Man muss leider immer wieder an diese Zeit erinnern. An die Corona-Pandemie. Für viele verblasst, ob bewusst oder unbewusst vorangetrieben, der Blick zurück und man hat ja auch genug zu tun mit den Irrungen und Wirrungen der „Polykrisen“, die uns in Beschlag halten. Andere schieben vieles, was sie oder ihr Umfeld an Schicksalsschlägen heute erfahren, wie beispielsweise eine Krebserkrankung oder einen Herzinfarkt, auf die damalige Zeit und mit dem Brustton der unerschütterlichen Überzeugung gesicherten Wissens wird dann die Behauptung vorgetragen, dass das bestimmt mit dieser Impfung zusammenhängt. Eine Impfung gegen eine Erkrankung, die doch gar nicht so schlimm gewesen sei, wie man uns damals hat glauben lassen wollen (vgl. den Kasten „Exkurs: Von angeblichen „Impftoten“, (einigen) Impfschäden und dem Post-Vac-Syndrom“ am Ende dieses Beitrags).
Corona
Zur ungleichen Verteilung der Langzeitarbeitslosigkeit oder: Vom Pech, zur falschen Zeit arbeitslos zu werden. Einige Lehren aus der Corona-Pandemie
Wenn von „Langzeitarbeitslosigkeit“ gesprochen wird, denken viele Menschen an ein abgeschlossenes Schicksal, an Menschen, die seit der Geburtsstunde des Hartz IV-Systems Leistungen beziehen (von denen es tatsächlich einige gibt).1 Manche dieser Menschen werden vor allem von einem der privaten Fernsehsender wie in einem Kuriositäten-Fremdgrusel-Kino der voyeuristischen Öffentlichkeit präsentiert, ein Format, das dann auch noch zynisch als „Sozialreportage“ begrifflich missbraucht wird.2
Long Covid, die (Nicht-)Versorgung der Betroffenen und die geschätzten Folgekosten durch den langen Arm des Virus
»Die Corona-Pandemie hat nicht nur die physische Gesundheit von Millionen von Menschen weltweit beeinträchtigt, sondern auch signifikante Auswirkungen auf die psychische Gesundheit gehabt. „Post-Covid“ oder „Long Covid“ beschreibt eine Reihe von Symptomen, die bei einigen Personen nach der akuten Phase einer SARS-CoV-2-Infektion weiterhin bestehen bleiben oder neu auftreten. Diese Symptome können sowohl körperlicher als auch psychischer Natur sein.
Ein wesentliches Merkmal von Post Covid ist, dass die Symptome nicht nur durch eine psychische Erkrankung zu erklären sind, sondern oft auch in engem Zusammenhang mit den physischen Auswirkungen der Krankheit stehen. Es wird angenommen, dass entzündliche Prozesse im Gehirn, vaskuläre Veränderungen oder eine Dysregulation des Immunsystems eine Rolle bei der Entstehung dieser Symptome spielen können.« So beginnen Kristina Adorjan und Hans Christian Stubbe ihren Beitrag Long Covid oder psychisch krank? Wie man psychische Erkrankungen von Post Covid abgrenzen kann, der 2025 veröffentlicht wurde.