Wir sind nicht allein. Der Geburtenrückgang in Deutschland. Anmerkungen zur demografischen Entwicklung

2016 war ein Jahr der Hoffnung. Also demografisch gesehen. »Deutschland weist im europäischen Vergleich seit langem besonders geringe Geburtenraten und einen hohen Altersdurchschnitt der Bevölkerung auf. Nun zeichnet sich aber eine Wende in der Geburtenentwicklung ab, die von den Großstädten ausgeht und sich von dort sukzessive ausbreitet.« So beginnt der Beitrag von Berg et al. (2016).

mehr

Busfahrer, die echt alt aussehen – das hat Folgen (nicht nur) für die (dringend notwendige) Verkehrswende

Es ist ja nicht so, als wenn nicht gleichsam pausenlos darauf hingewiesen wird, was auf uns zukommt in den kommenden Jahren (genau genommen hat das schon seit einiger Zeit an Fahrt aufgenommen), wenn die geburtenstarken Jahrgänge in den Ruhestand gehen: »Ob Bus- und Lkw-Fahrer, Gärtner oder Maurer: Der Fachkräftemangel in vielen Berufen in Deutschland dürfte sich mit dem Renteneintritt der geburtenstarken Babyboomer-Generation noch verschärfen«, so beispielsweise diese Meldung aus dem Januar 2025: Wenn die Babyboomer in Rente gehen, wird es eng. »Besonders betroffen sind unterschiedliche Berufe im Bereich Verkehr: So waren etwa 44 Prozent der Fahrerinnen und Fahrer von Bussen und Straßenbahnen 2023 mindestens 55 Jahre alt. Auch rund 40 Prozent der Berufskraftfahrer im Gütertransport sind mindestens 55 Jahre alt. Unter den Straßen- und Tunnelwärtern – die etwa für Verkehrssicherheit, Winterdienst und die Instandhaltung von Straßen sorgen – gehört ein Drittel zur Altersgruppe 55plus.«

mehr

Den Zusammenhang zwischen Bildung und Lebenserwartung beseitigen? Wenn man in ein Kloster gehen würde, könnte das funktionieren, so eine Studie

Es ist immer wieder faszinierend, was Wissenschaftler herausfinden. Manche Ergebnisse kommen abstrakt, weltfremd oder irgendwie völlig irrelevant rüber. Aber zuweilen produzieren die auch Reaktionen wie: Das ist jetzt mal ein Befund, der überrascht.

Beispielsweise die Erkenntnis, dass man so etwas wie eine sozialwissenschaftliche Grundkonstante, nach der in Abhängigkeit von der sozioökonomischen Lage eine teilweise extrem ungleiche Verteilung von Lebenschancen, noch genauer: von der Dauer des Lebens, vorliegt, nicht nur bearbeiten kann im Sinne einer Abmilderung der Ungleichheit, sondern dass man diese beseitigen kann. Ein Schritt zu einem wahrhaft gleichen Leben, also einem gleich langen Leben.

mehr