Vor genau zwei Jahren konnte man hier lesen: »Der eine oder andere auf der Suche nach positiven Nachrichten in diesen wahrlich dunklen Zeiten wird eine solche Meldung aus dem Statistischen Bundesamt sicher neugierig zur Kenntnis genommen haben: Zahl der neuen Ausbildungsverträge leicht über Vorjahresniveau. In den zurückliegenden zwei Corona-Jahren war doch immer wieder von Einbrüchen im System der dualen Berufsausbildung die Rede, sogar von einer „verlorenen Corona-Generation“ wurde stellenweise spekuliert. Geht es also wieder aufwärts in diesem für die Zukunft so bedeutsamen Bereich der Ausbildung?« Der Beitrag vom 13. April 2022 war überschrieben mit: Eine (nur vorübergehende?) Corona-Delle im System der dualen Berufsausbildung in Deutschland? Am Ende der damaligen Ausführungen findet man nach einem längeren Rückblick dieses Fazit: »Bereits in der Finanzkrise 2008/09 gab es einen Einbruch bei den Ausbildungszahlen … Die Erfahrung in und mit der damaligen Krise war, dass der damit verbundene Rückgang der tatsächlichen abgeschlossenen Ausbildungsverträge nicht wieder korrigiert werden konnte, das Niveau der Zahl der Verträge blieb deutlich unter dem Krisenniveau. Keine guten Perspektiven für die so bedeutsame duale Berufsausbildung in unserem Land.« Wie sieht die Bilanz heute aus?


