Podcasts

SR: Langzeitarbeitslosigkeit und Teilhabechancengesetz (20.11.2021)
Glücksfall für Langzeitarbeitslose. Warum eine längere Förderung mehr bewirken kann. Tanja Westphal, Helmut Weigerding, Norbert Reiter waren mehr als 6 Jahre arbeitslos. Deshalb hatten sie die Chance über das sogenannte Teilhabechancengesetzt eine geförderte Arbeitsstelle zu finden. Bis zu 5 Jahre übernimmt das Jobcenter die Lohnkosten für diese Jobs. Karin Mayer hat die Drei nach gut zwei Jahren in ihrem geförderten Job wiedergetroffen. Wie sich ihr Leben verändert hat und warum diese lange Förderung so wichtig ist.

DLF: Moralische Verletztheit als ein kaum beachteter Grund des Pflegekräftemangels (18.11.2021)

DLF: Migranten an der EU-Außengrenze – Gefangen zwischen Polen und Belarus (18.11.2021)
Seit der belarussische Machthaber Alexander Lukaschenko Migranten zur polnischen EU-Außengrenze schleust, herrscht dort Ausnahmezustand. Hilfsorganisationen und Journalisten wird der Zutritt in das Gebiet verweigert, dennoch gelangen regelmäßig Berichte von harter Gewalt und Pushbacks an die Öffentlichkeit.

DLF: So viele Studiengänge wie noch nie. Interview mit Cort-Denis Hachmeister vom CHE (16.11.2021)

DLF: Warum Berufe nicht gewählt werden – Interview mit Mona Granato vom BIBB (15.11.2021)

SWR: Häusliche 24-Stunden-Pflege – Ausbeutung in der Rundum-Betreuung (15.11.2021)
Osteuropäische Pflegekräfte, in der Regel Frauen, schuften zu Dumpinglöhnen – außerdem oft illegal. Anders wären sie für viele Familien unbezahlbar. Ein Urteil des Bundesarbeitsgerichts im Juni 2021 könnte das Recht der Betreuungskräfte auf angemessene Bezahlung und Freizeit stärken. Vermittlungsagenturen, aber auch Familien in Deutschland, stehen vor einem Problem.

SWR: Sozialer Wohnungsbau für Jahrhunderte – die Fuggerei in Augsburg (12.11.2021)
Seit 500 Jahren gibt es die Fuggerei in Augsburg. Sie ist die älteste Sozialsiedlung der Welt. Gegründet von einem der reichsten Männer seiner Zeit, funktioniert sie noch immer. Was die Fuggerei so besonders macht und wie sie für die kommenden 500 Jahre fit gemacht werden soll.

NDR: Ein (fast) aussichtsloser Kampf – Opioid-Missbrauch in den USA (09.11.2021)
Immer mehr US-Amerikaner sterben an einer Überdosis von Opioiden. West Virginia ist zum Drogen-Hotspot geworden – trotz vieler Hilfsangebote. Mit fast 95.000 Drogentoten haben die USA im vergangenen Jahr einen traurigen Rekord gemeldet. Vor allem der Opioid-Missbrauch nimmt zu. Los ging es Anfang der 2000er Jahre mit dem Schmerzmittel Oxycontin: Hunderttausende Amerikaner schluckten das Opioid auf Rezept und wurden süchtig. Danach stiegen viele auf Heroin und andere Drogen um. Inzwischen ist Fentanyl das Hauptproblem. Besonders dramatisch ist die Situation in West Virginia und dort in der ehemaligen Hafenstadt Huntington am Ohio River. Früher bekannt als Umschlagplatz für Rohstoffe aus den Appalachen. Jetzt berüchtigt als „Opioid-Hauptstadt“ der USA. Über 10 Prozent der gut 45.000 Einwohner sind laut Schätzungen süchtig. Es gibt eine regelrechte Industrie, um ihnen bei Entzug und Reha zu helfen. Milliarden Dollar wurden investiert. Trotzdem ist die Zahl der Überdosis-Opfer im vergangenen Jahr dramatisch gestiegen. Ein Grund ist die Corona-Pandemie. Für die vielen Süchtigen gibt es in dieser ärmlichen Region mit hoher Arbeitslosigkeit kaum Perspektiven.

NDR: Die digitale Stadt – Wie sich Verwaltung transformiert (09.11.2021)
Nur 47 Prozent der Bürger sind mit kommunalen Onlinediensten zufrieden. Städte digitalisieren nur schleppend. Hamburg ist Vorreiter.

DLF: Folgen der Corona-Pandemie für Ältere – Isoliert und ausgeschlossen? Nicht noch einmal! (04.11.2021)
Besuch einer Angehörigen in einem Seniorenheim in Düsseldorf.  (dpa/ Norbert Schmidt)Die Corona-Maßnahmen sollen schützen, aber sie führen auch zu emotionalen und sozialen Belastungen. Die Erfahrungen aus den voran gegangenen Wellen zeigen: Vor allem ältere Pflegebedürfte waren stark von Einsamkeit betroffen. Sie brauchen besonderen Schutz – aber das möglichst ohne erneute Isolation.

DLF: Stabile Alterssicherung und Generationengerechtigkeit – wie geht das zusammen? (03.11.2021)
Gesprächsgäste: Anna Braam, Politikwissenschaftlerin von Netzwerk Zukunftsgerechtigkeit; Ulrike Mascher, Ehrenpräsidentin des Sozialverband VdK Deutschland, Gert G. Wagner, Wirtschaftswissenschaftler und Mitglied im Sachverständigenrat für Verbraucherfragen

NDR: Viel gesucht, selten gefunden – Handwerkermangel in Deutschland (03.11.2021)
Wer mit fachlicher Hilfe etwas renovieren, modernisieren oder reparieren lassen möchte, muss derzeit viel Geduld aufbringen – und Geld. Handwerker sind vielerorts schwer zu bekommen. Die Wartelisten sind lang. In den meisten Gewerken fehlen Fachkräfte und Auszubildende. Zwar sind im Herbst 2021 die Ausbildungszahlen im Handwerk erstmals seit Jahren wieder leicht gestiegen, den großen Nachholbedarf können sie aber nicht decken. Ein Grund: viele Auszubildende brechen die Lehre vorzeitig ab oder rasseln durch die Prüfungen. Ein anderer Grund: es sind viel zu wenige, um die demografisch bedingte Nachwuchslücke zu schließen.

Deutschlandfunk Kultur: Inklusion und Arbeitsmarkt – Deutschland behindert sich selbst (02.11.2021)
Menschen mit Behinderungen stoßen auf viele Barrieren – besonders auf dem Arbeitsmarkt. Oft sind sie gut ausgebildet, aber im Vergleich zu anderen Menschen überproportional erwerbslos. Was muss sich ändern, damit alle gleichwertig arbeiten können?

DLF: Arbeiten mit Handicap – Wie Inklusion in der Berufswelt gelingt (30.10.2021)
Wie gelingt bislang Inklusion in der Berufswelt? Wie lassen sich noch bestehende Hürden auf dem Weg in den ersten Arbeitsmarkt abbauen? Welchen Beitrag leisten dabei Inklusionsbetriebe und Werkstätten? Wie können Beschäftigte mit und ohne Behinderung von Inklusion in der Arbeitswelt profitieren?

BR: Schule anders machen – Lernen von Corona für die Zukunft (29.10.2021)
Die Inzidenzen steigen, immer wieder müssen Kinder in Quarantäne. Gleichzeitig steigt im Klassenzimmer der Leistungsdruck: Versäumtes soll rasch nachgeholt und Neues gelernt werden. Haben wir denn gar nichts gelernt von der Pandemie? Genau jetzt wäre der richtige Zeitpunkt für grundsätzliche Schulreformen, sagen Experten und Expertinnen.

BR: Corona und die Langzeitfolgen – wirtschaftlich und sozialpolitisch (27.10.2021)
Das größte Rätsel nach einer Ansteckung mit dem Sars-Cov-2 Virus sind die Langzeitfolgen. Untersuchungen für Deutschland gehen von jedem zehnten Patienten aus. Das wären über 400.000 Menschen. Sie gelten als genesen, sind aber noch lange nicht gesund. Internationale Studien sprechen sogar von 30 Prozent. Die Betroffenen leiden auch sechs Monate später unter Atemnot, chronischer Müdigkeit und psychischen Problemen.

HR: Ausgebremst? Mythos Trucker-Romantik (27.10.2021)
Sie sind die Könige der Landstraße, Herrscher über hunderte von Pferdestärken und allein hinterm Steuer am glücklichsten. So geht die Mär, allein glauben kann man sie nicht mehr. Denn man sieht die Staus, die verstopften Rasthöfe, die knallhart vorgeschriebenen Arbeits- und Ruhezeiten. Man weiß von der schlechten Bezahlung in Osteuropa und der immens hohen Verantwortung auf den Straßen. Und weil der Job immer unattraktiver wird, fehlen überall Kraftfahrer, aber nicht nur deshalb. In Großbritannien zum Beispiel sind über 100.000 Stellen vakant, seit Osteuropäer das Land nach dem Brexit verlassen mussten. Doch ist das überhaupt ein Mangel? Wäre es nicht an der Zeit, eine neue Verkehrswende einzuleiten und Frachtgüter auf Schiff und Schiene zu verlagern? Wohin geht die Reise der europäischen LKW-Fahrer?

DLF: Immer mehr Menschen im Ruhestand-Muss Rente neu gedacht werden? (27.10.2021)
Rentnerinnen und Rentner wie heute: das Statistische Bundesamt bemisst den Anteil der über 65-Jährigen auf mehr als 18 Millionen, das sind gut 20 % der Gesamtbevölkerung. Wenn nun die geburtenstarken Jahrgänge ins Rentenalter kommen, wird die Zahl deutlich steigen. Bis zum Jahr 2030 rechnet man damit, dass nur noch zwei Erwerbstätige für eine Rente aufkommen müssen. Gilt der Generationenvertrag dann noch? Oder müssen wir schon jetzt die Weichen stellen für eine neue Form der Alterssicherung? Von der neuen Regierung werden Antworten dazu erwartet. Doch welche Alternativen stünden überhaupt zur Verfügung? Ist ein gesetzlich verankerter Aktienfond die Lösung? Oder die Stärkung der Betriebsrenten? Oder muss schon jetzt jeder für sich selbst vorsorgen?

DLF: Deutsches Gesundheitssystem – Die Misere der Krankenhaus-Finanzierung über Fallpauschalen (25.10.2021)
Deutschlands Kliniken rechnen die Behandlung ihrer Patienten nach Fallpauschalen ab. Kritiker sehen darin einen falschen Anreiz: Möglichst viele Operationen und Untersuchungen durchzuführen. Inzwischen gibt es einen Konsens, dass eine grundlegende Reform des Systems nötig ist.

DLF: Lauschen ob sein Herz noch schlägt – Krank ohne Krankenversicherung (25.10.2021)
Dylan hat einige Jahre in Afrika gearbeitet und kehrt nun wieder nach Deutschland zurück. Doch als er sich krankenversichern will, stößt er auf ungeahnte Schwierigkeiten. Die Versicherer verweigern ihm die Mitgliedschaft.

Deutschlandfunk Kultur: Smilie – Jugendobdachlosigkeit (23.10.2021)
Smilie, Anfang 20, lebt auf der Straße. Die Jugendlichen, mit denen er abhängt, sind seine Familie. Doch manchmal hat er genug von diesem Leben. Er will Sozialassistent werden.

DLF: Vom Gastarbeiter zum Gastwirt. Forschung zur Geschichte türkischer Arbeitswelten (21.10.2021)

DLF: Vor dem Virus sind nicht alle gleich. Die soziale Unwucht der Corona-Pandemie (21.102.201)

SWR: Streit ums Kiffen – Soll Cannabis legalisiert werden? (19.10.2021)
Sie wird an Bahnhöfen verkauft, in Parks und im Internet kann man sie bestellen wie eine Pizza: Die Droge Cannabis ist in Deutschland illegal und trotzdem allgegenwärtig. Die Zahl der jungen Kiffer steigt seit Jahren, die Strategie der Verbote scheint gescheitert. SPD, FDP und Grüne wollen deshalb die Drogenpolitik reformieren, weg vom Schwarzmarkt hin zum kontrollierten Verkauf. Doch nicht nur Polizeigewerkschaften, auch Suchtmediziner warnen vor diesem Schritt. Wie gefährlich wäre eine Legalisierung von Cannabis? Michael Risel diskutiert mit Prof. Dr. med. Derik Hermann – Suchtmediziner und Chefarzt im Therapieverbund Ludwigsmühle, Prof. Dr. Heino Stöver – Direktor des Instituts für Suchtforschung Frankfurt, Uwe Wicha – Institut für Gesundheit und Bildung.

Deutschlandfunk Kultur: Streit ums Existenzminimum – Was der Mensch zum Leben braucht (18.10.2021)
Ein Dach überm Kopf, Nahrung, Kleidung, medizinische Versorgung: Diese Dinge gehören zweifellos zum Existenzminimum. Über alles andere wird heftig gestritten – auch weil die Frage, was ein menschenwürdiges Leben ausmacht, sich nicht pauschal beantworten lässt.

DLF: Fachkräftemangel – Wie das Handwerk gegen die Personalnot kämpft (18.10.2021)
Laut Zentralverband des Deutschen Handwerks fehlen derzeit bundesweit 250.000 Mitarbeiter. Der Personalmangel hat Folgen: Durchschnittlich liegt die Wartezeit, bis ein Auftrag begonnen werden kann, bei knapp neun Wochen. Es können aber auch deutlich mehr sein. Und ein Ende der Misere ist noch nicht in Sicht.

DLF: #IchBinHanna – Was tun gegen prekäre Beschäftigung in der Wissenschaft? (16.10.2021)
Gesprächsgäste: Günter Ziegler, Präsident der FU Berlin; Ina Czyborra, Wissenschaftspolitische Sprecherin der Berliner SPD-Fraktion, Amrei Bahr, wiss. Mitarbeiterin am Institut für Philosophie der Uni Düsseldorf, Mitinitiatorin #IchBinHanna
»Seit Jahren beklagen junge Wissenschaftler die prekären Arbeitsbedingungen in den Hochschulen. Ihre Angst vor Armut und vor Arbeitslosigkeit nach etlichen Jahren auf Zeitverträgen. Es gab dutzende Initiativen und Protestaktionen – zuletzt unter dem Hashtag #IchBinHanna. Der Berliner Senat hat nun reagiert. Kurz vor der Wahl des Abgeordnetenhauses hat der Senat ein neues Hochschulgesetz beschlossen: Berliner Hochschulen müssen jetzt allen Postdoktoranden auf einer sogenannten Qualifikationsstelle einen Anschlussvertrag anbieten; wenn die Wissenschaftler also an einer Habilitation arbeiten oder Lehrerfahrungen sammeln. Im Grunde geht es um eine sichere Beschäftigung neben der klassischen Professur. Während viele Wissenschaftler sich über die neuen Perspektiven freuen, beklagen Hochschulleitungen, sie könnten die Dauerstellen nicht finanzieren, außerdem gehe den Hochschulen nun Flexibilität verloren.«

SR: Wenn die Arbeitskräfte fehlen (15.10.2021)
»Vielen fällt es auf: in der Gastronomie, im Handel, in Gesundheitsberufen und im Handwerk überall fehlt Personal. Dabei geht es längt nicht mehr ausschließlich um ausgebildete Fachkräfte. Es geht auch um Arbeitskräfte und um einfache Jobs. In der Gastronomie mag das Corona-bedingt sein. Im Handwerk oder in der Pflege und in technischen Berufe ist Fachkräftemangel ein Dauerthema. Weil die Bevölkerung schrumpft, suchen Unternehmen, Kammern und Arbeitsmarkt-Experten nach Lösungen. Die Industrie und Handelskammer des Saarlandes sieht Chancen für Teilzeitbeschäftigte und will stärker als bisher für die duale Ausbildung werben. Weiterbildung von Arbeitslosen könnte besser als bisher gefördert werden. Auch Minijobber könnten profitieren und in sozialversicherungspflichtige Jobs kommen.«

DLF: Nachhilfe, Sport, eine warme Mahlzeit – Wie Familien für die Pandemie-Zeit entschädigt werden (15.10.2021)
Mit Geld für Nachhilfe, einem Kinderfreizeitbonus und Projektmitteln für die Jugendarbeit will die Bundesregierung Familien nach den Härten des Lockdowns stärken. Es kann nur ein Anfang sein. Denn die Zeit der Corona-Pandemie hat einmal mehr gezeigt: Ein Konzept gegen die Armut wird dringend benötigt.

DLF: Sollte Cannabis legalisiert werden? Interview mit Suchtmediziner Derik Hermann (15.10.2021)

BR: Gesellschaft und Armut – Der Umgang mit Mittellosen (14.10.2021)
In der Antike wurden arme Menschen bespuckt und verhöhnt. Im vorindustriellen England hat man sie in Arbeitshäuser interniert. Erst Karl Marx sah in der Armut weniger ein persönliches Versagen, sondern hielt sie für systemisch bedingt. Über die Zeit hinweg hat sich so die Sicht auf Armut immer wieder stark gewandelt.

BR: Die Arbeitslosen von Marienthal – Eine bahnbrechende Sozialstudie (13.10.2021)
Revolution oder Resignation – wie reagiert der Mensch, die Gemeinschaft auf Arbeitslosigkeit? Eine Sozialstudie aus den 1930er Jahren sucht Antworten durch ungewöhnliche Methoden und verändert die Forschung bis heute.

SWR: Deutscher Pflegetag: Mehr Gehalt und mehr Kompetenzen sind notwendig (13.10.2021)
Die Misere im Pflegebereich kann nur durch Verbesserungen bei der Bezahlung und bei den Kompetenzen von Pflegenden verbessert werden. Im Gespräch sagt die Präsidentin des Deutschen Pflegerats, Christine Vogler: „Wir brauchen ein anderes Gehaltsniveau.“ Vogler nennt dabei als Marke 4000 Euro für Fach- und Spezialkräfte des Sektors und begründet das: „Man darf nicht vergessen, Pflege ist ein Schichtdienstberuf – 24 Stunden, 7 Tage in der Woche.“ Die Bezahlung sei jedoch nicht die einzige Erklärung für den Mangel an Pflegekräften in Deutschland. Ebenso schwer wögen fehlende Ausbildungskriterien für die Skala der Tätigkeiten – von Pflegeassistenten bis zu Pflegekräften mit akademischer Vorbildung. So gebe es in anderen Ländern zum Beispiel so genannte „Pflegefachpersonen“, die im Alltag auch Verschreibungen vornehmen dürfen. „Wir brauchen neue Berufsfelder – das wertet den Beruf auch auf“, so Vogler. Insgesamt sieht sie einen Stillstand in der Debatte um die Pflege. Grund für die Misere sei, dass Betroffene nicht die Kraft hätten, sich politisch um Verbesserungen zu kümmern und Nichtbedürftigen der Bezug zum Thema fehle. Für ihre Kolleginnen und Kollegen lautet Voglers Bilanz: „Die jahrzehntelang gepflegte Praxis, dass die Pflegenden nicht in die Selbstverwaltungsstrukturen im Gesundheitswesen kommen, hat es zu einer Passivität kommen lassen, aus der wir nicht herausfinden.“ Christine Vogler ist gelernte Krankenschwester und diplomierte Pflegepädagogin. Sie leitet den Berliner Bildungscampus für Gesundheitsberufe und ist seit dem Sommer 2021 Präsidentin des Deutschen Pflegerats.

Deutschlandfunk Kultur: Pflegekräfte – Viele sagen: „Ich kann nicht mehr!“ (13.10.2021)
In Deutschland fehlen Pflegerinnen und Pfleger. Das sei ein erfüllender Beruf, wenn die Umstände besser wären, sagt Frédéric Valin, Autor der „Pflegeprotokolle“. Er empfiehlt Norwegens Modell: geringere Wochenarbeitszeit bei vollem Lohnausgleich.

DLF: Coronatests – Was die kostenlosen Bürgertests gebracht haben (10.10.2021)
Ab dem 11. Oktober müssen die meisten Bürger in Deutschland ihre Corona-Tests selbst zahlen. Dem Bund spart das viel Geld. Virologen und Volkswirte ziehen eine positive Bilanz der Massentests. Die Justiz aber werden sie weiter beschäftigen: Rund 100 Verfahren laufen wegen falscher Abrechnungen.

rbb: Wie liefern die Lieferdienste bei den Arbeitsbedingungen ab? (09.10.2021)
Die Arbeitsbedingungen von Fahrradkurieren stehen immer wieder in der Kritik. Mit einem wilden Streik haben sich Gorillas-Beschäftigte zuletzt für eine Verbesserung in der Lieferbranche eingesetzt. Über die Situation der Angestellten und die Veränderungen in den Unternehmen berichtet Lisa Splanemann.

Deutschlandfunk Kultur: DIW-Ökonomin über Niedriglöhne in Deutschland – „Ein Nährboden für gesellschaftliche Polarisierung“ (09.10.2021)
Jeder fünfte Beschäftigte in Deutschland arbeitet im Niedriglohnsektor, so viel wie in kaum einem anderen europäischen Land. Nur wenige schaffen den Aufstieg. „Das ist ein Alarmsignal“, sagt die DIW-Ökonomin Alexandra Fedorets.

Deutschlandfunk Kultur: Sozialpädagoge Carlos Benede – Vom Polizeidienst zur Prävention (08.10.2021)
Mit dem Verein „Weitblick Jugendhilfe“ hilft Carlos Benede Jugendlichen. Nicht Sanktionen, sondern Zeit, Respekt und Verständnis führen zum Ziel, meint der ehemalige Polizeibeamte, der selbst zwei in Not geratene Kinder adoptiert hat.

SWR: Die “Würde“ des Menschen – Mehr als eine schöne Idee? (07.10.2021)
„Die Würde des Menschen ist unantastbar“, steht in den Verfassungen unserer westlichen Gesellschaften. Und aus diesem Grundsatz folgen konkrete politische Vorstellungen von einem Recht auf Wohnen, auf soziale Unterstützung, auf Asyl. In Krisenzeiten wie der Corona-Pandemie stellt sich die Frage nach der Menschenwürde. Bis wohin kann ein Staat Bürger in die Pflicht nehmen? Welche Grenze darf er nicht überschreiten

SWR: Sexkauf verbieten? – Der Streit um Prostitution in Deutschland (04.10.2021)
Prostitution wird immer noch oft als moralische Frage behandelt. Doch eine selbständige Sexarbeiterin ist nicht mit einer Zwangsprostituierten zu vergleichen. Eine Verbesserung der Situation von Sexarbeiter*innen sollte 2017 das neue Prostituiertenschutzgesetz bringen. Doch zufrieden ist damit niemand so wirklich. Wie können alle sicher arbeiten?

BR: Goodbye Mittelschichtsmärchen! Die Wiederentdeckung der Klasse (03.10.2021)
Unter dem Schlagwort „Klassismus“ wird gerade – nicht ohne Widerspruch – versucht, Diskriminierungen und subtile Ausschlüsse aufgrund der Klassenzugehörigkeit sichtbar zu machen. Hardy Funk beleuchtet die Wiederbelebung eines überholt geglaubten Begriffs.

SWR: Doping für den Job: Sucht am Arbeitsplatz (02.10.2021)
Der Finanzunternehmer Carsten Maschmeyer hat vor kurzem seine jahrelange Tablettenabhängigkeit publik gemacht – und damit Licht auf ein Thema geworfen, das in den Unternehmen häufig tabuisiert wird: Sucht am Arbeitsplatz. Alkohol ist immer noch das Suchtmittel Nr. 1, eine immer größere Rolle spielen in der verdichteten Arbeitswelt aber auch leistungssteigernde Substanzen, so genannte „Neuro-Enhancer“. Konsumenten sind dabei nicht nur gestresste Manager, sondern auch Geringverdiener mit Existenzsorgen.

WDR: Inklusion: Ein Werkstattbericht (28.09.2021)
Eine Werkstatt für behinderte Menschen soll sie ins Arbeitsleben integrieren, heißt es. Aber was, wenn diese Einrichtungen eigentlich ausbeuten und ausschließen? Stephan Beuting hat eine Werkstatt besucht, um sich selbst ein Bild zu machen.

BR: Legale Ausbeutung – Ein Feature über Deutschlands unsichtbare Arbeitssklaven aus Osteuropa (25.09.2021)
Hunderttausende Menschen aus Bulgarien, Rumänien und Polen sind nach Deutschland gekommen, um der Armut ihrer Heimatländer zu entfliehen. Das deutsche Arbeitsrecht erlaubt Unternehmen und skrupellosen Netzwerken, sie dennoch auszubeuten.

Tageschau Podcast: Bundesweiter Mietendeckel? Was dann? (23.09.2021)
Mal angenommen, es gibt einen bundesweiten Mietendeckel? Bekommen dann alle eine bezahlbare Wohnung? Und wird dann mehr oder weniger gebaut? Ein Gedankenexperiment.

Deutschlandfunk Kultur: Ehegattensplitting – Steuerprivileg und Teilzeitfalle (21.09.2021)
Von der OECD und der EU-Kommission wurde Deutschland wiederholt für das Ehegattensplitting gerügt, weil es Frauen vom Arbeitsmarkt fernhalte. Wer profitiert davon, wen benachteiligt das Steuermodell – und wie fair ist es?

SWR: Der Stachel des Denkens – Roland R. engagiert sich für das Sozialrecht (20.09.2021)
Der Freiburger Roland R. engagiert sich für die Rechte sozial benachteiligter Menschen. Seine Beschäftigung mit den Sozialgesetzen hat ihn zu einem Rechtsexperten gemacht.

DLF: 50 Jahre Theorie der Gerechtigkeit – Wie Rawls über Umverteilung, Sozialstaat und Weltordnungen dachte (19.09.2021)
Eine gerechte Umverteilung unterschiedlicher Berufsgruppen war eines der Hauptanliegen des Harvard-Philosophen John Rawls. Es sei ihm dabei nicht um einfaches Umschichten von Vermögen und Eigentum gegangen, sondern um Änderungen von Gesetzen und Grundstrukturen, sagte die Philosophieprofessorin Tamara Jugov.

SWR: Alles andere als sicher – Wie zukunftsfähig ist die Rente? (17.09.2021)
Für viele Wählerinnen und Wähler ist es neben dem Klimaschutz das Thema Nummer 1: Wie geht es weiter mit der Rente? Die umlagefinanzierte Alterssicherung steckt aufgrund der demographischen Schieflage – immer mehr Alte, immer weniger Junge – schon lange in der Krise. Was also tun? Länger arbeiten, höhere Beiträge zahlen und am Ende immer weniger rausbekommen – ist das die Perspektive für die junge Generation? Wie sähe eine wirklich nachhaltige Rentenreform aus? Michael Risel diskutiert mit Matthias W. Birkwald – rentenpolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion „Die Linke“, Prof. Dr. Dr. h.c. Gert G. Wagner – Wirtschafts- und Sozialwissenschaftler, Dr. Ursula Weidenfeld – Wirtschaftsjournalistin

WDR: Die (neue) Klassengesellschaft – Nicole Mayer-Ahuja (17.09.2021)
Die Coronakrise hat deutlich gemacht, sagt die Soziologin Nicole Mayer-Ahuja, wie sehr unsere Gesellschaft von Menschen abhängig ist, deren (Arbeits-) Leistungen zu oft nicht adäquat gewürdigt und bezahlt werden. Das müsse sich ändern.

Deutschlandfunk Kultur: Prekäre, Pragmatiker, Weltverbesserer – Die neuen deutschen Wählerstämme (13.09.2021)
Wahlprognosen sind schwierig geworden: Die alten Großmilieus haben sich aufgelöst. Dafür gibt es neue Wählergruppen. Verschiedene Forscher machen verschiedene Grundtypen aus. Sie bilden sich entlang kultureller Konfliktlinien.

DLF: Digitalisierung im Gesundheitsdienst – Wer geht zuerst: das Fax – oder die Pandemie? (12.09.2021)
Nach drei Corona-Wellen und 17 Monaten Pandemie sind die Gesundheitsämter immer noch auf Faxgeräte angewiesen, um die Kontakte der Deutschen nachzuverfolgen. Was ist da schiefgelaufen? Eine Spurensuche, wo die Digitalisierung im öffentlichen Gesundheitsdienst trotz bester Absichten bislang scheitert.

SR: Georg Cremer: Sozial ist, was stark macht. Warum Deutschland eine Politik der Befähigung braucht (12.09.2021)
Der ehemalige Caritas-Chef entwirft sein Bild von einem modernen Sozialstaat – und fordert eine Politik der „Befähigung“

WDR: Ein Leben für die Altenpflege – Doris Röhlich-Spitzer (10.09.2021)
Doris Röhlich-Spitzer wuchs auf dem Gelände eines Kölner Altenheims auf. Mit 22 Jahren führte die examinierte Altenpflegerin ihre erste Pflegestation, wurde zur erfolgreichen Pflegemanagerin – und hat einige Veränderungen und Reformen in der Altenpflege miterlebt.

Deutschlandfunk Kultur: Jugendliche Straftäter – Das Ende der Unschuld (09.09.2021)
Aufsehenerregende Fälle von Körperverletzung und Totschlag, gewaltverherrlichende Videos – wird die Jugend immer krimineller? Und was passiert mit jungen Tätern? Experten und Statistiken verraten, wie es um die Jugendkriminalität steht.

WDR: Sterbehilfe: Warten auf den assistierten Suizid (08.09.2021)
Im Februar 2020 fällte das Bundesverfassungsgericht ein wegweisendes Urteil zur Sterbehilfe: Selbstbestimmtes Sterben, der sogenannte assistierte Suizid, soll nicht strafbar sein. Auf ein Gesetz, das dieses Urteil umsetzt, warten Betroffene noch.

SR: David Gutensohn: Pflege in der Krise (05.09.2021)
Nicht zuletzt die Corona-Krise hat die Probleme unseres Pflegesystems in den Fokus gerückt. Betten, Geräte, Räume, alles oft in ausreichender Zahl vorhanden. Nur: Wo sind die Menschen, die das alles bedienen und die sich kümmern?

WDR: Junge Drogentote und die deutsche Drogenpolitik (05.09.2021)
2020 wurden 1.581 drogenbedingte Todesfälle in Deutschland registriert, ein Anstieg von 13 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Eltern von jungen Drogensüchtigen beklagen, dass kein Angebot der Drogenhilfe genützt hat. Woran liegt das?

WDR: Gefahr durch zu schnelle Lokführerausbildung? (02.09.2021)
Verantwortung für millionenteure Fracht und unbezahlbare Menschenleben: Die Suche nach passenden Lokführerinnen und Lokführern gestaltet sich zunehmend schwierig. Zudem ist die Ausbildung wenig reguliert – ein Sicherheitsrisiko, das offenbar minimiert werden muss

SWR: Immer nur Notstand – Ist die Pflege noch zu retten? (01.09.2021)
Steigende Kosten, miese Bezahlung und viel zu wenig Personal – seit Jahren ist die Unzufriedenheit über das deutsche Pflegesystem groß. Mehr als kleine Reformen bringt die Politik nicht zustande, wirkt überfordert und konzeptionslos. Vielleicht läuft das Thema auch deshalb im Bundestagswahlkampf unter dem Radar. Gleichzeitig nimmt die Zahl der Pflegebedürftigen weiter zu, wird Pflege für immer mehr Menschen zum Problem, warnen Experten vor einem Kollaps des Systems. Was muss sich ändern? Wie lässt sich Pflege besser organisieren? Michael Risel diskutiert mit David Gutensohn – Journalist und Buchautor, Hamburg, Prof. Dr. Stefan Sell – Sozialwissenschaftler, Hochschule Koblenz, Dr. Andreas Westerfellhaus – Pflegebevollmächtigter der Bundesregierung

HR: Das Boot ist leer – Fachkräftemangel in Deutschland (01.09.2021)
Es gibt zur Abwechslung auch mal Befürchtungen, die sich nicht bewahrheitet haben in diesem Jahr: Trotz Corona – und allen damit verbundenen Schwierigkeiten – haben wir in Deutschland keine Massenarbeitslosigkeit. Stattdessen viele offene Stellen, die nicht besetzt werden können, weil das Personal fehlt. Selbst die Bundesagentur für Arbeit spricht nun von einem dramatischen „Fachkräftemangel“. Es fehle an allen Ecken: Von der Pflege über Klimatechniker und Logistikern bis hin zu Akademikerinnen. Deutschland brauche deswegen rund 400.000 Einwanderer pro Jahr, allerdings gesteuert und zielgerichtet für den Arbeitsmarkt. Wäre das tatsächlich die Lösung? Oder müssen wir darüber hinaus die Arbeitsbedingungen nicht auch wesentlich attraktiver machen in den Jobs, in denen offenbar kaum noch jemand tätig sein will?

HR: Aus für den Minijob? – Der Arbeitsmarkt und die Pandemie (01.09.2021)
Ursprünglich war der Minijob, auch 450-Euro-Job genannt, gedacht als Weg in eine richtige Anstellung. Wirklich funktioniert hat das nicht. In der Pandemie haben viele Menschen mit Minijobs ihre Arbeit verloren oder mussten sie pausieren – doch jetzt wollen viele nicht zurück in das 450-Euro-Modell. Stirbt der Minijob aus? Was ist überhaupt ein Minijob? Und wie reagiert die Politik auf die Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt?

DLF: 50 Jahre nach Einführung – Warum das BAföG immer noch dringend notwendig ist (31.08.2021)
Chancengleichheit und Bildungsaufstieg ohne finanzielle Sorgen: 1971 wurde die Ausbildungsförderung BAföG auf den Weg gebracht – ein Wendepunkt in der Bildungspolitik. 50 Jahre später geht der Anteil der BAföG-Empfängerinnen und Empfänger immer weiter zurück.

SR: Thomas Straubhaar: Grundeinkommen jetzt! (29.08.2021)
Zurück in die Normalität nach Corona – das ist der Herzenswunsch vieler Menschen – andere sagen: Wir haben jetzt die Chance, grundlegende Dinge zu verändern. Dabei will der Autor keinesfalls Kapitalismus oder Marktwirtschaft abschaffen.

SWR: Lehrling dringend gesucht! (28.08.2021)
Zum Start des Ausbildungsjahrs sind im Südwesten noch tausende Lehrstellen unbesetzt. Viele Betriebe in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz suchen händeringend Nachwuchs. Wegen der Corona-Pandemie konnten viele junge Menschen nicht über Praktika oder Ausbildungsmesse für eine Lehre begeistert werden. Jetzt fehlen die Bewerber, zudem entscheiden sich immer mehr Jüngere gegen eine betriebliche Ausbildung.

Deutschlandfunk Nova: Türkische Arbeitswelten in West-Berlin (28.08.2021)
Ein Gast kommt, dann geht er wieder. Das war die Idee hinter dem Begriff der sogenannten Gastarbeiter. Die Alltags- und Arbeitsgeschichte türkischer Arbeitsmigranten und -migrantinnen in West-Berlin war in weiten Teilen noch nicht erforscht, stellte der Historiker Stefan Zeppenfeld fest – und machte sich an die Arbeit.

DLF: Schwieriger Balanceakt – Die Gewerkschaften und der Klimaschutz (27.08.2021)
Der Klimawandel ist unumstritten. Das sehen auch die Gewerkschaften. Sie wissen, dass Veränderungen anstehen und sich Wirtschaft und Arbeitswelt neu aufstellen müssen. Doch sie tun sich schwer. Sie fürchten den Verlust von Arbeitsplätzen und das Aussterben ganzer Industrie-Landschaften.

Tagesschau: Gesetzliche Aktienrente? Was dann? (26.08.2021)
Mal angenommen es gibt eine gesetzliche Aktienrente. Steigt dann für alle die Rente? Was passiert beim Börsencrash? Wer profitiert am Ende davon und wo wird das viele Geld investiert? Ein Gedankenexperiment.

Deutschlandfunk Kultur: Aus für die Pflegekammer in Schleswig-Holstein (26.08.2021)

Deutschlandfunk Kultur: Gesetzliche Betreuung – Viel Verantwortung für wenig Honorar (22.08.2021)
Wer damit überfordert ist, die eigenen Finanzen zu regeln, kann eine gesetzliche Betreuung vom Gericht zur Seite gestellt bekommen. Eine verantwortungsvolle Aufgabe, die allerdings schlecht vergütet wird.

Deutschlandfunk Kultur: Kevin – Eine Jugend am Rand der Großstadt (21.08.2021)
Hochhäuser. Plattenbauten. Dazwischen ein ehemaliger Konsum. Eine Kneipe, eine Dönerbude. Ödnis. Die Topografie der Stadtrandlage. Wie wachsen Kinder und Jugendliche an der Peripherie der Stadt auf? Wovon träumen sie?

rbb: Corona und der Arbeitsmarkt im Ausland (14.08.2021)
Trotz der Corona-Pandemie hat sich der Arbeitsmarkt in Deutschland sehr robust gezeigt. Vor allem das Kurzarbeitergeld und Hilfsmaßnahmen haben dazu beigetragen. Aber wie sieht die Situation des Arbeitsmarkts in anderen europäischen Ländern aus?

SWR. Kinderzimmer statt Campus – Studieren in der Pandemie (14.08.2021)
Für viele ist es im Rückblick die beste Zeit ihres Lebens: Partys, nächtelange Gespräche und radikale Ideen – im Studium scheinen die eigenen Möglichkeiten unbegrenzt. Doch mit Corona wurde aus einer Phase des Aufbruchs eine des Stillstands: Viele Studierende sind zurück zu ihren Eltern gezogen, kennen ihre Kommilitonen nur vom Bildschirm. Zoom-Calls statt Hörsaal, Küchentisch statt Mensa, Kinderzimmer statt Campus – was geht da verloren? Michael Risel diskutiert mit Prof. Dr. Ulf-Daniel Ehlers – Bildungsforscher, Duale Hochschule Baden-Württemberg, Karlsruhe, Sabine Köster – Leiterin der psychotherapeutischen Beratungsstelle für Studierende des Studierendenwerks Karlsruhe, Antonia Winkler – Studentin, Universität Heidelberg.

DLF: Die vermeintliche Bremer BAMF-Affäre – Hochgezogen, aufgebauscht, verpufft (06.08.2021)
Es sah nach dem ganz großen Skandal aus: Über Monate witterten Politik und Medien ungeheuerliche Vorgänge in der Bremer Außenstelle des Bundesamtes für Migration (BAMF). Tausende Asylbewerber, so der Verdacht, seien unrechtmäßig anerkannt worden. Von den ursprünglichen Vorwürfen allerdings blieb zuletzt kaum etwas übrig.

MDR: Übertherapie am Lebensende. Feature über den Umgang mit Sterbenskranken (01.08.2021)
Viele Sterbenskranke werden falsch versorgt. Patienten erhalten noch kurz vor ihrem Tod aggressive Therapien, die mehr schaden als nützen. Und nicht immer bekommen Patientenverfügungen die gewünschte Beachtung.

DLF: Gabentausch – Claus Leggewie zur Idee eines Homo Cooperativus (25.07.2021)
Corona-Pandemie, Klimawandel, globale Migration – solchen Krisen kommt der Mensch mit nationalen Strategien und der Vorstellung des primär eigennützigen Homo Oeconomicus nicht mehr bei, meint Claus Leggewie. Als alternatives Paradigma schlägt der Politologe hier ein Gegenbild vor: den Homo Cooperativus.

rbb: Arbeitswelt im Wandel (24.07.2021)
Neue Bürokonzepte nach der Corona-Pandemie, die Nachteile des Arbeitens im Homeoffice, die Zukunft der Co-Working-Spaces und ganze Industrien, die wegbrechen – die Wirtschaftsdoku zu einer Arbeitswelt im Wandel.

BR: Werkbank statt Hörsaal – Haben wir zu viele Akademiker? (21.07.2021)
Seit Jahrzehnten heißt es: Du musst Abitur machen, du musst studieren, nur dann wirst du gut verdienen und Erfolg haben. Mit dem Ergebnis, dass heute womöglich zu viele junge Menschen studieren und zu wenige einen handfesten Beruf lernen: Im Handwerk oder in der Pflege fehlt der Nachwuchs. Müssen wir wieder umdenken? Werden Ausbildungsberufe in Zukunft die besseren Chancen bieten, als die akademische Ausbildung? Wie denken Schüler, wie die Eltern? Was sagen Bildungsforscher dazu?

BR: Die neue Working Class – Wenn Arbeit in die Armut führt (16.07.2021)
Was haben eine Supermarktverkäuferin, ein Lieferbote und eine Friseurin gemeinsam? Sie sind unentbehrlich in unserer Gesellschaft – aber ihr Lohn ist gering. Das wurde durch die Pandemie deutlich sichtbar. Was die sogenannte Working Class in ihren Jobs verdient, reicht gerade zum Leben. Spätestens im Alter rutschen die Beschäftigten in die Altersarmut.

SWR: Immer weniger Azubis – Wie kommt die Wirtschaft aus der Ausbildungskrise? (13.07.2021)
Die Zahl der Ausbildungsverträge geht dramatisch zurück. Betriebe bieten ohnehin coronabedingt weniger Lehrstellen an. Und dennoch bleiben viele Plätze unbesetzt, weil sich immer weniger junge Menschen für eine Lehre entscheiden. Ein Desaster für die Unternehmen und für viele Jugendliche, denen eine berufliche Perspektive fehlt. Wie lässt sich das Image der Ausbildungsberufe retten? Welche Verantwortung haben die Unternehmen? Und welche Unterstützung brauchen sie? Geli Hensolt diskutiert mit Peter Haas – Hauptgeschäftsführer Baden-Württembergischer Handwerkstag e.V., Stuttgart, Prof. Dr. Bettina Kohlrausch – Wissenschaftliche Direktorin des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Institut der Hans Böckler Stiftung, Düsseldorf, Ulrike Mucke – Leiterin des Bereichs Arbeit, Beschäftigung, Ausbildung bei der Evangelischen Gesellschaft.

Deutschlandfunk Kultur: Soziale Gerechtigkeit – Menschen befähigen, mehr Macht über ihr Leben zu erlangen (10.07.2021)
Deutschland brauche eine „Politik der Befähigung“, meint der frühere Caritas-Chef Georg Cremer. Der Sozialstaat müsse Menschen mehr stärken, ihre Potenziale zu entfalten. Durch Geld allein könne die soziale Spaltung nicht abgebaut werden.

BR: Verloren unter gerichtlicher Betreuung (07.07.2021)
Ein Unfall oder eine Krankheit und ein Patient kommt ins Krankenhaus. Kann er seine Geschäfte nicht mehr erledigen und es liegt keine Vorsorgevollmacht vor, muss der Arzt einen gerichtlich bestellten Betreuer beantragen, der alles regelt von Vermögensverwaltung bis zur Einweisung in ein Heim.

HR: Das Pleitevirus – Wie Corona Existenzen vernichtet (06.07.2021)
Die Corona-Pandemie mit ihren massiven Einschränkungen im Alltag wurde immer als der Super-Gau für die Wirtschaft beschrieben: Eine ausgebremste Welt-Konjunktur, Pleiten noch und nöcher – dazu ausgestorbene Innenstädte mit verrammelten Läden, die für immer geschlossen bleiben, weil sie die Krise nicht überstanden haben. So die Befürchtung. Ein Blick in die Statistik vermittelt allerdings einen anderen Eindruck. Bei uns in Deutschland hat es im vergangenen Jahr, im Vergleich zu 2020, fast 15 Prozent weniger Insolvenzen gegeben. Auch in den meisten anderen Ländern Europas ist diese Entwicklung zu beobachten. War die Corona-Pandemie für die Wirtschaft also doch harmloser als gedacht? Fachleute zumindest warnen: Viele Läden hätten auf eigene Initiative hin geschlossen, bevor sie überhaupt offiziell Insolvenz anmelden mussten und in der Statistik gelandet wären. Und die staatlichen Hilfsprogramme verdeckten die wahre Situation in einigen Branchen. Kommt das dicke Ende also noch? Und was können wir tun, um leere Innenstädte und Massen-Arbeitslosigkeit im Handel und dem Dienstleistungs-Gewerbe zu verhindern?

DLF: Urteil zu ausländischen Pflegekräften – Das Dilemma bleibt (05.07.2021)
Das Urteil des Bundesarbeitsgerichts zur Entlohnung ausländischer Pflegekräfte hat für gemischte Gefühle gesorgt. Viele Betreuungskräfte kommen aus Osteuropa und der Ukraine – und dort sind nicht alle begeistert. Manche fürchten, dass sie jetzt keine Aufträge mehr bekommen.

DLF: Reform in der Altenpflege – Pflegekräfte und ihr neuer Kampf um höhere Löhne (04.07.2021)
Die Pflegereform verspricht zwar Lohnerhöhungen, doch die gibt es nur, wenn die Arbeitgeber sich auf gute Tarifverträge einlassen. Für die Beschäftigten heißt das: Sie müssen sich bessere Arbeitsbedingungen und höhere Löhne selbst erstreiten.

WDR: Zeitalter der Mega-Migration – Parag Khanna (02.07.2021)
Wo – und wie – werden wir im Jahr 2050 leben? Vor allem durch die Folgen des Klimawandels steht der Menschheit eine immense und permanente Migrationsbewegung bevor, sagt der Politikwissenschaftler Parag Khanna.

DLF: Der lange Kampf gegen den kalten Entzug: Drogenabhängige im Gefängnis (01.07.2021)

DLF: Unbezahlbar, aber unverzichtbar? Ausländische Betreuung für die häusliche Pflege (30.06.2021)
Es diskutieren: Heinz Rothgang, Universität Bremen, SOCIUM Forschungszentrum Ungleichheit und Sozialpolitik; Eugen Brysch, Deutsche Stiftung Patientenschutz; Renata Föry, Seniocare Vermittlung häusliche Pflege; Thomas Heller, DGB Rechtsschutz GmbH

HR: Rund um die Uhr – die ausgebeuteten Pflegekräfte (29.06.2021)
Viele wünschen sich, im Alter zuhause wohnen zu können, auch wenn sie nicht mehr allein zurechtkommen. Glück hat, wer Angehörige hat, die diesen Wunsch erfüllen können. Wenn pflegende Familienmitglieder an ihre Belastungsgrenzen kommen, blicken sie von Deutschland aus gerne über die Grenzen im Osten. Hundertausende meist weibliche osteuropäische Pflegekräfte kommen in deutsche Haushalte, monatelang, arbeiten Tag und Nacht, vermittelt über entsprechende Agenturen. Durch das Grundsatz-Urteil des Bundesarbeitsgerichtes in Erfurt kommt jetzt wieder einmal ans Licht, auf welch ausbeuterischem System die häusliche Pflege in Deutschland fußt. Eine Sozialassistentin aus Bulgarien hatte geklagt, weil von den 24 Stunden, die sie gearbeitet hat oder in Bereitschaft war, nur ein Bruchteil entlohnt wurde. Für die vertraglich vorgesehenen 30 Stunden in der Woche, in denen sie kochte, putzte, Körperpflege oder Hilfe beim Essen leistete, bekam sie monatlich 950 Euro netto. Nur so können sich in Deutschland viele Familien die häusliche Pflege leisten, auch die Politik preist diese Modelle in ihre Planung ein. Was bedeutet es, wenn jetzt alle osteuropäischen Kräfte in deutschen Haushalten den Mindestlohn für die volle Arbeitszeit fordern würden? Viele Familien werden es sich nicht mehr leisten können, wer trägt die Kosten? Zuhause bleiben bis zum Lebensende könnte zum unmöglichen Wunschtraum werden. Und was ist die Alternative? Genug Plätze in Altenpflegeeinrichtungen gibt es schon jetzt nicht.

SWR: Arbeiten bis zum Umfallen – Ist die Rente noch zu retten? (01.07.2021)
Arbeiten wir bald noch länger für die Rente? Berater der Bundesregierung halten ein Renteneintrittsalter mit 68 Jahren für notwendig. Immer wieder wurde an der Rentenformel gebastelt, trotzdem fehlt dem System die Stabilität. Die Gesellschaft wird immer älter, die Alten werden immer gesünder und für die Jüngeren bleibt immer weniger übrig. Was heißt das für die Zukunft des Rentensystems? Und wie lässt sich das politisch lösen? Thomas Ihm diskutiert mit Prof. Dr. Christian Hagist – Otto Beisheim School of Management, Prof. Dr. Ute Klammer – Universität Duisburg-Essen, Prof. Dr. Stefan Sell – Hochschule Koblenz.

SWR: Spielhölle statt Spielhalle – Wie gut ist das neue Glücksspielrecht? (30.06.2021)
Glücksspiel im Internet wird ab 1. Juli in Deutschland legal. Der neue Staatsvertrag aller Bundesländer zum Glücksspielrecht soll Spieler besser schützen und den Schwarzmarkt eindämmen. Doch Kritiker fürchten, dass durch die „digitale Lockerung“ die Zahl der Süchtigen eher steigen könnte. Wie gut ist das neue Regelwerk? Marion Theis diskutiert mit Ilona Füchtenschnieder – Vorsitzende des Fachverbands Glücksspielsucht, Prof. Dr. Tilman Becke – Leiter der Forschungsstelle Glücksspiel der Universität Hohenheim, Dirk Fischer – Automaten-Verband Baden-Württemberg

Deutschlandfunk Kultur: Digitale Tagelöhner – Die gar nicht so schöne neue Arbeitswelt (29.06.2021)
Per Mausklick zum Auftrag: Nicht mehr nur Lieferfahrer oder Putzkräfte, sondern auch hoch spezialisierte Fachkräfte werden über digitale Plattformen vermittelt. Regulieren lassen sich die global agierenden Vermittlungsplattformen kaum.

Deutschlandfunk Kultur: Tönnies und ein Jahr Fleischskandal – Das Ende der Ausbeutung? (27.06.2021)
Der Schlachtbetrieb Tönnies ist mit dem Fleischskandal vor einem Jahr zum Synonym für katastrophale Arbeitsbedingungen geworden. Mittlerweile müssen Konzerne ihre Schlachter und Zerleger direkt anstellen. Werden Rumänen und Bulgaren nun fair behandelt?

SWR: Die Grundrente kommt – Altersarmut bleibt? (26.06.2021)
Im Juli geht es los mit der Grundrente, die ersten Bescheide werden verschickt. Die Erwartungen vieler Rentner sind groß, doch hoch sind auch die Hürden für den Bezug des Rentenzuschlags.

HR: Wo sind die Azubis!? Corona belastet Unternehmen und Jugendliche (26.06.2021)
Digitale Messen, virtuelle Unternehmensbesuche und online-Gespräche: In der Pandemie müssen alle neue Wege gehen. Das ist nicht leicht. Noch sind Tausende Lehrstellen unbesetzt.

Deutschlandfunk Kultur: IG Metall in Ostdeutschland – Das Ende der Bescheidenheit (22.06.2021)
Nach der Wende war Ostdeutschland Tarifwüste. Die Gewerkschaften kassierten zahlreiche Schlappen. Doch das war einmal: Die IG Metall hat Auftrieb – und die Arbeiter treten im Kampf um ihre Rechte mit einem neuem Selbstbewusstsein auf.

Deutschlandfunk Kultur: Erdbeerpflücken in Spanien – „Eine moderne Art der Sklaverei“ (21.06.2021)
Aus der südspanischen Provinz Huelva werden pro Jahr rund 300.000 Tonnen Erdbeeren exportiert, ein großer Teil davon nach Deutschland. Die Ernte wäre nicht machbar ohne die Saisonkräfte aus Marokko.

NDR: Diskussion um Rente mit 68 (16.06.2021)
Muss die Rente an die allgemeine Entwicklung der Lebenserwartung gekoppelt werden?

HR: Erfolgsverspechen – eine Frage der Klasse (18.06.2021)
Wenn es um Bildung geht, dann legen wir den Fokus meist auf Kindergarten und Schule. Einen enormen Einfluss auf den späteren Bildungserfolg haben aber bereits die ersten drei Jahre im Leben eines Kindes. Schon in den ersten Wochen öffnet sich die Schere. Wie viele Anregungen bekommt das Kind, wie viele Wörter hört es? Die Schule kann die unterschiedlichen Voraussetzungen nur mit Mühe ausgleichen. Sprungbrett oder Hemmschuh? Die soziale Klasse, in der wir aufwachsen, bestimmt unsere Zukunft mehr, als wir lange wahrhaben wollten. Muss das so bleiben? Lange schien es, als sei dieses Thema verschwunden. Jetzt entdecken Soziologen und Schriftstellerinnen ein altes Phänomen wieder: die Klasse. Wo kann man ansetzen für mehr Chancengleichheit und Bildungsgerechtigkeit?

HR: Alleine in der digitalen Vorlesung: Studieren im Lockdown (18.06.2021)
Gerade läuft das dritte Semester, in dem wegen Corona fast nur virtuelles Studieren möglich ist. Viele Studierende sind noch gar nicht richtig an den Unis angekommen. Ihr Studium ist auf die Größe des Laptop-Bildschirms zusammengeschrumpft, vor dem sie in ihrer Bude sitzen – wenn sie nicht gleich zuhause bei den Eltern geblieben sind. Es fehlte der Kontakt zu den Kommilitonen, zu den Professoren, es fehlte Geld, weil viele ihren Job verloren haben. Wie erleben Studierende in Hessen ihr Studium, was verpassen sie gerade und: Haben Sie nicht auch mal ein bisschen Solidarität verdient?

HR: Von Beruf befristet – Alltag mit Zeitverträgen (16.06.2021)
Heute hier, morgen dort – Anstellungen ohne Langzeitperspektive sind in vielen Bereichen zur Normalität geworden. Gerade in der Wissenschaft sind unbefristete Arbeitsverträge die absolute Ausnahme. In einem Video des Bundesministeriums für Bildung und Forschung wird das Wissenschaftszeitvertragsgesetz, das es seit 2007 gibt, bejubelt. Die Befristung auf maximal zwölf Jahre verhindere, dass eine Generation die Stellen verstopfe und gebe nachrückenden Wissenschaftlern die Möglichkeit, ebenfalls Qualifikationen zu erwerben. Diese Erklärung empfinden viele, die sich von Job zu Job hangeln und unter der mangelnden Sicherheit und Planbarkeit leiden, als Hohn. Die meisten bekommen gerade mal Verträge für ein bis zwei Jahre. Für Forschungsarbeiten ein viel zu kurzer Zeitraum. Auch in anderen Branchen sind Festanstellungen zur Mangelware geworden. Aber in der Wirtschaft scheint es tatsächlich den Effekt zu geben, von dem das BMBF spricht: Innovation durch Befristung. Wir schauen also auf Fluch und Segen dieser Regelung.

Deutschlandfunk Kultur: Generationenvertrag – Füreinander da sein in der „liebenden Kommune“ (16.06.2021)
Was tun, wenn man sich im Alter einsam fühlt und Hilfe braucht? Pflegekräfte sind schon jetzt rar. Das Prinzip des generationenübergreifenden Miteinanders habe sich als Lösung bewährt, sagt Hosea Dutschke von der Sozialverwaltung im dänischen Aarhus.

Deutschlandfunk Kultur: Das Leiden der Angehörigen – Wie Alkoholsucht Familien zerstört (14.06.2021)
Kinder, Ehe- oder Lebenspartner: Wenn es um Alkoholismus geht, werden Angehörige selten gehört. Meist steht die Sucht und damit der Süchtige im Mittelpunkt. Hier soll es andersherum sein: Die, deren Leiden oft übersehen wird, bekommen eine Stimme.

DLF: Arbeitsbedingungen in Schlachthöfen – Ein Jahr Fleischskandal (12.06.2021)
Ein Jahr ist es her, dass sich massenweise rumänische Arbeiter in den Fabriken von Westfleisch, Tönnies und Co. mit dem Corona-Virus infizierten. Es wurde offenbar, unter welch katastrophalen Bedingungen diese Menschen leben und arbeiten. Fast alle waren damals noch Werkvertragsarbeiter – beschäftigt bei Subunternehmern. Viele dieser Firmen haben die Arbeiter um den Mindestlohn geprellt – und ihnen für Wucherpreise Betten in heruntergekommen Häusern vermietet. Arbeitsminister Hubertus Heil ließ daraufhin die Werkverträge verbieten. Ist nun alles gut in der Fleischindustrie? Manfred Götzke geht im Wochenendjournal dieser Frage nach.

BR: Wie geht es weiter in der Fleischindustrie? Ein Jahr nach dem Corona-Skandal bei Tönnies (11.06.2021)
Vor genau einem Jahr gab es bei dem Fleisch-Großunternehmen Tönnies in NRW einen Corona-Skandal mit über 2.000 Ansteckungen. Der Massenausbruch legte eine ganze Region lahm. Die beengten Massenunterkünfte und Arbeitsbedingungen der vorwiegend aus Rumänien und Bulgarien stammenden Leiharbeiter kamen ans Licht. Die Bundesregierung beschloss eine Neuregelung beim Arbeitsschutz. Lina Verschwele hat vor Ort recherchiert, ob sich die Fleischindustrie seitdem verändert hat.

BR: Rente mit 68: Gibt’s denn keine bessere Idee? (11.06.2021)
Das Rentenalter soll nochmals um ein Jahr steigen, zumindest wenn es nach dem Wissenschaftlichen Beirat des Bundeswirtschaftsministeriums geht. Auf diesen Vorschlag folgte ein Sturm der Entrüstung. Auch Bundeswirtschaftsminister Altmeier ist dagegen. Dennoch ist allen klar, dass sich unser Rentensystem reformieren muss, um zukunftsfähig zu sein. Und dabei ist Eile geboten.

DLF: Relevanz von Handwerk und Pflegeberufen (10.06.2021)

BR: Knochenarbeit Profisport – Was bleibt wenn der Medallienglanz verblasst (08.06.2021)
Sie schinden Ihren Körper, verdienen aber nur, wenn ihre Sportart populär ist und sie an der Spitze stehen. Profisportler sind auf Werbeeinnahmen und Sponsorenverträge angewiesen – aber ihre Verdienstphase ist zeitlich begrenzt. Schnell sind sie zu alt und dann muss ein neuer Beruf gefunden werden.

Deutschlandfunk Nova: Susanne – Wenn deine Tochter mit 18 zum Pflegefall wird (04.06.2021)
Susanne freut sich, dass ihre Tochter Lisa, 18, bald Abi machen und ausziehen wird. Doch dann stürzt Lisa in der Schule eine Treppe hinunter und hat eine schweres Schädel-Hirn-Trauma. Sie wird notoperiert und liegt danach wochenlang im Koma. Eine Zeit lang ist nicht klar, ob Lisa überleben wird. Als sie aufwacht, ist sie schwerstbehindert und für den Rest ihres Lebens ein Pflegefall. Susanne, selbst Krankenschwester, widmet sich ganz der Versorgung und Pflege ihrer Tochter. Bis sie nicht mehr kann.

Deutschlandfunk Kultur: Die Pflegereform: Großer Wurf oder fauler Kompromiss? (04.06.2021)
Lange wurde gestritten, nun hat die Große Koalition einen Gesetzentwurf zur Pflegereform vorgelegt. Eckpunkte sind höhere Löhne, Entlastung für Pflegebedürftige und höhere Beiträge für Kinderlose. Kritiker bezweifeln die Wirksamkeit und Finanzierung.
Es diskutieren: Verena Bentele, Präsidentin des Sozialverbandes VdK, Karin Maag, gesundheitspolitische Sprecherin der CDU im Bundestag, Bernd Meurer, Präsident des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa), Prof. Dr. Heinz Rothgang, Leiter der Abteilung Gesundheit, Pflege und Alterssicherung am SOCIUM Forschungszentrum Ungleichheit und Sozialpolitik der Universität Bremen.

DLF: Höhere Löhne, höhere Beiträge – Wer die Pflege in Zukunft schultert (02.06.2021)
Es diskutieren: Erwin Rüddel, CDU MdB, Vorsitzender des Gesundheitsausschusses im Bundestag, Holger Schult, Geschäftsführer des Senioren- und Pflegezentrums Brandenburg,  Kordula Schulz-Asche, Pflegepolitische Sprecherin der Grünen im Bundestag und Stefan Sell, Hochschule Koblenz

Deutschlandfunk Kultur: Klassifikation von Krankheiten – Was gilt als krank, was nicht? (25.05.2021)
Die Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten (ICD) legt fest, was als Krankheit gilt und was nicht. Das kann große Auswirkungen auf Diagnose und Behandlung haben. Wie entsteht die Klassifikation und wer nimmt dabei Einfluss?

DLF: Politik und Krankheit – Plädoyer für eine gerechtere Gesundheitsökonomie (23.05.2021)
Der Patient als Verwaltungsobjekt, Zahlungsmedium, Konkurrenzmasse, Kostenfaktor, statistische Größe: Die Pandemie macht sichtbar, was zwischen Politik und Krankheit geschieht, deutet auf Fehler und Versäumnisse hin. Zeit für einen neuen Eid des Hippokrates – für die gesamte Gesellschaft.

DLF: Corona ist nicht gerecht. Wie die Pandemie Armut und Ungerechtigkeit verschärft (19.05.2021)
Je länger die Pandemie dauert, umso größer sind die Einschnitte in unsere Gesellschaft. Vielen Kindern und Jugendlichen wird der Fernunterricht nicht nur zur Last, einige haben auch den Anschluss verloren. Das hinterlässt auch bei Lehrerinnen und Lehrern Sorge und eine gewisse Ratlosigkeit. Sichtbar wird der Riss durch unsere Gesellschaft auch bei den Lebensmittel-Tafeln. Die verzeichnen deutlich mehr Kundinnen und Kunden und sie sehen die soziale Frage, die sich jetzt stellt, drängender denn je. Fühlen sich bedürftige Menschen von der Gesellschaft vergessen? Welche Weichen können neu gestellt werden? Und: Inwiefern sind wir alle gefordert, Menschen wieder in die Mitte der Gesellschaft zu holen?
Gäste: Martin Süsterhenn, Leiter der Katharina-Henoth-Gesamtschule Köln-Höhenberg; Franz Meurer, Pfarrer in Köln und Sabine Werth, Mitbegründerin und ehrenamtliche Vorsitzende der Berliner Tafel.

DLF: Corona-Bekämpfung in Behörden – Die verschleppte Digitalisierung (18.05.2021)
Die Coronakrise hat die strukturellen Schwächen der Gesundheitsämter offengelegt. Gleich zu Beginn der Pandemie zeigte sich: Die Behörden waren überfordert, unterbesetzt sowie unterdigitalisiert. Das Urteil von Gesundheitsdezernenten und Politik fällt entsprechend ähnlich aus.

DLF: Übergangssysteme – Auslaufmodelle oder relevant? (17.05.2021)

DLF: Wut in gelben Westen – Das Erbe der Gilets Jaunes in Frankreich (15.05.2021)
Erst ging es nur um die geplante Erhöhung der Ökosteuer, später wurde das gesamte politische System in Frage gestellt: Die Gelbwesten-Proteste im Winter 2018 haben Frankreich erschüttert. Zweieinhalb Jahre später ist es um die Bewegung ruhiger geworden – aber die Wut vieler Gilets Jaunes ist immer noch da.

BR: In Bremerhaven kommt der Tod am frühesten – der fatale Zusammenhang von Armut und Lebenserwartung (14.05.2021)
Als die Mauer fiel, starben die Menschen in Ostdeutschland im Durchschnitt mehrere Jahre früher als im Westen. Heute ist die Lebenserwartung nahezu gleich. Dafür besteht ein großer Unterschied, ob jemand in Bremerhaven oder München sein Leben verbracht hat. In der bayerischen Landeshauptstadt werden Männer mit durchschnittlich 81,2 Jahren bundesweit am ältesten, in Bremerhaven sterben sie mit im Schnitt nur 75,8 Jahren am frühesten. Ausschlaggebend ist die hohe Armut in der Stadt an der Nordsee.

Deutschlandfunk Kultur: Geflüchtete in Bosnien – Am Nadelöhr der Balkanroute (13.05.2021)
In der Nähe der bosnischen Grenzstadt Velika Kladuša kampieren Hunderte Geflüchtete. Sie möchten von dort in die EU gelangen. Den meisten gelingt dies nicht. Bei den Migranten wachsen Wut und Verzweiflung, bei vielen Anwohnern auch.

MDR: Verband: Gute Beschäftigten-Zahlen in der Pflege täuschen (12.05.2021)
Laut Bundesarbeitsagentur gibt es Zehntausende Beschäftigte mehr in der Pflege. Der Berufsverband für Pflegeberufe hegt aber Zweifel an den guten Zahlen. Es würden offenbar Köpfe gezählt und nicht Vollzeitstellen.

HR: Genug des Beifalls – wann kommt endlich die Pflegereform? (12.05.2021)
»Die Corona-Pandemie hat gezeigt, was in der Pflege-Branche schon lange offenkundig ist: Es fehlt an Fachkräften und Wertschätzung. Zum Tag der Pflege wird versucht, einen Blick in die Zukunft zu werfen und konkrete Maßnahmen zu ergreifen. Wie ist die Lage in Pflegeberufen? Was muss getan werden?

DLF: Pflegeakademisierung – Nicht mal ein Praktikumsgehalt für Pflege-Studierende (12.05.2021)
Politiker betonen, Pflegekräfte verdienten mehr „Wertschätzung“. Doch für das dreijährige Pflegestudium mit 2.500 Stunden Praxiseinsätzen gebe es „überhaupt kein Geld“, sagte Christine Vogler, Vize-Präsidentin des Deutschen Pflegerates, im Dlf. So könne man nicht weitermachen.

Deutschlandfunk Kultur: Klassismus – Die verachtete Unterschicht (11.05.2021)
Es liegt nicht nur am Geld: Wer zur Unterschicht gehört, trägt in den Augen anderer oft die falsche Kleidung, spricht falsch und benimmt sich falsch. Klassismus wird diese kulturelle Ausgrenzung genannt, die sozialen Aufstieg fast unmöglich macht.

DLF: Eine verschobene Reform: Die inklusive Kinder- und Jugendhilfe (06.05.2021)

DLF: Grauzone Sterbehilfe – „Suizidwünsche sind fragil“ (05.05.2021)
Das Thema Sterbehilfe bewegt sich in Deutschland in einer rechtlichen Grauzone. Bei der Entscheidung über einen assistierten Suizid müssten Ärzte immer gewissenhaft prüfen, wie frei der Wille des Einzelnen zur Selbsttötung tatsächlich sei, sagte der Psychiater Karl Beine.

Deutschlandfunk Kultur: Sterbehilfe – Wird Deutschland zur „Avantgarde“ in der Suizidfrage? (04.05.2021)
Deutschland könnte bald liberalere Gesetzesregelungen zur Sterbehilfe haben als die Niederlande, so der Philosoph und Ehtiker Jean-Pierre Wils. Etliche Vorschläge sieht er kritisch. Der Suizid dürfe keine „normalisierte Option“ für das Ende werden.

HR: Wer nicht erbt, der nicht gewinnt – Von der Schwierigkeit, Eigentum zu schaffen (04.05.2021) 
In Deutschland wird heute so viel Geld von einer Generation an die nächste übergeben wie selten zuvor. Studien zufolge werden jährlich bis zu 400 Milliarden Euro vererbt oder verschenkt. Diese Erbschaften machen vor allem Vermögende noch reicher. Erbschaften sind genauso ungleich verteilt, wie die Vermögen insgesamt. Und Steuern zahlen die Erben auch kaum. In den USA bittet US Präsident Joe Biden die reichen Amerikaner nun zur Kasse, um das Land nach seinen Vorstellungen umzubauen, sozialer und gerechter zu werden. Vor 20 Jahren hatte Großinvestor Warren Buffet sogar gegen die Senkung der Erbschaftssteuer gewettert. Man dürfe doch nicht einen lebenslangen Vorrat an Lebensmittelmarken erhalten, nur weil man der richtigen Gebärmutter entschlüpft sei. Der Aufschrei ist nach Bidens Vorstoß ungleich lauter. Doch weil viele Menschen auch hierzulande viel erben und viele Menschen gar nichts, geht der französische Ökonom Thomas Piketty noch einen Schritt weiter. Sein Vorschlag für Deutschland: Künftig sollen alle 25-jährigen vom Staat ein Startkapital in Höhe von 120.000 Euro bekommen. Es ist Wahljahr. Ob sich mit dieser Idee Wahlkampf machen lässt?

WDR: Ein Jahr #CoronaEltern – Familien am Limit (04.05.2021)
Seit fast einem halben Jahr befinden wir uns im Lockdown. Das bekommen besonders Familien zu spüren. Denn eine verlässliche Kinderbetreuung gibt es seit Monaten nicht. Viele Eltern sind am Rande ihrer Belastbarkeit – aber ein Ende ist nicht in Sicht.

BR: „Du bist was wert“ – Wie eine Schule in Dortmund-Nord wirklich hilft (02.05.2021)
Kann Schule ein sozialer Hebel sein? Schwierig aber nicht unmöglich. Wie ein Beispiel aus Dortmund zeigt. Drogendealer am Kiosk, marschierende Neonazis und Häuser, die verwahrlosen: das ist kein Klischee, sondern erschreckender Alltag in der Dortmunder Nordstadt. In diesem Stadtviertel wachsen viele Kinder auf. Kinder, die wahrscheinlich nie aus ihrem schwierigen Milieu, nie aus der Dortmunder Nordstadt rauskämen, wenn es dort nicht eine besondere Schule gäbe. Die Anne-Frank Gesamtschule, wo ein Direktor mit Geduld und Konsequenz neue Wege geht. Niklas Schenk über eine Schule in Dortmund, die aktiv für Lebenschancen sorgt.

BR: Arbeiten mit Handicap – Wie klappt die Inklusion behinderter Menschen im Berufsleben? (01.05.2021)
Eigentlich sollten möglichst viele Menschen mit Handicap auf dem ersten Arbeitsmarkt integriert werden. Doch die Vorgabe der UN-Behindertenrechtskonvention wird in Deutschland nur zögerlich umgesetzt. Und warum sind immer noch Menschen mit Behinderung doppelt so häufig von Arbeitslosigkeit betroffen?

DLF: Arbeitnehmer in Europa – So kämpfen die Gewerkschaften für EU-weite Rechte (01.05.2021)
Selbstständige Fahrradkuriere und Arbeiter in Logistikzentren von Online-Händlern stehen für ein neues Prekariat, das viele Gewerkschaften nicht mehr erreichen. Nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa. Doch der Kampf für gemeinsame Rechte fällt den Gewerkschaften schwer.

DLF: Hochschulen im Lockdown – wann wieder Präsenzveranstaltungen? (01.05.2021)
Welche Forderungen nach mehr Präsenz stehen im Raum? Welche Konzepte wünschen sich die Hochschulen, welche die Studierenden? Welche Pläne gibt es auch über dieses Sommersemester hinaus?

DLF: Die neue „Working Class“ – „Sie strampeln sich wahnsinnig ab, aber sie kommen nie auf die sichere Seite“(01.05.2021)
Zur neuen „Working Class“ zählt die Journalistin Julia Friedrichs Menschen, die alleine von ihrem Arbeitsnetto leben und nicht in der Lage sind, Rücklagen aufzubauen. In Deutschland seien das ungefähr 50 Prozent der Arbeitenden, sagte Friedrichs im Dlf. Sie warnt vor fatalen Folgen für die Gesellschaft.

BR: Aufholen oder Auffangen – Was Gesellschaft und Politik jetzt für Kinder und Jugendliche tun müssen! (29.04.2021)
Kinder und Jugendliche müssen sich reiben, brauchen die Gemeinschaft, um zu wachsen. Stattdessen Homeschooling und Abstandsregeln. Was muss jetzt geschehen fragt Sybille Giel den Sozialisationsforscher Prof. Bauer (Uni Bielefeld), die BLLV-Präsidentin Simone Fleischmann und Dorit Wiedemann, Geschäftsführerin und Vorstand der Kinder- und Jugendhilfe-Einrichtung „Neue Wege“.

Deutschlandfunk Kultur: Neustart – Berufswechsel in der Coronakrise (27.04.2021)
Corona hat Berufsbiografien zerschnitten, durchkreuzte Karriere-Pläne und Rücklagen, falls überhaupt vorhanden, wurden aufgebraucht. Ein Berufswechsel war oft unausweichlich. Für manche war der erzwungene Neuanfang aber auch mit positiven Überraschungen verbunden.

WDR: Warum das Betreuungsrecht reformiert werden musste (27.04.2021)
Die Kommunikation mit Ämtern fällt schwer, Menschen können nicht mehr selbständig entscheiden. Häufig übernehmen dann Betreuer deren Angelegenheiten – für mehr Selbstbestimmung wurde jetzt das Betreuungsrecht reformiert.

HR: Wem gehört die Stadt? Die Zukunft des Wohnens (26.04.2021)
Die Mieten in Deutschland steigen und steigen besonders in Städten und Ballungsräumen. Bezahlbarer Wohnraum wird für manche zur Existenzfrage. In Berlin etwa, wo Mieter fürchten, dass sie Rückforderungen von Vermietern und Wohnungsbaugesellschaften nicht mehr bezahlen können, seitdem der Mietendeckel gekippt wurde. Und immer wieder gibt es Streit, wenn Zugezogene und Alteingesessene sich in einem Viertel nicht verstehen. Ruhebedürftige gegen Krachmacher. Gentrifizierung ist der Begriff dafür, dass ärmere Schichten aus attraktiven Wohnvierteln verdrängt werden. Mehr und mehr driftet die Stadtgesellschaft auseinander: in Gutverdiener, für die der Anteil der Mietkosten am Einkommen nicht so sehr ins Gewicht fällt, und den Rest, der aufs Land ziehen muss, weil er in der Stadt keine bezahlbare Bleibe mehr findet. Das wirkt sich auch auf den Arbeitsmarkt aus. Arbeitgeber klagen, dass sie keine Fachkräfte mehr bekommen, weil die Mieten zu hoch sind. Manche Unternehmen gehen dazu über, wieder selbst zu bauen. Alternative Konzepte und eine Wiederbelebung des sozialen Wohnungsbaus könnten helfen. Die Frage, wem die Stadt gehört, ist noch nicht entschieden.

Deutschlandfunk Kultur: Obdachlosenhilfe in Berlin – Ein Zimmer als Chance (25.04.2021)
Erst eine Wohnung, dann die anderen Probleme anpacken. Das ist die Philosophie von „Housing First“, einem Projekt gegen Obdachlosigkeit in Berlin. Benjamin hat so nach Jahren auf der Straße eine Bleibe gefunden und macht jetzt Zukunftspläne.

DLF: Als der erste „Armuts- und Reichtumsbericht“ erschien (25.04.2021)
Dass es in der reichen Bundesrepublik echte Armut gebe, wurde lange gern geleugnet. Erst nach dem Regierungswechsel 1998 beauftragte das Parlament die Bundesregierung, die soziale Lage regelmäßig in einem sogenannten „Armuts- und Reichtumsbericht zu erfassen. Am 25. April 2001 wurde der erste vorgestellt.

rbb: Arbeit fürs Leben. Die Debatte mit Natascha Freundel, Julia Friedrichs und Rainer Hank (22.04.2021) 
Wird die Kluft zwischen Arm und Reich immer tiefer, wie es oft heißt? Die Reporterin Julia Friedrichs hat die Protagonisten ihres Buchs „Working Class“ ein Jahr lang begleitet, bis in die Corona-Krise hinein. Sie erzählt von Menschen mit ganz unterschiedlichen Bildungs- und Lebenswegen, die hart arbeiten und doch kaum über die Runden kommen. Die untere Mittelschicht, so Friedrichs, könne kein Vermögen aufbauen. Doch „der Wunsch, dass Menschen aus ihrer Anstrengung heraus etwas erreichen, ist universell.“ Der Wirtschaftsjournalist Rainer Hank dagegen sagt: „Deutschland ist ein relativ egalitäres Land.“ Es gehe uns im Moment so gut wie noch nie, wenn man die Corona-Pandemie einmal ausklammere. Er meint, dass die Loyalität zur eigenen Familie oder zur eigenen Herkunft Klassenunterschiede begründet. Ein Streitgespräch über Vermögensungleichheit, die Leistungsgesellschaft, Bildungschancen und Umverteilung.

SWR: Im tiefroten Minus: Rollt die Corona-Schuldenwelle? (22.04.2021)
Die Rechnungen stapeln sich, selbst das Geld für die Miete wird knapp: In der Corona-Krise rutschen viele Menschen in die Insolvenz, die noch vor kurzem einen sicheren Job hatten. Experten schätzen, dass sich die Zahl der Privatinsolvenzen in diesem Jahr verdoppeln könnte. Dagmar Freudenreich spricht mit Beratungsstellen und Experten über tiefrote Zahlen, tiefe Scham – und Wege aus der Krise.

DLF: Polizeigeschichte als Gesellschaftsgeschichte – Wandel im Umgang mit Protest (22.04.2021)
Für die einen ist sie „Dein Freund und Helfer“, für die anderen repressives Werkzeug eines verhassten Staates. Heute gibt es zwar auch in der Polizei kritische Beamten, die die moralischen Grenzen des eigenen Handels diskutieren, wie aber steht es um eine spezifische Polizei-Ethik?

DLF: Kritik am Teilhabestärkungsgesetz – Zu wenig drin für Menschen mit Behinderung (21.04.2021)
Von Chancengleichheit im Arbeitsleben sind Menschen mit Behinderung weit entfernt. Folglich ist die Arbeitslosenquote hoch. Nur jeder Dritte findet überhaupt einen Job. Zugleich entziehen sich 60 Prozent der Betriebe ganz oder teilweise der Beschäftigungsverpflichtung.

BR: Die Lautlosen. Wie sich die vietnamesische Community in Ost und West integriert hat (21.04.2021)
Im Osten leben die ehemaligen DDR-Vertragsarbeiter und im Westen die Boatpeople, die einst vor dem Kommunismus aus Vietnam flohen. Die erste Generation gilt als Musterbeispiel für Integration, weil Fleiß, Bildungsstreben und Lautlosigkeit an erster Stelle stehen. Die zweite Generation, so zeigt Susanne Betz in ihrem Feature, emanzipiert sich jetzt von den alten Werten.

BR: Sozialer Wohnungsbau zwischen Not und Perspektive (19.04.2021)
Früher haben Städte und Kommunen viel mehr selbst Sozialwohnungen gebaut. Die wurden dann ab den 80er Jahren meist privatisiert. Jetzt fehlen diese Wohnungen. So manche Stadt aber würde gerne wieder mehr bauen und auch viele Experten raten dazu.

Deutschlandfunk Kultur: Drogenpolitik in Deutschland – Zeit für einen Strategiewechsel? (19.04.2021)
Legalisieren statt strafen: Immer mehr Länder gehen in der Drogenpolitik neue Wege. In Deutschland tut man sich mit einer solchen Liberalisierung nach wie vor schwer. Auch wenn manche Experten dazu raten, zumindest bei Cannabis.

BR: Wir sind hier – auch wenn Deutschland uns loswerden wollte (18.04.2021)
Über 200.000 Flüchtlinge sind in Deutschland geduldet. Das bedeutet: Ihr Asylantrag wurde abgelehnt; sie können aber trotzdem nicht zurück in die Heimat. Weil es dort nicht sicher ist, die Länder sie nicht zurücknehmen oder gültige Papiere fehlen. Sich in Deutschland integrieren dürfen viele aber auch nicht. Ina Krauß hat über viele Jahre drei Menschen und ihren Kampf um ein Bleiberecht begleitet. Es sind Geschichten von Verzweiflung und Durchhaltevermögen – auch davon, welche Chance die deutsche Flüchtlingspolitik manchmal vergibt.

BR: Bremst Corona die Inklusion? Schulkinder mit besonderen Bedürfnissen (16.04.2021)
Distanzunterricht ist für alle Kinder eine riesige Herausforderung. Für Kinder mit besonderem Förderbedarf kann er zum großen Problem werden. Viele brauchen die körperliche Nähe zur Lehrerin dringend um zu lernen. Wie geht es den Kindern an Förderschulen oder an Regelschulen gerade? Bedroht die Pandemie die bisherigen Erfolge bei der Inklusion?

SWR: … und keiner sitzt im Hörsaal – Studieren in Corona-Zeiten (16.04.2021)
Präsenz-Vorlesungen – fallen aus. Erstsemesterfeten – fallen aus. Neue Leute kennenlernen – fällt aus. Das Sommersemester 2021 hat begonnen und wir fragen nach, wie gehen Studierende mit der besonderen Situation um?

WDR: Unsere fremden Grenzen – Europas Türsteher am Rande der Sahara (16.04.2021)
Wer nach Europa will, dem kommt die Grenze entgegen: Tausende Kilometer entfernt, am Südrand der Sahara stehen heute Wachposten und Soldaten, die weniger die Grenzen ihrer eigenen Länder schützen, sondern vielmehr die Europas.

DLF: Heißes Eisen im Wahlkampf: Wenn die Klinik in der Provinz schließt (15.04.2021)

SWR: ,,Wir werden nicht gesehen“: Probleme von Studierenden in Corona-Zeiten (12.04.2021)
Die Studierenden hätten in der Corona-Krise oft den Eindruck, nicht recht gesehen zu werden, sagt der Bildungs- und Wissenschafts-Journalist Armin Himmelrath. Wenn Medien in der Corona-Krise auf das Bildungssystem blicken, würden vor allem die Schulen und die Kitas zum Thema. Die Universitäten seien dagegen aus dem Fokus geraten.

Deutschlandfunk Kultur: Türkische Gastarbeiterinnen – Zwischen Heimat und Heimweh (12.04.2021)
Als die türkischen Gastarbeiter der ersten Generation nach Deutschland kamen, waren viele Arbeiterinnen unter ihnen. Ihre Geschichte findet selten Beachtung.

DLF: Sterbehilfe gesetzlich regeln – Die anhaltende Diskussion über Suizidassistenz (11.04.2021)
Ein Verbot „geschäftsmäßiger Sterbehilfe“ hat das Bundesverfassungsgericht 2020 gekippt. Die Möglichkeit, Sterbehilfe zu beschränken oder anderweitig zu regeln, ließen die Richter aber ausdrücklich offen. Vorschläge dafür liegen auf dem Tisch. Doch auch gut ein Jahr nach dem Karlsruher Urteil hält die Diskussion über Leben und Tod an.

WDR: Systemwechsel in der Fleischindustrie? (09.04.2021)
Unbezahlte Überstunden, Lohnbetrug, mangelhafter Gesundheitsschutz – die Missstände in der Fleischindustrie waren groß, Werkverträge das Hauptproblem. Zum Jahresbeginn mussten die Fabriken in Deutschland Tausende Menschen fest einstellen. Was hat sich nun geändert?

SWR: Piloten auf Jobsuche (09.04.2021)
Tausende Piloten werden nicht mehr gebraucht, viele sind schon arbeitslos, andere seit Monaten in Kurzarbeit. Wegen der Corona-Pandemie ist der Flugverkehr eingebrochen. Derzeit befördern die Airlines nur noch 10 bis 20 Prozent ihrer normalen Passagierzahlen. Während die Flugzeuge eingemottet im Hangar stehen, müssen sich viele Pilotinnen und Piloten beruflich neu orientieren. Keiner weiß wann oder ob es jemals wieder ins Cockpit geht.

DLF: Zu Dumpinglöhnen durch Europa: Die Lage osteuropäischer LKW-Fahrer (09.04.2021)
Überall in der Europäischen Union arbeiten zu können: Das ist für EU-Bürgerinnen und Bürger ein verbrieftes Recht. Die Arbeitnehmerfreizügigkeit gehört zum Kern des gemeinsamen Binnenmarktes – in Pandemiezeiten mit einigen Corona bedingten Restriktionen. Gewerkschaften haben die Arbeitnehmerfreizügigkeit immer wohlwollend unterstützt, aber auch kritisch begleitet. Weil die Arbeitsbedingungen von Arbeitnehmern in verschiedenen Ländern gegeneinander ausgespielt werden können. Die EU-Entsende-Richtlinie und das deutsche Entsendegesetz sollen das verhindern. Wer in Deutschland Arbeitsleistung vollbringt, hat Anspruch auf deutschen Mindestlohn. Praktisch gibt es viele Umgehungsmöglichkeiten – und zu wenig Kontrollen. Besonders krass zeigt sich das seit langem im Transportgewerbe, wo auch Nicht-EU-Fahrer auf Europas Autobahnen unterwegs sind. In der Corona-Krise haben viele osteuropäische Unternehmen den Druck auf die LKW-Fahrer verstärkt. Nationale Gewerkschaften berichten von drastischen Gehaltskürzungen. Gesetzliche Lenk- und Ruhezeiten sowie wöchentliche Pausen werden systematisch gebrochen. Nach Branchenexperten haben osteuropäische Speditionen bereits über 40 Prozent des europäischen Transportmarktes erobert. Angesichts des Sozialdumpings geraten deutsche Unternehmen zunehmend in Existenznot.

HR: Vergessene Kinder – Inklusion in Zeiten der Pandemie (08.04.2021)
Keine sozialen Kontakte, wenig Unterstützung und von Inklusion ist keine Rede mehr. Schule ist derzeit für viele eine große Herausforderung – für Kinder und Jugendliche, die eine Beeinträchtigung haben, nochmal mehr. Eltern, Lehrkräfte und Schüler und Schülerinnen sind oft am Rand ihrer Kräfte. Werden behinderte Kinder vergessen von der Politik? Und wie kann Inklusion auch in Zeiten von Corona funktionieren?

DLF: Pflegeverbände warnen: Akademische Pflegeausbildung bricht ein (08.04.2021)

Deutschlandfunk Kultur: LkW-Fahrer aus Osteuropa – Lange Fahrten für wenig Geld (06.04.2021)
Monatelang unterwegs, ohne jemals ein Hotel zu sehen, zu Dumpinglöhnen: Die Ausbeutung von LkW-Fahrern auch auf Straßen hierzulande spitzt sich zu. Kontrollen sind schwierig und die Methoden der osteuropäischen Speditionsfirmen werden immer krimineller.

DLF: Wahlkampfthema Hartz IV – Wie die soziale Grundsicherung die Parteienlandschaft spaltet (03.04.2021)
Die Corona-Pandemie trifft Erwerbslose besonders hart – und die Zahl der Langzeitarbeitslosen steigt. Die Regierung hat zwar einige Hilfen beschlossen, Betroffenen, Sozialverbänden und der Opposition im Bundestag reicht das aber nicht. Die Grundsicherung wird auch Thema im Bundestagswahlkampf sein.

Tagesschau Zukunfts-Podcast: Fairer Lohn in der Pflege? Was dann? Ein Gedankenexperiment (01.04.2021)
Mal angenommen, Pflegeberufe werden fair bezahlt: Gäbe es dann mehr Bewerbungen? Wo soll das Geld herkommen? Kann sich dann niemand mehr einen Heimplatz leisten? Ein Gedankenexperiment.

DLF: Präsident des Deutschen Hochschulverbandes – „Die Universität als Präsenzeinrichtung muss wieder funktionieren“ (30.03.2021)
Bernhard Kempen, Präsident des Deutschen Hochschulverbandes, forderte im Dlf von der Politik eine Öffnungsperspektive für Universitäten. Die Rückkehr in einen Regelbetrieb beim ersten Entspannungszeichen sollte schon jetzt vorbereitet werden – im Interesse von Millionen Studierenden.

DLF: Pflegeberufe in der Krise – „Den Beruf halte ich nicht bis zur Rente durch“ (30.03.2021)
Geringe Bezahlung, viel Verantwortung: Der Alltag als Pfleger sei „weitestgehend frustrierend“, berichtet Christian Lühmann. Kein Wunder, dass Pflegepersonal fehlt. Ein Studiengang soll Abhilfe schaffen. Doch auch der scheint wenig attraktiv zu sein.

HR: Macht- und Existenzkampf bei der Bahn (26.03.2021)
Die Bahn wendet das Tarifeinheitsgesetz an: Wer ist größer? GDL oder EVG? GDL-Chef Weselsky stellt sich auf einen harten Konflikt ein. Am Ende dürfte mal wieder gestreikt werden.

DLF: Doktor Digital – Umbruch im deutschen Gesundheitswesen (25.03.2021)
Die Corona-Pandemie hat der Telemedizin einen kräftigen Schub gegeben: Immer mehr Ärzte bieten Online-Sprechstunden an, die von Patienten auch stark nachgefragt werden. Und mehr Unternehmen drängen auf den Markt.

BR: Das Horrorheim – Profitorientierte Pflege auf Kosten der Betroffenen (24.03.2021)
Ein Pflegeheim am Schliersee wird zum Fall für die Staatsanwaltschaft. Der Verdacht: Hilflose alte Menschen sollen dort fast verhungert und verdurstet sein. Monatelang haben unsere Autorinnen recherchiert und erschreckende Missstände in dem Horrorheim aufgedeckt.

DLF: Ungleichheit und Ideologie (21.03.2021)
Wird der Kapitalismus seinem Anspruch gerecht, langfristig Ungleichheit zu reduzieren und allen Menschen zugutezukommen? Wie rechtfertigen Gesellschaften die vorherrschende Ungleichheit? Der Wirtschaftswissenschaftler Thomas Piketty erforscht genau diese Fragen seit mehr als 20 Jahren.
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DLF: Prostitution in Corona-Zeiten – „Die Freier wollen trotzdem Sex“ (20.03.2021)
Die Prostitution in Deutschland ist coronabedingt verboten. Während die Branche eine Gleichbehandlung mit anderen körpernahen Dienstleistungen fordert, wollen einige Politiker ein Sexkaufverbot auch nach Corona. Dabei findet Prostitution weiterhin statt – unter schlechteren Bedingungen als zuvor.

SWR: Arbeiten auf der Intensivstation – Wenn Leben retten krank macht (19.03.2021)
Es ist eine extreme Belastung – körperlich und psychisch. Und nun noch Corona! Wer diese Folge hört, versteht, warum viele Intensiv-Pflegekräfte sich einen neuen Job suchen.

Deutschlandfunk Kultur: Drehtürpatienten in der Psychiatrie – Immer wieder auf Station (18.03.2021)
Trotz Therapie und Medikamenten landen viele psychisch Kranke immer wieder in stationären Einrichtungen. Auf Phasen zu Hause folgen Klinikaufenthalte – ein Teufelskreis. Neue Ansätze in der Begleitung psychisch Kranker könnten ihnen besser helfen.

Deutschlandfunk Kultur: Neue Medikamente – Klinische Studien mit Risiken und Nebenwirkungen (11.03.2021)
Erforschung und Entwicklung neuer Arzneimittel liegt hierzulande in der Hand der Pharmaindustrie. Welche Risiken bergen die Studien für Patienten? Kritiker werfen der Branche zudem vor, sie produziere kaum neue Medizin mit echtem Zusatznutzen.

BR: Gegen Mietwucher – Bezahlbare Wohnung dank Genossenschaft (15.03.2021)
Die Idee besticht: Lebenslanges Wohnrecht bei gleichbleibender günstiger Miete – und das in teuren Ballungsräumen. Eine , Wohnbau-Genossenschaft kann das bieten. Aber wie funktioniert das? BR-Autor Tobias Dirr fragt nach bei seinem Vater, der vor 30 Jahren schon Genosse war, und bei „Wagnis“ in München.

SWR: Unrentabel – Künstler und Rentner (14.03.2021)
Wer denkt an die Rente, bevor man Rentner ist? Künstler oft eher nicht. Vor allem wenn es Lebenskünstler sind. Hier mal Musik gemacht, da was geschrieben. Woher kommt das Geld danach?

DLF: Karriereknick Corona – Berufstätige Mütter in der Pandemie (13.03.2021)

NDR: Die große Last der Pflegenden (10.03.2021)
Krankenpfleger/innen arbeiten seit Monaten oft am Rande ihrer Kräfte. Hat sich was durch Corona verändert?

HR: Studieren oder verlieren? – Die Zukunft der Ausbildungsberufe (09.03.2021)
Was willst Du werden? Wenn der Schulabschluss naht, stehen alle Jahre wieder tausende junge Menschen vor dieser Frage. Und wer die Wahl hat, entscheidet sich häufig erst einmal für ein Studium. Wenig verwunderlich, denn in Ansehen, Einfluss und Einkommen stehen im Durchschnitt die, die studiert haben, besser da. Gleichzeitig klagt die Industrie über Fachkräftemangel, Pflegeeinrichtungen über Unterbesetzung und wer einen Handwerker braucht, kann sich auf eine lange Warteliste setzen lassen. In der Pandemie scheint sich da etwas zu ändern. Auf einmal werden bislang wenig wertgeschätzte Berufe „systemrelevant“ und die, die sie ausüben, beklatscht. Wie weit reicht die Anerkennung? Können Ausbildungsbetriebe mit einer Bewerberschwemme rechnen und Pflegekräfte endlich mit angemessener Bezahlung?

Deutschlandfunk Kultur: Heroinabhängig in Berlin – Wo Süchtige als Kranke ernst genommen werden (07.03.2021)
40 Jahre nach Christiane F. ist Heroin noch immer Thema in einer Stadt, in der Drogen zum Nachtleben dazugehören. Ausgrenzung und Stigmatisierung gibt es in Berlin auch heute noch, aber auch vielversprechende Therapieansätze.

WDR: Leerstand trotz Wohnungsnot (07.03.2021)
Warum stehen in Großstädten, in denen Menschen teils verzweifelt eine Bleibe suchen, Tausende von Wohnungen leer? Was zunächst als Knirschen im Getriebe des Marktes erscheint, erweist sich bei näherem Hinsehen als fulminantes Geschäft.

BR: Neue Pflegekonzepte: Wer kümmert sich um mich, wenn ich alt bin? (05.03.2021)
2025 werden doppelt so viele Pflegefachkräfte gebraucht wie heute, laut neuem Gutachten des Bayerischen Gesundheitsministeriums. Die Perspektiven sind insgesamt düster: Immer mehr Bedürftige, immer weniger Menschen, die pflegen wollen oder können. Aber es gibt auch Licht am Horizont: Wegweisende Projekte, kleine Inseln des guten Kümmerns.

SWR: Menschen müssen von ihrer Arbeit leben können: Hat die SPD das mit ihrem Wahlprogramm im Blick?(02.03.2021)
In ihrem neuen Buch „Working Class“ hat Julia Friedrichs Menschen portraitiert, die allein von ihrer Arbeit leben müssen. Es geht zum Beispiel um einen Arbeiter, der in Berlin die U-Bahn reinigt. Um den Tarifvertrag zu umgehen, ist er bei einem Subunternehmen der Verkehrsgesellschaft angestellt. Sein Vater, auch ein ungelernter Arbeiter, sagt zu ihm: „Mit deinem Gehalt hätte ich mir den Hintern abgewischt.“ Das Vertrauen in die Politik und besonders in die SPD sei seit der Deregulierung des Arbeitsmarktes in den Nuller Jahren gebrochen, sagt Julia Friedrichs im Gespräch mit SWR2: „Die Menschen haben das Gefühl, dass die Partei nicht an ihrer Seite steht.“ Das Vertrauen zurück zu gewinnen, werde verdammt schwer, meint Friedrichs, auch wenn sie im neuen Parteiprogramm der SPD gute Ansätze sieht, „das wird nicht allein mit Worten gehen, nur durch Taten.“

SR: Utopie oder realistischer Sozialumbau? (27.02.2021)
Ist es fair und gerecht, dass sich so viele ausgeschlossen fühlen, weil sie Niedriglöhne beziehen, von denen sie nicht leben können? Dass Minijobber, Alleinerziehende, Kinder, Menschen mit kleiner Rente in einem reichen Land wie Deutschland vielfach regelrecht abgehängt sind? Millionen sind in Kurzarbeit und Freiberufler, Künstler und Soloselbstständige bangen gerade durch Corona um ihre Existenz. Die Armen hat es besonders hart getroffen. Kann hier das bedingungslose Grundeinkommen endlich einen solidarischen Sozialumbau schaffen?

BR: Sterbehilfe: Gut begleitet bis zum letzten Atemzug (26.02.2021)
Vor einem Jahr hat das Bundesverfassungsgericht entschieden, dass es ein Recht auf selbstbestimmtes Sterben gibt und dass man sich dabei helfen lassen darf. Wie aber kann sichergestellt werden, dass der Suizid der alleinige Wille des Betroffenen war oder er nicht eventuell manipuliert wurde? Ob er nachhaltig die Lebenslust verloren hat oder nur eine Krise durchmacht? Das alles soll nun ein Gesetz regeln, aber was sollte konkret drin stehen?

SWR: Die Geschichte der Sozialpsychiatrie – Integrieren statt wegsperren (25.02.2021)
Psychisch kranke Menschen wurden bis zur Psychiatrie-Enquete 1975 in „Verwahranstalten“ mit Medikamenten ruhiggestellt. Die Sozialpsychiatrie ermöglicht eine andere Behandlung.

DLF: Plattformarbeit – Braucht Crowdworking neue Regeln? (25.02.2021)
IT-Spezialisten, Handwerker, Texter: Immer mehr Menschen erhalten Aufträge über Onlineplattformen als sogenannte Crowdworker. Ihre Zahl ist seit der Corona-Pandemie stark gestiegen. Doch während die einen Plattformarbeit als Chance sehen, sagen andere: Crowdworking droht zum Markt der Verlierer zu werden.

HR: Kind-gerecht? Die Zukunft einer Generation (23.02.2021)
Karrierenachteile, Einkommensverluste, Altersarmut – das alles droht laut Wirtschaftsforschern den Schülern und Schülerinnen, deren Schulen in der Corona-Krise geschlossen waren. Sie drohen gar eine „verlorene Generation“ zu werden, bescheinigen Bildungsexperten. Was macht das mit den Kindern und Jugendlichen, auf diese Weise abgestempelt zu werden? Es klingt wie eine Bankrott-Erklärung eines der reichsten Länder der Welt. Ja, Studien zeigen, dass sich das Risiko für psychische Auffälligkeiten bei Kindern erhöht hat. Ja, Umfragen machen deutlich, dass sich viele Schüler und Schülerinnen belastet fühlen, Angst vor der Zukunft haben, aber auch: dass sie mehr einbezogen werden wollen in die Entscheidungen, die ihren Schulalltag betreffen. Schauen wir also hin und krempeln die Ärmel hoch, jetzt, wo die Schulen vorsichtig wieder öffnen. Was brauchen junge Leute 2021, um sich eben nicht abgehängt und verloren zu fühlen? Wie können Wissenslücken erkannt und beseitigt werden? Was brauchen Familien und Schulen, um Langzeitfolgen zu verhindern? Denn wenn wir eine ganze Generation „verloren“ geben, trifft es letztendlich uns alle.

BR: Reform der gesetzlichen Betreuung: Zwischen Wohl und Wille (22.02.2021)
Wenn Menschen überfordert sind, ihre Dinge zu regeln, können sie eine gesetzliche Betreuung bekommen. Dabei gilt es zwischen objektivem Wohl und subjektiven Wünschen abzuwägen. Das Vormundschafts- und Betreuungsrecht soll neu geregelt werden.

HR: Kleine Seelen in der Krise: Was der Lockdown mit den Kindern macht (17.02.2021)
Seit Beginn der Corona-Krise wird über die gesundheitlichen Folgen debattiert, die die Lockdowns nach sich ziehen: Wenn es um die Lage für Kinder und Jugendliche geht, scheinen die Folgen erst langsam deutlich und sichtbar zu werden.

HR: Glück im Kleinen? Die Zukunft der Kommunen (15.02.2021)
Gemeinsam mehr erreichen. Das ist der Grundgedanke einer Kommune, und der leuchtet auch ein: Als einsame, kleine Ortschaft sind die Menschen abhängig vom Umland, können selbst meistens keine aufwendige Infrastruktur bereitstellen, von Krankenhaus bis Breitband-Internet. Zumal die Kassen der Gemeinden oft leer sind. Schließen sich kleine Kommunen zu größeren Städten zusammen, können sie ihre Kräfte bündeln. Manchmal kaufen sie sich damit aber neue Probleme ein, auch in Hessen: Viel Fläche, gerade auf dem Land, aber dünn besiedelt. Dazu der Drang der Menschen in die Städte, wo die lukrativen Jobs sind – und die belebteren Einkaufsstraßen. Dabei sehnen sich viele nach der Idylle auf dem Land, weg von Trubel und Enge der Stadt. Wie sieht die Zukunft der ländlichen Kommunen aus? Wie können sie Schwierigkeiten wie der Digitalisierung oder dem fehlenden Nachwuchs in der Verwaltung begegnen und für alle Menschen eine lebenswerte Umgebung schaffen? Eine Vision für unser Landleben von morgen.

DLF: Juristen-Mangel in Deutschland – Zu wenige Richter und lange Justiz-Verfahren (15.02.2021)
Deutschland hat ein juristisches Nachwuchsproblem: Weil Richter fehlen, dauern Verfahren vor Gericht teilweise länger. Die Politik hat reagiert und will mehr Richter einstellen. Doch Großkanzleien locken angehende Juristen mit hohen Gehältern, die der Staat nicht zahlen kann.

SWR: Der Fairness-Philosoph: John Rawls und die Suche nach Gerechtigkeit (15.02.2021)
Wie reich darf ein Mensch sein? Muss man Flüchtlinge aufnehmen? Sind Frauenquoten sinnvoll? Die Frage nach dem, was gerecht ist, ist oft schwer zu beantworten. Der Philosoph John Rawls, vor 100 Jahren geboren, hat sich sein Leben lang mit der Idee der Gerechtigkeit beschäftigt. Was hat er uns heute noch zu sagen? Michael Risel diskutiert mit Prof. Dr. Stefan Gosepath – Philosoph, Berlin, Prof. Dr. Otfried Höffe – Philosoph, Tübingen, Prof. Dr. Susan Neiman – Direktorin des Einstein Forums, Berlin.

Deutschlandfunk Nova: Die Zukunft der Bevölkerungsentwicklung – Vortrag des Soziologen Norbert F. Schneider (14.02.2021)
Die Bevölkerung in Deutschland ist eine der ältesten der Welt. Was bedeutet das für unsere Zukunft, unser Zusammenleben und unsere Sozialsysteme?

Deutschlandfunk Nova: Zukunft der Migration (13.02.2021)
Seit jeher sind Menschen nach Europa eingewandert, andere sind ausgewandert. Migration gehört zu Europa. Trotzdem fällt es uns immer noch schwer, damit umzugehen. Ein Vortrag der Humangeographin Birgit Glorius.

DLF: Weniger Geld für Integrations- und Berufssprachkurse (12.02.2021)

Tagesschau Zukunfts-Podcast: Niemand ist mehr obdachlos? Was dann? (11.02.2021)
Mal angenommen, alle Obdachlosen bekämen eine Wohnung – schaffen sie es damit in ein “normales” Leben? Nehmen Drogensucht und Arbeitslosigkeit ab? Würde es teurer für den Staat? Ein Gedankenexperiment.

BR: Bildungspolitik unter Druck – wie Corona unsere Schulen verändert (10.02.2021)
Was macht Corona mit unseren Schulen? Wie wirkt diese Pandemie auf LehrerInnen, SchülerInnen und Eltern? Der tägliche Druck, Unterrichts-Ausfall, der Verzicht auf Freunde, fehlender Kontakt mit Lehrern, fehlende Feiern, Hortstunden, Schulsport: welche Löcher reißt das in den Bildungsweg, wie verändert die Pandemie die Schulen?

Deutschlandfunk Kultur: Eine Bilanz des Werkvertrags – Die Landbockwurst als „Werk“ (02.02.2021)
Ein Auftrag, ein Werk, eine Zahlung: Nicht immer wird nach Stunden bezahlt. Werkverträge haben inzwischen in vielen Betrieben reguläre Anstellung ersetzt – sehr zum Nachteil der Beschäftigten, sagen Kritiker. In den Fleischfabriken gilt nun ein Verbot.

SWR: Werkstätten für Menschen mit Behinderung – Kein Ort für Inklusion? (03.02.2021)
Kaum Kontakt zu Menschen ohne Behinderung. In den Werkstätten bleiben Menschen mit Handicap unter sich. Doch viele arbeiten gern hier. Auch weil es keine Alternativen gibt?

BR: Wie Cannabis eine Familie zerstört… – obwohl es so harmlos anfing (02.02.2021)
Nick ist 15 und raucht Gras, an sich nicht ungewöhnlich. Aber Cannabis wird immer wichtiger für ihn. Seine Mutter und sein Vater erreichen ihn bald nicht mehr. Nicks Kiffen hinterlässt tiefe Spuren – bei ihm und seiner Familie.

Deutschlandfunk Kultur: Reisendes Pflegepersonal in den USA – Der Traum der Travel Nurses (01.02.2021)
Das Konzept der Travel Nurses ist in den USA ein Riesengeschäft. Es gibt Agenturen mit Anwerbern und Vermittlern. Etwa 50.000 mobile Krankenpflegerinnen und -pfleger sind derzeit im Einsatz. Eine große Hilfe für Krankenhäuser in der Coronakrise.

Deutschlandfunk Kultur: Jugendliche in der Coronakrise – Eine ausgebremste Generation (01.02.2021)
Direkte soziale Kontakte auf ein Minimum reduzieren! Darunter leiden gerade Jugendliche, denn die Jugend ist eine Phase der Ablösung vom Elternhaus, der Selbstfindung und wichtiger Entscheidungen. Übersieht die Politik ihre Bedürfnisse?

SWR: Gutes Essen für Kranke und Alte – Ernährung in Kliniken und Heimen (01.02.2021)
Kliniken geben immer weniger Geld fürs Essen der Patienten aus, zeigt eine Studie. Dabei könnte eine gesunde Ernährung die Genesung unterstützen. Pflegeheime sparen besonders stark.

DLF: Jugendprojekte im Ausland – Erziehungshilfe für problembelastete Jugendliche (31.01.2021)
Hunderte Kinder und Jugendliche werden im Auftrag deutscher Jugendämter im Ausland betreut. Das klappt oft gut, doch es gab in der Vergangenheit auch Fälle, in denen etwas schief lief. Mit einer Reform des Kinder- und Jugendstärkungsgesetzes sollen bald neue Regeln für Projektstellen im Ausland gelten.

Deutschlandfunk Kultur: Büro, Homeoffice, Produktion – Arbeitsschutz in Corona-Zeiten (30.01.2021)
Homeoffice: Seit dieser Woche sind Arbeitgeber verpflichtet, dies zu ermöglichen, zunächst befristet bis zum 15. März. Wie aber werden diejenigen geschützt, die in der Corona-Pandemie nicht von zu Hause aus arbeiten können?

DLF: Renten-Doppelbesteuerung: Bundesfinanzhof will Streit beenden (28.01.2021)
2005 hat die Bundesregierung das Rentensystem reformiert. Möglicherweise so, dass manche Rentner nun doppelt mit Steuern belastet werden. Kritik kommt von Steuer- und Rentenexperten. Doch die Macher des Gesetzes verteidigen ihr Werk. Im Frühjahr will Deutschlands oberste Finanzbehörde ein Urteil sprechen.

rbb Kultur: Der Wert der Pflege – reichen Reformen? (28.01.2021)
„Warum erhält das Pflegepersonal nicht die nötige Wertschätzung, die ihm zusteht?“, fragte uns eine Hörerin. Die Corona-Pandemie wirft ein Schlaglicht auf den Pflegenotstand, der seit Jahren besteht. Neue Reformen des Gesundheitsministeriums versuchen, dem Personalmangel und der schlechten Bezahlung in der Krankenhauspflege entgegenzuwirken. Reichen diese Reformen? Wo liegen die Ursachen des Pflegenotstands? Brauchen wir ein Umdenken, gar eine Revolution?

SWR: Zu Hause sterben – Palliativversorgung auf dem Land (25.01.2021)
Die WHO hat 2014 die angemessene Palliativversorgung am Lebensende als Menschenrecht angemahnt. Trotzdem fehlt sie in Deutschland immer noch vor allem auf dem Land.

DLF: Hartz IV und Corona-Zusatzkosten – „Einfach über den Daumen gepeilt kann man nicht die Regelsätze erhöhen“(25.01.2021)
Gewerkschaften und Sozialverbände fordern eine Anhebung der Hartz-IV-Regelsätze wegen aktueller Extrakosten etwa für Masken. Doch die Grundsicherung sei kein Willkürsystem, wo man einfach etwas drauflegen könne, sagte CDU-Sozialpolitiker Peter Weiß im Dlf. Das soziale Netz in Deutschland funktioniere gut.

DLF: Kita-Chaos in Berlin – Wer ist denn nun systemrelevant? (25.01.2021)

HR: Mehr Wertschätzung für Corona-Helden? (22.01.2021)
Kassierer, Paketboten, Lieferdienste und viele andere – neben den Pflegekräften gehören auch sie zu den Corona-Helden. Die Wirtschaft ist runtergefahren aber sie halten unser alltägliches Leben am Laufen. Wie erleben sie die Corona-Zeit?

DLF: Studie zur „Querdenker“-Bewegung – „Kommt zum Teil von links, geht aber eher nach rechts“ (21.01.2021)
Der Soziologe Oliver Nachtwey identifiziert bei den Teilnehmenden der Corona-Proteste eine große Entfremdung vom traditionellen politischen System. Viele seien antiautoritär geprägt und sozialisiert, machten dann aber eine Wandlung durch und sähen in der AfD eine Alternative

DLF: Wenn zuhause bleiben keine Option ist – Obdachlos in der Pandemie (16.01.2021)

SWR: Hebammen an die Hochschule – Ein Ausbildungsberuf wird zum Studium (16.01.2021)
Wer Hebamme werden will, muss seit Januar 2020 studieren. Die Akademisierung der Ausbildung soll den Beruf aufwerten und auch dem Hebammenmangel entgegenwirken.

DLF: Arbeitsbedingungen bei Tönnies & Co. – Fleischarbeiter trotz neuem Gesetz unzufrieden (14.01.2021)
Seit dem 1. Januar sind Werk- und Leiharbeitsverträge in der Fleischbranche verboten. Arbeitsminister Hubertus Heil wollte damit die Ausbeutung und unhaltbaren Zustände in den Schlachthöfen unterbinden. Doch für viele Arbeiter hat sich bisher durch das Gesetz für mehr Arbeitsschutz wenig geändert.

Deutschlandfunk Kultur: Jugendliche Straftäter – Das Ende der Unschuld (14.01.2021)
Aufsehenerregende Fälle von Körperverletzung und Totschlag, gewaltverherrlichende Videos – wird die Jugend immer krimineller? Und was passiert mit jungen Tätern? Experten und Statistiken verraten, wie es um die Jugendkriminalität steht.

DLF: Alt und offline: Kein Internet für Menschen in Pflegeheimen (14.01.2021)

BR: Ausbildung in Corona-Zeiten (13.01.2021)
Für viele ist Arbeiten im Home Office mittlerweile Alltag. Doch was bedeutet das für Azubis? Sie können ihrem Ausbilder nicht mehr über die Schulter schauen. Ausbildung in Corona-Zeiten bringt viele Herausforderungen mit sich.

DLF: Gesellschaftliche Herausforderung – Das wachsende Armutsrisiko in Corona-Zeiten (13.01.2021)
Gäste: Anja Stahmann, Senatorin für Soziales, Jugend, Integration und Sport der Freien Hansestadt Bremen, Prof. Bettina Kohlrausch, Wissenschaftliche Direktorin des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts der Hans-Böckler-Stiftung, Dr. Ulrich Schneider, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbandes und Wolfgang Weilerswist, Vorsitzender des Landesverbandes „Tafel in NRW“ e.V.

DLF: Mehr Weiterbildung für Hartz IV-Empfänger (13.01.2021)

DLF: Finanzierung von Kindergärten – Im Kita-Gebühren-Dschungel (13.01.2021)
Die Kitalandschaft in Deutschland ist vielfältig. Komplex ist auch die Finanzierung. Die Höhe der Gebühren variiert je nach Bundesland, Kommune und Träger – und bietet Schlupflöcher für alle, die frühkindliche Bildung längst als Markt entdeckt haben.

NDR: Azubis lost in Work – Berufseinsteiger in Corona Zeiten (12.01.2021)
Viele Azubis zittern um ihre berufliche Zukunft. Vor allem in Berufen, die vom Lockdown betroffen sind. Einige Experten sprechen von der „Generation Corona“. Fast ein Jahr lang leben wir schon mit dem Coronavirus. Wir alle leiden mehr oder weniger darunter. Eine Gruppe ist besonders betroffen: Junge Menschen, die gerade auf dem Sprung in ihre Zukunft sind. Die zwischen Schulabschluss, Bewerbungen und Berufseinstieg schwirren. Junge Menschen, die eigentlich durchstarten wollen – aber nicht wissen, ob sie ihre Ausbildung beenden können oder danach einen Job finden. Einige Experten drücken ihnen schon jetzt einen Stempel auf: “Generation Corona”. Sie prophezeien ihnen eine düstere Zukunft. Katharina Elsner wollte wissen: Wie gehen Azubis damit um? Sie hat im schleswig-holsteinischen Neustadt eine angehende Hotelfachfrau kurz vor ihrer Abschlussprüfung getroffen, in Rostock einen Veranstaltungstechniker, dem Partys als Motivation für seinen gewählten Beruf so sehr fehlen – und eine junge Pflegerin, die gleich im ersten Lehrjahr im Krankenhaus auf der Corona-Station eingesetzt wurde.

Deutschlandfunk Kultur: Social Entrepreneurs – Soziale Wirkung als Geschäftsmodell (11.01.2021)
Das wirtschaftliche Ziel dem sozialen Zweck unterordnen, ohne dabei das unternehmerische Denken zu vernachlässigen – darum geht es beim sozialen Unternehmertum. Die Branche hat großes Potenzial und profitiert auch vom Wertewandel bei den Investoren.

SWR: High im Lockdown – Steigt die Sucht mit der Krise? (11.01.2021)
Täglich sterben Hunderte an den Folgen von Alkohol, Tabak und illegalen Drogen – Zahlen, die mit den Corona-Maßnahmen weiter steigen könnten. Die soziale Isolation verstärkt nicht nur den Drang nach dem Rausch, sie erschwert auch Hilfe und Prävention. Hat Sucht in Corona-Zeiten also Hochkonjunktur? Norbert Lang diskutiert mit Philip Gerber – Sozialarbeiter, Prof. Dr. Christoph Möller – Kinderpsychiater, Prof. Dr. Heino Stöver – Sozialwissenschaftler

SWR: Rechtliche Betreuung – Echte Hilfe oder Entmündigung? (11.01.2021)
Menschen mit einer psychischen Erkrankung oder einer Behinderung können unter einen rechtlichen Betreuer gestellt werden, wenn sie ihre Angelegenheiten nicht regeln können.

DLF: Kälte und Corona – Obdachlos im Pandemie-Winter (10.01.2021)
Etwa 34.000 Wohnungslose und mindestens 2.000 obdachlose Menschen leben allein in Berlin. Ihr Alltag ist durch Corona noch härter geworden: bei der Suche nach einer Schlafstelle, einem Gespräch, nach Hilfe. Viele sind verzweifelt. Lichtblicke gibt es nur wenige.

DLF: Mitbestimmung – Kampf um besseren Schutz für Betriebsräte (08.01.2021)
Die Zahl der Betriebsräte in deutschen Firmen sinkt – möglicherweise auch, weil Arbeitgeber versuchen, betriebliche Mitbestimmung zu verhindern. Laut einer Studie ist zuletzt jede sechste Betriebsrats-Neugründung behindert worden. Die Bundesregierung will das Problem nun angehen – mit einem neuen Gesetz.

NDR: Alt und Offline – Fehlende Internetversorgung in Pflegeheimen (07.01.2021)
»Fehlende Internetversorgung in Alten- und Pflegeheimen behindert die Teilnahme Älterer am öffentlichen Leben. Chatten, Skypen, Googeln: Viele Senioren sind heute ganz selbstverständlich im Internet unterwegs. Doch WLAN gibt es nur in den wenigsten Alten- und Pflegeheimen. Wer dort einzieht oder einziehen muss, ist plötzlich von vielem abgeschnitten. Laut dem Altersbericht der Bundesregierung gibt es bei der Internetversorgung große Defizite, die in der Corona-Krise schmerzlich bewusst geworden sind. Dabei kann die Digitalisierung nach Meinung von Altersforscher*innen das Leben von Senioren deutlich verbessern. Internetbasierte Sprachassistenz-Systeme wie Alexa können mehr Menschen mehr Eigenständigkeit verschaffen. Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen fordert deshalb, ein WLAN-Zugang müsse – wie fließend Wasser oder ein Telefonanschluss – zur Grundausstattung in allen Altenheimen gehören. Konkrete Verhandlungen mit Heimträgern gibt es im Norden nur in Hamburg – bisher ohne Ergebnis. Anders in NRW. Dort wurde der Internetzugang schon 2019 gesetzlich vorgeschrieben, im Wohn- und Teilhabegesetz.«

DLF: Vom Kampf um den Kindesunterhalt – Leeres Konto, leeres Sparschwein (05.01.2021)
Mehr als zwei Millionen Kinder leben heute in einer Ein-Eltern-Familie. Tendenz steigend. Alleinerziehend zu sein gilt in Deutschland als Armutsrisiko Nummer Eins. Wenn ein Paar sich trennt, bleiben die Kinder meistens bei einem der beiden Elternteile, und der andere muss seinen finanziellen Beitrag leisten.

DLF: Unterricht im Corona-Lockdown – Die Hürden der Digitalisierung an deutschen Schulen (04.01.2021)
Milliarden stehen bereit – doch für die Digitalisierung deutscher Schulen haben die Länder bislang nur einen kleinen Teil des Geldes abgerufen. Obwohl die Corona-Pandemie den Digital-Unterricht so nötig macht wie nie zuvor. Viele Eltern sind wütend, Lehrer müssen Spott und Häme einstecken.

DLF: Elektronische Patientenakte – Durchbruch oder Flop? (03.01.2021)
Es war ein langer Prozess: Seit 1. Januar ist die Elektronische Patientenakte nun Gesetz. Gesetzliche Krankenversicherungen müssen sie verpflichtend einführen. Patienten können entscheiden, ob ihre Daten darin erfasst und gespeichert werden sollen. Bedenken wegen der Datensicherheit gibt es dennoch.