Die soziale Mobilität – gemessen an der Einkommensmobilität – ist in Deutschland seit den 1970er Jahren deutlich zurückgegangen

Dass die soziale Mobilität in Deutschland seit den 1970er Jahren deutlich zurückgegangen ist, zeigt eine neue Studie des ifo Instituts mit Blick auf die Entwicklung der Einkommensmobilität für die Geburtsjahrgänge von 1968 bis 1987. Demnach haben Kinder, die ab den 1980er Jahren geboren wurden, geringere Aufstiegschancen als frühere Generationen.

„Der Einfluss des Einkommens der Eltern auf die Bildung und das spätere Einkommen der Kinder hat sich Ende der 1970er und Anfang der 1980er Jahre innerhalb von einer Generation verdoppelt.“ Mit diesen Worten wird Julia Baarck vom ifo Institut zitiert.

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Soziale Gerechtigkeit ist eine Frage von Leben und Tod. Das hat die WHO 2008 mit Blick auf gesundheitliche Ungleichheiten ausgeführt. Und 2025 muss sie es wiederholen

Soziale Gerechtigkeit ist eine Frage von Leben und Tod. Sie beeinflusst die Art und Weise, wie die Menschen leben, ihr Krankheitsrisiko und ihr Risiko eines vorzeitigen Todes. Wir beobachten mit Erstaunen, wie die Lebenserwartung und der Gesundheitszustand in einigen Teilen der Welt weiter steigen, und mit Sorge, wie sie sich in anderen nicht verbessern. Ein Mädchen, das heute geboren wird, kann mit einer Lebenserwartung von mehr als 80 Jahren rechnen, wenn es in einigen Ländern geboren wird – aber weniger als 45 Jahre, wenn es in anderen Ländern geboren wird. Innerhalb der Länder gibt es dramatische Unterschiede im Gesundheitszustand, die eng mit dem Grad der sozialen Benachteiligung zusammenhängen.

So beginnt eine Mitteilung, die im August 2008 von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) veröffentlicht wurde. Und dann kommt ein klares Statement: »Differences of this magnitude, within and between countries, simply should never happen.«

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Den Zusammenhang zwischen Bildung und Lebenserwartung beseitigen? Wenn man in ein Kloster gehen würde, könnte das funktionieren, so eine Studie

Es ist immer wieder faszinierend, was Wissenschaftler herausfinden. Manche Ergebnisse kommen abstrakt, weltfremd oder irgendwie völlig irrelevant rüber. Aber zuweilen produzieren die auch Reaktionen wie: Das ist jetzt mal ein Befund, der überrascht.

Beispielsweise die Erkenntnis, dass man so etwas wie eine sozialwissenschaftliche Grundkonstante, nach der in Abhängigkeit von der sozioökonomischen Lage eine teilweise extrem ungleiche Verteilung von Lebenschancen, noch genauer: von der Dauer des Lebens, vorliegt, nicht nur bearbeiten kann im Sinne einer Abmilderung der Ungleichheit, sondern dass man diese beseitigen kann. Ein Schritt zu einem wahrhaft gleichen Leben, also einem gleich langen Leben.

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