Podcasts

SWR: Knick oder Boom? Der Arbeitsmarkt 2019 (12.01.2019)
Nach dem Rekordjahr 2018 – hält die gute Entwicklung an? Geht die Zahl der Arbeitslosen weiter zurück, oder bremsen Demografie und Digitalisierung? Gibt es den Fachkräftemangel wirklich, und sind die von der Politik gesetzten Themen „Langzeitarbeitslose“ und „Hartz IV“ die richtigen?

DLF: Obdachlosigkeit in Deutschland – Verschämt, versteckt, verdrängt – wohnungslose Frauen (08.01.2019)
Rund ein Viertel aller Obdachlosen sind Frauen. Viele von ihnen leben in einer verdeckten Wohnungslosigkeit – sie versuchen, ihren Status zu verbergen. Das „Housing first“-Konzept könnte ihnen wieder zu einem geregelten Leben verhelfen, hat sich aber in deutschen Städten noch nicht durchgesetzt.

IMF: Michal Rutkowski: Industrial-Era Welfare Policies are Falling Short (07.01.2019)
The changing nature of work is turning traditional employment on its head. More and more people are working in the gig economy or in jobs without formal employment contracts, and the payroll-based industrial-era social insurance policies are no longer providing the safety net for which they were designed. Michal Rutkowski oversees the World Bank’s work in developing systems that protect the most vulnerable sectors of society, and helped produce the 2019 World Development Report on the Future of Work. In this podcast, Rutkowski says 70 percent of the world’s population is now in the informal labor market without the means to contribute to health care insurance or pension plans.

Deutschlandfunk Kultur: Obdachlose in Berlin – Rückkehr nach Polen (06.01.2019)
Tausende Polen leben Schätzungen zufolge in Berlin auf der Straße. Die Organisation Barka kümmert sich darum, dass sie zurück in ihr Herkunftsland kommen. Dort können die Obdachlosen auf Bauernhöfen ein neues Leben beginnen – ohne Alkohol.

DLF: Vom Ausbildungskonzept bis Pflegekammer – Was hilft gegen den Pflegenotstand? (09.01.2019)
Der Pflegenotstand spitzt sich weiter zu: Immer mehr ältere Menschen benötigen Betreuung und Pflege, aber es gibt viel zu wenig Personal. Mittelfristig werden rund 100.000 Pflegekräfte benötigt. Doch selbst für die zugesicherten zusätzlichen 13.000 Stellen in den Altenheimen fehlen die Fachkräfte. Was bringt das Pflegepersonal-Stärkungsgesetz der Kranken- und Altenpflege? Wie kann die Ausbildung attraktiver werden? Inwieweit können neu eingerichtete Pflegekammern in den Bundesländern den Beruf aufwerten und für eine bessere Lobbyarbeit sorgen?

SWR: Ehre oder Amt? Wem Freiwilligendienste nutzen (04.01.2019)
Jeder dritte Deutsche engagiert sich ehrenamtlich. Meistens im Sport, aber auch in Altenheimen, bei Rettungsdiensten oder in der Flüchtlingshilfe. Die Parteien wollen den Freiwilligendienst stärken und insbesondere junge Menschen motivieren, sich zu engagieren. Bislang ist der Bundesfreiwilligendienst eher unbeliebt, jeder dritte „Bufdi“ bricht den Dienst vorzeitig ab. Wer profitiert von ehrenamtlichem Engagement, wie groß ist der volkswirtschaftliche Nutzen und sind Ehrenamtliche am Ende nicht doch nur Billiglöhner?

DLF: Haftanstalten – Hoffnungslos überfüllt (03.01.2019)
Resozialisierung muss warten: Besonders in Baden-Württemberg sind Gefängnisse massiv überbelegt. Die Zahl der Gefangenen hat sich deutlich erhöht, die Kapazitäten reichen nicht aus, das Justizvollzugspersonal ist mit den Kräften am Ende. Besserung ist so schnell nicht in Sicht.

Deutschlandfunk Kultur: Steigende Mieten – Soziales Bodenrecht gegen Wohnraum-Spekulanten (03.01.2019)
Die Architektin und Stadtplanerin Christiane Thalgott fordert ein soziales Bodenrecht. Sie bezweifelt, dass Änderungen im Mietrecht noch helfen können, den Mietpreisanstieg zu bremsen – mit Immobilien lasse sich einfach zu viel Geld verdienen.

DLF: Teilhabechancen-Gesetz – Der mühsame Kampf gegen Langzeitarbeitslosigkeit (03.01.2019)
Langzeitarbeitslose fit für den ersten Arbeitsmarkt zu machen – das ist das Ziel des neuen Teilhabechancen-Gesetzes. Vier Milliarden Euro hat die Bundesregierung investiert, 150.000 Stellen wurden so geschaffen. Kritiker bezweifeln jedoch, dass das Programm die gewünschte Wirkung zeigt.

DLF: 100 Jahre Acht-Stunden Tag – Der lange Kampf um faire Arbeitszeiten (30.12.2018)
Zum 1. Januar 1919 wurde Realität, wofür die Arbeiterbewegung lange gekämpft hatte: der Acht-Stunden-Tag bei vollem Lohnausgleich. Und auch 100 Jahre nach der historischen Errungenschaft diskutieren Arbeitnehmer und Arbeitgeber kontrovers über das Thema Arbeitszeitgestaltung.

BR: Zwischen Alarmismus und Utopie. Von der Zukunft der Arbeit im Zeitalter der Digitalisierung (28.12.2018)
Die Maschinen sind auf dem Vormarsch. Sie verändern auch unsere Arbeitswelt. Aber inwiefern und wie tiefgreifend? Eine Bestandsaufnahme der Diskussionen über die Automatisierung und ihre möglichen Folgen.

DLF: Wie sozial gerecht ist Deutschland? (24.12.2018)
Die deutsche Wirtschaft boomt, die Arbeitslosenquote ist auf einem Rekordtief. Auf der anderen Seite sind mehr als sechs Millionen Menschen auf Sozialleistungen angewiesen. Die Zahl der Betroffenen, die in der Armutsfalle sitzen, bleibt konstant.
Gesprächsgäste: Prof. Dr. Christoph Butterwegge, Politikwissenschaftler und Armutsforscher, Prof. Dr. Winfried Fuest, Wirtschaftswissenschaftler, Prof. Dr. Karl Lauterbach, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der SPD im Bundestag

DLF: Zuwanderung aus Rumänien und Bulgarien – Von Willkommenskultur kaum eine Spur (23.12.2018)
Mit der Arbeitnehmerfreizügigkeit ist die Zahl der Zuwanderer aus Bulgarien und Rumänien nach Deutschland seit 2014 kräftig gestiegen. Es kamen und kommen aber viele Menschen mit geringer Qualifikation und wenig Sprachkenntnissen. Das hat die sozialen Probleme in Städten wie Gelsenkirchen, Duisburg oder Dortmund verschärft.

DLF: Die Abwanderung der jungen Generation (22.12.2018)
Trotz aller wirtschaftlichen Erfolgsmeldungen hält der Exodus von jungen Fachkräften aus Osteuropa Richtung Nordwesten an. Die massive Abwanderung schwächt die Sozialsysteme und ganze Gesellschaften im östlichen Europa. Besonders drängend ist das Problem im jüngsten Mitgliedsland Kroatien.

IMF: Sharan Burrow: Social Protections in the Age of Technology (22.12.2018)
Technology is quickly changing the nature of work. Full-time employment with health care and a pension is being replaced with short-term contracts with no benefits, leaving workers exposed. Sharan Burrow has been General Secretary of the International Trade Union Confederation since 2010, and a champion of workers rights in the age of technology. Burrow joined a panel on social protection and the future of work during the 2018 IMF-World Bank Annual meetings.

SR: Ende der Spende? – Das schwierige Geschäft mit der Wohltat (14.12.2018)
Zur Weihnachtszeit nehmen gemeinnützige Vereine die meisten Spendengelder ein. Doch das deutsche Charity-Geschäft droht auszusterben: 40 Prozent des Spenden-Volumens kommt von über 70-Jährigen. Jüngere spenden deutlich weniger. Spenden-Plattformen wie „Amazon smile“ gelten als problematisch. Viele Vereine setzen auf Paten oder Fördermitglieder, um langfristige Bindungen zu schaffen. Interviews mit Martin Rücker, Geschäftsführer der Verbraucherorganisation „foodwatch“ und Anja Katrin Orth vom Institut der Deutschen Wirtschaft. Reportagen aus dem SOS Kinderdorf Schwarzwald und der staatlichen Sammlungsaufsicht in Trier.

HR: Von Plänen und Pakten. Wie ordnen wir Flucht und Migration? (13.12.2018)
Geht es um Migration, sind Emotionen immer Teil öffentlicher Debatten. Beim gerade in Marrakesch verabschiedeten UN-Migrationspakt, in dem es um den Umgang mit Arbeitsmigranten geht, konnte man das wieder feststellen. Zwar haben 164 Staaten ihn unterzeichnet, unter anderem Deutschland. Aber der heftige Streit darüber ist nicht vorbei. Und jetzt kommt schon der nächste Pakt der Vereinten Nationen. In ihm geht es um das Schicksal der mehr als 60 Millionen Flüchtlinge weltweit. Ein wichtiges Kapitel in diesem Pakt widmet sich der Umsiedlung bereits Geflüchteter. Rechtspopulisten machen auch dagegen Front. In der Auseinandersetzung darüber tritt in den Hintergrund, wie die Bundesregierung seit einem Jahr versucht, sogenannte Fluchtursachen zu bekämpfen: Von Marshall-Plan bis hin zu Reformpartnerschaften mit afrikanischen Ländern- es sind ehrgeizige Pläne, an denen sich Berlin messen lassen muss. Die Bilanz ist bislang dürftig: deutsche Unternehmen ziehen nicht mit. Sie machen auch weiterhin einen Bogen um Afrika. Ist die Formel der Fluchtursachenbekämpfung also nur eine Beruhigungspille für die deutsche Öffentlichkeit? Ein Gesetz, das mit steuerlichen Anreizen Investoren in die Regionen südlich der Sahara locken wollte, hat der deutsche Entwicklungsminister gerade still beerdigt. Gibt es überhaupt schlüssige Konzepte angesichts der Herausforderungen durch Flucht und Migration?

DLF: Flüchtlinge auf der neuen Balkanroute – Gefangen im Niemandsland (13.12.2018)
Weil die alte Balkanroute geschlossen ist, versuchen viele Flüchtlinge über Bosnien in das EU-Land Kroatien zu gelangen. Inzwischen mehren sich die Berichte von brutalen Misshandlungen durch kroatische Grenzpolizisten. Und der Bürgermeister einer bosnischen Grenzstadt beklagt, dass der Staat sein Dorf im Stich lasse.

piqd: Sollten wir Hartz IV abschaffen? (18.12.2018)
Nicht erst seit gestern diskutieren wir über die Hartz-Gesetze der rot-grünen Bundesregierung unter Gerhard Schröder. Schon seit der Einführung werden die Gesetze von vielen Seiten stark kritisiert. Dabei konzentriert sich die Kritik häufig vor allem auf eines der vielen Hartz-Gesetze: Hartz IV.

DLF: Pflegebranche: Profit oder Wohlfahrt? (11.12.2018)
Die Pflege lag lange in der Hand der Familie, der Kirchen und Wohlfahrtsverbände. Seit den 1990er-Jahren drängen auch Privatunternehmen und Aktiengesellschaften auf den Markt – und setzen auf Profitmaximierung. Patienten bleiben dabei auf der Strecke, kritisieren Vertreter der Wohlfahrtspflege.

DLF: Das Geschäft mit den Flüchtlingen – Endstation Libyen (11.12.2018)
Wenn sie aufgegeben haben, besteigen sie die Flugzeuge. Die Internationale Organisation für Migration (IOM) transportiert verzweifelte Flüchtlinge und Migranten zurück in ihre Heimatländer – den Senegal, Niger oder Nigeria. Es ist die Rettung vor dem sicheren Tod und gleichzeitig ein Flug zurück in die Hoffnungslosigkeit.

WDR: Die unsichtbaren Gastarbeiter aus Korea (10.12.2018)
Vor 55 Jahren wurde ein Anwerbeabkommen geschlossen, das zahlreiche Koreaner in die Bundesrepublik führte. Viele sind geblieben. Der Politikwissenschaftler Martin Hyun berichtet in der Redezeit vom koreanischen Leben in Deutschland.

SR: Kindergärten – Heile Welt oder Spiegelbild der Gesellschaft? (07.12.2018)
Veränderte Kindheit ist eine Herausforderung für Kindertageseinrichtungen. Wie hat sich die Arbeit von Erzieherinnen und Erziehern in den letzten Jahren gewandelt?

Deutschlandfunk Kultur: Haushaltsnahe Dienstleistungen – „Man hat wieder Personal“ (03.12.2018)
Ob Pfleger, Butler oder Putzkraft: etwa 3,6 Millionen Haushalte in Deutschland beschäftigen Hilfspersonal. Und anders als früher hat inzwischen auch die Mittelschicht keine Skrupel mehr, sich bedienen zu lassen – oft für wenig Geld.

DLF: Hartz IV auf dem Prüfstand – Braucht das Land ein Grundeinkommen? (26.11.2018)
Die SPD will Hartz 4 abschaffen und ersetzen durch ein weniger rigides System: Keine Straf-Androhungen mehr, keine Kürzungen. Das bringt auch die Idee eines Grundeinkommens wieder ins Gespräch: Ein fester Betrag für jeden Bundesbürger.

NDR: Immer mehr Demenzkranke (04.12.2018)
Mit steigender Lebenserwartung erkranken immer mehr Menschen an Demenz. Wie gut sind Sozialkassen und Pflegekräfte darauf vorbereitet? Benötigen wir neue Pflegekonzepte?

Inforadio rbb: Tagespflegestellen unter Druck (04.12.2018)
Viele Berliner Eltern suchen verzweifelt nach einem Betreuungsplatz – und sind dankbar, wenn neben den Kitas auch private Tagesmütter und -väter bereit sind, sich um ihre Kinder zu kümmern. Dankbar müsste dafür eigentlich auch der Staat sein. Doch er macht den Tagespflegestellen ihre Arbeit alles andere als leicht, hat Inforadio-Reporterin Oda Tischewski herausgefunden.

WDR: Streit um Hartz IV – Brauchen wir ein neues Sozialsystem? (25.11.2018)
Gäste: Heike Göbel, Frankfurter Allgemeine Zeitung; Stephan Hebel, freier Journalist; Sebastian Puschner, der Freitag; Henrike Roßbach, Süddeutsche Zeitung

SWR: Arbeiten und Wohnen – Erlebt die Mitarbeiterwohnung eine Renaissance? (23.11.2018)
Arbeiten und Wohnung – für viele Menschen fallen diese beiden wichtigen Komponenten ihres täglichen Lebens immer öfter auseinander. Und zwar immer weiter auseinander. Vor allem in Ballungsgebieten. Vor allem, was das Wohnen angeht. Denn die Wirtschaft brummt ja. Arbeitskräfte werden gesucht. Was aber, wenn die gefundenen Arbeitskräfte nicht dort wohnen können, wo sie arbeiten sollen? Was, wenn die Wege unzumutbar lang werden? Die Arbeitgeber müssen sich etwas einfallen lassen. Und manche setzen genau da an, wo es den meisten Arbeitssuchenden am meisten weh tut: bei der Wohnung. Sie bieten Werks- oder Mitarbeiterwohnungen an. Sind das Einzelfälle oder erlebt diese Form des Arbeitsverhältnisses eine Renaissance?

SWR: Die Zukunft der Solidarität: Was wird aus dem Sozialstaat? (22.11.2018)
Es diskutieren: Prof. Dr. Georg Cremer – Volkswirt und ehemaliger Generalsekretär des Caritasverbands, Freiburg Prof. Dr. Martin Seeleib-Kaise – Professor für vergleichende Politikwissenschaft, Universität Tübingen Dr. Dorothee Spannagel – Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliches Institut der Hans-Böckler-Stiftung

DLF: 60 Jahre Lebenshilfe – Fürsorge, Ausgrenzung – oder beides? (22.11.2018)
Es begann als Eltern-Initiative: Damit Eltern geistig behinderter Kinder Unterstützung erhielten, wurde im November 1958 die „Lebenshilfe“ gegründet. Ihr Engagement ist weithin anerkannt. Doch der Streit darüber, welche Hilfe wirklich der Inklusion dient – und wo behinderte Menschen doch nur weiter vom gesellschaftlichen Leben ferngehalten werden, hält an.

HR: Was vom Peter übrig blieb – Diskussionen über Hartz IV (21.11.2018)
Wird Hartz IV in der politischen Versenkung verschwinden? So wie längst sein Namensgeber vom VW-Konzern? Noch ist es nicht soweit. Aber ausgerechnet diejenigen, die Hartz IV einst vom Band haben rollen lassen, SPD und Grüne, stellen das Gesetz nun auf den Prüfstand wie einen Diesel. Die Linke lädt die beiden daraufhin voller Hoffnung auf eine neue Mehrheit zum „Sozialstaats-Dialog“. Der aber auch ohne diese Einladung schon mächtig in Fahrt kommt. Und so wie Hartz IV seinerzeit die SPD gespalten hat, so scheiden sich daran auch diesmal die Geister: Was die einen als Schikane und Demütigung erleben, das preisen andere lauter denn je als Erfolgsmodell. Und während die SPD zu retten versucht, was sie verloren hat, droht jetzt der Union die Spaltung. Denn Einfluss auf den künftigen Arbeitsmarkt hat auch das geplante Einwanderungsgesetz. Und die Union könnte am Thema Migration genauso zerbrechen wie einst die SPD an Hartz IV.

DLF: Einwanderungsgesetz – „Beschäftigungsduldung ist zu wenig“ (21.11.2018)
Der Grünen-Politiker Boris Palmer hat die Pläne der Großen Koalition für ein Einwanderungsgesetz kritisiert. Die sogenannte geplante Beschäftigungsduldung von zwei Jahren für abgelehnte Asylbewerber sei keine Lösung, sagte er im Dlf. Dies sei wirtschaftlicher Unsinn und auch menschlich nicht zumutbar.

DLF: Finanzierung von Kinder- und Jugendhilfe – Immer mehr Jugendliche sollen in geschlossene Heime (21.11.2018)
Kein Bock auf Schule, kein Respekt vor sich und anderen, die Gefahr völlig abzugleiten: Was tun, wenn Kinder und Jugendliche auf nichts und niemandem mehr hören wollen? Oder sich selbst und andere gefährden? Immer häufiger sollen Jugendliche dann in geschlossene Heime. Ist das wirklich der richtige Weg?

Deutschlandfunk Kultur: Das Recht auf gleichwertige Lebensverhältnisse – Wie weit darf eine Gegend herunterkommen? (20.11.2018)
Wer in einer strukturschwachen Region lebt, darf auf „gleichwertige Lebensverhältnisse“ pochen. Das steht immerhin im Grundgesetz. Doch der Begriff ist dehnbar – und geht an der Wirklichkeit vieler Landbewohner vorbei.

HR: Allons enfants… Aufstand gegen Macron (20.11.2018)
Der Franzose geht gerne mal auf die Straße, um seiner Empörung Luft zu machen. Doch dieses Mal scheint alles anders. Allein am vergangenen Samstag waren es 290 000 Menschen in gelben Warnwesten, von Arras im Norden bis Avignon im Süden, die in mehr als 2000 Orten gegen steigende Spritpreise demonstrierten. Es geht aber um viel mehr. Es ist der Aufstand von Menschen aus dem ländlichen Frankreich, aus denen sich der französische Staat zurückgezogen hat. Die Folgen: fehlende Krankenhäuser, verlassene Postfilialen, aufgegebene Amtsgerichte, keine Jobs – öde Orte, in denen es auch keinen Bäcker, keinen Metzger und keine Blumenverkäuferin mehr gibt. Ihre Forderung: „Macron, tritt zurück!“ Sie empfinden seine Wirtschaftspolitik als ungerecht. Seine Zustimmungswerte fallen von Monat zu Monat. Das könnte ihn seine politische Kraft kosten. Aber die braucht er für seinen vielbeschworenen Neustart für Europa.

SWR: Der tiefere Sinn der Wohltätigkeit: Ich helfe, also bin ich (18.11.2018)
Die Deutschen gelten als Spendenweltmeister. Und die meisten geben nicht nur Geld, sondern investieren auch Zeit fürs Ehrenamt. Doch warum helfen viele lieber vor Ort als in der großen weiten Welt? Und wie viel Egoismus steckt in Altruisten?

Deutschlandfunk Kultur: Bodenpersonal am Hamburger Flughafen – Buckeln für den Billigflieger (16.11.2018)
Ein Wochenende nach London oder ein Kurztrip in die Sonne: Die Anzahl der Starts und Landungen auf deutschen Flughäfen wächst und wächst. Das Reisen mit den Billigfliegern ist aber nur deshalb so erschwinglich, weil am Bodenpersonal gespart wird.

SWR: Gerechtigkeit im deutschen Bildungssystem (18.11.2018)
Gespräch mit Heinz-Peter Meidinger vom Deutschen Lehrerverband

SWR: Kollege Computer – Wenn Arbeit digital wird (17.11.2018)
Vom ferngesteuerten Mähdrescher bis zur von Algorithmen geschriebenen Online-Zeitung – immer mehr Arbeitsabläufe werden automatisiert oder zu großen Teilen von Computern erledigt.

SWR: Die Schere zwischen arm und reich – Was ist gerecht? Mit Franz Meurer, Pfarrer in einem sozialen Brennpunkt-Viertel (16.11.2018)
„Eine Gesellschaft, die es zulässt, dass nicht alle Kinder mittags ein warmes Essen haben, ist zutiefst ungerecht“, sagt Gemeindepfarrer Franz Meurer. „Und wenn eine Gesellschaft zu ungerecht ist, dann geht sie kaputt.“

DLF: Kein Schutz für Kranke – Soziale Träger fürchten Wohnungsverluste (15.11.2018)
Tausende von psychisch Kranken oder Drogensüchtigen leben allein in Berlin in Wohnungen, die ein sozialer Träger für sie angemietet hat. Ihnen droht nun ein schneller Rauswurf. Denn nach einem Gerichtsurteil können diese Wohnungen wie Gewerberäume sofort gekündigt werden. Um das zu verhindern, verlangt der Berliner Senat vom Bund nun eine Sonderklausel im Mietrecht.

SWR: Was ist ein gerechter Lohn? (14.11.2018)
Viele Deutsche empfinden den eigenen Lohn als gerecht. Doch geringe Bezahlung und Intransparenz sorgen für Diskussionen. Wie können Unternehmen einen gerechten Lohn aushandeln?

HR: Erbarmen, zu spät! Die Rentner kommen (14.11.2018)
Rentenloch, Seniorenschwemme, Greisenberg und Fachkräfteschwund. Ein Land ruft „Erbarme“, denn die geburtenstarken Jahrgänge nähern sich dem Rentenalter. Aber halt, das war doch schon bei den Rodgau Monotones damals nicht so gemeint. In Wahrheit haben sich doch alle ein Loch in den Bauch gefreut, dass die Hessen kamen oder sagen wir – fast alle. Und so auch bei den Rentnern: so viele Opas und Omas, die dann ganz viel Zeit für die Enkel haben. So viele im Schnitt noch gesunde und tatkräftige ältere Menschen, die ihre Energie in bürgerschaftlichem Engagement ausleben können, ihr reichlich vorhandenes Geld in die Wirtschaft pumpen, vor allem – das wollen wir ihnen gönnen – in Reisen und Wellnessangebote. Eigentlich könnte das doch ganz großartig werden, wenn bis dahin angemessene Formen des Wohnens und Zusammenlebens vorhanden sind, denn gerade die geburtenstarken Jahrgänge haben nicht so viele Kinder. Und es könnte richtig nett werden, wenn die Frage geklärt ist, wer die Renten für die Babyboomer zahlt. Aber bis es so weit kommt, haben wir ja noch etwa zehn Jahre Zeit, diese Zukunft so zu gestalten, dass wir dann beruhigt sagen können: Die Rentner komme, wolle mer se reilasse?

NDR: Angst vor Kriminalität – Über die Unsicherheit in deutschen Städten (13.11.2018)
Die gefühlte Angst vor Kriminalität hat zugenommen. Nach den Kriminalitätsstatistiken ist Deutschland aber sicherer geworden.

DLF: Frankreich – Hilfe zur Selbsthilfe in den Banlieues (13.11.2018)
Frankreichs Banlieues sind berüchtigt für Gewalt, besonders unter Jugendlichen. Nun setzt die französische Regierung in diesen Vororten auf Bildung und Kultur. Mit ihrem Programm „La France – une chance pour tous“ fördert sie Selbsthilfeprojekte, die vor allem Teenager zurück in die Gesellschaft holen sollen.

NDR: Klassentreffen: Zehn Jahre nach der Förderschule (11.11.2018)
Was ist aus den Träumen und Plänen der Regenbogen-Schüler geworden?

Deutschlandfunk Kultur: Soziologe Wilhelm Heitmeyer – „Der Begriff ‚Rechtspopulismus‘ ist viel zu verharmlosend“ (10.11.2018)
Was die AfD erfolgreich mache, sei ihr „autoritärer Nationalradikalismus“, sagt der Soziologe Wilhelm Heitmeyer. Der sei besonders problematisch, weil er darauf abziele, Institutionen zu destabilisieren, die wichtig für die Gesellschaft seien.

SWR: Klüger als der Mensch? Wie künstliche Intelligenz Wirtschaft und Gesellschaft verändert (10.11.2018)
Künstliche Intelligenz ist längst keine Science Fiction mehr, sie steckt in jeder Hosentasche – als Sprachassistent auf dem Smartphone. Siri, Alexa und der Google Assistant sind die bekanntesten Anwendungen von künstlicher Intelligenz, aber die Technologie kann mittlerweile viel mehr. KI wird in der Industrie, der Medizintechnik oder auch im Marketing eingesetzt. Sogar malen kann sie: kürzlich hat das Auktionshaus Christie das erste von einem Computer hergestellte Kunstwerk versteigert. Und in Kaiserslautern bringen Forscher Computern bei, Gefühle zu erkennen. Der internationale Wettlauf um die Spitzenposition im Bereich KI ist im vollen Gange, derzeit liegen die USA und China vorn. Deutschland entwickelt gerade eine KI-Strategie, dabei spielen auch gesellschaftliche und ethische Fragen eine Rolle. Wo steht die künstliche Intelligenz heute und wie wird sie in Zukunft die (Arbeits-) Welt verändern?

SWR: Ratlose Einsteiger – Wenn die Berufswahl schwerfällt (03.11.2018)
Welche Ausbildung? Was studieren? Junge Menschen tun sich bei der Berufswahl oft schwer. Auch die Eltern taugen oft nicht als Orientierung – zu sehr hat sich die Berufswelt verändert. Wie gelingt es, sich besser zu orientieren?

Deutschlandfunk Nova: Armut und die Geburt des Wohlfahrtsstaates (03.11.2018)
Armut spaltet eine Gesellschaft in die, die etwas haben, und die, die nichts oder zu wenig haben. Wie reagieren wir darauf? Ein Vortrag von Politikwissenschaftler Philipp Lepenies.

DLF: Armut in Deutschland – Vom Verlust der inneren Würde (31.10.2018)
Rund 15,5 Millionen Menschen in Deutschland sind von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht. Das ist fast jeder fünfte. Viele kämpfen nicht nur gegen den Geldmangel – sondern auch darum, ihr Gesicht zu wahren.

Deutschlandfunk Kultur: Albtraum Arbeitsplatz – Vom Umgang mit berufsbedingten Traumatisierungen (29.10.2018)
Etwa 10.000 Arbeitsunfälle, verursacht durch psychische und physische Gewalt, werden jährlich gemeldet – am häufigsten Angriffe auf Bahnbedienstete und medizinisches Personal. Die dadurch entstehenden Traumata müssen oft langwierig behandelt werden.

DLF: Kampfzone Immobilienmarkt – Hohe Mieten, wenig Wohnraum, astronomische Kaufpreise (27.10.2018)
Wohnungssuchende sind nicht zu beneiden: In vielen deutschen Städten sind Miet- und Kaufpreise rasant angestiegen, bezahlbarer Wohnraum ist Mangelware. Immer öfter werden Häuser luxussaniert, damit die Miete erhöht werden kann. Selbst der Mittelstand findet kaum noch etwas Bezahlbares in der Stadt.

SWR: Kettenverträge, Lohndumping, Kunstgenuss: Arbeitsbedingungen im Kulturbetrieb. Interview mit Daniel Ris, Gründungsmitglied von art but fair (25.10.2018)
Künstlerinnen und Künstler auf der Bühne haben keine Lobby hinter sich, sagt Daniel Ris, Gründungsmitglied von art but fair. Deshalb müsse man sich im Kulturbetrieb gemeinsam für bessere Arbeitsbedingungen organisieren. Viele hätten auch im Publikum ein ganz falsches Verständnis von den Lebensumständen der Künstler: dass eine junge Sängerin für 1.800 € brutto im Monat auf der Bühne steht und in den Sommerferien noch jobben muss, davon hätte kaum jemand eine Vorstellung, so Daniel Ris.

NDR: Wie viel kostet Integration der Flüchtlinge? (22.10.2018)
Die Kosten für die Integration sind hoch. Allein im Bundeshaushalt sind in diesem Jahr 21,4 Milliarden dafür vorgesehen. Wo werden welche Kosten der Integrationspolitik verbucht?

SWR: Der harte Alltag der LKW-Fahrer (18.10.2018)
Wie fühlt es sich an, Lastwagen-Fahrer zu sein? Jeden Tag tonnenschwere Laster fahren, einladen, ausladen, im Stau stehen, Rastplätze suchen. LKW-Fahrer schildern in SWR1 ihre Erfahrungen. Der Speditions-Verband erklärt, warum kaum junge Brummifahrer nachkommen. Wir beantworten die Frage, weshalb in Deutschland nicht viel mehr Waren auf der Schiene transportiert werden – und wir begleiten einen Seelsorger für Lastwagenfahrer auf der A5 bei Baden-Baden.

NDR: Das Ende der sozialen Brennpunkte in Dänemark? (17.10.2018)
In Dänemark sollen in den kommenden gut zehn Jahren 30 soziale Brennpunkte aufgelöst werden. Soll soll Integration gefördert werden. Können die Ziele erreicht werden?

BR: Berufstätige Mütter heute – Im Dauerstress zwischen Kita und Büro (16.10.2018)
Sie rennen, multitasken, stehen unter Zeitdruck: Viele berufstätige Mütter kämpfen weiterhin damit, täglich alles auf die Reihe zu kriegen und den Erwartungen an sie als Mutter und Berufstätige gleichermaßen gerecht zu werden.

Deutschlandfunk Kultur: Neuer Kampf um die Arbeitszeit – Wem gehört Vati samstags? (16.10.2018)
Mit der Einführung der 40-Stunden-Woche 1967 wurde die Parole „Samstags gehört Vati mir“ weitgehend zur Realität. Heute fordern viele Arbeitgeber mehr Flexibilität, und so stellt sich die Frage neu: Wem gehört Vati (und Mutti) am Samstag?

SWR: Arbeit per App. Unterwegs im Heer der digitalen Tagelöhner (15.10.2018)
Moderne Arbeitswelt: Aufträge kommen per Computer oder Smartphone, Arbeitsrecht interessiert kaum mehr. Herzlich willkommen in der Welt der Tagelöhner.

BR: Gelungene Integration in Mechelen – Wie eine belgische Stadt zum Vorbild wurde (14.10.2018)
Einst war Mechelen die dreckigste Stadt Belgiens – verwahrlost und kriminell. Doch Bürgermeister Bart Somers richtete sie wieder auf. Seine Strategie: Null-Toleranz und Multi-Kulti

DLF: Ein Quereinsteiger lernt seinen Traumberuf – Helle wird Erzieher (09.10.2018)
Er ist 53 Jahre alt, hat zwei erwachsene Söhne – und hat bald eine Erzieherausbildung absolviert. Für Helmut Salvatore Hartwich, genannt Helle, ist das der erste ordentliche Berufsabschluss. Dabei hätte er schon als junger Mann gern mit Kindern und Jugendlichen gearbeitet. Aber in den 1980er-Jahren hieß es auf dem Arbeitsamt: „Erzieher? Frauenberuf!“.

Deutschlandfunk Kultur: Die Kunst der Selbstausbeutung – Wovon Künstler leben müssen (09.10.2018)
Die meisten Ausgaben im Kulturbereich verbrauchen sich in der Erhaltung bestehender Einrichtung wie Theatern Museen oder Bibliotheken. Die Künstler selbst müssen sehen, wie sie über die Runden kommen: Kellnern, Taxi fahren oder Hartz IV beantragen.

detektor.fm: Digitale Gesellschaft – Schließen sich digital und sozial aus? (02.10.2018)
Mit den Veränderungen in der digitalen Gesellschaft entstehen auch Sorgen um die Privatsphäre, die Automatisierung von Arbeit und dem Untergang der menschlichen Empathie. Wie können wir also selbstbestimmt und frei in der digitalen Gesellschaft leben?

NDR: Unzufrieden trotz Wirtschaftsboom und Wohlfahrtsstaat (02.10.2018)
Unzufriedenheit macht sich breit, in Bürgerprotesten und neuen Parteien. Die sozialen Spannungen wachsen. Bericht über eine Tagung in der Evangelischen Akademie Loccum.

SWR: Selbstständiges Lernen in der Schule? Probleme eines populären Konzepts (30.09.2018)
Erziehungswissenschaftlerin Professor Nicole Vidal hat Ratgeber für Lehrkräfte und Beispiele aus der Schulpraxis analysiert. Ergebnis: Das Konzept des selbstgesteuerten Lernens verspricht zwar viel, stößt praktisch jedoch oft an eine Grenze.

DLF: Russische Rentenreform – Rückhalt der Regierung Putin schwindet (28.09.2018)
Die russische Rentenreform ist einschneidend – fünf Jahre länger arbeiten. Für viele Russen bedeutet das: Sie werden das Rentenalter nie erleben. Der Widerstand gegen die Reform ist groß und die Zahl derer, die von der Regierung Putin enttäuscht sind, wächst. Sie fühlen sich betrogen.

SWR: Omas digitale WG (26.09.2018)
Weil der Pflegebedarf in unserer alternden Gesellschaft steigt, setzt die Bundesregierung auf Digitalisierung und technische Assistenz. Smarte Systeme und millionenschwere Forschungsförderung gegen Personalmangel und Vereinsamung – kann das funktionieren?

DLF: Pflege – Profit oder Gemeinwohl? (25.09.2018)
Die Pflege war über Jahrhunderte eine Sache von Familie, Kirchen und Wohlfahrtsverbänden. Seit den 1990er-Jahren sind auch privatwirtschaftliche Unternehmen auf dem Pflegemarkt aktiv, um Renditen zu erwirtschaften. Die Menschen bleiben dabei auf der Strecke, sagen Vertreter der Wohlfahrtspflege.

DLF: Geteilte Elternverantwortung – Zwischen Wechsel- und Residenzmodell (24.09.2018)
Trennung, Scheidung, wer kümmert sich um die Kinder? Vielen Vätern reicht das Umgangsrecht nicht mehr – sie wollen Anteil an der Betreuung und Erziehung der Kinder nehmen. Das Wechselmodel, bei dem Kinder regelmäßig von beiden Elternteilen betreut werden, wird immer beliebter.

Deutschlandfunk Kultur: Flüchtlinge aus Gambia in Oberschwaben – „Die werden behandelt wie alle anderen auch“ (23.09.2018)
Als Ende 2014 Flüchtlinge in ganz Deutschland verteilt wurden, kamen 24 Gambier ins schwäbische Oberzell. Nach kurzer Zeit hatten fast alle Arbeit. Vor einem Jahr waren die Männer zuversichtlich. Aber bis heute hat keiner Asyl bekommen. Können sie bleiben?

DLF: Förderschule oder Regelschule – Zum Stand der Inklusionsdebatte in Deutschland (22.09.2018)
In das Pro und Contra zur Inklusion an Regelschulen kommt neue Bewegung, während gleichzeitig in den Schulen die Angst vor einer Überforderung wächst. Doch der massenhafte Exodus von Förderschülern in die Regelschule ist eine Mär – und Deutschland vom Ende des Parallelsystems Förderschule weit entfernt.

DLF: Reizthema Impfen – Zwischen Herdenschutz und Verschwörungstheorie (22.09.2018)
In Industrienationen gibt es immer mehr Eltern, die ihre Babys und Kleinkinder nicht gegen Krankheiten wie Masern oder Keuchhusten impfen lassen. Auch in Deutschland sinken die Impfraten. Gleichzeitig registrieren Gesundheitsämter wieder Fälle von eigentlich ausgerotteten Krankheiten.

SWR: Wohnungsnot: 3 ZKB – verzweifelt gesucht! (21.09.2018)
Sie ist zu einem gesellschaftlichen Problem geworden: Die zunehmende Wohnungsnot in vielen deutschen Städten. Die Mieten steigen, es fehlt an Sozialwohnungen, gleichzeitig entstehen neue Luxus-Viertel. Der Widerstand dagegen wächst: am Wochenende sind in München 10.000 Menschen gegen Mietwucher und Wohnraummangel auf die Straße gegangen. „Mieten seien die neue soziale Frage unserer Zeit“, heißt es inzwischen von der Politik. Der Wohnungs-Gipfel im Kanzleramt soll darauf Antworten liefern.

DLF: Sozialer Wohnungsbau – Warum Wiener günstig wohnen (20.09.2018)
Der soziale Wohnungsbau in Wien hat eine lange Tradition. Er funktioniert, weil er breiten Bevölkerungsschichten zugänglich ist, hunderttausende Wohnungen umfasst und die Kosten von der Gemeinschaft bereitwillig getragen werden. Das Modell ist allerdings nur begrenzt übertragbar.

NDR: Wohnungsnot in den Städten (20.09.2018)
Wohnungen sind knapp. Vor allem in den Städten entwickelt sich der Mangel zum sozialen Sprengstoff. Sollten die Kommunen selbst als Bauherren auftreten?

WDR: Stadtgespräch aus Oberhausen: Nicht genug Essen für alle? (20.09.2018)
Die Armut steigt, die Zahl der Bedürftigen nimmt zu. Seit vielen Jahren kämpfen die Tafeln dagegen und sammeln Lebensmittel kurz vor Ablauf des Verfallsdatums ein. Aber manchmal reicht es nicht für alle! Im Land des Überflusses liegt bei manchen zu wenig auf dem Teller.

BR: Mindestmengen – Komplexe OPs, keine Kontrolle! (19.09.2018)
Einige hochkomplexe Operationen dürfen Kliniken in Deutschland nur dann durchführen, wenn Ärzte und Pflegepersonal genügend Routine haben. Nach Recherchen des BR wurde diese Regelung jedoch nicht ausreichend kontrolliert und Jahr für Jahr unterlaufen.

Deutschlandfunk Kultur: Neues Stadtquartier in Tübingen – Gemeinsam bauen und leben (19.09.2018)
Menschen mit geringem Einkommen, mit Behinderung oder Migrationshintergrund haben auf dem Wohnungsmarkt schlechte Karten. Doch dass man auch für sie attraktive und günstige Wohnungen bauen kann, zeigt ein Beispiel aus Tübingen.

SWR: Empört, verführbar, radikal: Die Krise der „bürgerlichen Mitte“ (19.09.2018)
Es diskutieren: Prof. Dr. Cornelia Koppetsch – Soziologin, TU Darmstadt, Prof. Dr. Beate Küpper – Sozialpsychologin, Hochschule Niederrhein, Mönchengladbach, Prof. Dr. Herfried Münkler – Politikwissenschaftler, Humboldt-Universität.

NDR: Späte Gerechtigkeit (18.09.2018)
Zehntausende Kinder schufteten in der NS-Zeit in den Ghettos. Entschädigt wurden viele bis heute nicht. Ein Mitarbeiter der Linken und ein Richter kämpfen für sie.

DLF: EU-Gipfel und Dublin-Reform – Woran ein gemeinsames EU-Asylrecht scheitert (18.09.2018)
Eine Reform der sogenannten Dublin-III-Verordnung soll für eine gerechtere Verteilung Geflüchteter innerhalb der EU sorgen. EU-Regierungschefs werden darüber auf einem informellen Gipfel in Salzburg beraten. Doch spaltet die Frage der solidarischen Verteilung die EU, sodass ein gemeinsames Asylrecht unerreichbar scheint.

BR: Wie die Flexibilisierung das Arbeitsleben verändert (16.09.2018)
Flexibilität im Beruf soll die Arbeit angenehmer, freier und selbstbestimmter machen. Der Arbeitsmarkt selbst wurde in den letzten 30 Jahren dereguliert. Gleichzeitig steigt die Zahl der psychischen Erkrankungen und wir arbeiten alle immer mehr. Werden unsere Jobs sich in Zukunft im Pool der digitalen Plattformwirtschaft befinden? Und wo sind die Gewerkschaften?

Deutschlandfunk Kultur: Leben mit Demenzkranken – Wie Angehörige und Betroffene den Alltag bewältigen (15.09.2018)
In Deutschland leben 1,7 Millionen Menschen mit Demenz. Für ihre Angehörigen ist der Alltag fordernd, denn die Krankheit ist nicht heilbar. Darüber sprechen wir mit der Geschäftsführerin der Deutschen Alzheimer Gesellschaft und mit einem Mediziner.

Deutschlandfunk Kultur: „Spurwechsel“ für Flüchtlinge – Bleiberecht statt Abschiebung? (15.09.2018)
Firmenchef Wolfgang Grupp setzt sich für ein Bleiberecht von Flüchtlingen ein, selbst wenn ihr Asylantrag abgelehnt wurde – wenn sie einen Arbeitsplatz haben. Er sagt: „Es wäre ein Frevel, die Arbeitskraft nicht zu nutzen.“

DLF: Schwimmen lernen – Bäder-Schließungen und Burkini-Debatte (15.09.2018)
Mehr als die Hälfte aller zehnjährigen Kinder in Deutschland kann nicht schwimmen. Die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft DLRG schlägt Alarm. Und es ist keine Besserung in Sicht: Bis zu 25 Prozent aller Grundschulen bieten keinen Schwimmunterricht mehr an, Bäder werden geschlossen, Schwimmlehrer fehlen.

HR: Verachtung für den Staat – Arabische Clans in Deutschland (14.09.2018)
Sie kommen aus Mardin zum Beispiel, der türkischen Provinz an der syrischen Grenze. Flüchtlinge aus dem libanesischen Bürgerkrieg in den achtziger Jahren. Staatenlos, entrechtet, arm. Und sie kommen nach Westeuropa, nach Deutschland, beziehen staatliche Hilfe, finden Arbeit. Manche landen aber auch im Untergrund. Drogenhandel, Schutzgelderpressung, illegales Glücksspiel, das ist ihr Geschäft. Der Familienclan hält zusammen, hat seine eigenen Gesetze. Der Staat steht außen vor, auch weil es kein Land gibt, in das sie abgeschoben werden können. Und sie breiten sich aus. Berlin, Essen, Bremen. Jetzt hat der Gesetzgeber die Möglichkeit geschaffen, Immobilien zu enteignen, wenn nicht klar dargelegt werden kann, woher das Geld dafür stammt. Ein erster Schritt auf einem langen Weg aus der Machtlosigkeit?

SWR: Streit um die Rente – Wer finanziert unseren Ruhestand? (08.09.2018)
Die Bundesregierung hat einen Rentenkompromiss gefunden – gelöst sind die Probleme damit aber noch nicht. Denn das beschlossene Rentenpaket sichert die Rente bis 2025 – die echten Herausforderungen stehen jedoch erst danach an, wenn die geburtenstarken Jahrgänge der „Babyboomer“ in Rente gehen und von immer weniger Beitragszahlern finanziert werden müssen. Wie lange müssen wir künftig arbeiten? Wie könnten private und betriebliche Altersvorsorge gestärkt werden? Und wie kann ein Ausgleich zwischen den Generationen gelingen?

BR: Flüchtlingshelfer am Limit (07.09.2018)
Tausende engagierten sich 2015 spontan für die große Zahl der neu ankommenden Flüchtlinge. Das tun sie bis heute – sind aber zunehmend frustriert. Welcher Druck auf den Flüchtlingshelfern lastet, zeigt die Reportage aus Franken.

Deutschlandfunk Kultur: Der lange Weg der Entbürokratisierung – Von Bürgernähe keine Spur (04.09.2018)
Komplizierte Formulare, unzählige Vorschriften, undurchschaubare Zuständigkeiten: Die Bürokratie raubt uns Zeit, Geld und Energie. Und trotz der proklamierten Entbürokratisierung sind wir von einer bürger- und kundenorientierten Verwaltung noch weit entfernt.

DLF: Links der Mitte – Drei Parteien und die neue soziale Frage (03.09.2018)
Sahra Wagenknechts Sammlungsbewegung „Aufstehen“ startet nun offiziell. Sie hat das Ziel, die Gesellschaft andere Debatten führen zu lassen – über Verteilungsgerechtigkeit oder Fehler des Kapitalismus etwa. Dabei könnte sie aber gerade dem Projekt „Rot-Rot-Grün“ in die Hände spielen.

BR: Ohne Polen keine Feuerwehr – Zuwanderer stützen in Ostdeutschland die Infrastruktur (02.09.2018)
In Brandenburg wäre ohne polnische Zuwanderer die Freiwillige Feuerwehr nicht mehr einsatzfähig und es gäbe kaum noch Hausärzte. In den kleinen Orten in den strukturschwachen Regionen entwickelt sich eine neue Willkommenskultur.

SWR: Die Rente reicht nicht: Arbeiten im Alter (31.08.2018)
Renate P. hat ihr Leben lang gearbeitet, sie war selbständig. Trotzdem kann sie sich keinen Ruhestand leisten mit 81 Jahren.

Deutschlandfunk Kultur: Eltern drogenabhängiger Kinder – „Ich gebe mein Kind nicht einfach so auf!“ (30.08.2018)
Ein süchtiges Kind: Der Albtraum jeder Familie. Allein gelassen kämpfen die Eltern auch mit dem Stigma, versagt zu haben. Nicht selten wird das Drogenproblem des Kindes so zur existenziellen Krise. Professionelle Hilfe gibt es selten.

DLF: Gesundheitsversorgung in den USA – Gesucht: Landärzte in Amerika (29.08.2018)
Der Mangel an Ärzten in ländlichen Regionen ist auch in den USA ein Problem. Bis 2030 könnten laut einer Studie 120.000 Mediziner fehlen. Viele Krankenhäuser schließen – zurück bleiben Geisterstädte. Spezielle Studiengänge für Landärzte und der Einsatz von Telemedizin sollen die Versorgungskrise mildern.

SWR: Sägen und deklinieren: Die Lernwerkstatt in Schwäbisch Gmünd bildet Flüchtlinge aus (29.08.2018)
In der Flüchtlingswerkstatt Schwäbisch Gmünd lernen Flüchtlinge die deutsche Sprache genauso wie handwerkliche Tätigkeiten.

DLF: Fernbeziehung – Über Telemedizin und Computertherapeuten (26.08.2018)
Ärzte sollen künftig auch Patienten, die sie noch nie persönlich kennengelernt haben, beraten und behandeln dürfen – also etwa per Videochat. Wird die Telemedizin uns voranbringen oder wird sie die Medizin entmenschlichen?

SWR: Armes, altes Deutschland: Wer bezahlt den Ruhestand der Baby-Boomer? (29.08.2018)
Es diskutieren: Prof. Dr. Simone Scherger – Universität Bremen, Mitglied der Rentenkommission, Prof. Dr. Christian Hagist – Otto Beisheim School of Management, Düsseldorf, Prof. Dr. Stefan Sell – Hochschule Koblenz

BR: Weshalb haben soziale Berufe ein so schlechtes Image (29.08.2018)
Unser Leben lang sind wir auf Menschen angewiesen, die das Kümmern und Pflegen zum Beruf gemacht haben. Doch immer weniger wollen diesen Job machen, denn er bietet: Viel Verantwortung, harte Arbeit wenig Geld. Warum ist das so und was muss sich ändern?

DLF: Armen-Ghetto, Villen-Viertel – Vertieft sich die soziale Spaltung in den Städten? (29.08.2018)
Was haben Schwerin, Potsdam und Erfurt, Köln, Kiel und Saarbrücken gemeinsam? In diesen Städten leben Arm und Reich immer seltener Tür an Tür. Eine soziale Spaltung, die Experten in zahlreichen Kommunen beobachten – mit gravierenden Folgen für unser gesellschaftliches Miteinander.

HR: Hastde mal ne Wohnung? – die vier Wände und die Politik (28.08.2018)
Wohnraum ist hart umkämpft. Die Mieten in den Großstädten steigen, sozialer Wohnungsbau ist Mangelware. Die Durchmischung in den Stadtteilen existiert kaum noch. Wer eine bezahlbare Wohnung hat in der Stadt, der kann sich glücklich schätzen. So kann es nicht weitergehen. Die Politik ist gefragt und sie beginnt sich des Problems anzunehmen, streitet aber noch um den richtigen Ansatz. Mehr sozialen Wohnungsbau oder mehr Wohngeld? Und was tun wenn Brandschutz, Wärmedämmung und andere Vorschriften Bauvorhaben ausbremsen?

Deutschlandfunk Kultur: Trend zur Selbstbedienung – Wie „Schattenarbeit“ Zeit stiehlt und Jobs gefährdet (28.08.2018)
Wir scannen Preisschilder, tanken und erledigen Bankgeschäfte am Rechner – der Trend zur Selbstbedienung wird Verbrauchern oft als Vorteil verkauft. Doch der Soziologe Craig Lambert zeigt, dass „Schattenarbeit“ den Kunden und auch den Arbeitnehmern schadet.

DLF: Medizin – Neue Medikamente: Hoffnungsträger und Preistreiber (28.08.2018)
Mehr als 300.000 US-Dollar kostet die Behandlung mit einem neuartigen Krebsmedikament – und es gibt noch mehr Arzneimittel in dieser Preisklasse. Die Entwicklung hin zu immer teureren und besseren Medikamenten stellt die beitragsfinanzierten Gesundheitssysteme vor große Herausforderungen.

DLF: Die Opiatkrise in den USA – Painkillers (28.08.2018)
Sobald die Krankenkasse die teuren Schmerzmittel nicht mehr bezahlt, steigen viele Süchtige um: auf Heroin. Die schlimmste Drogenkrise in den USA ist Folge einer hemmungslosen Verschreibungspraxis. Vom Geschäft mit den Opiaten profitiert besonders eine Firma mit deutschen Wurzeln.

DLF: Digitalisierung – Mit Tablet statt Stift und Papier in die Schule (27.08.2018
Der Nachholbedarf der Schulen bei der Digitalisierung ist gewaltig. Einer Studie zufolge haben Achtklässler in Deutschland nur an jeder 16. Schule Zugriff auf ein Tablet. Das St. Josef-Gymnasium im thüringischen Dingelstädt hat den digitalen Rückstau hinter sich gelassen.

DLF: Neue Milliarden für die Rente – Bleibt die Generationen-Gerechtigkeit auf der Strecke? (27.08.2018)
Eigentlich soll die Rentenkommission von der Bundesregierung Vorschläge für eine zukunftssichere Altersversorgung ausarbeiten. Doch Finanzminister Olaf Scholz ist vorgeprescht und fordert nun eine dauerhafte Garantie für das heutige Rentenniveau. Das könnte einen dreistelligen Milliardenbetrag kosten

DLF: Telemedizin – Über Tablet-Visiten, Teledoktoren und Computertherapien (26.08.2018)
Ärzte sollen künftig auch Patienten, die sie noch nie kennengelernt haben, telemedizinisch beraten und behandeln dürfen – also etwa per Videochat. Ist die Telemedizin ein guter Fortschritt oder wird sie die Medizin entmenschlichen?

DLF: Warum der Nutzen von Bildungsforschung umstritten ist (25.08.2018)
PISA, IQB und TIMSS: Bildungsstudien gewähren Einblicke in den Bildungsstand und die Lernkompetenzen von Schülerinnen und Schülern. Ihr Nutzen ist jedoch umstritten. Während sich die einen von PISA und Co. unter Druck gesetzt fühlen, sagen andere: Bildungsstudien sind ein Geschenk.

DLF: Streit um Sterbehilfe – Haben unheilbar Kranke ein Grundrecht auf Suizid? (24.08.2018)
Unheilbar Kranken muss der Staat in Ausnahmefällen den Zugang zu tödlichem Gift erlauben. So entschied es das Bundesverwaltungsgericht 2017. Aber das Gesundheitsministerium wies die zuständige Behörde intern an, das Urteil nicht umzusetzen. Den Betroffenen rennt die Zeit davon.

DLF: Ehrenamt – 25 Jahre Tafel in Deutschland (22.08.2018)
Es gibt zu viele Lebensmittel, die nicht verkauft und deshalb weggeworfen werden. Zudem gibt es zu viele Menschen, deren Einkommen nicht reicht, um sich ausreichend zu ernähren. Das war die Gründungsidee der Tafel e.V., die nun seit 25 Jahren besteht.

Deutschlandfunk Kultur: Hugenotten, Gastarbeiter, Einwanderer – Eine kurze Geschichte der Migration in Deutschland (22.08.2018)
Als in den 60ern „Gastarbeiterzüge“ in den Ruhrpott-Bahnhöfen hielten, war Deutschland schon seit Langem Einwanderungsland. Bereits im 17. Jahrhundert kamen Glaubensflüchtlinge nach Preußen. Heute leben etwa 20 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund hier.

SR: Utopie oder erreichbares Ziel? (17.08.2018)
Herkunft entscheidet zu oft über Lebenschancen – Ist Bildungsgerechtigkeit eine Utopie oder ein erreichbares Ziel?

DLF: Schwedisches Prostitutionsgesetz – „Ein Mensch kann nicht zum Verkauf stehen“ (12.08.2018)
Vor 20 Jahren hat Schweden den Kauf von Sex verboten – als erstes Land der Welt. Freier werden seitdem bestraft, die Prostituierten nicht. Eine Maßnahme, die Menschenhandel und Gewalt eindämmen sollte. Das sogenannte Sexkaufgesetz ist auch heute noch umstritten.

BR: Wenn es dunkel wird – Mit einem Stromsperrer auf Tour (10.08.2018)
Werden die Rechnungen nicht gezahlt, kommt irgendwann der Stromsperrer. Dann bleibt der Fernseher schwarz und der Kühlschrank taut ab. Jährlich wird in rund 300.000 Haushalten laut Bundesnetzagentur der Strom abgestellt.

WDR: Die sozial-patriotische Wende der AfD (08.08.2018)
Rechts gleich konservativ, links gleich sozial? Zuschreibungen wie diese gelten in der heutigen Politik nicht mehr. Die AfD scheint auf dem Weg, sich über sozialpolitische Themen neue Wählerschichten zu erschließen.

DLF: Flüchtlinge und Fachkräftemangel – Der lange Weg der Integration auf dem Arbeitsmarkt (08.08.2018)
Flüchtlinge können helfen, den Fachkräftemangel zu beheben – das hieß es 2015 immer wieder. Inzwischen ist Ernüchterung eingekehrt: Viele Geflohene beziehen Sozialleistungen oder arbeiten im Niedriglohnbereich. Denn der Weg in den Arbeitsmarkt ist lang und beschwerlich.

DLF: Pflegegesetze im Paket – Sofortprogramm – aber für wen? (08.08.2018)
Mit einem „Sofortprogramm Pflege“ will Minister Jens Spahn (CDU) den Pflegenotstand lindern. Dazu gehören 13.000 neue Stellen für Deutschlands Krankenhäuser und Altenheime – und bessere Bezahlung für Pflegekräfte. Kommt das Engagement noch rechtzeitig?

HR: Was ist Deutsch – und wenn ja, warum? (08.08.2018)
Vielleicht begann die Familiengeschichte mit einem römischen Legionär, der einem blonden Mädchen Latein beibrachte. Dann kam ein Kelte dazu, ein Graubündener Landsknecht, ein Schiffer aus Holland, ein französischer Hauslehrer, ein böhmischer Musiker. Und ganz am Schluss stehen Sie, stehe ich, stehen wir – und sagen, wir seien Deutsche. Eingeborene Deutsche – allerdings in einem Landstrich, durch den seit Menschengedenken die Völker zogen und ihre Nachkommen hinterließen. Um es genauer zu sagen: seit 54.000 Jahren, seit unsere Vorfahren sich aufgemacht haben, Europa zu besiedeln und sich als erstes mit den Neandertalern vermählten. Seit knapp 150 Jahren behauptet jetzt ein Teil der Europäer, deutsch zu sein in einem deutschen Nationalstaat. Seitdem sind alle anderen Ausländer, und – wenn sie hierher kommen – Einwanderer. Was macht aber jetzt die Deutschen aus, was die anderen zu Migranten? Wer gehört dazu, wer nicht und wer vielleicht, ein bisschen oder später? Und wer bestimmt das? Und wie viele Andere sind in einem Deutschen?

DLF: Luxusgut Wohnen – Ist die Mietpreisbremse für die Katz? (06.08.2018)
In vielen Städten explodieren die Mieten. Die Suche nach einer erschwinglichen Bleibe treibt immer mehr Menschen um und die steigenden Wohnkosten sind längst zu einem Armutsrisiko geworden. Daran hat auch die vor drei Jahren eingeführte Mietpreisbremse wenig geändert. Wie kann die Wohnungsnot gelindert werden?

DLF: Förderung von Wohneigentum – Diskussion um das Baukindergeld (05.08.2018)
Das Baukindergeld kommt – das hat die Große Koalition beschlossen. Aber der Zuschuss für junge Familien mit Kindern ist umstritten, weil nur eine bestimmte Gruppe davon profitiert. Kritiker bemängeln außerdem, dass die Förderung die grundlegenden Probleme auf dem Wohnungsmarkt nicht löst.

SWR: Martin Bollinger, Pflegeexperte (03.08.2018)
Das Lebensthema des Martin Bollinger heißt Pflege. Das begann damit, dass er früh in den Haushalt eingebunden wurde, nachdem seine Mutter an MS erkrankt war. Nach dem Abitur wurde Bollinger Altenpfleger, später Pflegedienstleiter, dann Leiter einer Behinderteneinrichtung. Bollinger kämpft gegen die Kardinalfehler des in Deutschland praktizierten Pflegesystems und für eine bessere menschliche Betreuung. In dem SWR-Film „Der Junge und die Alten“ wird er porträtiert und sein Engagement vorgestellt.

NDR: Warum fehlen so viele Pflegkräfte? (01.08.2018)
Die Bundesregierung will den Pflegenotstand abstellen. Woher soll das zusätzliche Personal kommen?

DLF: Kindertagesstätten – Warum in Deutschland 300.000 Kitaplätze fehlen (01.08.2018)
Rechtsanspruch auf einen Kitaplatz für unter Dreijährige – der existiert seit fünf Jahren. Allerdings fehlen bundesweit 300.000 Kitaplätze. Die Nachfrage steigt, eine Besserung ist nicht in Sicht, denn es mangelt an Personal. Trotzdem verzichten immer mehr Kommunen und Länder auf Kita-Gebühren.

DLF: Ein Analphabet auf Jobsuche – Blind in einer Welt der Zeichen (31.07.2018)
Kay ist Mitte 30 und funktionaler Analphabet, einer von 7,5 Millionen Menschen in Deutschland, die nicht lesen und schreiben können. Zeitungen, Behördentexte, Bücher, das Internet – undurchdringliche semantische Dschungel.

Deutschlandfunk Kultur: Was hat die Psychotherapie-Reform gebracht? – Mit Depression in der Warteschleife (30.07.2018)
Warten, kämpfen, klagen. Der Weg auf die Couch kostet psychisch Kranke viel Kraft. Die Psychotherapie-Reform sollte das ändern. Doch bis heute gibt es zu wenig Therapeuten – und die Kassen zahlen oft nicht. Jetzt will Gesundheitsminister Spahn nachbessern.

DLF: In Rente mit 72? – Wie lange wir künftig arbeiten müssen (30.07.2018)
Die Zeit, in der Rentner Altersgeld beziehen, hat sich seit den 1960er-Jahren verdoppelt – auf 20 Jahre. Und die Lebenserwartung steigt. Damit Renten bezahlbar bleiben, muss nach Ansicht vieler Fachleute die Lebensarbeitszeit weiter nach oben gesetzt werden. Kritiker warnen vor einfachen Lösungen.

DLF: Hochhaus-Siedlung Dortmund-Scharnhorst – Vom Problembezirk zum Vorzeigeprojekt? (27.07.2018)
Dortmund-Scharnhorst galt lange Zeit als Problembezirk – doch inzwischen wandelt sich das Bild. Die Hochhaussiedlung ist bei vielen Bewohnern beliebt, und auch Stadtplaner und Architekten entdecken die Siedlung aus den späten 60ern als Modell für zukünftiges städtisches Wohnen.

BR: Arbeitssklaven in der Landwirtschaft – Die Rolle von Politik und Konsumenten (18.07.2018)
Zehntausende Flüchtlinge werden im Obst- und Gemüseanbau zu modernen Sklaven, mitten in Europa. Dumpinglöhne, Verstöße gegen Arbeitsschutz und Sozialabgabenbetrug – die EU stützt das System mit millionenschweren Subventionen.

DLF: Die Rentenpläne der Koalition – Was mit 67 bleibt (18.07.2018)
Altersarmut – kaum etwas anderes macht den Deutschen derzeit mehr Sorgen. Dabei versucht die Bundesregierung die Renten abzusichern, auch mit Milliarden aus Steuermitteln. Anfang 2019 sollen die Änderungen in Kraft treten. Opposition und Verbände kritisieren schon jetzt die hohen Kosten. Es diskutieren: Ricarda Lang, Sprecherin der Grünen Jugend; Peter Weiß, CDU-Bundestagsabgeordneter und rentenpolitischer Sprecher der Fraktion sowie Gert G. Wagner, Ökonom am DIW und Vorsitzender des Sozialbeirats

Deutschlandfunk Kultur: Deutsche und dänische Wohnpolitik im Vergleich – Ghettopolitik oder Soziale Stadt? (16.07.2018)
Auf die Wende folgte für den Ost-Berliner Bezirk Marzahn der soziale Niedergang. Im dänischen Gellerupparken herrscht seit den 80ern hohe Arbeitslosigkeit. Zwei soziale Brennpunkte – zwei unterschiedliche politische Strategien, die Lage zu lösen.

DLF: Ukrainer in Polen – Flüchtlinge und Glücksritter (16.07.2018)
Zwei Millionen Ukrainer leben inzwischen in Polen: Die meisten finden Arbeit, lernen schnell Polnisch und die Wirtschaft profitiert gewaltig von ihnen. Doch die Regierung tut wenig, damit sie sich heimisch fühlen. Sie werden sogar als Argument gegen die Aufnahme von Flüchtlingen aus dem Nahen Osten benutzt.

Deutschlandfunk Kultur: Grundeinkommen – mehr Freiheit oder nur Sozialabbau? (15.07.2018)
Das bedingungslose Grundeinkommen: für den Philosophen Richard David Precht die „nächste Etappe in der Evolution der Menschheit“, für den Politikwissenschaftler Christoph Butterwegge „weder sozial noch gerecht“. Welche Position ist überzeugender?

BR: Surf-Projekt für Förderschüler aus Nürnberg (13.07.2018)
Sein Gleichgewicht hat der Weltklasse-Big Wave-Surfer Sebastian Steudtner erst in den Wellen gefunden. In diesem Schuljahr unterstützt er Förderschüler mit einem erlebnis-pädagogischen Projekt, unter anderem an der Nürnberger Paul-Moor-Schule.

NDR: Schöne neue Arbeitswelt? (12.07.2018)
Automatisiertes Fahren, Pflegeroboter, die intelligente Fabrik: Viele preisen die Chancen der Künstlichen Intelligenz. Andere warnen vor Massenarbeitslosigkeit.

SWR: Pflegenotstand in Deutschland (05.07.2018)
Der Pflegenotstand in Deutschland – das ist unser Thema heute. Über 30.000 Pflegerinnen und Pfleger fehlen derzeit, die Not ist sprichwörtlich groß und eine Besserung ist nicht in Sicht, im Gegenteil. Und so haben gleich drei Berliner Bundesministerien eine Initiative gegen den Notstand gestartet. Die stellen wir vor, wir fragen Pflege-Experten was sie davon halten, unsere Reporterin hat Pflegerinnen bei ihrer Arbeit begleitet und wir haben mit einem Mann gesprochen, der von jetzt auf gleich seine Eltern pflegen und seine eigenen Träume über Bord werfen musste.

NDR: Ist Hartz IV am Ende? (04.07.2018)
Wer in Deutschland ist arm? Ist Hartz IV gerecht? Lohnt Niedriglohn-Arbeit? Die Debatte über Probleme unseres Sozialsystems und mögliche Lösungen ist neu entbrannt.

DLF: Oliver Nachtwey über die unfriedlliche Demokratie – „Der soziale Kitt bröckelt“ (01.07.2018)
In den europäischen Gesellschaften geht es ruppig zu. Sozialer Aufstieg ist nicht mehr selbstverständlich. Angst vor Abstieg führe zu neuen autoritären Einstellungen, sagte der Soziologe Oliver Nachtwey.