Im wahrsten Sinne ein Sommerloch: Lehrer überbrücken in der Arbeitslosigkeit. Und dann gibt es noch die Kelleretagen des Bildungssystems

Die einen Schüler und ihre Lehrer sind schon in den Sommerferien, in anderen Bundesländern kommen die noch. Nein, es soll hier nicht die ewige Litanei von den nicht nur im Sommer mit Urlaub gesegneten Lehrern wiedergekäut werden. Aber einige unter den Lehrkräften fallen im wahrsten Sinne des Wortes in ein Sommerloch. In dem sie nicht mehr das sind, was sie bis zu den Ferien waren, also Lehrer in Lohn und Brot. Sondern ganz profan: Arbeitslose. Und wenn sie Glück haben, bekommen sie Arbeitslosengeld I aus der Arbeitslosenversicherung, manche müssen auch auf Hartz IV zurückgreifen – und wenn der Sommer vorbei ist, dann bekommen sie vielleicht einen neuen Arbeitsvertrag, denn dann beginnt ja wieder die Schule.

Und auf eins kann man sich seit Jahren verlassen – auf solche Berichte: Tausende Lehrer gehen arbeitslos in die Sommerferien. Manche Bundesländer halten an der Praxis fest, Lehrer mit befristeten Verträgen in den Sommerferien in die Arbeitslosigkeit zu entlassen. Und das verwundert nicht wirklich: »In Baden-Württemberg sind es nach Angaben eines Sprechers des Kultusministeriums 3300 Lehrer, deren Arbeitsvertrag spätestens mit dem Beginn der diesjährigen Sommerferien endet. Ein Beschäftigung und Bezahlung dieser Vertretungslehrer auch in den Sommerferien würde das Land nach seinen Worten 12,5 Millionen Euro kosten.« Die man sich gerne ersparen möchte, auf Kosten der Betroffenen oder der Arbeitslosenversicherung oder des Steuerzahlers an anderer Stelle.

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Auch noch ein Streikrecht für Beamte? Nicht mit dem Bundesverfassungsgericht. Ein Blick hinter die Fassaden eines Stammtischaufreger-Themas

Das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) hat mal wieder Klartext gesprochen: Streikverbot für Beamte verfassungsgemäß, so kurz und eindeutig ist eine Pressmitteilung des höchsten Gerichtes unseres Landes überschrieben. Und das Streikverbot sei auch mit der Europäischen Menschenrechtskonvention vereinbar.

Bevor wir uns die Details der höchstrichterlichen Entscheidung anschauen – man kann sich die Reaktionen vieler Menschen auf diese Nachricht vorstellen: Jetzt wollen „die“ Beamten mit ihren betonsicheren Arbeitsplätzen, ihrer Sonderbehandlung mit Beihilfe und privater Krankenversicherung sowie im Fall der Erkrankung der garantierten Weiterzahlung der Bezüge, ihren gepamperten Pensionen, um nur einige der Vorzüge des Beamtendaseins in den Raum zu stellen, auch noch streiken dürfen. Geht’s noch? Da wird die Entscheidung des BVerfG mit großer Zustimmung zur Kenntnis genommen. Vor allem, wenn man auch noch erfährt, dass es vier Lehrer waren, die sich bis nach Karlsruhe vorgekämpft haben. Na klar, die Lehrer, das sind die mit dem vielen Urlaub. Da war doch  mal ein mittlerweile gewesener Bundeskanzler, der sich zu diesem Analyseergebnis über die Lehrer hat hinreißen lassen: „Ihr wißt doch ganz genau, was das für faule Säcke sind.“.

Nun haben die meisten von uns einige oder zuweilen auch überwiegend traumatische, zumindest aber frustrierende Erfahrungen mit dem Lehrkörper unserer Schulen machen müssen, so dass die zugespitzt vorgetragene Stammtisch-Position bei vielen auf einen entsprechenden Resonanzboden stoßen wird. Aber davon sollte man sich natürlich bei einer nüchternen Analyse nicht leiten lassen. Schon eher von dem für den einen oder anderen erstaunlichen Befund, dass die Hardcore-Vertreter des deutschen Berufsbeamtentums die Botschaft aus Karlsruhe gleichsam begeistert aufgenommen haben: „Mit seiner Entscheidung hat das oberste deutsche Gericht unsere Rechtsauffassung zum Beamtenstatus einhundertprozentig bestätigt“, so wird kein geringerer als der Bundesvorsitzende des Deutschen Beamtenbundes (dbb), Ulrich Silberbach, von seiner eigenen Organisation zitiert.

Aber müssten die nicht eigentlich zerknirscht sein, denn der dbb verhandelt doch über die Besoldung der Beamten wie andere Gewerkschaften über die Löhne und Gehälter? Wäre da das Druckmittel eines Arbeitskampfes nicht eine anstrebenswerte Angelegenheit? 

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Die Lehrer und der „Schweinezyklus“ von zu viel und jetzt mal wieder zu wenig. Und dann auch noch ungleich verteilt

Viele werden sich noch daran erinnern – angehende Lehrer wurden bereits am Anfang ihres Studiums verhöhnt als zukünftige Diplom-Taxifahrer, die in die sichere Arbeitslosigkeit marschieren. Nun war es empirisch gesehen immer schon so, dass sich Zeiten eines erheblichen Lehrerüberschusses mit denen eines Lehrermangels regelmäßig abgelöst haben – manche verwenden hier gerne als Analogie das Bild des „Schweinezyklus“ aus der ökonomischen Preisbildungstheorie (vgl. dazu bereits am 25. November 2015 den Beitrag Akademiker sind keine Schweine. Aber sind sie gefangen im Schweinezyklus? Und dann noch Ingenieure und Naturwissenschaftler, die Aushängeschilder eines (angeblichen) Fachkräftemangels? mit einer differenzierten Darstellung).

Und aktuell scheinen wir wieder die Talsohle eines offensichtlichen Lehrermangels erreicht zu haben, wenn man der Berichterstattung so folgt: Lehrermangel an Schulen: Mit Ansage gegen die Wand, so beispielsweise Silke Fokken Anfang August dieses Jahres: »Der Unterricht fällt aus. Der Platz vorne an der Tafel ist leer. Der Lehrer ist krank – und für ihn kommt kein Vertretungslehrer. Denn den gibt es gar nicht. Er wurde nie ausgebildet, nie eingestellt. Die Schüler werden deshalb nach Hause oder in andere Klassen geschickt. Alltag an deutschen Schulen.«

Hintergrund dieser und anderer Artikel war eine im Juli 2017 veröffentlichte Studie im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung: Klaus Klemm und Dirk Zorn (2017): Demographische Rendite adé. Aktuelle Bevölkerungsentwicklung und Folgen für die allgemeinbildenden Schulen, Gütersloh 2017. Die Stiftung berichtete dazu unter dieser Überschrift: Schüler-Boom: Zehntausende zusätzliche Lehrer und Klassenräume notwendig:

»Die Zeiten sinkender Schülerzahlen sind vorbei. Nach 15 Jahren kontinuierlichem Rückgang kündigt sich ein Schüler-Boom an. 8,3 Millionen Kinder und Jugendliche werden voraussichtlich im Jahr 2025 in Deutschland zur Schule gehen, haben Forscher im Auftrag der Bertelsmann Stiftung berechnet. Das sind gut 300.000 Schüler mehr an den allgemeinbildenden Schulen als vor zwei Jahren. Damit erweist sich insbesondere die offizielle Prognose als erheblich zu niedrig: Die Kultusministerkonferenz (KMK) geht bisher für 2025 nur von 7,2 Millionen Schülern aus. Statt demographischer Rendite kommen erhebliche Investitionen auf die Bundesländer zu, weil zehntausende Lehrer und Klassenräume fehlen.«

Viele Bundesländer müssen komplett umdenken angesichts der Herausforderungen:

»Als erste spüren den Anstieg die Grundschulen. Dort fehlen im Jahr 2025 gegenüber heute 24.110 Lehrer, sofern die Klassen nicht größer werden sollen. An den weiterführenden Schulen sinken die bundesweiten Schülerzahlen zwar zunächst noch einige Jahre. Doch zeitversetzt erreichen die starken Jahrgänge auch die Gymnasien, Gesamt-, Ober- und Regionalschulen. 9 Prozent mehr Schüler als heute werden 2030 in den Klassenräumen der Sekundarstufe I sitzen. Auch dort werden dann zusätzlich 27.000 Lehrer benötigt. Weil den Lehrerkollegien aufgrund ihrer Altersstruktur eine Pensionierungswelle bevorsteht und ohnehin vielerorts bereits Lehrermangel herrscht, wird der Bedarf an zusätzlichen Lehrkräften schwer zu decken sein.«

Und was häufig vergessen wird: Es ist nicht nur Personal, das gebraucht wird:

»Neben dem Personalbedarf steigt der Raumbedarf. Bundesweit rund 1.800 Grundschulen wurden seit der Jahrtausendwende wegen Schülermangel geschlossen. Nun, mit wieder steigenden Geburtenzahlen und verstärkter Einwanderung, gilt es, eine deutliche Trendwende einzuleiten. 2025 werden – bei gleichbleibender Schulgröße – fast 2.400 Grundschulen mehr nötig sein als heute. Etwas später kommen auf die weiterführenden Schulen ähnliche bauliche Engpässe zu. Dabei gelten bereits jetzt viele bestehende Schulen als marode – der bundesweite Investitionsstau wird von der Förderbank KfW auf 34 Milliarden Euro taxiert.«

Man kann nun wohlfeil Kritik üben an der sowieso unbeliebten Kultusbürokratie, dass die offensichtlich nicht einmal in der Lage sind, den Personalbedarf richtig zu berechnen. Aber so einfach ist es nicht, wenn man sich die Parameter anschaut, die es zu berücksichtigen gilt. Dazu beispielsweise Silke Fokken in ihrem Artikel:

»In Ostdeutschland ist der Lehrermangel in vielen Regionen besonders ausgeprägt – auch weil die Altersmischung in den Kollegien nicht stimmt. Ein großer Teil der Lehrer ist jenseits der 50 und sieht der Pensionierung entgegen – keine Überraschung, sagt die GEW-Vorsitzende Marlies Tepe und kritisiert: „Trotzdem waren die Länder nicht bereit, rechtzeitig mehr Geld für die Ausbildung in die Hand zu nehmen.“«

Es sei jedoch fast unmöglich, den Lehrerbedarf genau vorherzusehen, vor allem aus diesen beiden Gründen, bei denen sich Fokken auf Klaus Klemm bezieht, einem der Verfasser der Bertelsmann-Studie:

  • Bei der künftigen Schülerzahl kann man sich gründlich verschätzen. Ein Beispiel: 1989 gab es in der Noch-DDR rund 200.000 Geburten, und man ging von einem hohen Lehrerbedarf aus. Aber nach der Deutschen Einheit schrumpfte die Geburtenzahl 1992 im Vergleich auf rund ein Drittel. Zurzeit gibt es gerade wieder deutlich mehr Geburten als ursprünglich angenommen – 2016 waren es 50.000 mehr als im Vorjahr. Zusätzlich steigen die Schülerzahlen durch Zuwanderung. Dabei war man lange von sinkenden Zahlen und einem niedrigeren Lehrerbedarf ausgegangen.
  • Der Lehrerbedarf hängt von politischen Rahmenbedingungen ab: kleinere Klassen, Ganztagsschulen, Inklusion, G8/G9. Aber wer vor einigen Jahren Bildungspolitik gemacht hat, konnte nicht wissen, was seine Nachfolger festlegen – und wie viele Lehrer man dafür braucht.

Zwischenfazit an dieser Stelle: Man kann „der“ Politik sicher nicht die ganze Schuld zuschieben – aber sie trägt eine gehörige Portion Mitverantwortung, denn sie haben jahrelang gespart und keinen Lehrer mehr als unbedingt nötig eingestellt, weil sie sich nicht zu entsprechenden Gehalts- und Pensionszahlungen verpflichten wollten.

Auch bei Silke Fokken taucht er wieder auf, der eingangs erwähnte „Schweinezyklus“: »Wer Lehrer werden will, ist in der Regel nach sieben Jahren fertig ausgebildet. Zu spät, um die aktuelle Lücke zu schließen. Und ob in zehn Jahren wirklich massenweise Lehrer benötigt werden, dafür gibt es keine Garantie. Das belegt der „Schweine-Zyklus“. Der Begriff beschreibt ein altes Dilemma: Herrscht in einem Beruf ein Mangel, rechnen sich viele Menschen gute Chancen aus und machen eine entsprechende Ausbildung. Sind sie fertig, haben sich die Umstände nicht zuletzt aufgrund der Prognose womöglich geändert. Es gibt ein Überangebot.«

Und – das sei hier nur angemerkt, weil es bei einer zu allgemeinen Betrachtung des Themas „Lehrermangel“ zu kurz kommt – es gibt einen Mangel an bestimmten Lehrern, nicht an allen Lehrern, was bedeutet, dass es weiterhin „überzählige“ Fächerkombinationen gibt, während andere händeringend gesucht werden. Zu berücksichtigen wäre dann auch noch, dass die Lehrer nicht für alle Schularten qualifiziert werden – was man dann an internen Ungleichgewichten erkennen kann, also Grundschullehrer fehlen jetzt überall, während viele Studenten die Gymnasiallaufbahn einschlagen wollen, es dort aber immer noch „zu viele“ Nachwuchskräfte gibt, vor allem, wenn sie eine der wenig nachgefragten Fächerkombinationen haben.

Und nun? Nun kommen auch noch bekannte Mechanismen ins Spiel: Um die wenigen „passenden Lehrer“ herrscht deshalb ein harter Konkurrenzkampf – und den fechten die Bundesländer vor allem mit dem Geldbeutel aus. „Die Reichen kaufen den Armen die Lehrer weg“, so Klaus Klemm.

»Das neue Schuljahr fängt an, und in vielen Bundesländern fehlen Lehrer. Die Kultusministerien steuern gegen: Aushelfen sollen Pensionäre, Referendare, Quereinsteiger«, so ein Überblick über die Situation in den Bundesländern (vgl. dazu Sag mir, wo die Lehrer sind). Man kann das auch als das bezeichnen, was es offensichtlich ist: Mangelverwaltung und teilweise bezweifelte Schadensbegrenzung.

Darunter immer wieder die Quereinsteiger. Hier zeigt sich auch eine letztendlich unauflösbare Ambivalenz.

Quereinsteiger können durchaus als Bereicherung, als notwenige Veränderung der Lehrerkollegien gesehen und verstanden werden, wenn man von der Annahme ausgeht, dass die Homogenität des Lehrerberufs (in der Regel gehen die Abiturienten direkt von der Schule in das Lehramtsstudium und kehren dann zum Referendariat zurück in den Mikrokosmos Schule, denn sie nur für das Studium mehr oder weniger verlassen haben) aufgebrochen werden sollte, dass es viele gute Gründe dafür gibt, wenn man eine heterogene Zusammensetzung der Kollegien anstrebt, wo auch andere Lebensläufe und Erfahrungswelten ihren Platz bekommen.

Aber derzeit entfaltet sich das Quereinsteiger-Wesen eher in seiner Funktion als Lückenfüller, als Notnagel, weil einem nichts anderes mehr zur Verfügung steht. Und das kann höchst problematische Folgewirkungen haben.

Man schaue dazu beispielsweise auf Berlin: »An Berlins Schulen nimmt die Zahl ungelernter Lehrkräfte weiter zu. In einem Bezirk sind nur drei von 66 neuen Grundschullehrern vom Fach«, berichtet Susanne Vieth-Entus in ihrem mehr als nachdenklich stimmenden Artikel Quereinsteigerquoten steigen auf 70 Prozent. »Die Zahl der Quereinsteiger nimmt weiter zu. Seit Schuljahresbeginn ist ihr Anteil unter den neuen Lehrern durch nachträgliche Einstellungen von 40 auf über 46 Prozent gestiegen. Bei den Grundschulen liegt er sogar bei 56,5 Prozent.« Das sind schon an sich mehr als diskussionsbedürftige Quoten – aber aus sozialpolitischer Sicht wieder einmal frustrierend kommt eine „soziale Schieflage“ hinzu:

Hinsichtlich der Verteilung der neuen Grundschullehrkräfte in den Berliner Bezirken wird hervorgehoben, »dass es sich in Mitte und Neukölln sogar bei über 70 Prozent der neu eingestellten Kräfte nicht um ausgebildete Lehrer handelt. Zudem sind bei den übrigen 30 Prozent die gelernten Grundschulpädagogen in der Minderheit: Meist musste die Bildungsbehörde auf Oberschullehrer zurückgreifen. Am extremsten wirkt sich der Mangel in Marzahn-Hellersdorf aus: Von 66 neuen Grundschullehrern sind nur drei für diese Schulform von Klasse 1 bis 6 ausgebildet (4,5 Prozent).«
Fazit: Der Anteil der Quereinsteiger ist extrem hoch – aber am höchsten ist er in den Bezirken, wo es viele soziale Brennpunkte gibt.

Nur als Randbemerkung zu den Ursachen dieses massiven Mangels an Grundschullehrern: »Berlins Hochschulen (hatten) jahrelang Tausende Bewerber für das Grundschulstudium abgelehnt, was der Senat nicht stoppte. Erst 2016 setzte er diesem Vorgehen ein Ende und verlangte von den Hochschulen, mehr Kapazitäten für die Ausbildung der Grundschullehrer zu schaffen – und entsprechend zu finanzieren.« Seit 2014 muss der Senat massiv um Quereinsteiger werben, weil natürlich ganze Jahrgänge fehlen.

Die Bildungsgewerkschaft GEW weist darauf hin, dass rund zwei Dritteln der Quereinsteiger nicht nur das Lehramtsstudium fehlt, sondern dass sie sogar nur ein potentielles Schulfach studiert haben. Sie müssten also berufsbegleitend das obligatorische zweite Fach nachstudieren – wofür jedoch zurzeit an den Hochschulen die Kapazitäten nicht reichen.

Man könnte mit weiteren Proeblembeschreibungen fortfahren – aber man sieht schon, was uns derzeit und in den kommenden Jahren droht. Und wo es klemmt. Dabei werden die eigentlichen Systemfragen im Modus der Krisenbewältigung verständlich, aber langfristig fatal wieder einmal gar nicht aufgerufen: Wie soll es weitergehen mit dem „klassischen“ Lehrerberuf? Soll das wirklich so bleiben? Denn man muss unabhängig davon, ob man das gut findet oder nicht, darauf hinweisen dürfen, dass ein Teil der Probleme natürlich auch dadurch produziert bzw. verstärkt wird, dass der Lehrerberuf für den staatlichen Arbeitgeber eine „unangenehme Sache“ ist: Mit hohen Kosten verbunden und (nicht nur durch die Verbeamtung) quasi unkündbar. Und die Lehrkräfte auf der anderen Seite haben keine oder nur eine sehr geringe berufliche Flexibilität zum Arbeitsfeld Schule. Aber darüber wird wieder einmal gar nicht mal mehr diskutiert. Das wird möglicherweise mittel- und langfristig ein viel größeres Problem werden als das, was wir derzeit sehen müssen.