Künstliche Intelligenz (KI) ist im deutschen Arbeitsmarkt und damit in (einigen) Stellenanzeigen angekommen. Aber man sollte (noch) auf dem Boden bleiben

Früher hätte man geschrieben, der Blätterwald ist voll mit Berichten, wo „die“ KI welche Stellen ersetzt oder welche Berufe bzw. Tätigkeiten verändert. Die Vielzahl an Veröffentlichungen, die heute meistens online und nicht mehr auf Papier gelesen werden, lösen bei vielen sicher den Eindruck aus, dass es sie demnächst auch erwischen wird.

In diese Gemengelage hilft der Blick auf einige Zahlen und interessante Befunde.Beispielsweise auf die Stellenanzeigen, denn bei der Suche nach neuem Personal müsste sich ja der überall behauptete Durchbruch der KI bemerkbar machen. Und das schein auch so zu sein, wenn man solche Meldungen zur Kenntnis nimmt: „Anteil KI-bezogener Stellenanzeigen auf Rekordniveau“, berichtet beispielsweise die Unternehmensberatung PwC. Und offensichtlich muss diese Botschaft Gewicht haben: »Das zeigt das AI Jobs Barometer 2026 von PwC, das mehr als eine Milliarde Stellenanzeigen aus 27 Ländern analysiert.«1

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Und täglich grüßt die „KI-Schleife“? Künstliche Intelligenz (KI) bewegt die Sozialgerichte

»Immer öfter nutzen Bürger künstliche Intelligenz, um Sozialleistungen wie die Grundsicherung einzuklagen. Die Sozialgerichte bringt das an ihre Grenzen« behauptet Mathias Zahn in seinem Beitrag KI statt Anwalt – Flut von Klagen überschwemmt Sozialgerichte. Eine aktuelle Klagewelle und damit eine drohende Überlastung sei derzeit das Topthema unter den Sozialrichterinnen und -richtern in Rheinland-Pfalz. Eine langjährige Richterin sagt: „So einen sprunghaften Anstieg von Klagen habe ich noch nicht erlebt.“

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Arbeitskämpfe als historisches Moment. Zur fundamentalen Bedeutung der Streiks von Drehbuchautoren und Schauspielern in den USA diesseits von Glanz und Glamour

Deutschland liegt nach wie vor – folgt man der Rechenweise des gewerkschaftsnahen Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) – im unteren Mittelfeld hinsichtlich der Streikintensität im internationalen Vergleich. Gemessen an den arbeitskampfbedingten Ausfalltagen pro 1.000 Beschäftigte gibt es eine Spitzengruppe bestehend aus Belgien, Frankreich und Kanada, gefolgt von einem oberen Mittelfeld, das von Dänemark, Finnland und Spanien bis Norwegen reicht. Das untere Mittelfeld wird aktuell von den Nieder- landen angeführt und umfasst neben Deutschland auch Irland, Polen sowie Portugal (vgl. Dribbusch et al.: WSI-Arbeitskampfbilanz 2022. Streiks als normales Instrument der Konfliktregulierung bei Tarifauseinandersetzungen, April 2023).

Wenn denn aber mal gestreikt wird, dann wird man in den vergangenen Jahren zunehmend mit einer deutschen Besonderheit konfrontiert: Bereits nach einem Tag wird eine hyperventilierende Berichterstattung an den Tag gelegt, nach der unzumutbare Belastungen mit den Arbeitsniederlegungen verbunden seien und reflexhaft werden Einschränkungen des Streikrechts diskutiert, als ob wir massiven Streikwellen ausgesetzt wären.

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