„Wenn Du merkst, dass Du ein totes Pferd reitest, steig ab.“
Man kann sich wirklich nur noch die Haare raufen, wenn man die aktuelle politische Debatte auf höchster Ebene verfolgt bzw. verfolgen muss.
„Wenn Du merkst, dass Du ein totes Pferd reitest, steig ab.“
Man kann sich wirklich nur noch die Haare raufen, wenn man die aktuelle politische Debatte auf höchster Ebene verfolgt bzw. verfolgen muss.
Zuweilen muss man zu dem Befund kommen, dass es so eine Art Wiedervorlagekalender gibt, der bereits durch das Dorf getriebene Themen nach einer gewissen Zeit wieder aufruft und für einen erneuten Moment in die öffentliche Berichterstattung verbunden mit einer eruptiven Debatte spült. Dabei ist es immer wieder faszinierend, wenn man dabei zur Kenntnis nehmen muss, das weite Teile der Medien und der politischen Akteure so tun, als ob da jetzt aber was wirklich ganz Neues gefunden und seziert wird.
Der Krankenstand in Deutschland wurde diese Tage mal wieder angesichts neuer Zahlen thematisiert und im Geleitzug haben einige versucht, die Möglichkeit der telefonischen Krankschreibung als Ursache für den Anstieg des Niveaus der Arbeitsunfähigkeit in den Raum zu stellen, verbunden mit der Botschaft, dass das eine Einladung sei für die Blaumacher in diesem Land. Dazu ausführlicher der Beitrag Arbeitsunfähigkeit: Ein Land der krank machenden Arbeitnehmer? Oder doch alles nur eine Frage der Statistik? vom 7. Dezember 2024. Dort konnte gezeigt werden, dass die Infragestellung der Möglichkeit einer telefonischen Krankschreibung am Problem vorbeigeht und es gute Gründe gibt, an diesem Instrumentarium festzuhalten.
Im Kontext dieser Debatte wurde von verschiedenen Seiten vorgetragen, dass man bei der Arbeitsunfähigkeit „neue Wege“ gehen sollte: die „Teilkrankschreibung“. Damit wäre es möglich, dass Arbeitnehmer ihrer beruflichen Tätigkeit lediglich für einige Stunden am Tag nachgehen. Auf diese Weise könnte der krankheitsbedingte Mitarbeitermangel in vielen Bereichen und Unternehmen abgeschwächt werden, sagen die Befürworter.