Früher hätte man geschrieben, der Blätterwald ist voll mit Berichten, wo „die“ KI welche Stellen ersetzt oder welche Berufe bzw. Tätigkeiten verändert. Die Vielzahl an Veröffentlichungen, die heute meistens online und nicht mehr auf Papier gelesen werden, lösen bei vielen sicher den Eindruck aus, dass es sie demnächst auch erwischen wird.
In diese Gemengelage hilft der Blick auf einige Zahlen und interessante Befunde.Beispielsweise auf die Stellenanzeigen, denn bei der Suche nach neuem Personal müsste sich ja der überall behauptete Durchbruch der KI bemerkbar machen. Und das schein auch so zu sein, wenn man solche Meldungen zur Kenntnis nimmt: „Anteil KI-bezogener Stellenanzeigen auf Rekordniveau“, berichtet beispielsweise die Unternehmensberatung PwC. Und offensichtlich muss diese Botschaft Gewicht haben: »Das zeigt das AI Jobs Barometer 2026 von PwC, das mehr als eine Milliarde Stellenanzeigen aus 27 Ländern analysiert.«1

Hier interessiert vor allem Deutschland und da liefern die Berater auch konkrete Zahlen:
»Der Anteil KI-bezogener Stellenanzeigen in Deutschland ist seit 2023 kontinuierlich gestiegen und erreichte 2025 mit 1,3 % einen neuen Spitzenwert (2024: ca. 1,0 %). Absolut entspricht das rund 125.000 Anzeigen.«
Da wird der eine oder andere möglicherweise denken: Das ist nun kein Anteilswert, der einen vom Hocker haut.
Schauen wir uns die 125.000 Stellenanzeigen etwas genauer an: In Deutschland wurden 2025 rund 109.400 Stellen für KI-Anwender ausgeschrieben, aber nur etwa 15.400 für KI-Entwickler, kann man dem AI Jobs Barometer entnehmen: »Der deutsche Arbeitsmarkt ist klar geprägt von KI-Anwenderrollen. 2025 entfielen rund 109.400 Stellenanzeigen auf Rollen, die KI in Fachprozessen einsetzen, gegenüber etwa 15.400 Entwicklerrollen – ein Verhältnis von rund 7:1.«
Der entscheidende Punkt bei dieser Relation: Es werden jetzt nicht alle Programmierer, sondern „die“ KI diffundiert (langsam) in ganz unterschiedliche Berufe und Tätigkeitsfelder hinein.
Hinzu kommt: Deutschland ist primär bzw. fast ausschließlich ein Anwenderland von KI. Die für Deutschland breit angelegt Nutzung der KI könnte die Produktivität steigern (das ist ja eines der großen Versprechen, die man der KI zuschreibt), aber zugleich steigt die Abhängigkeit von externer KI-Entwicklung.2
Von Qualifikationen und Kompetenzen
Die PwC-Berater sprechen von einem „deutschen Sondermuster“ und formulieren das so:»Der Zusammenhang zwischen KI-Exponierung und dem tatsächlichen Skill-Wandel ist mit einer Korrelation von 0,02 nahezu inexistent – ein deutlicher Kontrast zum globalen Bild. Die KI-Exponierung definiert das Ausmaß, in dem ein Beruf durch KI beeinflusst wird – gemessen über den AI Occupational Exposure Index von PwC.«3
➔ Der Oberbegriff der inflationär verwendeten „KI-Kompetenz“ muss weiter aufgefächert werden (auch um zu prüfen, ob man wirklich von einem „deutschen Sondermuster“ sprechen kann oder eher von einem neuen Normal mit einigen Spitzenausschlägen: So wird seitens der OECD zwischen einer kleinen Gruppe von Spezialisten und der großen Mehrheit der Beschäftigten unterschieden. Fortgeschrittene Kenntnisse etwa in Machine Learning und Data Science besitzt nur rund ein Prozent der Beschäftigten. Für die meisten anderen werden dagegen KI-Grundverständnis, Datenkompetenz und die Fähigkeit wichtiger, Ergebnisse kritisch zu bewerten. Vgl. dazu ausführlicher OECD (2026): AI and skills: What we know so far, Paris, June 2026.
Und weiter heißt es von PwC: »KI-Anforderungen finden sich mittlerweile in allen Branchen. Besonders sichtbar bleibt der Sektor „Technologie, Medien und Telekommunikation“ mit einem Anteil von über 6 % KI-bezogener Stellenanzeigen. Die Entwicklung wirkt weniger wie ein kurzfristiger Hype als vielmehr wie eine Diffusion: KI-Skills werden häufiger als erwartete Kompetenz in bestehenden Rollen formuliert. Parallel ist das Gesamtvolumen der Stellenanzeigen seit 2023 rückläufig.«
➔ Man könnte das auch so ausdrücken: Bezogen auf die große Masse der Beschäftigten sollte man nicht auf sicher sehr wichtige, aber eher abseitige Qualifikationsbereiche schauen (wer wird schon „Prompt Engineer“ oder gar ein hauptberuflicher „Künstler“ des richtigen Prompten, vom man leben kann), sondern man sollte auf diese Formel setzen:
Gefragt sind (weiterhin) Fachwissen plus die Fähigkeit, KI richtig einzusetzen und ihre Fehler zu erkennen.
Wir bewegen uns auf einem hoch spekulativen Terrain, aber man kann sich vielleicht hinreißen lassen zu der Formulierung: »Je leichter Maschinen Texte produzieren, Daten auswerten oder Routineaufgaben übernehmen, desto wichtiger wird die menschliche Fähigkeit zu entscheiden, welches Ergebnis überhaupt sinnvoll ist – und welches Problem eigentlich gelöst werden soll.«
Nicht vom Tisch zu wischen ist allerdings die Ambivalenz dieser scheinbar beruhigenden Botschaft: Der Wert „klassischer“ Kompetenzen wird möglicherweise (teil)entleert und eben nicht konserviert. Im Juni 2026 hat sich das ifo Institut zu Wort gemeldet und von den Erwartungen der Unternehmen berichtet, die im Kontext der Konjunkturumfrage im Mai 2026 abgefragt wurden. Das wurde unter die Überschrift „Erste Unternehmen in Deutschland betrachten künstliche Intelligenz als Alternative zu Qualifikationen und Berufserfahrung“ gestellt.
Mit Blick auf die Qualifikationsebene: Fast 20 % der Unternehmen in Deutschland, die bereits künstliche Intelligenz (KI) einsetzen, halten es für einfach oder sehr einfach, Arbeitnehmer mit (technischem) Hochschulabschluss zu ersetzen. Dazu würden sie auf einen Arbeitnehmer ohne Hochschulabschluss zurückgreifen, der durch KI unterstützt wird. Darüber hinaus ist es für rund 15 % dieser Unternehmen einfach bis sehr einfach, einen erfahrenen Arbeitnehmer durch einen unerfahrenen zu ersetzen, der KI nutzt. „KI verändert die Arbeitswelt und kann in einigen Bereichen sogar formale Qualifikationen und Erfahrung teilweise ersetzen“, so die Schlussfolgerung der ifo-Wissenschaftlerin Anna Ruffert. Bislang geben 54,5 % der Unternehmen an, KI in ihren Geschäftsprozessen einzusetzen.
Bei der Berufserfahrung ist der Substitutionseffekt etwas weniger ausgeprägt: Im Handel können 22,9 % der Unternehmen Berufserfahrung problemlos oder sehr problemlos durch KI-unterstützte, unerfahrene Arbeitskräfte ersetzen. Bei den Dienstleistern liegt dieser Wert bei 14,5 %, gefolgt vom verarbeitenden Gewerbe (12,6 %) und dem Baugewerbe (7,7 %). „Berufserfahrung lässt sich für Unternehmen offenbar etwas schwerer durch KI kompensieren als formale Abschlüsse“, so Anna Ruffert. Im Gegensatz dazu halten es mehr als 62,7 % der Unternehmen nach wie vor für schwierig oder unmöglich, einen erfahrenen Mitarbeiter durch einen unerfahrenen zu ersetzen, der KI nutzt.
Man muss an dieser Stelle darauf hinweisen, dass die detailliert daherkommenden Anteilswerte keine tatsächlichen Entwicklungen auf den Arbeitsmärkten widerspiegeln, sondern hier wurden die Erwartungen der (mehr oder weniger informierten) Unternehmen abgefragt.
Zurück zur PwC-Studie: Was bei den einen oder anderen sicher ein mulmiges Gefühl hervorrufen wird: die Anforderungen steigen erheblich, zwar nicht überall – aber in bestimmten Berufen mit hoher KI-Exponierung entstanden zwischen 2019 und 2025 im Schnitt rund 225 neue Kompetenzen pro Beruf.
Klassische Lernpfade stoßen damit an ihre Grenzen, so die Berater von PwC (die natürlich ganz uneigennützig hier vermutlich neue Beratungsfelder wachsen sehen, denn da brauchen die Unternehmen ganz viel Hilfe).
Und wie ist das mit den Löhnen? Auch hier ein eher gemischtes Bild
Vor dem Hintergrund, dass viele Beschäftigte sich verständlicherweise für das interessieren, was sie an Vergütung bekommen, ist dann diese Formulierung interessant – und die muss mindestens zweimal gelesen werden:
»Global entsteht zudem ein zweigeteilter Arbeitsmarkt: „Professionalisierte“ Rollen, in denen KI Routineaufgaben übernimmt und menschliches Urteilsvermögen stärker gefragt ist, wachsen doppelt so schnell und verzeichnen 42 % höheres Lohnwachstum als „demokratisierte“ Rollen, in denen KI die Tätigkeit für Nicht-Fachleute zugänglicher macht.«
Da wird einiges vermischt oder geht durcheinander.
Vielleicht lohnt ein Blick auf diejenigen, die für die Löhne hauptverantwortlich sind, also die Arbeitgeber. Und auf der Grundlage einer Auswertung von Daten aus der ifo Konjunkturumfrage im Juni 2026 von über 3.000 Unternehmen in Deutschland, die KI bereits nutzen, kommt dann so eine Mitteilung heraus: Unternehmen erwarten eher sinkende Löhne durch Einsatz von Künstlicher Intelligenz. Das wird natürlich den Unruhepegel bei vielen steigen lassen, also lesen wir weiter:
»Viele Unternehmen in Deutschland erwarten durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) eher sinkende Löhne in den nächsten fünf Jahren. Vor allem Arbeitskräfte mit weniger als fünf Jahren Berufserfahrung haben mit niedrigeren Löhnen zu rechnen – das gab etwa jedes zweite Unternehmen an, das KI bereits nutzt. Bei Arbeitskräften mit mindestens fünf Jahren Berufserfahrung rechnen rund 40% mit Lohnkürzungen.«
Jede Medaille hat zwei Seiten, so auch im vorliegenden Fall: »Jedoch erwartet gleichzeitig, abhängig von der Qualifikation der Beschäftigten, ein Drittel bis die Hälfte der Unternehmen stabile Löhne.«
Anna Ruffert vom ifo Institut wird mit diesen Worten zitiert: „Künstliche Intelligenz wird aus Sicht vieler Unternehmen die Löhne nicht für alle Beschäftigten gleichermaßen beeinflussen.“ Und weiter kann man der Auswertung entnehmen: »Am häufigsten rechnen Dienstleister mit sinkenden Löhnen für Arbeitskräfte. Bei Beschäftigten mit kurzer Berufserfahrung sagen dies 53,3%, bei Beschäftigten mit längerer Berufserfahrung 44,2%. Unter den Händlern sind es 47,9% beziehungsweise 41,3%, gefolgt vom Verarbeitenden Gewerbe mit 46,5% und 38,9%. Die Bauunternehmen geben seltener an, dass die Löhne wegen KI sinken: 39% bei kürzerer Berufserfahrung und 31,3% bei längerer. Diese Angaben beziehen sich auf Beschäftigte ohne (Fach-)Hochschulabschluss.«
Für Beschäftigte mit einem (Fach-)Hochschulabschluss verändern sich die Erwartungen für einen sinkenden Lohn kaum. Jedoch gibt es für sie öfter die Chance auf einen steigenden Lohn, insbesondere zusammen mit einer längeren Berufserfahrung.
Was bleibt: Viele offene Fragen und ein ambivalenter Aufruf zu mehr Qualifizierung. Aber was und wohin (nicht)?
Der Sache entsprechend können wir derzeit nur Bruchstücke dessen erkennen und darüber berichten, was an Umwälzungen in Verbindung mit der Ausbreitung der KI auf uns zukommt. Noch weitaus schwieriger ist es, die kontinuierlich ablaufenden und häufig sehr kleinschrittigen KI-induzierten Veränderungen in den realen Arbeitswelten, die ganz weit weg sind von den großen, mit ganz dicken Strichen gemalten Schreckensgemälden eines erneuten „Jetzt geht uns aber wirklich die Erwerbsarbeit aus“, nachzuvollziehen und die vielen Berichte dazu analytisch zu trennen von den ob sehr offen oder von hinten herum transportierten Interessen der Auftraggeber.
Dazu nur ein Beispiel aus der unzweifelhaft in solchen Zeiten an Bedeutung gewinnenden Branche der Weiterbildung. »Die Weiterbildungsaktivitäten im Bereich Künstliche Intelligenz (KI) nehmen in der deutschen Wirtschaft deutlich zu: 27 Prozent der Unternehmen haben ihre Beschäftigten bereits im Umgang mit KI geschult. Damit hat sich der Anteil innerhalb von zwei Jahren mehr als verdoppelt (2024: 12 Prozent).« Diese erst einmal positive Botschaft wurde Ende April 2026 unter der Überschrift KI-Schulungen in Unternehmen innerhalb von zwei Jahren verdoppelt vom TÜV-Verband in die Öffentlichkeit getragen. Man muss wissen, unter dem großen Dach des TÜV befinden sich neben dem klassischen Prüfgewerbe auch zahlreiche Weiterbildungsanbieter: Die TÜV-Gesellschaften (wie TÜV Rheinland Akademie, TÜV SÜD Akademie und TÜV NORD) gehören zu den nach AZAV zertifizierten Bildungsträgern in Deutschland. Viele der dort angebotenen Fortbildungen, Umschulungen und Seminare werden über den Bildungsgutschein, eine Ermessensleistung nach § 81 SGB III, aus Mitteln der Arbeitsmarktpolitik finanziert.4
Der TÜV-Verband gießt sogleich Wasser in den Weiterbildungswein: Die betriebliche Qualifizierung hält mit der steigenden KI-Nutzung nicht Schritt, so eine Erkenntnis aus TÜV Weiterbildungsstudie 2026.5 Beklagt wird, dass ein großer Teil der Unternehmen zurückhaltend bleibe: »Knapp die Hälfte der Befragten (45 Prozent) sieht derzeit keinen Bedarf an KI-Weiterbildungen.«
Der Ratschlag des Weiterbildungsanbieters kann nicht wirklich überraschen: »Die Unternehmen sollten mehr in KI-Schulungen investieren und Fortbildungen von der Politik stärker gefördert werden.«
Laut der Unternehmensbefragung ist der Einsatz generativer KI im Arbeitsalltag bereits weiter verbreitet als die Qualifizierung: 56 Prozent nutzen Anwendungen wie ChatGPT, Gemini oder Copilot im Arbeitsalltag. In großen Unternehmen liegt der Anteil bei 68 Prozent, in mittleren bei 60 Prozent und in kleinen bei 53 Prozent.
Aber der Kompetenzaufbau hält mit der Nutzung nicht Schritt, so die Diagnose der Studie.
Nur stellt sich – hier gar nicht als Vorwurf an den konkreten Weiterbildungsanbieter mit seinem allgemeinen Appell gemeint – die bedeutsame Frage, was denn genau und dann wie und wo und von wem weitergebildet werden soll. Das ist derzeit eine – neutral formuliert – schwierig bis gar nicht zu beantwortende Frage angesichts des extrem beweglichen Ziels, mit dem wir es hier zu tun haben. Zwangsläufig kommen dann Angebote „irgendwas mit ChatGTP & Co.“ heraus.
Vielleicht ist die Zurückhaltung einiger Unternehmen in diesem Kontext durchaus verständlich, wenn auch nicht auf Dauer zielführend.
Insofern kann und muss man die TÜV Weiterbildungsstudie 2026 nicht nur, aber auch als eine Auflistung von Punkten lesen, die die Weiterbildungsbranche insgesamt bewegen:
➔ »Die Bundesregierung hat mit ihrer nationalen Weiterbildungsstrategie einen Schritt in die richtige Richtung getan«, so der TÜV-Verband. Aber: Viele Unterstützungsangebote, insbesondere für den Mittelstand, seien aber zu wenig bekannt oder die Förderbedingungen werden als zu komplex wahrgenommen.
➔ Die Umsatzsteuerbefreiung für Bildungsleistungen verfolgt ein richtiges Ziel: Sie soll private Weiterbildung bezahlbar halten und den Zugang zu Bildung sichern. Grundlage ist die Mehrwertsteuerrichtlinie der EU, in Deutschland umgesetzt unter anderem über § 4 Nr. 21 UStG. Was für die private Nachhilfe oder staatliche Bildungsangebote richtig ist, wirkt in der betrieblichen Weiterbildung kontraproduktiv, beklagt der TÜV-Verband. Da viele Anbieter in der betrieblichen Weiterbildung nicht zum Vorsteuerabzug berechtigt sind, steigen ihre Kosten und damit auch die Preise für Weiterbildungsangebote. Das belastet die Wettbewerbsfähigkeit der Branche.
Und schlussendlich landen wir unweigerlich in der überaus verästelten Welt der Abgrenzung von abhängiger und selbstständiger Tätigkeit:
➔ Es braucht verlässliche Rahmenbedingungen für den Einsatz von Honorarkräften sowie zeitgemäße Regelungen für digitale Weiterbildungsformate. Viele Weiterbildungsangebote werden von freiberuflichen Trainern getragen. Für Unternehmen besteht dabei jedoch häufig Rechtsunsicherheit, etwa bei der Abgrenzung zwischen selbstständiger Tätigkeit und sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung. Das führt zu hohem bürokratischem Aufwand, erhöhten Risiken und hemmt den flexiblen Einsatz qualifizierter Fachkräfte.
Daraus leitet der Verband aus seiner Perspektive verständlich ab: »Wer Weiterbildung stärken will, muss auch die Anbieter stärken.«
Dann müsste nur noch geklärt werden, was denn für eine Weiterbildung.
Nicht das uns die Arbeit ausgehen wird.
- Das AI Jobs Barometer von PwC basiert auf der Auswertung von mehr als einer Milliarde Stellenanzeigen aus 27 Ländern auf sechs Kontinenten. Die Analyse untersucht, wie KI-Jobs, Skills, Löhne und Arbeitsproduktivität beeinflusst. Für Deutschland werden beispielsweise Anteil und Entwicklung KI-bezogener Stellenanzeigen sowie Unterschiede nach Branchen und nach KI-Exponierung von Berufen ausgewertet. Die Studie unterscheidet zudem zwischen KI-Anwenderrollen und KI-Entwicklerrollen und verfolgt deren Entwicklung über die Zeit. ↩︎
- PwC behauptet dazu mit als zahlenfundierter Gewissheit daherkommender Festigkeit: »Global wächst die Produktivitätslücke zwischen KI-Vorreitern und Nachzüglern rasant. Seit 2022 hat sich der Vorsprung der am stärksten KI-exponierten Unternehmen verdreifacht. Diese Unternehmen verzeichnen zudem deutlich dynamischere Entwicklungen bei Beschäftigung und Vergütung: Das Beschäftigungswachstum liegt bei 52 % gegenüber 36 % bei den am wenigsten exponierten Unternehmen, das Lohnwachstum bei 24 % gegenüber 17 %. Innerhalb der Führungsgruppe zeigt sich ein ausgeprägter „Superstar-Effekt“: Die Top 20 % erreichen ein durchschnittliches Produktivitätswachstum von 163 % gegenüber 2018.« ↩︎
- Global verändern sich die Kompetenzen in stark KI-exponierten Rollen mehr als doppelt so schnell wie in weniger exponierten – dieser Abstand hat sich gegenüber dem Vorjahr um 75 % vergrößert. Deutschland bleibt hier deutlich zurück: Die Korrelation zwischen KI-Exponierung und Netto-Skill-Wandel ist mit 0,02 sehr gering. ↩︎
- Für Leistungsbezieher der Grundsicherung gilt die Regelung über den Verweis in § 16 Abs. 1 SGB II in Verbindung mit § 81 SGB II. ↩︎
- Grundlage der „TÜV Weiterbildungsstudie 2026“ ist nach Selbstbeschreibung eine repräsentative Umfrage des Marktforschungsinstituts Forsa im Auftrag des TÜV-Verbands unter Personalverantwortlichen von 500 Unternehmen ab 20 Mitarbeitenden in Deutschland. Befragt wurden von Januar bis März 2026 Verantwortliche für Weiterbildung, Geschäftsführer, CEOs und Vorstände. ↩︎