Podcasts

HR: Der Mensch als Ware: Wie wir von der modernen Sklaverei profitieren (02.12.2020)
Sklaverei ist verboten. Und das weltweit. Und trotzdem gibt es sie auch heute noch. Vor über 70 Jahren (1949) verabschieden die UN die „Konvention zur Bekämpfung des Menschenhandels und der Ausbeutung von Personen“. Die übelsten Länder in Sachen Sklaverei sind heute Nordkorea, Eritrea und Burundi.

NDR: Flüchtlingskrise statt Touristenboom – Die Kanaren vor der Wintersaison (02.12.2020)
Spanien ist in Europa mit am härtesten von Corona getroffen. Vor Reisen in das Land wird gewarnt. Ausgenommen sind die Kanarischen Inseln. Ende Oktober hat das Auswärtige Amt die Region von der Liste der Risikogebiete gestrichen. Hoteliers und Gastronomen auf den Inseln hoffen jetzt wieder auf Touristen, die aber nur zögerlich eintreffen. Gleichzeitig flüchten immer mehr Menschen aus dem nördlichen und westlichen Afrika auf dem Seeweg über den Atlantik – und landen auf den Kanarischen Inseln. Vor Ort fühlt man sich in jeder Hinsicht allein gelassen.

Deutschlandfunk Kultur: Pflegenotstand im Krankenhaus – Wie Beschäftigte für bessere Arbeitsbedingungen kämpfen(01.12.2020)
„Profite pflegen keine Menschen“: Den Pflegekräften, die im Herbst 2020 auf die Straße gehen, geht es nicht nur um eine bessere Bezahlung. Sie fordern eine bessere Personaldecke in Krankenhäusern und eine Abkehr vom Profitdenken im Gesundheitswesen.

DLF: Unterhaltsrecht – Mehr Nachteile für geschiedene Frauen (01.12.2020)
2008 wurde das Scheidungs- und Unterhaltsrecht reformiert, die geschiedenen Partner sind für ihren eigenen Lebensunterhalt selbst verantwortlich, wenn keine Kinder unter drei Jahren betreut werden. Seitdem hat sich die Situation für geschiedene Frauen tendenziell verschärft.

SWR: Armutsfalle im Alter – Wer zahlt für gute Pflege? (30.11.2020)
Wenig Gehalt, umso mehr Stress: Altenpflege ist ein undankbarer Job. Dabei ist sie jetzt schon kaum bezahlbar. Und die Kosten steigen, die Zahl der Pflegebedürftigen auch. Das bringt das System zum Wanken. Welche Reformen sind nötig? Und was sind sie uns wert?
Marion Theis diskutiert mit Nina Benz – selbständige Pflegerin, Udja Holschuh – Biva-Pflegeschutzbund, Bernhard Schneider – Evangelische Heimstiftung

NDR: Am Limit – Gesundheitsämter in der Corona-Krise (30.11.2020)

HR: Schmutzige Geschäfte? Wie Versicherer und Pensionskassen unsere Beiträge investieren (30.11.2020)
Um nachhaltig zu leben, fahren viele Menschen Rad. Sie produzieren weniger Müll und verzichten auf Fleisch. Aber bei der Geldanlage, wie schwierig ist es da, das Thema Nachhaltigkeit zu berücksichtigen? Gerade wenn es um die Altersvorsorge geht? Das lässt sich beobachten am Pensionsfonds des Landes Hessen, das Land will da nämlich ebenfalls nachhaltig anlegen.

MDR: Schwere Freiheit. Über ein Leben nach dem Knast (28.11.2020)
Neun Jahre saß René im Gefängnis in Sachsen für das Verüben von Selbstjustiz. Er rächte ein Verbrechen, das ein anderer seinem kleinen Bruder zugefügt hatte. Die Wut überkam ihn; der andere entging nur knapp dem Tod. Mit zwei Kartons, einer Schachtel Zigaretten und ca. 1.000 Euro in bar macht er sich an jenem Tag im April auf in ein neues Leben. Und das beginnt ohne Wohnung, ohne Arbeit, ohne Freunde und ist voller Ungewissheiten: Wo soll er schlafen, was essen? Wie soll er eine Arbeit finden, sich bewerben? Wie Geld verdienen? Wird sich jemand um ihn kümmern? Und wird er es allein schaffen?

BR: Getroffen vom Lockdown – Kleine Bühnen und Schausteller in der Pandemie (27.11.2020)
Im November mussten Amateurtheater und Kabarettbühnen in Bayern schließen, zum zweiten Mal dieses Jahr. Auch Solokünstler und Schausteller leiden unter dem Lockdown. Ein Besuch an der kulturellen Basis.

BR: Corona: Wie lässt sich die Kommunikation über die Risiken verbessern? (27.11.2020)
Ein „Teilerfolg“ sei der derzeitige Lockdown im Kampf gegen die Corona Pandemie, sagte Bundeskanzlerin Merkel diese Woche. Deshalb brauche es „noch einmal eine harte Kraftanstrengung“. Sind das die richtigen Worte, um die Bevölkerung in eine neue Runde von Einschränkungen mitzunehmen, sie zu motivieren, sich an die Regeln zu halten? Was sagen eine Risikoforscherin und ein Sozialpsychologe zum Krisenmanagement der Bundesregierung?

BR: Wie die Einwanderungsbehörde aus Menschen Hausfrauen macht (27.11.2020)
Eine Russin heiratet einen Deutschen, bekommt Kinder mit ihm. Dann will sie zu ihm nach Deutschland ziehen und dort arbeiten: suspekt! Tatiana durchläuft eine kafkaeske Tour durch die Einwanderungsbehörden. Mit welchen Vorurteilen sie kämpfen muss, zeigt dieser Podcast.

DLF: Kinderrechte im Grundgesetz – Das zähe Ringen um Formulierungen (26.11.2020)
Die große Koalition will Kinderrechte stärken, das Wie ist aber umstritten. Kinderrechte haben bereits Verfassungsrang. Das Grundgesetz dennoch um einen neuen Absatz zu Kinderrechten zu ergänzen – für die einen Symbolpolitik, für die anderen ein Weg zu mehr Teilhabe von Kindern.

SWR: Legal Highs. Ein Feature über Drogen im Onlinehandel (25.11.2020)
„Legal Highs“ sind Designerdrogen, meist legal und sehr gefährlich. Sie werden online zum Kauf angeboten und per gewünschter Versandart zugestellt. Die Drogenköche nutzen die Langsamkeit der Gesetzgebung: Sobald eine Substanz erkannt und verboten ist, erscheinen bald neue chemische Verbindungen in den Versandläden und versprechen den noch größeren Kick. Der Autor Jörn Klare hat einen Drogenerfinder getroffen, in der Szene als „Dr. Zee“ bekannt. „Jeder Mensch in jeder Gesellschaft hat ein Recht auf Rausch“, meint Dr. Zee, dem es um die Erkundung innerer Räume geht. „Legal Highs sind in der Feierszene allgegenwärtig“, erzählt ein Drogenkonsument, der nicht genannt werden möchte. Viele Stoffe sind hochkonzentriert. Für einen Trip reichen dann schon wenige Mikrogramm. Eine falsche Dosis kann verheerend wirken. Allein der Hautkontakt mit kaum sichtbaren Mengen ist potenziell tödlich. „Legal Highs“ ist ein Sammelbegriff, unter dem Räuchermischungen, Badesalze und sogenannte Research Chemicals zusammengefasst sind. Vom Betäubungsmittelgesetz werden sie nicht oder nur unzureichend erfasst. Daran hat auch das 2016 verabschiedete Neue-psychoaktive-Stoffe-Gesetz kaum etwas geändert. Verfolgungsbehörden und Drogenlabore liefern sich ein Katz- und Maus-Spiel.

DLF: Ringen um die EU-Migrationspolitik – Europas Werte, Europas Versagen (25.11.2020)
Das inzwischen abgebrannte Lager Moria auf der griechischen Insel Lesbos ist längst zur Chiffre einer gescheiterten europäischen Flüchtlingspolitik geworden. Weiterhin sterben täglich Menschen auf ihrer gefährlichen Flucht nach Europa. Doch bei Begriffen wie Solidarität ist die EU tief gespalten.

DLF: Dauerstreit um Mietendeckel – Kampf um bezahlbares Wohnen (22.10.2020)
Seit dem 23. Februar gilt in Berlin das Mietendeckelgesetz. Nun wird in der Hauptstadt eine radikale Regelung daraus wirksam: Viele Mieten aus bestehenden Verträgen werden abgesenkt. Kann der Deckel zum Vorbild für Städte wie München werden?

DLF: Anmerkungen zur Automatisierung – Von der Zukunft des homo sapiens (22.11.2020)
Homo sapiens hat die Hand durch das Werkzeug verstärkt, das Werkzeug zur Maschine entwickelt, seine Sinne durch Sensoren erweitert; zunehmend überlässt er nun die geistige Arbeit den Computeralgorithmen, die bereits die organisierenden, kreativen, musischen Tätigkeiten übernehmen.
➔ Textfassung

DLF: Kein Glanz, kein Geld – das andere Hamburg (21.11.2020)
Hamburg ist eine reiche Stadt, mit unbezahlbaren Villen an der Außenalster, mit den Elbvororten, den exquisiten Einkaufsstraßen in der Innenstadt. Es gibt sündhaft teure Bauten wie die Elbphilharmonie und einen Hafen, der viel Geld in die Stadtkasse spült. Wer Hamburg aber von Süden aus, über die A1 anfährt, der kennt auch die Wohnsilos des Stadtteils Kirchdorf-Süd gleich neben der Autobahn. Auch das ist Hamburg. Nur eben nicht das blankpolierte Hamburg aus den Tourismus-Prospekten, sondern eine Großwohnsiedlung. Hier fühlen sich die Menschen schon mal von der Politik im Stich gelassen. Und sie sind genervt vom Stempel „sozialer Brennpunkt“, der ihnen immer wieder aufgedrückt wird. Ein Problemviertel war Kirchdorf-Süd vor allem in den 80er- und 90er-Jahren. Mittlerweile hat sich die Situation beruhigt, die Vielfalt des Viertels aber ist geblieben.

SWR: Mein Tod gehört mir – Wie weit darf Sterbehilfe gehen? (20.11.2020)
Im Februar hat das Bundesverfassungsgericht das Verbot der sogenannten geschäftsmäßigen Sterbehilfe für verfassungswidrig erklärt. Seither ringen Mediziner, Ethiker, Juristen und Politiker um neue gesetzliche Regelungen. Wie wollen wir sterben? Das fragt der ARD-Film „Gott“ nach dem neuen Theaterstück von Ferdinand von Schirach.
Gregor Papsch diskutiert mit Prof. Dr. med. Winfried Hardinghaus – Deutscher Hospiz- und Palliativverband, Berlin, Prof. Dr. med. Bettina Schöne-Seifert – Medizinethikerin, Universität Münster, Dr. Florian Willet – Suizidhilfe-Verein „Dignitas“.

DLF: Senioren und Corona – Heime im Spagat zwischen den Grundrechten ihrer Bewohner (19.11.2020)
Heimbewohner brauchen Gesundheitsschutz, aber auch Kontakt zu Angehörigen. Nachdem sich im ersten Lockdown viele Senioren isoliert fühlten, versuchen Einrichtungen nun den Spat. Aber Verordnungen und Umsetzung sind sehr uneinheitlich. Auch die Kontrolle der Heime hinkt in der Pandemie hinterher.

Deutschlandfunk Kultur: „Mitmach-Stadt“ Herrenberg – Für gute Ideen gibt’s Geld aus der Gemeindekasse(19.11.2020)
Hip-Hop-Café, Streuobstwiesenpfad, Gabenzaun für Obdachlose: In der Kommune Herrenberg bei Stuttgart können die Bürger solche Projekte eigeninitiativ auf den Weg bringen können. An den Geldtopf mit 200.000 Euro kann im Prinzip jeder ran.

DLF: Schulische Inklusion – Zwei Wege, ein Ziel? (17.11.2020)
Leo ist zehn, Autist, Inklusionsschüler – und sitzt seit Monaten zu Hause. Seine Schulbegleiterin hatte während des Lockdowns gekündigt, und den Platz an der Regelschule hatte er ohnehin erst nach langen Auseinandersetzungen erhalten. Ein Paradebeispiel für die Schwierigkeiten, mit denen behinderte Kinder und ihre Eltern zu kämpfen haben.

DLF: Gesundheitsämter in der Coronakrise – Die Behörde im Zentrum der Pandemiebekämpfung (17.11.2020)
Bei der Eindämmung der Pandemie spielen die Gesundheitsämter eine wesentliche Rolle. Sie kommen aber dadurch ihren sonstigen Aufgaben kaum noch nach. Deshalb schulen sie neues Personal und erhalten Hilfe von der Bundeswehr, um den Herausforderungen in der Krise gerecht zu werden.

DLF: Pfarrer Kossen kämpft gegen Fleischindustrie – Wie bei der Mafia (11.11.2020)
Der katholische Pfarrer Peter Kossen kämpft gegen Ausbeutung und moderne Sklaverei in der Fleischindustrie. Damit macht er sich nicht nur Freunde. Selbst in der eigenen Gemeinde kommen einige deshalb nicht mehr zur Messe.

BR: Es gibt keine Garantien mehr – Altersvorsorge für die junge Generation (09.11.2020)
Die Babyboomer-Generation ist noch mit Lebensversicherungen als die Altersvorsorge aufgewachsen, mit Garantiezins und gesicherter Rückzahlung. Doch die Zeiten haben sich geändert. Garantien kosten Rendite und schmälern die durch die Niedrigzinsen gebeutelten sicheren Anlageformen. Wie sieht eine moderne private Altersvorsorge aus? Worauf muss man achten? Welche staatlichen Anreize bräuchte es? Brauchen wir eine staatlich organisierte private Altersvorsorge wie in Skandinavien?

HR: „Deinen Job macht jetzt jemand anders“. Wie Beschäftigte unter Werkverträgen leiden (06.11.2020)
Mit Werkverträgen lagern Firmen ganze Arbeitsaufträge an Fremdfirmen aus.Für die Beschäftigten kann das zur Falle werden wie jetzt ein aktuelles Beispiel aus Hessen zeigt: 60 Produktionshelfer wurden von einen auf den anderen Tag ausgewechselt.

DLF: Kreißsaal statt Quarantäne – Wenn Infektionsschutz die Grundversorgung gefährdet (05.11.2020)
Weiterarbeiten müssen im Kreißsaal trotz der Anordnung des Gesundheitsamtes zu häuslicher Quarantäne – das brachte 20 Hebammen aus Trier in eine rechtliche Grauzone. Die Anweisung, keine Hausbesuche bei frisch entbundenen Müttern durchzuführen, machte das Ganze noch verwirrender.

Deutschlandfunk Kultur: Stadtentwicklung – Ulms Rezept gegen hohe Mieten und Grundstückspreise (05.11.2020)
Anders als in vielen Städten steigen in Ulm die Preise für Mieten und Baugrund meist nur moderat: Denn die Stadt erwirbt im großen Stil Bauland und verkauft es dann an Häuslebauer oder Investoren. Das könnte schon bald nicht mehr ausreichen.

DLF: Menschen in Pflegeheimen – „Fatale Folgen für Alte“ (31.10.2020)
Ohne Kontakt mit ihren Angehörigen können alte Menschen in Pflegeheimen nicht überleben. „Viele Menschen sind daran kaputtgegangen, dass sie nicht besucht werden konnten“, sagte der Soziologe und Theologe Reimer Gronemeyer im Dlf. „Abschottung“ sei ein „großer Fehler“.

DLF: Keine Zeit für eine große Reform – Diskussion um ein neues Sorge- und Umgangsrecht (31.102.2020)
Das bestehende Sorge- und Umgangsrecht für Kinder passt nicht mehr zu neuen Familienmodellen, finden Experten. Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) will das ändern. In ihrem Reformentwurf sehen Eltern und Experten durchaus Verbesserungen – aber auch Potenzial für neue Konflikte.

HR: Corona-Prämie für die Pflege (30.10.2020)
Ärzte und Pflegepersonal in Krankenhäusern und Altenheimen sind die Helden und Heldinnen der Pandemie. Mit der Tarifeinigung im öffentlichen Dienst gibt es nun mehr Geld. Endlich die verdiente Wertschätzung oder doch nur ein Tropfen auf den heißen Stein?

BR: Ende des American Dream? – Existenzielle Alltagssorgen der US-Amerikaner (30.10.2020)
Von Ausbildungsschulden junger Leute über eine vernünftige Krankenversicherung bis zur fehlenden Altersrente: Diese alltäglichen Sorgen werden für viele US-Bürger in der Pandemie existenziell, während die Mittelklasse verschwindet.

DLF: Trump und die Coronakrise – Wie COVID-19 die US-Wahl beeinflusst (30.10.2020)
Viele bescheinigen US-Präsident Donald Trump eine verheerende Bilanz, die sich besonders in der Corona-Krise zeigt. Die Lage ist längst außer Kontrolle. Die Pandemie trifft auf ein marodes Gesundheitswesen, das schon unter Normalumständen überfordert ist.

BR: Brückenbauer für Menschen mit Handicap: Die Arbeit der Jobcoaches in Bayern (28.10.2020)
Jobcoaches kommen in den Betrieb und helfen, wenn es am Arbeitsplatz zu Schwierigkeiten kommt. Sie sind aber nicht nur in Krisen da, sondern auch Ansprechpartner im alltäglichen Geschäft.

Deutschlandfunk Kultur: Bergbau und Autoindustrie – Was wirtschaftliche Transformation mit den Menschen macht (27.102.2020)
Ob Arbeiter im Bergbau, im Kernkraftwerk oder in der herkömmlichen Autoindustrie: Durch Industrialisierung 4.0 und Energiewende verändert sich Arbeit derzeit dramatisch – nicht zum ersten Mal in der Geschichte. Wie lassen sich diese Umbrüche bewältigen?

Deutschlandfunk Kultur: Streit ums Existenzminimum – Was der Mensch zum Leben braucht (26.10.2020)
Ein Dach überm Kopf, Nahrung, Kleidung, medizinische Versorgung: Diese Dinge gehören zweifellos zum Existenzminimum. Über alles andere wird heftig gestritten – auch weil die Frage, was ein menschenwürdiges Leben ausmacht, sich nicht pauschal beantworten lässt.

Deutschlandfunk Kultur: Staatsleistungen an die Kirchen – Schwierige Ablösung (25.10.2020)
Schon in der Weimarer Verfassung stand der Auftrag: Die Zahlungen, die der Staat an die Kirchen leistet, sollen abgelöst werden. Doch bis heute überweisen die Bundesländer eine halbe Milliarde Euro jährlich an die großen Kirchen. Die Kritik nimmt zu.

BR: Zukunft der Arbeit – Wie geht es weiter nach Corona? (23.10.2020)
Welche Weichen müssen neu gestellt werden, damit die Schere zwischen Arm und Reich nicht noch größer wird? Wie viel Solidarität braucht es? Was tun, damit junge Menschen im Berufsleben keine bleibende „Corona-Narbe“ behalten? Die Philosophin Lisa Herzog und der Arbeitsmarktforscher Ulrich Walwei im Gespräch.

HR: Arbeitsschutz in Coronazeiten (23.10.2020)
In Coronazeiten hat das Thema Arbeitsschutz noch mal eine andere Bedeutung bekommen. Plötzlich geht es im Büro nicht mehr darum, ob die Decke 10 cm zu tief oder der Tageslichtquotient zu niedrig ist, sondern ob ich mich mit einem potenziell tödlichen Virus anstecke. Arbeitsschützer sind momentan gefragt wie noch nie – und sehen in der Krise auch Chancen.

Deutschlandfunk Kultur: Pflegeheime in Corona-Zeiten – Abstand nicht um jeden Preis (19.10.2020)
Gespräch mit Ursula Hönigs, Altenpflegerin und Leiterin eines Pflegeheims in Erkelenz.

Deutschlandfunk Kultur: Globuli und Chlorbleiche – Das gefährliche Geschäft mit der Alternativmedizin (17.10.2020)
Alternativmedizin hat den Ruf, besonders sanft zu sein. Dabei können manche Methoden lebensgefährlich sein, berichtet die Investigativ-Reporterin Beate Frenkel. Konsequenzen hätten die angeblichen Wunderheiler aber kaum zu befürchten.

Deutschlandfunk Kultur: Das „Just-in-Time“-Prinzip – Alles muss fließen (13.10.2020)
Die Just-in-Time-Produktionsmethode wurde für die Autoindustrie von einem japanischen Ingenieur erfunden. Doch längst hat sich das Prinzip auch in anderen Arbeits- und Lebensbereichen durchgesetzt. Stillstand unerwünscht. Was macht das mit uns?

Deutschlandfunk Kultur: Deutschland im Homeoffice – Videokonferenz mit dem Kind auf dem Schoß (12.10.2020)
Homeoffice ist für Millionen Deutsche mit den Corona-Einschränkungen im März unfreiwillig zur Normalität geworden ist. Die Auswirkungen sind enorm, nicht nur für den Einzelnen. Dezentrales Arbeiten könnte Hierarchien, Büros und ganze Städte verändern.

SWR: Pflege: Familienministerin startet Nachwuchs-Kampagne „Ehrenpflegas“: Coole Videos und triste Wirklichkeit (12.10.2020)

SWR: Strafvollzug in den Niederlanden – Leere Gefängnisse, wenige Täter (12.10.2020)
Polizisten sortieren die Straftaten vor, Staatsanwälte verhängen Geld- oder Arbeitsstrafen, Richter versuchen Gefängnisstrafen zu vermeiden. Das drückt die Häftlingsquote.

SR: Anna Mayr: Die Elenden – Warum unsere Gesellschaft Arbeitslose verachtet und sie dennoch braucht(11.10.2020)
Armut – das sind natürlich Zahlen, Statistiken und auch oft abstrakte Debatten. Dieses Buch schildert das Thema auf eine ganz andere Art und Weise.

DLF: Ungleichheit und Ideologie (11.10.2020)
Wird der Kapitalismus seinem Anspruch gerecht, langfristig Ungleichheit zu reduzieren und allen Menschen zugutezukommen? Wie rechtfertigen Gesellschaften die vorherrschende Ungleichheit? Der Wirtschaftswissenschaftler Thomas Piketty erforscht genau diese Fragen seit mehr als 20 Jahren.

DLF: Paragraf 217 – Palliativmediziner uneins über Sterbehilfe (06.10.2020)
Das Bundesverfassungsgericht hatte das Verbot der geschäftsmäßigen Sterbehilfe im Februar aufgehoben. Der assistierte Suizid wird gesetzlich neu geregelt. Die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin warnt vor der Normalisierung der Suizidbeihilfe. An ihrem politischen Einfluss gibt es Kritik.

DLF: Heil (SPD): Mobiles Arbeiten macht Menschen zufriedener (05.10.2020)
Mehr Selbstbestimmung und Flexibilität: Das will Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) Arbeitnehmern mit einem Gesetz für mobiles Arbeiten ermöglichen. Es sei an der Zeit, für eine sich wandelnde Arbeitswelt einen modernen arbeitsrechtlichen Ordnungsrahmen zu schaffen.

Deutschlandfunk Kultur: Prekäre Arbeitsverhältnisse – Musiklehrer in der Krise (02.102.2020)
Eigentlich möchten sie Kindern Instrumente und Kultur nahebringen. Allerdings sind die Arbeitsbedingungen oft so schlecht, dass viele Musiklehrerinnen und Musiklehrer mit ihrem Beruf hadern und sich umorientieren.

BR: Die anderen Ossis – Wie aus den vietnamesischen Vertragsarbeitern der DDR Muster-Immigranten wurden(02.10.2020)
Bei der Wiedervereinigung blieben fast alle DDR-Vertragsarbeiter aus dem kommunistischen Nordvietnam im Land. Trotz massiver rassistischer Übergriffe zu DDR-Zeiten und später in den 1990er Jahren schlugen sie Wurzeln. Heute füllen sie die Lücken, die in Ostdeutschland durch die Abwanderung entstanden sind. Heute sind sie Überflieger in den Schulen und tüchtige Geschäftsleute. Geräuschlos integriert sind sie zu Immigranten par excellance geworden.

HR: Gesetz der Gass‘: Das Problem mit der Bandenkriminalität (30.09.2020)
Großrazzia gegen Schwarzarbeit: Nach Angaben des Hauptzollamts in Frankfurt am Main richtete sich der Schlag gegen mehr als 50 Beschuldigte aus dem Bereich der organisierten Kriminalität, die jahrelang Scheinrechnungen gestellt und den Staat und die Sozialkassen um mindestens dreieinhalb Millionen Euro betrogen haben sollen.

HR 2 Kultur: Ein Faulsein ist überhaupt nicht kein Arbeiten – Herr Merz und sein Irrtum (30.09.2020)
Ein Damoklesschwert schwebt über dem Arbeitsmarkt, glaubt man Friedrich Merz: die Faulheit. Der Kandidat für den CDU-Vorsitz konstatiert, dass sich im Moment viele Menschen daran gewöhnten, ein „Leben ohne Arbeit“ zu führen. Die Entscheidung, die Regelungen für das Kurzarbeitergeld zu verlängern, sende die falschen Signale. „ein faulsein ist überhaupt nicht kein arbeiten“, hält Ernst Jandl in seinem Gedicht „Menschenfleiß“ dagegen. Ob die, die in dieser Krise ihren Job verloren haben oder die, die mit Kurzarbeitergeld eine Familie ernähren müssen, faul sind, darf bezweifelt werden. Wie viel wiederum Friedrich Merz selbst im Moment noch arbeiten muss, nachdem er seinen Aufsichtsratsposten beim größten Vermögensverwalter der Welt, Black Rock, niedergelegt hat, und solange es keine Parteiversammlungen gibt, über die er tingeln kann, sei dahingestellt. Nach Ernst Jandl kann Merz jedenfalls nicht vom Faulsein befallen sein, solange er Interviews gibt, denn: „ein faulsein, solang mund geht auf und zu, solang luft geht aus und ein, ist überhaupt nicht.“ Gilt das eigentlich auch, wenn nur heiße Luft aus- und eingeht, Herr Jandl?

DLF: Corona-Regelungen in Altenheimen im Saarland – Ein Verstoß gegen die Menschenwürde? (30.09.2020)
Im Saarland dürfen Angehörige alte Menschen in Pflegeheimen bis heute nur in Ausnahmefällen besuchen. Die Corona-Regeln in Altenheimen sind ein Flickenteppich, von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich. Die Gesundheitsminister suchen nach einer Lösung.

DLF: Fleischindustrie – Werkverträge verboten, Ausbeutung gestoppt? (28.09.2020)
Mit dem Verbot von Werkverträgen in der Fleischindustrie will Bundesarbeitsminister Hubertus Heil die Ausbeutung in der Branche beenden. Experten sind optimistisch, dass das gelingt. Doch in anderen Branchen wird die Ausbeutung weitergehen.

SWR: Wie ist der Landarztmangel zu stoppen? (28.09.2020)
Es diskutieren: Prof. Dr. Detlev Michael Albrecht – neuer Studiengang „Landarzt“, Uniklinikum Dresden, Dr. Peter Hein – Vorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Rheinland-Pfalz, Meret Quante – Medizinstudentin in Freiburg

BR: Pflege ohne Nähe – Ein Feature über den Umgang mit Covid-19 in Altenheimen (26.09.2020)
Die Corona-Beschränkungen haben sowohl die Seniorinnen und Senioren als auch das Pflegepersonal in Alten- und Pflegeheimen dramatisch getroffen. Besonders schwer leiden die Bewohnerinnen und Bewohner unter wochenlanger Isolation, weil sie ihre Angehörigen nicht mehr sehen können. Das Dilemma: Die Pflegekräfte müssen einerseits die alten Menschen vor dem Virus schützen und andererseits deren existenziellen seelischen und körperlichen Bedürfnissen nachkommen. Pflege ohne Nähe ist kaum möglich. Eine Woche lang hat Jens Schellhass in einem Pflegeheim gewohnt, bis es wegen der Corona-Pandemie für Besucher geschlossen wurde.

DLF: Rechtsextremismus in Sicherheitsbehörden – Den Blick nach rechts schärfen (24.09.2020)
Bundesinnenminister Horst Seehofer lehnt eine Polizei-Studie zu rechtsradikalen Tendenzen bei der Polizei nach wie vor ab. Sozialwissenschaftler halten diese aber für dringend geboten. Sie beobachten eine schleichende Veränderung des Klimas bei Polizei und Sicherheitsbehörden.

Tagesschau Zukunfts-Podcast: Strafe ohne Gefängnis – was dann? Gedankenexperiment einer JVA-freien Zukunft (24.09.2020)
Mal angenommen, es gäbe keine Gefängnisse mehr: Wie würden Täter dann bestraft? Wären die Chancen auf Resozialisierung größer oder kleiner? Und was bedeutet das für die Opfer? Ein Gedankenexperiment.

SWR: Heim- und Pflegekinder ab 18 – Careleaver und ihre Probleme (22.09.2020)
Mit 18 Jahren erwachsen – für Pflege- und Heimkinder endet dann in der Regel die Jugendhilfe. Die jungen Menschen stehen plötzlich alleine da und werden zu Niemandskindern: Niemand fühlt sich für sie verantwortlich – auch die Behörden nicht. Anträge auf Geld und Hilfen werden abgelehnt oder erschwert. Die jungen Erwachsenen schlagen sich mit Ämtern und Existenzängsten rum. Nur ein bis drei Prozent der sogenannten Careleaver studieren. Sind die fehlende Unterstützung und der psychische Druck der Grund? Was läuft falsch?

Deutschlandfunk Kultur: Diversität versus Uniformität – Die deutsche Polizei und die Einwanderungsgesellschaft(21.09.2020)
Racial Profiling, struktureller Rassismus: Manche halten diese Vorwürfe gegen die Polizei hierzulande für nicht haltbar – weil deren Belegschaft seit einigen Jahren immer diverser wird. Aber schafft es die Vielfalt auch in den polizeilichen Alltag?

Deutschlandfunk Kultur: Unsichtbare Jobs – Der Mythos vom Verschwinden der Arbeit (19.09.2020)
Krankenschwestern und Pflegern wurde am Anfang der Corona-Pandemie applaudiert. Den vielen Fahrern von Paket- und Lieferdiensten nicht. Sie sind unsichtbar geworden, weil wir nur noch mit Bestell-Apps interagieren.

DLF: Personalnot bei Jugendämtern – Löst ein Duales Studium das Problem? (16.09.2020)

DLF: Europäische Jugendgarantie – Suche nach Wegen aus der Jugendarbeitslosigkeit (12.09.2020)
Ängste gehen in der EU um, dass die Corona-Krise eine neue „Lost Generation“ hervorbringen könnte. Bereits jetzt sind 17 Prozent der unter 25-Jährigen arbeitslos – Tendenz steigend. Dieser Entwicklung will die EU mit der europäischen Jugendgarantie gegensteuern.

SWR: Sterbehilfe für psychisch kranke Menschen – Belgiens umstrittenes Gesetz (10.09.2020)
Wie sollen Psychiater entscheiden, ob Patient tatsächlich „austherapiert“ sind? Die Option zu aktiver Sterbehilfe für psychisch kranke Menschen wirft in Belgien viele Fragen auf.

WDR: Kurzarbeitergeld: „Die Fragezeichen werden immer größer“ (16.09.2020)
Die derzeitigen Regelungen zum Kurzarbeitergeld werden wahrscheinlich verlängert. Es sei ein wichtiges Instrument der Politik, sagt Arbeitsmarktforscher Stefan Sell – allerdings nur für eine bestimmte Zeit. Es könne nicht alle Probleme lösen.

NDR: Rendite auf Rezept? – Finanzinvestoren steigen in Gesundheitsmarkt ein (10.09.2020)
Auf dem Gesundheitsmarkt wollen viele verdienen. Jetzt auch Finanzinvestoren. Sie beteiligen sich an Zahnarztketten. Die Wege sind verschlungen. Eine Spurensuche

DLF: Strafvollzug in schwierigen Zeiten. Wie können hohe Rückfallquoten verhindert werden? (09.09.2020)
Fast die Hälfte aller erwachsenen Straftäter werden rückfällig und auch im Jugendstrafvollzug bleibt nur jeder dritte Häftling nach der Entlassung aus dem Gefängnis straffrei. Die meisten von ihnen kehren bereits nach einem Jahr hinter Gitter zurück. So lauteten die Zahlen, die der nordrhein-westfälische Justizminister Peter Biesenbach Anfang des Jahres veröffentlichte. Um das zu ändern, brauchen wir einen wirkungsvolleren Strafvollzug, der den Straftätern Alternativen zu ihrer bisherigen Lebensführung aufzeigt und sie nach der Entlassung im Alltag begleitet, meinen Experten. In der Justizvollzugsanstalt Adelsheim in Baden-Württemberg geht man da mit gutem Beispiel voran. Wie funktioniert eine wirkungsvolle Prävention? Sollte man Gefängnisstrafen bei leichteren Verbrechen abschaffen? Und wären Täter-Opfer-Ausgleich oder Sühneleistung durch soziale Arbeit vielleicht ein sinnvoller Ersatz dafür?

SWR: „Sie erreichen mich zu Hause“ – Welche Zukunft hat das Homeoffice? (07.09.2020)
Es diskutieren: Prof. Dr. Jutta Allmendinger – Soziologin und Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung, Dr. Josephine Hofmann – Fraunhofer Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation, Stuttgart, Oliver Stette -, Leiter des Kompetenzfelds Arbeitsmarkt und Arbeitswelt beim Institut der deutschen Wirtschaft (IW).

DLF: Kindertagespflege im Wandel – Billige Kita-Alternative oder individuelle Betreuung? (06.09.2020)
In Deutschland werden 125.000 Kinder unter drei Jahren von Tagesmüttern oder Tagesvätern betreut. Für Kommunen eine günstige Form der Betreuung, doch die Betreuenden haben dafür oft nur einen 160 Stunden Crashkurs absolviert. Jugendämter sollen sie beratend unterstützen, aber es fehlt an Personal.

Deutschlandfunk Kultur: Die Band „Station 17“ – Wenn Inklusion rockt (06.09.2020)
Sie wollten raus aus der geschlossenen Wohngruppe, wurden zu einem Vorzeigeprojekt für die Inklusion und machen noch immer das, was sie am besten können: Musik. Die Band „Station 17“ gibt es seit über 30 Jahren.

rbb Inforadio: Ausbildung in Corona-Zeiten (06.09.2020)
Die Corona-Krise hat die Lage am Ausbildungsmarkt verschärft. Die Kontaktaufnahme zu jungen Menschen gestaltet sich deutlich schwieriger, weil keine Ausbildungsmessen stattfinden und keine Praktika absolviert werden konnten.

hr-iNFO: Die Verlierer der Krise – Wie stark wird Corona zum Katalysator sozialer Ungleichheit? (04.09.2020)
Es gibt Menschen, die von der Corona-Krise besonders schwer erschüttert wurden. Wer sind die großen Verlierer? Und wie sehr ist die Kluft zwischen Arm und Reich dadurch gewachsen?

HR: Die Zukunft der Arbeit nach Corona (04.09.2020)
Die Corona-Krise verändert die Arbeitswelt. Das Virus wirkt als Beschleuniger und fördert prekäre Arbeitsformen. Wissenschaftler sagen: Demokratisieren wir die Unternehmen, behandeln wir die Beschäftigten fairer – um gemeinsam aus der Krise zu kommen

SWR: Arbeiten allein zu Haus – Was bringt das Homeoffice? (03.09.2020)
Mit Corona begann das „Großexperiment Homeoffice“. Viele arbeiten seither am Schreibtisch daheim. Aber ist das „Recht auf Homeoffice“, das kommen soll, wirklich eine gute Idee?

DLF: Forschungen zum bedingungslosen Grundeinkommen (03.09.2020)

Deutschlandfunk Kultur: Überlastet – Gesundheitsämter in der Coronakrise (03.09.2020)

Deutschlandfunk Kultur: Aufstieg und Fall der Solidarność – Gemeinsame Kämpfe, geplatzte Träume in Polen(02.09.2020)
Die Solidarność: Vor 40 Jahren gründeten streikende polnische Arbeiter ein Bündnis sehr unterschiedlicher Gruppen. Nach dem Sieg über den gemeinsamen Feind, den Kommunismus, gingen die Erben der Bewegung verschiedene Wege. Manche sind tief verfeindet.

HR: Kinder ohne Lobby – Bildung im Ausnahmezustand (01.09.2020)
Kita zu, Schule zu – diese Zeit ist vorbei. Aber die Herausforderung, Schul- und Kitabetrieb mit dem Pandemie-Modus zu vereinbaren, sind geblieben. Die Entschlossenheit ist groß. Wir müssten alles dafür tun, sagt Kanzlerin Merkel, „dass unsere Kinder nicht Verlierer der Pandemie sind“. Kann das gelingen? Sie gehen zwar wieder in die Kita, aber ob das Personal Maske trägt oder nicht, wie die Hygienesituation real aussieht, hängt von Einzelentscheidungen ab. In den Schulen sind die Klassenzimmer wieder voll. Aber die Routine fehlt im Schulalltag, spätestens wenn nach einem Infektionsfall entschieden werden muss, was für die Klasse daraus folgt. Oder wie für Bildungsgerechtigkeit gesorgt wird, wenn Kinder in Quarantäne geschickt werden, von ausgereiften digitalen Konzepten ganz zu schweigen. Experten sehen gar die Gefahr einer „verlorenen Generation“. Was kann helfen? Der neue „Corona-Kita-Rat“ will Bund, Länder, Kommunen, Eltern und Experten für einen regelmäßigen Austausch zusammenführen. Und auch die Schulen arbeiten mit Hochdruck an Lösungen. Denn mittlerweile ist beim Thema Kinder und Corona allen klar: es geht nicht nur darum zu klären, wie ansteckend Kinder sind, es geht auch darum, wie sie heil durch diese Krise kommen. Reichen die Bemühungen?

DLF: Psychisch Kranke im Hartz-IV-System – Im Dschungel der Zuständigkeiten (31.08.2020)
Mehr als jeder dritte Bezieher von Hartz IV kämpft laut Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung mit psychischen Problemen. Obwohl der hohe Anteil bekannt ist, haben die Jobcenter bis heute keinen geregelten Umgang damit gefunden. Dabei gibt es erfolgreiche Projekte und Ideen.

Deutschlandfunk Kultur: Fünf Jahre „Wir schaffen das“ – Euphorie, Ernüchterung und Pragmatismus (31.08.2020)
Freiwillige, Kommunen und Hilfsorganisationen improvisierten: Von einer deutschen Willkommenskultur war die Rede, als die Kanzlerin den Satz „Wir schaffen das“ sagte. Haben wir es geschafft? Eine durchwachsene Zwischenbilanz nach fünf Jahren.

SWR: Wem nützt die Vier-Tage-Woche? (28.08.2020)
Es diskutieren: Prof. Dr. Melanie Arntz – Arbeitsmarktforscherin, Leibniz Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung, Mannheim, Dr. Hagen Lesch – Leiter des Kompetenzfelds Tarifpolitik und Arbeitsbeziehungen beim Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) in Köln, Prof. Dr. Sebastian Dullien – Wissenschaftlicher Direktor des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung

HR: Generation Corona – duale Ausbildung in der Krise (27.08.2020)
Seit dem 1. August läuft das neue Ausbildungsjahr. Durch Corona ist dieses Mal alles anders. Weniger Betriebe bilden aus, zehntausende Lehrstellen drohen wegzufallen, viele Jugendliche suchen noch. Wie ist die aktuelle Situation auf dem Ausbildungsmarkt?

DLF: Dörfer mit Zukunft – Wie digitales Arbeiten und Bürgerstiftungen helfen können (26.08.2020)

BR: Lehren aus der Pandemie – Wie krisenfest ist unser Gesundheitssystem? (26.08.2020)
Deutschland ist bisher besser durch die Coronakrise gekommen als andere Länder – wenn man die Zahl der Toten zum Maßstab nimmt. Doch die Pandemie hat auch hier Schwachstellen offengelegt. Krankenhäuser stehen am Rande des Ruins, Pflegekräfte sind kurz vor dem Burnout und es gab dramatische Versorgungsengpässe bei Schutzkleidung und Medikamenten. Welche Lehren ziehen wir aus der Coronakrise?

HR: Staatsgewalt – Die Polizei zwischen Opfer und Täter (25.08.2020)
Für Kinder ist Polizist oder Polizistin oft ein Traumberuf: Für Recht und Ordnung sorgen, in schicken Uniformen und schnellen Autos Verbrecher jagen. In letzter Zeit bekommen wir aber mitunter ein ganz anderes Bild vom Blaulicht-Alltag. Da wird die Polizei in einen Hinterhalt gelockt und angegriffen, wie vor kurzem bei uns in Hessen. Oder in Stuttgart, wo sich vor allem junge Leute mitten in der Stadt mit Beamtinnen und Beamten anlegten, offenbar vor allem aus Langeweile. Auf der anderen Seite gibt es erschreckende Übergriffe bei Polizeikontrollen, etwa in Frankfurt-Sachsenhausen, wo sich nun mehrere Beamte wegen des Verdachts der Körperverletzung verantworten müssen. Dazu der Vorwurf, besonders rigoros gegen ausländisch aussehende Menschen vorzugehen und Rechtsextreme in den eigenen Reihen zu dulden, Stichwort „NSU 2.0“. Steckt dahinter vielleicht ein falsch verstandener Corps-Geist? Wie steht es insgesamt um den vermeintlichen Traumberuf bei der Polizei und sein Ansehen in der Öffentlichkeit? Eine Bestandsaufnahme.

DLF: Was mit psychisch Kranken im Maßregelvollzug passiert – In der Dunkelkammer des Strafrechts (25.08.2020)
»In den forensischen Kliniken des Maßregelvollzugs soll psychisch Kranken, die straffällig geworden sind, geholfen werden. Aber in den hochgesicherten Anstalten fehlen Standards und öffentliche Kontrolle. Für die Patientinnen und Patienten ist der Alltag ein Kampf gegen Ungewissheit, Willkür und das Vergessenwerden. Wer von einem Gericht für schuldunfähig befunden wird, darf nicht bestraft werden. Deswegen sind psychisch Kranke im Maßregelvollzug Patienten und keine Häftlinge. Sie sollen Therapie und Unterstützung bekommen, bis sie als ungefährlich gelten. Aber wie genau die Tausenden Menschen in den über 70 Kliniken behandelt werden, ist kaum bekannt. Klar ist nur: Wer einmal dort ist, weiß nicht, ob er jemals wieder entlassen wird. Das Feature begibt sich hinter die Mauern dieses abgeschotteten Systems. Menschen, die dort viele Jahre verbracht haben, berichten von Missbrauch und Willkür. Pfleger und Ärzte erzählen, wie Überforderung und schlechte Arbeitsbedingungen zu Entmenschlichung führen und was passiert, wenn die Gesellschaft wegschaut.«

Deutschlandfunk Kultur: Resozialisierung – Knast hat noch keinem geholfen, oder doch? (24.08.2020)
Straffällig gewordene Menschen sollen hinter Gefängnismauern ihre Strafe absitzen, mit Hilfe von Arbeit und Ausbildungsprogrammen gleichzeitig aber auch resozialisiert werden. Kann dieses Konzept überhaupt erfolgreich sein?

HR: Mehr als ein sperriges Wort – das bedingungslose Grundeinkommen (22.08.2020)
Sie bekommen 1.200 Euro im Monat. Drei Jahre lang. Alles, was Sie dafür tun müssen: nichts. Klingt utopisch, eigentlich zu simpel, um wahr zu sein – ist aber für viele ein handfestes sozialpolitisches Finanzkonzept. „Bedingungsloses Grundeinkommen“ heißt es. Die Idee taucht immer mal wieder auf. Finnland hat es bereits im größeren Stil getestet. In Deutschland gab es ähnliche Experimente. Was auf den ersten Blick spannend und reizvoll wirkt, wirft aber auch Probleme auf. Ein von Leistung entkoppeltes Einkommen, das muss sich ein Sozialstaat leisten können. Und wollen. Denn bei weitem nicht alle finden das Konzept wirklich gerecht. Oder ist es fair, dass der alleinstehende Chef eines mittelständischen Unternehmens monatlich dieselbe Summe bekommt, wie die schwerbehinderte alleinerziehende Mutter von fünf Kindern? Ja, ein zugespitztes Beispiel, aber es verdeutlicht wohl die Konfliktlinien … Wie verändert ein Grundeinkommen den Stellenwert von Erwerbsarbeit? Wie sehen unsere Sozialsysteme dann aus? Und wie könnte ein gerechter Umbau gelingen?

DLF: Arbeitslohn für Strafgefangene – Resozialisierung oder ungerecht niedrig? (18.08.2020)
Häftlinge müssen in fast allen Bundesländern hinter Gittern arbeiten. Dabei erhalten sie deutlich weniger als den gesetzlichen Mindestlohn, denn ihr Einsatz zählt nicht als Arbeit, sondern als Resozialisierungsmaßnahme. Aber auch für die Gefängnisse gleicht das nur einen Bruchteil der Kosten aus.

Deutschlandfunk Kultur: Reform des Betreuungsrechts – Das Ringen um mehr Selbstbestimmung (17.08.2020)
1,3 Millionen Menschen haben einen Betreuer. Als gesetzliche Vertreter nehmen sie die Interessen des Betreuten wahr und organisieren die dringend notwendige Unterstützung. Greifen sie dabei zu sehr in das Selbstbestimmungsrecht der Betroffenen ein?  

Deutschlandfunk Kultur: Wie Corona die Altenpflege verändert – Gesucht: Kreative Ideen für den Infektionsschutz (15.08.2020)
Strenge Besuchsregeln, Kontaktverboten, umfassende Hygieneauflagen: Corona hat die Pflege von alten Menschen verändert. Eine hohe Belastung für Heimbewohner, Personal, aber auch für pflegende Angehörige. Wie können wir bessere Bedingungen schaffen?

DLF: Anhaltender Pflegekräftemangel – Die schwierige Situation in den Altenheimen (12.08.2020)

Deutschlandfunk Kultur: Gravierende Folgen der Isolation (12.08.2020)
In Alten- und Pflegeheimen leben viele Menschen seit Monaten weitgehend isoliert. Ihre Situation macht Missstände deutlich, die schon vor der Pandemie bestanden, sagt Ulrike Kempchen von einer Selbsthilfegruppe für Menschen in Pflege.

Deutschlandfunk Kultur: „Das ist eine Pleite, die die Bundesregierung da hinlegt“ (11.08.2020)
Unter Pandemie-Bedingungen wurden sie lautstark für systemrelevant erklärt: die Pflegekräfte. Von den schönen Worten sei nichts geblieben, kritisiert der Heimleiter Marcus Jogerst. Seine Bilanz der letzten Monate und Jahre ist bitter.

DLF: Auf den Spuren eines unnötigen Mangels – Zurück zur „Apotheke Europas“? (10.08.2020)
Schon vor der Corona-Krise waren wichtige Medikamente über Monate nicht lieferbar. Viele davon werden heute fast ausschließlich in China und Indien hergestellt. Aus Kostengründen. In Deutschland wurde dagegen die letzte große Antibiotika-Fabrik 2017 stillgelegt.

Deutschlandfunk Kultur: Mütter in der Coronakrise: Die Systemrelevanz der Care-Arbeit (10.08.2020)
Kinder, Küche, Hausarbeit: Nahezu stillschweigend wurden im Zuge der Coronakrise überwunden geglaubte Rollenbilder reaktiviert. Für Mütter bedeutet dies eine erhebliche Zusatzbelastung – zumal, wenn Schule und Kita geschlossen sind.

DLF: Armut in Deutschland – „Wir müssen das Nichtarbeiten enttabuisieren“ (09.08.2020)
Einen veränderten Blick auf Armut und Arbeitslosigkeit fordert die Autorin und Journalistin Anna Mayr. Im Dlf kritisierte sie die Überbetonung von Arbeit als zentralem Lebensinhalt – und ein Sozialsystem, das viele zurücklasse. Konkret fordert sie eine Anhebung des Arbeitslosengelds.

Deutschlandfunk Kultur: Amtsbestattungen – Der einsame Abschied (09.08.2020)
Wer in Deutschland ohne Angehörige verstirbt, wird von den Behörden bestattet – pragmatisch und möglichst kostengünstig. In Berlin stehen gerade einmal 731 Euro für eine ordnungsrechtliche Bestattung bereit. Wie würdevoll kann ein solcher Abschied sein?

BR: Kann man mit Hartz IV klarkommen? (03.08.2020)
Wie sehen die Lebensbedingungen aus, wenn man als Hartz IV-Empfänger von derzeit monatlich 432 Euro und im kommenden Jahr 439 Euro leben muss?

DLF: Apotheken in der Krise – Zwischen Corona-Management und Nachwuchssorgen (02.08.2020)
In der Corona-Pandemie sind Apotheken vor Ort eine wichtige Anlaufstelle. Durch Onlinehandel, Landflucht und Nachwuchssorgen geraten sie jedoch immer stärker unter Druck. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will deshalb mit seinem „Vor-Ort-Apotheken-Gesetz“ helfen. Doch auf EU-Ebene gibt es Widerstand.

DLF: Ausbildungsmarkt – Corona und Azubis – alles auf den Kopf gestellt (31.07.2020)
Anfang August startet traditionellerweise das neue Ausbildungsjahr. Aber in diesem Sommer ist alles anders und für so manchen Azubi platzen Träume. Denn durch die Corona-Pandemie ist der Weg zum Ausbildungsvertrag schwieriger geworden. Politik und Wirtschaft wollen gegensteuern.

BBC: The Jobs Challenge (30.07.2020)
As the UK emerges from the coronavirus lockdown, millions of employees are still furloughed – either fully or part-time – with most of their salaries paid by the government. But how many of them really have jobs to go back to? Already companies including British Airways, Rolls Royce, Bentley, Jaguar Landrover and Centrica, to name just a few, have announced thousands of job losses and no-one knows what the true picture will look like by the autumn, as government support is removed. There are dire warnings that the labour market could be as bad or even worse than the 1980s. Jonty Bloom asks whose jobs are most at risk from the economic damage wreaked by Covid 19 and what help is needed.

Deutschlandfunk Kultur: Schulbeginn in Zeiten von Corona – Zwischen Skepsis und Vorfreude (25.07.2020)
Noch sind Ferien, aber das nächste Schuljahr naht. Und auch dieses wird von Corona überschattet. Wie bereiten sich Schulen vor? Droht uns wieder das Homeschooling? Auch über das Infektionsrisiko von Kindern und Jugendlichen wird intensiv diskutiert. Gesprächssendung mit Ralf Treptow, Schulleiter des Rosa-Luxemburg-Gymnasiums in Berlin-Pankow und stellvertretender Vorsitzende der Bundesdirektorenkonferenz sowie Prof. Dr. Ingeborg Krägeloh-Mann, Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ). 

DLF: Debatte um Suizid-Assistenz – Bald Sterbehilfe in kirchlichen Einrichtungen? (24.07.2020)
In den Kirchen scheinen manche vom bisherigen „Nein“ zur Sterbehilfe abzurücken. Einige Theologen und Kirchenvertreterinnen können sich vorstellen, dass Patienten in kirchlichen Einrichtungen Zugang zu tödlichen Substanzen erhalten, sollte ein solches Gesetz erlassen werden.

BR: Corona-Frust oder neues Phänomen? Woher rühren die Jugendkrawalle in Stuttgart und Frankfurt? (24.07.2020)
Stundenlange Randale in der Stuttgarter Innenstadt vor knapp fünf Wochen: Jugendliche randalieren, werfen Schaufenster ein, machen Krawall. Auslöser war eine Polizeikontrolle anlässlich eines Drogendelikts. Die feiernden Jugendlichen hatten sich gegen die Beamten solidarisiert. Vier Wochen später, ein ähnliches Bild in Frankfurt. Jugendliche auf der einen Seite, Polizeibeamte auf der anderen. Das Notizbuch-Freitagsforum fragt: Ist das nur Corona-Frust oder gar ein neues Phänomen?

HR: Die Opernplatz-Randale – sind es die jungen Männer mit Migrationshintergrund? (23.07.2020)
Nach dem Krawall am Frankfurter Opernplatz geht es bei der Suche nach Tätern wieder um „junge Männer mit Migrationshintergrund“. Und um Feiernde gegen Polizei. Oder geht es einfach nur um typisches Männlichkeitsgehabe von jungen Männern? Wir suchen Antworten: mit Jugend-, Konflikt-, Erziehungswissenschaftlern und einem erfahrenen Polizisten.

DLF: Schlachthöfe in Europa – Billiges Fleisch, unhaltbare Zustände (22.07.2020)
Die erschreckend großen Zahlen der COVID-19-Fälle in Schlachthöfen haben ein Schlaglicht auf die prekären Zustände dort geworfen. Begonnen hat die systematische Ausbeutung von Arbeitsmigranten in deutschen Fleischfabriken – und sie hat sich in weiten Teilen Europas ausgebreitet.

DLF: „Akademische Tagelöhnerei“ – Arbeitsverhältnisse an den Volkshochschulen (22.07.2020)

NDR: Lockdown im Altenheim – Wo bleibt die Anerkennung für die Pflege? (21.07.2020)
Das Coronavirus hat den Alltag in Altenheimen massiv verändert. Für Bewohner und Pflegekräfte. Die Arbeitsbelastungen sind durch Schutzmaßnahmen gestiegen. Eine Reportage

Deutschlandfunk Kultur: Existenzangst und fehlende Kontakte – Wie die Coronakrise die psychische Gesundheit beeinträchtigt (20.07.2020)
Machen Social Distancing, Homeoffice und Kontaktsperren krank? Noch ist es zu früh, das einzuschätzen, sagen Psychologen. Doch es könnte eine Welle psychischer Folgeerkrankungen auf uns zurollen: mit Depressionen, Belastungsstörungen und Suiziden.

DLF: Einbußen und Betreuungsprobleme: Wie Corona Arbeitnehmer beeinflusst (16.07.2020)

Deutschlandfunk Kultur: St. Pauli in der Coronakrise – Der Kiez wacht auf (12.07.2020)
Sie alle trifft in St. Pauli die Coronakrise: Barbetreiber, Prostituierte, Theaterleute, Künstlerinnen und Obdachlose. Hamburgs Stadtteil, der für sorgloses, ausgelassenes Leben steht, muss sich neu erfinden. Dabei hilft die gute alte Solidarität.

SWR: Kranke Schwestern – Ein Beruf mit Schattenseiten (09.07.2020)
Auf dem Höhepunkt der Corona-Pandemie wurden Krankenpfleger*innen als systemrelevant anerkannt. Wie sieht ihr Arbeitsalltag wirklich aus? Wie sind ihre Arbeitsbedingungen?

WDR: Leben im Ausnahmezustand – Im Schlachthof (06.07.2020)
Die massenhaften Corona-Infektionen bei Tönnies und Westfleisch haben die Missstände in der Fleischindustrie offengelegt. Es geht aber auch anders, sagt die Schlachterei „Naturverbund Niederrhein“ – mit fairen Verträgen und besseren Bedingungen für die Tiere.

DLF: Bis an die Grenze – Corona und die polnische Arbeitsmigration (04.07.2020)

BR: Kampf gegen Schwarzarbeit – teuer und wirkungslos? (03.07.2020)
Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit, kurz FKS, ist eine Art Arbeitsmarktpolizei. Sie soll dafür sorgen, dass Mindestlöhne eingehalten werden. Gleichzeitig soll die Behörde so genannte Schwarzarbeit bekämpfen, weil dadurch dem Staat, den Rentenversicherungen und Krankenkassen viel Geld verloren geht. Doch die beim Zoll angesiedelte Behörde hat enorme Defizite.

DLF: Wachsende Armut – Bremen in der Abwärtsspirale (03.07.2020)
Ein Stadtstaat in chronischer Geldnot: Seit Jahren kämpft Bremen mit der Armut, doch trotz aller Maßnahmen geht die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinander. Teilweise liegen zwischen den durchschnittlichen Jahreseinkommen je nach Stadtteil mehr als 100.000 Euro. Die Corona-Krise verschärft die Lage.

BR: Pflege anders und zwar sofort! (03.07.2020)
„Euren Applaus könnt ihr euch sonst wohin stecken“ – so hieß der Appel der Krankenpflegerin, Nina Böhmer bei Facebook. Dafür gab es tausendfachen Zuspruch. Und sie ist nicht allein mit ihrer Kritik – auch fast alle großen Wohlfahrtsverbände fordern, dass die Bedeutung der Pflegeberufe nicht nur in Corona Krisen Zeiten im Focus der Gesellschaft stehen muss. Systemrelevant – nicht nur wenn’s brennt. Sybille Giel diskutiert mit der Altenpflegerin Doris Oltmanns und dem Caritas Direktor Georg Falterbaum.

DLF: Prostitution in Coronazeiten – Bordellbetreiber und Sexarbeiterinnen ohne Job (02.07.2020)
Die Sexarbeit in Deutschland befindet sich aufgrund der Corona-Pandemie in der Krise – jedenfalls die legale. Sexarbeiterinnen sorgen sich um ihre Existenz und sehen sich ungerecht behandelt. Einige Politiker wittern dagegen jetzt die Chance, die käufliche Liebe gleich ganz zu verbieten.

DLF: Neue Ruheständler – Baby-Boomer gehen in Rente (01.07.2020)
Ab 2020 gehen jährlich ungefähr eine Million Menschen in den Ruhestand. Den neuen Lebensabschnitt gestaltet die aktuelle Babyboomer-Generation aber deutlicher fitter, länger und aktiver als die Generation vor ihr.

DLF: Neue OECD-Studie – „Fachkräftemangel in den Kitas zu stark“ (02.07.2020)
In Deutschlands U3-Betreuungsplätzen für Kinder fehlen noch immer die pädagogischen Fachkräfte, so eine neue OECD-Studie. Der Personalmangel stresse die Fachkräfte, sagte die Pädagogin Susanne Viernickel, Mitautorin der Studie, dazu im Dlf. Es gelte, den Beruf gesellschaftlich aufzuwerten.

Deutschlandfunk Kultur: Geriatrische Medizin – Im Alter sind Menschen anders krank (29.06.2020)
Hauptsache gesund – dieser Wunsch verliert bei Älteren und Hochbetagten an Bedeutung. Krankheiten gehören in dieser Lebensphase dazu. Umso wichtiger: eine geriatrische Behandlung und individuelle Betreuung. Doch es gibt Defizite im Gesundheitssystem.

SWR: Die klickende Klasse – Über Arbeit im Netz und neue Solidarität (01.07.2020)
Mit YouTubern, Influencern und Clickworkern entstehen neue Berufsbilder mit neuen Problemen, für die sich inzwischen auch Gewerkschaften interessieren. Jörg Sprave erreicht mit seinem YouTube Chanel über 2,3 Millionen Abonnenten, Masha Sedgwick verdient als Influencerin ihr Geld. Beide gehören zu den nahezu vier Millionen Deutschen, die im Internet arbeiten. Zunehmend fühlen sie sich den Plattformen schutzlos ausgeliefert. Doch die klickende Klasse beginnt sich zu organisieren: Die YouTuber haben eine Gewerkschaft gegründet, die IG Metall organisiert die Crowdworker und Fahrradkuriere haben Betriebsräte gewählt, um die schlechten Arbeitsbedingungen zu verbessern. Der DGB wittert bereits ein „digitales Proletariat“, das es zu unterstützen gilt.

DLF: Auskunfteien in Deutschland- Wie Bonitätsbewertungen unser Leben beeinflussen (28.06.2020)
Wer eine Wohnung sucht, ein Konto eröffnet oder per Kredit ein Auto kaufen will, hat es schnell mit sogenannten Auskunfteien zu tun. Sie sammeln Informationen über Privatpersonen oder Unternehmen und nehmen eine Risikobewertung vor. Doch die ist umstritten.

Deutschlandfunk Nova: Pflegenotstand: Roboter könnten Pflegekräfte entlasten (28.06.2020)
In drei Jahrzehnten könnte es schon soweit sein: Wenn wir im Krankenhaus, Alten- oder Pflegeheim ankommen, empfängt und versorgt uns ein Pflegeroboter. Eine ernst zu nehmende Vision, vorgetragen von Karsten Schwarz und Andreas Keibel.

Deutschlandfunk Nova: Roboter in der Pflege (27.06.2020)
Die Corona-Pandemie hat es uns noch einmal deutlich vor Augen geführt: Deutschland hat zu wenig Pflegekräfte und diejenigen, die ihren Beruf ausüben, leiden unter schlechter Bezahlung und großem Arbeitsdruck. Pflegeroboter könnten entlasten. In ihren Vorträgen im Hörsaal wägen Oliver Bendel und Armin Grunwald Vor- und Nachteile ab.

SWR: Kommt jetzt die Ausbildungskrise? (27.06.2020)
In der Corona-Rezession gerät auch der Ausbildungsmarkt unter Druck: Die ausgeschriebenen Stellen gehen zurück. Zugleich klagen Unternehmensverbände über sinkende BewerberInnenzahlen. Wie gehen junge Leute mit der neuen Unsicherheit um? Was bringen die Maßnahmen zur Ausbildung im Konjunkturpaket?

HR: Fokus – Berufsschule (25.06.2020)
Haben wir die Berufsschulen vergessen? Doch eigentlich sind sie extrem wichtig: denn sie sorgen für Nachwuchs in sehr spezialisierten Berufsbereichen; Fachleute und Handwerksmeister sind gerade jetzt, wo die geburtenstarken Jahrgänge sich langsam für den Ruhestand bereit machen, wichtiger denn je.

DLF: Abstandsregeln im Pflegeheim – Das Leiden von Demenzkranken (24.06.2020)

DLF: Silicon Children – Aufwachsen zwischen Absturz und Verheißung (22.06.2020)
Der Mensch von morgen soll klüger, gesünder und glücklicher sein, sozial kompatibel und nützlich für das gute Ganze. Manch Hightech-Milliardär aus dem Silicon Valley steckt große Summen in die Erforschung neuer Techniken für Bildung und Erziehung. Zugleich halten viele Eltern ihre Kinder von all den Segnungen und Verlockungen fern, die sie selbst geschaffen haben. Was lehrt das Silicon Valley über Erziehung im digitalen Zeitalter?

DLF: Sozialpolitik – Corona belebt Debatte um das bedingungslose Grundeinkommen (21.06.2020)
Eine bedingungslose Existenzsicherung für alle – ohne Anträge, ohne Bedürftigkeitsnachweis. Das fordern 800.000 Menschen in drei Petitionen an den Deutschen Bundestag. Die Coronakrise hat die Debatte neu entfacht, doch die Vorschläge sind so unterschiedlich wie umstritten.  

SWR: Die neuen Dienstleister – Über das Delegieren von Hausarbeit (22.06.2020)
Sie wollen Karriere machen, Sport treiben, etwas für sich tun oder einfach nur Familie und Beruf unter einen Hut bekommen. Online-Plattformen helfen ihnen, Dienstleister zu finden, die für sie putzen, Wäsche waschen oder einkaufen. Doch das Delegieren von Hausarbeit bringt den Auftraggebern nicht nur neuen Spielraum, um ein selbstbestimmtes zufriedenes Leben zu führen. Es führt auch zu neuen Problemen.

Deutschlandfunk Kultur: Schule in Zeiten von Corona – Unterricht mit Abstand (21.06.2020)
Alle Schülerinnen und Schüler in Deutschland kehren seit ein paar Wochen tageweise zurück in ihre Schulen. Ihr Alltag ist geprägt von neuen Regeln und Unsicherheiten. Was macht das mit jungen Menschen und ihren Lehrern?

Tagesschau: Roboter übernehmen Jobs? Was dann? (18.06.2020)
Mal angenommen, Roboter würden unsere Jobs übernehmen. Weniger Arbeit für uns Menschen, oder entstehen dadurch viele neue Aufgaben? Und wer hat die Kontrolle: Die Maschinen oder wir? Ein Gedankenexperiment.

HR: Normal war gestern – Ideen für ein Leben mit Corona: Die Schulen (18.06.2020)
Normaler Unterricht – sowas gibt es kaum noch. Bei der Frage, wie Lernen und Lehren auch auf Distanz funktionieren kann, landet man schnell beim digitalen Unterricht. Hier haben die meisten hessischen Schulen Nachholbedarf, das haben die letzten Wochen und Monate deutlich gezeigt. Immerhin gibt es jetzt finanzielle Unterstützung von Land und Bund. Welche Ideen haben Politik und Wissenschaft? Welche Erfahrungen machen Schulen? Und was wollen die Schüler und Schülerinnen?

BR: Kinderschutz in der Corona-Krise: Gewalt bleibt zu oft unerkannt (17.06.2020)
Etwa jedes zehnte Kind hat während der Kontaktbeschränkungen Gewalt erfahren müssen, ergaben repräsentative Befragungen. Experten befürchten, dass diese Gewalt oft unerkannt bleibt. Und Hilfsangebote waren lange eingeschränkt.

DLF: Junge zu Pflegende und die Grenzen des Pflegesystems – Vom Leben nach dem Überleben (15.06.2020)
Ein schwerer Verkehrsunfall 2009 ändert alles in Renés Leben. Dank des medizinischen Fortschritts überlebt er das schwere Schädel-Hirn-Trauma. Der Unfall macht aus einem gesunden Motorrad-Fan einen Pflegefall. Heime, die sich um Menschen wie ihn kümmern, gibt es kaum.

Deutschlandfunk Kultur: Manifest zur Zukunft der Arbeit – Weniger Markt, mehr Mitbestimmung (14.06.2020)
In einem Manifest fordern 3000 Wissenschaftler soziale und ökologische Reformen der Arbeitswelt. Die Philosophin Lisa Herzog hat den Aufruf mit initiiert. Aus Sicht der Soziologin Anke Hassel schießen die Forderungen über das Ziel hinaus.

NDR: Gemeinnütziger Widerstand – Die Dänen und der Ghettoplan ihrer Regierung (14.06.2020)
In Dänemark veröffentlicht die Regierung jedes Jahr eine sogenannte Ghettoliste. Als Ghetto gilt ein Wohngebiet mit über 1000 Bewohnern mehrheitlich aus dem nichteuropäischen Ausland. Der Bildungsstand ist niedrig, die Arbeitslosigkeit hoch. Eigentlich ist ihre Zahl durch Infrastrukturmaßnahmen stetig zurückgegangen, dennoch plant die Regierung, bis zum Jahr 2030 alle „Ghettos“ zu beseitigen. Sie propagiert soziale Mischung statt Parallelgesellschaft. Aber es regt sich Widerstand. Denn geplant ist auch, tausende gemeinnützige Wohnungen abzureißen oder zu verkaufen. Dabei wohnt jeder fünfte Däne gemeinnützig. Sie trauen dem Ghettoplan nicht.

Deutschlandfunk Kultur: Politologe über sozial ungleiche Wahlbeteiligung – Demokratie in Schieflage (13.06.2020)
Unsere Demokratie hinkt: Vor allem die sozial Privilegierten gehen wählen und im Bundestag sitzen fast nur noch Akademiker. Das führe zu Gesetzen, die letztlich vor allem den Wohlhabenden nutzen, warnt der Politologe Armin Schäfer.

DLF: Rechtsberatung boomt – Vom Widerspruch bis zum Sozialgericht: Der Hürdenlauf zu den Sozialleistungen(11.06.2020)
Wenn Sozialbehörden, Krankenkassen oder Rentenversicherungen einen Antrag ablehnen, können Betroffene Widerspruch einlegen. Viele dieser Fälle landen vor den Sozialgerichten und gehen oft zugunsten der Kläger aus. Das wirft Fragen nach den vielen fehlerhaften Bescheiden auf.

NDR: Familienleben auf engstem Raum – Corona und soziale Ungleichheit (11.06.2020)
Der Corona-Alltag ist für Familien nur schwer zu meistern. Vor allem wenn die Wohnung klein und das Geld knapp ist. Die soziale Ungleichheit wächst. Eine Reportage

HR: Normal war gestern – Ideen für ein Leben mit Corona: Die Kliniken (10.06.2020)
Applaus allein wird nicht reichen: Die Krankenhäuser und die Menschen, die im Gesundheitssystem arbeiten, brauchen mehr. Das hat sich in der Corona-Krise deutlich gezeigt. Schlicht mehr Geld und bessere Arbeitsbedingungen, oder braucht es jetzt den ganz großen Sprung Richtung Digitalisierung? Gute Ideen für ein Leben mit Corona gibt es schon. Wir haben mit Praktikern, Politikern und Wissenschaftlern gesprochen: Über das, was möglich ist und das, was möglich werden sollte.

rbb: Wurden die Soloselbstständigen schlicht vergessen? (10.06.2020)
Die Soloselbstständigen fühlen sich von den Hilfspakten der Bundesregierung nur unzureichend unterstützt. Marcel Fratzscher bezeichnet die Unterstützung der Soloselbstständigen als einen blinden Fleck des Konjunkturpakets. Außerdem geht es in diesmal auch um die historisch schlechten Exportzahlen für den April und die Frage: Wo sind wir mittlerweile in der Entwicklung dieser Krise?

HR: Normal war gestern – Ideen für ein Leben mit Corona: Die Kliniken (10.06.2020)
Applaus allein wird nicht reichen: Die Krankenhäuser und die Menschen, die im Gesundheitssystem arbeiten brauchen mehr. Das hat sich in der Corona-Krise deutlich gezeigt. Schlicht mehr Geld und bessere Arbeitsbedingungen, oder braucht es jetzt den ganz großen Sprung Richtung Digitalisierung? Gute Ideen für ein Leben mit Corona gibt es schon. Wir haben mit Praktikern, Politikern und Wissenschaftlern gesprochen: Über das was möglich ist und das was möglich werden sollte.

HR: Klatschen reicht nicht! Die doppelte Krise der Pflege (08.06.2020)
Kein Besuch von Angehörigen, kein Spaziergang, keine netten Kartenrunden. Das Virus hat unser aller Leben verändert, am drastischsten aber das der Risikogruppe der hochaltrigen und pflegebedürftigen Menschen. In der häuslichen Pflege brechen Unterstützungssysteme zusammen, Pflege- und Altenheimbewohner leiden unter der Isolation im Shutdown. Auch wenn erste Lockerungen ein wenig Erleichterung bringen, die Einschränkungen belasten die Situation enorm: Bewohner, Angehörige und Personal. Einmal pro Woche wird für die Pfleger und Pflegerinnen geklatscht, ansonsten lässt die öffentliche Aufmerksamkeit rapide nach. Nur kurz spülte die Virus-Krise die ohnehin schon krisenhafte Pflegesituation in das Licht der Öffentlichkeit. Wie wirken sich die Auflagen in den Pflege- und Altenheimen aus? Wie sehr müssen alte und pflegebedürftige Menschen durch Beschränkungen geschützt werden? Ist die Corona-Krise vielleicht sogar eine Chance für Pflegekräfte, endlich für angemessene Anerkennung und Bezahlung zu kämpfen und für die Politik, sie ihnen endlich zuzugestehen?

DLF: Corona: Erkenntnisse einer Krise – Spaltpilz Massenarbeitslosigkeit (04.06.2020)
Die Corona-Pandemie ist ein Schock für die Wirtschaft: Wochenlang standen Fabriken still, Restaurants und Geschäfte waren geschlossen. Das milliardenschwere Konjunkturpaket der Koalition soll nun den Konsum anregen und den Arbeitsmarkt beleben. Experten fürchten dennoch eine politische Spaltung – in ganz Europa.

SWR: Die neue Klassen-Gesellschaft (07.06.2020)
In Deutschland werden wirtschaftlicher Erfolg und Innovationskraft von einer neuen progressiven Mittelschicht getragen. Sie gelten als „Gewinner“. Die alte Mittelschicht dagegen fühlt sich ins Abseits gedrängt. Der Soziologe Andreas Reckwitz beschreibt die fragile Architektur der spätmodernen Gesellschaft.

DLF: Das sozio-politische Nachbeben der Pandemie (04.06.02020)
Die durch die Corona-Pandemie entstandene ökonomische Krise könnte zu einer gesellschaftlichen und politischen Spaltung führen. Das zumindest befürchten Soziologinnen und Soziologen, die feststellen, dass die Krise ärmere und weniger qualifizierte Menschen besonders hart trifft.

DLF: Ende der Dienstgemeinschaft? Debatte ums kirchliche Arbeitsrecht (04.06.2020)

DLF: Lieben im Altenheim – Bleib bei mir, denn es will Abend werden (03.06.2020)
Alt sein ist schlimm, und am schlimmsten im Heim. So heißt es doch. Oma sagte noch mit 65: Bevor ich zu alt werde oder zu krank, bringe ich mich um. Sind Altenheime trübe, überfüllte Orte der Dumpfheit, der Einsamkeit? Traurige letzte Häuser? Möglich, doch auch: Häuser, in denen Menschen wohnen und mit ihnen gute und schlechte Gefühle.

NDR: Was hilft gegen Lohndumping? (02.06.2020)
Was verbirgt sich hinter den sogenannten Werkverträgen? Was unterscheidet sie von Leiharbeit?

DLF: Lehren für Medizin und Pflege in Deutschland (02.06.2020)
Das deutsche Gesundheitssystem hat sich in der Coronakrise relativ gut bewährt. Ein Grund dafür ist, dass die Intensivmedizin solide ausgestattet ist, denn sie bringt den Krankenhäusern viel Geld. Diese Stärke ist jedoch auch eine der Schwächen des Systems – und das ist nicht die einzige.

Deutschlandfunk Kultur: Osteuropäische Arbeitskräfte in Deutschland – „Sie behandeln uns wie Sklaven“ (31.05.2020)
Der Skandal bei der Firma Westfleisch hat in den Fokus gerückt, was ohnehin bekannt war, aber selten Thema wurde: Hunderttausende Osteuropäer arbeiten in Deutschland unter unwürdigen Arbeitsbedingungen. Und zwar nicht nur in Fleischfabriken.

HR: Der Arbeitsmarkt im Schatten der Corona-Krise (29.05.2020)
Die Corona-Krise hat die Volkswirtschaften weltweit mit voller Wucht getroffen. All das wirkt sich auch auf die Beschäftigung aus. Nach den letzten vorliegenden Zahlen ist die Arbeitslosigkeit stark angestiegen. Wie geht es weiter auf dem Arbeitsmarkt im Schatten der Corona-Krise?

Deutschlandfunk Kultur: Corona in Massenunterkünften – Geflüchtete in der Infektionsfalle (28.05.2020)
Kein Abstand und Mehrbettzimmer. Geflüchtete in Bayern bleiben sich oft selbst überlassen. In einigen Massenunterkünften steigen die Infektionszahlen rapide an. Doch Tests gibt es erst nach mehreren Tagen. Geflüchtete helfen sich mit Eigeninitiative.

HR: Kinder, Kücher, Konferenzen – wie Corona den Frauen schadet (25.05.2020)
Am besten zuhause bleiben! Heute ist das eine zeitgemäße Empfehlung, um die Ausbreitung von Corona zu verhindern. Vorher war es eine reaktionäre Forderung an Frauen. Und in der Krise verschwimmt beides: Wenn Frauen zuhause bleiben, verringert sich die Ansteckungsgefahr vielleicht, es steigt aber offensichtlich die Gefahr, dass sie sich in traditionellen Rollen wiederfinden. Die Kinder sind ja auch zuhause – und in den meisten Fällen kümmern sich Frauen um sie. Ganz egal ob sie außerdem noch im Home Office arbeiten. Schon vor Corona leisteten Frauen den größten Teil der Haus- und Kinderarbeit und setzten eigene Ziele dafür zurück. Das hat in den vergangenen Wochen noch einmal deutlich zu genommen. Kinder und Küche kommen jetzt zu den Konferenzen einfach dazu. Oder die Frau lässt die Arbeit ganz ruhen, während der Mann wieder den Alleinverdiener gibt. Es sieht aus, als ob die Krise bestehende Ungerechtigkeiten zwischen den Geschlechtern verschärft. Manche sprechen von einer „Retraditionalisierung“ der Verhältnisse durch Corona. Bedeutet das womöglich eine Rückkehr das Patriarchats?

DLF: Niedriglohnsektor – Abgezockt, betrogen, gefährdet – Rumänen und Bulgaren in Deutschland (23.05.2020)
Der Skandal um die Firma Westfleisch wirft ein Schlaglicht auf die Fleischindustrie: Hunderttausende Osteuropäer arbeiten in Deutschland unter unwürdigen Arbeitsbedingungen. Sie schuften bis zu zwölf Stunden am Tag auf dem Bau oder in Fleischfabriken, leben in kargen Unterkünften, bekommen weniger als den Mindestlohn.

Deutschlandfunk Kultur: Gesundheitsökonom Busse über die Coronakrise: „Wir haben uns in falscher Sicherheit gewogen“ (23.05.2020)
Deutschland meistert die Coronakrise besser als viele andere Länder: „Aber wir müssen mehr tun“, sagt der Gesundheitsökonom Reinhard Busse. Gesundheitsämter müssten gestärkt, Krankenhäuser besser koordiniert und die Pflege aufgewertet werden.

HR: Generation Corona – wer rettet die Azubis? (22.05.2020)
Viele Betriebe kämpfen ums Überleben und können nicht mehr ausbilden. Die Zahl der Lehrstellen könnte deutlich zurückgehen. Die Sorgen der Wirtschaft sind groß, denn die Azubis von heute sind die Fachkräfte von morgen – und die fehlen jetzt schon.

Deutschlandfunk Kultur: Häusliche Betreuung – Ausbeutung rund um die Uhr (18.05.2020)
Viele alte Menschen in Deutschland wünschen sich, zuhause gepflegt zu werden. Doch das ist eigentlich viel zu teuer. Möglich machen es Betreuungskräfte aus Osteuropa – meist unter kaum tragbaren Bedingungen.

SWR: Kinder, Küche, Corona – Rolle rückwärts bei der Gleichberechtigung? (16.05.2020)
Die Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie drängen viele Frauen in alte Rollenmuster zurück. Die Schließung von Schulen und Kindergärten hat in den Familien den Alltag auf den Kopf gestellt. Dabei sind es meistens die Frauen, die Homeoffice und Homeschooling parallel leisten, den Haushalt stemmen – und dem Mann den Rücken freihalten. Dazu kommt: Familien fühlen sich von der Politik im Stich gelassen – denn eine echte Perspektive, dass sich an ihrer Situation bald etwas ändert, gibt es nicht.

BR: Mehr als Lippenbekenntnisse: Was sind uns Familien wirklich wert? (15.05.2020)
Die Coronakrise wirft Familien zum Teil wieder in alte Strukturen zurück: Der Vater geht seinem Job nach, die Mutter tritt zurück und kümmert sich um die Kinder. Dabei müssen Homeschooling, Haushalt und eigener Job unter einen Hut gebracht werden. Die Krise fördert strukturelle Mängel zutage.

Deutschlandfunk Kultur: Menschen mit Beeinträchtigungen – Corona gefährdet Inklusionsbemühungen (14.05.2020)
Die Pandemie konfrontiert Menschen mit Behinderung mit besonderen Problemen. Viele fühlen sich unsichtbar und doppelt ausgeschlossen. Kritiker fürchten, dass die Inklusion in Deutschland große Rückschläge erleidet.

SWR: Von Hamsterrad bis Helfersyndrom: Pflegealltag im Krankenhaus (12.05.2020)
Gesucht: Krankenpfleger/-in, Einstiegsgehalt 2.200 Euro, Work-Life-Balance: Intensiv. Die Zeitungen und Jobportale sind voll von solchen Anzeigen: Krankenschwestern und Pfleger, wie sie umgangssprachlich genannt werden, sind äußerst gefragt. Und das hat nichts mit Covid-19 zu tun. Sie erledigen einen anspruchsvollen Job für vergleichsweise wenig Geld. Und wir alle sind auf sie angewiesen.Unter welchen Bedingungen arbeiten Pflegende im Krankenaus? Und wie lassen die Zustände sich ändern?

DLF: Arbeitsbedingungen in der Coronakrise – Wenn der Job zur Gefahr wird (12.05.2020)
Wer im Homeoffice arbeitet, kann soziale Kontakte vermeiden und das Ansteckungsrisiko mit dem Coronavirus verringern. Auf dem Bau, den Feldern und in Krankenhäusern aber ist das unmöglich. Die migrantische Bevölkerung und Frauen trifft das besonders.

DLF: Alten- und Krankenpflege – Das Ringen um bessere Arbeitsbedingungen und höhere Löhne (09.05.2020)
Anerkennung, Applaus und Aussicht auf einen steuerfreien Bonus: Die Arbeit von Pflegekräften wird in der Coronakrise hoch geschätzt. Der Job gilt in Krisenzeiten sogar als systemrelevant. Das könnte bei den aktuellen Verhandlungen um Tariflöhne helfen. Aber der Weg zu einer besseren Bezahlung ist schwierig.

SWR: Kommunen vor dem Bankrott? Wie die Corona-Krise Städte und Gemeinden beutelt (09.05.2020)
Die Städte und Gemeinden in Deutschland stecken tief in der Corona-Klemme. Ihnen drohen herbe Einschnitte bei den Steuereinnahmen, gleichzeitig kommen Mehrausgaben in Folge der Pandemie auf sie zu. Die Rufe nach einem kommunalen Rettungsschirm werden lauter.

Deutschlandfunk Kultur: Auf dem Straßenstrich, trotz Pandemie – „Ich muss ja, ich bin drogenabhängig“ (08.05.2020)
Während der Coronakrise ist Prostitution vorübergehend untersagt. Bußgelder drohen. An der Berliner Kurfürstenstraße gehen Frauen trotzdem anschaffen, doch die Kundschaft bleibt aus.

Tagesschau: Sterbehilfe erlauben – was dann? (07.05.2020)
Mal angenommen, Sterbehilfe ist in Deutschland erlaubt. Würden sich mehr Menschen dafür entscheiden? Droht ein „Geschäft mit dem Tod“? Ein Gedankenexperiment. Das 2015 eingeführte Verbot der geschäftsmäßigen Sterbehilfe in Deutschland verstößt gegen das Grundgesetz. Das hat das Bundesverfassungsgericht im vergangenen Februar entschieden. Jeder hat das Recht auf selbstbestimmtes Sterben, lautet das Urteil im Kern. Seitdem ist der Bundestag gefragt, zu disktieren, in welchen Grenzen Sterbehilfe künftig möglich sein soll. Wie könnten so eine liberalisierte Sterbehilfe in Deutschland aussehen und was wären die möglichen Konsequenzen? Würden sich dann mehr Menschen für den Tod entscheiden? Auch Kranke und Ältere, weil sie niemandem zur Last zu fallen wollen?  Die Korrespondenten Vera Wolfskämpf und Justus Kliss aus dem ARD Hauptstadtstudio in Berlin gehen diesen Fragen im Zukunfts-Podcast der tagesschau nach und suchen Antworten. Sie sprechen mit Betroffenen und Ärzten über das „gute Sterben“, mit einer Pfarrerin über den Wert des Lebens und darüber, ob ein “Geschäft mit dem Tod” droht.

Deutschlandfunk Kultur: Staatsleistungen an die Kirchen – Schwierige Ablösung (03.05.2020)
Schon in der Weimarer Verfassung stand der Auftrag: Die Zahlungen, die der Staat an die Kirchen leistet, sollen abgelöst werden. Doch bis heute überweisen die Bundesländer eine halbe Milliarde Euro jährlich an die großen Kirchen. Die Kritik nimmt zu.

DLF: Niederlande – Schulen verlieren Kontakt zu über 5.000 Kindern (04.05.2020)
Homeschooling unter dem Wäscheständer, im Bad oder im Schrank – in den Niederlanden sorgen sich die Behörden zunehmend über die Schulbedingungen in sozial schwachen Familien. Von einer ganzen Corona-Generation ist die Rede. Zu vielen Schülern haben die Behörden bereits gänzlich die Anbindung verloren.

SWR: Wertschätzung muss erstritten werden – Arbeit in Zeiten von Corona (01.05.2020)
Corona hat unsere Gesellschaft fest im Griff. Das gilt auch und gerade für die Arbeitswelt. Das produzierende Gewerbe befindet sich im „Lockdown“ und wird gerade erst ganz langsam wieder angefahren. Auch Servicebereiche wie Gaststätten oder der Tourismus liegen brach. Wer kann, verlagert die eigene Arbeit oder die der Angestellten nach Hause. Gleichzeitig werden Arbeiten als „systemrelevant“ beklatscht, die wir bislang sehr gerne ausländischen oder schlecht bezahlten Kräften überlassen haben. Wird sich „nach Corona“ daran wirklich etwas ändern?

NDR: Teure Arzneien – Wieviel Fortschritt verträgt das Gesundheitssystem? (01.05.2020)
Pharmafirmen forschen weltweit nach neuen Arzneien. Auch zur Bekämpfung von seltenen Krankheiten wie SMA. Eine 2-Millionen-Euro-Spritze soll Kinderleben retten.

Tagesschau: Profitverbot für Krankenhäuser – was dann? (30.04.2020)
Mal angenommen, Krankenhäuser dürften keine finanziellen Gewinne mehr machen. Würden Kranke dann besser versorgt? Oder wird es dann richtig teuer für den Staat und Versicherte? Ein Gedankenexperiment.

NDR: Wie verändert Corona die Arbeitswelt? (30.04.2020)
Einen größeren Umbruch hat es in den letzten Jahren in der Arbeitswelt nicht gegeben. Wie verändert Corona den Arbeitsalltag?

DLF: Ambulanter psychiatrischer Pflegedienst – Hilfe für psychiatrisch Erkrankte in Coronazeiten (30.04.2020)
Die Angst angesteckt zu werden, die Kontaktsperre und der jetzt oft ungeregelte Tagesablauf: Die Coronapandemie verstärkt bei Menschen mit psychiatrischen Erkrankung zum Teil die Symptome. Auch deshalb ist die ambulante Pflege für Menschen mit psychiatrischen Diagnosen zurzeit besonders gefragt.

Deutschlandfunk Kultur: Zukunft der Arbeit – Digitaler? Flexibler? Besser bezahlt? (30.04.2020)
Wird künftig für viele Homeoffice die Regel werden? Und werden systemrelevante Berufe endlich besser bezahlt? Der Soziologe Philipp Staab erwartet politische Konflikte – und erklärt, wie sich die Coronakrise auf die Arbeitswelt auswirken könnte.

Deutschlandfunk Kultur: Familienhelferin über häusliche Gewalt – „Zu manchen Familien fahren wir täglich“(30.04.2020)
Zu Beginn der Ausgangsbeschränkungen wegen Corona äußerten Experten die Sorge, häusliche Gewalt werde massiv zunehmen. Ist das so eingetreten? Die Familienhelferin Christine Schlitter berichtet von ihren Erfahrungen in Sachsen.

BR: Benachteiligt durch Homeschooling: Wie Corona die soziale Ungleichheit fördert (29.04.2020)
Eine alleinerziehende Mutter im Homeoffice, eine Altenpflegerin, die nicht vor 20 Uhr nach Hause kommt und eine Augsburgerin mit Migrationsgeschichte, die das deutsche Schulsystem nur wenig kennt – wie sollen diese Frauen ihrem Anspruch gerecht werden? Wie sollen sie ihre Kinder optimal beim Lernen zu Hause unterstützen? Das Homeschooling wird die Ungleichheit zwischen den Kindern vergrößern, da sind sich viele Expertinnen und Experten einig.

DLF: Pflegeausbildung in Bayern – Pflegeschüler fordern Verzicht auf Abschlussprüfung (29.04.2020)
Für Pflegeschüler in Bayern ist eine vernünftigte Vorbereitung auf ihre Abschlussprüfung derzeit kaum möglich. Die Prüfung soll trotzdem stattfinden. Widerstand formiert sich – eine Petition mit rund 7.000 Unterzeichnern sieht eine andere Lösung vor.

DLF: Blüm – das soziale Gewissen der CDU (24.04.2020)
„Die Rente ist sicher“, dieser Satz wurde zum Markenzeichen von Norbert Blüm. Er war Dauerminister unter Helmut Kohl und das soziale Gewissen der CDU. Nun ist der langjährige frühere Sozial- und Arbeitsminister im Alter von 84 Jahren in Bonn gestorben.

SWR: Altsein in Corona-Zeiten (24.04.2020)
Es diskutieren: Uwe Bork – Journalist und Autor, Esslingen, Prof. Dr. Otfried Höffe – Philosoph und Mitglied im „Expertenrat Corona“ in Nordrhein-Westfalen, Tübingen, Prof. Dr. med. Johannes Pantel – Leiter des Bereichs Altersmedizin an der Universität Frankfurt

Deutschlandfunk Kultur: Sparzwänge lassen Medikamente knapp werden (21.04.2020)
Weil die Arzneimittelproduktion großteils nach Asien ausgelagert wurde, werden manche Medikamente in der Coronakrise knapp. Nun sucht die Politik nach Wegen, die Produktion nach Deutschland zurückzuverlagern und die Versorgung wieder zu garantieren.

DLF: Krankenhäuser in der Coronakrise – System der Fallpauschale „in vielerlei Hinsicht gescheitert“ (19.04.2020)
Der Medizinethiker Giovanni Maio sieht die Coronakrise auch als gesundheitspolitischen Weckruf. Die Abrechnung nach Fallpauschale habe zu einem Regime der Knappheit geführt, sagte er im Dlf. Ein neues System müsse her, das Ärzten die Freiheit zurückgebe, nach rein medizinischen Kriterien zu entscheiden.

Deutschlandfunk Kultur: Die prekäre Lage der Gig-Worker – Selbstständig und doch abhängig? (18.04.2020)
Zwei-, dreimal klicken und schon stehen sie vor der Tür: Essenslieferanten, Autos samt Fahrer oder Reinigungskräfte. Ziemlich praktisch, aber die sogenannten Gig-Worker leben oft prekär.

SWR: Moderne Schulleitung – Zwischen Management und Sozialarbeit (18.04.2020)
Sie sollen modernen Unterricht gestalten, sind oft zurzeit aber vor allem Krisenmanager. Die Ansprüche an Schulleiterinnen und Schulleiter sind hoch, die Mittel eher rar.

WDR: Die Kinder von Station 19 – Opfer einer Verwahrpsychiatrie (18.04.2020)
Schwerstbehinderte Kinder ohne jede Förderung in psychiatrischen Einrichtungen zu verwahren, war gängige Praxis in vielen Ländern; in der DDR sogar noch bis in die Wendezeit hinein. 30 Jahre später versucht die Autorin herauszufinden, was aus diesen Kindern geworden ist.

SWR: Helmut – oder Wie resozialisiert man einen Langzeithäftling? (15.04.2020)
Nach deutschem Recht hat jeder Strafgefangene Anspruch auf eine Wiedereingliederung in die Gesellschaft. Warum ist die so schwierig?

DLF: Kirche in Personalnot: Zur Systemrelevanz von Seelsorge (auch) in Corona-Zeiten (15.04.2020)

WDR: Geld für die Welt – Ein Grundeinkommen für die Ärmsten Kenias (13.04.2020)
Was passiert, wenn man armen Menschen einfach Geld gibt, damit sie sich selbst helfen können? Die US-Hilfsorganisation Give Directly zahlt Menschen in Kenia ein Grundeinkommen aus – zur Armutsbekämpfung.

NDR: Gemeinsam statt einsam – Altersfreundliche Lebensräume in Kommunen (13.04.2020)
Drei Millionen, vor allem ältere Menschen fühlen sich einsam. Kommunen versuchen über Gesprächskreise und Nachbarschaftshilfen die Isolation aufzulösen – besonders jetzt.

DLF: Pflegekinder zwischen den Fronten – Kind sucht Obhut (12.04.2020)
Ein Kind kommt in einer akuten Notsituation in eine Pflegefamilie und findet dort physische und emotionale Geborgenheit. Irgendwann kann es zu seinen leiblichen Eltern zurückkehren, wenn sich deren Lebensumstände stabilisiert haben. Soweit das ideale Szenario. Die Realität sieht oft dramatisch anders aus.

HR: #Wir haben kein Zuhause (07.04.2020)
Wer keine Bleibe hat, der ist arm dran. Der Mensch braucht ein Dach über dem Kopf. Und sei es nur ein Zeltdach. Aber was passiert, wenn man nicht mal das irgendwo aufbauen darf? Um der Pandemie Einhalt zu gebieten sollen wir nun alle möglichst viel zuhause bleiben. Nur haben viele Menschen eben gar kein Zuhause, oder drohen es zu verlieren, weil sie keine Einnahmen mehr haben und ihre Miete nicht mehr bezahlen können. Und wer sowieso schon auf der Straße lebt, der hat kaum eine Chance sich an die bestehenden Hygiene- und Abstandsregeln zu halten, gehört aber meist zu einer der Risikogruppen für Covid19. Wie erleben Obdachlose, schwer Drogenabhängige und andere, die nicht einfach zuhause bleiben können, die derzeitige Situation, wer könnte demnächst auch auf der Straße landen und was hilft?

HR: Die Stunde des Staates – von der Sorglosigkeit zur Fürsorgepflicht (06.04.2020)
In der Krise rufen alle nach dem Staat, auch die, die kurz zuvor noch die Freiheit des Marktes und des Individuums beschworen haben. Und wenn der Staat dann kommt und fürsorglich hilft, stellt er auch Regeln auf, die Sicherheit bringen sollen und deren Nichteinhaltung bestraft wird. Mit dem Virus gewinnt der Staat an Autorität, sogar über Grundrechte hinaus. Und das trägt die Bevölkerung mit. Die Bundesregierung mache beim Corona-Krisenmanagement einen guten Job, finden 72% der Deutschen. Dabei ist es auch dieser „starke“ Staat, der in den vergangenen Jahrzehnten auf Wachstum, Privatisierung und Globalisierung gesetzt hat – was die Auswirkungen der Corona-Krise verschärft. Weltweite Geschäftsbeziehungen sorgen für die Verbreitung des Virus. Fallen globale Lieferketten weg, fehlen Medikamente und Lebensmittel. Die Privatisierung im Gesundheitssystem hat die Krankenhäuser auf Effizienz gebürstet. Lassen sich die aktuellen Probleme lösen, wenn wir auf diesem Kurs bleiben? Können wir nach dieser Krise genau so weitermachen wie vorher? Oder können wir uns durch ein Umsteuern besser wappnen für die nächste Krise? Denn die kommt bestimmt – sei es eine ökonomische, eine ökologische oder die nächste Seuche.

DLF: Billiglohnland Serbien – Marodes Gesundheitssystem (06.04.2020)
Misswirtschaft, Krieg, Korruption: Serbiens Gesundheitssystem ist marode und kaputtgespart. Das zeigt sich deutlich während der Covid-19-Pandemie. Und auch das Pflegepersonal und die Ärzte kehren dem Land den Rücken. Sie zieht es angesichts niedriger Gehälter und schlechte Arbeitsbedingungen ins Ausland.

DLF: Junge Erwachsene – Wenn Krebs zum Armutsrisiko wird (04.04.2020)
Wenn junge Erwachsene Krebs bekommen, werden sie oft aus dem Berufsleben gerissen. Das Risiko ist hoch, danach auf staatliche Unterstützung angewiesen zu sein und in die Armut abzurutschen. Das Problembewusstsein dafür wächst jedoch nur langsam.

BR: Babylon auf der Straße – Obdachlose in Berlin (05.04.2020)
Berlin hat seine Obdachlosen vor kurzem gezählt und setzt auf niedrigschwellige Angebote. Das hilft in der Corona-Krise.

DLF: Homeoffice in der Coronakrise – Der Siegeszug der Heimarbeit (03.04.2020)
Die Coronakrise hat Millionen Menschen zu Heimarbeitern gemacht. Firmen, bei denen Homeoffice bislang kein Thema war, müssen plötzlich umdenken. Forscher warnen jedoch: Im Homeoffice drohen Isolation und Depression. Die Arbeitgeber sollen die Heimarbeitsplätze technisch angemessen ausstatten.

HR: Gefahr im Verzug – Wer hilft Kindern in der Krise? (03.04.2020)
Normalerweise ist der Alltag von Kindern gut strukturiert. Sie gehen in den Kindergarten, in die Schule, in die Kita. Sie können Hausaufgabenhilfen in Anspruch nehmen, sich im Sportverein oder auf dem Spielplatz austoben. Durch die zahlreichen Angebote außer Haus werden die Eltern entlastet und wenn die häusliche Situation nicht so optimal ist, wenn die Wohnungen klein und die Eltern überfordert sind, dann fällt das nicht so ins Gewicht, weil es Ausweichmöglichkeiten gibt, weil Kinder auch in den Betreuungseinrichtungen ein Mittagessen bekommen und sie zusätzliche Bezugspersonen haben. Das fällt jetzt alles weg. Und es gibt viele Kinder, bei denen es nicht nur darum geht, die Langeweile zu vertreiben, sondern für die der verordnete Rückzug ins Familienleben eine Katastrophe ist. Ihnen drohen Vernachlässigung und schlechte Versorgung bis hin zu Gewalt und Missbrauch. Diese Krise ist kein Kinderspiel!

HR: Passt mir auf die Kinder auf – Kinderschutz in Zeiten Coronas (02.04.2020)
Schulen und KITAS in Hessen sind geschlossen. Es gilt die sogenannte Kontaktsperre und sie wurde gerade erst bis zum 19. April verlängert. Alle Angebote, die in „normalen Zeiten“ oftmals Familien entlasten, fallen weg. Wir alle sollen unsere sozialen Kontakte herunterfahren, zuhause bleiben, um das Virus einzudämmen. Familien hängen aufeinander, müssen Zeit miteinander verbringen, denn Vereine, Hausaufgabenbetreuung, Spielplätze und Parks sind geschlossen. Der Kinderschutzbund in Hessen und viele andere Kinderschutzexperten in ganz Deutschland befürchten, dass es durch die Kontaktsperre in den Familien in den nächsten Wochen verstärkt zu Gewalt kommt. Auch, weil die Jugendämter in Hessen nur noch im Notfall Hausbesuche machen. Der Infektionsschutz geht vor. Ist der Kinderschutz in Zeiten Coronas sichergestellt? Unter welchen Bedingungen müssen Jugendamtsmitarbeiter aktuell arbeiten und was fordern Kinderschutzexperten genau?

SWR: Zivilgesellschaft und Demokratie (01.04.2020)
Das Engagement gemeinnütziger Einrichtungen und NGOs ist für moderne Gesellschaften unverzichtbar. Aber der Druck auf sie wächst. Gefährdet das die Demokratie?

SWR: Corona: Arbeiten im Ausnahmezustand (28.03.2020)
Es gibt wohl kaum einen Arbeitsplatz, der sich durch die Corona-Krise nicht schlagartig verändert hat – sei es im Homeoffice, durch Kurzarbeit, durch Abstands- und Hygiene-Regeln oder durch behördlich angeordnete Geschäftsschließungen. Sicherheitsleute sind an neuen Einsatzorten gefragt wie nie, Berufe mit engem Menschenkontakt hingegen sind existenziell bedroht. Unternehmen, Beschäftigte, und Selbstständige stehen damit fast täglich vor neuen Herausforderungen. Wie gehen sie damit um?

DLF: Obdachlose in der Coronakrise – Die Letzten auf der Straße (27.03.2020)
Obdachlose hat die Coronakrise bereits hart getroffen. Viele Notunterkünfte sind wegen der Pandemie geschlossen. Auf den Straßen gibt es kaum noch Menschen – also auch viel weniger Spenden. Gleichzeitig ist der politische Wille, den Menschen zu helfen, so groß wie lange nicht mehr.

DLF: Pflege in Corona-Zeiten – Die aktuelle Situation in den Alten- und Pflegeheimen (25.03.2020)
Sie gehören zur Risikogruppe: Ältere Menschen, die in den Alten- und Pflegeheimen leben. Viele von ihnen dürfen keinen Besuch mehr empfangen, um die Ausbreitung des Virus in den Heimen zu verhindern. Doch auch für die Pflegekräfte gelten während der Coronakrise besonders strenge Regeln.

DLF: Die Situation in den Alten- und Pflegeheimen in Zeiten von Corona (25.03.2020)

WDR: Bedingungsloses Grundeinkommen jetzt? (25.03.2020)
Ein bedingungsloses Grundeinkommen wird seit längerem diskutiert. In der Corona-Krise gibt es nun Forderungen, es für besonders betroffene Menschen befristet einzuführen. Könnte das helfen oder ist das unrealistisch?

DLF: Staatliche Hilfe für Freiberufler – Stütze bei Stillstand (23.03.2020)
Von der Corona-Krise sind Solo-Selbständige wie Fotografen, Künstler, Reiseführer aber auch Zeitungsausträger besonders betroffen, denn viele ihrer Aufträge fallen erst einmal weg. Die Bundesregierung hat nun ein Programm aufgelegt, das unbürokratisch helfen soll.

DLF: Lieferengpässe bei Arzneimitteln – Wenn plötzlich das passende Medikament fehlt (21.03.2020)
Nicht nur in der Corona-Krise ein Problem: Immer wieder fehlen Krankenhäusern und Apotheken in Deutschland wichtige Medikamente für die Behandlung von Patienten. Denn viele Hersteller produzieren wegen der geringen Kosten vor allem in China. Wenn es dort hakt, mangelt es am Nachschub in ganz Europa.

DLF: Ohne Geld keine Heilung – Tuberkulose zwischen Fortschritt und Finanzierungslücken (22.03.2020)
Eine neue Generation von Medikamenten wirkt gegen die multiresistente Tuberkulose. Wenn wir klug und konsequent handeln, haben wir die einmalige Chance, die Krankheit zu besiegen. Doch die neuen Antibiotika sind teuer – die Welt täte gut daran, ärmere Länder bei der Beschaffung zu unterstützen.

DLF: Deutsche Telekom – Haben ältere Mitarbeiter ausgedient? (19.03.2020)
Die Vorwürfe wiegen schwer: Ältere Telekom-Mitarbeiter beklagen, der Konzern wolle sie gezielt loswerden. Die Rede ist von willkürlichen Versetzungen und Ausgrenzung. Das Unternehmen weist diese Aussagen entschieden zurück. Doch Gewerkschafter sind alarmiert.

DLF: Zweiter Bildungsweg – Sinkende Teilnehmerzahlen in Weiterbildungskollegs (16.03.2020)
Wenn es im ersten Anlauf nicht geklappt hat, kann das Abitur auch auf dem Zweiten Bildungsweg erworben werden. Aber die Anzahl der Studierenden auf Abendgymnasien und Weiterbildungskollegs ist in den letzten 30 Jahren um über 40 Prozent gesunken. Das gefährdet die Existenz der Kollegs.

DLF: Algorithmen in der Medizin – Wenn Computer besser diagnostizieren als Ärzte (12.03.2020)
In China soll ein Algorithmus Corona-Infektionen erkennen können. Krebs kann von Computern zum Teil treffsicherer diagnostiziert werden, als von manchem Mediziner. Riesige Sammlungen von Datenmengen machen es möglich. Doch Big Data und Künstliche Intelligenz in der Medizin bergen auch Risiken.

DLF: Falsches Konzept? Oft schwache mündliche Deutschkenntnisse nach Integrationskurs (12.03.2020)

Deutschlandfunk Kultur: Nachbarschaftshilfe aus Holland – Die Pflegerevolution (15.03.2020)
Pflege, wie der Mensch sie braucht, statt zack, zack, satt und sauber. Das neue Modell „Buurtzorg“ aus den Niederlanden könnte auch hierzulande Patient und Pflegekräfte glücklich machen. Im Münsterland wird getestet, was in Holland schon Alltag ist.

DLF: Strafe statt Therapie – Wenn kranke Menschen im Gefängnis landen (10.03.2020)
Die Gefängnisse in Deutschland müssen sich auf mehr psychisch auffällige Gefangene einstellen. Zu häufig werden Kranke jedoch einfach weggesperrt, weil hinter Gittern Personal und Betten fehlen. In den Justizvollzugskrankenhäusern werden oft nur die schwersten Fälle behandelt.

Deutschlandfunk Kultur: Armutsprostituierte aus Osteuropa – Eine Frau für fünf Euro (09.03.2020)
Sex gegen Geld kostet in Deutschland manchmal weniger als eine Schachtel Zigaretten. Armutsprostitution betrifft vor allem Frauen aus Osteuropa, die oft unter Zwang ihren Körper verkaufen. Wenige von ihnen schaffen den Absprung in ein normales Leben.

NDR: Warum Arbeitszeit neu geregelt werden muss (09.03.2020)
Viele Menschen arbeiten mobil. Die Grenze zwischen Arbeit und Freizeit verwischt. Nach einem EuGH-Urteil müssen Unternehmen die Arbeitszeit genau erfassen. Aber wie?

BR: Müllmann gebraucht! Wie Kommunen händeringend nach Personal suchen (09.03.2020) 
Bei den Unternehmen kennt man es schon lange, die Klage über den Fachkräftemangel. Doch mindestens genau schlimm trifft es Städte, Gemeinden und Landkreise, sie suchen dringend Personal. Gesucht werden nicht nur IT-Experten oder Juristen, sondern auch Mitarbeiter für´s Bauamt, die Friedhofsverwaltung, die Müllabfuhrt oder die Wasserwerke

Deutschlandfunk Kultur: Slum in Berlin-Lichtenberg – Leben zwischen Ratten, Müll und Kot (06.03.2020)
Etwa 100 Menschen wohnen im wohl größten Obdachlosencamp am Rummelsburger See in Berlin-Lichtenberg im Elend. Ihre Bedingungen zu verbessern, ist nicht leicht. Ihre Probleme und Ansprüche sind verschieden. Bald soll das Camp geräumt werden.

Deutschlandfunk Kultur: Grundschule: Viele Kinder sind „eigentlich nicht beschulbar“ (09.03.2020)
Julia Petry ist gerne Grundschullehrerin. Doch die Schwierigkeiten würden immer mehr, sagt die Pädagogin. Vor allem, weil die Zahl der Kinder mit Verhaltensauffälligkeiten und sozialen Problemen „extrem“ zugenommen habe.

DLF: Arbeitsmigranten aus Ex-Jugoslawien – Tuzla, Exodus (03.03.2020)
Ibrahim, Avdo und Ismet sind ausgebildete Krankenpfleger. Sie haben kaum Chancen, in ihrer Heimat Bosnien-Herzegowina einen Job zu finden. Denn fast 70 Prozent der jungen Menschen dort sind arbeitslos. Deshalb wollen die drei nur eines: weg. Sie haben nicht ihren Traumberuf gelernt, sondern das, was in Westeuropa gefragt ist. 
Tuzla war einmal ein entwickeltes Industriezentrum. Nach dem Zerfall Jugoslawiens setzte eine chaotische, teils kriminelle Privatisierung ein. Allein seit 2013 haben 150.000 Menschen Bosnien-Herzegowina verlassen, fünf Prozent der Bevölkerung. Das Land verliert eine ganze Generation von jungen Menschen. Laut einer aktuellen Berechnung des Wirtschaftsforschungsinstituts Prognos werden Deutschland im Jahre 2030 um die drei Millionen Facharbeitskräfte fehlen. Jedes Gesetz, das die Anstellung von Migrantinnen und Migranten erleichtert, wird von der deutschen Öffentlichkeit begrüßt. Was aber sind die Folgen der Massenauswanderung von Fachkräften in den jeweiligen Ursprungsländern? Ibrahim, Avdo, Ismet und andere junge Menschen aus Tuzla sprechen offen über ihre Probleme und Hoffnungen, die sie das Glück lieber woanders suchen lassen.

Deutschlandfunk Kultur: Mit Stiftungen gegen Bodenspekulation – Wie Wohnen erschwinglich bleiben kann(03.03.2020)
Dass Wohn- und Gewerbemieten nicht weiter explodieren, dabei können Community Land Trusts helfen: gemeinnützige Stiftungen, die Grundstücke kaufen und so vor Spekulanten schützen. Die Idee aus den USA findet Nachahmer in Deutschland.

DLF: Von Hürden und Hoffen – Was das Gesetz zur Einwanderung von Fachkräften bringt (29.02.2020)
In Deutschland ist der Fachkräftemangel mittlerweile flächendeckend. Doch ausländische Fachkräfte, die gerne hier arbeiten möchten, haben ein Problem mit der Anerkennung ihrer Berufsabschlüsse im deutschen System. Experten sehen darin einen großen Fehler

DLF: Neuregelung der Arbeitszeit – Vertrauen war gut, Erfassung ist besser (27.02.2020)
Eine Arbeitszeiterfassung ist für alle Arbeitsplätze in der EU künftig verbindlich vorgeschrieben. Das hat der Europäische Gerichtshof 2019 entschieden. Arbeitgeberverbände befürchten jedoch nicht nur ein bürokratisches Monster, sie stellen weitere Forderungen an die Arbeitszeitgestaltung der Zukunft.

DLF: Der Graue Markt in der Pflege (27.02.2020)

Deutschlandfunk Kultur: Gesundheitsethiker zur Sterbehilfe – „Das Angebot hat die Nachfrage erzeugt“ (26.02.2020)
Aktive Sterbehilfe war als Ausnahme gedacht: Das sagt der niederländische Gesundheitsethiker Theo Boer über die rechtliche Situation in seinem Heimatland. Die zunehmende Inanspruchnahme habe dort inzwischen viele Menschen zum Nachdenken gebracht.

BR: Krisenherd Stadt – die sozialen Schattenseiten des Booms (26.02.2020)
In den letzten zehn Jahren sind weit über eine Million Menschen in die deutschen Großstädte gezogen. Der Boom verschärft die soziale Schieflage in einigen Städten. Ganze Viertel drohen abzustürzen. Welche Konzepte helfen dagegen?

SWR: Inklusion – Neue Wege in Ausbildung und Beruf (22.02.2020)
Wie können Menschen mit Behinderung eine Arbeit finden außerhalb betreuter Werkstätten? Häufig behindern sie dabei nicht ihre Fähigkeiten, sondern die Vorbehalte der Arbeitgeber.

HR: Die Angst vor Altersarmut (21.02.2020)
Das Thema Rente ist für viele Menschen noch ziemlich weit weg – vor allem für die Jüngeren. So geht es auch hr-iNFO Reporterin Selina Rust. Sie muss noch länger arbeiten, als sie jetzt alt ist. Mindestens noch 34 Jahre. Muss sie sich jetzt schon Sorgen um das Alter machen? Wird die Rente reichen, um später über die Runden zu kommen? Darüber spricht sie mit Menschen in Hessen, die das Thema direkt betrifft. Sie redet mit ihnen über Ängste, Altersarmut, Hoffnungen und gute Vorsorge.

DLF: Mythos Leistungsgerechtigkeit (20.02.2020)

SWR: Grundrente – Wundermittel gegen Altersarmut? (19.02.2020)
Sie macht Deutschland ein Stück gerechter, sagt Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD). Wer trotz eines langen Arbeitslebens nur eine geringe Rente bekommt, soll die neue Grundrente erhalten. Das Bundeskabinett hat sie jetzt auf den Weg gebracht. Ihre Gegner sprechen von einem sehr teuren bürokratischen Monstrum, das nicht zum Kampf gegen Altersarmut tauge.

NDR: Wem nützt die Grundrente? (19.02.2020)
Um die Grundrente haben SPD und Unionsparteien lange gerungen. Ist sie ein sinnvolles Instrument gegen Altersarmut? Wer soll sie finanzieren?

SWR: Konzept für Grundrente verabschiedet: Trotz Lebensleistung zum Sozialamt? (19.02.2020)
Die Grundrente werde die Altersarmut vieler Bezieher kaum senken, erklärt der Professor Stefan Sell in SWR2. Die meisten blieben in einem Bereich, in dem sie trotzdem aufs Sozialamt müssten.

DLF: Wie man Geflüchtete in Arbeit vermittelt (19.02.2020)
Rund 500.000 Geflüchtete suchen in Deutschland einen Job. Viele haben zwar erste Deutschkurse und Praktika erfolgreich abgeschlossen. Dennoch ist es schwierig für sie, eine Vollzeitstelle zu finden. Hier unterstützt Sie das Sozialunternehmen Social-Bee in München. Die Mitarbeiter von Social-Bee bieten Geflüchteten ein Rundum-Paket, um eine feste Arbeitsstelle zu finden. Sie helfen bei den ersten Schritten ins Berufsleben, bieten Betreuung und Alltaghilfe an. Aber sollte das nicht eine staatliche Aufgabe sein? Müssten beispielsweise die Arbeitsagenturen mehr Brücken zu Unternehmen bauen und Geflüchtete intensiver auf ihrem Weg ins berufliche Leben begleiten? Welche Unterstützung brauchen Geflüchtete genau, um in der deutschen Gesellschaft ihren Platz zu finden? Wo sind die Grenzen für aktive Hilfe? Und inwiefern könnte Social-Bee Vorbild für andere Arbeitsvermittlungsfirmen sein? Gesprächsgäste: Gudrun Brendel-Fischer, Integrationsbeauftragte in Bayern; Yulia Kosyakova, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Zarah Bruhn, Gründerin und Geschäftsführerin von SocialBee sowie Mitarbeiter und Kunden von Social-Bee.

DLF: Auf der Suche nach den Opfern einer Verwahrpsychiatrie – Die Kinder von Station 19 (18.02.2020)
Überall in der DDR fristeten Tausende psychisch Kranke und geistig Behinderte auf Verwahrstationen ein menschenunwürdiges Dasein. Die Autorin lernte 1990 als Hilfskraft die Kinderstation in Altscherbitz kennen. Bei der Suche nach den Kindern von damals stieß sie auf eine Mauer des Schweigens.

DLF: Maßnahmenpaket – Berliner Feuerwehr krempelt die Ärmel in der Pflege hoch (18.02.2020)
Die Berliner Feuerwehr muss immer häufiger zu Einsätzen im Pflegeheim ausrücken. Personalmangel oder schlechter Wissensstand bei Leiharbeitskräften gehören zu den Gründen. Um Abhilfe zu schaffen, hat die Feuerwehr nun ein Maßnahmenpaket verabschiedet. Die Reaktionen sind überraschend positiv.

Deutschlandfunk Kultur: Holpriger Start der neuen generalistischen Pflegeausbildung (17.02.2020)
Die bislang getrennten Ausbildungen Alten-, Kranken- und Kinderkrankenpflege sollen künftig durch einen Abschluss ersetzt werden. Das Ziel: mehr Flexibilität, höhere Löhne und Minderung des Pflegenotstands. Doch in der Realität sieht das anders aus.

Deutschlandfunk Kultur: Pflegemissstände mit System – Big Business auf Kosten der Kranken (13.02.2020)
Immer mehr Investoren drängen ins Gesundheitswesen. Kliniken und Pflegeheime werden aufgekauft, auf Gewinn getrimmt und dann veräußert. Um die Patientinnen und Patienten gehe es kaum noch, klagen Ärzteschaft und Pflegepersonal.

NDR: Polizisten gegen Rechtsextremismus (11.02.2020)
In der Polizei soll es Hunderte Beamten mit rechter Gesinnung geben. Darauf haben die Polizeischulen reagiert und Auswahl sowie den Unterricht der Polizeischüler geändert.

BR: Bye, Bye, Bohème! – Kehrt die Klassenfrage in der Politik zurück? (10.02.2020)
„Es ist etwas in Bewegung geraten in den westlichen Ländern: Man redet wieder über Klassen.“ Das schreibt der Soziologe Andreas Reckwitz in seinem neuen Buch „Das Ende der Illusionen“. Kann die Frage nach der Klassenlage helfen, unsere Gesellschaft besser zu verstehen?

SWR: Das gibt Probleme! – die Babyboomer gehen in Rente… (08.02.2020)
Jetzt geht es los. In diesem Jahr geht die erste Generation der Babyboomer in Rente. Viele Millionen werden in den nächsten 10 Jahren folgen. Immerhin machen die Geburtsjahrgänge der fünfziger und sechziger Jahre heute 30 Prozent der Bevölkerung aus. Was, wenn diese Menge in den Firmen und als Beitragszahler für die Sozialsysteme fehlt?

Deutschlandfunk Kultur: Senioren-WG, 50plus-Projekt, Mehrgenerationenhaus – Wie wollen wir im Alter wohnen?(08.02.2020)
Die Babyboomer kommen in die Jahre: 2030 wird jeder Vierte über 65 sein. Und viele machen sich Gedanken, wie sie dann wohnen wollen. Die meisten sagen: Heim – nein danke! Welche Möglichkeiten, welche Projekte gibt es?

Deutschlandfunk Kultur: Politologe zur sozialen Lage in Frankreich – Kampf um Fairness und Anerkennung(08.02.2020)
Die Streiks und Proteste in seinem Land hält der französische Politologe Yves Sintomer nicht nur für einen Kampf um Einkommen. Die Bevölkerung fühle sich von der Regierung vernachlässigt – und das schlage um in Wut auf die Eliten.

DLF: Klamme Kommunen – Wer die Schulden der Städte bezahlen soll (07.02.2020)
Finanzminister Olaf Scholz plant, zahlreiche Städte und Gemeinden im Umfang von 20 Milliarden Euro zu entschulden. Beteiligen müssen sich auch die vier Länder, in denen sich die Pleite-Kommunen ballen. Die Rettungsaktion weckt jedoch Argwohn – in den Kommunen und Ländern, die solider gewirtschaftet haben.

DLF: Grundsicherung im Alter: ein Anrecht, kein Almosen (06.02.2020)
Die sogenannte Grundsicherung im Alter soll sicherstellen, dass Älteren ohne ausreichende Rente zum Leben das Existenzminimum zur Verfügung steht. Es handelt sich um eine aus Steuergeldern finanzierte Sozialleistung. Doch rund 60 Prozent der anspruchsberechtigten Senioren machen ihr Anrecht erst gar nicht geltend. Gesprächssendung mit Eric Haßdenteufel, Regionalverband Saarbrücken; Dr. Joachim Rock, Der Paritätischer Gesamtverband, Katja Braubach, Pressesprecherin, Deutsche Rentenversicherung und Renate Stark, Beraterin bei der Caritas Berlin.

DLF: Vom Einzelfall zum Tatendrang (06.02.2020)
Rechtsextremismus in den eigenen Reihen? Deutschlands Polizeibehörden haben bei dem Thema lange abgewiegelt, doch inzwischen herrscht Tatendrang. Die Extremismus-Vorbeugung beginnt bereits bei den Polizeischülern – die auch lernen, wann sie eine Anweisung verweigern dürfen.

DLF: Polnische Ärzte – Keine Verbesserung seit dem Hungerstreik (06.02.2020)
Viele Kliniken stecken in einem Dilemma: Ausgestattet mit modernsten medizinischen Geräten, fehlt es an Personal, um Patienten damit auch zu behandeln. Die schwierigen Arbeitsbedingungen trieben junge Ärzte 2017 in den Hungerstreik, der zunächst erfolgreich schien. Inzwischen herrscht Ernüchterung.

SWR: Gutes Essen für Kranke und Alte – Ernährung in Kliniken und Pflegeheimen (05.02.2020)
Kliniken geben immer weniger Geld fürs Essen der Patienten aus, zeigt eine aktuelle Studie. Dabei könnte eine gesunde Ernährung die Genesung unterstützen. Pflegeheime sparen besonders stark

DLF: Gesundheits-Apps und E-Rezepte – Die umstrittene Digitalisierung der Gesundheitsversorgung (05.02.2020)
Ob elektronische Patientenakte, Videosprechstunde, E-Rezepte oder Gesundheits-Apps: 2020 soll das Jahr der Digitalisierung im Gesundheitswesen werden. Doch Datenschützer schlagen Alarm. Sind all die sensiblen Gesundheitsdaten tatsächlich sicher?

Deutschlandfunk Kultur: Handwerker gesucht – Mit neuen Ideen aus der Fachkräftefalle (04.02.2020)
Hunderttausende Handwerker fehlen in Deutschland. Doch die Branche versucht, dem entgegenzuwirken: mit Ausbildung und Studium im Paket, Berufsabitur, Kooperationsmodellen oder Erfindergeist – und auch mit packenden Geschichten auf Youtube oder Instagram.

DLF: Ungleichheit in den USA – Die Alltagssorgen der Durchschnitts-Amerikaner (02.02.2020)
Schulden wegen der teuren Ausbildung, explodierende Gesundheitskosten, niedrige staatliche Rente im Alter: Es gibt viele Alltagssorgen, die das Leben eines durchschnittlichen US-Amerikaners bestimmen. Und für Afroamerikaner kommt noch die Angst vor einem diskriminierendem Justizsystem hinzu.

DLF: Hawaii – Obdachlos im Inselparadies (02.02.2020)
Menschen ohne Wohnung auf Hawaii: Viele von ihnen sind auf dem Weg aufs US-Festland hier gestrandet, sie kommen von den Inselstaaten im Pazifik. Für die Touristen sind die Obdachlosen kaum sichtbar, dafür sorgt die Polizei.

DLF: Wenn Stille krank macht (01.02.2020)
Einsamkeit ist ein Problem in unserer Gesellschaft. In Zeiten größerer Mobilität zerbrechen Gemeinschaften – in der Nachbarschaft, der Kirchengemeinde, im Dorf. Gerade in einem Bundesland wie Brandenburg, das von der Wendezeit geprägt ist, wird das deutlich. Betroffen sind vor allem alte Menschen.

HR: Berlin zählt – Das Einmaleins der Obdachlosigkeit (30.01.2020)
Sie ziehen mit ihrer kleinen Habe durch die Straßen, schlafen in Hauseingängen, unter Brücken oder Unterführungen. Gefühlt werden es immer mehr. Aber keiner weiß wirklich, wie viele Menschen auf der Straße leben. Berlin will es als erste deutsche Stadt statistisch erfassen. In der Nacht vom 29. auf den 30. Januar gibt es eine Zählung der Obdachlosen, an der sich über 1500 freiwillige Helfer beteiligen. Nur wenn man die Zahlen kennt, kann man Hilfsangebote in entsprechendem Umfang bieten. Allerdings sind sich die Kommunen nicht einig, wie Hilfe tatsächlich aussehen muss. Berlin will die Menschen vor allen Dingen von der Straße holen. Alle anderen Maßnahmen, wie Suchthilfe und soziale Unterstützung, folgen dann. Frankfurt setzt weiter auf das bisherige Modell bei dem die Betroffenen nur eine Wohnung bekommen können, wenn sie ihre anderen Probleme bereits gelöst haben. Aber welche Hilfe brauchen die Menschen am Rand der Gesellschaft wirklich?

DLF: Genossenschaften – Unternehmensziel: solidarisch und nachhaltig wirtschaften (28.01.2020)
Im 19. Jahrhundert entstand die Genossenschaft – im Agrar-, Banken-, Wohnungs- und Kultursektor. Menschen zahlen dabei anteilig Geld für ein gemeinsames Projekt. Wo sich der Staat zurückzieht, scheint heute mehr denn je bürgerschaftliches Engagement in dieser Rechtsform gefragt zu sein.

BR: Die Zukunft der ambulanten Rehabilitation (28.01.2020)
Die ambulante Reha bietet so manchem große Vorteile: Man bleibt im privaten Umfeld und vor allem für Familien wichtig: Mutter oder Vater sind nicht wochenlang weg. Auch bei den Patienten wird die ambulante Reha offenbar immer beliebter. Und auch die Betreiber von Reha-Kliniken steigen in das Geschäft ein. Im Sommer hat zum Beispiel die Gruppe Johannisbad eine ambulante Reha-Einrichtung in München gekauft. Ist das ein gutes Geschäft? Locken da hohe Renditen? Oder wird da nur gespart? Wann lohnt sich ambulante Reha?

DLF: Hilfsprojekt „In Via“ für Zwangsprostituierte – 18 Stunden auf dem Strich (26.01.2020)
Verschleppt, belogen, ausgebeutet: Zwangsprostitution bleibt trotz des deutschen Gesetzes zum Schutz von Sexarbeiterinnen und Sexarbeitern ein großes Problem. Dagegen engagiert sich eine katholische Initiative in Berlin.

SWR: Crowdworking – werden wir alle zu digitalen Tagelöhnern? (25.01.2020)
Ein paar Bilder beschriften. Oder Datenbankeinträge sortieren. Zwei Beispiele für Mikrojobs im Internet, vergeben von großen Plattformen an sogenannte Crowdworker, für ein paar Cent pro Klick. Die Zahl solcher Jobs in Deutschland nimmt zu. Steuern wir auf eine neue Form der Leiharbeit zu, oder hat diese andere Art der Arbeitsorganisation auch Vorteile?

Deutschlandfunk Nova: Systemsprenger und das pädagogische System – Intensivpädagoge Menno Baumann (25.01.2020)
Eine gute Nachricht hat Menno Baumann: Gewalt – auch Gewalt, die von Jugendlichen ausgeübt wird – nimmt ab. Aber das ändert nichts daran, dass es gewalttätige Kinder und Jugendliche gibt. Darüber, wie mit Systemsprengern umgegangen werden kann, spricht Menno Baumann in seinem Vortrag.

HR: Aufs Wohl bedacht? Gemeinnützigkeit und ihre Grenzen (22.01.2020)
Attac Deutschland hat klein angefangen, vor genau 20 Jahren. Ebenso die Arbeiterwohlfahrt, schon vor 101 Jahren. Heute sind sie viel größer und einflussreicher, aber immer noch gemeinnützige Vereine, genau wie der ADAC und der Alpenverein. Das heißt, bei Attac steht der Status im Zweifel, die Gemeinnützigkeit wurde 2014 vom Finanzamt aberkannt, der Fall geht durch die Instanzen. Denn Gemeinnützigkeit bedeutet vor allem eine bedeutende Steuerbefreiung, und das Finanzamt muss regelmäßig prüfen, ob ein Verein noch gemeinnützige Zwecke verfolgt: der Schutz und die Förderung von Natur, Kultur, Sport, Menschenrechten, Bildung gehören dazu. Nicht aber die allgemeinpolitische Betätigung – und die wird Attac vorgeworfen. Veruntreuung, Vetternwirtschaft oder Verschwendung unter dem Deckmantel karitativer Zwecke auch nicht: im Skandal um die Frankfurter AWO steht auch deren Gemeinnützigkeit zur Debatte. Und ist nicht der ADAC eher ein reicher Lobbyverein und der Alpenverein eine unlautere Konkurrenz für Reiseveranstalter? Gemeinnützigkeit ist eben nicht so eindeutig definiert, dass man sie nicht öffentlich in Zweifel ziehen könnte. Nicht nur im Fall von Attac ist der Verdacht laut geworden, dass politisch unliebsame Organisationen über den Entzug der Gemeinnützigkeit finanziell abgewürgt werden sollen. Wenn man die Allgemeinheit fragt, was ihr denn so dient, antwortet sie eben nicht mit einer Stimme. Und die Frage, was uns allen nutzt, wird nicht nur im Finanzamt entschieden.

HR: Wickeln, putzen, pflegen – Was es uns wert ist (21.01.2020)
Fürsorge und Pflege gehören zum Alltag in jeder Familie. Es ist Arbeit. Auch wenn sie oft gerne und selbstgewählt getan wird: Ohne diese sogenannte Care-Arbeit geht nichts. Aber erst wenn andere als die Familienmitglieder staubsaugen, Angehörige pflegen oder Kindern bei den Hausaufgaben helfen, wird diese Arbeit etwas wert. Wert durch Bezahlung. Die Entwicklungshilfeorganisation Oxfam rechnet nun in einer aktuellen Studie vor: es sind vor allem Frauen und Mädchen, die in aller Welt unbezahlt arbeiten, jeden Tag mehr als zwölf Milliarden Stunden. Würde man den Frauen für diese Arbeit den Mindestlohn zahlen, dann entspräche das einem Gegenwert von über elf Billionen US-Dollar pro Jahr, 24 Mal mehr als der Umsatz der Technologie-Riesen Apple, Google und Facebook zusammen. Über diese unbezahlte Arbeit wird auch auf dem diesjährigen 50. Weltwirtschaftsforum nicht gesprochen werden. Können wir uns das leisten?

NDR: Der amerikanische Albtraum – Die Sorgen der Mittelschicht (21.01.2020)
Der amerikanische Traum scheint ausgeträumt. Geld- und Zukunftssorgen prägen das Leben vieler US-Bürger. Schule, Krankheit, Rente – nichts ist mehr sicher.

DLF: Heilpraktiker – Eine Branche auf dem Prüfstand (19.01.2020)
Entschlackung, Akupunktur, Homöopathie: Die Behandlungsmethoden von Heilpraktikern sind umstritten, eine wissenschaftliche Ausbildung brauchen sie nicht. Experten kritisieren das. Und auch die Bundesregierung will das Betätigungsfeld der Heilpraktiker überprüfen.

DLF: Das Down danach – Was Cannabis mit Jugendlichen macht (19.01.2020)
Unter jungen Menschen wird so viel Cannabis konsumiert wie nie; die Droge gilt als harmlos und gesellschaftlich akzeptiert. Auch in Deutschland wird wieder verstärkt über eine Legalisierung diskutiert. Aber wie wirken sich die Joints auf ein Gehirn aus, das sich noch in der Entwicklung befindet?

DLF: Prostitution – Berlin auf dem Strich (18.01.2020)
Sex ist ein Geschäft. Allein in Berlin bieten schätzungsweise 8.000 Prostituierte ihre Dienste an. Kaum eine andere Stadt in Europa ist so liberal bei der Prostitution. Was für die einen vorteilhafte Zustände sind, ist für andere ein Ärgernis, für viele eine prekäre Situation.

DLF: Quereinsteiger an der Schule – Ohne Vorbereitung ins kalte Wasser (14.01.2020)
Wegen des Lehrkräftemangels gibt es immer mehr Menschen, die aus anderen Berufen ins Klassenzimmer wechseln. Zuletzt hagelte es jedoch Kritik an der Art und Weise, wie die Bundesländer diese neuen Lehrkräfte auf den Unterricht vorbereiten.

BR: Alltag in Dortmund-Nord – Zwischen Dealern, vermüllten Häusern und Neonazis (10.01.2020)
Drogen, Arbeitslosigkeit, Neonazis – die Probleme der Dortmunder Nordstadt versucht die Politik seit Jahren in den Griff zu bekommen. Zum Teil, so schildert Niklas Schenk, muss sie kapitulieren.

BR: „Du bist was wert“ – Wie eine Schule in der Dortmunder Nordstadt wirklich hilft (10.01.2020)
Im Dortmunder Norden ist der Alltag rau. Drogen, Kriminalität und Verwahrlosung stigmatisieren. Doch die Anne-Frank-Gesamtschule hilft mit ganz eigenen Methoden den Jugendlichen, aus dem schwierigen Milieu herauszukommen – Lehrer als Psycho- Coaches.

SWR: Woran scheitert die Reform der Schulen? (09.01.2020)
Es diskutieren: Armin Himmelrath – Bildungsjournalist, Hamburg, Prof. Dr. Kai Maaz – geschäftsführender Direktor am Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation, Berlin, Dr. Thomas Riecke-Baulecke – Leiter der Zentralstelle für Schulqualität und Lehrerbildung, Stuttgart

BR: 25 Jahre Pflegeversicherung – zwischen Demographie und knappen Kassen (08.01.2020)
Zum Jahreswechsel jährt sich die Einführung der Pflegeversicherung. Als sie am 01. Januar 1995 als neuer Zweig der Sozialversicherung eingeführt wurde, sprachen die zuständigen Politiker von Union und SPD von einem wirklich großen Wurf. Allerdings sind seitdem die Herausforderungen in der Pflege rasant gewachsen: Die Zahl der Empfänger von Leistungen aus der Pflegeversicherung steigt stetig, aber auch die Leistungen sind deutlich ausgeweitet worden – entsprechend hat sich der Beitragssatz mehr als verdreifacht. Dennoch reicht das, was die Pflegeversicherung abdeckt, nach Ansicht vieler Fachleute nicht aus. Es gibt Forderungen nach einer Pflege-Vollversicherung – und Entwicklungen wie der „graue Pflegemarkt“ osteuropäischer Kräfte sind kaum reguliert.

NDR: Die schwierigen Arbeitsbedingungen in der Reinigungsbranche (08.01.2020)
Reinigungskräfte arbeiten oft unsichtbar. Die Arbeitsbedingungen sind hart. Kaum eine Beschäftigte wehrt sich dagegen. Gewerkschafter fordern mehr Lohn und Anerkennung.

DLF: Bürgerwehren in Deutschland – Auf Streife in der Nachbarschaft (08.01.2020)
Viele Bürger fühlen sich nachts auf der Straße unsicher, fürchten Raub und Aggression. Vor Wohnungseinbrüchen haben viele Menschen Angst, obwohl die Kriminalstatistik rückläufig ist. Diese Unsicherheit nutzen selbsternannte Bürgerwehren und patrouillieren in Fußgängerzonen oder in der Nachbarschaft.

Deutschlandfunk Kultur: Obdachlose Frauen – Ein verstecktes Leben ohne eigene Wohnung (07.01.2020)
Frauen sind auf besondere Weise von Obdachlosigkeit bedroht. Wenn eine Beziehung zerbricht oder die Rente nicht reicht, verlieren manche von ihnen die Wohnung. Hilfsangebote können sie unterstützen, aber es gibt zu wenige, beklagen Sozialarbeiter.

NDR: Gehören Kinderrechte ins Grundgesetz? (07.01.2020)
Kinder sollen geschützt werden. Das ist unbestritten. Kann ihnen die Verankerung ihrer Rechte im Grundgesetz helfen?

WDR: Helmut – Oder: Wie resozialisiert man einen Langzeithäftling? (05.01.2020)
Helmut hat fast sein ganzes Leben im Gefängnis verbracht. Mit 16 Jahren brach er einen Automaten auf. Danach kam eine Strafe zur nächsten. Heute ist er über 65 Jahre alt. An das Leben im Knast hat er sich gewöhnt, nur draußen kommt er nicht klar.

DLF: Digitale Psychiatrie – Die App, dein Seelenwächter (05.01.2020)
Können Tipp- und Scrollverhalten am Smartphone psychische Erkrankungen oder Demenz vorhersagen? Die Psychiatrie setzt zunehmend auf Big Data und forscht an Diagnosen via Smartphone. Während die einen eine Revolution der Psychiatrie beschwören, warnen andere vor einer Totalüberwachung der Patienten.

SR: Christian Pfeiffer: Gegen die Gewalt (05.01.2020)
Deutschlands bekanntester Kriminologe spricht über die Ursachen der Gewalt, über Missbrauch in der katholischen Kirche und den Unterschied zwischen gefühlter Kriminalitätstemperatur und realer Kriminalität.

DLF: Warum die Mietenspirale nach oben weist (03.01.2020)
In Leipzig und anderen ostdeutschen Großstädten schnellen die Preise auf dem Wohnungsmarkt rasant in die Höhe. Die Löhne dagegen steigen langsamer als die Mieten. Die Folge: Die Zahl der Menschen mit Mietschulden wächst und alteingesessene Bewohner werden zunehmend aus ihren Vierteln verdrängt.

BR: Heiß begehrt, trotzdem ausgebremst – wie Flüchtlinge im bayerischen Arbeitsmarkt ankommen (03.01.2020)
Als Spüler, Arzthelferin und auch als Umweltingenieur: bayernweit haben bereits über 100.000 Flüchtlinge einen festen Job und fast 20.000 einen Ausbildungsplatz gefunden. Doch sie brauchen viel Unterstützung.

DLF: Milo Rau über Kolonialismus heute: „Illegale Flüchtlinge aus Afrika sind die modernen Sklaven“ (01.01.2020)
„Die ganze europäische Landwirtschaft in Südeuropa funktioniert eigentlich nur noch dank der schlecht bezahlten Handarbeit von Flüchtlingen,“ sagte der Regisseur, Intendant und Filmemacher Milo Rau im Dlf. Mit seinem Jesus-Film zettelte er eine „Revolte der Würde“ dagegen an.

DLF: Arbeitsrecht: 50 Jahre Lohnfortzahlung im Krankheitsfall – auch für Arbeiter (01.01.2020)
Wer krank ist, der hat Lohnausfälle: So war es für Arbeiter lange in Deutschland. Während Angestellte im Krankheitsfall die volle Lohnfortzahlung erhielten, mussten Arbeiter für dieses Recht kämpfen. Ein Streik von rund 18.000 Metallarbeitern brachte 1957 einen ersten Erfolg. Die Gleichstellung kam 1970.

DLF: Opioid-Krise in den USA – Dealer in weißen Kitteln (31.12.2019)
Am Anfang stehen angeblich harmlose Schmerztabletten, doch dann folgt die Abhängigkeit: Zehntausende Menschen in den USA sind süchtig durch Opioide. Und der Weg zum Heroin ist oft nicht weit. Das Land erlebt eine enorme Gesundheitskrise

DLF: Angehörigen-Entlastungsgesetz – Entlastung für Angehörige, Belastung für Kommunen (29.12.2019)
Wenn das Sozialamt bei den Pflegekosten einspringt, holt es sich Geld von Angehörigen zurück. Ab Januar ändert sich das, dann müssen erwachsene Kinder nur zahlen, wenn sie mehr als 100.000 Euro Bruttoeinkommen haben. Die Kommunen fürchten die Mehrkosten und einen Anstieg bei den Heimunterbringungen.

DLF: Ethnologe David Graeber: Viele Jobs sind sinnlos und überflüssig (28.12.2019)
Ein Großteil unserer heutigen Arbeitsstellen könne problemlos gestrichen werden, sagt der Ethnologe und Vordenker der Occupy-Bewegung David Graeber: „Bullshit-Jobs“, die niemand brauche. Er plädiert deswegen für die Einführung des Grundeinkommens.

BR: Was machen wir morgen? Von der Zukunft der Arbeit (28.12.2019)
Die Arbeitswelt ist im Wandel – heißt es immer. Aber das ist maßlos untertrieben. Wir sind mitten drin in einer Arbeitsrevolution. Die Digitalisierung beendet ein Stück Industrie- und auch ein Stück Sozialgeschichte. Wie wollen wir in Zukunft arbeiten? Wie lösen wir den Personalmangel in sozialen Berufen? Oder nehmen uns Roboter ganz die Arbeit weg? Es ist Zeit für eine Analyse.

SWR: Spanisch, Töpfern, Kochen, Yoga – 10.000 Kurse unter einem Dach. Brauchen wir die Volkshochschulen noch? (28.12.2019)
Bildung für alle – das war das Motto, als vor 100 Jahren die ersten Volkshochschulen gegründet wurden. Bildung unabhängig von Religion, von Stand, von Geld. Und so ist es auch heute noch. Die Volkshochschulen sind Gradmesser für gesellschaftliche Entwicklungen, in ihren Programmen spiegeln sich Trends und Strömungen. In vielen Kommunen sind die Volkshochschulen mehr als eine bloße Bildungsstätte. Sie sind ein Ort der Begegnung und des Austauschs. Sabine Geipel, Michael Herr und Lena Stadler beleuchten in ihrem Feature „Spanisch, Töpfern, Kochen, Yoga -10.000 Kurse unter einem Dach. Brauchen wir die Volkshochschulen noch?“, neben den wichtigsten historischen Fakten, den heutigen Alltag der Volkshochschulen und zeigen aktuelle Probleme auf.

DLF: Tarifvertrag für Pflegekräfte – Der komplizierte Weg zum Einheitslohn (27.12.2019)
Weil nur wenige Beschäftigte in der Pflege von Tarifverträgen profitieren, wollen Bund und Sozialverbände einen allgemein verbindlichen Branchentarif. Der Weg aber ist kompliziert. Es fehlt an einem Arbeitgeberverband, die Träger sind zerstritten bei dem Thema.

DLF: Brandenburg – Wenn auf dem Land die Einsamkeit grassiert (26.12.2019)
Wenige Städte, stattdessen viele kleine Dörfer, oft schlecht angeschlossen: In Brandenburg sind die Landespolitiker aufgefordert, etwas gegen die Vereinsamung von Menschen zu unternehmen. Einzelne Projekte und Initiativen schaffen schon jetzt Abhilfe.

Deutschlandfunk Kultur: Wohnungslose Familien – Inzwischen kann es jeden treffen (23.12.2019)
Schon zwei Monate Mietrückstand reichen aus – und die Wohnung ist weg. Eine neue finden, ist angesichts explodierender Mieten in den Städten schwer. Und so landen mittlerweile auch viele Familien in der Wohnungslosigkeit. Darunter leiden vor allem die Kinder.

DLF: Neues Pflegeberufe-Gesetz – Risiken und Nebenwirkungen der generalistischen Ausbildung (23.12.2019)
Der allgemeine Abschluss „Pflegefachfrau/ -mann“ ersetzt künftig die bislang getrennten Ausbildungen in der Alten-, Kranken- und Kinderkrankenpflege. Die neue, generalistische Ausbildung ist EU-weit anerkannt und legt Wert auf Eigenständigkeit. Kritiker fürchten, sie könne zu anspruchsvoll sein.

DLF: Demenz – Wie die alternde Gesellschaft Kliniken herausfordert (22.12.2019)
Zehn Prozent aller Menschen im Krankenhaus leiden unter einer Demenz. Für sie ist der Klinikaufenthalt Gift, weil hier nichts vertraut ist. Das überlastete Personal behilft sich oft mit Psychopharmaka, was die Verwirrtheit erst recht befördert. Die demographische Entwicklung bringt Krankenhäuser an ihre Grenzen.
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SR: Nach 20 Jahren Pisa-Flaute sozial Benachteiligte besser fördern (18.12.2019)
Weiterhin herrscht Pisa-Ernüchterung in Deutschland. Zwar schneiden deutsche Schülerinnen und Schüler im Lesen, in Mathematik und Naturwissenschaften etwas besser ab als der Durschnitt der OECD-Länder. Aber laut aktueller Studie haben sich ihre Leistungen zuletzt wieder verschlechtert. Nach 20 Jahren weitgehendem Stillstand in der Bildungspolitik müsse sich die Politik endlich dafür entscheiden, wen sie gezielt fördern wolle, so Armin Himmelrath, Leiter des Ressorts Bildung bei „spiegel online“. Bislang würden Mittel zu breit gestreut. Dabei sei es insbesondere erforderlich, sozial Benachteiligte besser zu fördern.

DLF: Immer mehr demente Patienten (20.12.2019)
Patienten, die ins Krankenhaus müssen und unter einer Demenz leiden, verlassen die Klinik häufig noch verwirrter, als sie sie betreten haben. Der Aufenthalt ist für sie Gift – und das nicht nur, weil sich das überlastete Personal manchmal mit Psychopharmaka behilft, die für Demente nicht geeignet sind.

DLF: Rechtsextremismus bei der Polizei – Zu viele Einzelfälle (20.12.2019)
Bei der Polizei häufen sich rechtsextremistische Haltungen und Handlungen, das bestätigt eine Recherche des Dlf. Zwar sind die etwa 200 recherchierten Vorfälle nicht viel – angesichts von 260.000 Vollzugsbeamten. Aber das Klima bei der Polizei verschlechtert sich – Experten sind alarmiert.

SWR: Deutschland 2019: Armut unter Christbaum (20.12.2019)
Trotz jahrelangem Aufschwung hat sich die Lage der armen Menschen in Deutschland nicht grundlegend geändert. Rund 12 Millionen Bürger leben an der Armutsgrenze. Das sind mehr als vor zehn Jahren. Warum ist das so?

NDR: Armutsrisiko Krebs? (19.12.2019)
Krebserkrankungen sind langwierig. Krebspatienten werden oft gegen ihren Willen zu ‚Frührentnern‘ abgestempelt. Das bedeutet für viele ein sozialer, finanzieller Abstieg.

HR: Jedes fünfte Kind in Deutschland ist von Armut betroffen – was tun dagegen? (19.12.2019)
Ohne Frühstück in die Schule, Geburtstagseinladungen absagen, weil kein Geld da ist für Geschenke, nie in die Ferien fahren können, kaum gesellschaftliche Teilhabe – jedes fünfte Kind in Deutschland ist von Armut betroffen. Zwar ist die Armutsquote deutschlandweit leicht zurück gegangen, wie der aktuelle Armutsbericht des Paritätischen Gesamtverbands zeigt. Aber in Hessen wächst die Armut so stark wie in keinem anderen Bundesland. Woran liegt das? Was bedeutet Armut für betroffene Eltern und Kinder? Und was muss die Politik dagegen tun?

SWR: Mehr Commercy – weniger Kommerz! Ein Jahr unter den Gelbwesten (18.12.2019)
Die Gelbwesten demonstrieren noch immer auf den Straßen von Paris. Es gibt schwere Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und der Polizei. Wer steckt hinter dieser Bewegung?

NDR: Bessere Pflege kostet Geld (18.12.2019)
Zusätzliche Stellen und Lohnsteigerungen sollen dazu beitragen, Mängel in der Pflege abzustellen. Gerät die Pflegeversicherung an ihre Grenzen?

DLF: Teilzeitausbildung statt Harz IV – Wie NRW-Kommunen Alleinerziehenden eine Perspektive bieten(18.12.2019)
Wer früh und dazu noch alleine Verantwortung für Kinder übernimmt, gerät schnell in die finanzielle und soziale Abwärtsspirale. Vor allem dann, wenn sie oder er noch keine Ausbildung abschließen konnte, rückt jede berufliche Perspektive in weite Ferne. Kommunen in NRW wollen hier Abhilfe schaffen.

BR: Job mit Vorurteilen (18.12.2019)
Wie Securitykräfte auf Weihnachtsmärkten oder bei Musikevents für Sicherheit sorgen

Deutschlandfunk Kultur: Altenpflege in Not in NRW – Neubau gegen Platz- und Personalmangel (16.12.2019)
In Nordrhein-Westfalen fehlt es wie vielerorts im Land an Plätzen in Altenheimen. An Personal mangelt es ohnehin, zudem fehlt es an Zimmern – auch weil die Standards der Unterbringung gestiegen sind. Die Caritas in Düsseldorf reagiert und baut neu.

SWR: Brauchen wir einen höheren Mindestlohn? (16.12.2019)
Es diskutieren: Dr. Hagen Lesch – Institut der Deutschen Wirtschaft, Köln; Prof. Dr. Stefan Liebig – Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung, Berlin; Prof. Dr. Thorsten Schulten – Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliches Institut der Hans-Böckler-Stiftung, Düsseldorf

Deutschlandfunk Kultur: Mein Partner, ein Pflegefall – Wie Krankheit die Liebe verändert (16.12.2019)
In guten wie in schlechten Tagen, heißt es. Doch was passiert, wenn der Partner plötzlich zum Pflegefall wird? Wie verändert sich eine Ehe, wenn die Demenz den Partner Stück für Stück verschwinden lässt? Und wie bedingungslos muss Liebe sein?

SWR: Gras als Medizin – Wie Deutschland in die Cannabis-Zukunft stolpert (11.12.2019)
Seit März 2017 dürfen Ärzte Cannabis in Deutschland als Arzneimittel verschreiben. Doch bisher läuft vieles nicht rund. Eine erste Ausschreibung für den Anbau war fehlerhaft, deshalb muss Cannabis immer noch importiert werden. Politiker agieren als Getriebene von Gerichten, Ärzte sind sich beim Thema nicht einig, es fehlt an Forschung. Leidtragende sind die Patienten, die in den Apotheken oftmals ihre Medizin nicht finden können und die Kosten nicht erstattet bekommen. Dabei könnte medizinisches Cannabis bald ein großes Geschäft werden: Cannabis-Konzerne vor allem aus Kanada drängen auf den deutschen Markt.

SWR: Sicherheitsdienste – Das Geschäft mit der Angst (10.12.2019)
Mehr als 260.000 Beschäftigte zählt die Sicherheitsbranche in Deutschland: Das Geschäft boomt. Aber Beschäftigte klagen über niedrige Löhne und schlechte Arbeitsbedingungen.

NDR: 100 Jahre AWO: Sozialarbeit zwischen Kostendruck und Solidarität (10.12.2019)
Die AWO steht seit 100 Jahren für Solidarität und Gerechtigkeit. Aber auch Wohlfahtsverbände spüren den Kostendruck. Einblicke in die AWO-Welt von heute.

SWR: Die Tafeln in Rheinland-Pfalz (10.12.2019)
Weihnachten steht vor der Tür. Für viele bedeutet das auch Kaufen im Überfluss: Geschenke, Süßigkeiten und natürlich die Weihnachtsgans. Doch nicht jeder kann sich das leisten. Immer mehr Menschen nutzen deshalb das Lebensmittelangebot der Tafeln.

DLF: Guinea – Die schwierige Rückkehr von Migranten (09.12.2019)
Jedes Jahr kehren Tausende Guineer, die sich Richtung Europa aufgemacht haben, in ihr Land zurück. Viele nehmen an Rückkehrer-Programmen teil und bekommen Unterstützung bei ihrem Neuanfang. Doch die Ankunft in der alten Heimat ist schwierig, die Rückkehrer kämpfen mit Scham und Schuld.

Deutschlandfunk Kultur: Obdachlose in Berlin – Rückkehr nach Polen (08.12.2019)
Tausende Polen leben Schätzungen zufolge in Berlin auf der Straße. Die Organisation Barka kümmert sich darum, dass sie zurück in ihr Herkunftsland kommen. Dort können die Obdachlosen auf Bauernhöfen ein neues Leben beginnen – ohne Alkohol.

DLF: Ehemalige Zechensiedlung Moers-Meerbeck – Was hält uns noch zusammen? (07.12.2019)
Nach dem Ende des Bergbaus haben viele Städte in Nordrhein-Westfalen mit dem Strukturwandel zu kämpfen. Armut macht sich breit, Städte veröden. Auch in der ehemaligen Bergarbeiter-Siedlung Moers-Meerbeck besteht das Problem: Der alte Zusammenhalt im Viertel droht verloren zu gehen.

NDR: Armutsrisiko Krebs? (05.12.2019)
Krebserkrankungen sind langwierig. Krebspatienten werden oft gegen ihren Willen zu „Frührentnern“ abgestempelt. Das bedeutet für viele einen sozialen, finanziellen Abstieg.

HR: Schlaraffenland ist abgebrannt: Die AWO, das Geld und die Gier (05.12.2019)
Schlaraffenland ist abgebrannt; und die Glaubwürdigkeit von Oberbürgermeister Peter Feldmann gleich mit. Denn bei der Frankfurter AWO gab es hohe Gehälter, stattliche Dienstwagen und üppige Spesen. Fast täglich gibt es neue Enthüllungen. Und ein Ende ist nicht abzusehen.

DLF: Lange Wartezeiten – Was tun gegen den Mangel an Psychotherapieplätzen? (04.12.2019)
Jeder dritte Deutsche leidet innerhalb eines Jahres unter seelischen Problemen. Doch wer einen Psychotherapieplatz sucht, muss darauf bis zu einem halben Jahr oder länger warten. Nun wurden 776 neue Psychotherapiesitze geschaffen. Ob die ausreichen werden, ist allerdings umstritten.

NDR: Wenn das Auto zum Zuhause wird. Obdachlos in den USA (04.12.2019)
Eine halbe Million US-Amerikaner leben auf der Straße. Krankheit, Scheidung, Jobverlust. Sie können sich keine Wohnung leisten. Viele leben im Auto auf Parkplätzen.

Deutschlandfunk Kultur: Genossenschaften – Die Potenziale einer unterschätzten Rechtsform (03.12.2019)
Selbstständige, die sich zusammenschließen. Mitarbeiter, die Eigentümer sind, und mitbestimmen. Das Genossenschaftsmodell fristet noch ein Nischendasein. Aber es birgt viele Potenziale – auch um Missständen in der Wirtschaft und Arbeitswelt zu begegnen.

DLF: Schlechte Bezahlung und Wertschätzung – Die schmutzigen Seiten der Reinigungsbranche(01.12.2019)
Reinigungskräfte arbeiten oft nachts oder früh am Morgen. Dann schrubben sie Büros, Toiletten und Treppen. Ihre Arbeit ist hart und schlecht bezahlt. Manche Firmen setzen jetzt auf „Daytime-Cleaning“, um die Putzarbeit sichtbarer zu machen. Viele Reinigungskräfte haben allerdings andere Sorgen.

DLF: Kommunalpolitik: Einer muss es doch machen – Ehrenämtler verzweifelt gesucht (30.11.2019)
Wer engagiert sich heutzutage noch in der Kommunalpolitik? Es werden immer weniger, denn das bedeutet viel Arbeit für eine geringe Aufwandsentschädigung. Zudem häufen sich in letzter Zeit Drohungen, Prügelattacken oder Hassmails gegen Bürgermeister.

HR: Nicht lieferbar! Gehen uns die Medikamente aus? (28.11.2019)
Schmerzmittel, Impfstoffe, Blutdrucksenker. Es gibt fast keine Arzneigruppe, die nicht betroffen ist von Engpässen. Nun ist ein Lieferengpass noch keine Versorgungslücke, aber das Problem wächst kontinuierlich und mancher Patient muss schon auf Alternativen zum gewohnten Medikament zurückgreifen. In Kliniken ist die Lage zum Teil dramatischer, wenn Narkosemittel oder Wirkstoffe fehlen, die Blutungen stillen. Die Ursachen sind vielfältig. Natürlich geht es ums Geld, aber auch um die Lieferanten. Immer mehr Medikamente werden im Ausland hergestellt. In Fernost, China oder Indien. Wenn zum Beispiel Verunreinigungen auftreten, dann kommt das ganze System ins Wanken. Warum werden kaum noch Arzneien in Europa hergestellt? Was kann die Politik tun um die Versorgung zu sichern? Und welchen Preis müssen wir dafür zahlen?

Deutschlandfunk Kultur: Auslaufmodell Offene Jugendarbeit? – Früher Jugendclub – heute Shopping Mall (25.11.2019)
Mit der 68er-Bewegung kamen auch die Jugendclubs. Gedacht waren sie als Orte, wo jungen Menschen Demokratie und Werte vermittelt werden, um schließlich eine bessere Welt zu schaffen. Von diesen Idealen ist heute nicht mehr viel übrig geblieben.

SWR: Tödliche Traurigkeit – Depression und Suizid im Alter (25.11.2019)
Erika M. ist von uns gegangen – sie wurde 84 Jahre alt. So oder so ähnlich steht es in einer Todesanzeige in der Zeitung. 84 Jahre, das ist ein hohes Alter, denken viele und mutmaßen: vermutlich starb sie an einem Herzinfarkt, einem Schlaganfall oder an Krebs. Aber all das ist falsch: Erika M. hat sich umgebracht. Sie litt an Depressionen. Nur, das hat keiner bemerkt. Depressionen und Suizid im Alter – immer noch ein Tabuthema. Fakt ist, die Suizidrate ist seit den 1980er Jahren gesunken, die Selbstmordrate bei älteren und alten Menschen allerdings hat drastisch zugenommen. Weshalb das so ist, welche Anzeichen auf eine Depression im Alter hindeuten und wie man betroffenen Menschen helfen kann, darüber sprechen wir mit Prof. Dr. Reinhard Lindner. Er ist Psychiater und Leiter des nationalen Suizid Präventionsprogramms für Deutschland.