Und schon rutscht sie wieder in die Abkühlungsphase, die kurzeitig heftig aufgeflammte Debatte über „Leihmütter“, ausgelöst durch die Causa Spahn. Es war und ist dabei interessant zu beobachten, wie sich in einem Strang der Debatte zahlreiche mehr oder weniger prominente Befürworter einer Legalisierung, zumindest aber einer Öffnung der rechtlichen Regulierung der „Leihschwangerschaften“ in Deutschland zu Wort gemeldet haben. In Deutschland ist die Inanspruchnahme von „Leihmüttern“ nach dem Embryonenschutzgesetz (ESchG) und dem Adoptionsvermittlungsgesetz (AdVermiG) verboten,1 nicht aber der Import der im Ausland erworbenen Kindern nach Deutschland und deren Legalisierung hier bei uns.
Familie
Alles hat seinen Preis. Zu den Untiefen des globalen Marktes für „Leihschwangerschaften“ sowie den Widersprüchlichkeiten einer regulierten Innen- und einer käuflichen Außenwelt
Da rauscht nicht nur der Blätterwald, sondern die Berichterstattung und vor allem die Kommentierungen schlagen sehr hohe Wellen, seitdem der bisherige Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Jens Spahn, seinen Rücktritt verkünden musste als Folge der Inanspruchnahme einer „Leihmutter“ in den USA gemeinsam mit seinem Ehemann.
Zurück zu was? Die „Tradwives“ und die Frage, ob das (nur) ein medialer Hype ist
Immer öfter konnte man in den vergangenen Monaten solche Botschaften lesen: »Als „Tradwives“ bezeichnen sich immer mehr Frauen in den sozialen Netzwerken. Sie sprechen sich für eine Rückkehr der traditionellen Hausfrauenrolle aus«, um nur ein Beispiel zu zitieren. „Immer mehr“? Wenn da nicht der Hinweis auf die „sozialen Netzwerke“ wäre, bei denen bekanntlich oftmals extreme Minderheiten in molekulare Größenordnung den Ton an- bzw. vorgeben können, so dass der eine oder andere den Eindruck bekommen kann, dass ganz viele Menschen so denken oder gar leben.