Diesseits und jenseits der „Leihschwangerschaften“: Adoptionen von Kindern in Deutschland

Und schon rutscht sie wieder in die Abkühlungsphase, die kurzeitig heftig aufgeflammte Debatte über „Leihmütter“, ausgelöst durch die Causa Spahn. Es war und ist dabei interessant zu beobachten, wie sich in einem Strang der Debatte zahlreiche mehr oder weniger prominente Befürworter einer Legalisierung, zumindest aber einer Öffnung der rechtlichen Regulierung der „Leihschwangerschaften“ in Deutschland zu Wort gemeldet haben. In Deutschland ist die Inanspruchnahme von „Leihmüttern“ nach dem Embryonenschutzgesetz (ESchG) und dem Adoptionsvermittlungsgesetz (AdVermiG) verboten,1 nicht aber der Import der im Ausland erworbenen Kindern nach Deutschland und deren Legalisierung hier bei uns. 

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Wenn Armut auch schon mit fünf Jahren krank macht. Am Beispiel der Ergebnisse der Einschulungsuntersuchungen in Kassel

Die Diskussionen über den Zusammenhang von Armut und Krankheit blicken auf eine jahrzehntelange Geschichte zurück. Wie so oft im komplexen gesellschaftlichen Gefüge erweist sich eine „Entweder-Oder“-Dichotomie hinsichtlich der Verursachung als nicht hilfreich. Also keine Engführung auf die Aussage „Armut macht krank“ versus „Krankheit macht Arm“, sondern wir haben es eher mit einer Gleichzeitigkeit dieser beiden unterschiedlichen Kausalitäten zu tun.

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Aus der Mangelwirtschaft: Der Kindernotdienst versinkt in der Not und dem Rettungsdienst geht die Puste aus

Zwei Anmerkungen vorweg: Die in diesem Beitrag beschriebenen Beispiele stammen nicht ohne Grund aus Berlin, denn die Hauptstadt der auf dem Papier viertgrößten Volkswirtschaft der Welt mag zwar (noch nicht völlig) eine „gescheiterte Stadt“ sein, sie ist aber in vielerlei Hinsicht aufgrund der Problemkonzentration ein Frontrunner dessen, was mit dem Begriff der Mangelwirtschaft umrissen werden soll. Zugleich muss darauf hingewiesen werden, dass die traurige Perspektive mangelwirtschaftlicher Permanenz für viele vor uns liegende Jahre auf gar keinen Fall eine auf diese Stadt begrenzte ist – sondern zahlreiche Lebensbereiche werden überall in diesem Land in Mangellagen abrutschen und mit mehr oder weniger gelingenden kompensatorischen Klimmzügen versuchen, den Mangel zu bewältigen, besser: zu verwalten. Der aus der hier besonders interessierenden sozialpolitischen Perspektive relevante Mangel wird nicht nur einer des Geldes sein, sondern vor allem der Menschen, dabei nicht nur der Fachkräfte.

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