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Panorama 3: Senioren in Sorge: Pflegekosten explodieren (22.09.2020)
Eine Erhöhung der Pflegeheimkosten sorgt für Diskussionen. Während die Beiträge der Pflegekassen starr bleiben, zahlen allein die Heimbewohner die explodierenden Preise.

defacto: Profit statt Patientenwohl – Kliniken unter Druck (17.09.2020)
Der wirtschaftliche Druck auf Kliniken wird immer höher. Sie müssen mit Patienten Geld machen und sind gezwungen nach einem strengen Kostensystem abzurechnen – den sogenannten Fallpauschalen. Bezahlt wird nicht nach dem tatsächlichen Aufwand eines Krankenhauses, sondern nach einem Durchschnittswert. Der Patient wird zur Ware.

ZDF: Die Senior-Azubis. Abenteuer mit 50+ (15.09.2020)
Unsere Gesellschaft wird immer älter. Vielerorts herrscht Fachkräftemangel. Es schlägt die Stunde der Senior-Azubis, die mit 50 plus ins kalte Wasser springen und eine Ausbildung beginnen.

Frontal 21: Alkoholkonsum in Corona-Zeiten: Das Virus verschärft Suchtprobleme (15.09.2020)
Bereits zu Beginn der Corona-Pandemie warnten Experten vor einem Anstieg schädlichen Alkoholkonsums. Jetzt zeigt eine Umfrage, dass sich die Befürchtung zu bewahrheiten scheint. Zu der anonymen Online-Befragung aufgerufen hatten das Zentralinstitut für Seelische Gesundheit (ZI) in Mannheim und die Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie im Klinikum Nürnberg. Das Ergebnis: Bei mehr als einem Drittel der Teilnehmer stieg der Konsum an Spirituosen. Corona scheint bei vielen Menschen auch eine emotionale Krise auszulösen. Besonders betroffen sind Suchtkranke. Denn während des Lockdowns waren die meisten therapeutischen Einrichtungen geschlossen. Das hat gravierende Folgen: Es gibt mehr Rückfälle und die wieder eröffneten Suchteinrichtungen berichten von Wartelisten für die Patienten.

Panorama 3: Pflegeheime zu Corona-Zeiten: Die Sorgen der Angehörigen (08.09.2020)
Vielerorts galt in Pflegeheimen für Angehörige Besucherstopp, aktuell sind Besuche stark eingeschränkt. Gleichzeitig ringen Heimleitungen um gerechte Besuchskonzepte – keine einfache Situation.

Frontal 21: Abgeschottet und allein gelassen: Corona-Tod im Altenheim (08.09.2020)
Im Zusammenhang mit Corona ist in Deutschland fast die Hälfte aller Toten im Umfeld von Altenheimen gestorben – darunter vor allem Bewohner, aber auch Pflegekräfte und Betreuer. Seit Beginn der Pandemie ist klar, dass diese Einrichtungen einerseits besonderen Schutz benötigen und andererseits extreme Belastungen aushalten müssen. So sollen vor allem regelmäßige Tests für Pflegekräfte – also auch dann, wenn die Mitarbeiter keine Symptome haben – für mehr Sicherheit sorgen. Doch aktuell zeigt sich, die Forderungen der Politik sind mit vielen Kann- oder Soll-Verordnungen hinterlegt. So gibt es Pflegekräfte, die während der gesamten Corona-Pandemie nicht ein einziges Mal getestet wurden.

Panorama 3: Gewalt gegen Zugbegleiter: Ängste bei Maskenkontrolle (08.09.2020)

Fakt: Ist das Virus doch nicht so gefährlich? (01.09.2020)
Die Sterblichkeit aufgrund von Corona ist in den letzten Monaten erheblich zurückgegangen. Woran liegt das?

Fakt: Abzocke bei der Wohnungsvermittlung (01.09.2020)
Sogenannte „Schwarzmakler“ vermitteln Wohnungen zu völlig überteuerten Preisen, vor allem an Geflüchtete. Bis zu 7.000 Euro werden beispielsweise in Berlin pro Vermittlung fällig.

Westpol: Kann Kurzarbeit die Pleitewelle verhindern? (30.08.2020)
Die Corona-Krise droht länger zu dauern – und die Bundesregierung geht schon jetzt bei milliardenschweren Staatshilfen in die Verlängerung. Das Ziel: die Wirtschaft stabilisieren, Jobs sichern und eine Pleitewelle verhindern. Ein Instrument: das Kurzarbeitergeld. Wirtschaft und Gewerkschaften begrüßten die Pläne. Doch Kritiker werfen ein, dass damit notwendige Anpassungen in den Unternehmen verschleppt werden. Wie fühlt sich das Leben in Kurzarbeit an?

Plusminus: Bezahlbare Mietwohnungen – verzweifelt gesucht (26.08.2020)
Vor allem in Großstädten finden Kleinverdiener und Rentner immer schwerer eine Mietwohnung. Der Bestand an Sozialwohnungen ist schon seit Jahren drastisch geschrumpft. Inzwischen gibt es Lösungen für das Problem.

ZDF: Am Puls Deutschlands: #5JahreWirSchaffenDas (26.08.2020)
Vor fünf Jahren sagte Angela Merkel zum Thema Integration: „Wir schaffen das“. ZDF-Reporter Jochen Breyer will wissen: Haben wir es geschafft? Was läuft gut, was schlecht?

Frontal 21: Ausbildung in der Corona-Krise: Holpriger Start, düstere Aussichten (25.08.2020)
Etwa 45.000 Ausbildungsplätze fallen nach Expertenschätzungen in diesem Jahr aufgrund der Corona-Krise weg. Rund 90.000 Jugendliche könnten demnach ohne Ausbildungsplatz bleiben. Hinzu kommt: Azubis, die ihre Ausbildung gerade beendet haben, werden nicht wie gewohnt zu 70 Prozent von ihren Lehrbetrieben übernommen werden – sei es, weil durch Corona den Firmen die Insolvenz droht oder vor allem Ausbildungsbetrieben in der Gastronomie, im Hotelgewerbe oder in der Reisbranche die finanziellen Mittel für die Weiterbeschäftigung fehlen. Zudem greifen die angekündigten Hilfsprogramme, mit denen die Bundesregierung kleine und mittlere Unternehmen unterstützen will, oftmals nicht.

Westpol: Überforderte Gesundheitsämter (23.08.2020)
Immer mehr Menschen lassen sich auf Corona testen und immer häufiger wird eine Covid-19 Infektion festgestellt. Dann müssen Infektionsketten mühsam nachverfolgt und Quarantänen überwacht werden. Zuständig sind die Gesundheitsämter und die die arbeiten seit Monaten am Limit. Schon vor der Pandemie waren die Gesundheitsämter personell unterbesetzt. Westpol hat landesweit abgefragt, wie gut die Ämter heute ausgestattet sind und mit der Krise klarkommen.

ZDF: Alleingelassen in der Krise – Selbstständige in der Corona-Falle (19.08.2020)
Um mit „Wumms“ aus der Corona-Krise zu kommen, hat Berlin für viele Branchen Hilfspakete in Milliardenhöhe bereitgestellt. Eine Gruppe fühlt sich alleingelassen: die Solo-Selbstständigen.

Exakt: Billige Tiere, billige Arbeit, billiges Hack – was ändert sich in der Fleischindustrie? (19.08.2020)
Die harten Arbeitsbedingungen in der deutschen Fleischindustrie sind seit Jahren bekannt. Nun will die Bundesregierung Werkverträge verbieten. Unternehmen wie Tönnies müssten ihre Mitarbeiter dann direkt anstellen.

Report Mainz: Kontrollverlust in Pflegeheimen – Welche Folgen hat die mangelnde Aufsicht für die Bewohner?(18.08.2020)
Die Qualität von Pflegeeinrichtungen in Deutschland wird seit Mitte März infolge der Corona-Pandemie kaum noch kontrolliert. Auch Angehörige konnten keine Pflege-Mängel mehr melden, weil sie zeitweise nicht in die Heime kamen.

Report Mainz: Schulschließungen wegen Corona – Befragung tausender Lehrer zeigt erschreckende Defizite beim digitalen Fernunterricht (18.08.2020)
Fünf Monate nach den ersten coronabedingten Schulschließungen zeigt eine Befragung: fast zwei Drittel der Lehrerinnen und Lehrer sehen sich nicht in der Lage, bei einem erneuten Lockdown auf digitalen Fernunterricht umzuschalten.

Panorama 3: Absurde Gesetzeslücke: Mietpreisbremse bewirkt das Gegenteil (18.08.2020)
In vielen Städten funktioniert die Mietpreisbremse nicht: In Hamburg waren 41 Prozent der untersuchten Angebotsmieten teurer als zulässig. Schuld ist ein entscheidender Konstruktionsfehler im Gesetz.

NDR: Organspende – Jetzt reden die Ärzte (17.08.2020)
Rund 9.400 kranke Menschen hierzulande warten auf ein Spenderorgan. Deutschland ist das einzige EU-Land, das mehr Organspenden aus dem Ausland bekommt als es anbietet. Warum ist das so?

Plusminus: Kampf um Hilfsmittel – Neue Regelungen laufen ins Leere (12.08.2020)
Mit dem so genannten Terminservice- und Versorgungsgesetz sollte die Qualität der Hilfsmittelversorgung verbessert werden. Doch Recherchen von „Plusminus“ zeigen, dass manche Krankenkassen die Umsetzung verweigern, zu Lasten der Patienten.

Fakt: Unfreiwillig ins Pflegeheim (11.08.2020)
Eine Frau mit Behinderung kämpft um ein selbständiges Leben und gegen Behörden und Bürokratie. Weil das staatliche Geld für persönliche Assistenten nicht reicht, muss die 62-jährige gegen ihren Willen in ein Heim.

SWR-Fernsehen: 7 Tage… mobile Pflegehilfe (30.07.2020)
Sie sind Corona-Helden und systemrelevant. Menschen in Pflegeberufen waren schon immer unentbehrlich für die Gesellschaft, aber erst während der Corona-Krise wird das offenbar den meisten Bürgerinnen und Bürgern so richtig bewusst. Die Anerkennung für den Pflegeberuf scheint zu wachsen, es wird an Fenstern geklatscht und über eine Prämie diskutiert. Aber wie sieht der Alltag von Pflegekräften aus? Warum ist ihr Job in dieser Krise noch schwerer geworden? Was bedeutet Pflege von Patientinnen und Patienten, wenn jeder aus Infektionsschutz auf Abstand geht?

ZDF: Zwei Quadratkilometer Stress. Hilfe für einen Stadtteil (29.07.2020)
Sie gehen dort hin, wo andere lieber wegschauen: Der Film zeigt mutige Mannheimer, die versuchen, einen Stadtteil zu retten, den viele bereits abgeschrieben haben.

Panorama: Kliniken auf dem Land: Retten oder Schließen? (23.07.2020)
Viele Krankenhäuser sind unterfinanziert: Laut dem Krankenhaus-Rating-Report haben 13 Prozent hohe Insolvenzgefahr. Gerade kleinen Kliniken auf dem Land droht das Aus.

Panorama: Absurd: Höhere Mieten auch dank Mietpreisbremse (23.07.2020)
In vielen Städten funktioniert die Mietpreisbremse nicht: In Hamburg bspw. waren 41 Prozent der von Panorama untersuchten Angebotsmieten teurer als zulässig. Schuld ist ein entscheidender Konstruktionsfehler im Gesetz.

Exakt – Die Story: Junge Mütter auf der Schulbank (22.07.2020)
Jenny, Nancy und Cindy gehen auf eine Schule. Die jungen Frauen aus Leipzig ziehen Kinder groß, haben aber keine Ausbildung. Ihre Chancen auf Berufsabschluss und Job stehen schlecht. Was wird aus ihnen?

Exakt: Ausgebuchte Ostsee – Reinigungskräfte im Dauerstress (22.07.2020)
Hochsaison an der Ostsee. Die Reinigungskräfte, die die Ferienhäuser putzen, sind im Dauerstress. Verstärkung ist nicht in Sicht, denn es gibt hier kaum bezahlbarem Wohnraum für sie.

ARD: Markt macht Medizin (20.07.2020)
Es ist ein Weg zurück, den viele Ärzte und Politiker fordern: Weg vom knallharten Kalkül, hin zu mehr Zeit für weniger lukrative Eingriffe. Denn in bester Ordnung, wie es nach Corona überall heißt, ist im deutschen Klinikalltag gar nichts.

ARD: Digitalsteuer und soziale Gerechtigkeit (19.07.2020)
Tech-Giganten haben im Lockdown ihre Umsätze gigantisch gesteigert – und zahlen so gut wie keine Steuern. Eine Gefahr für den sozialen Zusammenhalt. Könnte die Digitalsteuer in der Corona-Krise helfen?

ZDFzoom: Tönnies und die Werkverträge. Ausbeutung mitten in Deutschland (15.07.2020)
»Nach massenhaften Corona-Infektionen bei Deutschlands größtem Schlachtbetrieb Tönnies diskutiert ganz Deutschland über die Arbeits- und Lebensbedingungen von Werkvertragmitarbeitern.«

Exakt: Obdachlosenheim: Raus aus dem Teufelskreis (08.07.2020)
Einige Menschen leben über Jahrzehnte in einem Obdachlosenheim – doch das muss nicht sein. Mit dem richtigen Konzept können Obdachlose schnell wieder in die eigenen vier Wände kommen, wie die Stadt Bernburg zeigt.

ZDF: Die Sauberfrauen (06.07.2020)
Sie schrubben Böden, wienern Fenster, putzen Toiletten. Es ist harte körperliche Arbeit, meist wird sie von Frauen verrichtet. Wie kommen sie damit klar, dass sie den Dreck anderer wegmachen?

Panorama: Gekauft: Sozialdemokrat Gabriel beriet Fleischmogul Tönnies (02.07.2020)
Der frühere Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel ist von Deutschlands größtem Fleischproduzenten Tönnies als Berater bezahlt worden. Dies belegen Dokumente, die Panorama vorliegen.

Plusminus: Corona: Tod im Pflegeheim – Was die Branche ändern muss (01.07.2020)
Trotz der Besuchsverbote für Angehörige sind Pflegeheime zu Hotspots in der Coronapandemie geworden. Experten bemängeln, dass noch immer zu wenig zum Schutz der Bewohner getan werde. Und hier sehen sie vor allem die Politik in der Pflicht.

Plusminus: Warum niedrige Ost-Löhne auch Folgen im Westen haben (01.07.2020)
Am 1. Juli 1990 wurde in der Noch-DDR die D-Mark eingeführt. Doch noch heute gibt es in vielen Branchen große Lohnunterschiede. Was vielen nicht klar ist: Die oft niedrigeren Gehälter im Osten haben auch Auswirkungen auf die im Westen!

Exakt: Hartz-IV nach Corona – die Krise nach der Krise (01.07.2020)
Hausaufgabenhilfe, Nachmittagstreff für Kinder, vergünstigtes Mittagessen – vor Corona gab es diese Hilfen für sozial schwache Familien. Und jetzt? Manche Einrichtungen haben immer noch geschlossen und das Geld fehlt.

Fakt: Das gute Geschäft mit Patentarzneimitteln (30.06.2020)
Gesetzliche Krankenkassen haben letztes Jahr 41 Milliarden Euro für Arzneimittel ausgegeben. Die Hälfte davon für sogenannte Patentarzneimittel. Dabei gäbe es häufig deutlich günstigere Alternativen.

ARD: Kampf gegen Schwarzarbeit – teuer und wirkungslos? (29.06.2020)
Durch Schwarzarbeit entgehen dem Staat jedes Jahr Sozialabgaben und Steuern in Milliardenhöhe. Die Organisierte Kriminalität hat sich hier längst breitgemacht. Experten sprechen von einem parallelen Arbeitsmarkt, auf dem kaum Regeln gelten.

Nano: Suchthilfe während Corona (26.06.2020)
Suchttherapie in Zeiten der Kontaktbeschränkungen – das hat Patienten, Therapeuten und Betreuer gefordert. In der Not mussten vor allem Telefongespräche helfen.

WDR: Was macht die Corona-Krise mit den Frauen? (25.06.2020)
Schon in normalen Zeiten leisten Frauen deutlich mehr unbezahlte Arbeit im Haushalt als Männer, das zeigen Studien. Und in den letzten Monaten fielen etliche Stunden zusätzlich an, weil Schule und Kita ausgefallen sind. Wer übernimmt die zusätzliche Sorgearbeit?

Plusminus: Mit Wumms in die Armut: Die Verlierer der Corona-Krise (24.06.2020)
Solo-Selbständige gehören zu den Hauptverlierern der Corona-Krise. Die wirtschaftlichen Folgen treffen sie viel härter als Angestellte. Laut einer Studie verfügt nur die Hälfte von ihnen über Liquiditätsreserven für mehr als drei Monate.

WDR: Abgehängt durch Corona? Schüler an der Brennpunktschule (24.06.2020): »Die Story begleitet Schüler und Lehrer der Gesamtschule Bockmühle in den letzten Wochen dieses Schuljahrs. Sie zeigt, wie Schüler um ihren Abschluss und ihre Zukunft kämpfen – und wie ihre Lehrer versuchen, die Kinder auch unter schwierigen Bedingungen nicht zu verlieren.«

defacto: Am Ende ihrer Kräfte – Wie pflegende Angehörige in der Krise allein gelassen wurden (22.06.2020)
In den vergangenen Monaten mit den Corona-bedingten Einschränkungen gab es viele Berichte über Pflegekräfte und über die Anerkennung, die sie für ihre wichtige Arbeit in der stationären Pflege verdienen. Es wurde über die besonderen Herausforderungen durch Covid 19 in Altenheimen und Krankenhäusern berichtet. Neben all diesen berechtigten Fragen wird aber selten berichtet, welche Folgen die Pandemie für die ambulante Betreuung hat, wie diese betroffenen Pflegebedürftigen und ihre Familien klarkommen. Ob Einrichtungen für Menschen mit geistiger Behinderung oder Tagespflegeeinrichtungen für Demenz-Erkrankte: Zahlreiche Pflegebedürftige wurden bis März tagsüber in den verschiedenen Einrichtungen für Tagespflege betreut. Aufgrund der Corona-Pandemie sind die meisten von ihnen zu Hause, ihre Angehörigen müssen die Pflege daheim organisieren. Von einem Tag auf den anderen mussten sie eine Rund-um-die-Uhr-Betreuung organisieren, 7 Tage die Woche. Nach 3 Monaten sind viele Angehörige mittlerweile am Ende ihrer Kräfte. Sie fordern, dass es auch für die Einrichtungen der Tagespflege dringend eine verlässliche Planung zur Wieder-Eröffnung geben muss. Vor allem aber fühlen sich viele vergessen: Ihre unermüdliche Pflegearbeit daheim mit ihren Angehörigen kommt in der öffentlichen Diskussion kaum vor. Dabei verdienen neben den professionellen Pflegerinnen und Pflegern auch die Angehörigen die Anerkennung durch die Gesellschaft.

defacto: Azubis und Uniabsolventen in der Krise – Düstere Aussichten auf einen Job (22.06.2020)
»Die Arbeitsmarktchancen für eine ganze Generation von Berufseinsteigern haben sich durch die Corona-Krise massiv verschlechtert. Die 20- bis 25-Jährigen werden jetzt mit ihrer Ausbildung fertig und sehr viele werden wegen der unklaren Lage nicht übernommen. Oder sie haben ihren Uni-Abschluss in der Tasche und bekommen keine Jobangebote, weil die wenigsten Firmen wissen, wie es weiter geht. Experten zufolge sind deutlich weniger Stellen ausgeschrieben als sonst und sie befürchten sogar langfristige Nachteile für die jetzige Generation von Berufseinsteigern. Untersuchungen zeigen, dass die Arbeitslosigkeitsrate bei Krisen-Generationen dauerhaft deutlich erhöht und das Gehaltsniveau oft deutlich schlechter ist.«

WISO: Billigfleisch – was es uns wirklich kostet (22.06.2020)
Fleischmarkt in Deutschland – Akteure und Lieferketten; System Schwein – Wer verdient an der Produktion? Werksverträge und Arbeitsbedingungen – Moderne Ausbeutung?

Westpol: Betrugsverdacht bei der Kurzarbeit (21.06.2020)
Es ist ein Erfolgsmodell, das weltweit kopiert wird und Deutschland schon durch so manche Krise gerettet hat: Die Kurzarbeit. In der Corona-Krise hat der Staat es den Unternehmen sogar noch leichter gemacht, solche Hilfen zu bekommen, um Arbeitsplätze zu retten. Doch die Kurzarbeit ist nicht ohne Risiko: Für Arbeitnehmer gibt es oftmals erhebliche finanzielle Einbußen. Und es droht auch Missbrauch – durch Firmen, die die Hilfen eigentlich gar nicht brauchen.

Plusminus: Corona und die Leistungsträger (17.06.2020)
In der Krise hat sich gezeigt, welche Berufe für das soziale Zusammenleben „systemrelevant“ sind. Diese Menschen verdienen im Vergleich zu anderen Branchen oft sehr wenig. Was lässt sich für die Zeit nach der Krise daraus lernen?

Report Mainz: Warum Menschen mit Demenz oder geistiger Behinderung unter Corona-bedingter Isolation leiden(16.06.2020)
Die meisten Pflegeheime und betreuten Wohnstätten lockern allmählich ihre Corona-bedingten Kontaktbeschränkungen. Doch für viele Demente oder geistig behinderte Menschen reichen sie nicht – oder kommen zu spät.

Panorama 3: Oldenburg: Geschäft mit Wohnungsnot der Verzweifelten (16.06.2020)
In Oldenburg hat sich offenbar ein lukrativer Markt mit Wohnungen für Bedürftige entwickelt. Vermieter vergeben heruntergekommene Zimmer und lassen sich teuer bezahlen – von der Stadt.

Westpol: Kitas zwischen Normalität und Verunsicherung (14.06.2020)
Eltern im Krisenmodus – zwischen Kinderbetreuung und Homeoffice. So ging das über Wochen. Seit ein paar Tagen sind die Kitas im Land offen. Doch noch ist völlig unklar, wie gefährlich die Lockerungen wirklich sind. Ein Forschungsprojekt soll zeigen, wie ansteckend Kinder sind. Eltern zwischen Bangen und Hoffen.

Westpol: Familienrichter ohne besondere Qualifikation (14.06.2020)
Schon wieder ein großer Missbrauchsfall. In Münster missbraucht ein Mann massenhaft Kinder. Darunter auch den Sohn seiner Freundin. Er war bereits mehrfach vorbestraft, wegen Besitz und Verbreitung von Kinderpornografie. Doch das Gericht sagte vor einigen Jahren: Für das Kind besteht keine Gefahr. Ein schwerer Irrtum. Und wieder kein Einzelfall. Diese Woche kommt Kritik von allen Seiten auf. Westpol über Familienrichter, die für ihr Fach anscheinend nicht richtig ausgebildet sind.

ZDF: Schulen im Corona-Stress – Lernen aus der Krise (11.06.2020)
Der Unterricht von zu Hause aus ist während der Corona-Pandemie in ganz Deutschland Alltag geworden. Schüler, Eltern und Lehrer wurden von der völlig neuen Lernsituation quasi überrumpelt.

3sat: „Kulturzeit extra“: Kinder ohne Schule – Was wird aus der Generation Corona? (10.06.2020)
Kinder haben keine Lobby! Während wir Airlines und Autokonzerne retten, wird die Bildung vergessen. „Kulturzeit extra“ fragt, wie Kinder, Eltern und Lehrer die Krise bewältigen. Welche Lehren können wir für die Bildung ziehen? Kann die Digitalisierung Lösungen bieten? Und welche Folgen hat die Krise für die Psyche unserer Kinder? Generation Corona nennt man sie jetzt schon. Die Sorgen der Kinder fanden bisher zu wenig Gehör. Zeit, die Bildung in den Blick zu nehmen. Die letzten Wochen waren geprägt von Homeschooling und Digitalunterricht. Und es könnte länger dauern, bis wirklich alle zusammen und jeden Tag in die Schule gehen können. „Kulturzeit extra“ hinterfragt das System Schule und versucht einen Blick nach vorne.

Panorama 3: Eltern am Limit – wie es an den Schulen weitergeht (09.06.2020)
Wie geht es nach den Sommerferien an den Schulen weiter? Panorama 3 hat sich die Unterrichtssituation angesehen und mit genervten Eltern und verantwortlichen Ministern gesprochen.

Panorama 3: Kurzarbeit am Flughafen: Ärger beim Bodenpersonal (09.06.2020)
Am Flughafen Hamburg sind nahezu alle Mitarbeiter aufgrund der Coronakrise in Kurzarbeit. Doch sind Beschäftigte der AHS schlechter gestellt, als die anderen Mitarbeiter des Flughafens.

Westpol: Wieso es für Mieter immer schwerer wird (07.06.2020)
Corona hat hunderttausende Menschen in NRW in Kurzarbeit gezwungen, auch die Arbeitslosenquote steigt. Das heißt auch: Viele Menschen können ihre Mieten kaum noch bezahlen. In manchen Kommunen hat sich die Zahl der Erstanträge auf Wohngeld mehr als verdoppelt. Die Landesregierung hält das aber nicht davon ab, den Mieterschutz in NRW weiter einzuschränken. In der neuen Mieterschutzverordnung, die ab 1. Juli gelten soll, sind nur noch 18 Kommunen vertreten. In Ruhrgebietsmetropolen wie Essen und Dortmund, können Vermieter die Preise wieder leichter in die Höhe treiben.

Kontraste: Belastung für Arbeitnehmer, Gewinn für Unternehmen (04.06.2020)
Mehr als 10 Millionen Menschen wurden für Kurzarbeit angemeldet – doch nicht alle arbeiten deshalb auch tatsächlich weniger. Kontraste-Reporter zeigen, wie Unternehmen ihren Mitarbeitern das gleiche Arbeitspensum bei viel weniger Stunden aufdrücken und die Arbeit von Betriebsräten erschweren.

Kontraste: Wie die Corona-Krise uns bei der Gleichberechtigung zurückwirft (04.06.2020) 
Homeoffice, Haushalt und Kinder hüten – Frauen tragen die ungleich größere Last in der Corona-Krise. Manche von ihnen reduzieren ihre Jobs oder steigen ganz aus dem Erwerbsleben aus – mit langfristigen Folgen für die Karriere und die Altersversorgung. Kontraste-Reporterinnen haben ganz unterschiedliche Frauen getroffen, die von der Krise hart getroffen wurden und teilweise aus guten Jobs zurück an den Herd mussten. Die Soziologin Jutta Allmendinger befürchtet, dass wir bei der Gleichberechtigung um bis zu drei Jahrzehnte zurückgeworfen werden.

Plusminus: LDL-Cholesterin: Mehr Menschen sollen Medikamente bekommen (03.06.2020)
Immer mehr gesunde Menschen werden auf dem Papier krank gemacht. Wenn Grenzwerte für Krankheiten immer weiter gesenkt werden, verspricht das ein Milliardengeschäft für die Pharmaindustrie.

Exakt: Gegen Bürokratie: Arbeit vermitteln in Corona-Zeiten (03.06.2020)
Ein Arbeitsvermittler hat eine Idee, wie in den Zeiten des Coronavirus mit Kontaktbeschränkungen, Arbeit weiter vermittelt werden kann. Viele finden diese Idee gut, doch dann kommt die Bürokratie ins Spiel.

Exakt – Die Story: Kokain des Ostens – Crystal Meth in Mitteldeutschland (03.06.2020)
Crystal Meth gilt als das „Kokain des Ostens“ – im wahrsten Sinne. Während in den westdeutschen Ländern vor allem der Konsum „herkömmlicher“ Drogen ein Problem ist, grassiert im Osten Crystal Meth. Doch die Welle schwappt weiter.

Report München: Wie die Gesundheitsämter Infektionsketten verfolgen (02.06.2020)
Der jahrelange Sparkurs hat seine Spuren im öffentlichen Gesundheitsdienst hinterlassen. Zwar bekamen die Gesundheitsämter seit Beginn der Corona-Krise massiv Unterstützung aus anderen Bereichen der Verwaltung. Dauerhaft neue Stellen aber gab es bislang nicht. Doch mit den Lockerungen der Kontaktbeschränkungen kommt den Ämtern eine Schlüsselrolle dabei zu, die Pandemie weiterhin in Schach zu halten.

Westpol: Homeoffice, Kurzarbeit, Kündigung: Wie wirkt sich die Corona-Krise auf die Arbeitswelt aus? (28.05.2020)

Panorama 3: Corona befördert sozialen Abstieg (26.05.2020)
Die Corona-Krise zeigt ihre Auswirkungen in allen Schichten. Im März und April wurden zehn Millionen Menschen in Kurzarbeit gemeldet, mehr und mehr bangen um ihre Existenz.

Westpol: Lohndumping mit Werkverträgen (24.05.2020)
Nach den Coronafällen in der Fleischbranche will die Bundesregierung dort jetzt Werkverträge über Subunternehmen verbieten. Sind nun auch Billiglöhne in anderen Branchen bald Geschichte? Auch beim Bau, in der Logistik oder der Gebäudereinigung kritisieren Gewerkschaften seit Jahren, dass der Tariflohn umgangen und Arbeitnehmer über Subunternehmen ausgebreitet werden. Trotzdem wollen Union und Wirtschaftsverbände kein grundsätzliches Verbot dieser Praxis. Und auch die Fleischwirtschaft will gegen die neuen Auflagen von Bundesarbeitsminister Heil jetzt vorgehen und klagen.

Westpol: Sexarbeiterinnen in Not (24.05.2020)
Bordelle, Saunaclubs und Straßenstriche sind seit Wochen geschlossen. Prostitution ist in der Corona-Krise verboten. Für Sexarbeiterinnen bedeutet das oft ein Abrutschen in die Armut oder in die Illegalität. Hilfsorganisationen beklagen, dass die Situation vieler Frauen dramatisch ist. Es gebe zu wenig Unterstützung vom Land. Lockerungen sind in der Branche nicht in Sicht. Im Gegenteil, Bundestagsabgeordnete von SPD und CDU fordert jetzt ein grundsätzliches Prostitutionsverbot.

Westpol: Coronagefahr im Flüchtlingsheim (24.05.2020)
Die Flüchtlingsheime sind ein neuer Corona-Hotspot geworden. Allein in einer Unterkunft in Sankt Augustin haben sich mehr als 160 Flüchtlinge infiziert. Hilfsorganisationen warnen schon länger vor den Gefahren. In Mehrbettzimmern, engen Gemeinschaftsräume und schlechten Sanitäranlagen sind die Flüchtlinge dem Virus fast hilflos ausgeliefert. Hat die Landesregierung die Warnungen ignoriert und zu spät reagiert?

Westpol: Das Virus, die Behörden und die Fleischindustrie (17.05.2020)
Die Infektionszahlen in einigen Fleischbetrieben durch das Coronavirus sind höher als in anderen Bereichen. Arbeiter und Arbeiterinnen gehen mit Symptomen nicht zum Arzt und benötigte Arbeitskräfte werden aus allen Teilen Deutschlands auf die Betrieben verteilt, samt Virus. Wer trägt eigentlich die Verantwortung für die Form von Arbeitnehmertourismus? Warum verhindern die Behörden das nicht? Wir haben uns einmal in der Fleischbranche umgesehen und mit den Strukturen beschäftigt.

Aktuelle Stunde (WDR-Fernsehen): Billig-Lohn-Land Deutschland (17.05.2020)

mehr/wert: Voll am Limit: Berufsporträt einer Notfallsanitäterin (14.05.2020)
Von der eigenen Arbeit sollte man grundsätzlich leben können und nicht nur beklatscht werden. Gerade jetzt in Corona-Zeiten ist die Diskussion über faire Bezahlung etwa von Pflegekräften neu entfacht. Ähnlich unverzichtbar sind Rettungssanitäter, die anrücken, wenn akute Lebensgefahr besteht. Doch lohnt sich das?

Exakt: Demenz oder Depressionen – ohne Betreuer läuft nichts mehr (13.05.2020)
Sie verstehen nicht, was gerade draußen vor sich geht. Ohne ihre Betreuer laufen manche Gefahr, zu verwahrlosen. Menschen mit Einschränkungen haben es doppelt schwer in der Krise. Wie können Betreuer das gerade abfangen?

Exakt: Corona-Hotspot Flüchtlingsunterkunft? (13.05.2020) 
Zu voll, zu schmutzig, zu wenig Putzmittel. Das beklagen Bewohner von Flüchtlingsunterkünften. Was ist los in den Gemeinschaftsunterkünften? Die Abstandsregeln können kaum eingehalten werden. Bewohner sind besorgt.

BR: Familien unter Hochdruck (13.05.2020)
Homeoffice, Homeschooling und Kinderbetreuung: Das Coronavirus belastet den Familienalltag. DokThema hat Familien in Bayern getroffen, die ganz unterschiedlich mit der Coronakrise konfrontiert sind.

Report Mainz: Ausbildungsplätze in Gefahr? Wie die Corona-Krise junge Menschen trifft (05.05.2020)
Arbeitsmarktexperten befürchten, dass die Corona-Krise zu einem deutlichen Rückgang der Ausbildungsplätze führen wird. Junge Menschen stehen vor einer ungewissen Zukunft.
➔ Report Mainz fragt Prof. Dr. Stefan Sell; Interview (06:12 min)

Report Mainz: Warum Patienten aus Angst vor Corona wichtige Behandlungen nicht machen (05.05.2020)
Ärzte schlagen Alarm: Aus Angst vor einer Corona-Infektion meiden viele Patienten derzeit die Arztpraxen und Krankenhäuser. Bei Herzinfarkten oder Schlaganfällen kann die Angst vor der Notaufnahme jedoch im schlimmsten Fall tödliche Folgen haben.

Report Mainz: Wie viele rumänische Erntehelfer ausgebeutet werden (05.05.02020)
Zunächst war das Geschrei der Landwirte groß, als die Erntehelfer aus Osteuropa ausblieben. Inzwischen sind mehr als 10.000 von ihnen gekommen, helfen bei der Spargelernte. Doch nach drei Wochen hagelt es Beschwerden, beklagen sich viele massiv über die Arbeitsbedingungen

Westpol: Pflege in der Coronakrise (03.05.2020)
Seit Wochen gelten Besuchsverbote im Pflegeheim, um die Bewohner als Risikogruppe vor einer Corona-Ansteckung zu schützen. Doch der seelische Preis ist hoch: bei vielen Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen machen sich Einsamkeit und Verzweiflung breit. Das Land arbeitet deshalb an Vorgaben, die Besuche wieder möglich machen können.

Westpol: Beklatscht und unterbezahlt: Was die Corona-HeldInnen verdienen (03.05.2020)
Kranken- und Altenpflegerinnen aber auch Verkäuferinnen werden in der Coronakrise gerade gefeiert und beklatscht. Sie bekommen Sonderboni von der Regierung und Arbeitgebern. Aber das sind nur Momentaufnahmen. Tatsächlich sind diese klassischen „Frauenberufe“ mit viel Verantwortung für Menschen im Vergleich zu klassischen Männerdomänen mit viel Verantwortung für Maschinen trotz vergleichbarer Qualifikation strukturell unterbezahlt.

Kontrovers: Erntehelfer beklagen Arbeitsbedingungen (29.04.2020)
Die deutschen Landwirte hatten gefordert, Erntehelfer aus Osteuropa einreisen zu lassen. Die Politik fand eine Lösung: Unter Auflagen dürfen Erntehelfer wieder kommen. Doch nicht jeder Betrieb scheint das zu schätzen. Mitarbeiter klagen, dass sie sich ausgebeutet und nicht ausreichend geschützt fühlen.

Exakt: Antragsflut: Arbeitsagenturen unter Druck (29.04.2020)
Hunderte Anträge auf Kurzarbeitergeld, Zuschüsse oder Hartz IV gehen täglich bei den Arbeitsagenturen ein. Eine extreme Arbeitsbelastung – vergleichbar nur mit der zum Ende der DDR-Großbetriebe. Wie reagieren die Ämter?

Exakt: Ohne Abschluss ins Leben (29.04.2020)
In keinem Flächenbundesland ist die Quote der Schulabbrecher so hoch wie in Sachsen-Anhalt. 10,4 Prozent der Schüler gehen ohne Abschluss ins Leben. Warum ist ausgerechnet hier die Quote am höchsten? Und was wird dagegen getan?

Exakt: Geschlossene Kitas: Eltern überfordert und alleingelassen (29.04.2020)
Kleine Kinder müssen umfassend betreut werden. Eltern sind überlastet und fühlen sich alleingelassen. Gelockerte Regelungen zur Notbetreuung sind überall anders und schaffen auch für die Kitas Planungschaos.

Fakt: Geschlossene Kitas: Kinder mit Mama und Papa allein zu Haus (28.04.2020)
Viele Eltern sind gezwungen zwischen Arbeit, Homeoffice und Kinderbetreuung zu leben. Nur wenige Kinder dürfen in die Notbetreuung. Besonders nervenaufreibend ist es für Alleinerziehende.

Frontal 21: Kinder in der Corona-Krise. Familien am Limit (28.04.2020)
Gewalt gegen Kinder – schon seit Jahren bewegen sich die Zahlen in Deutschland auf einem erschütternd hohen Niveau. Laut Polizeilicher Kriminalstatistik sterben durchschnittlich drei Kinder pro Woche an den Folgen von Gewalt. Zehn bis zwölf Kinder werden pro Tag misshandelt, 40 sind täglich sexuellem Missbrauch ausgesetzt. Da Schutz und Hilfe für gefährdete Kinder schon vor der Corona-Krise unzureichend waren, fordern 100 Wissenschaftler wegen des Shutdowns nun von der Politik einen nationalen Krisenstab für mehr Kinderschutz. Jugendamtsmitarbeiter sollten als systemrelevant eingestuft werden. Ihre Sorge: Die Schreie der Kinder könnten ungehört bleiben, weil viele Meldegruppen wie Erzieher, Ärzte und Lehrer wegfallen.

Fakt: „Netto“-Mitarbeiter beklagen unbezahlte Überstunden (28.04.2020)
Supermarktmitarbeiter gelten als Helden in der Coronakrise. Auch Bundeskanzlerin Merkel hat sich für deren Einsatz bedankt. Mitarbeiter von „Netto“ beklagen nun, Mehrarbeit werde von ihnen erwartet – aber nicht vergütet.

Panorama: Die Ernte ist sicher – nur die Erntehelfer nicht (23.04.2020)
Eigentlich gelten für Erntehelfer in der Coronakrise strenge Regeln: zum Beispiel möglichst kleine Gruppen und keine Mehrbettzimmer. Doch die Vorgaben werden offenbar nicht immer eingehalten.

Panorama: Homeschooling: Das Ende der Chancengleichheit (23.04.2020)
In der Coronakrise soll der Unterricht digital funktionieren. Doch nicht jede Familie kann sich einfach einen Laptop leisten. Chancengleichheit wird so nicht gewahrt.

Plusminus: Pflege: Chronische Arbeitsüberlastung im Krankenhaus (15.04.2020)
Pflegekräfte waren schon vor Corona am Limit, das Hetzen von Bett zu Bett ist Alltag. Recherchen von „Plusminus“ und Buzzfeed News Deutschland zeichnen ein deutliches Bild von der Überlastung, die Todesfälle nicht verhindern konnte.

Plusminus: Corona-Krise: Werden Narkosemittel knapp? (15.04.2020)
Beatmete Patienten auf Intensivstationen müssen über mehrere Tage narkotisiert werden. Doch in der Corona-Krise könnte das Standard-Narkosemittel Propofol knapp werden, das für beatmungspflichtige Covid-19-Patienten dringend benötigt wird.

Frontal 21: Pflege vor dem Kollaps: Wenn Hilfskräfte aus Polen wegbleiben (14.04.2020)
In Deutschland betreuen Schätzungen zufolge rund 300.000 Pflegehilfskräfte aus Ost- und Mitteleuropa bedürftige Menschen in der privaten Altenpflege. Doch die Corona-Krise erschwert die Ein- und Ausreise. Viele bleiben in ihrer Heimat – und hierzulande droht die Pflegeversorgung zu kollabieren. Jetzt rächt sich, dass in Deutschland die Pflegepolitik über viele Jahre vernachlässigt wurde, die Forderungen nach besseren Arbeitsbedingungen und Bezahlung für heimische Pflegekräfte zu lange unbeachtet blieben und sich stattdessen mit Arbeitskräften aus dem Ausland beholfen wurde.

Report Mainz: Corona-Krise: Sozialunternehmen vor dem Aus (14.04.2020)
Gemeinnützige Sozialunternehmen können bislang keine finanzielle Hilfe in Anspruch nehmen. Deshalb droht vielen von ihnen die Insolvenz. Aktuell sind Schullandheime, Naturfreundehäuser, Jugendherbergen oder Sozialprojekte wie zum Beispiel „Dialog im Dunkeln“ in ihrer Existenz bedroht. Die derzeitigen Maßnahmen, um die Ausbreitung des Corona-Virus einzudämmen, treffen viele dieser gemeinnützigen Sozialunternehmen hart. Ihnen brechen ihre Einnahmen komplett weg. Doch bislang sind sie von den Hilfspaketen der Bundesregierung ausgeschlossen. Dabei ist ihre Lage gegenwärtig besonders schwierig. Im Gegensatz zu gewerblichen Betrieben verfügen sie über keine Kapitalrücklagen. Deshalb drängt die Zeit, eine schnelle Lösung für diese Sozialunternehmen zu finden, da sie sonst nicht mehr lange durchhalten werden.

Report Mainz: Was Corona für die sozial Schwächsten bedeutet (14.04.2020)
Report Mainz ist unterwegs im sogenannten Kalkofen, dem Brennpunktviertel im pfälzischen Kaiserslautern. Wir wollen sehen, wie die Menschen dort während der Corona-Krise leben. n den Wohnblöcken im Kalkofen leben vor allem Menschen, die von der Stadt Kaiserslautern untergebracht sind, etwa nach einer Zwangsräumung. Die Wohnungen hier heißen offiziell Schlichtwohnungen, weil sie besonders einfach ausgestattet sind: viele ohne Dusche, ohne Heizung und ohne Warmwasser. Lebensumstände, die in Coronazeiten besondere Bedeutung bekommen, denn Hygiene ist unter diesen Umständen häufig nur schwer möglich. Viele Menschen im Kalkofen sind auf Hilfe angewiesen: Doch die Tafel Kaiserslautern hat seit Mitte März geschlossen. Auch die Sozialberatung im Kalkofen ist inzwischen wegen Corona auf kontaktlos umgestellt. Viele Bewohner müssen gerade jetzt, wo sie besondere Hilfe benötigen, weitgehend ohne Unterstützung auskommen. Das gilt auch für Familien mit Kindern: Jetzt soll der Schulstoff zu Hause bearbeitet werden. Doch das ist unter den Bedingungen kaum möglich. Die Wohnungen sind häufig beengt und viele Familien haben keine Computer für Fernunterricht.

Frontal 21: Prostitution in Zeiten von Corona. Die Not der Sexarbeiterinnen (14.04.2020)
Im Kampf gegen den Coronavirus hat es auch das älteste Gewerbe der Welt getroffen: Bordelle mussten schließen, ein ganzer Berufsstand wurde vorübergehend arbeitslos. Nun droht vielen Prostituierten Hartz IV, manchen sogar Obdachlosigkeit – oder ein Ausweichen dorthin, wo niemand sie schützen kann, auf den weitaus gefährlicheren Straßenstrich. Doch durch die Kontaktsperre während der Corona-Krise bleiben auch dort die Freier aus, sodass es zu einem regelrechten Preisdumping kommt.

Plusminus: Am Limit: Warum Pflegekräfte chronisch überlastet sind (08.04.2020)
Nicht erst seit der Corona-Krise sind Krankenschwestern und Krankenpfleger chronisch überlastet und unterbezahlt. Setzt nun im Gesundheitswesen und in der Politik ein Umdenken ein? Und können wir uns dabei an anderen Ländern orientieren?

Fakt: Corona-Virus: Die unsichtbare Gefahr in der Pflege (07.04.2020)
Abstand halten kann niemand, der in der Pflege arbeitet. Zehntausende Pfleger und Pflegerinnen sind schwer gefährdet. Wie kann das gehen, wenn nicht genügend Schutzmaterialien zu beschaffen sind?

Westpol: Corona: Kinder in Not (05.04.2020)
Seit drei Wochen sind wegen der Corona-Krise Kitas und Schulen dicht. Besonders hart trifft das Kinder aus schwierigen Familienverhältnissen. In kleinen Wohnungen ohne strukturierten Tagesablauf sind ihre Eltern oft mit der Erziehung überfordert. Lehrer fürchten, dass die Bildung der Kinder darunter leidet und Sozialpädagogen warnen vor mehr Gewalt und Misshandlungen von Kindern. Ein Kollateralschaden der Corona-Maßnahmen, den die Politik kaum begrenzen kann.

ZDF: Das Drama um die Sozialwohnungen (03.04.2020)
In Deutschland fehlen über eine Million Sozialwohnungen. Menschen mit kleinem Einkommen finden oft keine bezahlbare Bleibe mehr. Das Problem hat längst auch selbst kleinere Städte erreicht.

mehr/wert: Ambulante Pflege in Corona-Zeiten (02.04.2020)
Die Versorgung alter und kranker Menschen zu Hause hat sich durch die Corona-Pandemie enorm erschwert. Die ambulanten Pflegedienste in Bayern haben keine Schutzkleidung und Desinfektionsmittel mehr. Hilfen sind dringend notwendig.

Exakt: Corona Virus – Ansteckungsgefahr in der Physiotherapie (01.04.2020)
Als Bestandteil der Gesundheitsversorgung wird die Physiotherapie als ’systemrelevant‘ eingestuft. Doch nun fordern einige Therapeuten, die Praxen offiziell schließen zu lassen – zu hoch sei die Ansteckungsgefahr.

Report München: Die, ohne die alles zusammenbricht (31.03.2020)
Während sich gerade so viele Arbeitende wie möglich ins Home-Office zurückziehen sollen, gibt es Berufe, bei denen das nicht geht. Wir haben sie begleitet: Den LKW-Fahrer, der unter strengen Sicherheitsvorkehrungen Waren nach Deutschland transportiert, den Leiter des Altenheims, der fest damit rechnet, dass das Virus auch sein Haus treffen wird, und die ehrenamtlichen Mitarbeiter der Tafel, die alles dafür tun, um nicht schließen zu müssen.

Monitor: Am Rand der Gesellschaft: Wie die Corona-Krise Armut verschärft (02.04.2020)
Während die Politik in der Corona-Krise milliardenschwere Hilfspakete für Unternehmen und Selbständige auf den Weg bringt, ist kaum Hilfe in Sicht für Millionen Menschen, die besonders wenig Geld zum Leben haben: Hartz IV-Empfänger, Obdachlose, Alleinerziehende

SRF: Pflege – Zwischen Frust und Leidenschaft (01.04.2020)
In der Schweiz herrscht Notstand beim Pflegepersonal. Wird jetzt nicht gehandelt, droht bis ins Jahr 2030 ein massiver Personalmangel. Die Politik ist gefragt, denn die Arbeitsbedingungen im Pflegeberuf sind alles andere als rosig. 46 Prozent aller Pflegefachfrauen und -männer wollen ihren Beruf frühzeitig aufgeben. Diese Zahl zeigt die grosse Verunsicherung im Pflegeberuf. Agnès Chapalay, Luisa Corrêa-Pizer, Maryline Bovero und Jérôme Arellano arbeiten in der Westschweiz in der Pflege. In der Reportage von Cédric Louis berichten sie über ihren Arbeitsalltag in Spitälern, über die tägliche Angst, in diesem Umfeld zwischen Leben und Tod einen Fehler zu machen, über lange Arbeitstage ohne Pausen, aber auch über das Glücksgefühl, wenn man helfen und etwas bewirken kann. Carmen Catalioto Cuche ist Ko-Präsidentin der Waadtländer Sektion des Schweizer Berufsverbands der Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner SBK. Sie setzt sich für die sogenannte «Pflege-Initiative» ein, die die Stärkung des Pflegepersonals anstrebt. Die Initiative ist momentan im Parlament hängig. Carmen sagt: «Wenn es so weiter geht, weiss ich nicht, wer uns 2030 noch pflegen wird.» Louis‘ Reportage zeigt aber auch: Trotz der schwierigen Arbeitsbedingungen gibt es sie nach wie vor Pflegefachfrauen und -männer, die ihren Beruf mit grosser Leidenschaft ausüben.

Westpol: Massenhafte Ausbeutung in Schlachthöfen (29.03.2020)
Es sind dramatische Worte, die das Arbeitsministerium NRW wählt: es würde sogar „gegen die Würde des Menschen verstoßen“. Diese Worte stehen in einem Bericht über die Arbeitsbedingungen in den Schlachthöfen in NRW. Bei unangemeldeten Kontrollen haben die Prüfer festgestellt: in 85% der Schlachthöfe wurden teils gravierende Arbeitsrechtverstöße festgestellt.

ARD: Kontaktverbot in Behinderten-Einrichtung (27.03.2020)
Die Kontaktsperre stellt Betreuer in einer Behindertenwerkstatt in Mainz vor große Herausforderungen.

Frontal 21: Geschäfte mit der Angst. Wucherpreise für Schutzausrüstungen (24.03.2020)
Ärzte und Pfleger arbeiten sowohl in Kliniken als auch in Praxen am Limit. Zum Schutz ihrer eigenen Gesundheit und der ihrer Patienten sind sie dabei auf die notwendige Schutzausrüstung angewiesen.

Frontal 21: Unterbezahlt und unterbesetzt. Pflege in der Corona-Krise (24.03.2020)
Seit Jahren fordern Politiker aller Parteien immer wieder, die Pflege müsse gestärkt werden. Doch angekommen ist in den Krankenhäusern wenig, kritisieren Gesundheitsexperten.

Report Mainz: Wer schützt die Senioren und kümmert sich um pflegebedürftige Menschen zuhause? (24.03.2020)
Gerade für ältere Menschen ist das Corona-Virus gefährlich. Pflegeheime und häusliche Betreuung stehen daher vor großen Herausforderungen.

Frontal 21: Versäumte Pandemie-Vorsorge. Schlecht vorbereitet trotz Warnung (24.03.2020)
Über die Gefahren der weltweiten Ausbreitung einer Corona-Pandemie ist der Deutsche Bundestag bereits im Januar 2013 ausführlich informiert worden.

Exakt: Harte Arbeitsbedingungen für Fleischverarbeiter in Zerbst (11.03.2020)
Streit um Löhne, harte Arbeitsbedingungen, nicht eingehaltene Verträge – davon berichten osteuropäische Mitarbeiter, die bei einem Subunternehmer angestellt sind und in der Fleischfabrik von Tönnies in Zerbst arbeiten.

ExakT: Wunschberuf Erzieherin – Keine Förderung für Quereinsteiger (11.03.2020)
Erzieher werden dringend gesucht. Viele können diese Ausbildung nicht beginnen, weil sie dafür kein sogenanntes „Aufstiegs-Bafög“ bekommen. Nadine will trotzdem Erzieherin werden und arbeitet hart dafür.

NDR: Fehlende Medikamente – Patienten gefährdet? (09.03.2020)
Der Mangel an Medikamenten weitet sich aus. Inzwischen sind fast alle Produktgruppen von Lieferengpässen betroffen. Allein seit Jahresbeginn wurden mehr als 50 neue Lieferengpässe bei Medikamenten von Pharmaunternehmen an das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte gemeldet. Die Spurensuche in Norddeutschland zeigt: Der Mangel an Arzneimitteln ist für Apotheken und Krankenhäuser längst mehr als ein Ärgernis, sie fürchten um die Sicherheit vieler Patienten.

Westpol: Zeitarbeit in der Pflege (08.03.2020)
Der Pflegenotstand hat sich in den letzten zwei Jahren immer weiter zugespitzt. Nicht nur der deutsche Markt ist leergefegt, auch im europäischen Ausland gibt es kaum noch Pflegekräfte, die in Deutschland arbeiten könnten. Die Not der Kliniken ist für Zeitarbeiter eine gute Nachricht: Weil sie die Lücken füllen, können sie die Bedingungen fast nach Belieben diktieren: Mehr Gehalt als das Stammpersonal, freie Wahl der Arbeitszeiten und Schichten. Arbeitsbedingungen von denen das Stammpersonal nur träumen kann. Die Kliniken fürchten jetzt einen Dominoeffekt: Immer mehr Pflegekräfte könnten sich für die attraktivere Zeitarbeit entscheiden und die Lage weiter verschärfen.

Westpol: Marode Schulen (08.03.2020)
Durch die Decke tropft das Wasser, die Fenster schließen nicht mehr richtig und die Fassade bröckelt. So sieht es in NRW an vielen Schulen aus. Und das obwohl die Schulpauschale des Landes zuletzt erhöht wurde und es zusätzlichen seit 2016 das Programm „Gute Schule 2020“ gibt. Doch offenbar reicht das noch nicht annähernd aus.

Echtes Leben: Brauchen Feuerwehren den Pflichtdienst? Wenn freiwillig niemand mehr hilft (08.03.2020)
Wenn es brennt, rufen wir die 112 – und erwarten, dass die Feuerwehr kommt und uns hilft. Doch genau das wird immer schwieriger. In Deutschland gibt es nur rund 100 Berufsfeuerwehren, überall sonst hilft die Freiwillige Feuerwehr. Doch der gehen vielerorts die Mitglieder aus. Werden es zu wenige, droht per Gesetz der Pflichtdienst – und der kann theoretisch jeden treffen. Aber ist eine Pflichtfeuerwehr die Lösung?

Zur Sache Rheinland-Pfalz: Warum kaum noch jemand Busfahrer werden will (05.03.2020)
Busfahrer von privaten Unternehmen in Rheinland-Pfalz haben einen Streik angekündigt. Sie fordern vor allem mehr Lohn und bessere Arbeitsbedingungen. Wir zeigen, welche Probleme sie in ihrem Alltag haben.

Kontrovers: Erste Polizistin tritt Dienst an (04.03.2020)
Frauen bei der Polizei sind heute eine Selbstverständlichkeit. Dabei trat in Bayern erst 1990 die erste Frau ihren Dienst an. Bis es soweit war, mussten erhebliche politische Widerstände überwunden werden. „Kontrovers“ hat die erste bayerische Polizistin getroffen und blickt mit ihr auf diese Zeit zurück.

defacto: Zu wenig Geld vom Jobcenter – Warum Hartz IV-Empfänger in Fulda keine Wohnungen mehr finden (02.03.2020)
Den Beziehern von Hartz IV und ALG II muss das Jobcenter Wohnkosten in angemessener Höhe bezahlen. Das ist gesetzlich so vorgesehen. Allerdings ist vielerorts umstritten, wie hoch die Unterkunftskosten sein dürfen. Ein weiterer Knackpunkt: wie sind sie diese Kosten zu berechnen? Es gibt keine bundeseinheitlichen Standards. Jedes Jobcenter berechnet das eigenständig. Auch in Fulda machen sich so Probleme bemerkbar. Denn in der osthessischen Stadt sind die Mieten in den vergangenen Jahren rasant gestiegen. Betroffene finden zu den vom Jobcenter berechneten Wohnkosten auf dem Markt längst keine Angebote mehr. defacto hat sich vor Ort umgesehen und mit mehreren Betroffenen gesprochen. Unter anderem muss eine junge Familie mit mehreren Kindern in einer maroden Wohnung hausen. Ein Alleinstehender hat seit über einem Jahr keinen festen Wohnsitz, weil auch er in Fulda keine Wohnung findet.

ARD: Treuhand – Ein deutsches Drama (02.03.2020)
Treuhand – das Wort ist bis heute emotionsgeladen: im Osten mehr wegen vermeintlich durch sie erfahrener Ungerechtigkeiten, im Westen wegen vermeintlich verschleuderter Milliarden. Wann immer heute Ost-Westvergleiche in Wahlergebnissen, Wirtschaftskraft oder Lebensbedingungen angestellt werden – die Treuhandanstalt soll für diese Unterschiede verantwortlich sein. Und tatsächlich offenbart sich bei genauer Betrachtung ein durchaus erstaunlicher Einfluss der vor 30 Jahren entstandenen Institution auf das heutige Ost-West-Klima.

WISO: Rentensysteme in Europa – Was machen Norweger, Dänen und Niederländer besser? (02.03.2020)

makro: Knappe Medikamente (28.02.2020)
Der Medikamentenmarkt ist ein globaler Markt. Die großen Pharmaunternehmen beziehen die Wirkstoffe für die Medikamente überwiegend von nur wenigen Zulieferfirmen. Die meisten sitzen in Asien und hier vor allem in Indien. Zwei, drei Hersteller beliefern den weltweiten Markt – im Grunde genommen alle Medikamentenhersteller. Kommt es nun dort zu einem Problem, etwa einer Wirkstoffverunreinigung, wie beim Blutdrucksenker Valsartan, müssen ganze Chargen vom Markt genommen werden und das weltweit. 

MDR: Stütze für Gangster – Sozialbetrug mit System (26.02.2020)
In Mitteldeutschland gibt es offenbar einen organisierten Betrug bei Hartz-IV-Leistungen. Diesen Verdacht legen tausende Dokumente einer großen Arbeitsagentur nahe, die der MDR aus einem Datenleak erhalten hat.

ZDF: Zwischen Frust und Hoffnung – Die Helfer vom Amt und ihre Kunden (25.02.2020)
Sie arbeiten dort, wo keiner gern hingeht. Angestellte im Jobcenter oder im Sozialamt entscheiden über Sozialleistungen. Oftmals aber auch über die schwierigen Schicksale ihrer Kunden.

SRF: Kurier bei Uber Eats – Tiefer Lohn und hohes Risiko (24.02.2020)
Uber Eats will marktbeherrschender Foodkurier werden. Dafür pumpen zahlungskräftige Investoren aus aller Welt Millionen in die Tech-Plattform aus Kalifornien. Die Kurierfahrer spüren davon nichts. Auf der Strasse riskieren sie viel und verdienen wenig. Auch in der Schweiz. Die Plattform Uber weigert sich, die Fahrer anzustellen. Die Kuriere sind weder ordentlich unfall- noch sozialversichert, der Lohn ist willkürlich. Dafür preist Uber Eats sein äusserst flexibles Arbeitsmodell an: Arbeiten, wann man will, ohne Vorgesetzten

ZDF: Wutsache: Mindestlohn (19.02.2020)
Da geht man täglich zur Arbeit, aber am Monatsende bleibt vom Lohn kaum was übrig. Und schon rutscht man in die Miesen. Immer mehr Menschen fühlen sich trotz Vollzeitjob von Armut bedroht.

Frontal 21: Kampf gegen Pflegenotstand – Fachkräfte aus Mexiko (18.02.2020)
In Deutschland fehlen bereits 80.000 Pflegekräfte – und der Mangel werde laut Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) noch größer. Zur Verbesserung der Situation setzt er deshalb auch auf Fachkräfte aus Mexiko.

Westpol: Mangelware Sozialwohnungen – was tun? (16.02.2020)
Ein große Westpol-Datenabfrage zeigte vor wenigen Wochen: Viele Kommunen rufen die Fördermittel der Landesregierung zum Bau von neuen Sozialwohnungen nicht ab. Auch in Remscheid und Gelsenkirchen wurden 2019 keine Fördergelder verbaut. Viele Wohnungen fallen außerdem aus der Preisbindung. Bauministerin Ina Scharrenbach will nun mit einigen Kommunen „schimpfen“ – und ihre Förderpolitik anpassen. Ob das den vielen verzweifelten Wohnungssuchenden zeitnah hilft, steht aber auf einem ganz anderen Blatt.

Westpol: Flüchtlingskinder warten auf neue Lehrer (16.02.2020)
Die Vereinten Nationen schreiben klar und deutlich vor, dass Kinder ein Recht auf Bildung haben. Es ist ein universelles Menschrecht. Trotzdem werden viele Kinder und Jugendliche, die als Geflüchtete nach NRW kommen, monatelang nicht beschult. In den Landesunterkünften für Geflüchtete gibt es, wenn überhaupt, Deutschunterricht von Ehrenamtlern, aber keine echte Schulbildung. Dieses Problem hat auch die Landesregierung erkannt und will ab diesem Jahr 50 Lehrkräfte für den Unterricht in den Unterkünften anstellen. Aber wo sollen die bei dem akuten Lehrermangel herkommen?

Kontraste – Die Reporter: Kein Bett für kranke Kinder (13.02.2020)
Der Mangel von Pflegepersonal an Kinderkliniken hat immer dramatischere Konsequenzen. Am Beispiel der Kinderklinik der Berliner Charité zeigt die Reportage, welche Folgen der Pflegemangel hat. Am Beispiel einer Familie aus Mecklenburg Vorpommern zeigt der Film, wie zermürbend die Warterei auf eine Herz Operation für Eltern und Kind sein kann. Die „Kontraste“-Reporter konnten die Familie über Monate begleiten, bis die Operation schließlich an der Kinderherzchirurgie des Deutschen Herzzentrums stattfinden konnte. Allein dort fehlen der Kinderintensivmedizin aktuell 16 Pflegekräfte, ein kompletter Saal steht seit Monaten leer.

HR: Der AWO-Skandal – Wohlfahrt im Jaguar (12.02.2020)
Horrende Gehälter, PS-starke Dienstwagen und zwielichtige Geschäfte. Der Verdacht, dass bei hessischen Kreisverbänden der AWO im großen Stil betrogen wurde, erhärtet sich immer mehr. Inzwischen ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts der Untreue und des Betrugs. Statt Selbstlosigkeit zu leben, überwog wohl bei einigen Funktionären der AWO Frankfurt und Wiesbaden die Gier. Sogar der Frankfurter Oberbürgermeister Peter Feldmann geriet dabei in die Schlagzeilen. Fakt ist: Unser Steuergeld scheint statt an Bedürftige an nimmersatte Bosse geflossen zu sein. Doch wie konnte sich dieses System beim Sozialverband überhaupt etablieren? Welche Kontrollmechanismen haben hier versagt?
➔ Im Anschluss an die Sendung gab es dann diese Talk-Sendung: Wohlfahrt im Jaguar – Der Talk zum AWO-Skandal (12.02.2020)

ZDF: Sklaven der Straße – Lohndumping in der Logistikbranche (12.02.2020)
3,6 Millionen Menschen arbeiten europaweit als Fernfahrer. Vor allem Logistik-Unternehmer aus Osteuropa, viele mit fragwürdigen Beschäftigungsmodellen, drängen in den umkämpften Markt. Verlierer sind die Fahrer, auf deren Rücken der gnadenlose Preiskampf in der Speditionsbranche ausgetragen wird.

Kontrovers: Medikamentenmangel „Made in China“ (12.02.2020)
Der Coronavirus legt in China vielerorts die Medikamentenproduktion lahm. Die Folgen werden voraussichtlich auch in Bayern zu spüren sein. Bereits bestehende Lieferengpässe können sich verschärfen. Auf einem Sondertreffen beraten die EU-Gesundheitsminister diese Woche über Gegenmaßnahmen. Bayern setzt darauf, dass Pharmaunternehmen ihre Produktion zurück in die EU verlagern.

Panorama 3: Immer mehr Intensivstationen überlastet (11.02.2020)
Intensivstationen erreichen zunehmend ihre Belastungsgrenze und melden sich dauerhaft aus der Notfallversorgung ab. Besonders in Bremen und Niedersachsen verschärft sich die Lage.

Frontal 21: Einwanderung von Fachkräften – Neues Gesetz, aber hohe Hürden (11.02.2020)
Genug Arbeit, nur zu wenig Leute – der Mangel an Fachkräften bremst die deutsche Wirtschaft. Abhilfe soll das Fachkräfteeinwanderungsgesetz schaffen, das am 1. März 2020 in Kraft tritt. Ziel ist es, das Anwerben von qualifizierten Fachkräften aus Ländern außerhalb der EU nach Deutschland zu erleichtern. Doch Experten sind der Ansicht, der Missstand werde dadurch nicht behoben. Zudem ist schon jetzt absehbar, dass der Fachkräftemangel noch größer wird, wenn die sogenannte Babyboomer-Generation in Rente geht: Bis 2025 werden nach einer Studie des Basler Prognos-Instituts 2,9 Millionen Fachkräfte fehlen.

Panorama 3: Gedanken eines Ehrenamtlers (11.02.2020)
Rund 1.900 Obdachlose leben auf Hamburgs Straßen. Um diese Bedürftigen mit warmen Getränken und Decken zu versorgen, gibt es den Mitternachtsbus. Peter Flebbe fährt den Bus seit Jahren ehrenamtlich.

defacto: Keine Betreuung – kein Job – Hortplatzmangel in Hessen (10.02.2020)
Dieser Tage verschicken die Städte die Zu- und Absagen für die Hortplätze, und die Sorge der Eltern ist groß, ob das eigene Kind eine Betreuung findet. Ansonsten müssten sie bis zur Einschulung im Sommer eine private Betreuung suchen, Teilzeitarbeit beantragen oder schlimmstenfalls den Job aufgeben und das Kind nachmittags nach der Schule selbst betreuen. Insbesondere in Städten wie Frankfurt sind die Betreuungsplätze für Kinder über 6 Jahren knapp. Obwohl Eltern seit Jahren dagegen protestieren, kommen die Verantwortlichen mit dem Ausbau der Angebote nur langsam voran.

Westpol: Der Fall Lügde: Jugendhilfe ohne Standards (09.02.2020)
Lügde: Wie kann es sein, dass die Jugendhilfe die Kindeswohlgefährdung nicht erkannt hat – obwohl ein Sozialarbeiter den Haupttäter und sein Opfer neun Mal besucht hat? Im Untersuchungsausschuss Lügde haben Sozialarbeiter mit ihren Zeugenaussagen überrascht: weder wurden die Besuche beim Haupttäter protokolliert, noch gab es einen klaren Auftrag vom Jugendamt. Und eine vorliegende Warnung von Kollegen sei schlicht nicht bekannt gewesen.

Exakt – Die Story: Endstation Hartz IV? Eine Bilanz nach 15 Jahren (05.02.2020)
Für die einen gilt Hartz IV als Armutsfalle, für die anderen als Ursache für das deutsche Jobwunder. Aber ist es wirklich gelungen, die Langzeitarbeitslosigkeit zu bekämpfen? Und wie hat Hartz IV Deutschland geprägt?

Westpol: Streit um Minijobs (02.02.2020)
Seit Januar gilt ein höherer Mindestlohn in Deutschland – und damit ist auch die Diskussion um die Regeln für Minijobs neu entbrannt. Denn die rund 1,7 Millionen Minijobber in NRW profitieren nicht wirklich von dem höheren Stundenlohn. Der Grund: Nur bis zur Grenze von 450 Euro ist ihr Verdienst sozialversicherungsfrei. Wenn der Stundenlohn steigt, dürfen sie also nur noch weniger Stunden arbeitet. Die CDU fordert deshalb seit langem eine Anhebung der Verdienstgrenze. Die Grünen dagegen wollen die Sozialversicherungspflicht ab dem 1. Euro.

ZDF: Patientenwohl vor Profitstreben – Medizin im Sinne des Menschen (01.02.2020)
Wenn der Mensch krank wird, muss er Ärzten und Krankenhäusern vertrauen. Doch bietet auch jedes Krankenhaus die beste Versorgung? Mediziner und Häuser stehen unter hohem ökonomischen Druck.

ZDFinfo: Arm trotz Arbeit – Überleben mit Niedriglohn (21.01.2020)
Armut trotz Arbeit ist in Deutschland Realität. 9,1 Prozent aller Erwerbstätigen leben unterhalb der Armutsgrenze. Hauptgrund: Deutschland hat einen der größten Niedriglohnsektoren in der EU.

Fakt: Pflegeheim statt ambulanter Betreuung (21.01.2020)
Weil das Amt den Zuschuss für den polnischen Pfleger nicht mehr zahlt, mussten zwei Seniorinnen aus dem Vogtland aus dem vertrauten Zuhause notgedrungen ins Pflegeheim ziehen. Gibt es doch noch eine Lösung?

Respekt: Bedingungsloses Grundeinkommen – großer Wurf oder Riesenbluff? (19.01.2020)
Was verändern 1.000 Euro monatlich ohne jede Vorbedingung oder Gegenleistung? Wird die soziale Kluft geringer? Sterben Berufe aus, die keiner gern macht? Wird überhaupt niemand mehr arbeiten? Werden wir alle glücklicher?

Westpol: Ganztagsschule: Realitätsferner Rechtsanspruch (19.01.2020)
Die Bundesregierung plant, ab 2025 einen Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung in der Grundschule einzuführen und will dafür 2 Milliarden Euro zur Verfügung stellen. Das klingt gut, aber ist es auch realistisch? Kommunen und Land kritisieren die Bundesregierung und fordern mehr Geld und mehr Zeit. Denn in NRW gibt es bislang gerade mal für knapp die Hälfte der Grundschüler einen Ganztagsplatz in der OGS. Und für den weiteren Ausbau fehlen Geld, Räume und vor allem Personal.

ZDF: Wenn das Geld nicht reicht. Arbeiten zum Hungerlohn (15.01.2020)
Der Arbeitsmarkt in Deutschland boomt, doch vom wirtschaftlichen Aufschwung profitieren nicht alle. Immer mehr Menschen arbeiten zu Niedriglöhnen.

Report München: Vom chilligen Joint zur gefährlichen Partydroge (14.01.2020)
Joints rauchen gilt an vielen Orten als verzeihliches Laster, wird von der Polizei nicht weiter verfolgt. Allerdings ist das Cannabis von heute nicht mehr das der Hippie-Zeit. Die Rauschwirkung hat sich durch aggressive Züchtungen vervielfacht. Mit schlimmen Folgen. Die Anzahl der Klinikaufenthalte und schweren Erkrankungen durch Cannabiskonsum nimmt zu.

Report München: Der normale Wahnsinn an deutschen Schulen (14.01.2020)
Immer häufiger werden Lehrer und Schüler in Deutschland Opfer von Bedrohung und Körperverletzung. Allein in den letzten Jahren wurden 45.000 Fälle körperlicher Angriffe gegen Lehrkräfte bekannt, Tendenz steigend. Doch der Polizei macht längst ein weiterer Bereich Sorgen: psychische Gewalt, Mobbing, Kinderpornos und brutale Gewaltvideos, die in Schülerchats z.B. über Whatsapp verschickt werden. Polizeieinsätze sind an der Tagesordnung.

ARD: Organspende – Jetzt reden die Ärzte (13.01.2020)
Mitte Januar stimmt der Bundestag über die Widerspruchslösung ab. Doch wie sieht es in den Kliniken derzeit aus? Antje Büll hat Chirurgen und Transplantations-Koordinatoren begleitet und ihre herausfordernde, emotionale Arbeit dokumentiert.

ARD: Korruption und Wohnungsbau. Das Ende der Neuen Heimat (13.01.2020)
Es war einer der größten Skandale der Bundesrepublik. Ausgerechnet die Bosse der Neuen Heimat, eines Baukonzerns in Gewerkschaftshand, hatten in die eigene Tasche gewirtschaftet. Ein Schock für einfache Gewerkschaftsmitglieder.

Titel, Thesen, Temparamente: Von der Mitte an den Rand: Wohnungslosigkeit (12.01.2020)
In den USA leben Menschen in Zeltstädten, weil sie keine Wohnung haben. Dabei machen sie sich jeden Morgen für ihren Job fertig. Die Gefahr wächst, dass es in Deutschland auch bald solche Zelte geben wird.

Westpol: Werden Kinder zu früh aus Familien genommen? (12.01.2020)
Jugendämter greifen immer häufiger in Familien ein und bringen Kinder in Heimen oder Pflegefamilien unter. In den meisten Fällen ohne konkreten Verdacht auf Gewaltanwendung. Ist das eine Überreaktion der Jugendämter auf die dramatischen Fälle der letzten Jahre? Eine aktuelle Untersuchung zeigt: es gibt eine Reihe fragwürdiger Inobhutnahmen. Danach nahmen Jugendämter Alleinerziehenden die Kinder weg, wenn die Bindung angeblich zu eng war. Wir schildern einen Fall aus Bochum.

Monitor: Schlechte Perspektiven: Brennpunktschulen in Deutschland (09.01.2020)
Kinder aus sozial benachteiligten Familien haben es im deutschen Schulsystem schwer. Das zeigen Studien seit Jahren immer wieder, zuletzt die aktuelle PISA-Studie. An einer Brennpunktschule in Essen zeigen Lehrer, was man dagegen unternehmen kann – und wie schwer es ihnen die Bildungspolitik macht.

Monitor: Einkalkuliertes Elend: Armut durch Rente (09.01.2020)
Laut neuesten Erhebungen ist die Zahl der armutsgefährdeten Rentner in Deutschland zwischen 2016 und 2017 um gut 200.000 gestiegen. Monitor hat Menschen getroffen, denen monatlich rund 250 Euro für Lebensmittel, Kleidung oder Reparaturen zur Verfügung stehen – obwohl sie ihr Leben lang gearbeitet haben.

Monitor: Raus aus der Wohnung: Wenn sozialer Abstieg zum Existenzproblem wird (09.01.2020)
Wer seinen Job und seine Wohnung verliert, muss wieder ganz unten anfangen. Dies bekommen auch immer mehr Menschen zu spüren, denen es finanziell einmal ganz gut ging. Monitor hat eine Akademikerin besucht, die durch Krankheit arbeitslos wurde und nun um ihre Existenz fürchtet.

Monitor: Arm trotz Arbeit: Reinigungskräfte zum Niedrigstlohn (09.01.2020)
Tausende Büros, Schulen und Hotels werden fast unsichtbar gereinigt. Oft von schlecht bezahlten Reinigungskräften. Arbeitsverhältnisse am Existenzminimum: Unbezahlte Überstunden, Arbeitszeitverdichtung und befristete Verträge sind häufig Alltag für jene, die von ihrem Lohn kaum leben können.

ZDFinfo: Knochenjobs und Hungerlöhne – Lohnsklaven in Deutschland? (09.01.2020)
Die deutsche Politik ist stolz auf die anhaltend niedrigen Arbeitslosenzahlen. Die Kritik wird aber lauter, dass sich dahinter nur ein wachsender Niedriglohnsektor verbirgt.
Sie arbeiten in der Fleischerei, im Trockenbau, in der Reinigung oder liefern Essen aus – oft mehr als 40 Stunden die Woche. Trotzdem verdienen sie häufig zu wenig, um ihr Leben davon bestreiten zu können.In der Dokumentation „Knochenjobs und Hungerlöhne – Lohnsklaven in Deutschland?“ begleitet ZDFinfo Menschen, die jeden Monat bangen müssen, ob das Gehalt zum Leben reicht. Politik und Gesellschaft blicken jedoch mit unterschiedlichen Perspektiven auf den Niedriglohnsektor: Für die einen ist er ein Grundstein für den wirtschaftlichen Erfolg und eine gute Einstiegsmöglichkeit für Geringqualifizierte. Andere sprechen von moderner Lohnsklaverei. Eigentlich sollte der Mindestlohn dafür sorgen, dass sich Arbeit für Menschen lohnt, doch es gibt Schlupflöcher. Zum Beispiel in der Paketbranche. Hier gehört es laut Gewerkschaftern zum Geschäft, dass die Fahrer mehrere Stunden täglich umsonst arbeiten, aus Angst, den Job zu verlieren. Auch im Baugewerbe gibt es Lohndumping und Missbrauch. Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit, eine Einheit des deutschen Zolls, hat die Aufgabe, die schwarzen Schafe zu finden, die weniger als den gesetzlichen Mindestlohn bezahlen. Die Zollbeamten haben auch die sogenannten Arbeiterstriche im Visier – Treffpunkte, die man in nahezu allen deutschen Großstädten findet, an denen vorwiegend südosteuropäische Arbeitsmigranten auf Arbeitgeber warten, die ihnen Tagelöhner-Jobs anbieten. Die amtierende Bundesregierung hat erkannt, dass sie hier reagieren muss.

Panorama: Krebstherapie: Offenbar neues Betrugsmodell (19.12.2019)
Mindestens 26,8 Millionen Euro soll ZytoService durch eine neue Betrugsmethode vereinnahmt haben. Womöglich nutzte der Marktführer für Infusionen für Krebstherapien dabei eine Gesetzeslücke.

mehr/wert: Prekäres Wohnen – Betroffene geben Hoffnung nicht auf (19.12.2019)
Schön, wenn man sich etwas leisten kann an Weihnachten. Nicht jeder kann das. Viele müssen gar ihre Wohnung räumen – und haben es dann schwer, eine Alternative zu finden. Über Menschen, die die Hoffnung auf ein richtiges Zuhause nicht aufgeben.

Westpol: Arbeitslosenzentren vor dem Aus (15.12.2019)
Sie suchen seit Jahren Arbeit, fühlen sich alleingelassen. Langzeitarbeitslose in NRW können Hilfe und Beratung in sogenannten Arbeitslosenzentren finden. Doch die schwarz-gelbe Landesregierung will die Fördermittel künftig streichen.

Westpol: Pfleger aus dem Ausland gesucht (15.12.2019)
Krankenstationen werden geschlossen, Kliniken verhängen Patientenstopps. Der Grund: akuter Personalmangel bei den Pflegekräften. Dabei wollte Gesundheitsminister Spahn dieses Problem durch die Anwerbung ausländischer Fachkräfte beheben.

Kontraste: Profit geht vor Kindeswohl – Kindermedizin unter Druck (12.12.2019)
In Deutschland gibt es über 2 Millionen chronisch kranke Kinder. Immer öfter werden sie nicht mehr so versorgt, wie sie es eigentlich bräuchten – mit fatalen Folgen für die kleinen Patienten. Die Behandlung, die aufwändig und teuer is, lohnt sich für die Kliniken oftmals nicht. Das zeigt eine aktuelle Studie der Uni Köln. Defizitäre Abteilungen werden abgebaut oder gleich ganz dicht gemacht  – es kommt zu Unterversorgung in ganzen Regionen.

Kontraste: Wie Rechte Bedürftigen helfen und damit Politik machen (12.12.2019)
Der Verein „Dresdner Bürger helfen Dresdner Obdachlosen und Bedürftigen“ erfreut sich in der sächsischen Landeshauptstadt großer Beliebtheit. Sein alljährliches Weihnachtsessen für Bedürftige wird von zahlreichen lokalen Sponsoren und Künstlern unterstützt. Kaum jemand stört sich daran, dass der Verein bevorzugt deutschen Bedürftigen helfen will. Dabei liegen die rechtsradikalen Bezüge des Vereins offen zutage: Gegen die aus dem Pegida-Umfeld stammenden Vorstände wird wegen Volksverhetzung ermittelt, der Verein arbeitet eng mit dem Netzwerk Einprozent zusammen, das die soziale Frage von Rechts besetzen will. Kontraste über das Versagen der Dresdner Zivilgesellschaft, sich von radikalen Rechten abzugrenzen.

Kontrovers: Lebensmittelkontrolle – Wenn Personalmangel lebensgefährlich wird (11.12.2019)
Immer wieder Lebensmittelskandale, immer mehr Rückrufe. Wie steht es um die Lebensmittelkontrolle in Deutschland? Der Personalmangel in den Kontrollbehörden ist eklatant – und das hat Folgen. Zum Beispiel: Hygienemängel, Schädlingsbefall oder Bakterien im Essen.

ARD: Irgendwer zahlt immer – Vom Wert der Arbeit (10.12.2019)
Die einen machen ein Vermögen, die anderen schuften zum Billiglohn. Was ist unsere Arbeit noch wert und wo liegt die Schmerzgrenze? Der Film zeigt, was der ökonomische Druck mit Menschen aus ganz unterschiedlichen Lebenswelten macht.

Panorama 3: Apotheker alarmiert: Lieferengpässe bei Medikamenten (10.12.2019)
In den norddeutschen Apotheken werden viele Medikamente knapp. Und es geht dabei nicht um Mittel gegen exotische Krankheiten, sondern um Wirkstoffe wie Ibuprofen, eines der wichtigsten Schmerzmittel Deutschlands. Es geht aber auch um Blutdrucksenker, die vor allem ältere Menschen regelmäßig einnehmen. Häufig fehlen auch lebenswichtige Medikamente, etwa für Epileptiker oder Menschen, die an Depressionen leiden.

Report München: Mondays for Jobs – Aufstand der Industriearbeiter (10.12.2019)
Automobilindustrie, Zulieferer, Maschinenbauer haben deutschlandweit den Abbau von Zehntausenden Arbeitsplätzen angekündigt. Was das konkret heißt, zeigt sich im Baden-Württembergischen Filstal. Alle Gemeinden hier sind von den Arbeitsplätzen der ortsansässigen Industrie abhängig. 

makro: Laue Löhne (06.12.2019) 
In hohem Tempo schwindet in Deutschland die Tarifbindung. Das gefährdet nicht nur die Einkommen, sondern auch den fairen Wettbewerb: Unternehmen können über Lohndumping konkurrieren. Bundesarbeitsminister Heil hat die Erosion der Tarifbindung als eines der größten Probleme des Arbeitsmarktes ausgemacht. Vor allem die Mittelschicht hängt an den Tarifverträgen. Schon heute hat kein anderes EU-Land einen so hohen Niedriglohnsektor wie Deutschland. Welche Gründe gibt es für Lohnzurückhaltung in einem Land, das seit Jahren am Rande der Vollbeschäftigung wirtschaftet? Heute arbeiten in Westdeutschland nur noch 57 Prozent der Beschäftigten in einem Betrieb mit Tarifbindung, in Ostdeutschland sind es 44 Prozent. Damit folgt Deutschland einem europaweiten Trend. Besonders gering ist die Tarifbindung in Großbritannien. Das war früher allerdings anders, bis in die 1980er Jahre hatte Großbritannien eine Tarifbindung von 80 Prozent. Im Laufe der Jahre ist das Lohnniveau in Großbritannien deutlich gesunken. Heute erreicht nicht einmal die Hälfte der 30-jährigen Briten das Gehaltsniveau der Eltern. Droht Deutschland eine ähnliche Entwicklung wie Großbritannien? Europaweit sind übrigens vor allem die Jüngeren auf dem Arbeitsmarkt von niedrigen Einkommen und befristeten Verträgen betroffen. Und die Lohnungleichheit zwischen Männern und Frauen besteht weiterhin.

WDR: Das Geschäft mit der Pflege: Rendite statt Würde? (11.12.2019)
Die Situation in deutschen Pflegeheimen ist alarmierend. Angehörige berichten, dass sie ihre Liebsten zum Teil schlecht versorgt oder sogar im verwahrlosten Zustand dort auffinden. Auch das Pflegepersonal schlägt Alarm. Es ist oft unterbesetzt und überlastet. Bürokratie und Zeitmangel führt dazu, dass sie sich nicht mehr genug um die Bewohner kümmern können. Gleichzeitig werben Heimbetreiber und große Ketten mit hohen Renditen, wenn man bei ihnen investiert. Wie passt das eigentlich zusammen? WDR-Reporter Dieter Könnes will wissen: Wie kann es sein, dass es auf der einen Seite große Missstände in den Heimen gibt und gleichzeitig Renditen mit Pflege und Pflegeeinrichtungen versprochen werden? Und wie schaffen es Pflegeheime, ihre Bewohner gut und mit Zeit für Zuwendung zu betreuen?

Fakt: Altersarmut – Rentner bei den Tafeln (26.11.2019)
Bei immer mehr Rentnern reicht die Rente nicht zum Leben. Viele gehen weiter arbeiten, um über die Runden zu kommen. Nun schlagen die Tafeln Alarm, immer mehr Rentner beziehen dort ihr Essen. 

Fakt: Kinderintensivpflege – Lange Trennung von den Eltern wegen Sofortprogramm (26.11.2019)
Leonie ist ein Intensivpflegefall. Ihre Eltern sind gezwungen über sehr lange Zeiträume getrennt von ihr zu leben. Das neue Pflegepersonalstärkungsgesetz sollte eigentlich helfen, erreicht aber genau das Gegenteil.

Plusminus: Umstrittene Rentenpläne der Bundesregierung (20.11.2019)
Das Konzept für eine Rentenaufstockung für Geringverdiener sollte der große Wurf werden. Doch ob der Kompromiss der Großen Koalition sein Ziel erreicht, arbeitende Menschen vor Altersarmut zu schützen, ist umstritten.

Kontraste: Warum Kinder an deutschen Kliniken in Lebensgefahr geraten (14.11.2019)
Kinder sind die schwächsten aller Patienten. Die Versorgungsengpässe in deutschen Kliniken sind mittlerweile so massiv, dass Kinder in Lebensgefahr geraten oder sogar sterben. Das erklären Ärzte gegenüber Kontraste. Eine aktuelle Studie der Universität Köln bestätigt die Missstände. Hintergrund ist die Kommerzialisierung des Krankenhauswesens, unter der Kinderkliniken besonders leiden. Mit der Einführung der Fallpauschalen werden nicht mehr die tatsächlich anfallenden Kosten erstattet. Die Zahl der behandelten Kinder ist in 16 Jahren um 25 Prozent gestiegen, im gleichen Zeitraum wurden unter dem Spardruck 33 Prozent der Betten in der Kindermedizin abgebaut. Hinzu kommt: Intensivbetten müssen teilweise wegen Personalmangel gesperrt werden. Kontraste schildert das Schicksal hilfloser Eltern schwer erkrankter Kinder und konfrontiert die Gesundheitspolitiker der Großen Koalition.

WDR: Wie geht es besser? Eine Brennpunktschule kämpft für ihre Kinder (13.11.2019)
Unzählige Bildungsstudien zeigen seit Jahren: Arme Kinder und Kinder mit Migrationshintergrund schaffen es seltener aufs Gymnasium, brechen häufiger die Schule ab und werden später schneller arbeitslos als Kinder aus wohlhabenderen Familien – und das bei gleichen kognitiven Fähigkeiten. Doch die Gesamtschule Bockmühle in Essen-Altendorf, einem Brennpunkt-Stadtteil im Norden des Ruhrgebiets, zeigt, dass es auch anders geht.

Panorama 3: Sensible Patientendaten in Gefahr (12.11.2019)
Zahlreiche Arztpraxen sind nur ungenügend vor Hacker-Angriffen geschützt. Das neue Gesundheitsdaten-Netzwerk soll Arztpraxen digital vernetzen, doch es zeigt erhebliche Sicherheitsrisiken auf.

Panorama 3: Energiewende verstärkt soziale Ungleichheit (12.11.2019)
Die Förderung erneuerbarer Energien wird über den Strompreis auf die Verbraucher umgelegt. Menschen mit geringem Einkommen trifft das besonders.

Frontal 21: Armutsfalle Pflegeheim. Wenn die Rente nicht reicht (12.11.2019)
Nach dem Gesetz, das gerade im Bundestag verabschiedet wurde, sollen künftig Kinder für die Pflege ihrer Eltern nur noch in seltenen Fällen zur Kasse gebeten werden. Doch die Pflegebedürftigen selbst werden nicht entlastet. Viele von ihnen können schon jetzt den immer weiter steigenden Eigenanteil an den Heimkosten nicht mehr bezahlen. Mitte 2019 lagen die Gesamtkosten für einen Heimplatz je nach Pflegegrad zwischen rund 2240 Euro und rund 3900 Euro, so Berechnungen des Verbandes der Ersatzkassen.

Report Mainz: Warum es in Deutschland zu wenig Studienplätze für Medizin gibt (12.11.2019)
Ärzteverbände und Politiker warnen: in Deutschland droht ein Ärztemangel, weil es zu wenig Studienplätze für Medizin gibt. Viele Bewerber müssen jahrelang auf einen Platz warten, andere studieren im Ausland.

Report Mainz: Kann ein Zertifikat vor Lebensmittelskandalen schützen? (12.11.2019)
Schimmeliges Fleisch, verseucht mit gefährlichen Listerien bei Wilke Wurstwaren – vor einem Monat erschüttert ein weiterer Lebensmittelskandal die Bundesrepublik. Dabei trug das Unternehmen ein Zertifikat, das ihm höchste Qualität bescheinigt hatte. Für die Sicherheit ihrer Produkte sind Lebensmittelunternehmen in Deutschland selbst verantwortlich. Neben den staatlichen Kontrollen hat die Lebensmittel-Wirtschaft ein eigenes Kontroll- und Zertifizierungssystem entwickelt, um für Lebensmittelsicherheit zu sorgen: Den International Featured Standard für Lebensmittel (IFS Food). Unter Experten gilt das Zertifikat als Eintrittshürde in den deutschen Lebensmittelmarkt. Doch Insider erheben schwere Vorwürfe: Die Zertifikate hätten keine Aussagekraft, da die Kontrollen oftmals angekündigt seien und die Unternehmen sich ihren Zertifizierer selbst aussuchen dürften. Experten fordern die Politik auf, die Kriterien der privaten Zertifikate zu überwachen. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft sieht jedoch derzeit keinen Handlungsbedarf.

WISO: Wer profitiert von der Grundrente? Gesetz mit Gerechtigkeitslücken? (11.11.2019)
Ein Leben lang arbeiten und dann in Armut den Lebensabend verbringen – in einem so reichen Land wie Deutschland? Das soll sich mit der nun beschlossenen Grundrente ändern. Aber wer profitiert davon?

Westpol: Warten auf die Grundrente (10.11.2019)
Seit Monaten streitet die GroKo über die Grundrente. Jetzt könnte an dem Thema sogar die Regierung zerbrechen. Tausende alte Menschen schauen deshalb mit Sorgen nach Berlin. Sie hatten auf ein bisschen mehr Unterstützung gehofft. Besonders Frauen sind von Altersarmut betroffen. Westpol hat mit dreien gesprochen und zeigt was es heißt, ein Leben lang zu arbeiten und dann doch am Existenzminimum zu leben.

Westpol: Neue Rechte – Gefahr für die Demokratie (10.11.2019)
Springerstiefel, Hakenkreuz und Glatze waren gestern – die neuen Rechten geben sich hip und modern, tragen Kapuzenpulli und hören deutschen Hipphopp. Besonders die Identitäre Bewegung zieht Jugendliche an, auch weil Ihre Ansprache anders ist. Rassentrennung heißt dort Ethno-Pluralismus. Ideologie und Sprache der neuen Rechten haben längst auch Teile der AfD übernommen. Extremismus-Experten sehen die „neuen“ Rechten mit großer Sorge. Ihre Ideologie sei der Nährboden für Gewalt und Terror, wie die aktuellen Morddrohungen gegen Politiker und die Anschläge von Halle und Kassel zeigen.

Plusminus: Teure Altersvorsorge – Wie Familienunternehmen in die Sozialversicherungsfalle gerieten (06.11.2019)
»Eine Beratungsagentur riet zahlreichen Familienunternehmen zur Befreiung von der Sozialversicherungspflicht. Doch die Befreiung war rechtswidrig und hat nun teure Folgen für die Betroffenen.«

ARD: Kein Geld für kranke Kinder (04.11.2019)
Lange geplante Herz-OPs von Kindern werden kurzfristig verschoben. Rettungssanitäter wissen nicht, welche Klinik sie ansteuern können. Eltern müssen in entfernte Kliniken pendeln. Warum vernachlässigt das Gesundheitssystem unsere Kinder?

Respekt: Care-Arbeit – lebenswichtig und lausig bezahlt (03.11.2019)
„Care-Berufe“ – das sind Betreuungs- und Erziehungsberufe sowie Haus- und Pflegearbeit. Die Merkmale: Viel Verantwortung, hohe Belastung, gleichzeitig wenig Wertschätzung und schlechte Bezahlung. Woher kommt dieses Missverhältnis?

Exakt: Was verspricht die AfD in der Sozialpolitik? (30.10.2019)
Die AfD möchte als neue „kleine-Leute-Partei“ wahrgenommen werden. Doch welche Positionen vertritt sie bei den Themen, die die sogenannten kleinen Leute tatsächlich betreffen: Rente oder Mindestlohn?

ARTE: Die Bettler aus der Walachei. Bedürftige oder organisierte Bande? (25.10.2019)
Die Reportage folgt einer Bettlerin bis in ihr Romadorf in Rumänien. Vor Ort stellt sich heraus, mit welchen Problemen die junge Mutter zu kämpfen hat. Ihr Mann ist im Gefängnis, sie kann nicht lesen noch schreiben, sie braucht Geld, um ihre baufällige Hütte zu renovieren. Das Betteln im Ausland erscheint als der einzige Weg, sich buchstäblich über Wasser zu halten.

ZDFzoom: Deutschland im Rausch. Der verlorene Kampf gegen die Drogen (23.10.2019)
Der Kampf gegen die Drogen sei verloren – das hört man immer häufiger von Politikern, Ärzten, sogar von der Polizei. Trotzdem bleibt die „Kriegserklärung“ gegen Koks, Speed und Co. bestehen. Statt Aufklärung und Prävention heißt es Strafverfolgung, statt staatlicher Regulierung ein stetig wachsender Schwarzmarkt. Immer mehr Experten, Ärzte und Strafverfolger kritisieren das, und „ZDFzoom“ fragt: Wie kann eine sinnvolle Drogenpolitik aussehen? „ZDFzoom“-Reporterin Anna Feist trifft Konsumenten, die stigmatisiert werden, Dealer, die ein Riesengeschäft machen, und ehemalige Staatschefs in Sorge. Ihre Recherche führt sie auch nach Westafrika – in das Transitparadies für Kokain auf dem Weg nach Europa. Eine mögliche Lösung im Kampf gegen die Drogen: Entkriminalisierung und staatliche Regulierung. Doch bisher traute sich da nur ein europäisches Land ran: Portugal. Hier wurden Drogen entkriminalisiert. Entgegen aller Befürchtungen hat der Konsum nicht zugenommen. „ZDFzoom“ über einen langen Kampf und seine verheerenden Folgen.

ARTE: Zu fit für den Ruhestand. Senioren auf dem Arbeitsmarkt (22.10.2019)
Heutzutage werden Menschen immer älter und bleiben länger gesund: 65-Jährige sind so fit wie 55-Jährige vor 50 Jahren. Sie können länger arbeiten und sollten es auch, um das Sozialsystem zu stützen. Doch das geht nur, wenn die Arbeitsbedingungen angepasst werden. Wie kann das Arbeitsleben so gestaltet werden, dass sowohl ältere Arbeitnehmer als auch Unternehmen davon profitieren?

Panorama 3: Betrugsanfällig: Intensivpflege zieht Kriminelle an (22.10.2019)
Kriminelle betrügen Krankenkassen um Millionen, indem sie nicht erbrachte Leistungen abrechnen. Und gefährden zudem die Patienten. Eine Recherche in die Abgründe des Pflegesystems.

Report Mainz: Steuergesetze torpedieren günstige Mieten (22.10.2019)
Das Finanzamt wird immer häufiger zum Mietentreiber. Vermieter, die zu wenig Miete nehmen, werden von der Behörde quasi bestraft. Immer häufiger bekommen Vermieter Post vom Finanzamt, weil ihre Miete angeblich zu gering ist. Dahinter steckt ein altes Steuergesetz: Beträgt die Miete weniger als 66% der ortsüblichen Mieten, kann der Vermieter weniger Werbungskosten absetzen und muss so oft mehr Steuern bezahlen. Aber oft ist der Mietspiegel, den das Finanzamt dabei ansetzt, viel höher als der offizielle städtische Mietspiegel. Der Verband der privaten Immobilienbesitzer „Haus und Grund“ in München spricht sogar von einer Mauer des Schweigens – will man den Mietspiegel von den Finanzämtern erfahren. Soziale Vermieter werden also vom Finanzamt bestraft und angehalten ihre Mieten zu erhöhen. Eine Steuerpraxis, die dem politischen Bestreben nach günstigen Mieten entgegensteht.

BR: Mangel auf dem Arbeitsmarkt: Fachkräfte dringend gesucht (16.10.2019)
Der deutsche Wirtschaftsboom bekommt Kratzer. Nicht nur Handelskriege dämpfen die Erwartungen der Unternehmen. Besonders im Süden der Republik kämpfen Firmen gegen den Fachkräftemangel. Handwerksbetriebe müssen Aufträge ablehnen, weil Personal fehlt. Allein in Bayern betrug 2018 der volkswirtschaftliche Schaden rund 20 Milliarden Euro. Warum machen immer weniger Junge eine Lehre im Handwerk? Welche Unterstützung brauchen Unternehmer? Und: was bringt das geplante Fachkräfteeinwanderungsgesetz?

Kontraste: Angehörige gegen Spahns Gesetzentwurf (16.10.2019)
Er soll die Qualität erhöhen, sorgt aber für massiven Unmut unter pflegenden Angehörigen: der Entwurf zum Intensivpflegestärkungsgesetz des Bundesgesundheitsministeriums. Denn: Patienten, die rund um die Uhr gepflegt werden müssen, sollen zukünftig in Pflegeeinrichtungen betreut werden. Für viele Familien eine fatale Aussicht.

Plusminus: Sparplan für Intensivpflege (16.10.2019)
20.000 Euro und mehr zahlen Kassen pro Monat für Pflegebedürftige, die künstlich beatmet werden müssen und zuhause leben. Künftig soll die Versorgung laut Gesundheitsminister Spahn stationär erfolgen. Sein Vorschlag stößt auf Kritik.

Westpol: Immer weniger Sozialwohnungen (13.10.2019) 
Wo sollen Menschen leben, die Anspruch auf eine Sozialwohnung haben? Etwa die Hälfte aller Haushalte in NRW sind nach Angaben der Landesregierung berechtigt, günstig zu wohnen. Nur gibt es für sie so gut wie keine Angebote. Und die Zukunftsprognose ist düster: Bis 2030 wird die Zahl der Sozialwohnungen in NRW nochmal um fast vierzig Prozent sinken. Das milliardenschwere Förderprogramm des Landes jedenfalls kommt bis jetzt nicht dagegen an. Investoren stürzen sich ganz offensichtlich auf lukrativere Geschäfte. Aus verpflichtenden Preisbindungen kaufen sie vorzeitig zehntausende Wohnungen frei und erhöhen die Mieten. Westpol zu Besuch bei Menschen, die mittlerweile monatlich 300 Euro mehr für ihre ehemalige Sozialwohnung zahlen müssen.

makro: Kommunen in der Klemme (11.10.2019)
Schwimmbad, Schultoiletten, Standesamt – die Aufgaben der Kommunen sind vielfältig, die Finanzlage aber oft angespannt. Wie also das Dilemma zwischen Investitionsnotwendigkeit und Sparzwang meistern? Nach Angaben der Staatsbank KfW fehlen den Kommunen schon jetzt 138 Milliarden Euro für notwendige Investitionen. In manchen Kommunen könnte sich die Situation verschärfen, wenn mit dem abflauenden Wirtschaftsboom die Steuereinnahmen schwinden. Gleichzeitig greift ab 2020 die Schuldenbremse auch auf kommunaler Ebene. Die Ausgaben sind deckelt. Im Verhältnis zur Wirtschaftsleistung investiert Deutschland laut einer Studie des Ifo-Instituts schon lange deutlich weniger als andere Länder. Um den Durchschnitt der Industriestaaten zu erreichen, müssten die Ausgaben hierzulande mindestens um 40 Prozent steigen. Nachhaltiges Investieren könnte sogar Geld sparen. In Wien ist nachhaltiges Wirtschaften seit über 20 Jahren eine Selbstverständlichkeit. Damals entstand Wiens erstes Klimaschutzprogramm. Seitdem kauft die österreichische Hauptstadt nachhaltig ein. Die Bilanz kann sich sehen lassen: 15 000 Tonnen CO2 weniger und eine Ersparnis von 1,5 Millionen Euro an öffentlichen Geldern. Müsste das „Spardiktat“ der „schwarzen Null“, die Forderung nach einem ausgeglichenen Haushalt, also nicht hinterfragt werden?

mehr/wert: Segen oder Fluch? Die Gewerkschaften in der digitalen Arbeitswelt (10.10.2019) 
Alle vier Jahre treffen sie sich und diskutieren über die großen Themen unserer Arbeitswelt: die Delegierten der IG Metall. Die ist mit fast zweieinhalb Millionen Mitgliedern die größte Einzelgewerkschaft in Deutschland. Noch bis Samstag debattieren in Nürnberg die Delegierten über fast 800 Anträge und legen dabei den Kurs für die Zukunft fest.

mehr/wert: Psychische Gewalt in Kindertagesstätten (10.10.2019)
Wenn Eltern ihr Kind in die Kita bringen, verlassen sie sich darauf, dass es ihm dort gut geht. Doch das ist nicht immer so. Dann nämlich, wenn Erzieherinnen oder Erzieher Gewalt anwenden. Oft sind es nur Worte, die ein Kind nachhaltig emotional schädigen können. Experten fordern härtere Konsequenzen für verantwortliches Kita-Personal.

SWR: Obdachlos – und kein Weg zurück? (10.10.2019) 
Das Elend ist sichtbar: Obdachlose am Bahnhof, in der U-Bahn, in der Fußgängerzone. Die einen ertragen stumm ihr Schicksal, die anderen betteln. Die meisten Passanten bleiben lieber auf Distanz, während es für die Betroffenen ein täglicher Kampf ums Überleben ist: Minusgrade, Hunger und Gewalt. Und die Zahl der Wohnungs- und Obdachlosen steigt. Dabei geht es bei der Unterstützung der Betroffenen auch um Würde, die es ihnen ermöglicht, die Hilfe anzunehmen.

Plusminus: Justiz im Schneckentempo – das Aussitzen des Richtermangels (09.10.2019)
Mit einem „Pakt für den Rechtsstaat“ will der Bund den Ländern 2000 Stellen für Richter und Staatsanwälte finanzieren. Soweit die Theorie. In der Praxis lahmt die Justiz aber weiter.

Panorama 3: Endstation Behindertenwerkstatt? (08.10.2019)
Der Weg in den allgemeinen Arbeitsmarkt ist für Menschen mit Handicap schwer. Behindertenwerkstätten sollen ihre Mitarbeiter eigentlich vermitteln, doch das geschieht nicht immer.

37 Grad (ZDF): Bauernhof statt Altersheim (08.10.2019)
„Green Care“ ist ein Trend in vielen Ländern. Senioren leben auf dem Bauernhof statt im Altersheim. Sie beteiligen sich aktiv am Hofleben. Ein Modell für Deutschland?

Frontal 21: Drohende Altersarmut: Furcht vor Einsamkeit (08.10.2019)
„Wir honorieren Lebensleistung und bekämpfen Altersarmut“, versprechen Union und SPD im gemeinsamen Koalitionsvertrag. Wer sein Leben lang gearbeitet hat, soll im Alter mehr haben als Sozialhilfe. Die Realität in Deutschland sieht allerdings anders aus. Denn Millionen Rentnern droht der Absturz in die Altersarmut: Während im Jahr 2010 noch 12,1 Prozent armutsgefährdet waren, lag die Armutsrisikoquote Ende 2018 bereits bei 16,1 Prozent. In 20 Jahren soll sie nach einer aktuellen Studie sogar auf mehr als 20 Prozent ansteigen. Damit wäre künftig jeder fünfte Neu-Rentner von Altersarmut bedroht. Doch Armut bedeutet oft auch Einsamkeit, da den Betroffenen häufig das Geld fehlt, um am sozialen und gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Kein Café-Besuch, keine Kino- und Theaterabende oder Geschenke für Familie und Enkelkinder – für viele armutsgefährdete Rentner sieht so die Zukunft aus.

WISO: Teure Tricks der Zahnärzte. Abzocke mit eigenem Zahnlabor und überhöhten Rechnungen (07.10.2019)
Zahnärzte mit eigenem Zahntechniklabor nutzen ihre Labore für überhöhte Rechnungen für Zahnersatz. Damit machen sie unrechtmäßige und oft hohe Gewinne, zu Lasten der Patienten.

Exakt: Wenn das Geld vom Amt nicht zum Wohnen reicht (02.10.2019)
Die vom Amt gezahlten Kosten der Unterkunft reichen in vielen Landkreisen nicht für die tatsächlichen Wohnkosten aus – die Mieter müssen zuzahlen oder in teil – oder unsanierte Wohnungen umziehen.

Report Mainz: Wie Gastronomen mit der Mehrarbeit ihrer Mitarbeiter umgehen (01.10.2019)
Die Beschäftigten in der Gastronomie haben 27 Millionen Überstunden geleistet, allein im Jahr 2017. Das hat das Pestel Institut aus Hannover jüngst ermittelt. Davon sollen 12 Millionen oder fast jede zweite Überstunde sogar unvergütet geblieben sein.

Report Mainz: Alleingelassen in der Psychiatrie (01.10.2019)
Immer wieder geraten psychiatrische Einrichtungen in die Schlagzeilen: Freiheitsberaubungen, menschenunwürdige Zustände, sogar Tote. Experten sagen, solche Zustände seien möglich, weil nicht genügend hingeschaut werde.

NDR: Patienten, Pillen und das große Geld (30.09.2019)
Die beste Werbung für ein Medikament ist die Empfehlung durch einen Arzt. Vor allem bei neuen Medikamenten investieren Pharmaunternehmen Millionen, um Ärzte zu beeinflussen – teilweise mehr als in die medizinische Forschung. Die Dokumentation untersucht die Folgen für Patienten: Bekommen sie das beste Medikament oder das am besten beworbene?

Kontraste: Siegeszug einer fragwürdigen Ideologie (26.09.2019)
Die Wiege der Menschheit liegt in Atlantis. Ein Kind ist eine wiedergeborene Seele und hat ein schicksalhaftes Karma. Mit sieben Jahren wird der Ätherleib geboren, mit 14 Jahren der Astralleib. Dies sind nur einige der Überzeugungen des Anthroposophen Rudolf Steiner, die bis heute Form und Inhalt des Unterrichts in den Waldorfschulen prägen. Kontraste hat zum 100. Waldorf-Geburtstag mit Experten, ehemaligen Schülern und Lehrern sowie Vertretern der Waldorf-Schulen über das seltsame Weltbild der Waldorf-Bewegung gesprochen.

Kontrovers: Wenn Wirtshäuser zusperren müssen (25.09.2019)
In Deutschland schließen Gasthäuser: Binnen zehn Jahren traf es fast jede fünfte Schankwirtschaft oder jeden vierten Gasthof. Ein großes Problem auch in Bayern: Die Wirte kämpfen um geeignetes Personal. Fachkräfte und Auszubildende fehlen. Was läuft da schief?

ZDF: Weiterbildung ohne Sinn – Was sich bei Hartz IV ändern muss (25.09.2019)
Mit der Einführung von Hartz IV sollten Arbeitslose auch „gefördert“ werden. Das Fördern mündet seitdem häufig in Weiterbildungsmaßnahmen. Doch diese Kurse stehen in der Kritik.

Fakt: Fallpauschalen – Geld reicht nicht für Behandlung in Klinik (24.09.2019)
Die Leiden von Patienten mit multiplen Beschwerden passen oft nicht zu den vorgeschriebenen Fallpauschalen der Krankenkassen. Oft reicht das vorgegebene Budget nicht für die Behandlung in den Kliniken aus

makro: Kollege Roboter (20.09.2019)
Künstliche Intelligenz wird unsere Arbeitswelt revolutionieren. Sie ist die Schlüsseltechnologie schlechthin. Viele Jobs übernimmt zukünftig der Roboter. Behält der Mensch in der Arbeitswelt dennoch die Oberhand?

Monitor: Pflegenotstand „absurd“: Wie Flüchtlinge vom Arbeitsmarkt ferngehalten werden (19.09.2019)
Gesundheitsminister Spahn reist um die Welt, um Pflegekräfte anzuwerben. Absurd, sagen Wohlfahrtsverbände: Denn in Deutschland gibt es viele geduldete Ausländer mit einem Ausbildungsvertrag zum Pfleger. Doch sie sollen das Land verlassen, da sie angeblich gegen Mitwirkungspflichten verstoßen haben.

WDR: Mobiles Beratungscafé für Arbeitslose (16.09.2019)
Seit gut drei Jahren hilft das mobile Beratungscafé Menschen, die in Köln leben und eine Arbeit suchen. Im Bus der Caritas werden Wege in die Arbeitswelt gezeigt: „Chancen geben – 100 Wege in Beschäftigung“ heißt das Projekt. Für Deepika Kapoor aus Köln-Chorweiler der Start in ein neues Leben.

markt: Kitas in der Krise (11.09.2019)
Der Personalmangel in Kindertagesstätten in NRW ist einer Umfrage zufolge dramatisch. In vielen Kitas können keine Ausflüge mehr angeboten werden, andere müssen Gruppen zusammenlegen. Bundes- und Landesregierung versprechen mehr Geld und ein neues Gesetz. Doch reicht das?

ZDF: Heimkinder wider Willen – Jugendämter unter Druck? (11.09.2019)
Nach dramatischen Misshandlungsfällen nehmen Jugendämter häufiger Kinder in Obhut. Teils, ohne dass eine Gefährdung des Kindes vorliegt. Mit traumatisierenden Folgen für Kinder und Eltern.

Plusminus: E-Roller: Arbeitsbedingungen (11.09.2019)
Jung, hip, nachhaltig: Dieses Bild wollen Verleiher von E-Scootern von sich vermitteln. Um die Roller aufzuladen, rekrutieren die Anbieter Armadas junger Leute: Sogenannte „Juicer“. Sind deren Arbeitsbedingungen auch so hip?

Frontal 21: Kiffen, bis der Arzt kommt. Psychosen durch Cannabis (10.09.2019)
Kiffen ist vielerorts gesellschaftsfähig und wird vor allem bei Jugendlichen immer beliebter, obwohl der Erwerb, Besitz von Cannabis sowie der Handel damit in Deutschland strafbar ist. Doch der Konsum der Freizeitdroge kann Psychosen auslösen. Das haben erst vor Kurzem wieder Forscher einer britischen Studie herausgefunden und einen Zusammenhang zwischen täglichem Konsum von Cannabis, insbesondere mit hohem THC-Gehalt, und einer erhöhten Anfälligkeit für Psychosen festgestellt. Psychosen sind schwere, psychische Erkrankungen, bei denen Betroffene zeitweilig den Bezug zur Realität verlieren und an denen sie oft lange leiden. Doch die Gefahr, die von der Droge ausgeht, wird häufig unterschätzt – auch, weil Cannabis in Deutschland als Medikament inzwischen zugelassen ist und weltweit in immer mehr Ländern legalisiert wird. Zudem habe sich der THC-Gehalt in den vergangenen Jahren verdoppelt, warnen Experten. Heute sei ein viel potenteres Gras auf dem Markt als vor 20, 30 Jahren. Mit der Hippie-Droge der 68er-Bewegung hat das Cannabis von heute nichts mehr zu tun.

Westpol: Streit um Bezahlung in Behindertenwerkstätten (08.09.2019)
Alleine in NRW arbeiten fast 81.000 Menschen mit Behinderung in Behindertenwerkstätten. Sie werden zum Beispiel in der Logistik, im Landschafts- und Gartenbau oder auch in Großküchen eingesetzt. Durchschnittlich 185 Euro bekommen sie für ihre Arbeit pro Monat. Den Lebensunterhalt können sie davon nicht finanzieren. Ein Vater hat jetzt kritisiert, dass sein Sohn für seine Arbeit eine Lohnerhöhung von einen Euro bekommen hat. Pro Monat.

Exakt: Lehrermangel auf dem Land (28.08.2019)
Junge Lehrer wollen in die Großstädte. Auf dem Land dagegen herrscht Lehrermangel und kein Nachwuchs ist in Sicht – Gibt es eine Lösung?

Frontal 21: Krise im Klassenzimmer. Der Frust der Quereinsteiger (27.08.2019) In Deutschland gibt es immer mehr Lehrer, die im Schuldienst unterrichten, ohne ein Lehramtsstudium absolviert zu haben. Jede achte neubesetzte Stelle wurde 2018 mit einem sogenannten Quer- und Seiteneinsteiger besetzt. Das liege an der schlechten Planung der Kultusministerien, kritisiert Professor Jörg Ramseger von der Freien Universität Berlin. „Das ist die größte Bildungskatastrophe der Nachkriegszeit, weil die Folgen unermesslich sind“, warnt der Schulentwicklungsforscher. „Das Bildungsniveau in Deutschland wird sinken.“ Besonders häufig werden Quereinsteiger an Grund- und an Brennpunktschulen eingesetzt. Doch wer an diesen Schulen ohne pädagogische Erfahrung vor eine Klasse gestellt werde, sei nach fünf Minuten fertig mit den Nerven, berichten Schulleiter. Zudem verdienen Quer- und Seiteneinsteiger oft weniger. Die Opfer einer solchen Entwicklung seien vorhersehbar, so Schulentwicklungsforscher Ramseger: „Es sind natürlich die Kinder, die die professionellste Hilfe eigentlich brauchen würden für ihren Bildungsprozess – und die schon bislang große Schwierigkeiten haben, werden noch größere Schwierigkeiten bekommen.“

Frontal 21: Lebenslänglich arm. Geringverdiener in der Falle (20.08.2019)
Vollzeit arbeiten und doch nicht genug zum Leben haben? Mit der Einführung des Mindestlohns in Deutschland sollte sich das ändern. Doch noch immer verdienen mehr als drei Millionen Arbeitnehmer trotz Vollzeitjob weniger als 2000 Euro brutto im Monat. Dabei gibt es große regionale Unterschiede: Während der Anteil in Westdeutschland bei zwölf Prozent liegt, ist er in Ostdeutschland mit 23,5 Prozent fast doppelt so hoch. Selbst wenn der Mindestlohn, wie von der SPD und dem Deutschen Gewerkschaftsbund gefordert, auf zwölf Euro angehoben werde, reiche das allein nicht aus, sagen Experten. Auch dann würden noch immer viele Vollzeitbeschäftigte, auch gelernte Arbeitskräfte, nicht genügend verdienen, um ein akzeptables Auskommen und eine finanziell gesicherte Zukunft zu haben. Millionen Arbeitnehmern drohe Altersarmut. Deshalb müsse vielmehr auch die Tarifflucht der Unternehmen bekämpft werden.

Report Mainz: Warum bekommen viele Betroffene keine Unterstützung durch die gesetzliche Unfallversicherung? (20.08.2019)
Wer durch seine Arbeit berufskrank wird, kann durch die gesetzliche Unfallversicherung unterstützt und entschädigt werden. Doch die meisten Menschen, die arbeitsbedingt erkranken bekommen diese Unterstützung nicht.

Respekt: Und raus bist du – Armut und Ausgrenzung (18.08.2019)
In Deutschland, einem der reichsten Länder der Welt, gelten etwa 20 Prozent als arm oder sind von Armut bedroht. Betroffen sind auch viele Kinder und Jugendliche. Wie kann das sein? Was sind die Folgen?

Plusminus: Betrügerische Pflegedienste kassieren ab (14.08.2019)
Um mehr als eine Milliarde Euro betrügen Pflegedienste die deutschen Krankenkassen jedes Jahr. Nur wenige Betrüger werden entdeckt. Und in den Ländern fehlt es an Ermittlern, die es mit der Pflege-Mafia aufnehmen könnten.

Plusminus: Warten auf Hilfe beim „Fonds Sexueller Missbrauch“ (14.08.2019)
Den Opfern sexueller Gewalt unbürokratisch und schnell helfen: Das war eines der Ziele des „Fonds Sexueller Missbrauch“. Doch die an sich gute Idee wird in den Mühlen von Ministerien und Beratungsstellen zermahlen.

ZDFzoom: Der Preis des billigen Fliegens (01.08.2019)
»Seit Jahren locken Billigflieger mit Tiefpreis-Tickets immer mehr Kunden an. Noch nie flogen so viele Leute so billig wie heute. Dabei steht eine Airline besonders im Fokus: Ryanair. Als größte Low-Cost-Airline in Europa befördert Ryanair in Europa inzwischen so viele Passagiere wie die Lufthansa weltweit. Nach Jahren des ungehinderten Wachstums bekommt Ryanair jetzt Gegenwind. Vor allem die Gewerkschaften haben sich auf das Geschäftsmodell von Ryanair eingeschossen, seit die Belegschaft des Billigfliegers auf die Straße ging. Inzwischen hat Ryanair seinen oft aggressiven Ton stark gemäßigt und Verhandlungen mit den Gewerkschaften zugestimmt. Es scheint absehbar, dass bald in mehreren Ländern Tarifverträge für mehr Lohn und gerechtere Arbeitsbedingungen bei Ryanair sorgen könnten, was noch vor einem Jahr niemand für möglich gehalten hätte.«

Panorama: Radiologen: Extra-Profit mit Kontrastmitteln (01.08.2019)
Erstmals belegen vertrauliche Rechnungen, wie billig Radiologen Kontrastmittel einkaufen und welch hohe Gewinne sie damit machen können. Ein Ex-BGH-Richter hält diese Praxis für „strafwürdig“.