunkelkammer des Strafrechts (25.08.2020)
»In den forensischen Kliniken des Maßregelvollzugs soll psychisch Kranken, die straffällig geworden sind, geholfen werden. Aber in den hochgesicherten Anstalten fehlen Standards und öffentliche Kontrolle. Für die Patientinnen und Patienten ist der Alltag ein Kampf gegen Ungewissheit, Willkür und das Vergessenwerden. Wer von einem Gericht für schuldunfähig befunden wird, darf nicht bestraft werden. Deswegen sind psychisch Kranke im Maßregelvollzug Patienten und keine Häftlinge. Sie sollen Therapie und Unterstützung bekommen, bis sie als ungefährlich gelten. Aber wie genau die Tausenden Menschen in den über 70 Kliniken behandelt werden, ist kaum bekannt. Klar ist nur: Wer einmal dort ist, weiß nicht, ob er jemals wieder entlassen wird. Das Feature begibt sich hinter die Mauern dieses abgeschotteten Systems. Menschen, die dort viele Jahre verbracht haben, berichten von Missbrauch und Willkür. Pfleger und Ärzte erzählen, wie Überforderung und schlechte Arbeitsbedingungen zu Entmenschlichung führen und was passiert, wenn die Gesellschaft wegschaut.«

Deutschlandfunk Kultur: Resozialisierung – Knast hat noch keinem geholfen, oder doch? (24.08.2020)
Straffällig gewordene Menschen sollen hinter Gefängnismauern ihre Strafe absitzen, mit Hilfe von Arbeit und Ausbildungsprogrammen gleichzeitig aber auch resozialisiert werden. Kann dieses Konzept überhaupt erfolgreich sein?

HR: Mehr als ein sperriges Wort – das bedingungslose Grundeinkommen (22.08.2020)
Sie bekommen 1.200 Euro im Monat. Drei Jahre lang. Alles, was Sie dafür tun müssen: nichts. Klingt utopisch, eigentlich zu simpel, um wahr zu sein – ist aber für viele ein handfestes sozialpolitisches Finanzkonzept. „Bedingungsloses Grundeinkommen“ heißt es. Die Idee taucht immer mal wieder auf. Finnland hat es bereits im größeren Stil getestet. In Deutschland gab es ähnliche Experimente. Was auf den ersten Blick spannend und reizvoll wirkt, wirft aber auch Probleme auf. Ein von Leistung entkoppeltes Einkommen, das muss sich ein Sozialstaat leisten können. Und wollen. Denn bei weitem nicht alle finden das Konzept wirklich gerecht. Oder ist es fair, dass der alleinstehende Chef eines mittelständischen Unternehmens monatlich dieselbe Summe bekommt, wie die schwerbehinderte alleinerziehende Mutter von fünf Kindern? Ja, ein zugespitztes Beispiel, aber es verdeutlicht wohl die Konfliktlinien … Wie verändert ein Grundeinkommen den Stellenwert von Erwerbsarbeit? Wie sehen unsere Sozialsysteme dann aus? Und wie könnte ein gerechter Umbau gelingen?

DLF: Arbeitslohn für Strafgefangene – Resozialisierung oder ungerecht niedrig? (18.08.2020)
Häftlinge müssen in fast allen Bundesländern hinter Gittern arbeiten. Dabei erhalten sie deutlich weniger als den gesetzlichen Mindestlohn, denn ihr Einsatz zählt nicht als Arbeit, sondern als Resozialisierungsmaßnahme. Aber auch für die Gefängnisse gleicht das nur einen Bruchteil der Kosten aus.

Deutschlandfunk Kultur: Reform des Betreuungsrechts – Das Ringen um mehr Selbstbestimmung (17.08.2020)
1,3 Millionen Menschen haben einen Betreuer. Als gesetzliche Vertreter nehmen sie die Interessen des Betreuten wahr und organisieren die dringend notwendige Unterstützung. Greifen sie dabei zu sehr in das Selbstbestimmungsrecht der Betroffenen ein?  

Deutschlandfunk Kultur: Wie Corona die Altenpflege verändert – Gesucht: Kreative Ideen für den Infektionsschutz (15.08.2020)
Strenge Besuchsregeln, Kontaktverboten, umfassende Hygieneauflagen: Corona hat die Pflege von alten Menschen verändert. Eine hohe Belastung für Heimbewohner, Personal, aber auch für pflegende Angehörige. Wie können wir bessere Bedingungen schaffen?

DLF: Anhaltender Pflegekräftemangel – Die schwierige Situation in den Altenheimen (12.08.2020)

Deutschlandfunk Kultur: Gravierende Folgen der Isolation (12.08.2020)
In Alten- und Pflegeheimen leben viele Menschen seit Monaten weitgehend isoliert. Ihre Situation macht Missstände deutlich, die schon vor der Pandemie bestanden, sagt Ulrike Kempchen von einer Selbsthilfegruppe für Menschen in Pflege.

Deutschlandfunk Kultur: „Das ist eine Pleite, die die Bundesregierung da hinlegt“ (11.08.2020)
Unter Pandemie-Bedingungen wurden sie lautstark für systemrelevant erklärt: die Pflegekräfte. Von den schönen Worten sei nichts geblieben, kritisiert der Heimleiter Marcus Jogerst. Seine Bilanz der letzten Monate und Jahre ist bitter.

DLF: Auf den Spuren eines unnötigen Mangels – Zurück zur „Apotheke Europas“? (10.08.2020)
Schon vor der Corona-Krise waren wichtige Medikamente über Monate nicht lieferbar. Viele davon werden heute fast ausschließlich in China und Indien hergestellt. Aus Kostengründen. In Deutschland wurde dagegen die letzte große Antibiotika-Fabrik 2017 stillgelegt.

Deutschlandfunk Kultur: Mütter in der Coronakrise: Die Systemrelevanz der Care-Arbeit (10.08.2020)
Kinder, Küche, Hausarbeit: Nahezu stillschweigend wurden im Zuge der Coronakrise überwunden geglaubte Rollenbilder reaktiviert. Für Mütter bedeutet dies eine erhebliche Zusatzbelastung – zumal, wenn Schule und Kita geschlossen sind.

DLF: Armut in Deutschland – „Wir müssen das Nichtarbeiten enttabuisieren“ (09.08.2020)
Einen veränderten Blick auf Armut und Arbeitslosigkeit fordert die Autorin und Journalistin Anna Mayr. Im Dlf kritisierte sie die Überbetonung von Arbeit als zentralem Lebensinhalt – und ein Sozialsystem, das viele zurücklasse. Konkret fordert sie eine Anhebung des Arbeitslosengelds.

Deutschlandfunk Kultur: Amtsbestattungen – Der einsame Abschied (09.08.2020)
Wer in Deutschland ohne Angehörige verstirbt, wird von den Behörden bestattet – pragmatisch und möglichst kostengünstig. In Berlin stehen gerade einmal 731 Euro für eine ordnungsrechtliche Bestattung bereit. Wie würdevoll kann ein solcher Abschied sein?

BR: Kann man mit Hartz IV klarkommen? (03.08.2020)
Wie sehen die Lebensbedingungen aus, wenn man als Hartz IV-Empfänger von derzeit monatlich 432 Euro und im kommenden Jahr 439 Euro leben muss?

DLF: Apotheken in der Krise – Zwischen Corona-Management und Nachwuchssorgen (02.08.2020)
In der Corona-Pandemie sind Apotheken vor Ort eine wichtige Anlaufstelle. Durch Onlinehandel, Landflucht und Nachwuchssorgen geraten sie jedoch immer stärker unter Druck. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will deshalb mit seinem „Vor-Ort-Apotheken-Gesetz“ helfen. Doch auf EU-Ebene gibt es Widerstand.

DLF: Ausbildungsmarkt – Corona und Azubis – alles auf den Kopf gestellt (31.07.2020)
Anfang August startet traditionellerweise das neue Ausbildungsjahr. Aber in diesem Sommer ist alles anders und für so manchen Azubi platzen Träume. Denn durch die Corona-Pandemie ist der Weg zum Ausbildungsvertrag schwieriger geworden. Politik und Wirtschaft wollen gegensteuern.

BBC: The Jobs Challenge (30.07.2020)
As the UK emerges from the coronavirus lockdown, millions of employees are still furloughed – either fully or part-time – with most of their salaries paid by the government. But how many of them really have jobs to go back to? Already companies including British Airways, Rolls Royce, Bentley, Jaguar Landrover and Centrica, to name just a few, have announced thousands of job losses and no-one knows what the true picture will look like by the autumn, as government support is removed. There are dire warnings that the labour market could be as bad or even worse than the 1980s. Jonty Bloom asks whose jobs are most at risk from the economic damage wreaked by Covid 19 and what help is needed.

Deutschlandfunk Kultur: Schulbeginn in Zeiten von Corona – Zwischen Skepsis und Vorfreude (25.07.2020)
Noch sind Ferien, aber das nächste Schuljahr naht. Und auch dieses wird von Corona überschattet. Wie bereiten sich Schulen vor? Droht uns wieder das Homeschooling? Auch über das Infektionsrisiko von Kindern und Jugendlichen wird intensiv diskutiert. Gesprächssendung mit Ralf Treptow, Schulleiter des Rosa-Luxemburg-Gymnasiums in Berlin-Pankow und stellvertretender Vorsitzende der Bundesdirektorenkonferenz sowie Prof. Dr. Ingeborg Krägeloh-Mann, Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ). 

DLF: Debatte um Suizid-Assistenz – Bald Sterbehilfe in kirchlichen Einrichtungen? (24.07.2020)
In den Kirchen scheinen manche vom bisherigen „Nein“ zur Sterbehilfe abzurücken. Einige Theologen und Kirchenvertreterinnen können sich vorstellen, dass Patienten in kirchlichen Einrichtungen Zugang zu tödlichen Substanzen erhalten, sollte ein solches Gesetz erlassen werden.

BR: Corona-Frust oder neues Phänomen? Woher rühren die Jugendkrawalle in Stuttgart und Frankfurt? (24.07.2020)
Stundenlange Randale in der Stuttgarter Innenstadt vor knapp fünf Wochen: Jugendliche randalieren, werfen Schaufenster ein, machen Krawall. Auslöser war eine Polizeikontrolle anlässlich eines Drogendelikts. Die feiernden Jugendlichen hatten sich gegen die Beamten solidarisiert. Vier Wochen später, ein ähnliches Bild in Frankfurt. Jugendliche auf der einen Seite, Polizeibeamte auf der anderen. Das Notizbuch-Freitagsforum fragt: Ist das nur Corona-Frust oder gar ein neues Phänomen?

HR: Die Opernplatz-Randale – sind es die jungen Männer mit Migrationshintergrund? (23.07.2020)
Nach dem Krawall am Frankfurter Opernplatz geht es bei der Suche nach Tätern wieder um „junge Männer mit Migrationshintergrund“. Und um Feiernde gegen Polizei. Oder geht es einfach nur um typisches Männlichkeitsgehabe von jungen Männern? Wir suchen Antworten: mit Jugend-, Konflikt-, Erziehungswissenschaftlern und einem erfahrenen Polizisten.

DLF: Schlachthöfe in Europa – Billiges Fleisch, unhaltbare Zustände (22.07.2020)
Die erschreckend großen Zahlen der COVID-19-Fälle in Schlachthöfen haben ein Schlaglicht auf die prekären Zustände dort geworfen. Begonnen hat die systematische Ausbeutung von Arbeitsmigranten in deutschen Fleischfabriken – und sie hat sich in weiten Teilen Europas ausgebreitet.

DLF: „Akademische Tagelöhnerei“ – Arbeitsverhältnisse an den Volkshochschulen (22.07.2020)

NDR: Lockdown im Altenheim – Wo bleibt die Anerkennung für die Pflege? (21.07.2020)
Das Coronavirus hat den Alltag in Altenheimen massiv verändert. Für Bewohner und Pflegekräfte. Die Arbeitsbelastungen sind durch Schutzmaßnahmen gestiegen. Eine Reportage

Deutschlandfunk Kultur: Existenzangst und fehlende Kontakte – Wie die Coronakrise die psychische Gesundheit beeinträchtigt (20.07.2020)
Machen Social Distancing, Homeoffice und Kontaktsperren krank? Noch ist es zu früh, das einzuschätzen, sagen Psychologen. Doch es könnte eine Welle psychischer Folgeerkrankungen auf uns zurollen: mit Depressionen, Belastungsstörungen und Suiziden.

DLF: Einbußen und Betreuungsprobleme: Wie Corona Arbeitnehmer beeinflusst (16.07.2020)

Deutschlandfunk Kultur: St. Pauli in der Coronakrise – Der Kiez wacht auf (12.07.2020)
Sie alle trifft in St. Pauli die Coronakrise: Barbetreiber, Prostituierte, Theaterleute, Künstlerinnen und Obdachlose. Hamburgs Stadtteil, der für sorgloses, ausgelassenes Leben steht, muss sich neu erfinden. Dabei hilft die gute alte Solidarität.

SWR: Kranke Schwestern – Ein Beruf mit Schattenseiten (09.07.2020)
Auf dem Höhepunkt der Corona-Pandemie wurden Krankenpfleger*innen als systemrelevant anerkannt. Wie sieht ihr Arbeitsalltag wirklich aus? Wie sind ihre Arbeitsbedingungen?

WDR: Leben im Ausnahmezustand – Im Schlachthof (06.07.2020)
Die massenhaften Corona-Infektionen bei Tönnies und Westfleisch haben die Missstände in der Fleischindustrie offengelegt. Es geht aber auch anders, sagt die Schlachterei „Naturverbund Niederrhein“ – mit fairen Verträgen und besseren Bedingungen für die Tiere.

DLF: Bis an die Grenze – Corona und die polnische Arbeitsmigration (04.07.2020)

BR: Kampf gegen Schwarzarbeit – teuer und wirkungslos? (03.07.2020)
Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit, kurz FKS, ist eine Art Arbeitsmarktpolizei. Sie soll dafür sorgen, dass Mindestlöhne eingehalten werden. Gleichzeitig soll die Behörde so genannte Schwarzarbeit bekämpfen, weil dadurch dem Staat, den Rentenversicherungen und Krankenkassen viel Geld verloren geht. Doch die beim Zoll angesiedelte Behörde hat enorme Defizite.

DLF: Wachsende Armut – Bremen in der Abwärtsspirale (03.07.2020)
Ein Stadtstaat in chronischer Geldnot: Seit Jahren kämpft Bremen mit der Armut, doch trotz aller Maßnahmen geht die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinander. Teilweise liegen zwischen den durchschnittlichen Jahreseinkommen je nach Stadtteil mehr als 100.000 Euro. Die Corona-Krise verschärft die Lage.

BR: Pflege anders und zwar sofort! (03.07.2020)
„Euren Applaus könnt ihr euch sonst wohin stecken“ – so hieß der Appel der Krankenpflegerin, Nina Böhmer bei Facebook. Dafür gab es tausendfachen Zuspruch. Und sie ist nicht allein mit ihrer Kritik – auch fast alle großen Wohlfahrtsverbände fordern, dass die Bedeutung der Pflegeberufe nicht nur in Corona Krisen Zeiten im Focus der Gesellschaft stehen muss. Systemrelevant – nicht nur wenn’s brennt. Sybille Giel diskutiert mit der Altenpflegerin Doris Oltmanns und dem Caritas Direktor Georg Falterbaum.

DLF: Prostitution in Coronazeiten – Bordellbetreiber und Sexarbeiterinnen ohne Job (02.07.2020)
Die Sexarbeit in Deutschland befindet sich aufgrund der Corona-Pandemie in der Krise – jedenfalls die legale. Sexarbeiterinnen sorgen sich um ihre Existenz und sehen sich ungerecht behandelt. Einige Politiker wittern dagegen jetzt die Chance, die käufliche Liebe gleich ganz zu verbieten.

DLF: Neue Ruheständler – Baby-Boomer gehen in Rente (01.07.2020)
Ab 2020 gehen jährlich ungefähr eine Million Menschen in den Ruhestand. Den neuen Lebensabschnitt gestaltet die aktuelle Babyboomer-Generation aber deutlicher fitter, länger und aktiver als die Generation vor ihr.

DLF: Neue OECD-Studie – „Fachkräftemangel in den Kitas zu stark“ (02.07.2020)
In Deutschlands U3-Betreuungsplätzen für Kinder fehlen noch immer die pädagogischen Fachkräfte, so eine neue OECD-Studie. Der Personalmangel stresse die Fachkräfte, sagte die Pädagogin Susanne Viernickel, Mitautorin der Studie, dazu im Dlf. Es gelte, den Beruf gesellschaftlich aufzuwerten.

Deutschlandfunk Kultur: Geriatrische Medizin – Im Alter sind Menschen anders krank (29.06.2020)
Hauptsache gesund – dieser Wunsch verliert bei Älteren und Hochbetagten an Bedeutung. Krankheiten gehören in dieser Lebensphase dazu. Umso wichtiger: eine geriatrische Behandlung und individuelle Betreuung. Doch es gibt Defizite im Gesundheitssystem.

SWR: Die klickende Klasse – Über Arbeit im Netz und neue Solidarität (01.07.2020)
Mit YouTubern, Influencern und Clickworkern entstehen neue Berufsbilder mit neuen Problemen, für die sich inzwischen auch Gewerkschaften interessieren. Jörg Sprave erreicht mit seinem YouTube Chanel über 2,3 Millionen Abonnenten, Masha Sedgwick verdient als Influencerin ihr Geld. Beide gehören zu den nahezu vier Millionen Deutschen, die im Internet arbeiten. Zunehmend fühlen sie sich den Plattformen schutzlos ausgeliefert. Doch die klickende Klasse beginnt sich zu organisieren: Die YouTuber haben eine Gewerkschaft gegründet, die IG Metall organisiert die Crowdworker und Fahrradkuriere haben Betriebsräte gewählt, um die schlechten Arbeitsbedingungen zu verbessern. Der DGB wittert bereits ein „digitales Proletariat“, das es zu unterstützen gilt.

DLF: Auskunfteien in Deutschland- Wie Bonitätsbewertungen unser Leben beeinflussen (28.06.2020)
Wer eine Wohnung sucht, ein Konto eröffnet oder per Kredit ein Auto kaufen will, hat es schnell mit sogenannten Auskunfteien zu tun. Sie sammeln Informationen über Privatpersonen oder Unternehmen und nehmen eine Risikobewertung vor. Doch die ist umstritten.

Deutschlandfunk Nova: Pflegenotstand: Roboter könnten Pflegekräfte entlasten (28.06.2020)
In drei Jahrzehnten könnte es schon soweit sein: Wenn wir im Krankenhaus, Alten- oder Pflegeheim ankommen, empfängt und versorgt uns ein Pflegeroboter. Eine ernst zu nehmende Vision, vorgetragen von Karsten Schwarz und Andreas Keibel.

Deutschlandfunk Nova: Roboter in der Pflege (27.06.2020)
Die Corona-Pandemie hat es uns noch einmal deutlich vor Augen geführt: Deutschland hat zu wenig Pflegekräfte und diejenigen, die ihren Beruf ausüben, leiden unter schlechter Bezahlung und großem Arbeitsdruck. Pflegeroboter könnten entlasten. In ihren Vorträgen im Hörsaal wägen Oliver Bendel und Armin Grunwald Vor- und Nachteile ab.

SWR: Kommt jetzt die Ausbildungskrise? (27.06.2020)
In der Corona-Rezession gerät auch der Ausbildungsmarkt unter Druck: Die ausgeschriebenen Stellen gehen zurück. Zugleich klagen Unternehmensverbände über sinkende BewerberInnenzahlen. Wie gehen junge Leute mit der neuen Unsicherheit um? Was bringen die Maßnahmen zur Ausbildung im Konjunkturpaket?

HR: Fokus – Berufsschule (25.06.2020)
Haben wir die Berufsschulen vergessen? Doch eigentlich sind sie extrem wichtig: denn sie sorgen für Nachwuchs in sehr spezialisierten Berufsbereichen; Fachleute und Handwerksmeister sind gerade jetzt, wo die geburtenstarken Jahrgänge sich langsam für den Ruhestand bereit machen, wichtiger denn je.

DLF: Abstandsregeln im Pflegeheim – Das Leiden von Demenzkranken (24.06.2020)

DLF: Silicon Children – Aufwachsen zwischen Absturz und Verheißung (22.06.2020)
Der Mensch von morgen soll klüger, gesünder und glücklicher sein, sozial kompatibel und nützlich für das gute Ganze. Manch Hightech-Milliardär aus dem Silicon Valley steckt große Summen in die Erforschung neuer Techniken für Bildung und Erziehung. Zugleich halten viele Eltern ihre Kinder von all den Segnungen und Verlockungen fern, die sie selbst geschaffen haben. Was lehrt das Silicon Valley über Erziehung im digitalen Zeitalter?

DLF: Sozialpolitik – Corona belebt Debatte um das bedingungslose Grundeinkommen (21.06.2020)
Eine bedingungslose Existenzsicherung für alle – ohne Anträge, ohne Bedürftigkeitsnachweis. Das fordern 800.000 Menschen in drei Petitionen an den Deutschen Bundestag. Die Coronakrise hat die Debatte neu entfacht, doch die Vorschläge sind so unterschiedlich wie umstritten.  

SWR: Die neuen Dienstleister – Über das Delegieren von Hausarbeit (22.06.2020)
Sie wollen Karriere machen, Sport treiben, etwas für sich tun oder einfach nur Familie und Beruf unter einen Hut bekommen. Online-Plattformen helfen ihnen, Dienstleister zu finden, die für sie putzen, Wäsche waschen oder einkaufen. Doch das Delegieren von Hausarbeit bringt den Auftraggebern nicht nur neuen Spielraum, um ein selbstbestimmtes zufriedenes Leben zu führen. Es führt auch zu neuen Problemen.

Deutschlandfunk Kultur: Schule in Zeiten von Corona – Unterricht mit Abstand (21.06.2020)
Alle Schülerinnen und Schüler in Deutschland kehren seit ein paar Wochen tageweise zurück in ihre Schulen. Ihr Alltag ist geprägt von neuen Regeln und Unsicherheiten. Was macht das mit jungen Menschen und ihren Lehrern?

Tagesschau: Roboter übernehmen Jobs? Was dann? (18.06.2020)
Mal angenommen, Roboter würden unsere Jobs übernehmen. Weniger Arbeit für uns Menschen, oder entstehen dadurch viele neue Aufgaben? Und wer hat die Kontrolle: Die Maschinen oder wir? Ein Gedankenexperiment.

HR: Normal war gestern – Ideen für ein Leben mit Corona: Die Schulen (18.06.2020)
Normaler Unterricht – sowas gibt es kaum noch. Bei der Frage, wie Lernen und Lehren auch auf Distanz funktionieren kann, landet man schnell beim digitalen Unterricht. Hier haben die meisten hessischen Schulen Nachholbedarf, das haben die letzten Wochen und Monate deutlich gezeigt. Immerhin gibt es jetzt finanzielle Unterstützung von Land und Bund. Welche Ideen haben Politik und Wissenschaft? Welche Erfahrungen machen Schulen? Und was wollen die Schüler und Schülerinnen?

BR: Kinderschutz in der Corona-Krise: Gewalt bleibt zu oft unerkannt (17.06.2020)
Etwa jedes zehnte Kind hat während der Kontaktbeschränkungen Gewalt erfahren müssen, ergaben repräsentative Befragungen. Experten befürchten, dass diese Gewalt oft unerkannt bleibt. Und Hilfsangebote waren lange eingeschränkt.

DLF: Junge zu Pflegende und die Grenzen des Pflegesystems – Vom Leben nach dem Überleben (15.06.2020)
Ein schwerer Verkehrsunfall 2009 ändert alles in Renés Leben. Dank des medizinischen Fortschritts überlebt er das schwere Schädel-Hirn-Trauma. Der Unfall macht aus einem gesunden Motorrad-Fan einen Pflegefall. Heime, die sich um Menschen wie ihn kümmern, gibt es kaum.

Deutschlandfunk Kultur: Manifest zur Zukunft der Arbeit – Weniger Markt, mehr Mitbestimmung (14.06.2020)
In einem Manifest fordern 3000 Wissenschaftler soziale und ökologische Reformen der Arbeitswelt. Die Philosophin Lisa Herzog hat den Aufruf mit initiiert. Aus Sicht der Soziologin Anke Hassel schießen die Forderungen über das Ziel hinaus.

NDR: Gemeinnütziger Widerstand – Die Dänen und der Ghettoplan ihrer Regierung (14.06.2020)
In Dänemark veröffentlicht die Regierung jedes Jahr eine sogenannte Ghettoliste. Als Ghetto gilt ein Wohngebiet mit über 1000 Bewohnern mehrheitlich aus dem nichteuropäischen Ausland. Der Bildungsstand ist niedrig, die Arbeitslosigkeit hoch. Eigentlich ist ihre Zahl durch Infrastrukturmaßnahmen stetig zurückgegangen, dennoch plant die Regierung, bis zum Jahr 2030 alle „Ghettos“ zu beseitigen. Sie propagiert soziale Mischung statt Parallelgesellschaft. Aber es regt sich Widerstand. Denn geplant ist auch, tausende gemeinnützige Wohnungen abzureißen oder zu verkaufen. Dabei wohnt jeder fünfte Däne gemeinnützig. Sie trauen dem Ghettoplan nicht.

Deutschlandfunk Kultur: Politologe über sozial ungleiche Wahlbeteiligung – Demokratie in Schieflage (13.06.2020)
Unsere Demokratie hinkt: Vor allem die sozial Privilegierten gehen wählen und im Bundestag sitzen fast nur noch Akademiker. Das führe zu Gesetzen, die letztlich vor allem den Wohlhabenden nutzen, warnt der Politologe Armin Schäfer.

DLF: Rechtsberatung boomt – Vom Widerspruch bis zum Sozialgericht: Der Hürdenlauf zu den Sozialleistungen(11.06.2020)
Wenn Sozialbehörden, Krankenkassen oder Rentenversicherungen einen Antrag ablehnen, können Betroffene Widerspruch einlegen. Viele dieser Fälle landen vor den Sozialgerichten und gehen oft zugunsten der Kläger aus. Das wirft Fragen nach den vielen fehlerhaften Bescheiden auf.

NDR: Familienleben auf engstem Raum – Corona und soziale Ungleichheit (11.06.2020)
Der Corona-Alltag ist für Familien nur schwer zu meistern. Vor allem wenn die Wohnung klein und das Geld knapp ist. Die soziale Ungleichheit wächst. Eine Reportage

HR: Normal war gestern – Ideen für ein Leben mit Corona: Die Kliniken (10.06.2020)
Applaus allein wird nicht reichen: Die Krankenhäuser und die Menschen, die im Gesundheitssystem arbeiten, brauchen mehr. Das hat sich in der Corona-Krise deutlich gezeigt. Schlicht mehr Geld und bessere Arbeitsbedingungen, oder braucht es jetzt den ganz großen Sprung Richtung Digitalisierung? Gute Ideen für ein Leben mit Corona gibt es schon. Wir haben mit Praktikern, Politikern und Wissenschaftlern gesprochen: Über das, was möglich ist und das, was möglich werden sollte.

rbb: Wurden die Soloselbstständigen schlicht vergessen? (10.06.2020)
Die Soloselbstständigen fühlen sich von den Hilfspakten der Bundesregierung nur unzureichend unterstützt. Marcel Fratzscher bezeichnet die Unterstützung der Soloselbstständigen als einen blinden Fleck des Konjunkturpakets. Außerdem geht es in diesmal auch um die historisch schlechten Exportzahlen für den April und die Frage: Wo sind wir mittlerweile in der Entwicklung dieser Krise?

HR: Normal war gestern – Ideen für ein Leben mit Corona: Die Kliniken (10.06.2020)
Applaus allein wird nicht reichen: Die Krankenhäuser und die Menschen, die im Gesundheitssystem arbeiten brauchen mehr. Das hat sich in der Corona-Krise deutlich gezeigt. Schlicht mehr Geld und bessere Arbeitsbedingungen, oder braucht es jetzt den ganz großen Sprung Richtung Digitalisierung? Gute Ideen für ein Leben mit Corona gibt es schon. Wir haben mit Praktikern, Politikern und Wissenschaftlern gesprochen: Über das was möglich ist und das was möglich werden sollte.

HR: Klatschen reicht nicht! Die doppelte Krise der Pflege (08.06.2020)
Kein Besuch von Angehörigen, kein Spaziergang, keine netten Kartenrunden. Das Virus hat unser aller Leben verändert, am drastischsten aber das der Risikogruppe der hochaltrigen und pflegebedürftigen Menschen. In der häuslichen Pflege brechen Unterstützungssysteme zusammen, Pflege- und Altenheimbewohner leiden unter der Isolation im Shutdown. Auch wenn erste Lockerungen ein wenig Erleichterung bringen, die Einschränkungen belasten die Situation enorm: Bewohner, Angehörige und Personal. Einmal pro Woche wird für die Pfleger und Pflegerinnen geklatscht, ansonsten lässt die öffentliche Aufmerksamkeit rapide nach. Nur kurz spülte die Virus-Krise die ohnehin schon krisenhafte Pflegesituation in das Licht der Öffentlichkeit. Wie wirken sich die Auflagen in den Pflege- und Altenheimen aus? Wie sehr müssen alte und pflegebedürftige Menschen durch Beschränkungen geschützt werden? Ist die Corona-Krise vielleicht sogar eine Chance für Pflegekräfte, endlich für angemessene Anerkennung und Bezahlung zu kämpfen und für die Politik, sie ihnen endlich zuzugestehen?

DLF: Corona: Erkenntnisse einer Krise – Spaltpilz Massenarbeitslosigkeit (04.06.2020)
Die Corona-Pandemie ist ein Schock für die Wirtschaft: Wochenlang standen Fabriken still, Restaurants und Geschäfte waren geschlossen. Das milliardenschwere Konjunkturpaket der Koalition soll nun den Konsum anregen und den Arbeitsmarkt beleben. Experten fürchten dennoch eine politische Spaltung – in ganz Europa.

SWR: Die neue Klassen-Gesellschaft (07.06.2020)
In Deutschland werden wirtschaftlicher Erfolg und Innovationskraft von einer neuen progressiven Mittelschicht getragen. Sie gelten als „Gewinner“. Die alte Mittelschicht dagegen fühlt sich ins Abseits gedrängt. Der Soziologe Andreas Reckwitz beschreibt die fragile Architektur der spätmodernen Gesellschaft.

DLF: Das sozio-politische Nachbeben der Pandemie (04.06.02020)
Die durch die Corona-Pandemie entstandene ökonomische Krise könnte zu einer gesellschaftlichen und politischen Spaltung führen. Das zumindest befürchten Soziologinnen und Soziologen, die feststellen, dass die Krise ärmere und weniger qualifizierte Menschen besonders hart trifft.

DLF: Ende der Dienstgemeinschaft? Debatte ums kirchliche Arbeitsrecht (04.06.2020)

DLF: Lieben im Altenheim – Bleib bei mir, denn es will Abend werden (03.06.2020)
Alt sein ist schlimm, und am schlimmsten im Heim. So heißt es doch. Oma sagte noch mit 65: Bevor ich zu alt werde oder zu krank, bringe ich mich um. Sind Altenheime trübe, überfüllte Orte der Dumpfheit, der Einsamkeit? Traurige letzte Häuser? Möglich, doch auch: Häuser, in denen Menschen wohnen und mit ihnen gute und schlechte Gefühle.

NDR: Was hilft gegen Lohndumping? (02.06.2020)
Was verbirgt sich hinter den sogenannten Werkverträgen? Was unterscheidet sie von Leiharbeit?

DLF: Lehren für Medizin und Pflege in Deutschland (02.06.2020)
Das deutsche Gesundheitssystem hat sich in der Coronakrise relativ gut bewährt. Ein Grund dafür ist, dass die Intensivmedizin solide ausgestattet ist, denn sie bringt den Krankenhäusern viel Geld. Diese Stärke ist jedoch auch eine der Schwächen des Systems – und das ist nicht die einzige.

Deutschlandfunk Kultur: Osteuropäische Arbeitskräfte in Deutschland – „Sie behandeln uns wie Sklaven“ (31.05.2020)
Der Skandal bei der Firma Westfleisch hat in den Fokus gerückt, was ohnehin bekannt war, aber selten Thema wurde: Hunderttausende Osteuropäer arbeiten in Deutschland unter unwürdigen Arbeitsbedingungen. Und zwar nicht nur in Fleischfabriken.

HR: Der Arbeitsmarkt im Schatten der Corona-Krise (29.05.2020)
Die Corona-Krise hat die Volkswirtschaften weltweit mit voller Wucht getroffen. All das wirkt sich auch auf die Beschäftigung aus. Nach den letzten vorliegenden Zahlen ist die Arbeitslosigkeit stark angestiegen. Wie geht es weiter auf dem Arbeitsmarkt im Schatten der Corona-Krise?

Deutschlandfunk Kultur: Corona in Massenunterkünften – Geflüchtete in der Infektionsfalle (28.05.2020)
Kein Abstand und Mehrbettzimmer. Geflüchtete in Bayern bleiben sich oft selbst überlassen. In einigen Massenunterkünften steigen die Infektionszahlen rapide an. Doch Tests gibt es erst nach mehreren Tagen. Geflüchtete helfen sich mit Eigeninitiative.

HR: Kinder, Kücher, Konferenzen – wie Corona den Frauen schadet (25.05.2020)
Am besten zuhause bleiben! Heute ist das eine zeitgemäße Empfehlung, um die Ausbreitung von Corona zu verhindern. Vorher war es eine reaktionäre Forderung an Frauen. Und in der Krise verschwimmt beides: Wenn Frauen zuhause bleiben, verringert sich die Ansteckungsgefahr vielleicht, es steigt aber offensichtlich die Gefahr, dass sie sich in traditionellen Rollen wiederfinden. Die Kinder sind ja auch zuhause – und in den meisten Fällen kümmern sich Frauen um sie. Ganz egal ob sie außerdem noch im Home Office arbeiten. Schon vor Corona leisteten Frauen den größten Teil der Haus- und Kinderarbeit und setzten eigene Ziele dafür zurück. Das hat in den vergangenen Wochen noch einmal deutlich zu genommen. Kinder und Küche kommen jetzt zu den Konferenzen einfach dazu. Oder die Frau lässt die Arbeit ganz ruhen, während der Mann wieder den Alleinverdiener gibt. Es sieht aus, als ob die Krise bestehende Ungerechtigkeiten zwischen den Geschlechtern verschärft. Manche sprechen von einer „Retraditionalisierung“ der Verhältnisse durch Corona. Bedeutet das womöglich eine Rückkehr das Patriarchats?

DLF: Niedriglohnsektor – Abgezockt, betrogen, gefährdet – Rumänen und Bulgaren in Deutschland (23.05.2020)
Der Skandal um die Firma Westfleisch wirft ein Schlaglicht auf die Fleischindustrie: Hunderttausende Osteuropäer arbeiten in Deutschland unter unwürdigen Arbeitsbedingungen. Sie schuften bis zu zwölf Stunden am Tag auf dem Bau oder in Fleischfabriken, leben in kargen Unterkünften, bekommen weniger als den Mindestlohn.

Deutschlandfunk Kultur: Gesundheitsökonom Busse über die Coronakrise: „Wir haben uns in falscher Sicherheit gewogen“ (23.05.2020)
Deutschland meistert die Coronakrise besser als viele andere Länder: „Aber wir müssen mehr tun“, sagt der Gesundheitsökonom Reinhard Busse. Gesundheitsämter müssten gestärkt, Krankenhäuser besser koordiniert und die Pflege aufgewertet werden.

HR: Generation Corona – wer rettet die Azubis? (22.05.2020)
Viele Betriebe kämpfen ums Überleben und können nicht mehr ausbilden. Die Zahl der Lehrstellen könnte deutlich zurückgehen. Die Sorgen der Wirtschaft sind groß, denn die Azubis von heute sind die Fachkräfte von morgen – und die fehlen jetzt schon.

Deutschlandfunk Kultur: Häusliche Betreuung – Ausbeutung rund um die Uhr (18.05.2020)
Viele alte Menschen in Deutschland wünschen sich, zuhause gepflegt zu werden. Doch das ist eigentlich viel zu teuer. Möglich machen es Betreuungskräfte aus Osteuropa – meist unter kaum tragbaren Bedingungen.

SWR: Kinder, Küche, Corona – Rolle rückwärts bei der Gleichberechtigung? (16.05.2020)
Die Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie drängen viele Frauen in alte Rollenmuster zurück. Die Schließung von Schulen und Kindergärten hat in den Familien den Alltag auf den Kopf gestellt. Dabei sind es meistens die Frauen, die Homeoffice und Homeschooling parallel leisten, den Haushalt stemmen – und dem Mann den Rücken freihalten. Dazu kommt: Familien fühlen sich von der Politik im Stich gelassen – denn eine echte Perspektive, dass sich an ihrer Situation bald etwas ändert, gibt es nicht.

BR: Mehr als Lippenbekenntnisse: Was sind uns Familien wirklich wert? (15.05.2020)
Die Coronakrise wirft Familien zum Teil wieder in alte Strukturen zurück: Der Vater geht seinem Job nach, die Mutter tritt zurück und kümmert sich um die Kinder. Dabei müssen Homeschooling, Haushalt und eigener Job unter einen Hut gebracht werden. Die Krise fördert strukturelle Mängel zutage.

Deutschlandfunk Kultur: Menschen mit Beeinträchtigungen – Corona gefährdet Inklusionsbemühungen (14.05.2020)
Die Pandemie konfrontiert Menschen mit Behinderung mit besonderen Problemen. Viele fühlen sich unsichtbar und doppelt ausgeschlossen. Kritiker fürchten, dass die Inklusion in Deutschland große Rückschläge erleidet.

SWR: Von Hamsterrad bis Helfersyndrom: Pflegealltag im Krankenhaus (12.05.2020)
Gesucht: Krankenpfleger/-in, Einstiegsgehalt 2.200 Euro, Work-Life-Balance: Intensiv. Die Zeitungen und Jobportale sind voll von solchen Anzeigen: Krankenschwestern und Pfleger, wie sie umgangssprachlich genannt werden, sind äußerst gefragt. Und das hat nichts mit Covid-19 zu tun. Sie erledigen einen anspruchsvollen Job für vergleichsweise wenig Geld. Und wir alle sind auf sie angewiesen.Unter welchen Bedingungen arbeiten Pflegende im Krankenaus? Und wie lassen die Zustände sich ändern?

DLF: Arbeitsbedingungen in der Coronakrise – Wenn der Job zur Gefahr wird (12.05.2020)
Wer im Homeoffice arbeitet, kann soziale Kontakte vermeiden und das Ansteckungsrisiko mit dem Coronavirus verringern. Auf dem Bau, den Feldern und in Krankenhäusern aber ist das unmöglich. Die migrantische Bevölkerung und Frauen trifft das besonders.

DLF: Alten- und Krankenpflege – Das Ringen um bessere Arbeitsbedingungen und höhere Löhne (09.05.2020)
Anerkennung, Applaus und Aussicht auf einen steuerfreien Bonus: Die Arbeit von Pflegekräften wird in der Coronakrise hoch geschätzt. Der Job gilt in Krisenzeiten sogar als systemrelevant. Das könnte bei den aktuellen Verhandlungen um Tariflöhne helfen. Aber der Weg zu einer besseren Bezahlung ist schwierig.

SWR: Kommunen vor dem Bankrott? Wie die Corona-Krise Städte und Gemeinden beutelt (09.05.2020)
Die Städte und Gemeinden in Deutschland stecken tief in der Corona-Klemme. Ihnen drohen herbe Einschnitte bei den Steuereinnahmen, gleichzeitig kommen Mehrausgaben in Folge der Pandemie auf sie zu. Die Rufe nach einem kommunalen Rettungsschirm werden lauter.

Deutschlandfunk Kultur: Auf dem Straßenstrich, trotz Pandemie – „Ich muss ja, ich bin drogenabhängig“ (08.05.2020)
Während der Coronakrise ist Prostitution vorübergehend untersagt. Bußgelder drohen. An der Berliner Kurfürstenstraße gehen Frauen trotzdem anschaffen, doch die Kundschaft bleibt aus.

Tagesschau: Sterbehilfe erlauben – was dann? (07.05.2020)
Mal angenommen, Sterbehilfe ist in Deutschland erlaubt. Würden sich mehr Menschen dafür entscheiden? Droht ein „Geschäft mit dem Tod“? Ein Gedankenexperiment. Das 2015 eingeführte Verbot der geschäftsmäßigen Sterbehilfe in Deutschland verstößt gegen das Grundgesetz. Das hat das Bundesverfassungsgericht im vergangenen Februar entschieden. Jeder hat das Recht auf selbstbestimmtes Sterben, lautet das Urteil im Kern. Seitdem ist der Bundestag gefragt, zu disktieren, in welchen Grenzen Sterbehilfe künftig möglich sein soll. Wie könnten so eine liberalisierte Sterbehilfe in Deutschland aussehen und was wären die möglichen Konsequenzen? Würden sich dann mehr Menschen für den Tod entscheiden? Auch Kranke und Ältere, weil sie niemandem zur Last zu fallen wollen?  Die Korrespondenten Vera Wolfskämpf und Justus Kliss aus dem ARD Hauptstadtstudio in Berlin gehen diesen Fragen im Zukunfts-Podcast der tagesschau nach und suchen Antworten. Sie sprechen mit Betroffenen und Ärzten über das „gute Sterben“, mit einer Pfarrerin über den Wert des Lebens und darüber, ob ein “Geschäft mit dem Tod” droht.

Deutschlandfunk Kultur: Staatsleistungen an die Kirchen – Schwierige Ablösung (03.05.2020)
Schon in der Weimarer Verfassung stand der Auftrag: Die Zahlungen, die der Staat an die Kirchen leistet, sollen abgelöst werden. Doch bis heute überweisen die Bundesländer eine halbe Milliarde Euro jährlich an die großen Kirchen. Die Kritik nimmt zu.

DLF: Niederlande – Schulen verlieren Kontakt zu über 5.000 Kindern (04.05.2020)
Homeschooling unter dem Wäscheständer, im Bad oder im Schrank – in den Niederlanden sorgen sich die Behörden zunehmend über die Schulbedingungen in sozial schwachen Familien. Von einer ganzen Corona-Generation ist die Rede. Zu vielen Schülern haben die Behörden bereits gänzlich die Anbindung verloren.

SWR: Wertschätzung muss erstritten werden – Arbeit in Zeiten von Corona (01.05.2020)
Corona hat unsere Gesellschaft fest im Griff. Das gilt auch und gerade für die Arbeitswelt. Das produzierende Gewerbe befindet sich im „Lockdown“ und wird gerade erst ganz langsam wieder angefahren. Auch Servicebereiche wie Gaststätten oder der Tourismus liegen brach. Wer kann, verlagert die eigene Arbeit oder die der Angestellten nach Hause. Gleichzeitig werden Arbeiten als „systemrelevant“ beklatscht, die wir bislang sehr gerne ausländischen oder schlecht bezahlten Kräften überlassen haben. Wird sich „nach Corona“ daran wirklich etwas ändern?

NDR: Teure Arzneien – Wieviel Fortschritt verträgt das Gesundheitssystem? (01.05.2020)
Pharmafirmen forschen weltweit nach neuen Arzneien. Auch zur Bekämpfung von seltenen Krankheiten wie SMA. Eine 2-Millionen-Euro-Spritze soll Kinderleben retten.

Tagesschau: Profitverbot für Krankenhäuser – was dann? (30.04.2020)
Mal angenommen, Krankenhäuser dürften keine finanziellen Gewinne mehr machen. Würden Kranke dann besser versorgt? Oder wird es dann richtig teuer für den Staat und Versicherte? Ein Gedankenexperiment.

NDR: Wie verändert Corona die Arbeitswelt? (30.04.2020)
Einen größeren Umbruch hat es in den letzten Jahren in der Arbeitswelt nicht gegeben. Wie verändert Corona den Arbeitsalltag?

DLF: Ambulanter psychiatrischer Pflegedienst – Hilfe für psychiatrisch Erkrankte in Coronazeiten (30.04.2020)
Die Angst angesteckt zu werden, die Kontaktsperre und der jetzt oft ungeregelte Tagesablauf: Die Coronapandemie verstärkt bei Menschen mit psychiatrischen Erkrankung zum Teil die Symptome. Auch deshalb ist die ambulante Pflege für Menschen mit psychiatrischen Diagnosen zurzeit besonders gefragt.

Deutschlandfunk Kultur: Zukunft der Arbeit – Digitaler? Flexibler? Besser bezahlt? (30.04.2020)
Wird künftig für viele Homeoffice die Regel werden? Und werden systemrelevante Berufe endlich besser bezahlt? Der Soziologe Philipp Staab erwartet politische Konflikte – und erklärt, wie sich die Coronakrise auf die Arbeitswelt auswirken könnte.

Deutschlandfunk Kultur: Familienhelferin über häusliche Gewalt – „Zu manchen Familien fahren wir täglich“(30.04.2020)
Zu Beginn der Ausgangsbeschränkungen wegen Corona äußerten Experten die Sorge, häusliche Gewalt werde massiv zunehmen. Ist das so eingetreten? Die Familienhelferin Christine Schlitter berichtet von ihren Erfahrungen in Sachsen.

BR: Benachteiligt durch Homeschooling: Wie Corona die soziale Ungleichheit fördert (29.04.2020)
Eine alleinerziehende Mutter im Homeoffice, eine Altenpflegerin, die nicht vor 20 Uhr nach Hause kommt und eine Augsburgerin mit Migrationsgeschichte, die das deutsche Schulsystem nur wenig kennt – wie sollen diese Frauen ihrem Anspruch gerecht werden? Wie sollen sie ihre Kinder optimal beim Lernen zu Hause unterstützen? Das Homeschooling wird die Ungleichheit zwischen den Kindern vergrößern, da sind sich viele Expertinnen und Experten einig.

DLF: Pflegeausbildung in Bayern – Pflegeschüler fordern Verzicht auf Abschlussprüfung (29.04.2020)
Für Pflegeschüler in Bayern ist eine vernünftigte Vorbereitung auf ihre Abschlussprüfung derzeit kaum möglich. Die Prüfung soll trotzdem stattfinden. Widerstand formiert sich – eine Petition mit rund 7.000 Unterzeichnern sieht eine andere Lösung vor.

DLF: Blüm – das soziale Gewissen der CDU (24.04.2020)
„Die Rente ist sicher“, dieser Satz wurde zum Markenzeichen von Norbert Blüm. Er war Dauerminister unter Helmut Kohl und das soziale Gewissen der CDU. Nun ist der langjährige frühere Sozial- und Arbeitsminister im Alter von 84 Jahren in Bonn gestorben.

SWR: Altsein in Corona-Zeiten (24.04.2020)
Es diskutieren: Uwe Bork – Journalist und Autor, Esslingen, Prof. Dr. Otfried Höffe – Philosoph und Mitglied im „Expertenrat Corona“ in Nordrhein-Westfalen, Tübingen, Prof. Dr. med. Johannes Pantel – Leiter des Bereichs Altersmedizin an der Universität Frankfurt

Deutschlandfunk Kultur: Sparzwänge lassen Medikamente knapp werden (21.04.2020)
Weil die Arzneimittelproduktion großteils nach Asien ausgelagert wurde, werden manche Medikamente in der Coronakrise knapp. Nun sucht die Politik nach Wegen, die Produktion nach Deutschland zurückzuverlagern und die Versorgung wieder zu garantieren.

DLF: Krankenhäuser in der Coronakrise – System der Fallpauschale „in vielerlei Hinsicht gescheitert“ (19.04.2020)
Der Medizinethiker Giovanni Maio sieht die Coronakrise auch als gesundheitspolitischen Weckruf. Die Abrechnung nach Fallpauschale habe zu einem Regime der Knappheit geführt, sagte er im Dlf. Ein neues System müsse her, das Ärzten die Freiheit zurückgebe, nach rein medizinischen Kriterien zu entscheiden.

Deutschlandfunk Kultur: Die prekäre Lage der Gig-Worker – Selbstständig und doch abhängig? (18.04.2020)
Zwei-, dreimal klicken und schon stehen sie vor der Tür: Essenslieferanten, Autos samt Fahrer oder Reinigungskräfte. Ziemlich praktisch, aber die sogenannten Gig-Worker leben oft prekär.

SWR: Moderne Schulleitung – Zwischen Management und Sozialarbeit (18.04.2020)
Sie sollen modernen Unterricht gestalten, sind oft zurzeit aber vor allem Krisenmanager. Die Ansprüche an Schulleiterinnen und Schulleiter sind hoch, die Mittel eher rar.

WDR: Die Kinder von Station 19 – Opfer einer Verwahrpsychiatrie (18.04.2020)
Schwerstbehinderte Kinder ohne jede Förderung in psychiatrischen Einrichtungen zu verwahren, war gängige Praxis in vielen Ländern; in der DDR sogar noch bis in die Wendezeit hinein. 30 Jahre später versucht die Autorin herauszufinden, was aus diesen Kindern geworden ist.

SWR: Helmut – oder Wie resozialisiert man einen Langzeithäftling? (15.04.2020)
Nach deutschem Recht hat jeder Strafgefangene Anspruch auf eine Wiedereingliederung in die Gesellschaft. Warum ist die so schwierig?

DLF: Kirche in Personalnot: Zur Systemrelevanz von Seelsorge (auch) in Corona-Zeiten (15.04.2020)

WDR: Geld für die Welt – Ein Grundeinkommen für die Ärmsten Kenias (13.04.2020)
Was passiert, wenn man armen Menschen einfach Geld gibt, damit sie sich selbst helfen können? Die US-Hilfsorganisation Give Directly zahlt Menschen in Kenia ein Grundeinkommen aus – zur Armutsbekämpfung.

NDR: Gemeinsam statt einsam – Altersfreundliche Lebensräume in Kommunen (13.04.2020)
Drei Millionen, vor allem ältere Menschen fühlen sich einsam. Kommunen versuchen über Gesprächskreise und Nachbarschaftshilfen die Isolation aufzulösen – besonders jetzt.

DLF: Pflegekinder zwischen den Fronten – Kind sucht Obhut (12.04.2020)
Ein Kind kommt in einer akuten Notsituation in eine Pflegefamilie und findet dort physische und emotionale Geborgenheit. Irgendwann kann es zu seinen leiblichen Eltern zurückkehren, wenn sich deren Lebensumstände stabilisiert haben. Soweit das ideale Szenario. Die Realität sieht oft dramatisch anders aus.

HR: #Wir haben kein Zuhause (07.04.2020)
Wer keine Bleibe hat, der ist arm dran. Der Mensch braucht ein Dach über dem Kopf. Und sei es nur ein Zeltdach. Aber was passiert, wenn man nicht mal das irgendwo aufbauen darf? Um der Pandemie Einhalt zu gebieten sollen wir nun alle möglichst viel zuhause bleiben. Nur haben viele Menschen eben gar kein Zuhause, oder drohen es zu verlieren, weil sie keine Einnahmen mehr haben und ihre Miete nicht mehr bezahlen können. Und wer sowieso schon auf der Straße lebt, der hat kaum eine Chance sich an die bestehenden Hygiene- und Abstandsregeln zu halten, gehört aber meist zu einer der Risikogruppen für Covid19. Wie erleben Obdachlose, schwer Drogenabhängige und andere, die nicht einfach zuhause bleiben können, die derzeitige Situation, wer könnte demnächst auch auf der Straße landen und was hilft?

HR: Die Stunde des Staates – von der Sorglosigkeit zur Fürsorgepflicht (06.04.2020)
In der Krise rufen alle nach dem Staat, auch die, die kurz zuvor noch die Freiheit des Marktes und des Individuums beschworen haben. Und wenn der Staat dann kommt und fürsorglich hilft, stellt er auch Regeln auf, die Sicherheit bringen sollen und deren Nichteinhaltung bestraft wird. Mit dem Virus gewinnt der Staat an Autorität, sogar über Grundrechte hinaus. Und das trägt die Bevölkerung mit. Die Bundesregierung mache beim Corona-Krisenmanagement einen guten Job, finden 72% der Deutschen. Dabei ist es auch dieser „starke“ Staat, der in den vergangenen Jahrzehnten auf Wachstum, Privatisierung und Globalisierung gesetzt hat – was die Auswirkungen der Corona-Krise verschärft. Weltweite Geschäftsbeziehungen sorgen für die Verbreitung des Virus. Fallen globale Lieferketten weg, fehlen Medikamente und Lebensmittel. Die Privatisierung im Gesundheitssystem hat die Krankenhäuser auf Effizienz gebürstet. Lassen sich die aktuellen Probleme lösen, wenn wir auf diesem Kurs bleiben? Können wir nach dieser Krise genau so weitermachen wie vorher? Oder können wir uns durch ein Umsteuern besser wappnen für die nächste Krise? Denn die kommt bestimmt – sei es eine ökonomische, eine ökologische oder die nächste Seuche.

DLF: Billiglohnland Serbien – Marodes Gesundheitssystem (06.04.2020)
Misswirtschaft, Krieg, Korruption: Serbiens Gesundheitssystem ist marode und kaputtgespart. Das zeigt sich deutlich während der Covid-19-Pandemie. Und auch das Pflegepersonal und die Ärzte kehren dem Land den Rücken. Sie zieht es angesichts niedriger Gehälter und schlechte Arbeitsbedingungen ins Ausland.

DLF: Junge Erwachsene – Wenn Krebs zum Armutsrisiko wird (04.04.2020)
Wenn junge Erwachsene Krebs bekommen, werden sie oft aus dem Berufsleben gerissen. Das Risiko ist hoch, danach auf staatliche Unterstützung angewiesen zu sein und in die Armut abzurutschen. Das Problembewusstsein dafür wächst jedoch nur langsam.

BR: Babylon auf der Straße – Obdachlose in Berlin (05.04.2020)
Berlin hat seine Obdachlosen vor kurzem gezählt und setzt auf niedrigschwellige Angebote. Das hilft in der Corona-Krise.

DLF: Homeoffice in der Coronakrise – Der Siegeszug der Heimarbeit (03.04.2020)
Die Coronakrise hat Millionen Menschen zu Heimarbeitern gemacht. Firmen, bei denen Homeoffice bislang kein Thema war, müssen plötzlich umdenken. Forscher warnen jedoch: Im Homeoffice drohen Isolation und Depression. Die Arbeitgeber sollen die Heimarbeitsplätze technisch angemessen ausstatten.

HR: Gefahr im Verzug – Wer hilft Kindern in der Krise? (03.04.2020)
Normalerweise ist der Alltag von Kindern gut strukturiert. Sie gehen in den Kindergarten, in die Schule, in die Kita. Sie können Hausaufgabenhilfen in Anspruch nehmen, sich im Sportverein oder auf dem Spielplatz austoben. Durch die zahlreichen Angebote außer Haus werden die Eltern entlastet und wenn die häusliche Situation nicht so optimal ist, wenn die Wohnungen klein und die Eltern überfordert sind, dann fällt das nicht so ins Gewicht, weil es Ausweichmöglichkeiten gibt, weil Kinder auch in den Betreuungseinrichtungen ein Mittagessen bekommen und sie zusätzliche Bezugspersonen haben. Das fällt jetzt alles weg. Und es gibt viele Kinder, bei denen es nicht nur darum geht, die Langeweile zu vertreiben, sondern für die der verordnete Rückzug ins Familienleben eine Katastrophe ist. Ihnen drohen Vernachlässigung und schlechte Versorgung bis hin zu Gewalt und Missbrauch. Diese Krise ist kein Kinderspiel!

HR: Passt mir auf die Kinder auf – Kinderschutz in Zeiten Coronas (02.04.2020)
Schulen und KITAS in Hessen sind geschlossen. Es gilt die sogenannte Kontaktsperre und sie wurde gerade erst bis zum 19. April verlängert. Alle Angebote, die in „normalen Zeiten“ oftmals Familien entlasten, fallen weg. Wir alle sollen unsere sozialen Kontakte herunterfahren, zuhause bleiben, um das Virus einzudämmen. Familien hängen aufeinander, müssen Zeit miteinander verbringen, denn Vereine, Hausaufgabenbetreuung, Spielplätze und Parks sind geschlossen. Der Kinderschutzbund in Hessen und viele andere Kinderschutzexperten in ganz Deutschland befürchten, dass es durch die Kontaktsperre in den Familien in den nächsten Wochen verstärkt zu Gewalt kommt. Auch, weil die Jugendämter in Hessen nur noch im Notfall Hausbesuche machen. Der Infektionsschutz geht vor. Ist der Kinderschutz in Zeiten Coronas sichergestellt? Unter welchen Bedingungen müssen Jugendamtsmitarbeiter aktuell arbeiten und was fordern Kinderschutzexperten genau?

SWR: Zivilgesellschaft und Demokratie (01.04.2020)
Das Engagement gemeinnütziger Einrichtungen und NGOs ist für moderne Gesellschaften unverzichtbar. Aber der Druck auf sie wächst. Gefährdet das die Demokratie?

SWR: Corona: Arbeiten im Ausnahmezustand (28.03.2020)
Es gibt wohl kaum einen Arbeitsplatz, der sich durch die Corona-Krise nicht schlagartig verändert hat – sei es im Homeoffice, durch Kurzarbeit, durch Abstands- und Hygiene-Regeln oder durch behördlich angeordnete Geschäftsschließungen. Sicherheitsleute sind an neuen Einsatzorten gefragt wie nie, Berufe mit engem Menschenkontakt hingegen sind existenziell bedroht. Unternehmen, Beschäftigte, und Selbstständige stehen damit fast täglich vor neuen Herausforderungen. Wie gehen sie damit um?

DLF: Obdachlose in der Coronakrise – Die Letzten auf der Straße (27.03.2020)
Obdachlose hat die Coronakrise bereits hart getroffen. Viele Notunterkünfte sind wegen der Pandemie geschlossen. Auf den Straßen gibt es kaum noch Menschen – also auch viel weniger Spenden. Gleichzeitig ist der politische Wille, den Menschen zu helfen, so groß wie lange nicht mehr.

DLF: Pflege in Corona-Zeiten – Die aktuelle Situation in den Alten- und Pflegeheimen (25.03.2020)
Sie gehören zur Risikogruppe: Ältere Menschen, die in den Alten- und Pflegeheimen leben. Viele von ihnen dürfen keinen Besuch mehr empfangen, um die Ausbreitung des Virus in den Heimen zu verhindern. Doch auch für die Pflegekräfte gelten während der Coronakrise besonders strenge Regeln.

DLF: Die Situation in den Alten- und Pflegeheimen in Zeiten von Corona (25.03.2020)

WDR: Bedingungsloses Grundeinkommen jetzt? (25.03.2020)
Ein bedingungsloses Grundeinkommen wird seit längerem diskutiert. In der Corona-Krise gibt es nun Forderungen, es für besonders betroffene Menschen befristet einzuführen. Könnte das helfen oder ist das unrealistisch?

DLF: Staatliche Hilfe für Freiberufler – Stütze bei Stillstand (23.03.2020)
Von der Corona-Krise sind Solo-Selbständige wie Fotografen, Künstler, Reiseführer aber auch Zeitungsausträger besonders betroffen, denn viele ihrer Aufträge fallen erst einmal weg. Die Bundesregierung hat nun ein Programm aufgelegt, das unbürokratisch helfen soll.

DLF: Lieferengpässe bei Arzneimitteln – Wenn plötzlich das passende Medikament fehlt (21.03.2020)
Nicht nur in der Corona-Krise ein Problem: Immer wieder fehlen Krankenhäusern und Apotheken in Deutschland wichtige Medikamente für die Behandlung von Patienten. Denn viele Hersteller produzieren wegen der geringen Kosten vor allem in China. Wenn es dort hakt, mangelt es am Nachschub in ganz Europa.

DLF: Ohne Geld keine Heilung – Tuberkulose zwischen Fortschritt und Finanzierungslücken (22.03.2020)
Eine neue Generation von Medikamenten wirkt gegen die multiresistente Tuberkulose. Wenn wir klug und konsequent handeln, haben wir die einmalige Chance, die Krankheit zu besiegen. Doch die neuen Antibiotika sind teuer – die Welt täte gut daran, ärmere Länder bei der Beschaffung zu unterstützen.

DLF: Deutsche Telekom – Haben ältere Mitarbeiter ausgedient? (19.03.2020)
Die Vorwürfe wiegen schwer: Ältere Telekom-Mitarbeiter beklagen, der Konzern wolle sie gezielt loswerden. Die Rede ist von willkürlichen Versetzungen und Ausgrenzung. Das Unternehmen weist diese Aussagen entschieden zurück. Doch Gewerkschafter sind alarmiert.

DLF: Zweiter Bildungsweg – Sinkende Teilnehmerzahlen in Weiterbildungskollegs (16.03.2020)
Wenn es im ersten Anlauf nicht geklappt hat, kann das Abitur auch auf dem Zweiten Bildungsweg erworben werden. Aber die Anzahl der Studierenden auf Abendgymnasien und Weiterbildungskollegs ist in den letzten 30 Jahren um über 40 Prozent gesunken. Das gefährdet die Existenz der Kollegs.

DLF: Algorithmen in der Medizin – Wenn Computer besser diagnostizieren als Ärzte (12.03.2020)
In China soll ein Algorithmus Corona-Infektionen erkennen können. Krebs kann von Computern zum Teil treffsicherer diagnostiziert werden, als von manchem Mediziner. Riesige Sammlungen von Datenmengen machen es möglich. Doch Big Data und Künstliche Intelligenz in der Medizin bergen auch Risiken.

DLF: Falsches Konzept? Oft schwache mündliche Deutschkenntnisse nach Integrationskurs (12.03.2020)

Deutschlandfunk Kultur: Nachbarschaftshilfe aus Holland – Die Pflegerevolution (15.03.2020)
Pflege, wie der Mensch sie braucht, statt zack, zack, satt und sauber. Das neue Modell „Buurtzorg“ aus den Niederlanden könnte auch hierzulande Patient und Pflegekräfte glücklich machen. Im Münsterland wird getestet, was in Holland schon Alltag ist.

DLF: Strafe statt Therapie – Wenn kranke Menschen im Gefängnis landen (10.03.2020)
Die Gefängnisse in Deutschland müssen sich auf mehr psychisch auffällige Gefangene einstellen. Zu häufig werden Kranke jedoch einfach weggesperrt, weil hinter Gittern Personal und Betten fehlen. In den Justizvollzugskrankenhäusern werden oft nur die schwersten Fälle behandelt.

Deutschlandfunk Kultur: Armutsprostituierte aus Osteuropa – Eine Frau für fünf Euro (09.03.2020)
Sex gegen Geld kostet in Deutschland manchmal weniger als eine Schachtel Zigaretten. Armutsprostitution betrifft vor allem Frauen aus Osteuropa, die oft unter Zwang ihren Körper verkaufen. Wenige von ihnen schaffen den Absprung in ein normales Leben.

NDR: Warum Arbeitszeit neu geregelt werden muss (09.03.2020)
Viele Menschen arbeiten mobil. Die Grenze zwischen Arbeit und Freizeit verwischt. Nach einem EuGH-Urteil müssen Unternehmen die Arbeitszeit genau erfassen. Aber wie?

BR: Müllmann gebraucht! Wie Kommunen händeringend nach Personal suchen (09.03.2020) 
Bei den Unternehmen kennt man es schon lange, die Klage über den Fachkräftemangel. Doch mindestens genau schlimm trifft es Städte, Gemeinden und Landkreise, sie suchen dringend Personal. Gesucht werden nicht nur IT-Experten oder Juristen, sondern auch Mitarbeiter für´s Bauamt, die Friedhofsverwaltung, die Müllabfuhrt oder die Wasserwerke

Deutschlandfunk Kultur: Slum in Berlin-Lichtenberg – Leben zwischen Ratten, Müll und Kot (06.03.2020)
Etwa 100 Menschen wohnen im wohl größten Obdachlosencamp am Rummelsburger See in Berlin-Lichtenberg im Elend. Ihre Bedingungen zu verbessern, ist nicht leicht. Ihre Probleme und Ansprüche sind verschieden. Bald soll das Camp geräumt werden.

Deutschlandfunk Kultur: Grundschule: Viele Kinder sind „eigentlich nicht beschulbar“ (09.03.2020)
Julia Petry ist gerne Grundschullehrerin. Doch die Schwierigkeiten würden immer mehr, sagt die Pädagogin. Vor allem, weil die Zahl der Kinder mit Verhaltensauffälligkeiten und sozialen Problemen „extrem“ zugenommen habe.

DLF: Arbeitsmigranten aus Ex-Jugoslawien – Tuzla, Exodus (03.03.2020)
Ibrahim, Avdo und Ismet sind ausgebildete Krankenpfleger. Sie haben kaum Chancen, in ihrer Heimat Bosnien-Herzegowina einen Job zu finden. Denn fast 70 Prozent der jungen Menschen dort sind arbeitslos. Deshalb wollen die drei nur eines: weg. Sie haben nicht ihren Traumberuf gelernt, sondern das, was in Westeuropa gefragt ist. 
Tuzla war einmal ein entwickeltes Industriezentrum. Nach dem Zerfall Jugoslawiens setzte eine chaotische, teils kriminelle Privatisierung ein. Allein seit 2013 haben 150.000 Menschen Bosnien-Herzegowina verlassen, fünf Prozent der Bevölkerung. Das Land verliert eine ganze Generation von jungen Menschen. Laut einer aktuellen Berechnung des Wirtschaftsforschungsinstituts Prognos werden Deutschland im Jahre 2030 um die drei Millionen Facharbeitskräfte fehlen. Jedes Gesetz, das die Anstellung von Migrantinnen und Migranten erleichtert, wird von der deutschen Öffentlichkeit begrüßt. Was aber sind die Folgen der Massenauswanderung von Fachkräften in den jeweiligen Ursprungsländern? Ibrahim, Avdo, Ismet und andere junge Menschen aus Tuzla sprechen offen über ihre Probleme und Hoffnungen, die sie das Glück lieber woanders suchen lassen.

Deutschlandfunk Kultur: Mit Stiftungen gegen Bodenspekulation – Wie Wohnen erschwinglich bleiben kann(03.03.2020)
Dass Wohn- und Gewerbemieten nicht weiter explodieren, dabei können Community Land Trusts helfen: gemeinnützige Stiftungen, die Grundstücke kaufen und so vor Spekulanten schützen. Die Idee aus den USA findet Nachahmer in Deutschland.

DLF: Von Hürden und Hoffen – Was das Gesetz zur Einwanderung von Fachkräften bringt (29.02.2020)
In Deutschland ist der Fachkräftemangel mittlerweile flächendeckend. Doch ausländische Fachkräfte, die gerne hier arbeiten möchten, haben ein Problem mit der Anerkennung ihrer Berufsabschlüsse im deutschen System. Experten sehen darin einen großen Fehler

DLF: Neuregelung der Arbeitszeit – Vertrauen war gut, Erfassung ist besser (27.02.2020)
Eine Arbeitszeiterfassung ist für alle Arbeitsplätze in der EU künftig verbindlich vorgeschrieben. Das hat der Europäische Gerichtshof 2019 entschieden. Arbeitgeberverbände befürchten jedoch nicht nur ein bürokratisches Monster, sie stellen weitere Forderungen an die Arbeitszeitgestaltung der Zukunft.

DLF: Der Graue Markt in der Pflege (27.02.2020)

Deutschlandfunk Kultur: Gesundheitsethiker zur Sterbehilfe – „Das Angebot hat die Nachfrage erzeugt“ (26.02.2020)
Aktive Sterbehilfe war als Ausnahme gedacht: Das sagt der niederländische Gesundheitsethiker Theo Boer über die rechtliche Situation in seinem Heimatland. Die zunehmende Inanspruchnahme habe dort inzwischen viele Menschen zum Nachdenken gebracht.

BR: Krisenherd Stadt – die sozialen Schattenseiten des Booms (26.02.2020)
In den letzten zehn Jahren sind weit über eine Million Menschen in die deutschen Großstädte gezogen. Der Boom verschärft die soziale Schieflage in einigen Städten. Ganze Viertel drohen abzustürzen. Welche Konzepte helfen dagegen?

SWR: Inklusion – Neue Wege in Ausbildung und Beruf (22.02.2020)
Wie können Menschen mit Behinderung eine Arbeit finden außerhalb betreuter Werkstätten? Häufig behindern sie dabei nicht ihre Fähigkeiten, sondern die Vorbehalte der Arbeitgeber.

HR: Die Angst vor Altersarmut (21.02.2020)
Das Thema Rente ist für viele Menschen noch ziemlich weit weg – vor allem für die Jüngeren. So geht es auch hr-iNFO Reporterin Selina Rust. Sie muss noch länger arbeiten, als sie jetzt alt ist. Mindestens noch 34 Jahre. Muss sie sich jetzt schon Sorgen um das Alter machen? Wird die Rente reichen, um später über die Runden zu kommen? Darüber spricht sie mit Menschen in Hessen, die das Thema direkt betrifft. Sie redet mit ihnen über Ängste, Altersarmut, Hoffnungen und gute Vorsorge.

DLF: Mythos Leistungsgerechtigkeit (20.02.2020)

SWR: Grundrente – Wundermittel gegen Altersarmut? (19.02.2020)
Sie macht Deutschland ein Stück gerechter, sagt Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD). Wer trotz eines langen Arbeitslebens nur eine geringe Rente bekommt, soll die neue Grundrente erhalten. Das Bundeskabinett hat sie jetzt auf den Weg gebracht. Ihre Gegner sprechen von einem sehr teuren bürokratischen Monstrum, das nicht zum Kampf gegen Altersarmut tauge.

NDR: Wem nützt die Grundrente? (19.02.2020)
Um die Grundrente haben SPD und Unionsparteien lange gerungen. Ist sie ein sinnvolles Instrument gegen Altersarmut? Wer soll sie finanzieren?

SWR: Konzept für Grundrente verabschiedet: Trotz Lebensleistung zum Sozialamt? (19.02.2020)
Die Grundrente werde die Altersarmut vieler Bezieher kaum senken, erklärt der Professor Stefan Sell in SWR2. Die meisten blieben in einem Bereich, in dem sie trotzdem aufs Sozialamt müssten.

DLF: Wie man Geflüchtete in Arbeit vermittelt (19.02.2020)
Rund 500.000 Geflüchtete suchen in Deutschland einen Job. Viele haben zwar erste Deutschkurse und Praktika erfolgreich abgeschlossen. Dennoch ist es schwierig für sie, eine Vollzeitstelle zu finden. Hier unterstützt Sie das Sozialunternehmen Social-Bee in München. Die Mitarbeiter von Social-Bee bieten Geflüchteten ein Rundum-Paket, um eine feste Arbeitsstelle zu finden. Sie helfen bei den ersten Schritten ins Berufsleben, bieten Betreuung und Alltaghilfe an. Aber sollte das nicht eine staatliche Aufgabe sein? Müssten beispielsweise die Arbeitsagenturen mehr Brücken zu Unternehmen bauen und Geflüchtete intensiver auf ihrem Weg ins berufliche Leben begleiten? Welche Unterstützung brauchen Geflüchtete genau, um in der deutschen Gesellschaft ihren Platz zu finden? Wo sind die Grenzen für aktive Hilfe? Und inwiefern könnte Social-Bee Vorbild für andere Arbeitsvermittlungsfirmen sein? Gesprächsgäste: Gudrun Brendel-Fischer, Integrationsbeauftragte in Bayern; Yulia Kosyakova, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Zarah Bruhn, Gründerin und Geschäftsführerin von SocialBee sowie Mitarbeiter und Kunden von Social-Bee.

DLF: Auf der Suche nach den Opfern einer Verwahrpsychiatrie – Die Kinder von Station 19 (18.02.2020)
Überall in der DDR fristeten Tausende psychisch Kranke und geistig Behinderte auf Verwahrstationen ein menschenunwürdiges Dasein. Die Autorin lernte 1990 als Hilfskraft die Kinderstation in Altscherbitz kennen. Bei der Suche nach den Kindern von damals stieß sie auf eine Mauer des Schweigens.

DLF: Maßnahmenpaket – Berliner Feuerwehr krempelt die Ärmel in der Pflege hoch (18.02.2020)
Die Berliner Feuerwehr muss immer häufiger zu Einsätzen im Pflegeheim ausrücken. Personalmangel oder schlechter Wissensstand bei Leiharbeitskräften gehören zu den Gründen. Um Abhilfe zu schaffen, hat die Feuerwehr nun ein Maßnahmenpaket verabschiedet. Die Reaktionen sind überraschend positiv.

Deutschlandfunk Kultur: Holpriger Start der neuen generalistischen Pflegeausbildung (17.02.2020)
Die bislang getrennten Ausbildungen Alten-, Kranken- und Kinderkrankenpflege sollen künftig durch einen Abschluss ersetzt werden. Das Ziel: mehr Flexibilität, höhere Löhne und Minderung des Pflegenotstands. Doch in der Realität sieht das anders aus.

Deutschlandfunk Kultur: Pflegemissstände mit System – Big Business auf Kosten der Kranken (13.02.2020)
Immer mehr Investoren drängen ins Gesundheitswesen. Kliniken und Pflegeheime werden aufgekauft, auf Gewinn getrimmt und dann veräußert. Um die Patientinnen und Patienten gehe es kaum noch, klagen Ärzteschaft und Pflegepersonal.

NDR: Polizisten gegen Rechtsextremismus (11.02.2020)
In der Polizei soll es Hunderte Beamten mit rechter Gesinnung geben. Darauf haben die Polizeischulen reagiert und Auswahl sowie den Unterricht der Polizeischüler geändert.

BR: Bye, Bye, Bohème! – Kehrt die Klassenfrage in der Politik zurück? (10.02.2020)
„Es ist etwas in Bewegung geraten in den westlichen Ländern: Man redet wieder über Klassen.“ Das schreibt der Soziologe Andreas Reckwitz in seinem neuen Buch „Das Ende der Illusionen“. Kann die Frage nach der Klassenlage helfen, unsere Gesellschaft besser zu verstehen?

SWR: Das gibt Probleme! – die Babyboomer gehen in Rente… (08.02.2020)
Jetzt geht es los. In diesem Jahr geht die erste Generation der Babyboomer in Rente. Viele Millionen werden in den nächsten 10 Jahren folgen. Immerhin machen die Geburtsjahrgänge der fünfziger und sechziger Jahre heute 30 Prozent der Bevölkerung aus. Was, wenn diese Menge in den Firmen und als Beitragszahler für die Sozialsysteme fehlt?

Deutschlandfunk Kultur: Senioren-WG, 50plus-Projekt, Mehrgenerationenhaus – Wie wollen wir im Alter wohnen?(08.02.2020)
Die Babyboomer kommen in die Jahre: 2030 wird jeder Vierte über 65 sein. Und viele machen sich Gedanken, wie sie dann wohnen wollen. Die meisten sagen: Heim – nein danke! Welche Möglichkeiten, welche Projekte gibt es?

Deutschlandfunk Kultur: Politologe zur sozialen Lage in Frankreich – Kampf um Fairness und Anerkennung(08.02.2020)
Die Streiks und Proteste in seinem Land hält der französische Politologe Yves Sintomer nicht nur für einen Kampf um Einkommen. Die Bevölkerung fühle sich von der Regierung vernachlässigt – und das schlage um in Wut auf die Eliten.

DLF: Klamme Kommunen – Wer die Schulden der Städte bezahlen soll (07.02.2020)
Finanzminister Olaf Scholz plant, zahlreiche Städte und Gemeinden im Umfang von 20 Milliarden Euro zu entschulden. Beteiligen müssen sich auch die vier Länder, in denen sich die Pleite-Kommunen ballen. Die Rettungsaktion weckt jedoch Argwohn – in den Kommunen und Ländern, die solider gewirtschaftet haben.

DLF: Grundsicherung im Alter: ein Anrecht, kein Almosen (06.02.2020)
Die sogenannte Grundsicherung im Alter soll sicherstellen, dass Älteren ohne ausreichende Rente zum Leben das Existenzminimum zur Verfügung steht. Es handelt sich um eine aus Steuergeldern finanzierte Sozialleistung. Doch rund 60 Prozent der anspruchsberechtigten Senioren machen ihr Anrecht erst gar nicht geltend. Gesprächssendung mit Eric Haßdenteufel, Regionalverband Saarbrücken; Dr. Joachim Rock, Der Paritätischer Gesamtverband, Katja Braubach, Pressesprecherin, Deutsche Rentenversicherung und Renate Stark, Beraterin bei der Caritas Berlin.

DLF: Vom Einzelfall zum Tatendrang (06.02.2020)
Rechtsextremismus in den eigenen Reihen? Deutschlands Polizeibehörden haben bei dem Thema lange abgewiegelt, doch inzwischen herrscht Tatendrang. Die Extremismus-Vorbeugung beginnt bereits bei den Polizeischülern – die auch lernen, wann sie eine Anweisung verweigern dürfen.

DLF: Polnische Ärzte – Keine Verbesserung seit dem Hungerstreik (06.02.2020)
Viele Kliniken stecken in einem Dilemma: Ausgestattet mit modernsten medizinischen Geräten, fehlt es an Personal, um Patienten damit auch zu behandeln. Die schwierigen Arbeitsbedingungen trieben junge Ärzte 2017 in den Hungerstreik, der zunächst erfolgreich schien. Inzwischen herrscht Ernüchterung.

SWR: Gutes Essen für Kranke und Alte – Ernährung in Kliniken und Pflegeheimen (05.02.2020)
Kliniken geben immer weniger Geld fürs Essen der Patienten aus, zeigt eine aktuelle Studie. Dabei könnte eine gesunde Ernährung die Genesung unterstützen. Pflegeheime sparen besonders stark

DLF: Gesundheits-Apps und E-Rezepte – Die umstrittene Digitalisierung der Gesundheitsversorgung (05.02.2020)
Ob elektronische Patientenakte, Videosprechstunde, E-Rezepte oder Gesundheits-Apps: 2020 soll das Jahr der Digitalisierung im Gesundheitswesen werden. Doch Datenschützer schlagen Alarm. Sind all die sensiblen Gesundheitsdaten tatsächlich sicher?

Deutschlandfunk Kultur: Handwerker gesucht – Mit neuen Ideen aus der Fachkräftefalle (04.02.2020)
Hunderttausende Handwerker fehlen in Deutschland. Doch die Branche versucht, dem entgegenzuwirken: mit Ausbildung und Studium im Paket, Berufsabitur, Kooperationsmodellen oder Erfindergeist – und auch mit packenden Geschichten auf Youtube oder Instagram.

DLF: Ungleichheit in den USA – Die Alltagssorgen der Durchschnitts-Amerikaner (02.02.2020)
Schulden wegen der teuren Ausbildung, explodierende Gesundheitskosten, niedrige staatliche Rente im Alter: Es gibt viele Alltagssorgen, die das Leben eines durchschnittlichen US-Amerikaners bestimmen. Und für Afroamerikaner kommt noch die Angst vor einem diskriminierendem Justizsystem hinzu.