Wenn Armut auch schon mit fünf Jahren krank macht. Am Beispiel der Ergebnisse der Einschulungsuntersuchungen in Kassel

Die Diskussionen über den Zusammenhang von Armut und Krankheit blicken auf eine jahrzehntelange Geschichte zurück. Wie so oft im komplexen gesellschaftlichen Gefüge erweist sich eine „Entweder-Oder“-Dichotomie hinsichtlich der Verursachung als nicht hilfreich. Also keine Engführung auf die Aussage „Armut macht krank“ versus „Krankheit macht Arm“, sondern wir haben es eher mit einer Gleichzeitigkeit dieser beiden unterschiedlichen Kausalitäten zu tun.

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Der in diesen Zeiten besonders beschlagene Blick in die arbeitsmarktliche Glaskugel: Das Frühjahrsgutachten 2026 und die IAB-Prognose 2026 inmitten einer Dauerkorrekturschleife und einer „zweigeteilten Beschäftigungsentwicklung“

Bekanntlich sind Prognosen vor allem dann besonders schwierig, wenn sie die Zukunft betreffen – mit diesem immer wieder gerne zitierten Bonmot ist eigentlich schon alles zu dem grundsätzlich unmöglich daherkommenden Unterfangen gesagt, die Zukunft derart komplexer Systeme wie der Konjunktur und der Arbeitsmarktentwicklung auch nur mit Blick auf das laufende oder gar das kommende Jahr vorherzusagen. In „Normalzeiten“ mag das mit dem elaborierten Instrumentarium vielleicht noch ganz gut näherungsweise leistbar, aber die Zeiten sind bekanntlich seit langem alles andere als „normal“.

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Europäische Sozialpolitik: Von Bulgarien lernen? Kein Mangel an Daten, aber man hört nicht auf das Leben hinter den Zahlen

Man sollte die Bedeutung der europäischen Sozialpolitik sowohl hinsichtlich der monetären Bedeutung der ausgereichten Gelder wie auch hinsichtlich des inhaltlichen Anspruchs einer inklusiven Gesellschaftsgestaltung nicht unterschätzen (für einen einführenden Überblick vgl. z.B. die Ausarbeitung von Julia Lux: Sozialpolitik in der Europäischen Union, 2026). Zur Finanzierung sozialpolitischer Maßnahmen sieht die EU Haushaltsmittel im „Mehrjährigen Finanzrahmen“ vor, die dann über Kofinanzierungen mit den Mitgliedstaaten in Förderprogrammen ausgegeben werden.

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