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Deutschlandfunk Kultur: Zeitarbeit in der Altenpflege – Von der (Not-)Lösung zum Problem (13.02.2024)
In Deutschland fehlen mehr als 200.000 Pflegekräfte. Dafür ist die Zahl der Leiharbeitskräfte um 46 Prozent gestiegen: Die Zeitarbeit könnte zur Regel werden – mit weitreichenden Folgen für Einrichtungen, Stammpersonal und Pflegebedürftige.

Deutschlandfunk Kultur: Kinderbetreuung – Warum in Sachsen Tausende Kitaplätze abgebaut werden (13.02.2024)

Deutschlandfunk Kultur: Familienpolitik – Warum die ostdeutschen Bundesländer weiter sind (13.02.2024)

DLF: Asylpolitik – Welche Erfahrungen man in Griechenland mit Bezahlkarten gemacht hat (12.02.2024)
Künftig sollen Asylsuchende in Deutschland kein Bargeld mehr bekommen, sondern eine Bezahlkarte mit einem Geldbetrag. In Griechenland gibt es die sogenannte Cashcard für Asylsuchende bereits seit 2017. Das System hat jedoch seine Schattenseiten.

BR: Wohnungsnot in den Städten – lässt sich bezahlbarer Wohnraum planen? (12.02.2024)
Vor allem in den Großstädten können sich Durchschnittsverdiener kaum noch eine Wohnung leisten, ganz zu schweigen von Studenten oder Auszubildenden. Schnelle Lösungen gibt es für dieses Problem kaum. Aber könnte man bezahlbaren Wohnraum besser planen? In dem die Wohnungen vielleicht einfacher gebaut werden und damit Kosten gespart werden? Oder eine andere Idee: Azubi-Wohnhäuser. Und natürlich die Stärkung der Genossenschaften. 

NDR: Arbeiten, wann und wie ich will: Was bringen neue Arbeitsmodelle? (12.02.2024)
Seit Anfang Februar läuft in Deutschland eine Studie zur Viertagewoche: Knapp 50 Unternehmen testen – wissenschaftlich begleitet – für sechs Monate die Vor- und Nachteile des Modells, bei gleichem Lohn weniger zu arbeiten. Die Viertagewoche ist nur ein Beispiel von „New Work“. Vor allem junge Menschen wollen nicht nur anders, viele wollen weniger arbeiten. Aber: Schon heute fehlen 1,4 Millionen Fachkräfte. Wer soll die Arbeit machen, wenn die Boomer in Rente gehen? Schaffen die neuen Arbeitsmodelle zusätzliche Probleme? Oder könnte „New Work“ auch Teil der Lösung sein?

SWR: Die neue Lust am Streiken – Verändern sich Arbeitskämpfe in Deutschland? (09.02.2024)
Die Lokführer, die Stahlbeschäftigten, die Kita-Erzieherinnen, die Mitarbeitenden im Einzelhandel und im Öffentlichen Nahverkehr: Gefühlt wird hierzulande immer mehr gestreikt. Aber stimmt der Eindruck? Werden die Tarifauseinandersetzungen härter? Bisher zumindest lag Deutschland beim Blick auf die Zahl der Streiktage im internationalen Vergleich nur im Mittelfeld. Ändert sich da gerade etwas? Auch weil Beschäftigte im aktuellen Fachkräftemangel eine andere Machtposition bekommen? Und was bedeutete es für Unternehmen? Geli Hensolt diskutiert mit Oliver Barta – Geschäftsführer Wirtschaftsverband Unternehmen BW, Dr. Stefan Schmalz – Forschungsgruppenleiter „Soziologie der Globalisierung“, Universität Erfurt, Johanna Wenckebach – Professorin für Rechtswissenschaften.

Systemrelevant: Europäisches Arbeits- und Sozialrecht: Wie prägt es unseren Alltag? (09.02.2024)
HSI Direktor Ernesto Klengel und Amélie Sutterer-Kipping sprechen über aktuelle Entwicklungen im europäischen Arbeits- und Sozialrecht und geben Einblick in die juristische Landschaft, die unser Arbeitsleben maßgeblich beeinflusst.

SWR: Das Geschlechter-Paradox – Fördert Gleichberechtigung alte Rollenbilder? (09.02.2024)
Obwohl Frauen und Männer in Deutschland weitgehend gleichberechtigt sind, wählen viele rollentypische Berufe. Dass Frauen in patriarchalen Ländern viel öfter in „Männerberufe“ gehen, ist ein Rätsel.

BR: Wie viel Deutsch muss sein? Der Hürdenlauf zur beruflichen Integration (08.02.2024)
Fachkräftemangel ist und bleibt ein großes Problem für die deutsche Wirtschaft. Doch hohe Sprachhürden bremsen oft die berufliche Integration von Fachkräften aus dem Ausland und von Geflüchteten aus. Sprache sei der Schlüssel zu Integration, hört man oft von Politikern, aber was genau heißt das: Ist es zielführend, dass jemand, der gut Deutsch spricht, durch eine berufliche Prüfung fällt, nicht weil ihm Fachkenntnisse fehlen, sondern weil er die Prüfungsfragen nicht versteht? Oder dass jemand nicht arbeiten darf, weil es ihr nicht gelungen ist, in sechs Monaten von Sprachniveau 0 auf B2 zu kommen?

NDR: Hohe Fehlzeiten – melden wir uns zu schnell krank? (08.02.2024)

BR: Vertragsarbeiter in der DDR – Fremd im Bruderstaat (08.02.2024)
Sie lebten abgeschottet von der restlichen Bevölkerung, denn eine dauerhafte Einwanderung war nicht erwünscht: Die sogenannten Vertragsarbeiter aus Vietnam, Mosambik, Angola, Polen oder Ungarn, die den Mangel an Arbeitskräften in der DDR ausgleichen sollten. Wie erging es ihnen nach der Wende?

NDR: Proteste, Ausstände, Blockaden – erleben wir eine neue Streikkultur? (07.02.2024)
un streikt das Flughafen-Personal, davor waren es die Ärzte und Beschäftigte im Nahverkehr. Beinahe kein Tag vergeht ohne Ausstände.

Deutschlandfunk Kultur: Späte Einsicht – Deutsche Ärzte arbeiten NS-Vergangenheit auf (07.02.2024)
Keine andere akademische Gruppe hat sich so konsequent und bedingungslos dem Nationalsozialismus unterworfen wie die deutsche Ärzteschaft. Ihre Vergehen und Verbrechen blieben lange unaufgearbeitet. Jetzt findet ein Umdenken statt.

DLF: Mittendrin ohne Pass – Staatenlose in Deutschland (07.02.2024)
In Deutschland gilt, Staatenlosigkeit soll möglichst selten sein. Dazu dienen viele internationale Abkommen, die die Bundesrepublik unterzeichnet hat. Dennoch wird das Thema Staatenlosigkeit größer und bei der letzten Gesetzesreform fast übersehen.

MDR: Wie Streiks die Gewerkschaften stärken (07.02.2024)
Landwirte, Lokführer oder Flughafen-Mitarbeiter: 2024 wurde und wird in vielen Bereichen gestreikt. Die Gewerkschaften beobachten gleichzeitig einen Zulauf. Was erwarten die neuen Mitglieder und werden sie bleiben?

WDR: Ambulante Pflegedienste unter Druck (06.02.2024)
Explodierende Kosten, Zahlungsrückstände der Kassen, ein Wust an Bürokratie: Die Situation ambulanter Pflegedienste ist dramatisch, sagt Georg Pähler, Geschäftsführer von CURA in Eschweiler. Mit Julia Schöning spricht er darüber, warum viele Anbieter vor der Insolvenz stehen und was er von der Politik und den Krankenkassen erwartet.

Deutschlandfunk Kultur: Transportgewerbe in Polen – Ausbeutung auf der Autobahn (05.02.2024)
Das Geschäft der Speditionen auf Europas Straßen wird zunehmend härter. Die Missstände reichen von unfairem Wettbewerb und Lohndumping bis hin zu Ausbeutung. Polen entwickelt sich dabei immer mehr zur Drehscheibe der Logistikunternehmen.

DLF: Verbot von „Sexarbeit“? – Die Kirchen und das Nordische Modell (05.02.2024)

SR: David Gutensohn über die „Generation Anspruch“ (04.02.2024)
Viertagewoche, Sabbaticals, Elternzeiten, echte Feierabende – viele Junge wollen die Arbeitskultur verändern. Aber: Wer soll das bezahlen? Was bedeutet das für die Wirtschaft? Und löst das das Problem des Fachkräftemangels?

Deutschlandfunk Kultur: Bauernproteste – Wut im Bauch und Kritik am System (04.02.2024)
Ob in Frankreich oder Deutschland: Die Bauern sind auf der Straße, um gegen eine Landwirtschaftspolitik zu protestieren, die ihnen den Alltag immer schwerer macht. Ob Demonstrationen der richtige Weg sind, darüber gehen die Meinungen auseinander.

rbb: Gewerkschaftlicher Wohnungsbau: Trotz Krise günstig bauen (03.02.2024)
Um den Neubau steht es schlecht, Inflation und hohe Zinsen machen ihn nicht profitabel genug. Gewerkschaften zeigten dagegen schon vor 100 Jahren, wie günstiger Wohnungsbau gelingt – trotz Hyperinflation und Börsencrash. Was kann man heute davon lernen?

DLF: Wohnungsnot – So werden Mieten wieder bezahlbar (02.02.2024)
Zu wenig Wohnraum, zu teure Mieten: Das gab es in der Geschichte immer wieder. Wie heute waren viele Menschen verzweifelt. Aber: Fast immer fanden sich Wege, um die Wohnungsnot zu lindern. Immer wieder gelang es das, zumindest in Deutschland und anderen europäischen Ländern. Wenn das so ist: Wie geht das? Und warum tun wir uns heute so schwer?

DLF: 4-Tage-Woche – Warum Deutschland noch nicht bereit ist (02.02.2024)
Weniger arbeiten, mehr Freizeit – hat der Traum von einer 4-Tage-Woche wirklich eine Chance? Ein Blick in die Geschichte zeigt, dass die Arbeitszeit tatsächlich immer kürzer geworden ist: Von der 50-Stunden-Woche in den Wirtschafswunderjahren ging es in manchen Branchen runter bis auf 35 Stunden.  Folgt die 4-Tage-Woche einer historischen Logik? Oder macht uns der Fachkräftemangel einen Strich durch die Rechnung? Und wie kann KI helfen?

SWR: Rätselhafter Arbeitsmarkt – Wie trügerisch ist der Beschäftigungsrekord? (02.02.2024)
In Deutschland arbeiten so viele Menschen wie nie zuvor: Laut Statistik waren es 2023 rund 46 Millionen. Trotzdem klagen viele Unternehmen über Fachkräftemangel. Wie passt das zusammen? Und wie wird sich der Arbeitsmarkt weiterentwickeln, jetzt wo die deutsche Wirtschaft schwächelt? Welche Jobs fallen weg? Und wo entstehen neue? Geli Hensolt diskutiert mit Bernd Fitzenberger – Direktor des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit, Alexander Hagelüken – Wirtschaftsredaktion Süddeutsche Zeitung, Holger Schäfer – Institut der deutschen Wirtschaft.

DLF: Streiks durch frühere Schlichtung vermeiden (02.02.2024)
Viele Streiks wären durch Schlichtung vermeidbar, meint Arbeitsrechtler Gregor Thüsing. Dieser Versuch sollte künftig verpflichtend sein, bevor das „scharfe Schwert“ des Streiks gezogen werde. Besonders, wenn kritische Infrastruktur betroffen sei.

DLF: Obdachlosigkeit – Ursachen, Hilfen und Lösungen in Deutschland (01.02.204)
Sie leben in Zelten oder hausen unter Brücken: Etwa 50.000 obdachlose Menschen gibt es in Deutschland. Eine häufige Ursache sind Mietschulden. Hilfsorganisationen beobachten eine zunehmende Verelendung – besonders unter Obdachlosen aus Osteuropa.

NDR: Die Boomer gehen in Rente – was macht diese Generation aus? (01.02.2024)

HR: Vier Tage sind genug: Kürzer arbeiten, mehr schaffen! (30.01.2024)
Wer will das nicht, nur noch vier Tage arbeiten und nicht weniger verdienen? Was auf den ersten Blick als rosaroter Wunschtraum erscheint, ist auf den zweiten tatsächlich eine realistische Möglichkeit. Viele Beschäftigte sind mit der verkürzten Arbeitszeit produktiver, weniger gestresst und seltener krank. Sie leisten also mehr, obwohl sie einen Tag weniger arbeiten. Weniger Arbeitszeit also kein Problem? In manchen Berufen ist es schwierig, die Lücken, die dadurch entstehen, zu füllen. Der Kampf der Lokomotivführer mit der Deutschen Bahn hat es gerade gezeigt. Und was macht es mit der Solidargemeinschaft, wenn einige vier, andere fünf oder sogar sechs Tage arbeiten müssen?

HR: Wie Flüchtlinge schneller in den Job kommen (30.01.2024)
Rund eine Million Menschen aus der Ukraine sind seit Ausbruch des Kriegs nach Deutschland geflüchtet. Viele wollen hier bleiben und arbeiten. Aber die Hürden sind vielfältig: Sprache, überbordende Bürokratie, lange Wartezeiten bei der Anerkennung der Berufsabschlüsse. Auch Menschen, die im Zuge der großen Flüchtlingswelle 2015 nach Deutschland kamen, vor allem aus Syrien, Afghanistan und der Türkei, sollten in den Arbeitsmarkt integriert werden. Denn Deutschland sucht händeringend Arbeitskräfte in allen möglichen Branchen – Baugewerbe, Dienstleistungen, Gastronomie. Alles in allem rechnet Arbeitsminister Heil mit einem Potenzial von etwa 400.000 Menschen, die schneller in Jobs gebracht werden sollen.

DLF: Gesetzliche Rente – Was die Altersvorsorge so ungewiss macht (30.01.2024)
Nicht immer reicht die gesetzliche Rente im Alter. Stellschrauben gebe es viele: mehr in die Rente einzahlen, länger arbeiten, zusätzlich vorsorgen. Eine andere Forderung: Verbesserungen auf dem Arbeitsmarkt, damit die Altersvorsorge sicherer wird.

SWR: Armut per Gesetz oder soziale Hängematte? Der ewige Streit ums Bürgergeld (30.01.2024)
Das Bürgergeld ist zu großzügig, es hält die Leitungsempfänger davon ab, sich eine Arbeit zu suchen. Das Bürgergeld ist viel zu niedrig, es verfestigt ohne Not die ärmliche Situation von Millionen unschuldigen Menschen. Die Sozialdemokratie hatte gehofft, ihr Hartz IV-Trauma mit der Umbenennung der Sozial- und Arbeitslosenhilfe in Bürgergeld zu überwinden. Doch die Kritik an den sogenannten Totalverweigern rief Arbeitsminister Heil auf den Plan. Wer nicht kooperiert, soll künftig zwei Monate lang kein Geld mehr bekommen. Ist das gerecht? Kann das Bürgergeld so gerettet werden? Claus Heinrich diskutiert mit Dr. Joachim Rock – Abteilungsleiter Sozial- und Europapolitik Der Paritätische Gesamtverband, Berlin; Jan Schoenmakers – KI Analysefirma Hase&Igel GmbH, Oldenburg; Prof. Dr. Walwei – Vizedirektor Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Nürnberg.

SWR: Guido Zander – Pro und Contra 4-Tage-Woche (30.01.2024)
Für die Befürworter ist es das Arbeitszeitmodell der Zukunft, für die andere Seite eine Gefahr für die Wirtschaft – die 4-Tage-Woche. Guido Zander hat sich als Arbeitszeitexperte mit dem Thema auseinandergesetzt und ihm ist wichtig, dass wir realistisch und differenziert alle Vor- und Nachteile betrachten. Er ist der Meinung, dass die 4-Tage-Woche in bestimmten Berufsfeldern funktionieren kann und weiß, welche Effekte dadurch zu erwarten sind. Er hat aber auch ihre Grenzen ausgemacht. Zander kennt Alternativen, die flexibler wären. Als Allheilmittel sieht er die 4-Tage-Woche nicht.

Deutschlandfunk Kultur: Migrationsforschung – Schwierige Anfänge in Deutschland (30.01.2024)
Als Yuliya Kosyakova 2002 aus der Ukraine in die Bundesrepublik kam, sprach sie kein Wort Deutsch. Seit 2023 leitet die Professorin den Forschungsbereich Migration an der Universität Bamberg. Aber der Anfang nach der Übersiedlung war nicht leicht.

Deutschlandfunk Kultur: Assistierter Suizid – „Ich sage also heute schon: Tschüss!“ (29.01.2024)
Im Frühjahr 2023 wendet sich Daniela an eine Sterbehilfeorganisation. Sie will einen assistierten Suizid begehen. Damit findet sie sich in der Debatte wieder, unter welchen Bedingungen ein Mensch selbstbestimmt aus dem Leben scheiden darf.

SWR: Haushaltsloch und Reformstau – Wer zahlt unsere Renten? (26.01.2024)
Wer arbeitet, sorgt für das Alter vor: 18,6 Prozent unseres Lohns geht in die Rentenkasse. Doch wenige junge Menschen kommen für immer mehr ältere auf. Ohne den Milliardenzuschuss des Staates wäre die Rentenversicherung pleite. Die Regierung aber schiebt die Reform auf. Wie lange sind die Renten noch bezahlbar? Und wie sieht ein nachhaltiges und gerechtes Rentensystem aus? Marion Theis diskutiert mit Prof. em. Dr. Friedrich Breyer – Wirtschaftswissenschaftler; Jonas Hohenforst – Stiftung für die Rechte zukünftiger Generationen; Henriette Wunderlich – Sozialverband Deutschland

DLF: Pflegeszenarien 2040 – Daseinsvorsorge für die alternde Gesellschaft (25.01.2024)
Die deutsche Gesellschaft altert und damit gibt es auch immer mehr Pflegefälle. Was muss sich ändern, damit die Versorgung der vielen Pflegebedürftigen auch in der nahen Zukunft noch gesichert ist?

DLF: Flüchtlingslager – Monatelanges Ausharren in Berlin-Tegel (25.01.2024)

Systemrelevant: Warum das Klimageld kein Instrument der Umverteilung ist (25.01.2024)
Sebastian Dullien erläutert, wieso das Klimageld nicht alleine einen sozialen Ausgleich bewirken kann, sondern warum viele, nicht vermögende Menschen Unterstützung durch mehrere Maßnahmen brauchen werden.

DLF: Soziale Unterschiede in der Pandemie Corona: Wie realistisch war No-Covid? (24.01.2024)
Vor dem Virus sind alle gleich – der Glaubenssatz aus der Coronapandemie stimmt nicht. Heute wissen wir, was Konzepte wie No-Covid größtenteils ausklammerten: Corona ist auch eine soziale Frage. Diese Erkenntnis kann für die Zukunft hilfreich sein.

Wirtschaftspodcast „Ist das eine Blase?“: Lohnt sich Arbeit etwa doch? (24.01.2024)
Viele Menschen glauben, das Bürgergeld sei zu attraktiv – und fordern Sanktionen für arbeitsunwillige Empfänger. Neue Zahlen zeigen jedoch: Das Problem liegt woanders.

DLF: Geflüchtete als Mitarbeiter – Ohne sie muss ein Münchner Bäcker dicht machen (23.11.2024)

WDR: Tafeln, Foodbanks, Suppenküchen – Bestandsaufnahme der Almosenwirtschaft (21.01.2024)
Vor Jahrzehnten als akute Nothilfe gegründet, versorgen Tafeln inzwischen zwei Millionen Bedürftige – soweit denn die Spenden reichen. Das Armutsproblem werde damit nicht ent- sondern eher verschärft, warnen Experten.

Deutschlandfunk Kultur: Notdienste – Lücken in der Versorgung durch fehlende Poolärzte (19.01.2024)

Deutschlandfunk Kultur: Altersarmut – Wenn ehemalige Gastarbeiterinnen in Rente gehen (19.01.2024)

DLF: Einbürgerungsgesetz – Zu liberal oder Anreiz für Fachkräfte? (19.01.2024)
Das neue Einbürgerungsgesetz erhöhe Risiken durch schlecht integrierte Migranten, warnt CDU-Innenexperte Alexander Throm. Reem Alabali-Radovan, Integrationsbeauftragte der SPD, kontert: Die Reform schaffe Anreize für dringend benötigte Fachkräfte.

DLF: Leben auf der Straße – So blicken Obdachlose auf die Gesellschaft (18.01.2024)
Die Bevölkerung schaut auf Obdachlose. Das ist die zumeist wahrgenommene Blickrichtung. In dieser Ausgabe der „Systemfragen“ drehen wir die Perspektive um: Wie denken diese Menschen über unsere Gesellschaft? Was wünschen sie sich von der Politik?

Deutschlandfunk Kultur: Zukunft der Arbeit – Von der Arbeits- zur Tätigkeitsgesellschaft (18.01.2024)

DLF: Ukrainische Flüchtlinge – Warum der Jobeinstieg oft schwierig ist (17.01.2024)

Deutschlandfunk Kultur: Krankenhausreform – Wie die Klinik Haan abgewickelt wird (17.01.2024)

HR: Nachhaltig leben – nur was für Reiche? (16.01.2024)
E-Autos, Wärmepumpe, fair fashion oder Bio-Ware. Ist das nur etwas für wohlhabende Menschen? Wie teuer ist es, nachhaltig zu leben? Wer kann sich einen ressourcenschonenden und umweltfreundlichen Konsum leisten? Auf der anderen Seite konsumieren gerade arme Menschen weniger und leben damit im Schnitt sowieso klimafreundlicher. Förderungen für ein nachhaltiges Leben gehen in der Regel an ihnen vorbei. Es wird sogar vor einem sozialen Unfrieden gewarnt, wenn Klimapolitik auf Kosten der ärmeren Haushalte betrieben wird, während wohlhabendere Menschen von zukunftsträchtigen Technologien profitieren, weil sie subventioniert werden. Wie also können Klimaschutz und soziale Gerechtigkeit Hand in Hand gehen? Und was bedeutet Nachhaltigkeit für alle?

Systemrelevant: Warum man beim Bürgergeld nicht auf Sanktionen setzen sollte (15.01.2024)
WSI-Direktorin Bettina Kohlrausch analysiert die Debatte um das Bürgergeld – Sparmaßnahmen, Sanktionen und die Suche nach sozialer Gerechtigkeit.

WDR: Die neue Lust am Streik – Johanna Wenckebach (15.01.2024)
Fachkräftemangel, Preissteigerungen, eine sich verändernde Arbeitswelt: Wenn Beschäftigte streiken, haben sie oft gute Argumente. In den Gewerkschaften entsteht ein neues Selbstbewusstsein, beobachtet die Juristin Johanna Wenckebach – und erklärt das Streikrecht.

DLF: Bandenkriminalität – Schweden sucht Ausweg aus der Gewaltspirale (15.01.2024)
Die Auseinandersetzungen von kriminellen Banden in Schweden geraten immer mehr außer Kontrolle. Täter und Opfer werden jünger, auch Unbeteiligte werden verletzt oder getötet. Die brutale Gewalt veranlasst die Regierung zu drastischen Maßnahmen.

SWR: Revolution in der Arbeitswelt? Wie die 4-Tage-Woche den beruflichen Alltag verändert (13.01.2024)
Die Vier-Tage-Woche wird in vielen Ländern immer populärer. Auch in Deutschland probieren immer mehr Firmen aus, ob und wie sie Arbeitszeit verkürzen können. Welche Erfahrungen sie machen, wie andere Länder mit dem Thema umgehen und warum das Modell manchmal auch scheitert – dieser Frage geht Geld, Markt, Meinung nach. Und informiert außerdem über das geplante Modell-Projekt zur 4-Tage Woche, an dem sich bundesweit 45 Unternehmen, auch aus Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz beteiligen, und das im Februar startet.

HR: Kalt da draußen: Das Leben auf der Straße (11.01.2024)
Jeder Mensch sollte ein Dach über dem Kopf haben, aber die Realität sieht anders aus: Der Winter ist für Obdachlose und Wohnungslose besonders hart. Und die Zahl der Betroffenen steigt. Im Jahr 2022 waren über 600 000 Menschen in Deutschland ohne eigene Wohnung, ein Anstieg um 67% im Vergleich zum Vorjahr. Die Zahlen für 2023 sind noch nicht raus. Ein Grund ist der Zuzug vieler Menschen aus der Ukraine, aber nicht der einzige. Wir schauen auf die Menschen, die ihr Leben meist auf der Straße verbringen müssen. Was tun Städte und Gemeinden, wer hilft ihnen, wie helfen sie sich selbst? Welchen Gefahren sind sie ausgesetzt? Warum können wir in einem wohlhabenden Land wie Deutschland Wohnungslosigkeit nicht verhindern?

DLF: Profit für alle. Wie Kommunen mehr für das Allgemeinwohl tun können (11.01.2024)
Die Städte und Gemeinden, in denen wir leben, sind wie die Länder und der Bund dem Gemeinwohl verpflichtet. Doch wie kann dieses Ziel, die Ressourcen tatsächlich nachhaltig für alle einzusetzen, wirklich erreicht werden? Einige Kommunen greifen hier auf das Konzept der Gemeinwohl-Ökonomie zurück. Sie überprüfen ihre eigene Arbeit hinsichtlich zentraler Werte wie Solidarität, ökologische Nachhaltigkeit und soziale Gerechtigkeit und fördern entsprechende Prozesse vor Ort. Was ist Gemeinwohl-Ökonomie? Welche Erfahrungen machen hier Kommunen wie die kleine Stadt Brakel, CDU-regiert, im Kreis Höxter in Nordrhein-Westfalen? Und braucht es so einen Weg wirklich? 

DLF: Schluss mit prekär! Fachkräftemangel in der Weiterbildung (10.01.2024)

Deutschlandfunk Kultur: Kindergrundsicherung – Mehr Aufwand als Ertrag (09.01.2024)

DLF: Bürgergelderhöhung – Kirchenvertreter fordern mehr gesellschaftliche Teilhabe für Kinder (09.01.2024)

MDR: Bürgergeld-Sanktionen: Neiddebatte oder konstruktiver Vorschlag? (09.01.2024)
Wenn Bürgergeld-Empfänger wiederholt eine Arbeit ablehnen, soll ihnen nach dem Willen von Arbeitsminister Heil zwei Monate lang die Leistung gestrichen werden. Brauchen Arbeitsuchende wirklich mehr Druck?

WDR: Lauterbachs Revolution? – Doku über den Kampf gegen die Krankenhausreform (07.01.2024)
Es soll die größte Gesundheitsreform in der Geschichte der Bundesrepublik werden: Weniger, aber dafür bessere Kliniken. Doch Interessensgruppen machen gegen die Pläne mobil: Die Länder pochen auf ihre Planungshoheit, die Deutsche Krankenhausgesellschaft will mehr Geld, Bürgerinitiativen kämpfen um jedes Bett. Vor Ort demonstrieren Landräte, Bürgermeister und Bundestagsabgeordnete mit Klinikpersonal und verdi-Aktivisten gegen Schließungen. Was wird von der Krankenhausreform übrig bleiben?

BR: Kalt – arm in Deutschland in einem außergewöhnlichen Winter (03.01.2024)
Acht Menschen, acht Einblicke in unser Land in einem Winter, der von steigenden Lebensmittepreisen, exorbitanten Energiekosten und Zukunftsängsten geprägt ist. Nicht Armutsforscher oder Sozialpolitiker kommen zu Wort, sondern diejenigen, die Expertinnen darin sind, wie es sich am unteren Rand unserer Gesellschaft lebt – mit wenig und in vielen Fällen auch zu wenig Geld. Wie geht es Menschen am unteren Ende der Einkommensskala in diesem Winter? Die Autorin begleitet drei Monate lang acht Menschen an der Basis: Was bringt das neue Bürgergeld, wie geht es Geringverdienern, wie versuchen Sozialarbeiterinnen zu verhindern, dass Familien ins Bodenlose stürzen? Und können die Sachbearbeiterinnen im Jobcenter die wenigstens auffangen? Hält das soziale Netz in Deutschland?

BR: Hilfe! Mitarbeiter dringend gesucht – Der Fachkräftemangel und die Folgen (02.01.2024)
Handwerk, Sozialarbeit, Informatik: Überall fehlen die Fachkräfte. Was sind die Ursachen und Folgen? Wir gehen auf Spurensuche – in den Branchen, die besonders betroffen sind.

SWR: Ein Jahr ohne Hartz – Hält das Bürgergeld seine Versprechen? (30.12.2023)
Die größte Reform des Sozialstaats seit 20 Jahren: So hatte die Regierung das Bürgergeld angekündigt. Mehr Geld sollte es geben und mehr Respekt. Doch was ist daraus geworden?

Deutschlandfunk Kultur: SPD-Politiker Constantin Grosch: „Heime für Behinderte müssen abgeschafft werden“ (30.12.2023)

DLF: Wohnungsnot – Niedersachsen gründet wieder landeseigene Wohnungsgesellschaft (29.12.2023)

Deutschlandfunk Kultur: Altersarmut – Wenn die Rente nicht mehr fürs Essen reicht (29.12.2023)
Jenny und Georg können von ihrer Rente in München nicht leben. Mit ihren Einkünften gelten sie als arm, das Geld reicht nicht einmal zum Essen. Die Hilfe des Vereins „Ein Herz für Rentner“ zu beanspruchen, war für sie keine Selbstverständlichkeit.

DLF: Sachsen-Anhalt – Plattenbaurenaissance, Leerstand und soziale Fragen (29.12.2023)
Es ist in Sachsen-Anhalt wie in vielen Bundesländern: Ballungsgebiete brauchen dringend Wohnraum, auf dem Land stehen Wohnungen leer. Die kommunale Baupolitik muss dabei alles bewältigen – Sanierung, Abriss und das Management von sozialen Spannungen.

BR: Mobiles Arbeiten – Welche Fallstricke lauern im Homeoffice? (27.12.2023)
Viele Berufstätige machen die eigenen vier Wände zum Büro; ersetzen persönliche Kontakte durch virtuelle Meetings. Aber sorgt das für selbstbestimmtes Arbeiten? Oder isoliert es uns und macht uns krank und unzufrieden?

Deutschlandfunk Kultur: Die Demokratieretter – Bürgerschaftliches Engagement in Ostdeutschland (24.12.2023)
Die Demokratie schlittert in Ostdeutschland in eine tiefe Krise. Die AfD befindet sich im Umfragehoch, rechtsextreme Weltbilder sind verbreitet. 2024 wird gewählt. Hat der Osten wirklich ein „Demokratieproblem“?

Deutschlandfunk Kultur: „Smarte“ EU-Grenzen: Flüchtende als Testobjekt für hochriskante KI-Systeme? (23.12.2023)

Deutschlandfunk Kultur: Neue Altersbilder kreieren, ohne ewig jung bleiben zu müssen (19.12.2023)
Alt? Mitnichten! Aber noch zu häufig gibt es eine gesellschaftliche Abwertung von Menschen, die nicht mehr voll im Produktionsprozess sind. Zeit, einen neuen Blick auf das Alter zu werfen.

Deutschlandfunk Kultur: Durchs Raster gefallen – Leben ohne Krankenversicherung (18.12.2023)
Laut Gesetz muss man in Deutschland krankenversichert sein. Doch arbeitslose EU-Bürger, Menschen ohne Aufenthaltsstatus aus Drittländern und Obdachlose leben oft ohne Versicherung. Sie erhalten in Arztpraxen und Kliniken nur eine Notversorgung.

WDR: Managerin in Elternpflege – Vera Schneevoigt (18.12.2023)
Vom Führen zur Fürsorge: Die erfolgreiche IT-Managerin Vera Schneevoigt hat 2022 ihrer Konzernkarriere aufgegeben, um sich um ihre Eltern und Schwiegermutter zu kümmern. Sie fordert neue Arbeitsmodelle, damit Pflegende nicht diskriminiert werden.

DLF: Was ist los in Berlin-Neukölln? (16.12.2023)
Berlin-Neukölln macht Schlagzeilen: brennende Autos zu Silvester, Angriffe auf Polizei- und Rettungskräfte, ein geschlossenes Freibad, zuletzt Ausschreitungen bei pro-palästinensischen Demos. Auffällig ist, viele der Randalierer sind noch sehr jung.

DLF: Kinderarmut – Keine Chancen ohne mehr Teilhabe (13.12.2023)
Rund 2,2 Millionen Kinder und Jugendliche gelten in Deutschland als von Armut bedroht. Ob die geplante Kindergrundsicherung in dieser Lage helfen kann, ist politisch umstritten. Was bedeutet es für ein Kind, in Deutschland arm zu sein?

HR: Mobil, agil und flexibel – Was bringt uns New Work? (13.12.2023)
Vier-Tage-Woche, Sabbatjahr und die Work-Life-Balance fest im Blick, so beschreiben manche Personalverantwortlichen junge Bewerber und Bewerberinnen. Sie können sich so ein selbstbewusstes Auftreten und solche Forderungen leisten. Denn in Zeiten des Fachkräftemangels ringen viele Unternehmen schon jetzt um Nachwuchs und es wird noch schwieriger werden. Diese Situation treibt den Wandel der Arbeitswelt voran. New Work ist zum Schlagwort für eine neue Unternehmenskultur geworden. Alte Hierarchiestrukturen werden aufgebrochen, Mitarbeitende können selbstbestimmter, flexibler und gleichzeitig verantwortlicher arbeiten. Löst New Work die Probleme auf dem Arbeitsmarkt? Können so nicht nur junge Menschen, sondern auch ältere von einer menschlicheren Arbeitswelt profitieren? Und ist dieses andere Verständnis von Unternehmenskultur wirklich für alle passend und in allen Branchen machbar?

SWR: Notfallmedizin am Limit – Was gegen die Überlastung hilft (13.12.2023)
Manche Menschen haben keine Hausärztin und gehen deshalb in eine Notaufnahme. Oder sie schätzen die Rundum-Betreuung dort. Die Notfallmedizin muss dringend anders organisiert werden.

BR: Allen das Gleiche? Die Philosophie der sozialen Gerechtigkeit (13.12.2023)
Jedem das Seine? Oder allen das Gleiche? In der Philosophie, die sich von Anbeginn mit Fragen der Gerechtigkeit beschäftigt, taucht der Begriff der sozialen Gerechtigkeit erst relativ spät auf. Welche Gedanken und Ideen zum Thema soziale Gerechtigkeit gibt es und wie kann eine Gesellschaft sie erreichen?

Deutschlandfunk Kultur: Bettelverbot in Krefelder Innenstadt – Vor Gericht gescheitert (11.12.2023)

DLF: Bildungspolitik – Neue Zeiten, neue Schule. Essay von Mathias Greffrath (10.12.2023)
Klimawandel, Kriege, Digitalisierung: Was sollten die Bürger des 21. Jahrhunderts angesichts großer Umbrüche wissen? Und was heißt das für unser Bildungssystem? Schulen könnten in solchen Zeiten zu Werkstätten einer Gesellschaft im Aufbruch werden.

Deutschlandfunk Kultur: Triggerpunkte – Der Mythos der polarisierten Gesellschaft (10.12.2023)
Gendersternchen, Lastenräder, „Cancel-Culture“ – es gibt Trigger-Themen, bei denen wir schnell in Freund-Feind-Schemata verfallen. Doch der Eindruck von einer immer stärker polarisierten Gesellschaft sei falsch, sagt der Soziologe Steffen Mau.

SWR: Fit für die postmigrantische Gesellschaft – „Wie man Migranten direkt vor Ort helfen kann“ (10.12.2023)
Angesichts der täglich vielen tausend Menschen, die aus verschiedenen Gründen Zuflucht in Deutschland suchen, stellt sich die Frage, wie man Migration so steuern kann, dass Staat und Gesellschaft nicht permanent überfordert sind. SWR Science Talk mit dem Soziologen Marc Helbling.

DLF: Frankreich – Abgehängte Regionen und Wut auf den Zentralstaat (08.12.2023)
Immer weniger Bahnhöfe, Postämter, Arztpraxen und Menschen – in den Regionen der sogenannten „Diagonale du vide“ in Frankreich herrscht große Leere. Ein Nährboden auch für politische Extreme.

Deutschlandfunk Kultur: Wohnungsmarkt – Freiburg macht Jagd auf Wuchermieten (08.12.2023)

Deutschlandfunk Kultur: Personalmangel – Berlin dünnt Busfahrplan immer weiter aus (08.12.2023)

SWR: Prostitution auf dem Prüfstand – Wie sinnvoll ist ein Sexkaufverbot? (08.12.2023)
Den eigenen Körper gegen Geld anbieten – seit 2002 ist das in Deutschland qua Gesetz nicht mehr sittenwidrig. Dennoch mehren sich die Stimmen, die den Verkauf sexueller Dienstleistungen verbieten wollen. Freier müssten eindeutig kriminalisiert werden, fordern die Kritiker, und plädieren für die Einführung des sogenannten „Nordischen Modells“ nach schwedischem Vorbild. Was spricht für dieses „Nordische Modell“? Hilft es den Prostituierten? Wie kann selbstbestimmte Sexarbeit in Zukunft geregelt werden? Doris Maull diskutiert mit Dorothee Bär – CSU-Politikerin, Anna Lena Ripperger – FAZ Redakteurin, Undine de Riviére – Prostituierte und Gründungsmitglied des Berufsverbands erotische und sexuelle Dienstleistungen

Deutschlandfunk Kultur: Herzklappen und Hirnelektroden – Sind Medizinprodukte wirklich sicher? (07.11.2023)
Die Forschung an Ersatzteilen für den Körper macht große Fortschritte. Allerdings werden diese Produkte nicht immer so gut überwacht, wie es nötig wäre. Die Folge: Hüftprothesen brechen oder Brustimplantate platzen.

DLF: Krankenhausreform – Weniger Betten, mehr ambulante Versorgung (06.12.2023)
Nicht jede Behandlung soll mehr in jeder Klinik möglich sein, dafür soll die Qualität steigen: Das ist ein Ziel der Krankenhausreform. Dabei wird es auch darauf ankommen, stationäre und ambulante Versorgung besser zu verzahnen.

HR: Nix gelernt! Das schlechte PISA-Zeugnis (06.12.2023)
Vor 20 Jahren waren Deutschlands miserable Ergebnisse bei der Pisa-Bildungsstudie noch ein Schock. Inzwischen haben wir uns fast schon daran gewöhnt, dass uns da regelmäßig kein gutes Zeugnis ausgestellt wird. Aber diesmal sind die Ergebnisse nochmal schlechter. 15 jährige Schüler liegen fast ein ganzes Schuljahr zurück in den Kernkompetenzen Mathematik und Leseverständnis. Natürlich fließt da die Corona Zeit mit ein, aber auch ohne Pandemiefolgen verfestigt sich das Bild, dass wir grundlegend etwas ändern müssen, wenn wir die dringend benötigten Potentiale des Nachwuchses zu Tage fördern wollen. Das Ifo Institut warnt bereits vor den enormen Kosten für die Volkswirtschaft, wenn junge Menschen mit immer weniger Kenntnissen von den Schulen kommen

DLF: Antifeminismus – Rückfall in traditionelle Geschlechterrollen? (04.12.2023)
In sozialen Medien werben Influencer für traditionelle Rollenbilder. Auch extreme Ideologien wie der Antifeminismus, beispielsweise verbreitet durch den Influencer Andrew Tate, erfahren Zuspruch. Was bedeutet das für Gleichberechtigung und Demokratie?

DLF: Homeschooling in den USA: weiß, christlich, konservativ? (04.12.2023)

Deutschlandfunk Kultur: Einmal Häftling, immer Häftling? (03.12.2023)
Leila saß im Gefängnis. Sie weiß, wie schwer es ist, wieder Fuß zu fassen im Alltag. Obwohl es im Strafvollzug eigentlich genau darum gehen sollte: Um die Wiedereingliederung in die Gesellschaft. Soweit die Theorie. Doch wie sieht die Realität aus?

SWR: Benedikt Fischer, Suchtforscher: Ist Cannabis bald legal? (01.12.2023)
Die deutsche Bundesregierung will Cannabis legalisieren. Kritiker haben Bedenken, dass dadurch in Zukunft noch mehr Menschen diese Droge konsumieren. Die Ampel-Koalition argumentiert, sie wolle durch einen „kontrollierten Umgang mit Cannabis“ Konsumenten besser schützen und den illegalen Markt eindämmen. Vorreiter bei der Legalisierung von Cannabis war Kanada: Dort dürfen Erwachsene seit fünf Jahren Cannabisprodukte in bestimmten Geschäften kaufen, im Internet bestellen und teilweise zu Hause anbauen. Wie sind die Erfahrungen seither? Das erforscht Benedikt Fischer von der Simon Fraser University in Vancouver. Die Bilanz fällt durchwachsen aus: Der illegale Handel mit Cannabis ist durch die Freigabe zwar geschrumpft, allerdings kamen mehr Menschen wegen Cannabis in Notaufnahmen und Krankenhäuser.

WDR: Pharma-Standort Deutschland: „Hat keine Alternative“ (30.11.2023)
Die Bundesregierung will die Pharma-Industrie in Deutschland stärken. „Wir müssen die Produktion wieder nach Europa holen, um weniger abhängig zu sein“, sagt Reinhard Strametz, Professor für Patientensicherheit: „Das wird eine riesige Kraftanstrengung.“

WDR: Chancenungleichheit schon in der Kita? (28.11.2023)
Kinder aus benachteiligten Familien bekommen seltener einen Kitaplatz, auch wenn sie Bedarf haben. Prof. Dr. C. Katharina Spieß, Direktorin des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung, spricht mit Ralph Erdenberger über die Ursachen der „Kita-Gap“.

Deutschlandfunk Kultur: Ukrainische Flüchtlinge – Die meisten finden keine Arbeit (27.11.2023)
Nur jeder fünfte Kriegsflüchtling aus der Ukraine findet in Deutschland Arbeit. Eine davon: Kateryna Khalanska aus Odessa. Die Projektmanagerin versucht es in Deutschland im zweiten Anlauf mit einem klaren Plan für sich und ihr Leben.

DLF: Kinderarmut – Wenn Familien zu wenig Geld haben (25.11.2023)
Kein Geld für Hobbys, Nachhilfe oder Urlaub: 2,2 Millionen Kinder und Jugendliche in Deutschland sind von Armut bedroht. Was sich aus der Sicht von Betroffenen, Behörden und Sozialeinrichtungen ändern muss.

DLF: Asyl und Abschiebung – Neues Gesetz, altes Kompetenzwirrwarr (24.11.2023)
Bund und Länder haben sich mit dem „Rückführungsverbesserungsgesetz“ auf neue Regeln für die Abschiebung geeinigt. Ist es eine Verbesserung? Für Betroffene und Behörden bleiben die unterschiedlichen Zuständigkeiten und Regelauslegungen ein Problem.

SWR: Gemobbt, gekündigt, abgefunden – Wie Unternehmen gegen Betriebsräte vorgehen (24.11.2023)
Murat und Amin sind Betriebsräte in Berlin. Während der Pandemie kommt es zu Auseinandersetzungen – ums Kurzarbeitergeld, Dienstpläne, die Reinigung von Toiletten. Die Konflikte werden beigelegt. Aber kurze Zeit später wird eine Filiale geschlossen und Murat und Amin erhalten die Kündigung. Das Feature beleuchtet, wie Union Busting in Deutschland abläuft und warum spezialisierte Anwaltskanzleien schwere Geschütze gegen einzelne Betriebsräte auffahren. Friedrich und Scholz begleiten Murat und Amin, sprechen mit Gewerkschaftern und einem Anwalt, der explizit nur Arbeitgeber vertritt.

Deutschlandfunk Kultur: Care-Arbeit – Wer sich kümmert und wer nicht (22.11.2023)
Die Geschichte der Sorgearbeit zeigt, dass sich vom Gesinde, das dem aufstrebenden Bürgertum seit dem 19. Jahrhundert fast rechtlos zu Diensten war, bis zu der 24-Stundenpflege von heute ein roter Faden zieht: viel Arbeit, wenig Lohn, kaum Rechte.

DLF: Rentensystem in Österreich: Früherer Ruhestand, mehr Geld (22.11.2023)

DLF: Neue Kampagne soll helfen: Frankfurt am Main sucht 5000 neue Kita-Kräfte (22.11.2023)

DLF: Interview mit Sophia Schmitz: Studie über frühe Ungleichen im Kita-Zugang (22.11.2023)

Deutschlandradio Kultur: Jung und schon dement (20.11.2023)
Demenz gilt eigentlich als Alterskrankheit. Immer wieder trifft es auch Menschen mit 50 oder jünger, die mitten im Berufsleben stehen. So jung das Gedächtnis zu verlieren, stellt sie und auch die Angehörigen vor große Herausforderungen.

Deutschlandfunk Kultur: Gastarbeiter – Zwischen Heimweh und Fernweh (19.11.2023)
Bis Anfang der 1970er Jahre kamen zwei Millionen Italiener nach Deutschland. Weil sie schon früh Reisefreiheit genossen, entstand viel Hin- und Herfahren. Wie leben die ehemaligen Gastarbeiter und ihre Nachkommen mit einer Biografie in zwei Ländern?

DLF: Vier-Tage-Woche: Was spricht für und was gegen das Arbeitszeitmodell? (18.11.2023)

SWR: Knast, und dann? – Wege aus der Jugendkriminalität (18.11.2023)
Wenn Jugendliche straffällig werden, bietet das Gesetz viele Möglichkeiten, bevor sie ins Gefängnis müssen: etwa Sozialstunden, Kurse, Täter-Opfer-Ausgleich. Hier steht der Erziehungsgedanke im Vordergrund, aber irgendwann bleibt dann nur noch die Haft. Wie resozialisiert man jugendliche Täterinnen und Täter?

DLF: Zu knapp, zu teuer, zu schlecht – Wohnungsfrust in Hamburg (18.11.2023)
Wer eine neue Bleibe sucht, macht oft ernüchternde Erfahrungen: Bezahlbarer Wohnraum ist Mangelware – zumindest in Deutschlands Städten. Gleichzeitig werden Neubauprojekte wegen gestiegener Zinsen und Fachkräftemangel auf Eis gelegt. Diese Wohnungsmisere trifft viele Menschen, die zur Miete leben. Auch in Hamburg.

SWR: Ausbeutung auf der Autobahn – Trucker aus Osteuropa (17.11.2023)
Mehr als sechs Millionen LKW sind in der EU zugelassen. Pro Jahr transportieren sie über 13 Milliarden Tonnen. Wer am billigsten fährt, bekommt den Auftrag.

HR: Bullerbü ist anderswo: 70 Jahre Kinderschutzbund (16.11.2023)
„Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt.“ Das hat Albert Einstein gesagt. Und aus einem solchen Impuls heraus wurde vor 70 Jahren der Deutsche Kinderschutzbund gegründet. Um eine Welt zu schaffen, in der Kinder vor körperlicher und seelischer Gewalt geschützt, in ihrer Entwicklung gefördert und an allen Entscheidungen, die sie betreffen, beteiligt werden. Auf dem Weg zu einer kinderfreundlichen Gesellschaft hat es in diesen 70 Jahren viele Fortschritte gegeben. Aber von einer unbeschwerten Kindheit wie in Astrid Lindgrens „Bullerbü“ sind viele immer noch weit entfernt. Allein im vergangenen Jahr sind in Deutschland mehr als 100 Kinder getötet worden, und im Durchschnitt werden jeden Tag zwölf Kinder so schlimm misshandelt, dass sie ins Krankenhaus müssen. Wie können wir unsere Kinder besser schützen vor Gewalt in der realen und digitalen Welt, vor Gefahren innerhalb und außerhalb der eigenen Familie?

DLF: Geschichte der Kindheit – Die Entdeckung einer besonderen Lebensphase (16.11.2023)
Viele Jahrhunderte lang wurden Kinder vor allem als Arbeitskräfte, Soldaten-Nachwuchs oder Stammhalter angesehen. Dass Kinder besondere Rechte haben und geschützt werden müssen, ist eine relativ moderne Entwicklung.

DLF: Arbeitswelten in Deutschland und Japan – Morgens um halb zehn (17.11.2023)
Sechs Menschen erzählen vom Alltag ihrer Arbeit. Drei von ihnen leben in Japan, drei in Deutschland. Sie putzen, sie bringen Menschen auf die Welt und sie beerdigen die Toten ihres Landes. Wie unterscheiden sich ihre Arbeitswelten? Worüber denken sie nach, morgens um halb zehn?

DLF: Alzheimer- und Schlaganfall-Koryphäe soll Studie gefälscht haben (15.11.2023)
Es gibt Zweifel an Publikationen des Hirnforschers Berislav Ulokovic. Offenbar geschönte Daten waren Basis für ein Medikament, dass jetzt an Schlaganfallpatienten erprobt wird. Dabei sollen sechs von 66 Probanden verstorben sein.

BR: Wende in der Migrationspolitik: Ist die Solidarität erschöpft? (15.11.2023)
Schnellere Abschiebungen, weniger Anreize, Asylverfahren in Drittstaaten: Deutschland schlägt einen härteren Kurs in der Flüchtlingspolitik ein. Wie viel Solidarität haben wir noch mit Menschen, die aus ihren Heimatländern fliehen, fragt das Dossier Politik. Gäste im Studio sind der Bürgermeister von Hebertshausen, Richard Reischl, und der langjährige Flüchtlingshelfer Reinhard Kastorff aus Moosburg im Landkreis Freising.

DLF: DIW-Präsident: „Arbeit muss sich mehr lohnen“ (15.11.2023)
Die Höhe des Bürgergeldes halte Menschen nicht vom Arbeiten ab, sagt Marcel Fratzscher (DIW). Der Fachkräftemangel habe andere Gründe. Er fordert, den Zuverdienst zum Bürgergeld attraktiver zu gestalten.

WDR: Mit Abi in die Ausbildung (15.11.2023)
Abitur ist in: Immer mehr junge Leute verlassen die Schule mit Hochschul- oder Fachhochschulreife. Könnten studieren – und entscheiden sich doch dagegen. Studien zufolge strebt heute fast jeder und jede Zweite eine Ausbildung an.

WDR: Wie Integration gelingt (13.11.2023)
Die bayerische Gemeinde Hebertshausen mit ihren gut 6.000 Einwohnern hat mehr als fünfmal so viele Geflüchtete aufgenommen wie vorgesehen. Sorgen bereitet das dort kaum jemandem. Bürgermeister Richard Reischl (CSU) sieht Arbeit als Schlüssel für Integration und fordert sogar eine Arbeitspflicht.

BR: Mangel an Arbeitskräften: Rückkehr der Kinderarbeit in den USA (13.11.2023)
Zu viel Arbeit für zu wenige Menschen. In vielen Ländern fehlen Arbeitskräfte – auch in den USA. Dort gehen einige Bundesstaaten deshalb einen umstrittenen Weg: Sie setzen darauf, dass Minderjährige mehr arbeiten und haben deshalb die Regeln gelockert. Kinderschützer schlagen Alarm. Sie warnen, dass vor allem junge Migranten ausgenutzt werden. 

DLF: Prostitution – Wenn Frauen zur Ware werden (11.11.2023)
Seit mehr als 20 Jahren ist das Geschäft mit Sex in Deutschland legal. Heute halten viele das Prostitutionsgesetz von 2002 für einen Fehler. Ein Vorwurf lautet, die Bundesrepublik sei das „Bordell Europas“. Viele Frauen erleben Ausbeutung und Gewalt.

BR: Keine Luft mehr im System – Von traumatisierten Kindern und überlasteten Kitas (10.11.2023)
Ein paar weiße Container neben einer Kuhweide im oberbayerischen Idyll. Darin eine Kindertagesstätte. Erst nur für eine Gruppe aufgebaut, wird hier bald eine zweite aufgenommen- und fast alle ukrainischen Kinder, die in der Kleinstadt im Chiemgau angekommen sind. Keine einfachen Ausgangsbedingungen.

BR: Die Gewerkschaft – Lästig, aber nötig? (09.11.2023)
Die Gewerkschaften haben sich in den letzten 150 Jahren zu wichtigen wirtschaftlichen und politischen Akteuren entwickelt. Doch Antworten auf die herausfordernde Transformation von Arbeit wie Gesellschaft scheinen sie schwer zu finden. Können sie den Wandel mitgestalten – und gleichzeitig selber zukunftsfähig werden?

WDR: Die russische Community in Deutschland (09.11.2023)
Mehr als anderthalb Jahre führt Russland einen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Seitdem sind Millionen Ukrainerinnen und Ukrainer auf der Flucht. Das beschäftigt und spaltet auch die russischsprachige Community in Deutschland. Denn ihre Haltung zu Russlands Krieg und Politik ist ambivalent. 

DLF: Am Ende entscheidet Karlsruhe – Die Geschichte des Bundesverfassungsgerichts (09.11.2023)
„Wir gehen bis nach Karlsruhe!“ Diesen Satz hört man etwa, wenn Politiker ein Gesetz verhindern wollen. Dann soll das Bundesverfassungsgericht entscheiden. Das Gericht genießt großes Ansehen, doch die politische Rolle war von Beginn an umstritten.

DLF: KiTas – Brauchen wir ein Recht auf vorschulische Bildung? (09.11.2023)
Am 19.11.2021 hat das Bundesverfassungsgericht in einer Entscheidung zu Schulschließungen und Distanzunterricht das Grundrecht auf schulische Bildung geschaffen. Der Staat müsse dafür ein Schulsystem schaffen, „das allen Kindern und Jugendlichen gemäß ihren Fähigkeiten die dem heutigen gesellschaftlichen Leben entsprechenden Bildungsmöglichkeiten eröffnet“. Doch wie sieht das mit vorschulischer Bildung aus? Denn auch, wenn Sie in der Öffentlichkeit meist als Betreuungseinrichtungen wahrgenommen werden, KiTas sind für eine erfolgreiche Schullaufbahn enorm wichtig. Sie haben das Potenzial schon früh Mängel auszugleichen. Etwa in der sprachlichen Entwicklung, dem mathematischen Verständnis, in der Motorik – so kann vorschulische- oder frühkindliche Bildung für mehr Bildungsgerechtigkeit sorgen. Doch welche Voraussetzungen brauch es dafür? Müssen wir vorschulische Bildung anders denken und anders aufstellen? Brauchen wir ein Recht auf vorschulische Bildung? Muss die Ausbildung in dem Bereich verändert werden? In den Systemfragen schauen wir uns den Stand der wissenschaftlichen Forschung dazu an und hören Stimmen aus der Praxis.

Deutschlandfunk Kultur: Tunesien und die EU – Mit Drittstaaten Migration kontrollieren (09.11.2023)
Um Migration übers Mittelmeer einzudämmen, hat die EU mit Tunesien ein Abkommen getroffen. Doch dessen Präsident Saied weist die abgesprochenen Finanzhilfen als „Almosen“ zurück. Wie kann die Zusammenarbeit mit Drittstaaten wie Tunesien aussehen?

Deutschlandfunk Kultur: Asyl in Industrieländern – Anreize und Limits für Geflüchtete (08.11.2023)
Die USA, Österreich, die Türkei und Polen sind aus unterschiedlichen Gründen das Zielland vieler Menschen auf der Flucht. Die Leistungen, die diese Länder bieten, sind sehr unterschiedlich, genauso wie die Pflichten und Regeln. Ein Überblick.

DLF: EU-Asylreform – Alter Streit um Migration und Lastenteilung (06.11.2023)
Seit Jahren ringt die EU um eine Reform der Asyl- und Migrationspolitik. Zwar gab es jüngst eine Einigung. Gelöst ist die Frage nach einer fairen Verteilung von Geflüchteten damit allerdings noch nicht.

DLF: Flüchtlinge – Die gefühlte Überforderung bei der Unterbringung (04.11.2023)
Seit Wochen ist in der Migrationsdebatte von einer Überforderung der Städte und Gemeinden die Rede. Eine Forschungsgruppe wollte wissen, wie es um die Lage vor Ort tatsächlich bestellt ist, und fand heraus: Es kommt darauf an, wen man fragt.

Deutschlandfunk Kultur: Krankenhausreform – Weniger Kliniken, dafür mehr Qualität? (03.11.2023)
Zu teuer, zu ineffizient, dazu die Folgen von Corona und Inflation – Deutschlands Krankenhäuser sind in Not. Eine Reform soll das System zukunftssicher und besser machen. Befürworter sehen sie als Revolution, Kritiker fürchten ein Kliniksterben. Es diskutieren: Prof. Dr. Armin Grau (MdB), Berichterstatter für Krankenhauspolitik bei Bündnis 90/Die Grünen, Prof. Dr. Erika Raab, Geschäftsführerin der Kreisklinik Groß-Gerau und Prof. Dr. Jochen Schmitt, Mitglied der Regierungskommission zur Krankenhausreform.

BR: Krankenhausreform zum Wohle der Patienten – Wie wirtschaftlich muss das sein? (03.11.2023)
Eine Krankenhausreform ist bitter nötig – da sind sich die meisten Experten einig. Geht es nach den Wünschen von Gesundheitsminister Lauterbach, dann muss das System „entökonomisiert“ werden. Wie könnte eine ideale Reform aussehen? Darüber diskutiert Sybille Giel mit dem Ethiker Prof. Dr. Andreas Lob-Hüdepohl und der Gesundheitsökonomin Prof. Leonie Sundmacher.

HR: 112 – Kein Arzt dabei? (02.11.2023)
Bei einem Notfall kommt der Rettungswagen mit Sanitätern und oft der Notarzt gleich mit. Das ist nicht immer nötig, sagt Gesundheitsminister Karl Lauterbach. Er will den Rettungsdienst reformieren: Bei vielen Noteinsätze reichten auch gutausgebildete Notfallsanitäter. Sie sollen mehr dürfen: Zum Beispiel Medikamente geben, kleinere Behandlungen durchführen. Notärzte sollen nur im Notfall dazu. Sie fürchten aber, dass dadurch Risiken entstehen für die Patienten. Notfallsanitäter wiederum sehen sich in ihrer Rolle unterschätzt. Wie sieht der Berufsalltag der Retter aus? Was steckt hinter dieser Reform? Verbessert sie das Rettungssystem, oder macht es alles komplizierter? Wo liegen die eigentlichen Probleme? Wir sprechen darüber mit dem Frankfurter Notfallsanitäter Christoph Grüne, mit dem Notarzt Florian Reifferscheid von der Bundesvereinigung der Arbeitsgemeinschaften Notärzte Deutschlands (Band), mit Marco König vom Deutschen Berufsverband Rettungsdienst und mit Harald Dreßing vom Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim.

WDR 5: Flexible Arbeitszeiten, Homeoffice: „Kein einheitliches Bild“ (02.11.2023)
Während der Corona-Pandemie erlebten Homeoffice und flexible Arbeitszeiten einen nie zuvor gekannten Boom. Arbeitsrechtlerin Johanna Wenckebach beschreibt, was davon geblieben ist und welche Problematiken das Home Office birgt.

DLF: Macht der Sprache – Wie andere EU-Länder über Migration diskutieren (02.11.2023)
In ganz Europa stehen die Themen Flucht und Migration weit oben auf der politischen Agenda. Sprachforscher haben die Debatten in verschiedenen Ländern verglichen. Sie beobachten eine massive Instrumentalisierung und Beeinflussung mittels Worten.

SWR: Das Pflege-Desaster – die hausgemachte Krise? (31.10.2023)
Sie ist eine der ganz großen Herausforderungen unserer Zeit – die Pflege. Eigentlich. Tatsächlich schiebt die Politik viele damit einhergehenden Probleme seit vielen Jahren vor sich her. Doch inzwischen werden die Rufe nach konkreten Lösungen von allen Seiten immer lauter. Schon heute sind etwa fünf Millionen Menschen in Deutschland pflegebedürftig – im Jahr 2050 werden es nach Schätzungen des Wissenschaftlichen Instituts der Privaten Krankenversicherung 7,25 Millionen sein. Gleichzeitig fehlen bereits jetzt Pflegekräfte und Heimplätze; Angehörige müssen sich zunehmend um die Betreuung kümmern.

DLF: Tafel auf Sylt – Armut gibt es auch auf der reichen Insel (31.10.2023)

Deutschlandfunk Kultur: Roma in Berlin-Neukölln – Gelungene Integration (31.10.2023)
2011 wurde das frühere sogenannte „Rattenhaus von Neukölln“ von einer katholischen Wohnungsgesellschaft gekauft. Seitdem wohnen dort Roma und Nicht-Roma zusammen, zu angemessenen Mieten. Das Wohnprojekt gilt als gelungenes Integrationsvorbild.

WDR 5: Gewaltprävention bei Jugendlichen – Jens Mollenhauer (31.10.2023)
Jens Mollenhauer arbeitete fast vierzig Jahre lang als Polizist. Bis zu seiner Pensionierung leitete er die deutschlandweit einzigartige Jugendschutzeinheit der Hamburger Polizei. Im Gespräch berichtet er, warum Gewaltprävention bei Jugendlichen so wichtig ist.

Deutschlandfunk Kultur: In Schieflage – Warum Pflegeheime ums Überleben kämpfen (30.10.2023)
Hohe Energiepreise, Fachkräftemangel und harte Sparvorgaben machen Pflegeheimen zu schaffen. Dabei schien das Geschäft mit der Pflege einst lukrativ. Nun häufen sich Insolvenzen, während auch die Zahl der Pflegebedürftigen steigt.

SWR: Jobs für Geflüchtete – Wie gelingt Integration in den Arbeitsmarkt? (27.10.2023)
Immer mehr Menschen fliehen nach Deutschland – im Juni waren hierzulande mehr als drei Millionen Geflüchtete registriert. Wie lassen sich die Menschen in den Arbeitsmarkt integrieren? Verhindert die schnelle Vergabe von Sozialleistungen, dass sich Geflüchtete um Arbeit bemühen? Wie kann die Politik Jobhindernisse abbauen? Geli Hensolt diskutiert mit Nicole von Alvensleben – Gründerin Stitch by Stitch, Frankfurt, Richard Arnold – Oberbürgermeister Schwäbisch Gmünd, Professorin Dr. Yuliya Kosyakova – Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) und Professorin für Migrationsforschung, Otto-Friedrich-Universität Bamberg.

HR: Azubis gesucht: Kein Bock oder keine Chance? (25.10.2023)
Rund 1,7 Millionen Menschen im Alter zwischen 20 und 29 Jahren haben keine abgeschlossene Berufsausbildung. Jedes Jahr verlassen zudem Tausende die Schule ohne Abschluss. Dabei würden ihre Potentiale dringend gebraucht. Wir haben in Deutschland einen Mangel an Fachkräften. Arbeitsminister Hubertus Heil will Deutschland zu einem Weiterbildungsland machen. Das passende Gesetz zur Aus- und Weiterbildung ist da. Jetzt wurde in Deutschland eine Ausbildungsgarantie beschlossen, die jungen Leuten, die keinen Ausbildungsplatz in einem Betrieb gefunden haben, zugute kommen soll. Das Problem ist aber auch, dass viele Betriebe die ausbilden wollen, keine geeigneten Bewerber finden. Außerdem stellt sich die Frage, ob die Ausbildung von heute noch taugt für die Arbeitswelt von morgen. Wir sprechen darüber mit Clemens Wieland der sich bei der Bertelsmann Stiftung um Bildung und ‘next generation’ kümmert, mit Marcel Fratzscher vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung, mit dem Metzgermeister Dirk Ludwig und mit Gabriele Wydra-Somaggio vom Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung.

DLF: Günstiger Wohnraum – Wie hohe Kosten den sozialen Wohnungsbau stoppen (25.10.2023)

WDR: Gewalt in der Pflege (24.10.2023)
Beleidigungen, unangemessene Berührungen, Randale: Fast jeder Pflegende hat schon einmal Gewalt und Aggressionen im Beruf erlebt. Um individuell auf solche Patienten einzugehen, ist zusätzliches Personal gefragt. Doch das fehlt meist.

Deutschlandfunk Kultur: Frauen in der Medizin – Studiert, promoviert – aussortiert? (23.10.2023)
Zwei Drittel aller Medizinabsolventen sind Frauen, oft mit exzellenten Noten. Dennoch gelangen nur wenige in Führungspositionen. Liegt es auch daran, dass Frauen seltener bereit sind, dem Job in der Klinik alles, auch ihr Privatleben, zu opfern?

Deutschlandfunk Kultur: Migrationspolitik – Wie Bürokratie die Integration von Geflüchteten verhindert (22.10.2023)
Vor sieben Jahren kamen 24 Gambier in ein kleines Dorf in Oberschwaben. Damals waren alle nach einem Jahr in Arbeit. Wir haben damals berichtet. Doch trotz erfolgreicher Integration macht ihnen die Bürokratie der Ausländerbehörde das Leben schwer.

DLF: Wenn Kiffen legal wird – Der Streit um Cannabis (21.10.2023)
Hilft die Legalisierung von Cannabis, den Schwarzmarkt auszutrocknen oder gefährdet sie die Gesundheit von Jugendlichen? Werden die Gefahren der Droge verharmlost? 200 Seiten ist der Gesetzentwurf lang und umstritten – auch unter Befürwortern.

SWR: Weiterbildung neben dem Beruf – Was können Hochschulen bieten? (21.10.2023)
Das lebenslange Lernen wird für Berufstätige immer wichtiger. Auch Hochschulen entwickeln immer neue Angebote. Sie wollen auch Interessierte ohne Abitur und Studium erreichen.

DLF: Triggerpunkte. Was steckt hinter aufgeheizten politischen Debatten? (19.10.2023)
LGBT, Flüchtlingspolitik, Klimaschutz – bei manchen Themen prallt in Debatten einiges aufeinander. Ein Team Berliner Soziologen hat für ihr neues Buch „Triggerpunkte“ nachgezeichnet, warum die Emotionen so schnell hochkochen, wenn bestimmte Schlagwörter fallen. Gendersternchen, Lastenräder, Obergrenzen: Sie alle sind mitnichten randständige Themen, sondern stehen für empfindliche Stellen der politischen Debatte, an denen letztlich tief verankerte moralische Grunderwartungen verletzt werden. Was genau zeichnet diese Punkte aus? Und was ließe sich daraus lernen?

HR: Verbote oder Regulierung – was schützt Prostituierte? (18.10.2023)
Soll Prostitution ein Gewerbe sein – das sprichwörtlich „älteste Gewerbe der Welt“? Und reicht es, Zwangs-Prostitution und Menschenhandel zu bekämpfen? Oder ist Prostitution grundsätzlich Ausbeutung, durch Zuhälter und „Freier“, und sollte deshalb als „organisierte Kriminalität“ grundsätzlich verboten werden? In Deutschland ist Prostitution seit 2002 nicht mehr sittenwidrig. Und Prostituierte haben seitdem die Möglichkeit, sozialversichert zu arbeiten und ggf. ihren Lohn einzuklagen. Aber Forschungsergebnisse zeigen, dass sich die rechtliche und soziale Lage von Prostituierten durch diese Gesetzgebung eher verschlechtert als verbessert hat. Schweden und andere europäische Länder haben mit dem „Nordischen Modell“ einen anderen Weg eingeschlagen. Kern dieses Modells ist das Verbot, sich sexuelle Dienstleistungen zu kaufen. Strafbar machen sich dementsprechend die Kunden, die „Freier“. Aber auch über dieses Modell gehen die Meinungen auseinander. Wie viel Zwang und wie viel freien Willen gibt es in der Prostitution? Wie legt man den Verbrechern in diesem Gewerbe am besten das Handwerk? Und welche Haltung sollte unser Staat gegenüber der Prostitution einnehmen? Dazu äußern sich u.a. Inge Bell vom Deutschen Institut für Angewandte Kriminalitätsanalyse, die Prostituierte und Kolumnistin Salomé Barthus und Marie Kaltenbach vom „Bündnis Nordisches Modell“.

HR: Im Rotlicht – Das Sexgeschäft und die Frage nach Legalität (18.10.2023)
In Deutschland läuft erneut eine Debatte über den Umgang mit Prostitution. Einzelne Abgeordnete verschiedener Fraktionen fordern ein so genanntes Sexkaufverbot, also die Kriminalisierung der Prostitution. Vor allem die Unionsparteien setzen sich dafür ein, während große Teile von SPD und Grünen dagegen sind. Die BefürworterInnen des Sexkaufverbots wollen damit nach eigener Aussage SexarbeiterInnen vor Gewalt und Ausbeutung schützen und Menschenhandel verhindern. Prostitution soll langfristig abgeschafft werden. Sie plädieren für das sogenannte Nordische Modell, nach dem sich nicht die Sexarbeiterinnen selbst strafbar machen, sondern deren Kunden. Statt des Angebots wird die Nachfrage eingedämmt. Gleichzeitig zeigen internationale Studien, dass gegenteilige Effekte die Folge sind: Verbote verhindern weder Prostitution, noch dämmen sie negative Auswirkungen ein. Wo tatsächlich Zwang und Gewalt eine Rolle spielen, bieten Verbote keinen Schutz, so die Meinung der Gegner des Nordischen Modells.

DLF: Drogen und Obdachlosigkeit – Das Elend am Berliner Leopoldplatz (18.10.2023)

DLF: Paris: Polizei verbietet Essensausgabe an Bedürftige (18.10.2023)

DLF: Drug-Checking – Was die Laboranalyse leisten kann (17.10.2023)
Illegale Drogen vor dem Konsum überprüfen: Nach Modellprojekten gestattet es der Bund den Ländern jetzt per Gesetz, solche Drug-Checkings einzuführen. Wie funktioniert die anonyme Analyse? Und welchen Einfluss hat sie auf den Konsum?

NDR: Armut heute – wie gelingt der soziale Aufstieg? (17.10.2023)
In Deutschland ist etwa jede sechste Person arm oder von Armut bedroht. Trotzdem ist Armut in der Öffentlichkeit oft ein Tabu-Thema. Besonders für junge Menschen. Was bedeutet es, im reichen Deutschland in Armut zu leben? Wie sehr prägen diese Erfahrungen?

DLF: Gewerkschaften in den USA – Beliebt, aber beschränkt (16.10.2023)
Gewerkschaften sind in den USA gerade so beliebt wie seit Mitte der 60er-Jahre nicht mehr. Ihre Anzahl steigt, doch sie sind schwach: Verhandlungen zwischen den Gewerkschaften und Arbeitgebern scheitern oft.

Deutschlandfunk Kultur: Ehrenamtliches Engagement – Helden des Alltags sorgen für Zusammenhalt (14.10.2023)
Ohne sie läuft nichts: Ehrenamtliche leiten Vereine, kümmern sich um Kinder und ältere Menschen. Sie helfen Geflüchteten, löschen Brände und retten Unfallopfer. In Deutschland sind es etwa 30 Millionen. Warum lohnt es sich, sich zu engagieren?

DLF: Sammelunterkünfte für Flüchtlinge – Berlin hält an umstrittenem Konzept fest (13.10.2023)

WDR: Die Schullandschaft in NRW (13.10.2023)
Hauptschule, Realschule und Gymnasium – so kennen es viele von früher. Inzwischen gibt es diverse Schulformen in NRW. Nicht alle sind ein Erfolgsmodell.

HR: Arbeitssuche ohne Barrieren: Der Traum vom inklusiven Arbeitsmarkt (12.10.2023)
Die Zahl der Menschen mit Schwerbehinderung, die eine Arbeit haben, steigt: Doch vom Zielbild der Inklusion im Berufsleben ist Deutschland noch weit entfernt. Jeder zehnte Mensch in Deutschland hat eine Schwerbehinderung, doch nur etwa die Hälfte im Erwerbsalter hat Arbeit. Woran liegt das und ist der Fachkräftemangel die Chance für diese Menschen?

WDR: Medizin zwischen Moral und Gewinn (12.10.2023)
„Unser Gesundheitssystem krankt“, hören wir von Politikern, Gesundheitsexperten und Ärzten. Das beobachtet auch die Hausärztin Laura Dalhaus bei ihrer täglichen Arbeit. Sie sieht in der Gesundheitsversorgung in Deutschland große Fehlentwicklungen. Dennis Burk hat sie in ihrer Praxis besucht.

NDR: Steigende Flüchtlingszahlen – Kippt die Stimmung in der Bevölkerung? (12.10.2023)
Immer mehr Geflüchtete kommen nach Deutschland. Kommunen und Ehrenamtliche sind am Limit. Wie gehen wir damit um?

DLF: Unterbringung von Geflüchteten – Engpass im hessischen Kelsterbach (12.10.2023)

DLF: Unsicherheit. Welchen Politikern vertrauen Menschen in Krisen? (12.12.2023)

DLF: Generationskonflikte – Jede Jugend ist die dümmste? Ok, Boomer! (12.10.2023)
Dem Klischee zufolge wollen junge Leute kaum noch arbeiten und die Boomer-Generation hat den Klimawandel verschlafen. Viel ist die Rede vom Generationskonflikt. Aber woher kommt der Begriff der Generation und was taugt er aus historischer Sicht?

Deutschlandfunk Kultur: Wohnungsmangel: Günstig Bauen – geht das überhaupt noch? (10.10.2023)
Die Gründe für die hohen Baupreise sind vielfältig: Materialpreise, Personalkosten und Grundstückspreise sind gestiegen. Hinzu kommen die hohen Zinsen, die die Finanzierung teurer machen. Ist preiswertes Bauen überhaupt noch möglich?

WDR: Weniger Geld für Freiwilligendienste – und dann? (06.10.2023)
Menschen, die ein Freiwilliges Soziales Jahr absolvieren, leisten viel für die Gesellschaft. Die Ampel plant, Zuschüsse für diese Freiwilligendienste stark zu kürzen. Dadurch könnten 35.000 Stellen wegfallen

BR: Das Fachkräfteeinwanderungsgesetz – Zwischen Ideologie und Notwendigkeit (06.10.2023)
Einwanderungspolitik und Arbeitskräftebedarf hängen in Deutschland von jeher eng zusammen. Vor allem in der Bundesrepublik war die Anwerbung von Fachkräften – oder umgekehrt: die Zuzugsbegrenzung – fester Bestandteil einer Politik, die immer wieder begleitet wurde von lautstarken ideologischen Debatten.

HR: Migration: Wie viel Krise steckt dahinter? (05.10.2023)
„Migrationskrise“ – was steckt alles in diesem Schlagwort? Auf jeden Fall die vielen humanitären Krisen dieser Welt: Krieg, Klimawandel, Hungersnot und Perspektivlosigkeit. Denn alle diese Krisen treiben viele Menschen dazu, ihr Heil zunächst in der Flucht und dann in der EU und damit auch in Deutschland zu suchen. Aber auch die Migrationspolitik der EU-Staaten trägt krisenhafte Züge. Und viele Kommunen z.B. hier bei uns in Hessen kriegen buchstäblich die Krise, weil sie als letztes Glied in der Kette mit einer zu großen Zahl zugewanderter Menschen fertig werden müssen. Aber wie viel Krise steckt wirklich in der Migration? Ein nüchterner Blick tut not. Und zwar nicht nur auf die Herausforderungen und Nöte, sondern auch auf Lösungsansätze, die tatsächlich und nicht nur scheinbar weiterführen. Und die nicht nur Krisen abwenden, sondern vielleicht auch Chancen eröffnen können. Wie lassen sich die Belastungen, die mit Zuwanderung einher gehen, sinnvoller und zumutbarer verteilen? Und wie lässt sich Integration (gerade auch in den Arbeitsmarkt) zum Nutzen aller vorantreiben?

DLF: Geschichte des Alkohols – Kultur und Exzess (05.10.2023)
Von wilden Partys in der Antike bis hin zu Heilschnäpsen im Mittelalter: Die Menschen berauschen sich seit Jahrtausenden am Alkohol. Versuche, ihn zu verbieten, waren in der Geschichte nicht besonders erfolgreich.

DLF: Migration – Aufgeheizte Stimmung und mögliche Lösungen (02.10.2023)
Vor den Landtagswahlen gehört die ungesteuerte Migration nach Deutschland und Europa zu den wichtigen Debattenthemen. Städte und Landkreise wissen nicht mehr, wo sie die Flüchtlinge unterbringen sollen. Wie kommt Deutschland aus der Migrationskrise?

Deutschlandfunk Kultur: Ostdeutsche Identität – Es war nicht alles gut, aber … (02.10.2023)
Zwei Drittel der Ostdeutschen empfinden eine Verbundenheit mit Ostdeutschland. Auch die Wahlerfolge der AfD zeigen, dass im Osten die Uhren anders ticken als im Westen. Ein Blick auf ostdeutsche Identitäten und westdeutsche Wahrnehmungsmuster.

DLF: Jung, arbeitslos und mit welcher Perspektive? Was Jobcenter leisten können (30.09.2023)
Gesprächsgäste: Jens Peick, MdB SPD, Dortmund, Mitglied und Berichterstatter im Arbeits- und Sozialausschusses, ehemals Jobcenter-Mitarbeiter; Dr. Christina Herrmann, Verein Pro Arbeit Aachen, Mit-Verfasserin eines Protestbriefs, Dr. Matthias Schulze-Böing, Verein Beschäftigungspolitik: kommunal (bp:k), ehemaliger Geschäftsführer von MainArbeit, Kommunales Jobcenter Offenbach.

DLF: Alltagshelden – Warum ohne Ehrenamt nichts läuft (30.09.2023)

SWR: 4-Tage Woche – Können wir uns das leisten? (29.09.2023)
Weniger arbeiten bei gleichem Lohn – mit dieser Forderung zieht die IG in die nächsten Tarifverhandlungen in der Eisen- und Stahlindustrie. Auch in anderen Branchen träumen viele von der 4-Tage-Woche. Unbezahlbar und in Zeiten des Fachkräftemangels auch kontraproduktiv, heißt es dagegen aus der Wirtschaft, die vor Produktivitätsverlusten warnt. Pilotprojekte dagegen sagen: wer nur vier Tage wöchentlich arbeitet, ist nicht nur gesünder und sondern auch genauso produktiv. Ist die 4-Tage Woche das Arbeitszeit-Modell der Zukunft oder überfordert es die deutsche Wirtschaft? Geli Hensolt diskutiert mit Gregor Kalchthaler – Mitgründer der Unternehmensberatung Intraprenör, Marie-Christine Ostermann – Präsidentin des Verbandes „Die Familienunternehmer“, Prof. Enzo Weber – Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) und Inhaber des Lehrstuhls für Empirische Wirtschaftsforschung an der Uni Regensburg.

BR: Angst haben fast alle – Gewalt im Leben von Obdachlosen (29.09.2023)
Helle, Tommy, Melli, Umut und andere treffen sich täglich an einem Berliner Bahnhof. Sie haben keine Wohnung und helfen einander. Ihr Leben ist geprägt von Gewalt. Streit im Milieu, Brandattacken von Jugendlichen, Angriffe durch Rechtsextreme; Securities vertreiben sie und Unbekannte beleidigen sie. Warum werden sie zur Zielscheibe?

HR: Alles andere als selbstverständlich – Nöte von pflegenden Angehörigen (28.09.2023)
Rund vier von fünf Pflegebedürftigen in Deutschland werden zu Hause versorgt. Meist übernehmen die eigenen Kinder, der Ehepartner oder andere Angehörige diesen oft sehr kräftezehrende Arbeit. Dabei müssen sie nebenbei noch den eigenen Alltag stemmen, zwischen Job, Familie und den übrigen normalen Problemen. Wer kümmert sich um die pflegenden Angehörigen? Das ist ein Thema auf dem Pflegetag, der heute in Berlin startet. Wir schauen in die Familien, in denen sich die erwachsenen Kinder um ihre betagten Eltern kümmern, und fragen, was sie sich wünschen – und wo ihre großen Schwierigkeiten liegen. Was plant die Politik? Und was ist von der Idee der bezahlten Pflegezeit zu halten?

SWR: Verteilen, steuern, begrenzen? Der Streit um die Migration (27.09.2023)
Ex-Bundespräsident Gauck warnt vor einem „Kontrollverlust“, CSU-Chef Söder fordert eine „Integrationsgrenze“ – seit Tagen wird der Ton in der Flüchtlingsdebatte rauer. Die Bilder von vollen Auffanglagern auf Lampedusa, die Klagen überforderter Kommunen und nicht zuletzt die Erfolge der AfD sind für viele der Beweis, dass es im Umgang mit dem Thema Migration einen neuen Kurs braucht: weniger Moral, mehr Realismus. Doch wie könnte eine realistische Migrationspolitik aussehen? Ist sie nur ein anderes Wort für Abschottung? Was kann, was muss Deutschland für Flüchtlinge leisten? Michael Risel diskutiert mit PD Dr. Stefan Luft- Migrations- und Integrationsforscher, Universität Bremen, Sophie Meiners – Migrationsforscherin, Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik, Prof. Dr. Dr. Maximilian Pichl – Rechts- und Politikwissenschaftler, Hochschule RheinMain.

DLF: Hausbesuche von Ärzten – Eine Pflicht mit Problemen (27.09.2023)
Sie dauern länger, sind aufwändig und ein Minus-Geschäft – aber Ärzte sind verpflichtet bestimmte Hausbesuche zu machen. Nur kommen immer weniger Ärzte zu ihren Patienten nach Hause. Digitale Lösungen können bei der Versorgung helfen.

Deutschlandfunk Kultur: Downtown San Francisco – Leerstand, Drogen, Gewalt (27.09.2023)
Über die Folgen der Covid-Pandemie wird viel gesprochen. Seltener geht es dabei um das Stadtbild. In San Francisco hat sich dieses in den letzten Jahren dramatisch verändert. Der Leerstand ist unübersehbar – die Drogenprobleme so schlimm wie nie.

DLF: Arbeitskräftemangel – Warum viele Ausbildungsplätze unbesetzt bleiben (25.09.2023)
Seit dem Start des Ausbildungsjahres im August sind fast 230.000 Ausbildungsplätze unbesetzt. Das sind doppelt so viele wie noch vor zehn Jahren. Demgegenüber stehen 100.000 Jobsuchende und der Fachkräftemangel, den viele Branchen beklagen.Seit dem Start des Ausbildungsjahres im August sind fast 230.000 Ausbildungsplätze unbesetzt. Das sind doppelt so viele wie noch vor zehn Jahren. Demgegenüber stehen 100.000 Jobsuchende und der Fachkräftemangel, den viele Branchen beklagen.

BR: Zwischen Patienten und Straftätern – Unterwegs mit einem Pfleger auf einer forensischen Station (25.09.2023)
Wenn Menschen mit psychischer Erkrankung straffällig werden, kommen sie in die sogenannte Forensik. Welche Therapie gibt es dort und wie ist der Alltag? Gabriele Knetsch war einen Tag lang mit einem Pfleger auf einer forensischen Station unterwegs.

Deutsche Welle: Cannabislegalisierung: „Bürokratisch und komplex“ (22.09.2023)
Deutschland wird wohl Ende des Jahre Cannabis legalisieren. Ein neuer Wirtschaftszweig wird aber erstmal nicht entstehen, sagt der Wettbewerbsökonom Justus Haucap. Bei der Legalisierung könne man viel von anderen Ländern lernen.

BR: Dorfläden in Bayern – Regional einzukaufen ist so beliebt wie bedroht (22.09.2023)
Die Nahversorgung erscheint in kleineren Ortschaften, aber auch in einzelnen Stadtteilen zunehmend ausgedünnt. Aus dieser Problemlage heraus hat sich in Bayern eine Gegenbewegung entwickelt. Viele Dorfläden wurden neu gegründet.

NDR: Massive Kürzungen: Sind die Freiwilligen-Dienste noch zu retten? (21.09.2023)
Der Bund will seinen Etat für Freiwilligendienste deutlich kürzen. Welche Folgen hat das? Und welche Bedeutung haben „Buftis“ für unsere Gesellschaft?

Deutschlandfunk Kultur: Misere Lehrermangel – Quereinsteiger in Schulen sind unverzichtbare Notlösung (16.09.2023)

SWR: Streit ums Bürgergeld – Wie viel Sozialstaat können wir uns leisten? (15.09.2023)
Das Bürgergeld steigt, die Kindergrundsicherung kommt, gleichzeitig aber schwächelt die deutsche Wirtschaft. Viele fordern deshalb, der Staat müsse Sozialleistungen überdenken, möglicherweise reduzieren. Das Argument: Es kann nur verteilt werden, was zuvor erwirtschaftet wurde. Die Diskussion um den Umbau des Sozialstaates läuft. Wer soll wie unterstützt werden? Und wie lässt sich das System weiterhin finanzieren? Geli Hensolt diskutiert mit Prof. Christoph Butterwegge – Armutsforscher und Politikwissenschaftler an der Universität Köln, Prof. Bettina Kohlrausch – Wissenschaftliche Direktorin des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung, Dr. Dorothea Siems – Volkswirtin und Chefökonomin, „Welt“.

Deutschlandfunk Kultur: Sicherheit – Konzepte in Städten gegen Kriminalität (14.09.2023)

DLF: Wohnalternativen 60+ – Den Jahren mehr Leben geben (12.09.2023)
So wirbt der Dresdner Verein „Altwerden in Gemeinschaft“ für „WGs“ im höheren Lebensalter. Das Interesse daran ist groß, denn immer mehr Menschen fragen sich, was passieren wird, wenn sie Hilfe brauchen, vor allem dann, wenn sie allein sind.

HR: Geldmaschine Sportwetten – Das Spiel mit der Sucht (06.09.2023)
Seit der Freigabe der Sportwetten im Herbst 2020 boomen in Deutschland die Sportwetten. Die Folge: 1.4 Millionen Menschen gelten in Deutschland als pathologisch spielsüchtig. Aber wieso machen Sportwetten so schnell süchtig und was tut die Bundesregierung dagegen?

DLF: Kampf um jeden Quadratmeter – Wie die Niederlande die Wohnungsnot lindern wollen (02.09.2023)

HR: Leere in der Lehre – Betriebe und Jugendliche finden sich selten (31.08.2023)
Immer mehr Betriebe versuchen verzweifelt neue Auszubildene zu finden. Immer mehr Lehrstellen bleiben deshalb unbesetzt. Gleichzeitig suchen immer mehr junge Menschen ohne Erfolg einen Ausbildungsplatz. Außerdem steigt die Zahl der Menschen, die ohne Berufsabschluss ins Arbeitsleben starten. Dem möchte die Bundesregierung entgegenwirken und hat deshalb die sogenannte „Ausbildungsgarantie“ im Weiterbildungsgesetz beschlossen. Diese gilt ab dem 01.08.2024 und soll jedem jungen Menschen in Deutschland eine Ausbildung garantieren. Sofern er das möchte. Doch diese Garantie hat ihre Schwächen und in bestimmten Regionen – u.a. auch in Hessen – wird sie vrstl. gar nicht greifen. Im Nachbarland Österreich gibt es seit Jahren eine Ausbildungsgarantie – sie funktioniert aber anders als das deutsche Modell.

NDR: Ehrenamt – Wer engagiert sich eigentlich noch für die Gesellschaft? (30.08.2023)

DLF: Diakonie, AWO, Caritas – Warum Wohlfahrtsverbände wachsen (30.08.2023)
Die Wohlfahrtsverbände zählen zu den großen Arbeitgebern in Deutschland. Die Beschäftigtenzahlen steigen. Denn immer mehr Menschen brauchen Pflege oder Hilfe, während der Staat soziale Aufgaben zunehmend an die freie Wohlfahrtspflege abgibt.

SWR: Die Kindergrundsicherung – Meilenstein im Kampf gegen Armut? (28.08.2023)
Wohl kein Gesetzesvorhaben ist in der Ampel so umstritten wie die Kindergrundsicherung. Die grüne Familienministerin Paus will sie unbedingt durchsetzen und bekommt Rückendeckung von Sozialverbänden allen voran dem Kinderbund. Finanzminister Lindner steht dagegen auf der Bremse. Mehr als zwei Milliarden will er für die Kindergrundsicherung nicht locker machen. Dagegen hat die Diakonie ausgerechnet, dass mindestens 20 Milliarden Euro pro Jahr benötigt würden, um die fast zwei Millionen Kinder, die in Haushalten mit Sozialleistungen leben, aus der Armut zu holen. Die neue Kindergrundsicherung soll nach den Plänen der Bundesregierung ab 2025 ausgezahlt werden. Sie soll bisherige Familienleistungen bündeln, wie Kindergeld, das Kinder-Bürgergeld, den Kinderzuschlag, möglicherweise auch die Unterstützung für Bildung und Teilhabe.

DLF: Spanien – Wenn die Rente an die Inflation gekoppelt ist (25.08.2023)
Die Inflation lässt die Renten in vielen Ländern faktisch schrumpfen. Spanien geht mit einer besonderen Rentenreform voran: Die Renten werden an die Inflation gekoppelt und steigen stetig an. Gut für die Alten, doch was ist mit der jungen Generation?

HR: Der digitale Doktor: Künstliche Intelligenz in der Medizin (25.08.2023)
Einige sprechen gar von einer Revolution: Künstliche Intelligenz könnte unsere heutige Medizin maßgeblich verändern. Sie könne Ärztinnen und Ärzte bei der Analyse von Röntgen- und Ultraschallbildern sowie bei Diagnostik und Behandlung unterstützen. Überall, wo Daten entstehen, könne die KI helfen, so bei Blutdruckmessungen, Blutwerten, Sauerstoffsättigung zum Beispiel oder auch bei unter dem Mikroskop untersuchten Blutzellen, Ultraschall- und MRT-Aufnahmen. Was aber kann die KI wirklich besser als der Mensch, und wo sind Ärztinnen und Ärzte weiter unablässig?

Deutschlandfunk Kultur: Flüchtlingsunterkünfte – Zwischen Angst, Langeweile und Zuversicht (21.08.2023)
Fast 1,5 Millionen Menschen haben seit 2022 in Deutschland Zuflucht gefunden. Die meisten beginnen ihr neues Leben in großen Sammelunterkünften. Wie lebt es sich dort nach traumatischen Fluchterlebnissen – zwischen dünnen Wänden, ohne Privatsphäre?

DLF: Working Class: Die Wohlstandsillusion (20.08.2023)
Es ist die bescheidene, deutsche Variante des „American Dream“, das Versprechen an die Kinder „Ihr sollt es einmal besser haben.“ Allein: Es trägt in vielen Fällen nicht mehr. Vermögensaufbau aus eigener Kraft ist für viele Bundesbürger unmöglich.

NDR: Licht aus, Streik an: Die Folgen des Arbeitskampfes in Hollywood (20.08.2023)
Hollywood produziert gerade das, was es am besten kann: Schlagzeilen. Auf der einen Seite rettet der “Barbie”- Film das Kino, macht in drei Wochen eine Milliarde Dollar Umsatz. Auf der anderen Seite stehen die Macher, die Drehbuchautoren und Schauspieler nicht am Filmset und kurbeln das Filmgeschäft weiter an, sondern legen die Traumfabrik mit einem Streik lahm. Es geht um Geld und den Einfluss von Künstlicher Intelligenz. Noch ist nicht absehbar, wann der Streik enden wird. Katharina Wilhelm aus dem ARD-Studio Los Angeles erklärt, was die Parteien fordern und warum die Kreativen der Branche um ihre berufliche Zukunft fürchten.

Deutschlandfunk Kultur: Heime für Behinderte müssen abgeschafft werden (19.08.2023)
Nach Recherchen des Vereins Ability Watch kommt es in Behindertenwohnheimen systematisch zu Gewalt. Der Vereinsvorsitzende und SPD-Politiker Constantin Grosch fordert die Abschaffung der Heime und ein selbstbestimmtes Leben für alle Menschen.

SWR: Mehr Rente: So soll die private Altersvorsorge besser werden (19.08.2023)
Die Bundesregierung hat die Reform der privaten Altersvorsorge angeschoben. Ziel ist es, mehr Bürger zum Sparen fürs Alter zu motivieren und die staatlich geförderte Riester-Rente attraktiver zu machen. Schon seit langem steht die einst gefeierte Riester-Rente in der Kritik. Sie gilt angesichts hoher Kosten und oft magerer Renditen als Fehlschlag. Eine Kommission im Auftrag der Bundesregierung hat nun Vorschläge zur Reform der privaten Altersvorsorge vorgelegt.

Deutschlandfunk Kultur: Einkaufen in ländlichen Regionen -„Dahoom“-Läden in Baden-Württemberg (18.08.2023)

SWR: Legalisierung von Cannabis – Neustart in der Drogenpolitik? (17.08.2023)
Seit 1929 ist Cannabis in Deutschland verboten. Mit dem geplanten Gesetz zur Teil-Legalisierung der Droge vollzieht die Bundesregierung nun die Kehrtwende: Kontrollierte Abgabe durch Vereine statt Schwarzmarkt und Kriminalisierung. Jetzt soll es im Kabinett beschlossen werden. Aber wie überzeugend ist das neue Gesetz? Und ist dieser drogenpolitische Neustart richtig? Norbert Lang diskutiert mit Prof. Dr. med. Derik Hermann – Suchtmediziner und Chefarzt im Therapieverbund Ludwigsmühle, Dr. med. Marianne Klein – Ärztliche Direktorin Klinikum Schloss Winnenden, Georg Wurth – deutscher Hanfverband.

Deutschlandfunk Kultur: Wohnungsnot in Berlin – Schlechte Prognosen für Ärmere (16.08.2023)

rbb: Wieder im Trend: Werkswohnungen (16.08.2023)
Bis in die 1980er Jahren waren Werkswohnungen populär. Dann waren Wohnungen von Unternehmen für ihre Mitarbeiter lange Zeit nicht im Trend. Bis jetzt: Seit einiger Zeit bieten Firmen ihren Angestellten moderne Wohnkonzepte.

DLF: Soloselbständige – Wenn die Krankenkasse auf einmal Nachzahlungen fordert (15.08.2023)
Auch Soloselbständige wie Fußpflegerinnen oder Friseure können in der gesetzlichen Krankenversicherung sein. Aber wenn man die Frist für den Steuerbescheid versäumt, wird es teuer. Diese Erfahrung machen derzeit Tausende.

Deutschlandfunk Kultur: Berlins erster Cannabis Social Club träumt schon vom Wachsen (15.08.2023)
Gemeinsam anbauen und nur an die Mitglieder abgeben: Berlins erster Cannabis Social Club wartet ungeduldig auf das Gesetz zur Freigabe. Die Gründer planen weitere Ableger in der Hauptstadt – und sehen nur positive Folgen für Konsumenten.

Deutschlandfunk Kultur: Verwundbarkeit – „Wir alle brauchen Fürsorge“ (13.08.2023)
Verwundbar sein will kaum jemand – doch sind wir es alle, sagt die Philosophin Jule Govrin. Darin sieht sie die Möglichkeit einer anderen Politik: Eine, die nicht um autonome Individuen kreist, sondern um geteilte Abhängigkeiten und Gemeingüter.

DLF: Von bösen Stiefmüttern und guten Co-Vätern- Geschichten aus dem Patchwork-Glück (13.08.2023)
Im Märchen war noch klar, was von Stiefmüttern zu halten ist. Heute lebt jede zehnte Familie in Deutschland in einer modernen Patchwork-Konstellation. Frauen und Männer gehen immer häufiger neue Partnerschaften ein, den Nachwuchs immer im Schlepptau.

DLF: Kinder- und Jugendhilfe – Hamburgs Anlaufstellen am Limit (12.08.2023)
Wenn ein junges Leben aus den Fugen gerät, ist schnelle Hilfe nötig. Doch viele Anlaufstellen der Kinder- und Jugendhilfe sind überfordert, die Zahl der Kindeswohlgefährdungen ist gestiegen. Blick in ein überlastetes System am Beispiel Hamburg.

DLF: Bildungschancen von klein auf: Kitas als Bildungsorte (12.08.2023)

Deutschlandfunk Kultur: Kitaplatz-Anspruch – Zwischen Wunsch und Wirklichkeit (12.08.2023)
Seit zehn Jahren haben Kinder ab dem ersten Lebensjahr Anspruch auf einen Kitaplatz. So weit die Theorie. In der Praxis fehlen mehr als 380.000 Plätze, Erzieherinnen sind Mangelware. Personal und Eltern sind am Limit. Wie könnte das geändert werden?

rbb: Beratungsstelle: Pflege von Angehörigen ist großes Armutsrisiko (10.08.2023)
Die Union fordert einen Lohnersatz für pflegende Angehörige. Für die Pflegezeit soll es eine Zahlung nach dem Vorbild des Elterngeldes geben, so der Vorschlag. Mara Rick von der Berliner Beratungsstelle „Pflege in Not“ findet, dass das in die richtige Richtung geht. Eine bessere Unterstützung für pflegende Angehörige sei „längst überfällig“.

DLF: Krankenhausreform – Medizinische Versorgung im Nordsaarland vor dem Aus (10.08.2023)

Deutschlandfunk Kultur: Folgen von Kinderarmut und Initiativen dagegen (10.08.2023)

Deutschlandfunk Kultur: Pflegende Eltern – Der Kampf, gesehen zu werden (07.08.2023)
Etwa 240.000 behinderte Kinder werden in Deutschland von ihren Eltern gepflegt ‒ ein Vollzeitjob. In der Flut der Anträge, Therapien und Arztbesuche fühlen sich viele Betroffene allein gelassen. Der Weg zur Hilfe ist komplex und manchmal Glückssache.

DLF: Care-Ökonomie – Liebe als Arbeit? (06.08.2023)
Erziehung, Pflege, Haushalt. Alltägliche Tätigkeiten stehen oft irgendwo zwischen Freizeit und Lohnarbeit. Überwiegend von Frauen verrichtet, oft unbezahlt, aber natürlich aus Liebe? Oder kann Care-Arbeit geregelt und bezahlt werden?

SWR: Hospizarbeit in Deutschland – Sterbende begleiten, den Tod sichtbar machen (04.08.2023)
Viele Menschen möchten gerne zuhause sterben. Die Ehrenamtlichen in der deutschen Hospizbewegung wollen ihnen das ermöglichen. Doch die Bewegung ist jung und ihr fehlt Nachwuchs.

DLF: Arbeit in der Transformation – Sollte Erwerbsarbeit auch sinnstiftend sein (03.08.2023)
Die Arbeitswelt ist seit Jahren von großen Umbrüchen geprägt. Digitalisierung und künstliche Intelligenz haben einerseits zur Arbeitserleichterung, andererseits zur Arbeitsverdichtung geführt. Gleichzeitig wollen junge Leute sich weniger über Arbeit identifizieren. Welchen Stellenwert wird Arbeit künftig in unserer Gesellschaft haben? Wie werden sich die Arbeitsbedingungen wandeln müssen?

Deutschlandfunk Nova: Pflege – Ausbildung, Reform, Notstand (03.08.2023)
Vorträge von Michael Klingenberg, Stefan Greß und Benjamin Ewert.
Wie kann man die Krankenpflegeausbildung verbessern? Wie sieht eine sinnvolle Pflegefinanzierung aus? Wie können sich Pflegende mehr Gehör verschaffen? Die drei Vorträge wurden am 26. Juni 2023 auf der Pflegetagung am Fachbereich Gesundheitswissenschaften der Hochschule Fulda gehalten. Der Vortrag von Michael Klingenberg hat den Titel „Reform des Pflegestudiums – Durchbruch für die akademische Pflegeausbildung?“ Der Vortrag von Stefan Greß hat den Titel „Finanzreform der Pflegeversicherung – Stückwerk statt Strukturreform“. Der Vortrag von Benjamin Ewert hat den Titel „Macht und Ohnmacht der Pflege in den Institutionen des Gesundheitssystems“.

rbb: Messner: „Klimaschutz und Sozialverträglichkeit eng verbinden“ (03.08.2023)
Eine große Mehrheit in Deutschland hält Umweltschutz für wichtig. Wie eine aktuelle Studie des Umweltbundesamtes zeigt, machen sich viele Menschen aber Sorgen, dass ihr sozialer Status unter den Maßnahmen leiden könnte. Klimaschutz könne nur funktionieren, wenn er sozialverträglich ist, betont Dirk Messner, Präsident des Bundesumweltamts.

WDR: Ein Kraftakt – Häusliche Pflege (02.08.2023)
Es ist eine beinahe unmögliche Aufgabe: häusliche Pflege von alten, kranken oder dementen Familienmitgliedern. Angehörige opfern sich auf und müssen ihr eigenes Leben komplett zurückstellen – dennoch fehlt der gesellschaftliche Rückhalt.

DLF: Cyberattacken – Arztpraxen, Kliniken und Krankenkassen im Visier (01.08.2023)
Cyberangriffe haben deutlich zugenommen. Besonders betroffen ist das Gesundheitswesen. Weil es ein „weiches“ Ziel darstellt und weil sich der Bereich stark digitalisiert. Häufig gehen die Angriffe mit Lösegeldzahlungen einher. Zahlen oder nicht?

HR: Meister fallen nicht vom Himmel – Azubis verzweifelt gesucht! (01.08.2023)
Stell dir vor, das Ausbildungsjahr beginnt – und die Werkbank bleibt leer. Zu Beginn des neuen Ausbildungsjahres können abertausende Lehrstellen nicht besetzt werden. Besonders kritisch ist die Lage im Einzelhandel, in Metallberufen, dem Lebensmittelbereich und allgemein in Handwerksberufen. Was tun? Mehr zahlen? Bessere Arbeitsbedingungen? Manche Arbeitgeber werben sogar schon mit der Vier-Tage-Woche für Azubis. Ob das was bringt? Darüber reden wir mit Bäckermeister Martin Dries aus Rüdesheim, dem ehemaligen Schweißer-Lehrling Jason Henß, Arbeitsmarktforscher Prof. Thorsten Schulten und mit der DGB-Bezirksjugendsekretärin Charlotte Dick.

SWR: Zehn Jahre Rechtsanspruch: Wie hat er die Kita verändert? (01.08.2023)
Seit dem 1. August 2013 gibt es einen Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz – um genau zu sein, auf die Betreuung von Kindern unter drei Jahren, die noch nicht in den Kindergarten gehen. Dieser Rechtsanspruch soll Eltern ermöglichen, mit gutem Gewissen und entspannt zur Arbeit zu gehen, und Kindern soll er ermöglichen, sich frei und spielerisch zu entfalten. Gleichzeitig soll die Betreuung frühzeitig zum Beispiel sprachliche Defizite ausgleichen. Anspruch und Wirklichkeit klaffen aber auch noch nach zehn Jahren weit auseinander. Personalmangel ist dabei nur ein Problem, sagt Marcus Bracht, Beisitzer im Deutschen Kitaverband und Geschäftsführer der „educcare Bildungskindertagesstätten gGmbH“ in Köln.

HR: Kitas: „Wir stehen kurz vor einem Kollaps“ (01.08.2023)
Vor exakt zehn Jahren trat der Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz für Kinder unter drei Jahren in Kraft. Zwar ist der Ausbau von Kitas seitdem gut vorangekommen, aber noch immer ist das Angebot nicht ausreichend. Nach neuesten Zahlen des Instituts für Wirtschaft fehlen bundesweit 266.000 Betreuungsplätze für Kleinkinder. Woran liegt das? Ein Gespräch mit Anette Stein, Direktorin Bildung und Next Generation bei der Bertelsmann-Stiftung.

DLF: 10 Jahre Kita-Rechtsanspruch (01.08.2023)

HR: Kein Grund zum Feiern – 10 Jahre Rechtsanspruch auf Kitaplätze (01.08.2023)
Am 1. August 2013 trat der Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz für die Unter-Dreijährigen in Kraft. Ziel war eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf vor allem für Frauen und Alleinerziehende. Schon damals gab es allerdings Zweifel auf Seiten der Kommunen, ob sie genügend Plätze anbieten können. Heute, zehn Jahre später, fehlen nach neuesten Zahlen des Instituts für Wirtschaft bundesweit 266.000 Betreuungsplätze für Kleinkinder. Laut Statistischem Bundesamt bleiben aktuell 60 Prozent der Mütter mit Kleinkindern zu Hause. Wo liegt das Problem? Wie ist die Lage in Hessen? Und was tut die Landesregierung, um dem Mangel entgegenzuwirken?

Deutschlandfunk Kultur: Ein Mensch ist keine Akte – Gesetzliche Betreuung in Deutschland (30.07.2023)

SWR: Gesundschrumpfen oder Kaputtsparen – Was bringt die Krankenhausreform? (27.07.2023)
Als „Revolution“ hat Bundesgesundheitsminister die Einigung mit den Ländern auf Eckpunkte zur Reform der Kliniklandschaft bezeichnet: Schluss mit den Fallpauschalen, komplexe Eingriffe, wie etwa Krebsbehandlungen, sollen nur noch in spezialisierten Häusern stattfinden. Es droht ein harter Wettbewerb, viele Krankenhäuser werden vermutlich auf der Strecke bleiben. Beginnt jetzt also das große Kliniksterben – vor allem in ländlichen Regionen? Und was bedeutet die geplante Reform für die Versorgung der Patienten? Doris Maull diskutiert mit Dr. Susanne Johna – Vorsitzende der Ärztegewerkschaft Marburger Bund, Prof. Dr. Steffen Fleßa – Experte für Gesundheitsmanagement, Uni Greifswald, Martin Gscheidle – Geschäftsführer für Krankenhausfinanzierung und Recht, Baden-Württembergische Krankenhausgesellschaft.

HR: Wieder Streik in Gräfenhausen: Frust und Verzweiflung bei Truckern (27.07.2023)
Der Autobahn-Rastplatz Gräfenhausen hat eine symbolische Bedeutung für osteuropäische LkW-Fahrer. Sie hoffen auf Bezahlung und faire Arbeitsbedingungen in Europa. Bislang hat sich für sie aber nichts gebessert.

SWR: Einsamkeit überwinden – Wege aus der sozialen Isolation (25.07.2023)
Einsamkeit ist ein wachsendes gesellschaftliches Problem – auch unter jungen Menschen. Verschärft wurde die Situation durch die Coronapandemie. Auf Dauer kann Einsamkeit sogar krank machen. Die Politik hat die Brisanz erkannt: Plakate und Videos sollen aufklären, ebenso wird die Forschung gefördert. Zugleich starten Kommunen und Bürger*innen unterschiedliche Projekte, die einsamen Menschen helfen wollen: vom Schwätzbänkle über digitale Angebote bis zu gemeinschaftlichen Wohnformen. Einsamkeit wird aber ganz unterschiedlich empfunden. Was kann helfen?

DLF: Privatinsolvenz – Wenig genutzter Weg in die Schuldenfreiheit (25.07.2023)
Schulden sind ein schambehaftetes Thema – dabei sind rund sechs Millionen Menschen in Deutschland überschuldet. Eine Privatinsolvenz führt in drei Jahren zur Schuldenfreiheit, doch nur wenige stellen sich dem Verfahren. Experten sehen Reformbedarf.

DLF: Kultursensible Pflege – Herausforderung auch für die Pflegenden (25.07.2023)

SWR: Eine für alles? Gemeinschaftsschule in Baden-Württemberg (25.07.2023)
Im letzten Jahr feierten die Gemeinschaftsschulen im Land ihr 10-jähriges Bestehen. Die neue Schulart war und ist als ein Beitrag zur Chancengleichheit gedacht. Gefördert werden sollen Kinder und Jugendliche mit unterschiedlichen Begabungen, und zwar auf dem für sie und ihn bestmöglichen Niveau. So lautet jedenfalls die Theorie. Doch die Wirklichkeit in den mittlerweile mehr als 300 Schulen im Land scheint nicht immer so rosig zu sein, wie eine Umfrage des Verbands Bildung und Erziehung unter Lehrkräften kürzlich deutlich zeigte. Wo liegen die Stärken, wo die Schwächen dieser Schulart?

WDR: Klinik Wartenberg: Schichtplan nach Biorhythmus (24.07.2023)
Auch in der Pflege wird in Schichten gearbeitet – besonders anstrengend in einem ohnehin schon fordernden Beruf. Die Klinik Wartenberg passt den Schichtplan des Personals dem jeweiligen Biorhythmus an. Warum das Mitarbeiter zufriedener, ausgeschlafener und leistungsfähiger macht, erklärt Pflegedienstleiter Norman Daßler.

DLF: Pflege – Wie Senioren von Alltagsbegleitung profitieren (20.07.2023)

DLF: Gesundheit – Warum Finanzinvestoren in Arztpraxen investieren (20.07.2023)

SWR: Feindliche Übernahme – Geht uns durch KI die Arbeit aus? (20.07.2023)
Von der Dampfmaschine bis zum Roboter: Schon immer hat der technische Fortschritt darauf gezielt, schwere und teure menschliche Arbeit zu ersetzen. Aber die nächste Evolution durch künstliche Intelligenz ist so gewaltig, dass selbst Technik-Pioniere wie Elon Musk vor ihren apokalyptischen Folgen warnen. Lässt sich der unheimliche „Geist aus der Flasche“ noch zähmen und produktiv steuern? Sind KI-Systeme wie ChatGPT womöglich sogar die Lösung gegen den Fachkräftemangel? Oder müssen Arbeit und Beschäftigung ganz neu gedacht werden? Geli Hensolt diskutiert mit Dr. Tina Klüwer – Künstliche Intelligenz Entrepreneurship Zentrum (K.I.E.Z.), Daniel Privitera – Zentrum für KI-Risiken und -auswirkungen (kira), Prof. Dr. Johanna Wenckebach – Hugo Sinzheimer Institut für Arbeits- und Sozialrecht (HSI) der Hans-Böckler-Stiftung.

WDR: Neue Sozialpolitik für Deutschland (19.07.2023)
“Wir können uns das leisten.“, sagt Autor und Ökonom Maurice Höfgen über seine Forderungen nach einer neuen Sozialpolitik. Im Gespräch mit Ralph Erdenberger spricht er über steigende Pflegekosten, Kindergrundsicherung und die Politik der AFD.

DLF: Drogenkonsumräume – Hilfe für Suchtkranke, Entlastung der Innenstädte? (19.07.2023)
In vielen Städten ist die offene Drogenszene Normalität geworden. Zu der Diskussion über die richtige Drogenpolitik gehört deshalb auch die Forderung, Drogenkonsumräume einzurichten. Sie sollen Suchtkranken helfen und die Öffentlichkeit entlasten.

DLF: Gefährdet die Krankenhausreform die ärztliche Weiterbildung? (19.07.2023)

Deutschlandfunk Kultur: Psychiatrie in der DDR – Die gestörte sozialistische Persönlichkeit (19.07.2023)
Psychiatrie und Psychologie in der DDR – das war oft eine Gratwanderung. Funktionäre misstrauten der „bürgerlichen Wissenschaft“, Bürger argwöhnten, als unbequem in der Psychiatrie „weggesperrt“ zu werden. Forscher bemühen sich um Aufarbeitung.

Deutschlandfunk Kultur: Diagnose Klimawandel – Wie die ökologische Krise unsere Gesundheit bedroht (18.07.2023)
Hitzewellen oder Ozonrekorde – der Klimawandel gefährdet unsere Gesundheit akut. Womöglich schlimmer sind langfristige Folgen: Chronische Krankheiten nehmen zu, tropische Erreger schleppen neue Infektionen ein. Sind wir dafür gewappnet?

DLF: Inklusion? Fehlanzeige! 12-Jähriger kämpft um Schulhelfer fürs Gymnasium (17.07.2023)

DLF: Den Kitas droht der Kollaps. Interview mit Anja Braekow (13.07.2023)

DLF: Abolitionismus – wie sieht eine Welt ohne strafende Institutionen aus? (13.07.2023)

Deutschlandradio Kultur: Armut am Lebensende. Warum immer mehr Pflegeheimbewohner zu Sozialfällen werden (10.07.2023)

Deutschlandfunk Kultur: Altenpflege in der Krise – Wie es andere Länder besser machen (10.07.2023)

DLF: Zur Lage der Saisonkräfte in der Landwirtschaft (10.07.2023)
Interview mit Stefan Sell.

DLF: Einwanderung, Rentner, Roboter – Lösungen für den Arbeitskräftemangel (08.07.2023)
In vielen Branchen in Deutschland ist der Fachkräftemangel schon heute ein Problem. Dass die Bevölkerung immer älter wird, verschärft die Situation. Verschiedene Ansätze sind notwendig, um dem Problem beizukommen – wenn es überhaupt möglich ist.

DLF: BAföG-Kürzung statt Reform – wie ernst nimmt die Bundesregierung die Not vieler Studierender? (08.07.2023)
Wie groß werden die Einschnitte beim BAföG durch die angekündigten Etat-Einschnitte sein? Wen treffen die geplanten Kürzungen? Und bleibt die versprochene „echte“ Reform auf der Strecke?

BR: Sterbehilfe – die Abstimmung zum Assistierten Suizid und die Folgen (07.07.2023)
Der Bundestag wollte die Beihilfe zum Suizid gesetzlich regeln. Doch beide Gesetzesentwürfe wurden gestern von der Mehrheit der Abgeordneten abgelehnt. Ein Antrag, die Suizidprävention zu stärken, hat hingegen eine große Mehrheit gefunden. Über die Folgen diskutiert Klaus Schneider mit der Palliativmedizinerin Prof. Claudia Bausewein und Internist Dr. Michael de Ridder von der Deutschen Gesellschaft für Humanes Sterben.

HR: Wenn man zum Sterben Hilfe braucht (06.07.2023)
Die Sterbehilfe muss in Deutschland neu geregelt werden. Das hat das Bundesverfassungsgericht entschieden und der Bundestag beschäftigt sich schon länger mit einer Neuregelung. Denn: das allgemeine Persönlichkeitsrecht schließe die Freiheit ein, sich das Leben zu nehmen und hierfür Hilfe bei Dritten zu suchen, befand das Gericht. Und dieses Recht auf selbstbestimmtes Sterben sei nicht auf schwere oder unheilbare Krankheiten beschränkt – es bestehe „in jeder Phase menschlicher Existenz“. Da hat das Verfassungsgericht den Abgeordneten eine schwierige Aufgabe gestellt. Mehrere Entwürfe zu einem neuen Gesetz werden schon länger diskutiert. Bei der Abstimmung über ein neues Sterbehilfegesetzt sind die Fraktionszwänge aufgehoben, die Abgeordneten sollen eine Gewissensentscheidung treffen können. Wie haben die Abgeordneten sich entschieden, welche Folgen hat die Neuregelung und wie können wir als Gesellschaft mit dem Anspruch auf Selbstbestimmung umgehen? Darüber sprechen wir unter anderen mit dem Mitglied des Ethikrates Helmut Frister, dem Arzt und Hospizberater Michael de Ridder und dem Kulturwissenschaftler Thomas Macho.

DLF: Arbeitszeit – Vom Malochen zur Vier-Tage-Woche (06.07.2023)
Viel zu arbeiten galt lange als Statussymbol, doch die Erwerbsarbeit verliert an Bedeutung: Care-Arbeit, Ehrenamt und freie Zeit werden wichtiger. Damit nähert sich unser Arbeitsverständnis wieder dem der vorindustriellen Zeit an.

HR: Hilft Haft? Was Gefängnisse anrichten (05.07.2023)
Wer das Gesetz bricht, muss bestraft werden. Soweit zumindest stimmen Justiz und Volksmeinung überein. Doch wenn es um die Frage geht, was Haftstrafen bewirken können, gehen die Meinungen weit auseinander. Ist das Gefängnis ein Ort der Selbstbesinnung, ein Ort der gesellschaftlichen Resozialisation oder wird hier eine kriminelle Haltung untermauert? Lernen die Menschen hier nur das Überleben in einer Gefängnis-Hierarchie und verlernen jedes selbstständige Handeln? Und wem helfen eigentlich die Ersatzfreiheitsstrafen, die verhängt werden, wenn man Geldstrafen nicht bezahlen kann oder will und die den Staat jährlich mehr als 200 Millionen Euro kosten? Darüber sprechen wir mit Anke Stein, Direktorin der JVA Berlin Moabit, dem Juristen Ronan Steinke und Arne Semsrott, Journalist und Aktivist zur Aufhebung der Ersatzfreiheitsstrafe.

Deutschlandfunk Kultur: Vier-Tage-Woche – Weniger Arbeit, gleicher Lohn (04.07.2023)
Die Vier-Tage-Woche – nur ein schöner Traum? Nach Experimenten von Unternehmen zeigt sich jedenfalls: Die Beschäftigten sind begeistert. Wirtschaftsvertreter hingegen warnen: Die Vier-Tage-Woche könnte den Fachkräftemangel verschärfen.

Deutschlandfunk Kultur: Dänemarks „No-Ghetto“-Politik – Wie Menschen vertrieben werden (04.07.2023)
In Dänemark sollen bis 2030 Viertel mit hoher Kriminalitäts- und Arbeitslosenrate neu durchmischt werden. Ein Teil der Bevölkerung muss umziehen – vor allem Menschen mit Migrationshintergrund sind betroffen.

SWR: Long Covid und ME/CFS – Krimi um eine Krankheit (30.06.2023)
Post Covid ist ein Rätsel. Dabei ist das Syndrom nicht neu. Schon 1955 wurde eine ähnliche Krankheit beschrieben, die nach viralen Infekten auftritt: Chronisches Fatigue-Syndrom.

BR: Work-Life-Balance – Unmöglicher Spagat? (28.06.2023)
Unternehmen werben mit flexiblen Arbeitszeiten, der Müsli-Bar und dem Sabbatical – für die Work-Life-Balance. Und nichts scheint jungen Mitarbeitenden gerade wichtiger als das. Doch wie klappt der Spagat in der Realität? Ein Blick in Wirtschaftsgeschichte und Psychologie: Was ist der Schlüssel zur Balance?

DLF: Arbeitszeiterfassung – Volle Flexibilität oder digitale Stechuhr? (27.06.2023)
In Deutschland muss künftig die ganze Arbeitszeit erfasst werden – nicht nur die Überstunden. Das Bundesarbeitsministerium hat einen ersten Entwurf vorgelegt, wie dies geschehen soll. Jetzt diskutieren Arbeitgeber, Gewerkschaften und die Politik.

Deutschlandfunk Kultur: Investoren kaufen Arztpraxen – Gesundheit als lukratives Geschäft (26.06.2023)
Finanzinvestoren kaufen im großen Stil Arztpraxen. Der Zeitpunkt ist günstig. Viele Ärzte gehen in Rente. Das Nachsehen haben Patienten, denn den neuen Eigentümern geht es vor allem um Rendite. Gesundheitsminister Lauterbach will nun gegensteuern.

SWR: Sucht macht einsam – Hilfe für Drogenkranke und ihre Angehörigen (25.06.2023)
Sowohl in Deutschland als auch in der gesamten Europäischen Union sterben immer mehr Menschen am Drogenkonsum. Doch es fehlt an Prävention und niederschwelligen Beratungsstellen für Suchtkranke. Auch Eltern, Partner und Kinder suchtkranker Menschen müssen begleitet werden.

DLF: Vier-Tage-Woche – Warum es auf die Produktivität ankommt (23.06.2023)
Für eine Vier-Tage-Woche ist die Produktivität entscheidend: Wenn Beschäftigte bei gleichem Gehalt weniger arbeiten, müssen sie in weniger Zeit das Gleiche leisten. In Spanien treibt die Politik das Modell voran, auch in Deutschland gibt es Ansätze.

NDR: Kliniksterben und Krankenhausreform: Steckt Deutschland in der Notaufnahme? (21.06.2023)
Im ganzen Norden machen Klinikmitarbeiter lautstark auf ihre Misere aufmerksam. Wie kann eine gute Versorgung gesichert werden?

BR: Wachstumsbranche Wohlfahrtsverbände – Warum Diakonie, Caritas & Co immer wichtiger werden (19.06.2023)
In Deutschland werden viele soziale Aufgaben traditionell von Wohlfahrtsverbänden erbracht, obwohl der Staat dafür zahlt: Kindergärten von kirchlichen Verbänden wie Caritas oder Diakonie organisieren Kinderbetreuung, aber auch nicht-kirchliche Verbände wie Arbeiterwohlfahrt oder Arbeitersamariterbund verzeichnen etwa in ihren Pflegeeinrichtungen oder Sozialdiensten eine immer höhere Nachfrage. Ihre Belegschaften wachsen und wachsen. Ihre einstigen Mutter-Organisationen, also etwa Kirchen oder SPD und Gewerkschaften verlieren hingegen an Bedeutung. Wie passt das zusammen? Und kann das immer so weiter gehen?

Deutschlandfunk Kultur: Bandenkriminalität in Schweden – Vom Vorzeige- zum Wegschau-Land (19.06.2023)
In Schweden gibt es mehr Schusswaffen-Morde als in jedem anderen Land in Europa. Die Korrespondentin Sofie Donges hinterfragt das deutsche Bild vom Bullerbü-Idyll und erklärt, warum Gewalt und Bandenkriminalität ein solches Ausmaß erreichen konnten.

DLF: Vom Suchen und Finden – Das Erbe der italienischen Arbeitsmigration (17.06.2023)
Armut, Abenteuerlust und ein „Anwerbeabkommen“ brachten in den 50er- und 60er-Jahren Hunderttausende Italiener nach Deutschland. Das deutsche Wirtschaftswunder war auch ihr Erfolg. Viele kehrten in die Heimat zurück, doch etliche pendeln bis heute „zwischen den Welten“.

DLF: Vorsorge für die Rente – Wie sich Altersarmut von Frauen verhindern lässt (16.06.2023)
Armut im Alter betrifft vor allem Frauen. Die jetzt beschlossene Rentenerhöhung wird daran wenig ändern. Eine Ursache sind auch traditionelle Rollenbilder: Der Mann als Hauptverdiener, die Frau sorgt unbezahlt für die Familie.

HR: Fläschchen leer – Apotheken haben fertig (14.06.2023)
Zu Risiken und Nebenwirkungen von Medikamenten werden Sie Ihre Apotheker heute möglicherweise nicht befragen können. Weil sie sich am deutschlandweiten Streiktag der Apotheken beteiligen. Denn in der Apotheke zu arbeiten, ist für sie selbst mit immer mehr Risiken und Nebenwirkungen verbunden: Die Kosten steigen wie die Quecksilbersäule eines Fieberthermometers. Die Verstopfung durch Bürokratie schreit nach einem Abführmittel. Lieferengpässe lassen Medikamente zur Mangelware werden. Und niedrig dosierte Gehaltstarife sorgen dafür, dass immer weniger Menschen bereit sind, hinter der Apotheken-Theke zu stehen. Auf dem Land geht immer mehr Apotheken der Lebenssaft aus: Und so wird die Medikamenten-Versorgung in Deutschland allmählich selbst zum Patienten.

Deutschlandfunk Kultur: Klima, Krisen, Pflichtdebatte – Was bringen Freiwilligendienste? (13.06.2023)
Im Zuge ökologischer und sozialer Krisen hört man immer wieder auch die Forderung nach einem Pflichtdienst für das Gemeinwohl. Doch schon heute engagieren sich viele junge Menschen freiwillig. Sind Freiwilligendienste sinnvoll? Und wenn ja, für wen?

SWR: Unter Beschuss – Können wir uns auf die Polizei verlassen? (12.06.2023)
Schläge, Hetze, Drohungen: Die Gewalt nimmt zu – auf beiden Seiten. Letztes Jahr sind mehr Polizeibeamte angegriffen worden als je zuvor. Andererseits häufen sich Vorfälle von Fehlverhalten bei der Polizei, von Rassismus bis Nötigung. Was läuft da schief? Wer kontrolliert die Polizei? Und wer schützt sie? Marion Theis diskutiert mit Prof. Dr. Tobias Singelnstein – Kriminologe, Rainer Wendt – Deutsche Polizeigewerkschaft, Bettina Zietlow – Polizeipsychologin.

Deutschlandfunk Kultur: Herausforderung demografischer Wandel – nicht nur in Deutschland (10.06.2023)
Weltweit geht die demografische Schere auseinander: In Afrika wächst die Bevölkerung rapide, im globalen Norden nimmt sie eher ab. Migration ist die Folge, doch ist sie auch die Lösung für die Probleme alternder Gesellschaften wie der deutschen? Catherina Hinz, Direktorin des Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung im Gespräch mit Patrick Garber.

DLF: Bildungsnotstand – Deutsche Schulen am Limit (10.06.2023)
An deutschen Schulen fehlen mindestens 12.000 Lehrer, Unterrichtsausfall ist Alltag. Und das trotz Nachholbedarf nach der Coronazeit. Zudem sind viele Schulgebäude baufällig. Experten sprechen von der größten Bildungskrise seit Jahrzehnten.

BR: Bildung als Schlüssel – Wie Kinder im Hasenbergl einen Weg aus der Armut finden (09.06.2023)
Kein eigenes Kinderzimmer, kein Urlaub und ein Leben voller Sorgen: Fast drei Millionen Kinder sind in Deutschland von Armut betroffen. Durch eine gute Bildung können Kinder und Jugendliche einen Weg aus der Armut finden.

DLF: Lehrermangel – Warum Lösungen so schwerfallen (08.06.2023)
Deutschlandweit fehlt es an Lehrerinnen und Lehrern. Der Mangel ist unübersehbar. Die Politik versucht, Antworten zu geben, und auch aus Wissenschaft und Schulen kommen kluge Lösungsansätze. Doch warum führt all das bislang nicht zum Erfolg?

SWR: Rezepte zum Überleben – Was rettet die Apotheke? (07.06.2023)
Immer mehr Ortschaften müssen ohne Apotheke auskommen. Der Betrieb lohnt sich nicht, oder das Personal fehlt. Dabei wächst der Bedarf an Medikamenten; in Deutschland leben zunehmend ältere Menschen. Woher bekommen die künftig Ihre Pillen und Tropfen? Und wie sieht die Apotheke der Zukunft aus? Marion Theis diskutiert mit Steffen Kuhnert – Gesundheitsexperte und Apotheker; Prof. Dr. David Matusiewicz – Gesundheitsökonom, Essen; Gabriele Regina Overwiening – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände, Berlin

Deutschlandfunk Kultur: Geburtshilfe – Wie Hessen Hebammen zurück in die Klinik lockt (07.06.2023)

HR: Unbekümmert in die Altersarmut? – Die Jüngeren und die Rentenfrage die Rente? (06.06.2023)
In Frankreich protestieren Massen gegen die Rentenreform, in Deutschland scheint das Thema kaum zu bewegen. Dabei steht das System der Altersversorgung auf der Kippe. Ein Wunder, dass die Jungen nicht längst aufbegehren. Aber wie ist die Renten-Situation derzeit und was wird auf die jüngere Generation zukommen?

NDR: Rente mit 63, 65 oder 67 – wann ist der richtige Zeitpunkt? (06.06.2023)
Erneut wird über die Rente mit 63 gestritten. Ist sie noch zeitgemäß? Brauchen wir überhaupt ein offizielles Rentenalter?

Deutschlandfunk Kultur: Schulbildung für kranke Kinder – Chancengleichheit? Fehlanzeige! (06.06.2023)
Es macht einen Unterschied, ob ein Kind in Bayern, Hessen oder Niedersachsen geboren ist: Erkrankt es psychisch oder chronisch somatisch, kann die schulische Entwicklung je nach Bundesland sehr unterschiedlich verlaufen.

DLF: Pflegedirektorin Katrin Fromm – „Wir brauchen ausländische Fachkräfte“ (07.06.2023)
Medizin studieren durfte sie in der DDR nicht, also lernte sie Krankenschwester. Als Jugendliche engagierte sie sich in der Friedensbewegung und als Mutter nach dem Amoklauf in Erfurt für ein besseres Schulklima. Als Pflegedirektorin kämpft sie vor allem gegen den Fachkräftemangel in ihrer Branche.

Deutschlandfunk Kultur: Steigende Zahl Demenzkranker – Eine Gesellschaft sucht nach dem Umgang mit dem Vergessen (05.06.2023)
Oft beginnt es damit, dass man sich neue Informationen nicht mehr merken kann. Bis zur Diagnose „Demenz“ ist es meist noch ein beschwerlicher Weg. Heilbar ist die Krankheit bis heute nicht. Doch neue Therapien mit Antikörpern könnten Hoffnung machen.

DLF: „Der institutionelle Gefängnisgedanke macht keinen Sinn“ (04.06.2023)
Sachsens Justizministerin will den Strafvollzug modernisieren. Ex-Gefängnisdirektor Thomas Galli, der mittlerweile als Anwalt die Rechte von Häftlingen vertritt, geht einen Schritt weiter. Wir müssen die Gefängnisidee überwinden, fordert er.

Deutschlandfunk Kultur: Nach der Arbeit hängen die Kleider ihre Menschen auf – Rumänische Arbeitende in Fleischbetrieben (03.06.2023)
2020 brachte Covid rumänische Beschäftigte beim Fleischkonzern Tönnies in die Schlagzeilen. Nach kurzer Zeit war das Medieninteresse wieder erloschen. Dieses Feature lässt sie zu Wort kommen: kein Werksreport, sondern Begegnungen mit Menschen.

SWR: „Asoziale“ und „Berufsverbrecher“ – Die verleugneten Nazi-Opfer (02.06.2023)
Auch Obdachlose, Suchtkranke oder Prostituierte wurden von den Nazis verfolgt, als „Asoziale“ bzw. „Berufsverbrecher“. Erst 2020 erkannte der Bundestag diese Opfergruppe an. Warum so spät? Noch heute ist der „Assi“ ein geläufiges Schimpfwort.

DLF: Legalize it? Eine Geschichte von Rausch und Drogen (01.06.2023)
In Deutschland wird über die Legalisierung von Cannabis diskutiert. Debatten über die richtige Drogenpolitik gibt es schon lange. Noch viel länger aber gibt es berauschende Substanzen, Menschen haben sie wohl auch schon immer konsumiert.

DLF: Prostitutionsgesetz – Frankreich zieht eine gemischte Bilanz (01.06.2023)
Als in Frankreich 2016 das sogenannte Prostitutionsgesetz verabschiedet wurde, feierte die Politik das als Erfolg. Freier wurden erstmals unter Strafe gestellt, Prostituierten sollte geholfen werden auszusteigen. Hat sich dies bewahrheitet?

Deutschlandfunk Kultur: Jubiläum ohne Jubel – 60 Jahre Anwerbeabkommen zwischen Südkorea und Deutschland (31.05.2023)
1963 warb die Bundesrepublik um Bergarbeiter aus Südkorea für den westdeutschen Steinkohlebergbau. Anders als die Gastarbeiter aus der Türkei sind sie eher unsichtbar geblieben, denn sie und ihre Geschichte kommen im kollektiven Gedächtnis kaum vor.

DLF: Leiharbeit – Gleiche Arbeit, weniger Lohn (30.05.2023)
Leiharbeiter verdienen in der Regel knapp ein Fünftel weniger als die festangestellte Stammbelegschaft – und ausgerechnet Tarifverträge ermöglichen das. Das Bundesarbeitsgericht hat nun entschieden, dass dies nicht gegen EU-Recht verstößt.

HR: Angst vor Alter und Armut: Wo die Pflege Lücken hat (26.05.2023)
Am Anfang war das Versprechen: Mit der Pflegeversicherung sollen Pflegebedürftige davor bewahrt werden, wegen der Kosten der Pflege zu einem Sozialfall zu werden. Altersarmut sollte verhindert werden. Heute, 30 Jahre nach der Einigung auf die Einführung einer Pflegeversicherung, sieht es allerdings nicht gut aus: Die Beiträge steigen, die Eigentbeteiligung für die ambulante oder stationäre Pflege auch. Wie zukunftsfest ist die Pflegeversicherung? Und ist sie das richtige Modell für eine alternde Gesellschaft?

SWR: Nach Corona – Was sind die Lehren aus der Pandemie? (26.05.2023)
Grundschüler, die nicht richtig lesen können; Menschen, die wegen möglicher Impfschäden vor Gericht ziehen; ein Gesundheitsminister, der rund um die Uhr von Personenschützern bewacht werden muss: Die Corona-Pandemie ist zwar offiziell vorbei, ihre Spuren sind aber nach wie vor sichtbar. Während eine vom Virus gezeichnete Gesellschaft versucht, nach vorne zu schauen, die Strapazen von Schulschließungen und Kontaktverboten hinter sich zu lassen, gibt es gleichzeitig das Bedürfnis nach einer Aufarbeitung der Corona-Politik: Wie gut hat das Krisenmanagement funktioniert? Wer hat welche Fehler gemacht? Und wie bereiten wir uns auf ähnliche Bedrohungen besser vor? Michael Risel diskutiert mit Dr. Christina Berndt – Wissenschaftsjournalistin, Süddeutsche Zeitung; Prof. Dr. Armin Grau – Bundestagsabgeordneter „Bündnis 90/Die Grünen“; Prof. Dr. Alexander Kekulé – Virologe und Epidemiologe; Dr. René Schlott – Historiker und Publizist, Berlin.

DLF: Daten, Daten, Datenmangel. Wie Sozialforschung in Krisen besser helfen könnte (25.05.2023)
In der Pandemie war es oft Thema: Es mangelt an Daten. Und es wurde oft gefordert, die Sozialwissenschaften in der Krisenbewältigung besser einzubinden. Doch inwiefern hängen die beiden Punkte zusammen? Und welchen Anteil hatten die Sozialwissenschaften selbst an der Situation? Denn das Generieren guter Daten über die Einstellungen und das Verhalten von Menschen bedeutet einen erheblichen Aufwand. Eine Online-Umfrage liefert längst nicht dasselbe Wissen wie ein repräsentatives Langzeit-Panel, vernetzt mit weiteren Daten. Die Corona-Krise hat insofern auch innerhalb der Sozialwissenschaften die Diskussion verstärkt, ob sich die Fächer methodisch besser aufstellen müssen. Anstoßen will das etwa das neue DFG-Forschungsprojekt „New Data Spaces for the Social Sciences“.

Deutschlandfunk Kultur: Sozialwahlen – Wie ein Erfolgsmodell in die Krise schlitterte (23.05.2023)
Sozialwahl – was ist das? Bis Ende Mai können 52 Millionen Wahlberechtigte mitentscheiden, wer die Vertreter für die Selbstverwaltung ihrer Renten-, Kranken- und Unfallversicherung sein sollen. Doch nur wenige beteiligen sich. Eine Ursachenforschung.

Deutschlandfunk Kultur: Politologe: Abstimmung hat wichtige Funktion für unseren Sozialstaat (23.05.2023)
Die alle sechs Jahre stattfindende Sozialwahl trage dazu bei, dass die bürgerliche Kontrolle des Sozialstaats funktioniere, erläutert Politikwissenschaftler Wolfgang Schroeder. Das ist nicht der einzige Grund, warum er für eine Wahlteilnahme wirbt.

Deutschlandfunk Kultur: Streikrecht: britische Regierung plant Verschärfung für Gewerkschaften. Interview Jan Eichhorn (22.05.2023)

WDR: Zu wenig Geld und Personal – Wie sichern wir die Pflege? (21.05.2023)
Gäste: Liane Bednarz, Journalistin & Publizistin ; Claus Fussek, Publizist; David Gutensohn, Zeit Online; Eva Quadbeck, RND-RedaktionsNetzwerk Deutschland

SWR: Internationale Pflegekräfte kämpfen gegen religiöse Vorurteile (21.05.2023)
Bürokratie und Religion sind für internationale Pflegekräfte häufig Hindernisse, in Deutschland zu bleiben. Hinzukommen Vorurteile gegenüber unterschiedlichen Nationalitäten. Im Ausland angeworbene Pflegekräfte bleiben nicht so gerne in Deutschland. Das liegt zum einen an der deutschen Bürokratie, aber auch an interkulturellen und religiösen Aspekten wie Gebetsroutinen und -orten, religiösen Speisevorschriften, Feiertagen und unterschiedlichen Erfahrungen in der Körperpflege von kranken und alten Menschen. Hinzukommen Vorurteile gegenüber anderen Nationalitäten und deren Religion. Und obwohl auch bei christlichen Trägern Pflegenotstand herrscht, bevorzugen sie immer noch christlich getaufte Mitarbeitende.

NDR: Die Bronx brennt nicht mehr – Vom Kiez der Gangs zum Place To Go (21.05.2023)
„Du musstest hart sein, um zu überleben.“ Ana „Rokafella“ Garcia erinnert sich an Glasscherben und Urin-Gestank im Treppenhaus. An den Sound der Sirenen. Sie ist in der South Bronx aufgewachsen und wurde eine der ersten weiblichen Breakerinnen. Heute brennt die Bronx nicht mehr. Der Kiez der Gangs am Harlem River hat sich gewandelt: Der Stadtteil wird schick. Hip Hop feiert seinen 50. Geburtstag. Doch die Bewohner eines der strukturschwächsten Stadtteile der USA kämpfen noch immer. Viele fürchten: Auch ohne Feuer könnten sie bald vertrieben werden.

HR: Wie ChatGPT und Co. die Arbeitswelt verändern (19.05.2023)
Der Chatbot ChatGPT ist eine der am schnellsten wachsenden Anwendungen im Internet. Er kann unter anderem jegliche Art von Text erstellen und das innerhalb von Sekunden. Kein Wunder also, dass das bei vielen Unternehmen Interesse weckt. Viele Mahner warnen schon vor verschwindenden Arbeitsplätzen. Doch es gibt auch viele Chancen.

SWR: Kevin – Eine Jugend am Rande der Großstadt (19.05.2023)
In den Plattenbauten von Hellersdorf ist die Migrantenquote niedrig und die Arbeitslosenquote hoch. Dort lebt Kevin. Langzeitbeobachtung einer Jugend am Rande der Gesellschaft.

DLF: Forschung zu Polizeigewalt – Wie lässt sich rechtswidrige Gewalt im Dienst verhindern? (18.05.2023)
Ein DFG-Forschungsprojekt der Universität Frankfurt am Main zeigt: Übermäßige Polizeigewalt wird zu wenig aufgearbeitet. Die Gründe: fehlende unabhängige Beschwerdestellen, Personalnot und Mängel in der Kommunikation.

BR: Leben im Zwischenland – Ukrainer in Polen (18.05.2023)
Mehr als zwei Millionen Ukrainerinnen sind mit ihren Kindern seit Beginn des Krieges nach Polen geflüchtet. Viele der Geflüchteten sind bei Bekannten und Verwandten untergekommen, aber auch bei völlig Fremden. Die Hilfsbereitschaft der Polen ist zwar weiterhin groß, aber sie läßt langsam nach. Da wird auch gesellschaftliche Erschöpfung langsam spürbar. Ernst-Ludwig von Aster über ukrainische Kriegsflüchtlinge in Polen und ihre Sehnsucht nach einem normalen Leben.

Deutschlandfunk Kultur: #ichbinarmutsbetroffen – Was die Bewegung in einem Jahr erreicht hat. Interview Holger Schoneville (17.05.2023)

BR: Grüß Gott oder Adieu: Braucht es die Kirchen noch? (17.05.2023)
Die Kirchen bekommen mehr als eine halbe Milliarde Euro pro Jahr aus Steuergeld. Die Ampel will diese Staatsleistungen beenden. Zudem treten immer mehr Menschen aus der Kirche aus. Erstmals sind dieses Jahr weniger als 50 Prozent der Deutschen Mitglied in der katholischen oder evangelischen Kirche. Wie kommt die Kirche aus der Krise?

HR: Schaffe, schaffe, abschaffe – Können wir uns weniger Arbeit leisten? (16.05.2023)
Vier-Tage-Woche, mobile Arbeit, New Work – die Arbeitswelt verändert sich schnell. Alte Hierarchien, Arbeitszeitmodelle, Entscheidungsstrukturen werden neu gedacht. Die Digitalisierung bringt Entlastung, aber auch neue Herausforderungen. Die jüngere Generation hat außerdem ganz andere Ansprüche und Erwartungen an die Arbeitswelt:Sie will mehr Raum für Familie, Freizeit, das Leben. en Traum der idealen Work-Life-Balance hegen wir schon lange. Kommen wir ihm näher? Können wir uns weniger Arbeit wirklich leisten?Oder ist weniger vielleicht sogar mehr für alle? Diese Fragen “erarbeiten” wir mit Dieter Zapf, Arbeitspsychologe, mit Mark Hübers vom Institut für Betriebliche Gesundheitsberatung, mit Florian Kunze, Politik- und Verwaltungswissenschaftler, und mit Hubertus Schmitz-Winnenthal, Chefarzt am Klinikum Aschaffenburg, Initiator von “Meine Station”.

BR: Armutsfalle Minijob (15.05.2023)
Der Ruf nach Ausweitung der Minijob-Möglichkeiten wird lauter. Doch die Statistik zeigt deutlich, nur jeder fünfte Minijobber zahlt in die Rentenkasse ein. Die meisten Minijobber führen zudem eine Tätigkeit unterhalb ihres Qualifikationsniveaus aus – ist das für eine Gesellschaft sinnvoll?

Deutschlandfunk Kultur: Missstände in Pflegeheimen – Gewalt gegen alte Menschen verhindern (15.05.2023)
Pflegekräfte sind wegen des hohen Drucks oft überfordert. Das führt zu Gewalt gegen die Heimbewohner. Weil Angehörige Nachteile für die Bewohner befürchten, schweigen sie dazu. Dabei gäbe es professionelle Unterstützung.

Deutschlandfunk Kultur: „In der normalen Stationspflege könnte es zu Todesfällen kommen“ (12.05.2023)
In wenigen Jahren fehlen eine halbe Million Pflegekräfte, die in Rente gehen. Es müsse jetzt Geld in die Hand genommen werden, um eine Katastrophe in Zukunft zu verhindern, fordert Krankenschwester und Historikerin Monja Schünemann am Tag der Pflege.

Deutsche Welle: “Kein Land macht bei den Renten alles richtig oder falsch“ (12.05.2023)
Viele Industrieländer haben mit den Folgen des demografischen Wandels zu kämpfen. Was unternehmen sie gegen sinkende Rentenniveaus bei gleichzeitig steigenden Kosten? Welche Modelle könnten Vorbild sein für eine Reform bei uns und in anderen Ländern? Kaum jemand kennt sich in dieser Materie international so gut aus, wie die Rentenexpertin Monika Queisser von der OECD in Paris

DLF: Gefährlicher Arbeitsplatz – Gewalt gegen Helfende in der Notaufnahme (11.05.2023)
Übergriffe auf Rettungsdienste machen immer wieder Schlagzeilen. Auch die Gewalt gegen medizinisches Personal in Notaufnahmen nimmt zu, etwa bei langen Wartezeiten. Die Krankenhäuser versuchen, sich zu wappnen – und hoffen auf strukturelle Reformen.

SWR: Arbeitslust oder Rentenfrust – Was treibt Senioren zurück zur Arbeit? (11.05.2023)
Nach vierzig Jahren Maloche endlich in den Ruhestand. Von wegen. Immer mehr ältere Arbeitnehmer- und Arbeitnehmerinnen drängen zurück auf den Arbeitsmarkt. Manche, weil ihnen so ganz ohne Lohnarbeit langweilig ist. Andere müssen einfach ein paar Euro dazuverdienen, weil die Rente sonst nicht reicht. Welche Bedeutung hat die Erfahrung der Senioren für die Wirtschaft? Und: Können die arbeitswilligen Rentner und Rentnerinnen helfen, das Problem des Fachkräftemangels zu lösen? Doris Maull diskutiert mit: Ulrike Mascher – Ehrenpräsidentin Sozialverband VdK Deutschland, Werner Eichhorst – Forschungsinstitut Zukunft der Arbeit, Torsten Tolle – Gründer von Silverworker-Online.de

rbb: EU-Asylpolitik: Realität und Reform (11.05.2023)
Wir helfen niemandem, der es nicht nach Europa schafft, „ganz unabhängig davon, ob er Schutz benötigt oder nicht“. Das nennt Ruud Koopmans „die Asyl-Lotterie“ und „das tödlichste Migrationssystem der Welt“. Der Berliner Migrationsforscher schlägt eine grundlegende Reform vor, die über das geplante Migrations- und Asylpaket der EU hinausgeht: „ungewollte, ungesteuerte Zuwanderung“ durch „gewollte, gesteuerte Zuwanderung“ zu ersetzen. Die reichen EU-Staaten sollen Asyl-Kontingente für die Schutzbedürftigsten einrichten. Weitere Asylanträge und -verfahren blieben Drittländern überlassen: nähme etwa Tunesien Asylbewerber auf, die in der EU abgelehnt wurden, würde die EU dafür gut ausgebildete Tunesier als Arbeitsmigranten aufnehmen. – Eine „realistische Utopie“ oder eine „Gefahr völkerrechtswidriger Abschiebungen“, wie PRO ASYL warnt? Deren rechtspolitische Sprecherin Wiebke Judith erklärt, dass die EU-Asylgesetze nicht geändert, sondern eingehalten werden müssten.

HR: Wege ebnen, Grenzen ziehen – Das Flüchtlingsdilemma (10.05.2023)
“Unser Herz ist weit, doch unsere Möglichkeiten sind endlich“, hat Joachim Gauck gesagt, als er noch Bundespräsident war. Und damit Herz und Möglichkeiten nicht innerhalb kürzester Zeit erschöpft sind, soll Migration besser gesteuert werden. Durch internationale Abkommen und Asylverfahren jenseits der EU-Grenzen ebenso wie durch eine gerechte Verteilung von Flüchtlingen und finanziellen Lasten in der EU und in Deutschland. Wie das gehen kann und soll, das wollen wir am Tag des Migrationsgipfels von Bund und Ländern wissen

DLF: Wohnungsbau – Von der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg lernen (10.05.2023)
In der Nachkriegszeit war es ein Kraftakt, landesweit so viele Wohnungen zu bauen, wie dringend benötigt wurden. Heute blicken Experten auf diese rasante Bautätigkeit zurück und fragen sich nach Lehren für die heutige Zeit des Wohnungsmangels. 

DLF: Albrecht von Lucke: Die Notlage in den Kommunen braucht eine Lösung (10.05.2023)
Der Politologe Albrecht von Lucke beobachtet rund um den Migrationsgipfel eine erstaunliche Verhärtung zwischen Bund und Ländern. Statt der Konflikte zwischen den Parteien gebe es eine Blockade im föderalen System. Eine Lösung sei dringend nötig.

DLF: Sozialer Sprengstoff in den Kommunen (10.05.2023)
Kitas und Schulen überfüllt, Fachkräftemangel überall. Dazu kommt die Versorgung teils traumatisierter Geflüchteter: Der Hannoveraner Bezirksbürgermeister Wjahat Waraich sieht seine Kommune in einer Notlage – und sorgt sich um Hetze von Rechts.

DLF: Ehrenamtliche verzweifeln an der Bürokratie (09.05.2023)
Zuständigkeits-Wirrwarr und Formularflut – Ehrenamtliche wie der Arbeitskreis Asyl kämpfen mit bürokratischen Hürden. So fehlt Zeit, um Geflüchtete seelisch oder bei der Wohnungssuche zu unterstützen. Immerhin: Ein Jour fixe im Rathaus bringt Besserung.

Deutschlandfunk Kultur: Aktivistin Daniela Brodesser – Die Armut schleicht sich an (09.05.2023)
Die österreichische Aktivistin Daniela Brodesser weiß aus eigenem Erleben, was Armut bedeutet. Es ist nicht nur ein Mangel an Geld. Armut nehme die Würde, das Selbstbewusstsein – und verhindere Chancen, besonders für Kinder. Das will sie ändern.

BR: Quereinsteigerinnen in Kitas: Im Schnelldurchlauf zur Erzieherin (08.05.2023)
Bis 2030 könnten in bayerischen Kitas 67.000 Erzieherinnen, das hat eine Studie der Bertelsmann Stiftung prognostiziert. Ein Mittel gegen die Personalnot ist die Ausbildung von Externen zu Erzieherinnen. Das bedeutet, den gleichen Stoff in der Hälfte der Zeit zu lernen. Wer macht diesen Quereinstieg und wie funktioniert er?

DLF: Erstmals assistierter Suizid im Schweizer Justizvollzug (08.05.2023)
Das Persönlichkeitsrecht umfasst ein Recht auf selbstbestimmtes Sterben, so das Bundesverfassungsgericht. Hat aber auch ein Insasse im Gefängnis Anspruch auf assistierten Suizid? Was in Deutschland diskutiert wird, wird in der Schweiz praktiziert.

rbb: Keine Wohnungen für die Mittelschicht (06.05.2023)
Die Wohnungssuche – nicht nur – in Berlin ist selbst für Menschen mit einem mittleren Einkommen zu einem Lotteriespiel geworden. Das Angebot im sogenannten mittleren Mietsegment ist seit 2012 um rund ein Drittel gesunken.

SWR: Arm trotz Arbeit – Was gegen Erwerbsarmut hilft (06.05.2023)
Reinigungskräfte, Paketboten, Callcenter-Beschäftigte: Viele Menschen sind trotz Arbeit arm. Sie haben teils mehrere Jobs, doch monatlich weniger als 1250 Euro zur Verfügung. Der Mindestlohn soll helfen, aber es gibt auch noch andere Stellschrauben.

Deutschlandfunk Kultur: Bildung in Deutschland – Warum die Digitalisierung an Schulen so schleppend vorankommt (06.05.2023)
Kein WLAN, fehlende Schulungen und Planungssicherheit: nur drei Gründe, warum an vielen Schulen noch digitale Steinzeit herrscht. Während die einen mehr Engagement von den Lehrkräften fordern, sagen andere: Ohne Support von außen geht es nicht. 

BR: Am Limit aber hilfsbereit – Wie bayerische Kommunen mit Geflüchteten umgehen (05.05.2023)
Wohin mit den Flüchtlingen? Auch die Regensburger Landrätin Tanja Schweiger steht vor diesem Problem. Und sie scheint eine Lösung gefunden zu haben, vorerst zumindest: Ein Hotelschiff. Seit gut drei Monaten hat es in der 1.000-Einwohner-Gemeinde Bach an der Donau festgemacht. Rund 200 Flüchtlinge finden hier Platz. Nach der ersten Aufregung, samt Demonstrationen hat sich das Leben auf dem Schiff und in der Gemeinde etwas normalisiert. Für Landrätin Schweiger ist die Unterbringung aber nur eine Baustelle von vielen. Große Sorgen bereitet ihr – ähnlich wie vielen anderen Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitikern – die Frage, wie die Flüchtlinge langfristig integriert werden können, bei wenig Wohnraum, wenig Personal in Kitas und Schulen. Sebastian Grosser über Gemeinden am Limit und ihr Engagement Flüchtlingsprobleme trotz aller Schwierigkeiten so gut es geht doch zu bewältigen.

rbb: Wie wollen wir arbeiten? (04.05.2023)
Die Arbeitswelt ist im Umbruch. Erfüllung finden junge Menschen nicht mehr im Job, sondern in der Freizeit. Nicht etwa, weil sie faul sind, sondern weil sich harte Arbeit schon lange nicht mehr zu lohnen scheint. Trotz 40-Stunden-Woche können sich viele Menschen ein sorgenfreies Leben nicht leisten. Wie lässt sich das ändern? Kann Arbeit wieder sinnstiftend werden? Wie vereinbaren wir kürzere Arbeitszeiten mit dem Fachkräftemangel? Darüber sprechen David Gutensohn und Barbara Prainsack.

DLF: Künstliche Intelligenz: Der große Jobvernichter für die Mittelschicht? Interview mit Jens Südekum von der Universität Düsseldorf (03.05.2023)

NDR: Mehr Geld für die Pflege – ist die Krise jetzt gemeistert? (02.05.2023)
Seit Anfang Mai bekommen Pflegekräfte mehr Geld. Mit der Tariferhöhung soll der Beruf wieder attraktiver werden. Ist das gelungen?

rbb: Arbeitsmarktforscher: Flexibilität wichtiger als kürzere Arbeitszeit (02.05.2023)
Die Debatte über die Vier-Tage-Woche nimmt Fahrt auf. Der Arbeitsmarkt- und Berufsforscher Enzo Weber sieht in der kürzeren Arbeitszeit kein Allheilmittel – in seinen Augen sind Flexibilität und Selbstbestimmung den Arbeitnehmern viel wichtiger.

DLF: Ehrenamt und Elternersatz – Vormünder für minderjährige Geflüchtete gesucht (02.05.2023)
Minderjährige, die ohne Eltern nach Deutschland flüchten, bekommen hier einen Vormund. Die Caritas sucht und schult dafür Menschen, die sich ehrenamtlich um die Jugendlichen kümmern und sie unterstützen. Doch es melden sich nicht genug Ehrenamtler.

HR: Barrierefreiheit – wie weit noch bis zur Inklusion? (02.05.2023)
Wo stehen wir in Sachen Inklusion eigentlich? Können Menschen mit Behinderung in dem Maße am Alltag teilhaben, wie sie es sich wünschen? Klappt Inklusion in den Schulen und gibt es zur Unterstützung inzwischen genügend darauf vorbereitete Lehrer?

BR: Hilfe! Mitarbeiter dringend gesucht – Der Fachkräftemangel und die Folgen (01.05.2023)
Handwerk, Sozialarbeit, Informatik: Überall fehlen die Fachkräfte. Was sind die Ursachen und Folgen? Wir gehen auf Spurensuche – in den Branchen, die besonders betroffen sind.

DLF: Die Zukunft der Arbeit in Zeiten von KI – Der Soziologe Dirk Baecker im Gespräch (01.05.2023)
Homeoffice, KI und Co.: Die Arbeitswelt ist durch technische Innovationen im Umbruch. Parallel ändert sich auch der Stellenwert von Arbeit in der Gesellschaft. Der Soziologe Dirk Baecker sagt, inzwischen werde jeder Sinn-Aspekt daran infrage gestellt.

rbb: Gesundheitskollektiv: Ein Mittel gegen den Ärztemangel? (29.04.2023)
In zwölf Jahren werden in Deutschland mehr als 10 000 Hausärzte fehlen – vor allem in ländlichen Regionen. Wie soll da ärztliche Versorgung noch aufrechterhalten werden? Ein Schlüssel sind vielleicht lokale Gesundheitszentren, die für Entlastung der Ärzte sorgen: durch Fach-Teams. In Berlin-Neukölln wird ein solches Modell gerade getestet.

SWR: Faul oder frei: wie die Generation Z die Arbeitswelt verändert (29.04.2023)
Sie fordern hohe Gehälter und viel Freizeit, suchen Jobs, die Sinn stiften und sind im Digitalen zu Hause: Die Mitglieder der Generation Z. Auf dem Arbeitsmarkt sind sie begehrt wie keine Generation vor ihnen, bringen mit ihren Ansprüchen aber auch so manchen Chef zum Verzweifeln. Wie tickt die Generation Z? Was erhofft sie sich vom Arbeitsleben? Welche Rolle spielen die jungen Leute bei der Bewältigung des aktuellen Fachkräftemangels? Und wie verändern sie mir Ihren Ansprüchen die Arbeitswelt insgesamt?

HR: Arbeitszeiterfassung – kommt die Stechuhr zurück? (28.04.2023)
Arbeitsminister Hubertus Heil will Unternehmen dazu verpflichten, viel genauer als bisher die Arbeitszeit ihrer Mitarbeiter elektronisch festzuhalten. Ein Referentenentwurf aus seinem Ministerium liegt jetzt vor. Kritiker befürchten, dass damit das Ende der Vertrauensarbeitszeit bevorsteht.

HR: Wie exklusiv ist gute Bildung? Privatschulen in Deutschland (28.04.2023)
Seit Jahren steigt in Deutschland die Anzahl der Privatschulen und -universitäten. Allerdings hat das noch längst nicht die Dimension wie in Holland, wo etwa 70 Prozent der Kinder eine Privatschule besuchen. Hierzulande sind es rund unter zehn Prozent. Was einige als elitäre Einrichtungen für die Kinder gut betuchter Eltern bezeichnen, ist für die anderen eine notwendige Alternative zu den heruntergekommen Einrichtungen der öffentlichen Schulen.

DLF: Spaniens Arbeitsmarktreform – Zahl befristeter Verträge geht zurück (27.04.2023)
In Spanien werden befristete Arbeitsverträge nach sechs Monaten in unbefristete umgewandelt – eine Folge der Arbeitsmarktreform. Zudem werden Saison-Verträge entfristet. Man arbeitet zwar nur wenige Monate, hat aber im Folgejahr den Job erneut.

NDR: Vier-Tage-Woche – ein Modell für alle? (26.04.2023)
Gäste: Jörg Amelung, Personalchef  bei der Stadt Wedel, Kreis Pinneberg/Schleswig-Holstein; Dr. Romana Dreyer, Arbeits- und Organisations-Psychologin und Geschäftsleiterin Center for Better Work an der Universität Hamburg und Prof. Dr. Alexander Kritikos, Volkswirt, Forschungsdirektor am Deutschen Institut Wirtschaftsforschung (DIW) Berlín 

DLF: Quereinsteiger in Kitas: Lösung gegen Erzieher-Mangel in Bayern? (25.04.2023)

DLF: Das paternalistische Arbeitsrecht des Hans Carl Nipperdey – Den Unternehmern treu ergeben (25.04.2013)
Hans Carl Nipperdey, führender Arbeitsrechtler in der NS-Zeit, von 1954 bis 1963 Präsident des Bundesarbeitsgerichts, hat das restriktive deutsche Arbeitsrecht bis heute geprägt: Politische Streiks sind verboten, Beschäftigte zur Treue verpflichtet und Whistleblower nahezu ungeschützt.

DLF: Wohnungsbau in Deutschland – Luftschlösser oder Eigenheime? (24.04.2023)
In Deutschland können sich weniger Menschen den Traum von den eigenen vier Wänden leisten. Das belastet den Mietwohnungsmarkt zusätzlich zu schätzungsweise 700.000 fehlenden Wohnungen. Wie kann ausreichend bezahlbarer Wohnraum entstehen?

DLF: Gesellschaft im Sog der Infantilisierung – Spiel, Spaß und ewige Jugend (23.04.2023)
Unsere Gesellschaften, unsere Kultur und vor allem unsere populären Medien erzeugen einen Sog in Richtung einer „Infantilisierung“, die gewisse Gefahren für die kulturelle Identität und die Wissensgesellschaft bedeutet. 

Deutschlandfunk Kultur: Arbeit neu denken – Was bringt die Vier-Tage-Woche? (22.04.2023)
Vier Tage arbeiten, drei Tage frei: ein Arbeitszeitmodell, das viele Menschen begrüßen. Wie lässt sich das umsetzen? Ein Arbeitsforscher und ein Sozialwissenschaftler erklären, welche Optionen es gibt und wo die Vor- und Nachteile davon liegen.

SWR: Mehr Geld für die Kleinsten – Was bringt eine Kindergrundsicherung? (21.04.2023)
Mehr als jedes fünfte Kind in Deutschland ist armutsgefährdet – trotz Kindergeld und Kinderzuschlag. Bundesfamilienministerin Lisa Paus will deshalb eine Kindergrundsicherung und veranschlagt dafür rund 12 Milliarden Euro. In der Ampelregierung sorgt das Projekt für Streit. Wie dramatisch ist die soziale Lage von Kindern in Deutschland? Und was hilft, ihre Situation zu ändern? Doris Maull diskutiert mit Thomas Mayer – Finanzexperte Flossbach von Storch Research Institute; Anna Mayr – Journalistin „Die Zeit“; Prof. Dr. Sabine Andresen – Kindheits- und Jugendforscherin an der Uni Frankfurt am Main

BR: Raus aus der Armut – aber wie? Zwei Betroffene erzählen (21.04.2023)
Rund jedes fünfte Kind in Deutschland ist von Armut bedroht, das sind rund 2,8 Millionen Minderjährige. Seit Jahrzehnten zeigt sich, dass Armut und schlechte Bildungschancen von Generation zu Generation weitervererbt werden. Wie kann dieser Teufelskreis durchbrochen werden? Im Gespräch die Aktivistin Daniela Brodesser und Anna, die in einer armen kinderreichen Familie aufgewachsen ist.

WDR: Probleme in der Pflege lösen – Sandra Postel (20.04.2023)
Im Januar dieses Jahres wurde Sandra Postel zur Präsidentin der neu gegründeten Pflegekammer in NRW gewählt. Sie spricht über die großen Herausforderungen in der Pflege und wie sie ihnen begegnen will.

DLF: Geschichte des Asylrechts – Wer darf kommen, wer darf bleiben? (20.04.2023)
Mehr als 100 Millionen Menschen sind derzeit weltweit auf der Flucht – vor Kriegen, Hunger oder Naturkatastrophen. Damit eng verbunden ist eine Debatte über das Asylrecht. Die ist schon sehr alt – viel älter als das heutige Asylrecht. 

HR: Corona ohne Ende – was hilft Long-Covid Betroffenen? (20.04.2023)
Die Pandemie ist vorbei – die Masken sind gefallen, die Infektionszahlen sind nicht mehr Teil der täglichen Nachrichten, wir leben wieder unser Leben. Aber was ist mit Menschen, für die Corona kein Ende hat? Menschen, die von Long Covid betroffen sind, leben nach wie vor mitten im gefühlten Lockdown. Welche Dimensionen hat Long Covid? Wie äußert es sich und was bedeutet es für den Alltag der Betroffenen? Wir gehen in dieser Sendung der Frage nach, was diesen Menschen helfen kann. Woher kommen Forschungsgelder? Wie kann es gelingen, Long Covid-Erkrankte in die Gesellschaft zu integrieren, ihnen Hoffnung zu geben und eine Perspektive zu eröffnen? Darüber sprechen wir mit Eckart von Hirschhausen, einer Long Covid-Betroffenen, Katrin Staffler (CSU) und Prof. Bernhard Schieffer (Leiter der Post Covid Ambulanz in Marburg).

BR: Ehegattensplitting – Geschichte eines maroden Modells (19.04.2023)
Wer heiratet, kann viel Geld sparen. Möglich macht es das Ehegattensplitting. Der Steuervorteil ist umso größer, je ungleicher Eheleute verdienen. Das begünstigt eine traditionelle Rollenverteilung. Tatsächlich stammt das Splitting noch aus den 1950er Jahren. Warum hält es sich so hartnäckig?

NDR: Legales Kiffen – große Freiheit oder große Fahrlässigkeit? (19.04.2023)
Gäste: Dr. Constantin von der Groeben, Branchenverband Cannabiswirtschaft e.V. und Geschäftsführer DEMECAN (medizinisches Cannabis); Prof. Dr. Jens Reimer, Vorstand des Zentrums für Interdisziplinäre Suchtforschung (ZIS) Universität Hamburg, Chefarzt Zentrum für Psychosoziale Medizin am Klinikum Itzehoe 

BR: Arm in Deutschland: Hält das soziale Netz? (19.04.2023)
Es war die große Frage angesichts von steigenden Preisen und Energieknappheit: Kommen wir gut durch den Winter? Bundeskanzler Scholz hat versprochen, niemand werde im Stich gelassen. Doch gilt das auch für Menschen mit wenig Geld? Das Dossier Politik fragt: Hält das soziale Netz und setzt die Ampelregierung die richtigen Prioritäten?

HR: Brennpunkt Kita – weil gutes Personal fehlt (18.04.2023)
Fachkräftemangel hat gravierende Folgen, die Leidtragenden sind die Kinder, die die Defizite ein Leben lang mit sich tragen müssen. Die Überlastung der Erzieherinnen führt auch zu Gewalt in den Kitas. Hessen will jetzt auch in den Kitas ungelernte Kräfte zulassen, die Einrichtungen werden immer mehr zu Aufbewahrungsorten, statt ein Lern- und Entwicklungsort zu sein. Das alles, obwohl viel Geld investiert wurde. Wir sprechen mit Petra Boberg, hr-Journalistin; Professor Regine Remspeker-Kehm, Hochschule Fulda; Professor Yvonne Anders, Universität Bamberg und mit der hessischen Kinderrechtebeauftragten Miriam Zeleke.

Deutschlandfunk Kultur: Bildungsprivilegien – Was machen private Schulen besser als staatliche? (18.04.2023)
Deutschlands Schulsystem steckt tief in der Krise. Mit dem PISA-Schock 2001 entwickelte sich ein echtes Problembewusstsein. Eines der Ergebnisse: Eltern, die es sich leisten können, schicken ihre Kinder auf Privatschulen. Aber ist das die Lösung?

SWR: Stille Kündigung – Wie verändert Quiet Quitting die Arbeitswelt? (17.04.2023)
Immer mehr Menschen fürchten den Burnout. Statt Überstunden zu schieben, machen sie nur noch Dienst nach Vorschrift. Quiet Quitting heißt dieser Trend, der aus den USA zu uns herübergeschwappt ist. Und es sind nicht nur die Jungen von der Generation Z, die bereit sind, auf eine Karriere zu verzichten. Wie ist diese Bewegung entstanden? Und welche Folgen hat das „Weniger-Arbeiten-Wollen“ in Zeiten des Fachkräftemangels? Doris Maull diskutiert mit Dr. Reinhard K. Sprenger – Unternehmensberater, Dr. Maren Habel – Anwältin für Arbeitsrecht, Mariya Merkusheva – Journalistin und Vertreterin der Generation Z.

Deutschlandfunk Kultur: Der Staat und die Grundrechte – Vom Schiedsrichter zum Spielmacher? (17.04.2023)
Die Verrechtlichung gesellschaftlicher Konflikte ist unübersehbar. Viele zivilgesellschaftliche Akteure ziehen vor Gericht. Aber was heißt es, wenn aus Politik Recht wird und die Richter dem Staat immer mehr Aufgaben übertragen?

Deutschlandfunk Kultur: Als Pflegekraft in Deutschland – Bleiben oder gehen? (16.04.2023)
Die Bundesagentur für Arbeit wirbt in verschiedenen Ländern Pflegekräfte an, auch in Mexiko. Die dort ausgebildeten Krankenschwestern kommen hochmotiviert nach Deutschland, aber längst nicht alle bleiben. Das liegt nicht nur am Geld.

DLF: Psychisch krank hinter Mauern – Der Maßregelvollzug braucht eine Reform (16.04.2023)
Psychisch kranke Straftäter landen nach einer Verurteilung nicht im Gefängnis, sondern im Maßregelvollzug. Das Modell leistet allerdings nicht, was es soll, sagen Kritiker. Sie fordern ein Ende der Anstalten und neue Ansätze.

Deutschlandfunk Kultur: Work-Life-Balance – Wer von Arbeitssucht spricht, führt in die Irre (16.04.2023)
Jeder zehnte Erwerbstätige ist arbeitssüchtig – das besagt eine neue Studie der Hans Böckler-Stiftung. Doch die Belege dafür findet der Philosoph Philipp Hübl dürftig und sagt: Menschen steht es frei, auch in der Arbeit den Lebenssinn zu finden.

MDR: Pleite des Leipziger Kopfzentrums: Wie geht es für Patienten weiter? (14.04.2023)
Im vergangenen Jahr sind private Investoren beim Leipziger Kopfzentrum in Leipzig eingestiegen. Jetzt steht die Gruppe vor der Pleite. Was heißt das für HNO-Patienten? Und für private Investitionen im Gesundheitsbereich?

DLF: Hohe Migrationszahlen in der EU – Interview mit Migrationsforscher Jochen Oltmer (13.04.2023)

DLF: LKW-Streik an der A5 – Gewerkschafter machen Druck (13.04.2023)

DLF: Kindergrundsicherung – Im Saarland ist der Bedarf besonders groß (13.04.2023)

DLF: Nach Corona – Als Folge der Pandemie ziehen Menschen sich sozial zurück (13.04.2023)
Volle Stadien, belebte Restaurants – Corona ist für die meisten Menschen kein Thema mehr. Aber manche leiden bis heute unter der Pandemie und den Lockdowns und ziehen sich zurück oder treffen keine anderen Menschen mehr. Das hat dramatische Folgen.

Deutschlandfunk Kultur: Wissen für alle – Wie Stuttgarts Straßenuniversität Hürden abbaut (13.04.2023)
Wer wenig Geld hat, dem mangelt es oft an sozialer Teilhabe und an Bildung. Für manche ist auch der Gang zur Volkshochschule eine zu große Hürde. Damit Bildung und Wissen wirklich alle erreichen, gibt es in Stuttgart die Straßenuni.

DLF: Indische Pflegekräfte in Münsteraner Altenheimen (12.04.2023)

rbb: Drogenbeauftragter: „Regulierung von Cannabis kann Schwarzmarkt zurückdrängen“ (12.04.2023)
In Zukunft soll der Besitz und der Anbau von Cannabis teilweise erlaubt sein. Der Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Burkhard Blienert, begrüßt diesen Schritt. Er erhofft sich dadurch unter anderem weniger verunreinigte Cannaboide auf dem Schwarzmarkt.

DLF: Generation Corona – Soziologe Hurrelmann: Jugend im Dauerkrisenmodus (12.04.2023)
Die Corona-Pandemie und die sich überlappenden Krisen haben bei Kindern und Jugendlichen erhebliche Spuren hinterlassen, sagt der Soziologe Klaus Hurrelmann. In der Bildung gebe es große Lücken und die soziale Ungleichheit sei gewachsen.

DLF: Vom Kampf um den Kindesunterhalt – Leeres Konto, leeres Sparschwein (11.04.2023)
Mehr als zwei Millionen Kinder leben heute in einer Ein-Eltern-Familie. Tendenz steigend. Alleinerziehend zu sein gilt in Deutschland als Armutsrisiko Nummer Eins. Wenn ein Paar sich trennt, bleiben die Kinder meistens bei einem der beiden Elternteile, und der andere muss seinen finanziellen Beitrag leisten. 

BR: Kalt – arm in Deutschland in einem außergewöhnlichen Winter (07.04.2023)
Acht Menschen, acht Einblicke in unser Land in einem Winter, der von steigenden Lebensmittelpreisen, exorbitanten Energiekosten und Zukunftsängsten geprägt ist. Nicht Armutsforscher oder Sozialpolitiker kommen zu Wort, sondern diejenigen, die Expertinnen darin sind, wie es sich am unteren Rand unserer Gesellschaft lebt – mit wenig und in vielen Fällen auch zu wenig Geld. Wie geht es Menschen am unteren Ende der Einkommensskala in diesem Winter? Die Autorin begleitet drei Monate lang acht Menschen an der Basis: Was bringt das neue Bürgergeld, wie geht es Geringverdienern, wie versuchen Sozialarbeiterinnen zu verhindern, dass Familien ist Bodenlose stürzen? Und können die Sachbearbeiterinnen im Jobcenter die wenigstens auffangen? Hält das soziale Netz in Deutschland?

DLF: 75 Jahre WHO – Globale Gesundheitspolitik (06.04.2023)
Am 7. April 1948 erklärten die Vereinten Nationen Gesundheit zu einem Menschenrecht. Für die Durchsetzung wurde die Weltgesundheitsorganisation gegründet. Als ihr größter Erfolg gilt die Ausrottung der Pocken. Aber die WHO wird auch kritisiert. 

DLF: Pflegenotstand – Warum Fachkräfte aus den Philippinen nicht kommen (06.04.2023)

DLF: Gehört die Zukunft der Großstadt oder der Provinz? (06.04.2023)
Städte zeigen laut jüngsten Zahlen den stärksten Bevölkerungsverlust seit 30 Jahren. Was steckt dahinter? Antworten unter anderem von Annett Steinführer, die innerdeutsche Wanderbewegungen seit 2005 erforscht hat.

SWR: Grenzgänger: Leben und Sterben am Fluss Evros (06.04.2023)
Die Gegend am Fluß Evros gehört zu den ärmsten in Griechenland: Es gibt so gut wie keine Jobs, Dörfer sterben aus. Wer dennoch bleibt, arbeitet meist entweder in der Landwirtschaft oder beim Grenzschutz, also bei der Polizei oder dem Militär. Giorgos ist Polizeikommandant und stand buchstäblich in der ersten Reihe, als der türkische Präsident Erdogan Ende Februar 2020 einseitig die Grenze zu Griechenland für geöffnet erklärte. Tausende Migranten haben damals tagelang am Evros ausgeharrt, um endlich nach Europa zu gelangen. Es war ein einschneidendes Erlebnis für die Menschen die dort leben und arbeiten, vor allem aber: ein politischer Wendepunkt. Denn seitdem wird die Migrationspolitik nicht nur in Griechenland, sondern in der gesamten Europäischen Union immer restriktiver. Für Grenzpolizist Giorgos bedeutet das vor allem eines: Mit allen Mitteln verhindern, dass Migrantinnen und Migranten den Fluss überqueren.

WDR: Ukrainische Schüler in Nordrhein-Westfalen: Wie läuft’s? (05.04.2023)
Vor über einem Jahr sind die ersten ukrainischen Schüler:innen nach Deutschland geflüchtet. Mittlerweile gehen in NRW etwa 37.000 Kinder und Jugendliche zur Schule. Wie geht es ihnen im deutschen Schulsystem?

DLF: Strategien gegen Kinderarmut – Was bringt die geplante Kindergrundsicherung? (05.04.2023)
Die Ampelkoalition nennt ihr Rezept gegen Kinderarmut Kindergrundsicherung. Geltende Leistungen sollen zusammengefasst werden und einfacher abrufbar sein. Doch wie viel Geld brauchen Heranwachsende, um teilzuhaben? Welche anderen Instrumente gäbe es?

Deutschlandfunk Kultur: 4-Tage-Woche – Unternehmen in NRW testen kürzere Arbeitszeiten (04.04.2023)

Deutschlandfunk Kultur: Warum immer mehr Altenheime Insolvenz anmelden (03.04.2023)
Pflegeplätze sind gesucht – und doch sind Heimbetreiber besorgt. Da Fachkräfte fehlen, müssen Betten leerbleiben. Dann aber gehe die Kalkulation nicht mehr auf, sagt der Chef eines kleinen Trägers. Auch an Pflegekasse und Sozialamt gibt es Kritik.

BR: Drangeblieben: Ausbildung in Coronazeiten – konnten die Azubis alles aufholen? (03.04.2023)
Die Coronazeit war auch für den Berufseinstieg schwierig. Jugendliche konnten keine Praktika machen, um sich zu orientieren. Und wer einen Beruf begonnen hat, der war oft auf sich allein gestellt, persönliche Kontakte zu den neuen Kolleginen und Kollegen waren in vielen Fällen nicht möglich. Was hat das mit den jungen Leuten gemacht? Wie war der Berufseinstieg?

Deutschlandfunk Kultur: Osteuropäische LKW-Fahrer streiken (03.04.2023)
Rund hundert osteuropäische LKW-Fahrer streiken – sie wollen erst weiterfahren, wenn sie den Lohnrückstand der vergangenen 50 Tage ausgezahlt bekommen. Das polnische Speditionsunternehmen zeigt sich ungerührt. Die polnische Großspedition umgeht die Rechte der Fahrer: Sie sucht bewusst Arbeitskräfte in Osteuropa, die akzeptieren, für Monate ausschließlich im Führerhaus eines 40-Tonners zu leben, obwohl das verboten ist. Doch die Fahrer geben nicht auf. 

SWR: Befristet forschen – Was hilft dem Nachwuchs an den Universitäten? (31.03.2023)
Sie haben Zeitverträge, wechseln von einem Projekt ins nächste, und nach der Promotion gibt es kaum Aussichten auf eine Professur. Die Lage vieler junger Forscherinnen und Forscher an deutschen Universitäten ist prekär. Mit einer Reform des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes will die Ampel-Regierung das ändern, bisher ohne Erfolg. Ein erster Reformvorschlag sorgte für wütenden Protest an den Hochschulen. Wie macht man Wissenschaft als Beruf wieder attraktiv? Und ist die Universität mit ihrer hierarchischen Struktur noch zeitgemäß? Michael Risel diskutiert mit Jun. Prof. Dr. Amrai Bahr – Philosophin und Mitbegründerin der hochschulpolitische Initiative „Ich bin Hanna“, Prof. Dr. Tilmann Reitz – Soziologe und Mitglied im Netzwerk für gute Arbeit in der Wissenschaft, Prof. Dr. Anja Steinbeck – Vizepräsidentin der Hochschulrektorenkonferenz.

BR: Weil es uns alle angeht – Wie kann der Pflegeberuf attraktiver werden? (31.03.2023)
Die Zahl der Pflegebedürftigen steigt und wer rechnen kann, muss sich große Sorgen machen, was passiert, wenn die Baby-Boomer pflegebedürftig werden. Eine Diskussion mit Arzt Josef Hell, Pflegerin Beate Switalla und der Pflegebevollmächtigten der Bundesregierung Claudia Moll.

NDR: Personalmangel in der Kita – Wie lassen sich Fachkräfte finden? (30.03.2023)

Deutschlandfunk Kultur: Bye, bye, Babyboomer! – Eine Generation geht in Rente (28.03.2023)
Die Babyboomer haben die Bundesrepublik und ihre Demokratie geprägt wie kaum eine andere Generation. Aber sie lebten auch gut und verbrauchten Ressourcen. Und sie erkennen: Von der klimabewegten nächsten Generation ist keine Dankbarkeit zu erwarten.

WDR: Armut und Wutwinter (27.03.2023)
Wenn Politiker davon sprechen, dass Deutschland „gut durch den Winter“ gekommen sei, klingen diese Aussagen für viele armutsbetroffene Menschen wie der blanke Hohn. Marius Elfering war unterwegs mit denen, für die der Ausnahmezustand nicht endet.

SWR: Hast du mal ‘nen Euro? Zur Kulturgeschichte des Bettelns (27.03.2023)
Mal sind es Hilfsbedürftige in auswegloser Lage, mal arbeitsunwillige Faulenzer oder gar Kriminelle – das Bild des Bettelns ist widersprüchlich und wandelbar: Genoss es im Mittelalter noch einen guten Ruf, störten Bettler in der Neuzeit immer öfter die öffentliche Ordnung und Arbeitsmoral. Und heute? Welche Rolle hat Bitten und Betteln in unseren Gesellschaften? Warum hat sich das Bild vom Betteln so verändert? Und ist Crowdfunding auch eine Form des Bettelns? Norbert Lang diskutiert mit Dr. Daniel Allemann – Historiker, Dr. Elke Brüns – Literaturwissenschaftlerin, Prof. Dr. Britta-Marie Schenk – Historikerin, Universität Luzern

HR: Ein bisschen Streik muss sein! (27.03.2023)
Streik ist, wenn’s weh tut. Das Unternehmen, das bestreikt wird, soll durch erzwungenen Verzicht spüren, wie wertvoll die Arbeitskraft der Beschäftigten ist und dass sie durch höheren Lohn und bessere Arbeitsbedingungen angemessen honoriert werden sollte. Wenn aber – so wie jetzt – im Bahnverkehr die Räder stillstehen, dann tut das auch denen weh, die nichts mit diesem Arbeitskampf zu tun haben, und prompt hat der Streik ein gewaltiges Imageproblem. Sind daran die Streikenden schuld? Oder diejenigen, die sich ihren Forderungen verschließen? Streik ist Fluch. Streik ist Segen. Streik ist immer auch Streit, manchmal sogar über das Streikrecht an sich und über seine Ausgestaltung.

HR: Streikrepublik Deutschland? (24.03.2023)

SWR: Draußen. Vom Leben wohnungsloser Familien in Berlin (24.03.2023)

BR: Housing first Nürnberg – Ein eigenes Zuhause für wohnungslose Menschen (24.03.2023)
In Nürnberg haben rund 2300 Menschen keine Wohnung, etwa 80 leben auf der Straße. Deshalb arbeiten mehrere Vereine bei dem Projekt „Housing first“ zusammen, damit Obdachlose ein eigenes Heim bekommen. Es gibt schon erste Erfolge.

DLF: Europäische Betriebsräte – Der zahnlose Tiger soll ein wenig beißen können (24.03.2023)
Echte Mitbestimmung ist für Europäische Betriebsräte in transnationalen Konzernen nicht vorgesehen. Aber zumindest die Informationsrechte sollen gestärkt werden – so will es das EU-Parlament.

DLF: Geschichte der Sterbehilfe – Wie selbstbestimmt darf der Tod sein? (23.03.2023)
Sterbehilfe hat eine lange und problematische Geschichte – in Deutschland auch in Bezug auf die als „Euthanasie“ bezeichneten Krankenmorde in der NS-Zeit. Doch die Geschichte der Sterbehilfe und das Nachdenken über den „guten Tod“ sind viel älter.

BR: Die Geschichte der „Ruhrpolen“ – Wie Einwanderer den Pott prägten (22.03.2023)
Anfang des 20. Jahrhunderts kamen zahlreiche Polen, Masuren und Kaschuben aus den Ostprovinzen des Deutschen Reichs ins Ruhrgebiet. Sie arbeiteten im Bergbau und pflegten im Pott ihre eigene Kultur. Die preußische Obrigkeit wollte die Ruhrpolen germanisieren. Wie erfolgreich war sie damit?

SWP-Podcast: Arbeitskräfte dringend gesucht: Wie Zuwanderung attraktiv, nachhaltig und fair gestaltet werden kann (21.03.2023)
Fachkräftemangel in Deutschland: Wie muss die Anwerbung von Arbeitskräften gestaltet werden, damit nicht nur der Wirtschaftsstandort Deutschland, sondern auch die Zuwanderinnen und Zuwanderer sowie deren Herkunftsländer profitieren? Darüber diskutieren David Kipp und Nadine Knapp mit Dominik Schottner.  

HR: Barrieren down! Fördern statt behindern (21.03.2023)
Seit mehr als zehn Jahren gilt Inklusion als Menschenrecht mit verbindlichen Regeln in Deutschland. Gefordert wird die volle und gleichberechtigte Teilhabe behinderter Menschen in allen Lebensbereichen. Doch bei der Umsetzung sieht es in der Gesellschaft düster aus. Woran liegt das? Ist es eine Frage der Haltung oder der Strukturen. Beides, sagen Experten und kritisieren, dass es immer einen Anlass braucht, um über das Thema Behinderung zu sprechen? Und so ist auch der Weltdownsyndrom-Tag für uns der Grund über die unterschiedlichen Leben behinderter Menschen zu sprechen. An dem wir in Frage stellen wollen, was an vermeintlichem Wissen über Behinderung kursiert. Behindert. Ein Wort und menschliches Merkmal, das vielen als Makel gilt, über den sich schwer reden lässt. Was ist der so genannte Ableismus, der die Diskriminierung von behinderten Menschen beschreibt? Welche Rolle spielt bei all dem die Vergangenheit, der geplante Mord an kranken und behinderten Menschen im Zweiten Weltkrieg? Es gibt einiges nachzuholen, was das Aufarbeiten angeht. Und inzwischen hat sich eine weitere, jüngere Generation behindertenrechtsbewegter Menschen aufgemacht genau das zu tun. Sie fordern eine neue Norm, weil Inklusion uns alle betrifft.

SWR: Sicher und bezahlbar – Was leisten Wohnungsbaugenossenschaften? (20.03.2023)
Mieten, Immobilien, Heizkosten – Wohnen wird immer teurer in Deutschland. Schon vor über 100 Jahren versuchten Wohnungsbaugenossenschaften einen dritten Weg zwischen Eigentum und Mietwohnung zu gehen. Sie locken ihre Mitglieder mit dauerhaft sicheren Wohnungen zu günstigen Preisen. Können neue Gemeinschaftsprojekte den aufgewühlten Markt beruhigen? Wird die Idee eines sozialen und zunehmend auch ökologisch korrekten Zusammenlebens zu einem verbreiteten Mittelstandsprojekt? Claus Heinrich diskutiert mit Prof. Dr. Jürgen Keßler – Hochschule für Wirtschaft und Technik Berlin, Petra Matzke – MieterInneninitiative Karlsruhe Wohnungsbaugenossenschaft eG, Bernd Weiler – Vorstandssprecher der Kreisbaugenossenschaft Kirchheim-Plochingen eG.

DLF: Einwanderung, Rentner, Roboter – Lösungen für den Arbeitskräftemangel (19.03.2023)
In vielen Branchen in Deutschland ist der Fachkräftemangel ein Problem. Von rund einer Million offener Stellen können ein Drittel dauerhaft nicht besetzt werden. Um das Problem zu lösen, braucht es eine Vielzahl verschiedener Ansätze.

Deutschlandfunk Kultur: Ungleiche Lebenschancen – Niedriges Einkommen, schlechte Gesundheit (18.03.2023)
Wer ein geringes Einkommen hat, wird häufiger krank: Dass ärmere Menschen insgesamt einen weniger guten Gesundheitsstatus haben, liege hauptsächlich an einer nicht ausreichend vorhandenen Gesundheitskompetenz, erklärt der Ökonom Jonas Schreyögg.

DLF: Durch die Nacht der Großstadt – Unterwegs mit einem der letzten Zeitungshandverkäufer Berlins (16.03.2023)
Einst ein Job mit Festanstellung, heute sterbendes Geschäftsmodell – der Verkauf von Zeitungen am Vorabend ihres Erscheinungstags lohnt sich nicht mehr. Eine letzte Runde mit einem Berliner Handverkäufer.

BR: Aufstieg in Deutschland immer schwieriger – wirklich? (16.03.2023)
Die Debatte um die mangelnde Durchlässigkeit in Deutschland. Stimmt das wirklich? An sich haben wir hier viele Möglichkeiten: Zweiter Bildungsweg, duales Studium, die FOS, Meisterbafög etc. Warum wird immer wieder bemängelt, dass man hier nicht oder sehr schwer aufsteigen kann? Woran fehlt es wirklich? Oder ist es vielen einfach nur zu anstrengend? 

BR: Wie Generationen zusammenhalten – Infrastruktur für Jung & Alt (15.03.2023)
Damit Solidarität in Deutschland entsteht, muss man das Leben und die Welt der Anderen ein bisschen kennen, zum Beispiel die von Jung und Alt. Und dafür braucht es Orte der Begegnung. Wie müssen die aussehen? Und wie gelingt es, dass sie nicht leer bleiben?

BR: Zukunftsmodell Genossenschaft – wenn BürgerInnen scheinbar unwirtschaftliche Projekte übernehmen (13.03.2023)
Wirtshaus, Bäckerei, Bankfiliale, Dorfladen. So stellt man sich den klassischen Ortskern auf dem Land vor. Doch immer öfter sind die Dörfer verwaist. Die Bank schließt ihrer Filiale. Der Metzger findet keinen Nachfolger. Die kleine Dorfbäckerei macht zu wenig Umsatz. Die Nahversorgung wird zur Fernversorgung. Ausgelagert in den Discounter – mehrere Kilometer entfernt.Doch vielerorts in Bayern gibt es Initiativen, die das nicht hinnehmen – und gemeinschaftlich Betriebe weiterführen wollen. Als Genossenschaften. Da gehört dann der Dorfladen oder der Handwerksbetrieb nicht mehr einer Person – sondern vielen. Und diese Idee erlebt in Bayern gerade einen Aufschwung – in ganz verschiedenen Bereichen.

SWR: Sozialer Wohnungsbau in Wien – Erfolgreich gegen Mietwucher (13.03.2023)
Der soziale Wohnungsbau in Wien ist einmalig in Europa. Keine Mietpreisexplosionen, keine Gentrifizierung. Grundstein dafür legte „das rote Wien“ vor 100 Jahren. Trotz Bevölkerungszuwachs besteht in Wien kein Wohnungsmangel. Was können sich andere europäische Großstädte von Wien abschauen?

SWR: Brave New Work? Wie wir nach Corona arbeiten (11.03.2023)
Drei Jahre ist es her, dass die WHO Corona zur Pandemie erklärte – und kurz darauf Deutschland in den ersten Lockdown ging. Homeoffice wurde in vielen Branchen zur Pflicht, inzwischen gilt das flexible Arbeiten als Errungenschaft der Corona-Zeit. In vielen Unternehmen wird auch nach der Pandemie „hybrid“ gearbeitet, die Grenzen zwischen Beruf und Privatleben bleiben fließend – ist das das neue Normal?

Deutschlandfunk Kultur: Bauläufer und Zollfahnder – Im Einsatz gegen Schwarzarbeit (05.03.2023)
In Zeiten von Inflation und Energiekrise nimmt Schwarzarbeit in Deutschland zu. Auf Baustellen und in Nagelstudios ist sie besonders verbreitet. Bauläufer und Zollfahnder versuchen, illegale Arbeiter aufzuspüren – und kennen die Tricks der Branchen.

DLF: Besondere Pflege – Wo Heimbewohner wieder auf die Beine kommen (02.03.2023)

DLF: Babyboomer – Die geburtenstärksten Jahrgänge gehen in Rente (02.03.2023)

NDR: San Francisco: Leben zwischen Obdachlosigkeit und Robo-Taxis (02.03.2023)
Seit einem halben Jahr lebt unser ARD-Korrespondent in San Francisco: einer Stadt der krassen Gegensätze. Mit so viel Elend hat er nicht gerechnet, als er letzten Sommer kam. Viele Menschen schlafen hier auf der Straße – manche im Zelt, andere auf Pappkartons. Viele haben psychische Probleme, andere sind drogenabhängig.  Gleichzeitig werden in San Francisco Chatbots erfunden, Künstliche Intelligenz und Roboter-Taxis ausprobiert. Es gibt innovative Ideen für die Zukunft und sehr reiche Menschen.  Wie lebt es sich in dieser Stadt – mit oder ohne Wohnung? Warum gibt es viel zu wenig bezahlbaren Wohnraum? Eindrücke aus einem halben Jahr in einer Stadt der Gegensätze.

HR: Stadt der Reichen – wenn Wohnen unerschwinglich wird (28.02.2023)
Laut einer Studie fehlen in Deutschland aktuell rund 700.000 Wohnungen. Mit steigender Tendenz. In Hessen werden bis 2040 fast 370.000 neue Wohnungen benötigt. Besonders groß ist der Druck auf die Städte. Dort muss dringend gebaut und nachverdichtet werden. Das hat auch Schattenseiten, wie man zum Beispiel im Frankfurter Stadtteil Gallus beobachten kann. Dort sind in den letzten Jahren Tausende Wohnungen entstanden und es wird weiter gebaut. Aber viele Mieter können sich ihr Viertel jetzt nicht mehr leisten und werden verdrängt. Auch in anderen Städten fehlt günstiger Wohnraum. Weil aber die Preise fürs Bauen immens steigen, sieht sich die Bauwirtschaft kaum noch in der Lage, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen und fordert staatliche Hilfen. Können sich bald nur noch Reiche die Städte leisten?

DLF: Fachkräftemangel und Antragsstau – Ausländerbehörden am Limit (27.02.2023)
Deutschland braucht dringend Fachkräfte und es kommen auch viele Menschen, die ausgebildet sind. Nur werden oft Abschlüsse nicht anerkannt, Bürokratie und Wartezeiten in den Behörden kommen erschwerend hinzu. Eine Lose-Lose-Situation für beide Seiten.

BR: Arme Alleinerziehende: Warum Väter keinen Unterhalt zahlen (27.02.2023)
Die Ampel-Koalition hat sich den Kampf gegen Kinderarmut auf die Fahnen geschrieben. Doch von den Erhöhungen beim Kindergeld und Bürgergeld haben viele so gut wie nichts. Der Grund: Die Leistungen werden miteinander verrechnet. Eine Alleinerziehende Bürgergeldempfängerin, deren Expartner unauffindbar ist, nimmt uns mit in ihren Alltag. Ebenso ein Vater, der fast nichts für seine Kinder zahlen kann und eine Patchworkfamilie, die jeden Cent für den Unterhalt umdrehen muss.

SWR: Ausgebrannt und ausgedünnt – Was hilft gegen den Lehrermangel? (27.02.2023)
Volle Klassen und gähnende Leere am Lehrerpult: Nach Recherchen der Kultusministerien der Länder sind zur Zeit mehr als 12.000 Stellen unbesetzt. Vom länderübergreifenden Lehrerklau bis zur Viertage-Woche werden jede Menge „Therapie-Vorschläge“ diskutiert – darunter auch der Einsatz von Quereinsteigern aus anderen Berufen. Wie sinnvoll sind solche Maßnahmen? Wo kriegen wir das fehlende Lehrpersonal her? Und: Kann es gelingen, den Lehrerberuf wieder attraktiver zu machen? Doris Maull diskutiert mit Dr. h.c. Heike Schmoll – Bildungsexpertin, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Monika Stein – Landesvorsitzende GEW Baden-Württemberg, Prof. Dr. Harm Kuper – Erziehungswissenschaftler, Freie Universität Berlin.

DLF: Haben wir etwas aus Corona gelernt? (25.02.2023)
Corona hat seinen Schrecken verloren. Mit vielen Experten hierzulande geht der Medizinstatistiker Gerd Antes rückblickend hart ins Gericht: Kaum eine Studie zum Thema sei aus Deutschland gekommen. Er spricht von einem „tiefgehenden Strukturproblem“.

DLF: „Ghetto“-Politik in Dänemark – Auszug, Abriss, Umsiedelung (25.02.2023)
2018 brachte die damals konservativ-rechtsliberale Regierung Dänemarks das sogenannte Ghetto-Gesetzespaket auf den Weg. Seitdem müssen Menschen zwangsweise ausziehen und ihr Viertel verlassen. Im Ausland stößt das auf Kritik – in Dänemark kaum.

Deutschlandfunk Kultur: Streit um Einbürgerung – Der Wert der deutschen Staatsbürgerschaft (25.02.2023)

WDR: Hilfe, mein Arzt geht in Rente (23.02.2023)
Die Generation der Babyboomer verabschiedet sich zunehmend aus dem aktiven Arbeitsleben. Das hat auch in der ärztlichen Versorgung vielfältige Auswirkungen.

WDR: 30 Jahre Tafel – Sabine Werth (22.02.2023)
Fast 1.000 Tafeln versorgen in Deutschland regelmäßig über zwei Millionen Menschen, die sonst nicht genug hätten, mit Essen. Sabine Werth hat vor 30 Jahren die erste Tafel gegründet und ermahnt immer noch die Politik, mehr zu tun für Menschen mit wenig Geld. 

SWR: San Francisco – Leben zwischen Obdachlosigkeit und Robo-Taxis (21.02.2023)
San Francisco ist brutal teuer, eine gespaltene Welt: Auf den Straßen schlafen Menschen oder schreien Parkuhren an. Nebenan fahren Robo-Taxis um die Wette. Wie soll das weitergehen?

DLF: Flucht aus der Ukraine: Vom Ankommen in der neuen Heimat Baden-Württemberg (18.02.2023)
Mit dem Angriff auf die Ukraine flohen Millionen Menschen aus dem Land. Mindestens 150.000 Menschen haben Zuflucht in Baden-Württemberg gefunden, etwa im Schwarzwald oder an der Grenze zu Frankreich. Doch die Kommunen kommen an die Belastungsgrenzen.

Deutschlandfunk Kultur: In der Gemeinschaft – Vom Glück und Unglück des Teilens (18.02.2023)
Menschen teilen Einkommen, Vermögen, Autos, Land, Lebensmittel, Wohnraum und vieles mehr – und verringern so den Rohstoff- und Energieverbrauch um bis zu zwei Drittel. Das Interesse am gemeinschaftlichen Leben und alternativen Wohnprojekten ist groß.

Deutschlandfunk Kultur: Alternde Gesellschaft – Konflikt zwischen arm und reich, nicht alt und jung (18.02.2023)

DLF: Arbeitsausbeutung – Wo sich der Menschenhandel in Berlin versteckt (16.02.2023)

HR: Die AWO-Affäre: Wie ein Sozialverband zum Kriminalfall wurde (14.02.2023)
Die AWO-Affäre brachte Frankfurts Oberbürgermeister Feldmann zu Fall, zieht aber noch viel weitere Kreise. Es geht um den Verdacht des Machtmissbrauchs und krimineller Machenschaften, die nicht zu einer Wohlfahrtsorganisation passen.

Deutschlandfunk Kultur: Einkaufen auf dem Land – Fast wie bei Tante Emma (12.02.2022)
Wer auf dem Land lebt, braucht ein Auto, um einzukaufen. Dorfläden gibt es nicht mehr, weil sie angeblich nicht rentabel sind. Doch Start-ups beweisen nun das Gegenteil. Und siehe da, Tante Emma funktioniert. Wenn auch ein bisschen anders als früher.

BR: Flucht nach Deutschland: Wie läuft es mit der Integration von Kriegsflüchtlingen? (08.02.2023)
Mehr als eine Million Ukrainer haben in Deutschland Zuflucht gefunden, nachdem ihr Land von Russland überfallen wurde. Ihre Integration in die Gesellschaft gelang nahezu geräuschlos. Die Hilfsbereitschaft in der Bevölkerung war groß. Viele Menschen öffneten ihre Türen, um die vor dem Krieg Geflüchteten – überwiegend Frauen mit Kindern – aufzunehmen. Auch der Staat zeigte sich großzügig: Geflüchtete Ukrainer bekommen ein Aufenthaltsrecht, Bürgergeld und sie dürfen sofort arbeiten. Wie hat die Integration der Ukrainer Deutschland verändert, was lernen wir aus den Erfahrungen und könnten die Aufnahmeregeln eine Blaupause für das Asylrecht sein?

BR: Unser janusköpfiges Sozialsystem: enge Maschen hier, große Löcher dort (06.02.2023)
Die Familie Brückner/Wenzel aus Mömbris in Unterfranken hat ein beträchtliches Schicksal zu tragen. Und man kann an ihr sehen, wie gut das deutsche Sozialsystem im Vergleich zu anderen Sozialsystemen ist – aber auch, welche großen Lücken es hat. Der siebenjährige Sohn der Familie, Samuel, leidet an spinaler Muskelatrophie. Er ist geistig voll da, aber kann sich kaum bewegen. Für Pflegekräfte, die jeden Tag 18 Stunden die Eltern unterstützen, fließen beträchtliche Summen der Sozialkassen, auch die ausgesprochen teuren Medikamente zahlt die Kasse ohne große Probleme. Aber trotzdem schrammt die Familie an der Armutsgrenze entlang, weil die Eltern kaum die Möglichkeit haben, Geld zu verdienen. Und sie machen die Erfahrung, dass die Bürokratie, etwa wenn es um Zuschüsse für ein behindertengerechtes Auto geht, monströs sein kann.

Deutschlandfunk Kultur: Die Nachtarbeiter – Leben gegen den Biorhythmus (05.02.2023)
Der Wachmann, die Reinigungskraft, die Kneipenwirtin: Sie machen Nachtschichten, so wie viele andere. Gut ein Viertel der Beschäftigten in Deutschland ist in Abend- und Nachtstunden im Dienst. Wie ist es, sein Geld zu verdienen, wenn andere schlafen?

DLF: Gesundheitssystem – Notstand in der Krankenversorgung (04.02.2023)
Krank werden ist derzeit keine gute Idee. Zu wenig Ärzte, überlastete Notaufnahmen, knappe Medikamente und überall fehlt Personal. Für Patienten kann das lebensgefährlich sein, für Retter und Pfleger ist die Situation längst unerträglich.

DLF: Egalité! Frankreichs Eliteschulen setzen auf neue Profile (04.02.2023)
Lange Zeit waren Kinder der französischen Oberschicht an den Grandes Écoles unter sich. Nach und nach jedoch werden die verkrusteten Strukturen aufgebrochen. Und hinterfragt – auch von denen, die die Aufnahmeprüfung geschafft haben.

DLF: Kehrtwende in Drogenpolitik – Der lange Weg zur Legalisierung von Cannabis (02.02.2023)
Die Ampelkoalition will Cannabis legalisieren – zumindest teilweise. Die Begründung: Die bisherige Politik sei gescheitert, der Konsum nehme zu, der Schwarzmarkt blühe. Doch auf dem Weg zur Legalisierung lauern noch diverse Fallstricke.

SWR: Pflegeheime in der Pandemie – Isolation und Einsamkeit (01.02.2023)
Menschen in Altenheimen sollen vor Corona geschützt werden, doch das hat teils gravierende Folgen: Einsamkeit und Depression, körperlicher Abbau. Vielen fehlt die soziale Teilhabe. Eines scheint klar: Pflegebedürftige sollen nicht mehr pauschal von der Außenwelt und ihren Angehörigen isoliert werden.

SWR: Nicht lieferbar – Was tun gegen Medikamentenmangel? (01.02.2023)
Fiebersaft ist in Apotheken wieder zu haben. Dafür fehlen Antibiotika. Seit dem 1. Februar greifen Maßnahmen, die Engpässe bei Arzneimitteln verhindern sollen. Was sie bringen? Fast nichts, meinen Gesundheitsexperten. Wie klappt die Versorgung mit Medikamenten dennoch auf Dauer? Und zu welchem Preis? Marion Theis diskutiert mit Dr. Susanne Johna – Ärztevereinigung Marburger Bund; Dr. Uwe Weidenauer – Apotheker; Frank Wienands – AOK Baden-Württemberg.

DLF: Ausländische Pflegekräfte – Warum viele kommen und wieder gehen (28.01.2023)
Schon heute fehlen im deutschen Gesundheitssektor viele Kräfte, 2035 könnten dort 1,8 Millionen Stellen unbesetzt bleiben. Ein neues Gesetz soll helfen, Experten fordern von der deutschen Gesellschaft zudem mehr Offenheit und Integrationswillen. 

SWR: Fachkräfte verzweifelt gesucht – Was gegen die Personalnot hilft (28.01.20223)
Handwerksbetriebe, aber auch große Firmen, Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen, die öffentliche Verwaltung: Sie alle haben eins gemeinsam: sie suchen verzweifelt Personal. Der Fachkräftemangel ist bereits groß. Ideen, was helfen könnte, gibt es: die 4-Tage-Woche, Azubis aus dem Ausland, länger arbeiten, mehr Wertschätzung für Handwerk und Sozialberufe.

BR: Erzieher, Pfleger und Handwerker verzweifelt gesucht: Steht Deutschland bald still? (25.01.2023)
Deutschland gehen die Arbeitskräfte aus. Jetzt schon herrscht in vielen Branchen Personalnot, besonders in der Pflege, in Kindertagesstätten und im Handwerk. Auch IT-Unternehmen suchen händeringend nach Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Steht Deutschland bald still?

HR: Job essen Seele auf! Die Psyche und die Arbeitswelt (24.01.2023)
Auf einmal geht nichts mehr, die einfachsten Dinge fallen einem schwer, nichts macht mehr Spaß, kein Ausweg in Sicht. Das kann alle treffen – egal in welchem Job, egal in welcher Lebenslage. Nicht immer lautet die Diagnose ‚Depression‘, auch eine psychische Belastung müssen wir ernst nehmen. In Zeiten von Corona, aber auch des Fachkräftemangels kommt das immer mehr in der Politik an. In Hessen rücken psychische Belastungen in der Arbeitswelt in den Fokus von Betrieben – und Jobcentern. Denn nicht nur, wer im Job steht, kann betroffen sein und benötigt Unterstützung auf dem Weg zurück an den Arbeitsplatz. Auch Menschen ohne Job kann ein psychosoziales Coaching auf den Arbeitsmarkt helfen. Vielleicht werden wir alle so ja auch bereiter, offener mit psychischen Belastungen und Erkrankungen umzugehen. Oder ist uns das egal?

WDR: Leben in einer Senioren-WG – Walter Reichert (24.01.2023)
Walter Reichert hat als Altenpfleger gearbeitet und ist mit Beginn der Rente nach Bayern gezogen, hat einen Hof gekauft und eine Wohngemeinschaft gegründet. Das Vorhaben stellt sich jedoch schwerer heraus, als gedacht, wie er in der Redezeit erzählt.

HR: Drecksarbeit und Hungerlohn – LKW in der Sackgasse? (23.01.2023)
Zu wenig Pausen, fern von der Heimat, zu niedriger Lohn – das bedeutet die Arbeit im Lkw heute. Was kann man tun, gegen die umfassende Ausbeutung? Und was gegen den immensen Ausstoß von CO2? Muss man den Warenverkehr wieder auf Bahn, Schiff oder Flugzeug verlagern? Oder reicht es, den Truckern ein passendes Umfeld zu verschaffen?

WDR: Angst haben fast alle – Gewalt im Leben von Obdachlosen (21.01.2023)
Streit im Milieu, Brandattacken von Jugendlichen, Angriffe durch Rechtsextreme – das Leben wohnungsloser Menschen ist von Gewalt geprägt. Sie werden von Securities vertrieben und von Unbekannten beleidigt. Warum werden sie zur Zielscheibe?

Deutschlandfunk Kultur: Ärztin zur Legalisierung weicher Drogen – „Man müsste Alkohol verbieten und nicht Cannabis“ (21.01.2023)
Der Konsum von Alkohol berge vergleichsweise größere Risiken als der von Cannabis, sagt die Fachärztin Kirsten Müller-Vahl. Deshalb halte sie es für „vertretbar“, die Droge zu legalisieren. Damit drohe kein Abrutschen in eine Rauschgesellschaft.

DLF: Depression, Borderline, Angst – Wie gesellschaftliche Normen psychische Krankheitsbilder bestimmen (19.01.2023)
Auch wenn der Eindruck ein anderer ist: Psychische Erkrankungen haben bis zur Coronakrise in den vergangenen 20 Jahren nicht zugenommen. Trotzdem gelten sie inzwischen als Volkskrankheit. Wann ist die Psyche gestört und wer entscheidet das? 

DLF: Integrationskurse am Limit: Engpässe bei Deutschkursen (19.01.2023)

DLF: Grenzfall der Gesetzgebung – Bundestag entscheidet über Beihilfe zum Suizid (17.01.2023)
Kein Fraktionszwang, eine Gewissensentscheidung: Der Bundestag regelt die Beihilfe zum Suizid neu. Er muss eine ausgewogene Lösung finden, die einerseits die Autonomie des Einzelnen gewährleistet und andererseits das Leben schützt.

Deutschlandfunk Kultur: Ein Jahr Entlastungstarifvertrag – Punktesystem gegen Personalnot an der Charité (17.01.2023)
Für Pflegekräfte an der Charité gilt seit einem Jahr ein Tarifvertrag ganz eigener Art: Müssen Menschen in unterbesetzten Schichten arbeiten, bekommen sie freie Tage. Gewisse Erfolge gibt es, und auch Mitarbeiter sehen weitere positive Effekte.

WDR: Sozialpädagogin Birgit Skimutis – Die Kümmerei (13.01.2023)
Im Kölner Stadtteil Chorweiler gibt es einen Ort für Menschen, die durchs soziale Netz zu fallen drohen. Birgit Skimutis ist Sozialpädagogin und leitet Die Kümmerei.

SWR: Die Wohnungskrise (12.01.2023)
400.000 neue Wohnungen für Deutschland pro Jahr, das waren die Pläne der Ampel-Koalition. Daraus ist im letzten Jahr nichts geworden und auch in diesem Jahr, so die Prognose, wird dieses Ziel verfehlt. Doch der Wohnungsbedarf ist groß. Wo stehen wir und wie können die Bedingungen und Anreize für mehr Wohnungsbau, vor allem auch sozialen Wohnungsbau, verbessert und erhöht werden?

DLF: Geschichte der „Deutschen Arbeitsfront“ – Eine der letzten großen Lücken in der NS-Forschung (12.01.2023)
Die Deutsche Arbeitsfront war die mit Abstand größte NS-Organisation, ist aber bis heute weitgehend unerforscht. Dabei könnte gerade ihre Geschichte die Begeisterung vieler Deutscher für den Nationalsozialismus veranschaulichen.

Deutschlandfunk Kultur: Leben in Gemeinschaft – Die Rückkehr der Kommunen (11.01.2023)
Ressourcen teilen, ökologischer leben und für sozialen Ausgleich sorgen: Diese Utopie leben einige Kommunen in Deutschland, manche sehr erfolgreich. Doch das Leben mit vielen anderen zusammen hat auch seinen Preis.