Zwischen der Hoffnung auf Arbeit und ausbeuterischen Subunternehmern und Arbeitsvermittlern. Ein europäisches Problem ist zumindest auf der europäischen Ebene angekommen

»Die Hinweise reißen nicht ab. Ob aus Vietnam, aus Kamerun, aus Serbien oder aus Mitgliedstaaten der EU: Menschen, die in ihren Heimatländern angeworben werden, um die hiesigen betrieblichen Arbeitskräftelücken zu füllen, laufen Gefahr, schon ausgebeutet zu werden, bevor sie überhaupt einen Fuß in den Betrieb gesetzt haben. Dafür sind die Rekrutierer verantwortlich, aber auch die Unternehmen, die die Anwerbung „in Auftrag“ geben«, so die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) unter der auffordernden Überschrift Arbeitsvermittlung regulieren – und zwar jetzt! Was ist da los?

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Menschen aus Indien kommen nach Deutschland – nicht nur in die IT und Pflege. Manche kommen auch zum Studium. Und landen bei Lieferdiensten und in anderen Branchen

Seit geraumer Zeit wird in der Diskussion über die Anwerbung von ausländischen Arbeitskräften immer stärker auf Indien geschaut – dem mit 1,5 Milliarden Menschen bevölkerungsreichsten Land der Welt. Politiker reisen nicht nur oft auf diesen Subkontinent. 2023 ist das deutsch-indische Abkommen über eine umfassende Migrations- und Mobilitätspartnerschaft in Kraft getreten, das am 5. Dezember 2022 auf Regierungsebene in New Delhi unterzeichnet wurde. Es formuliert das Doppelziel, Arbeitsmigration aus Indien zu vereinfachen – und gleichzeitig Fluchtmigration aus dem Land zu reduzieren. 2024 kam die Fachkräftestrategie Indien der Bundesregierung hinzu, ein weiteres Maßnahmenpaket, um den Zuzug indischer Fachkräfte zu fördern.

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Doppelt abgehängt? Der Arbeitsplatzabbau in der Industrie findet vor allem in ländlichen Räumen statt und Dienstleistungsjobs haben es auf dem Land schwer

In den Jahren 2023 und 2024 befand sich die deutsche Volkswirtschaft in einer Rezession mit einem schrumpfenden Bruttoinlandsprodukt (BIP). Und im vergangenen Jahr standen kümmerliche 0,2 Prozent vor dem Plus, das also eigentlich keines war. 2025 muss als Jahr der Stagnation abgeschrieben werden. 

Seit über drei Jahren also Krise bzw. Stillstand – da war es nur eine Frage der Zeit, bis das auch in den – grundsätzlich der konjunkturellen Entwicklung nachlaufenden – Beschäftigungszahlen seinen Niederschlag finden muss. Seit einigen Monaten ist das nun mit Blick auf die an der Zahl der Erwerbstätigen gemessenen Gesamtbeschäftigung der Fall. Sie beginnt zu schrumpfen, die Zahl der Erwerbstätigen (mit Wohnort in Deutschland) ist in den Sinkflug eingetreten.

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Ein Blick auf die Arbeitsmarkt- und Beschäftigungsbarometer: Der Stellenabbau geht weiter und die kurzfristigen Perspektiven für den Arbeitsmarkt sind eher negativ

Immerhin „behauptet“ sich die Gesamtbeschäftigung, aber die Entwicklung wird „durch die Industriekrise belastet: Das Verarbeitende Gewerbe verliert derzeit 15.000 sozialversicherungspflichtige Jobs im Monat“.1 Mit diesen Worten wird Enzo Weber vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit zitiert. Das IAB-Arbeitsmarktbarometer sinkt im Februar das erste Mal seit einem halben Jahr wieder in den negativen Bereich. Der Frühindikator des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) sinkt im Vergleich zum Vormonat um 0,5 Punkte auf nun 99,5 Punkte und unterschreitet damit erstmals seit Juli 2025 wieder die neutrale Marke von 100 Punkten.

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„IG Metall-Ausbildungsbilanz 2025“: Die „Deindustrialisierung“ auf dem deutschen Arbeitsmarkt schlägt auf die Berufsausbildung im industriellen Bereich durch

Seit 2019, dem letzten „normalen“ Jahr von der Corona-Pandemie, sank die Zahl der Industriejobs in Deutschland um 266.200. Allein im vergangenen Jahr 2025 waren es mehr als 120.000 Arbeitsplätze in der Industrie, die verloren gegangen sind (vgl. dazu den Beitrag Auf dem Arbeitsmarkt geht die „Deindustrialisierung“ weiter: Im Jahr 2025 wurden in der deutschen Industrie 120.000 Arbeitsplätze abgebaut vom 17.02.2026). Dort wurde auch dargestellt, dass der Stellenabbau 2025 am massivsten in der Automobilindustrie zugeschlagen hat – allein in dieser Branche sind es fast 50.000 Jobs, die im vergangenen Jahr abgebaut wurden.

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